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Straffällige Aus­länder*innenEs ist nicht der Pass

Frederik Eikmanns
Kommentar von Frederik Eikmanns

Aus­län­de­r*in­nen sind in der BKA-Kriminalstatistik überrepräsentiert. Das überrascht bei Armut und psychologischer Unterversorgung kaum.

Aus­län­de­r*in­nen sind nicht per se krimineller, aber die Lebensumstände begünstigen kriminelles Verhalten Foto: Peter Kneffel/dpa

W ieder ist die Zahl ausländischer Tatverdächtiger bei Gewalttaten gestiegen: 8 Prozent höher als im vergangenen Jahr liegt der entsprechende Wert in der Kriminalstatistik des Bundeskriminalamtes (BKA). Damit machen Aus­län­de­r*in­nen bei solchen Taten 43 Prozent aller Tatverdächtigen aus.

Auch wenn unter ihnen teils Tou­ris­t*in­nen oder sonstige Kurz­zeit­be­su­che­r*in­nen sind und Aus­län­de­r*in­nen laut Studien sehr viel öfter angezeigt werden als Deutsche: Bei einem Bevölkerungsanteil von gerade einmal 15 Prozent sind Aus­län­de­r*in­nen in der Statistik deutlich überrepräsentiert. Doch wer darin ein Argument für eine strengere Migrationspolitik erkennt, der irrt. Vielmehr zeigen die Zahlen, dass Armutsbekämpfung und psychische Versorgung die Hebel sind, um Kriminalität wirklich zu verhindern.

Denn es ist nicht der Pass, der jemanden kriminell macht, es sind die Lebensumstände. Die Armutsgefährdungsquote unter Deutschen lag 2024 bei rund 13 Prozent. Für Aus­län­de­r*in­nen lag sie bei etwa 30 Prozent. Wer im Elend lebt, hat nicht nur einen Anreiz, notfalls eben zu klauen oder zu rauben. Und lebt – statistisch – häufiger in großen Städten, wo sich mehr Gelegenheiten bieten und die Polizei öfter unterwegs ist.

Nicht zu vergessen sind zudem psychische Krankheiten. Unter Asylbewerber*innen, die einen großen Teil der Aus­län­de­r*in­nen ausmachen, leidet laut Studien bis zu je­de*r Dritte an psychischen Krankheiten. Zwar sind es unter Deutschen ähnlich viele, doch es gibt einen entscheidenden Unterschied: Von ihnen suchen rund 18 Prozent Hilfe bei Psychotherapeut*innen. Dieser Weg ist Asyl­be­wer­be­r*in­nen weitgehend versperrt.

Die psychosozialen Zentren, die es für Geflüchtete gibt, können gerade einmal 3 Prozent der Erkrankten behandeln. Die Liste der Bereiche, in denen Aus­län­de­r*in­nen benachteiligt oder ausgeschlossen sind, ließe sich weiter führen: Bildung, Wohnbedingungen, Arbeitsmarkt. Wer die Ursache für eine höhere Kriminalitätsrate immer noch im bloßen Ausländerstatus sucht, dem ist nicht mehr zu helfen.

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Frederik Eikmanns
Fachredakteur Inland
schreibt über alles, was im weitesten Sinn mit Migration zu tun hat.
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112 Kommentare

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  • Ich will nicht abstreiten das Herr Eikmanns einen Punkt hat, die fehlende, psychische Versorgung von & Armut bei Migranten spielen sicher eine Rolle. Sein Schluss, dass die Überrepräsentation aufgrund dieser Faktoren naheliegend und selbsterklärend sei, folgt daraus aber nicht.

    Entscheidend ist die Frage wie groß der Einfluss von Armut und unbehandelten, psychischen Erkrankungen ist, diese Frage wird großzügig umschifft.



    Über Dekaden war es in der Öffentlichkeit Konsens, dass psychisch Kranke keine besondere Gefahr für die Gesellschaft darstellen, sondern das es nur in einigen, wenigen Einzelfällen zu erhöhter Gewaltbereitschaft kommt. Entweder diese Aussage war schlicht falsch oder Herr Eikmanns versucht, zum Schutz von Minderheiten, eine Maus zum Elefanten aufzublasen. Ich halte letzteres für wahrscheinlicher.

  • Ich fänds ehrlich gesagt besser, wenn mit solchen Zahlen und Problemen ehrlicher umgegangen würde. Weder sind "die Migranten" schuld, noch lassen sich diese Probleme mit Abschiebungen verhindern und noch lassen sich die Zahlen so interpretieren, dass (beispielsweise) schwere Delikte wie Gruppenvergewaltigungen oder Messerangriffe allein mit Traumata, Armut oder Geschlecht zu erklären sind.



    Ich halte es für wenig hilfreich, zu versuchen, gesellschaftliche Probleme durch einseitig eingetrübte Brillen zu betrachten und die Fakten durch starre ideologische Schubladen zu pressen, so dass sie einem passen.

  • Ich habe ja für alles Verständnis. Dafür, dass Menschen aus Krisengebieten psychologische Probleme haben, dafür, dass sie als Geflüchtete arm sind, dass sie mangels Sprachfähigkeiten gegenüber anderen Menschen schlechtere berufliche Startperspektiven haben, usw. usw. Am wichtigsten meines Erachtens ist die Tatsache, dass viele Taten ja a priori nur von Ausländerinnen und Ausländern begangen werden können.

    Allerdings hatten diese Grundrahmenbedingungen sehr viele vietnamesische und kambodschanische Flüchtlinge in den 80ern durch die Bank hinweg auch. Und damals waren die psychologischen Hilfsangebote nicht minder rar, wie sie es heute sind. Trotzdem haben speziell diese Menschen im Zuge ihrer Existenz hier überraschender Weise nicht den Weg eingeschlagen, den leider einige hier eintreffende Menschen wählen, und zwar, ihre Probleme vor allem möglichst zu einem Problem der sie aufnehmenden Gesellschaften zu machen. Woran mag das wohl liegen?

    Man muss nur einmal mit Menschen reden, die selbst Migrationshintergrund haben, sich aber in Deutschland inzwischen eine Existenz aufgebaut haben. Die haben oft eine sehr nüchterne Einstellung zu den aktuell Eintreffenden...

  • Eine Umkehr der "Schuld" besonderer Natur: Es wird sicherlich keiner gezwungen ausgerechnet bis zur Mitte Europas zu fliehen weil nur dort und ausschließlich dort Sicherheit herrscht. Wenn man es dann doch tut und Straftaten begeht ist dann auch noch die mildtätige Gesellschaft schuld wegen fehlender Angebote.

    Wem will man diese Argumentationsbasis außerhalb gewisser Blasen verkaufen....

  • Mittlerweile gibt man sogar den Städten Mitschuld an hoher Ausländerkriminalität? Nur weil sie mehr Gelegenheiten für Straftaten bieten?

    Und dann wird noch die Zahl zur psychischen Versorgung Geflüchteter genommen und auf alle ausländischen Bürger übertragen. Die Quelle für die 3 Prozent fehlt übrigens.

    Mit solchen Erklärungsversuchen bringt man jedenfalls nur noch mehr Wähler aus der Mitte zur AfD.

  • Die Thesen in diesem Beitrag sind absoluter Unsinn. Natürlich spielt die Herkunft und Sozialisation die entscheidende Rolle!



    Nur zur Erinnerung, wir Deutschen haben 6 Mio Menschen industriell getötet, die die überlebt haben, haben ebenfalls alles verloren. Mir ist jedoch nicht bekannt, dass diese Überlebenden nach dem Krieg und Holocaust überproportional straffällig geworden sind, trotz unvorstellbarer Traumata und nicht vorhandener psychotherapeutischer Betreuung.

    • @charly_paganini:

      Was vorhanden war:



      - waren Siegermächte die ein Auge auf die Bevölkerung hatten



      - war ein berechtigtes Schuldbewusstsein



      - war keine Diktatur

      Wer so etwas mit den Zuständen in den Migrationsherden vergleicht (an denen wir übrigens ebenfalls nicht unerheblichen Anteil haben) der schreibt Unsinn.

      • @Das B:

        Und? Kamen die "Boat People" aus Indochina nicht aus der einen (Südvietnam) in die andere (Kommunistische) Diktatur, aus der sie zu fliehen bestrebt waren? Und hatte nicht der Westen (allen voran die USA) an den Zuständen dort nicht auch erheblichen Anteil? Einschließlich Massakern an und massiver Drangsalierung der Zivilbevölkerung?

        Und trotzdem zeichneten sich vietnamesische Einwohner in Westdeutschland ganz überwiegend durch Fleiß, Lernbegierde und Leistungsbereitschaft aus, obwohl die hiesige Bevölkerung ihnen längst nicht ohne Vorbehalte entgegentrat (und aufgrund paralleler Entwicklungen im Osten immer noch -tritt!).

    • @charly_paganini:

      "Natürlich spielt die Herkunft und Sozialisation die entscheidende Rolle!"



      Dazu reicht ein Blick in die Welt - Armut gibt es überall auf der Welt, leider - aber in Ländern Südostasiens beispielsweise können sie sich auch nachts im Regelfall als Tourist durch dunkelste Straßen begeben und werden nicht überfallen, wohingegen man beispielsweise in Südafrika niemals ohne verschlossene Autotüren selbst am hellichten Tag fahren sollte und nach Einbruch der Dunkelheit bestimmt Gebiete gänzlich zu meiden hat.



      Herkunft und Sozialisation - völlig offensichtlich.



      Sagen sie das in Deutschland sind sie dennoch direkt rechts - dabei hilft das niemandem, weder den Einheimischen, noch den Zuwanderern, es spielt einzig den tatsächlichen Rechten in die Karten 🤷‍♂️

  • Interessante Vorstellung psychotherapeutische Behandlung löst gesellschaftliche Probleme. Wie die Behandlung aussieht würde mich interessieren und sind die Behandlungsziele dann durch die Gesellschaft formuliert? Mit mangelnden Sprachkenntnis wird eine Behandlung durchgeführt die als Mittel nur Sprache hat. Man kann auch Chirurgie mit einem Stein versuchen. Schön wen Menschen wissen, wie andere etwas tun sollen, damit etwas besser wird ohne selbst Ahnung zu haben.

  • Wenn die Theorie von Herrn Eikmanns, warum Verbrechen begangen werden, richtig ist, warum gibt es dann in Bayern nicht mal die hälfte der Verbrechen ( pro 100000 Personen ) wie in Frankfurt, Berlin und Bremen ?? München selber hat einen höheren Anteil an Migranten als die vorher genannten Städte, aber halt viel weniger Straftaten. Da Bayern auch eine um ca. 10% höhere Aufklärungsquote hat als der Deutsche Durchschnitt, scheint auch Konsequente Polizeiarbeit die Verbrechensrate zu senken.

    • @Günter Witte:

      Weil es, wie im Artikel beschrieben nicht am Migrantenstatus sondern vor allem am ökonomischen, und in München haben die Menschen me her Geld.

      • @Jesus:

        Die Leistungen für Migranten sind Deutschland weit einheitlich, da ist Berlin oder München egal.

    • @Günter Witte:

      München und Berlin miteinander zu vergleichen ist eine Beleidigung für München.



      In München ist die Polizei eine Polizei und nimmt ihrer Aufgabe - Schutz der öffentlichen Sicherheit und Ordnung - ernst.



      In Berlin hingegen operiert die Polizei mit einer sehr langen Leine.



      Das ein Radfahrer nachts ohne Licht direkt vor einer Streife bei rot über die Ampel donnert und die Streife tut nichts ist in Berlin Alltag. Da steht auch ein Mannschaftswagen der Polizei am Wochenende direkt auf der Warschauer Brücke wo völlig offen Drogen feil geboten werden... Egal.



      Wenn in Berlin die Polizei einschreitet, dann erscheint es immer wahllos🤷‍♂️



      Als Berliner fühlt man sich längst unwohl in der eigenen Stadt, außer man "schätzt" und "nutzt" diese Ruchlosigkeit.



      Singapur ist das perfekte Beispiel für das was Berlin gerne wäre: ein kultureller melting pot wo jeder die Grenzen des Rechts dennoch penibel achtet und sich alle sicher fühlen. Dort leben Inder, Araber, Chinesen und Europäer in nahezu ungestörter Harmonie nebeneinander - da geht keiner bei rot, da klebt kein einziger Kaugummi auf der Straße.



      Wie die das schaffen?



      Nulltoleranzstrategie und drakonische Strafen. Der Mensch braucht Regeln🤷‍♂️

      • @Farang:

        👍👍

    • @Günter Witte:

      Naja, Bayern hat auch überdurchschnittlich viele Justizskandale.

      • @gehtdichnüschtan:

        Der ehemalige Bundeskanzler Helmut Kohl wurde mal gefragt, ob er Fehler macht. Er sagte :"Ich muss so viele Entscheidungen treffen, natürlich mache ich auch Fehler."

  • Das alles sind Erklärungen für die überproportionalen Werte, aber keine Entschuldigung.



    Das ist ein Unterschied - und zwar der Unterschied, der buchstäblich den Unterschied macht.



    Ich weiß nicht ob sich das aus den zur Verfügung stehenden Daten herausarbeiten lässt, aber es wäre doch mal interessant zu sehen, ob die armutsbetroffenen Deutschen ebenso überproportional unter den Tatverdächtigen vertreten sind wie Ausländer. Das wäre doch dann ein belastbarer, weil direkter Vergleich.

    • @Farang:

      Am besten armutsbetroffene deutsche Großstädter mit der entsprechenden ausländischen Gruppe vergleichen. Zum Beispiel eine gleichgroße Anzahl an Männern. Dann könnte man die Argumente im Artikel mal an Fakten checken. Dieses Rumeiern im Journalismus und in der Politik hilft nur der AfD.

  • Kriminelles Verhalten auf die Lebensumstände zu schieben hat linke Tradition. Schon Brecht dichtet in der Dreigroschenoper:

    "Doch leider sind auf diesem Sterne eben /



    die Mittel kärglich und die Menschen roh. /



    Wer möchte nicht in Fried und Eintracht leben? /



    Doch die Verhältnisse, sie sind nicht so!"

    In Wahrheit zieht sich Kriminalität durch alle Schichten. Oft genug stehen (Fußball-)Millionäre wegen Vergewaltigung vor Gericht. Von Steuerhinterziehung reden wir erst gar nicht ... da spielt Armut sicher keine Rolle, eher Reichtum.

    Nein, auch ein Armer kann in Anstand leben. Erst recht in Deutschland, wo von staatswegen das Existenzminimum garantiert wird und keiner hungern muss.

    • @Winnetaz:

      Vielen Dank, so sehe ich das auch. Anstand haben auch die ärmsten Menschen, manches Mal deutlich erkennbar mehr als reichere!



      Und der hohe Ausländeranteil durch Touristen oder eher Schleuser, Drogenhändler, grenznahe Kriminalität (Raub, Autodiebstahl) etc.?

  • Manchmal frage ich mich auch was denn die Regierung erwartet. Wir haben teilweise Flüchtlinge aus aktiven Kriegsgebieten aufgenommen, zu Recht! Menschen die oft mehrfach traumatisiert wurden und denken das wird schon von allein heilen. Das funktioniert auch nicht für Soldaten, die für den Krieg ausgebildet sind, dafür muss man nur nach Amerika schauen wie hoch die Obdachlosen- und Selbstmordrate unter Veteranen ist aber auch wie oft es zu Ausbrüchen von Gewalt oft durch PTSD kommt. Und es ist nicht die Schuld von Migranten, das dieser Staat jedes Jahr ein Haufen Steuerverschwendung betreibt und dann aber nie Geld hat für Sachen, welche das Leben der Bürger und neuen Mitglieder der Gemeinschaft, Migranten, tatsächlich verbessern können. Und das Problem mit einer psychologischen Betreuung ist auch nicht neu, das hätte man schon vor zig Jahren angehen können wie vieles andere auch. Man hätte hier Anreize für die Ausbildung schaffen können oder wie man es in anderen Bereichen auch macht, Fachkräfte aus dem Ausland (z.B.: aus den Hauptherkunftsländern der Flüchtlinge) anwerben können.

    • @Momo Bar:

      "Und es ist nicht die Schuld von Migranten, das dieser Staat jedes Jahr ein Haufen Steuerverschwendung betreibt und dann aber nie Geld hat für Sachen, welche das Leben der Bürger und neuen Mitglieder der Gemeinschaft, Migranten, tatsächlich verbessern können."

      Mal grundsätzlich ist es auch nicht das Problem Deutschlands, dass es so viele marodierende Terrororganisationen, Dikatoren und sonstige Kriegsherren gibt, die zur Flucht führen! Könnte man genauso anmerken, dass man eben schon lange selbst für entsprechend gute Umstände im eigenen Land hätte sorgen müssen?

      Mein letzer Inforamtionsstand ist, es gibt genug Therapeuten, aber die Zulassungen von Therapeuten durch die gesetzlichen Krankenkassen wurden nicht erhöht.

      Schwieriges Thema, denn es sind ja leider Menschen, die in das System krankheisbedingt nicht einzahlen. Wenn man dann diese bevozugt behandeln würde, würden sich die "inländisch traumatisierten" und zahlenden Mitglieder des maroden Systems noch ungerechter beahndelt fühlen.....oder?

      • @Ansu:

        Vielleicht sollten sie sich mal mit der deutschen Außenpolitik und Wirtschaftspolitik beschäftigen und mit der von der EU und von unserem westlichen Verbündeten, dann wird man oft genug feststellen, das wir nicht unschuldig sind an den Situationen in vielen Ländern die zur Flucht führen. Wenn sie dann noch den Klimawandel mit einbeziehen der hauptsächlich von den Industrienationen verursacht wurde, für den aber alle zahlen (Dürren, Überschwemmungen etc die Lebensgrundlagen zerstören) und die Geschichte der Kolonisation und Ausbeutung die bis heute andauert nur in hübschere Namen gepackt wird, Regime Change Politik, die meist nur schlimmeres bringt, Doppelstandard bei Menschen- und Völkerrecht was die Extremisten stärkt,…

  • "Aus­län­de­r*in­nen sind in der BKA-Kriminalstatistik überrepräsentiert. Das überrascht bei Armut und psychologischer Unterversorgung kaum. "



    Dazu kommt noch das racial profiling (euphemistisch für: der Rassismus der PolizistInnen) der Polizei. Das sorgt dafür, dass Menschen mit "migrantischem Aussehen" erheblich häufiger kontrolliert werden.



    (Wenn ich nur schwarze Schwäne anschaue, sind alle Schwäne schwarz).

    • @Jalella:

      Racial Profiling ist nicht der Grund für die Statistik, wie sie sich gestaltet.

      Eine Kontrolle macht aus einem Menschen noch keinen Täter und läßt ihn in die Kriminalstatistik einfließen. Wenn Kontrollen tatsächlich zu höheren Aufklärungsquoten führen sollten, dann spricht das nicht gegen Kontrollen sondern dafür und für mehr Kontrollen!

    • @Jalella:

      Hier geht es aber nicht um Drogenkontrollen oder ähnliches. Sei doch so gut und erklär mir, wie "racial profiling" bei angezeigten Gewalttaten zum Tragen kommt.

  • Armut und mangelnde psychologische Betreuung. Das ist doch keine Entschuldigung für kriminelle Handlungen ! Und wenn aber das tatsächlich eine Entschuldigung sein soll wäre die logische Konsequenz, keine Geflüchteten mehr aufzunehmen, da wir die Kapazitäten für eine Betreuung und weitere monetäre Zuwendungen nicht haben.

    • @maestroblanco:

      Es ist keine Entschuldigung, richtig, aber eine Ursache, bei der man ansetzen kann, wenn man wirklich am Thema Kriminalität unter Ausländern etwas verändern will.



      Will man das nicht, der Grund ist eigentlich egal, dann kann man sagen, wir lassen niemanden mehr rein, weil diese Menschengruppe rein statistisch gesehen, mehr Probleme macht als Einheimische. Und darum wollen wir uns nicht kümmern und Ressourcen dafür opfern.



      Aber, dann muß an das auch so sagen und nicht behaupten, die Herkunft oder die Religion sei schuld und eine Kriminalität unausweichlich.



      So ehrlich ist aber keiner. Und ehrlich gesagt ist so streng rational und analytisch keiner, auch die Politiker die dies fordern nicht, auch wenn ich z.B. einen Söder nicht für unintelligent halte...

    • @maestroblanco:

      Schauen Sie bitte auch ins taz-Archiv. Dieser Artikel ist Teil eines jährlichen Rituals. Brauchtumspflege, die man nicht groß hinterfragen muss.

    • @maestroblanco:

      Es ist eine Erklärung. Diese dient dazu, künftige Politiken besser zu machen. und das bedeutet: es sollten so viele Leute aufgenommen werden, wie sie auch versorgt werden können.

      Also keineswegs: Grenzen dicht! Aber eben auch nicht: Grenzen sperrangelweit auf! Sondern ein Abgleich mit den Möglichkeiten. Das ist ja auch nicht nur eine Geldfrage, sondern viel struktureller: man kann nicht einfach ad hoc Tausende neuer Psychotherapeutinnen qualifizieren, die entsprechenden Einrichtungen bauen usw. usf.

    • @maestroblanco:

      Deutsche Sprache, schwere Sprache?



      Es ist keine Entschuldigung, sondern eine Erklärung. Wenn ich weniger habe und sozial ausgegrenzt werde, neige ich eher dazu, auf die mich ausgrenzende Gesellschaft zu scheißen und zu klauen. Zum Beispiel.

      • @Jalella:

        Könnte ich nicht auch Dankbarkeit entwickeln, dass mich eine Gesellschaft überhaupt aufgenommen hat und mir die Chance bietet, ein Leben ohne Krieg, Verfolgung und Tod zu führen statt auf die mich aufnehmende Gesellschaft zu scheißen wie sie schreiben? Zum Beispiel... 🤷‍♂️

        • @Farang:

          Danke, so sehe ich das auch. Eine Möglichkeit auf jeden Fall :-)

  • "Wer im Elend lebt, hat nicht nur einen Anreiz, notfalls eben zu klauen oder zu rauben"

    Bei aller Kritik an der Sozialpolitik in D., aber "im Elend" leben Menschen in Ghettos in ser 3. Welt. Hier muss niemand einen Raub begehen um nicht zu verhungern.



    Selbstverständlich spielt die Sozialisation und der kulturelle Hintergrund eine Rolle. Das zu negieren, wie es der Autor tut, spielt längerfristig nur die AfD in die Hand

    • @Emmo:

      Erklären Sie das ihrem Sohn, der von Ihnen nicht genug Taschengeld bekommt weil sie von Hartz IV leben müssen und der sich deswegen kein Handy oder neue Turnschuhe leisten kann.



      Wer so privilegiert ist, wie Sie anscheinend, kann es sich vielleicht nicht vorstellen, was soziale Ausgrenzung bedeutet. Aber versuchen sollte man es.

      • @Jalella:

        Das kann jetzt nicht ihr Ernst sein. Da hätten wir ja alle stehlen müssen? Und es geht nicht allen so gut?

      • @Jalella:

        Sie scheinen nicht zu wissen, wie es in den Slums z.B. von Manila aussieht. Dort leben Menschen "im Elend", nicht hier. Glauben Sie mir, ich rede aus Erfahrung (wahrscheinlich im Unterschied zu Ihnen).

        Dass die mangelnde Unterstützung Bedürftiger traurig ist, brauchen wir hier nicht zu diskutieren. Aber auch da gilt: Jeder entscheidet selbst, ob er sein neues Handy oder die Turnschuhe mittels eines Raubes (! schlagen Sie im StGB mal nach, was das ist) erlangen will - oder auf anderem Weg.

        Ihre Äusserungen sind ein Schlag ins Gesicht all jener, die sozial ausgegrenzt sind, aber trotzdem ein anständiges Leben führen.

    • @Emmo:

      "Hier muss niemand einen Raub begehen um nicht zu verhungern.

      Selbstverständlich spielt die Sozialisation und der kulturelle Hintergrund eine Rolle. "

      Zwei Fragen: 1. Sind Sie sich bei Satz 1 wirklich sicher? Ich sehe in meiner norddeutschen Großstadt regelmäßig Menschen, die im Elend leben und tatsächlich auch hungern. 2. Inwiefern beeinflusst Ihrer Meinung nach die Herkunft die Bereitschaft zu stehlen? Wenn Sie mit "Sozialisation und kultureller Hintergrund" nicht die Schicht oder das Milieu meinen, sondern die ethnische Herkunft, finde ich die These doch arg steil.

      • @sàmi2:

        Danke für Ihre kritischen Fragen!



        Ich denke durchaus, dass der Ort und das Umfeld, an/in dem jemand sozialisiert wurde (womit NICHT die Ethnie gemeint ist, aber z.B. ein Herkunftsort), einen Einfluss ausübt, ob und wie ich die Vorgaben/Regeln eines Staates akzeptiere. Sehen Sie das anders?

        • @Emmo:

          Da gibts bestimmt Unterschiede, je nach der Umgebung, in der mensch aufgewachsen ist. Ebenso wie das Land oder "die Kultur" aus der jemand kommt, spielen aber auch viele andere Faktoren eine Rolle, würde ich sagen. Der sozioökonomische Status z.B., siehe Cum-Ex, das Milieu oder die konkreten Lebensumstände. Das auf einen Faktor zu reduzieren, geht schnell in Richtung Stereotyp.

          Ich verstehe ihren Punkt, dass für eine Straftat der Täter verantwortlich ist und nicht die Lebensbedingungen. Andersrum ist es aber auch nicht so, dass Menschen unabhängig von irgendwelchen anderen Faktoren Straftaten begehen, weil das ihre Mentalität oder kulturelle Prägung ist.

          Das Problem ist, wie diese Argumente in der Debatte um Migration gebraucht werden. Wenn es so weit geht, dass Menschen mit bestimmten Merkmalen (Armut, Traumata, psychische Krankheiten, Islamischer Glaube, traditionelle Familienvorstellungen...) die Einreise verweigert wird, weil sie angeblich zu Risikogruppen gehören, kann ich nicht mitgehen.

          So wird es teilweise geäußert (Armutsmigration unterbinden), ich weiß nicht, ob das Ihre Schlussfolgerung ist.

    • @Emmo:

      Mag sein dass dies langfristig so ist. Aber sie nutzen bereits so die Dialektik der AfD.



      Oder können wie mir eine Kultur nennen in der Diebstahl und Überfall positiv bewertet werden?



      Also außer dem aktuellen Russland, aber Putin würde ich eher als Gegenteil von Kultur (Barbarei) bezeichnen.



      Die Sozialisation ist ebenfalls so: diese findet zu gehörigen Teil im Umgang mit den Menschen statt.



      Wenn sie rassistisch grundsätzlich verdächtigt werden ist die Hemmschwelle nunmal geringer denn man erwartet ja quasi genau das von Ihnen.



      Und damit meine ich sie sollten sich mal da rein versetzen.

      • @Das B:

        Es gibt mehrere Kulturen die im Zuge der Mannwerdung beispielsweise erste Gefängnisaufenthalte durchaus eher positiv bewerten als andere. Ganz zufällig sind genau diese Kulturen auch in der deutschen PKS ganz weit vorn zu finden. Überall dort wo die toxische Männlichkeit besonders ausgeprägt ist, gibt es beispielsweise eine stärkere Neigung zu Gewaltdelikten gegen Frauen. Das lässt sich doch weltweit statistisch belegen.

        • @Šarru-kīnu:

          "Es gibt mehrere Kulturen die im Zuge der Mannwerdung beispielsweise erste Gefängnisaufenthalte durchaus eher positiv bewerten als andere."



          Welche sollen das sein?

          • @Francesco:

            Ich empfehle die Erkenntnisse der Genderforschung der letzten 10 Jahre zu Männlichkeitsbildern und Adoleszens in bestimmten Regionen Nordafrikas, des mittleren Ostens und Zentralasiens zu konsultieren.



            Die kleine Gruppe an Intensivtätern bei uns aus einem Millieu die den Großteil der Probleme verursachen, in dem immer noch Clanstrukturen und mittelalterlichen Ehrbegriffe aktuell sind, sind doch nicht vom Himmel gefallen. Es gibt eine interessante Studie zu Männlichkeitsbildern in der palästinensichen Gesellschaft, wo der erste Aufenthalt in einem israelischen Gefängnis geradezu als Initiationsritus in die Gesellschaft der echten Männer betrachtet wird.



            Das Angehörige dieser Kulturkreise dann auch bei uns und in allen anderen Ländern Europas regelmäßig in den entsprechenden Statistiken überrepräsentiert sind, ist aber natürlich reiner Zufall und beruht ausschließlich auf Diskriminierung durch die jeweilige einheimische Bevölkerung.



            Es hat doch Gründe warum es 3000mal wahrscheinlicher ist in Pakistan als Frau Opfer sexueller Gewalt zu werden als beispielsweise in Norwegen und natürlich spielen kulturelle Faktoren dabei eine wesentliche Rolle.

      • @Das B:

        "...aber Putin würde ich eher als Gegenteil von Kultur (Barbarei) bezeichnen."

        Soso - wenn es unserer (objektiv richtigen, nicht wahr?) Moralität widerspricht, ist es auch keine Kultur. lassen Sie das bloß keinen Postkolonialen hören...

        Aber davon ab: Rechtschaffenheit und Regelbefolgung werden Mitteleuropa weit mehr als eine (z. B. der Schlauheit) insgesamt überlegene Tugend verehrt als in großen Teilen der übrigen Welt. Entsprechend gibt es zahlreiche Kulturen, in denen Straftabestände tendenziell stärker mit dem Zusatzmerkmal "...und sich erwischen lässt,..." gedacht werden, also das Verhältnis von Vergehen und Strafe mehr rechtlich-ökonomische und weniger moralische Dimension hat. Ein guter Indikator für solche Differenzen sind vergleichsweise drakonische Strafenkataloge, mit denen sich dort die Staatsgewalt gegen die geringere moralische Akzeptanz ihrer Regeln durchzusetzen versucht. Die führen dann auch dazu, dass zum "Nimm, was Du kriegen kannst" neigende Menschen aus diesen Kulturkreisen vielfach über die vergleichsweise "betuliche Milde" UNSERES Strafsystems nur müde lächeln und die Folgsamkeit der heimischen Bevölkerung spießig und/oder naiv finden.

  • „Die psychosozialen Zentren, die es für Geflüchtete gibt, können gerade einmal 3 Prozent der Erkrankten behandeln.“

    Wo sollen die ganzen Psychologen denn herkommen?

    • @Bobinho:

      Nicht vom halbierten Budget für Integration jedenfalls, das wir schon der letzten Regierung zu verdanken haben. Und es wird mit der rassistischen CDU Regierung, die gerade das Menschenrecht auf Asyl abschaffen will, nicht besser.

      • @Jalella:

        Die inflationäre Verwendung von Vorwürfen führt meist eher zu einer Abstumpfung denn zu einer Sensibilisierung. Rassismus bildet hier keine Ausnahme….

      • @Jalella:

        Wenn wir immer mehr Menschen aufnehmen, steigen die Kosten? Wo steht das, mit den halbierten Budget für Integration?



        Das Asyl soll nicht abgeschafft werden, sondern für straffällige sollen die vorhandenen Regeln zum Einsatz kommen!

        Der aktuelle Vorschlag, die Aufnahme neu zu regeln und Kontingente einzuführen, würde dem Wusnch einer höheren Qualität der Integration ja entgegenkommen!

  • Wenn die Grundannahmen des Autoren richtig sein sollten, dann wäre eine Migrationssteuerung doch gerade richtig. Dann müsste es dabei darum gehen, Armutsmigration einzudämmen.

    Schließlich ist Armutsbekämpfung und psychologische Behandlung recht teuer und auch nicht zwingend erfolgreich.

    Letztendlich kommen auch andere Ursachen in Betracht.

    • @DiMa:

      Auch wer nicht aus Armutsgründen flüchtet, wird in Deutschland erstmal arm sein.

      Und die Hürden, die aufgebaut werden, damit gut gebildete geflüchtete Menschen nicht in ihrem eigenen Job arbeiten, erhöhen den Druck auf die Leute in schlechter bezahlten Jobs

      • @R R:

        Äh woher haben Sie den diese Annahme? Das ist doch schlicht nicht wahr was Sie schreiben.



        Oder werden Ärzte und andere Fachkräfte, in den Unternehmen die ich regelmäßig besuche ist das nicht der Fall, nur mit dem Mindestlohn oder gar darunter



        abgespeist?

    • @DiMa:

      Ja, auf jeden Fall. Das heißt sicher nicht, die Grenzen zu schließen. Aber es heißt, sich VORHER zu überlegen, wie viele Menschen man sinnvoll aufnehmen und betreuen kann. Und dann nur so viele aufnehmen.

    • @DiMa:

      Nicht die Armen sind das Problem, sondern die Armut. In diesem Fall dind es die Bedingungen, unter denen Einwandernde leben, insbesondere dass ihre Integration und Arbeitsaufnahme massiv erschwert wird, die sie in Armut hält.

      Die Migration von Armen und psychisch Kranken "einzudämmen" würde bedeuten, dass sie nicht das Recht haben, ihre Lebensumstände zu verbessern? Denn das ist ja ihre Motivation, warum sie emigrieren. Nichts gegen eine sinnvolle Steuerung von Migration und Integration, aber wie sinnvoll wäre das aus der Perspektive dieser Menschen?

      • @sàmi2:

        Nichts gegen eine sinnvolle Steuerung von Migration und Integration, aber wie sinnvoll wäre das aus der Perspektive dieser Menschen?

        Also doch nicht steuern, da sonst die Perspektive dieser Menschen "zerstört" wird?

      • @sàmi2:

        Wollen Sie wirklich "Armut" von "armen Menschen" differnzieren?

        Ihr Beitrag ist ausschließlich aus der Perspektive der Migranten. Diese tangiert mich nicht. Wichtig ist mir die Perspektive des Sozialversicherungs- und Steuerzahlers.

    • @DiMa:

      Armut bekämpft man nicht indem man sie ignoriert und abweist.



      Damit schiebt man die Probleme nur an Andere Stelle und verhält sich amoralisch.



      Vielleicht setzen sie sich mal damit auseinander wieviel Ressourcen die Industriestaaten verballern und wie viele Menschen es gibt.



      Ist doch klar das da nicht für alle was bleibt, wenn jeder nur hamstert.



      Die resultierenden Zustände bemängeln sie doch.



      Aber im nächsten Satz fordern sie das die Ursachen beibehalten werden.

      • @Das B:

        Solche Allgemeinplätze helfen doch nicht weiter. Das sind ganz konkrete Probleme, und RIESIGE. Die kann man lösen. Aber man muss konkret darüber nachdenken. Es geht auch gar nicht nur um Geld - sie müssen Tausende Menschen durch langjährige Studiengänge schicken, Gebäude bauen, um die Einrichtungen unterzubringen etc. pp.

        Der Autor wie auch DiMa haben völlig Recht. So ALLGEMEINPLÄTZE STÄRKEN DIE AFD. wir brauchen konkretes und gutes Nachdenken, damit alle gut versorgt werden können.

      • @Das B:

        Angesichts der Tatsache, dass unsere Behörden bereits jetzt vollkommen überlastet sind, halte ich es für angebracht und notwendig, das Problem an "Andere Stelle" zu verschieben. Wir können unser Sozialsystem und unsere Gesellschaft nur innerhalb unserer Grenzen gestalten und auch entsprechend schützen.

        Ich fordere auch nicht, dass die Ursachen bebehalten werden, sondern weise lediglich darauf hin, dass es auch andere Ursachen geben kann. Die taz brachte einen Artikel über die Frauenfreindlichkeit in Indien. So eine Einstellung legt man ja nicht bei Grenzübertritt ab.

        • @DiMa:

          Nach den Prinzip:



          Wir haben nicht genug Lehrer - Schulpflicht abschaffen.



          Wir haben nicht genug Ärzte - Triage.



          Wir haben nicht genug Behörden - entkriminalisieren von Straftaten.

          Kommen Ihnen Zweifel?



          So löst man einfach keine Probleme.

          Wieviele Themen wollen sie eigentlich noch einmischen?



          Wie hoch ist der Anteil an indischen Migranten?



          Die Ursachen liegen wenn dann im Umgang mit den Menschen hier, nicht im Ursprungsland.



          Die flüchten nicht weil dort Straffreiheit herrscht.



          Sondern aus Gründen die wir sehr wohl mit zu verantworten (als Gesellschaft) und vermindern (als Politik) könnten.



          Wenn wir nicht in "Wir" und "Die" denken.

          • @Das B:

            Kommentare wie Ihrer zeigen, dass manche nicht verstanden haben, wie groß die Flüchtlingsbewegungen der kommenden Jahrzehnte sein werden.

            Teils muss man eine Mitschuld des Westens an bestimmten politischen Problemen anerkennen, teils aber auch nicht. Insofern: das ist ist nicht so einfach, wie Sie da behaupten.

            Und vor allem reden wir von Größenordnungen, die jedenfalls Steuerung erfordern; die NYTimes schrieb neulich von geschätzt über 100 Millionen Flüchtlingen, Binnenflüchtlinge noch gar nicht eingerechnet. Und dann kommen Sie völlig unvermeidbar in die Verteilungsfrage. Sprich: es dürfen nicht alle kommen - wie gestaltet man das am besten? Wie versorgt man die anderen? Wirklich: unvermeidlich. Wer das nicht erkennt, verweigert sich den Realität und verhindert durchdachte und möglichst gerechte Lösungen.

            Es ist eine unheimlich gefährliche Strategie für Linke, gegen die Fakten zu argumentieren wie Sie. Die Leute können selbst denken. Vor allem verschwenden Sie die Energie, die doch eigentlich darein fließen sollte, wie man am besten gestaltet...

          • @Das B:

            Weshalb die Leute flüchten ist die vollkommen falsche Perspektive. Wichtig ist, welche Folgen Migration für uns hat. Schließlich hat dies Folgen für unser Sozialsystem und unsere Gesellschaft und beeinflusst am Ende unser Wahlverhalten.

            Wenn Sie ein Beispiel (im diesem Fall Indien) als ein solches nicht erkennen, dann ist Ihnen kaum zu helfen und es fehlt an notwendigen Grundlagen für eine Diskussion.

            • @DiMa:

              Was soll das für eine Diskussion sein in der einer Aussage mit den Argument "falsche Perspektive" begegnet wird?



              In Diskussionen geht es darum eben verschiedene Perspektiven zu beleuchten.



              Und Ursachen sind immer einflussreicher als Folgen.



              Das ist nunmal eine Tatsache.



              Mein Wahlverhalten wird nicht von Migration bestimmt.

              • @Das B:

                Bei der aktuellen Tendenz der Wahlergebnisse, jüngst der Bundestagswahl wird doch ziemlich deutlich, dass Migration ein bestimmendes Thema ist.

                Und je stärker die Kosten steigen, desto stärker wird es in den Fokus gerückt, entweder weil Sparmaßnahmen oder Steuererhöhungen anstehen. Beides gesellschaftspolitisches Gift, da ist es ganz egal wer aus welchen Gründen vor wem oder was flüchten möchte.

          • @Das B:

            Wir sprechen von traumatisierten Menschen durch Krieg, Flucht oder Diskriminierung. Jetzt schwenken Sie um und erzählen, die Mesnchen werden hier erst traumatisiert, dann aber doch im Ursprungsland verfolgt?

            Wir können nich in anderen Ländern die Probleme lösen, sondern nur in unserem Land. Alles andere wäre ja "koloniales" Verhalten?

            • @Ansu:

              Das mit den Umschwenken haben sie selbst erfunden.



              Ich spreche von traumatisierten Menschen die hier noch diskriminiert werden.



              Woran also könnten wir etwas ändern?



              Allgemein:



              Wenn Ihnen nicht klar ist wieviel Einfluss unsere Lebensweise auf die Welt hat setzen Sie mal unseren Lebensstandart an und multiplizieren Sie ihn mit der Anzahl an Menschen auf den Planeten.



              Dann gleichen sie das mit den verfügbaren Ressourcen ab und ziehen hoffentlich endlich logische Schlüsse.

              • @Das B:

                Nein, das habe ich nicht erfunden! Ihre Worte>>"Die Ursachen liegen wenn dann im Umgang mit den Menschen hier, nicht im Ursprungsland. "

                Sie sollten ggf. daran arbeiten, andere Menschen nicht zu beleidigen, die nicht ihrer Meinung sind!

                Und jetzt diskutieren wir die Klimakatastrophe? Bei der Erwärmung der Erde, den Platiskpartikeln im Meer usw. wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an der Ölförderländer, sowie an die drei Großmächte! Danke.

                • @Ansu:

                  Natürlich haben sie das erfunden.



                  Krieg, Hunger und Naturkatastrophen sind schließlich kein Umgang der Menschen untereinander sondern äußere Faktoren.



                  Etwas anderes ist Diskriminierung und Stigmatisierung.



                  Das ist menschlicher Umgang und der findet zum großen Teil hier statt (politische Flüchtlinge sind weder ein Problem noch ein besonders großer Faktor).



                  Wenn Sie sich beleidigt fühlen tut es mir Leid.



                  Was hat das Klima hier zu suchen? Davon spreche ich überhaupt nicht.



                  Ich rede von Konsumgütern, Besitz und Wohnraum zB.

  • Die Statistik listet nur Fakten auf. Niemand hat behauptet, dass ein ausländischer Pass kriminell macht. Und trotzdem muss der Autor vorauseilend betonen, dass dass es ja nicht die Ausländer sind, sondern die Gesellschaft, in der sie leben. Dazu scheint auch zu gehören, dass Gelegenheit Diebe macht, z.B. in Großstädten, wo sich viele Asylbewerber aufhalten. Das Umfeld ist Schuld, nicht der Straftäter.

    Wer hier aufgenommen wurde und leistungslos grundversorgt wird, sollte sich im Klaren darüber sein, dass wiederholte kriminelle Aktionen Konsequenzen haben und auch zur Ausweisung führen können. Wer das nicht begreift, hat hier nichts zu suchen.

  • Früher ging man zum Pastor und hat gebeichtet. Manche Priester können auch heute und konnten damals Beichtgespäche gut führen. Die eigene Schuld bei Problemen zu erkennen und die Barmherzigkeit Gottes zu erfahren hilft. Es gibt immer noch Themen, wo auch der heutige Psychologe den Gang zum Pfarrer empfehlen. Der Islam kennt keine Beichte.



    Psychologen gibt es eh zu wenig und mit wirklich guten Kenntnissen in Farsi, Arabisch oder Suaheli erst recht nicht. Psychotherapeuten erst recht nicht.

    • @Christoph Strebel:

      Die Beichte ist ein rein katholisches Konstrukt mit dem man der Kirche Macht über die Eigene Person gibt.



      Es geht darum Kriegstraumata zu bewältigen.



      Soll man beichten das einen das Zuhause und die Familie zerbombt wurde weil die ansässige Waffenindustrie Geld machen wollte?



      Einen Psychologen, der den Gang zum Pfarrer empfiehlt, gehört die Lizenz entzogen.



      Beichten sollte man bei diesen nämlich auch können und das Ganze aufarbeiten.



      Nur geht es gar nicht darum.

      • @Das B:

        Ich glaube, es geht darum, dass man aus Beichtvätern leichter Gesprächstherapeuten machen kann als aus z.B. Staplerfahrer_innen...

      • @Das B:

        Also bei den Protestanten gibt es auch eine Beichte... und so oder so ist doch entscheidend: wenn Menschen kommen, müssen sie eben gut versorgt werden.

        Und wir haben nicht genug Psychotherapeuten, um Tausende Kriegstraumata zu bearbeiten. Das kann man ändern, aber es dauert Jahre. Bis dahin bleiben die Leute unversorgt und manche von ihnen werden aus der Not heraus vielleicht gewalttätig. Man muss doch so ehrlich sein und das anerkennen. Wie soll man denn sonst als Linke eine gute Politik machen, wenn man nur mit so mit Allgemeinplätzen erschlagen wird?

        • @EH 553:

          Wo beichten Sie denn als Protestatin regelmäßig?



          Unabhängig davon: " wenn Menschen kommen, müssen sie eben gut versorgt werden."

          Nein, es muss heißen, dass wir die Menschen die kommen d ü r f e n , weil sie verfolgt werden oder vor Krieg fliehen, gut versorgen. Wir können nicht alle gut versorgen! Das kann kein Land leisten. Ein unerreichbares Ziel. Zum scheitern verurteilt!

          Wenn Sie ein Land kennen, dass das in unserer Größenordnung hinbekommt, bitte lassen Sie uns teilhaben. Wenn es besser geht, lernt man immer gerne dazu. Und das meine ich ernst!

          • @Ansu:

            Ich sehe den Widerspruch zu meinem Kommentar nicht. Natürlich muss das eine aktive staatliche Politik sein, ausgestattet mit Mitteln usw... Selbstüberforderung bringt niemanden weiter.

            • @EH 553:

              Mir war die Formulierung: "wenn Menschen kommen" zu offen. WEnn alle versrogt werdne müssen, dann ist es eben zu viel aus meiner Sicht.

              Mir wäre es lieber, wir kümmern uns um Menschen, die auch kommen "dürfen", sprich ein Anrecht auf Hilfe haben. Soweit ich informiert bin, haben 50% keinen Anspruch darauf (weil Wirtschaftsflüchtlinge - kann man verstehen, wird aber nicht funktionieren oder nur als Fachkraft-Einwanderer), bleiben aber im Land, weil sie vom eigenen Land nicht zurückgenommen werden.

              Das sind aber sicher nicht die Menschen, die unsere HIlfe am nötigsten brauchen, weil sie aus Kriegsgebieten oder Terrorsystemen kommen oder inhaftiert waren etc. Das "kürzt" dann auch die Budgets für die wirklich Hilfsbedürftigen, weil es eben immer mehr werden.....

  • Es ist ja alles schön und gut, was der Autor hier an Argumenten aufführt. Allerdings ist es dann doch naheliegend zu fragen, warum man dann nicht den Zustrom jener Gruppen begrenzt, die eine hohe Zahl der benannten Risikofaktoren aufweisen. Den Opfern dürfte es relativ egal sein, ob der Täter selbst ein vermeintliches Opfer widriger Umstände ist. Es tut mir leid, aber in meinen Augen ist es genau dieses relativieren, welches AfD und Co. die Wähler zutreibt. Gut gemeint ist oft genug das Gegenteil von gut gemacht. Und hinsichtlich der kulturellen Prägung sei auf den Kommentar von Sam Spade verwiesen.

    • @Fran Zose:

      Klar, Zuwanderungsbegrenzung ist eine völlig legitime Überlegung. Aber eben nicht aus Rassismus heraus, sondern, um eine sinnvolle Versorgung zu gewährleisten.



      Das ist der Unterschied zur AFD.

      • @EH 553:

        Ach, ist das so?



        Wenn es lediglich um die Anzahl an Menschen pro Quadratkilometer geht, frage ich mich, wie die Niederlande das regelt.

        Oder: Wenn wir nun 80 Millionen Biodeutsche bei uns im Land haben, trauen wir uns auch, unerwünschte Menschen zu begrenzen? Mit 0- oder 1-Kind-Politik? Oder müssen erstmal türkisch- und italienischstämmige bzw. alles was südeuropäisch aussieht um ihr Zuhause fürchten?

    • @Fran Zose:

      Nein es ist die rassistische Grundeinstellung "Ausländer" seien andere Menschen als "Einheimische" welche die AFD bildete und sie erstarken lässt.

      • @Das B:

        Ihre ganze Analyse ist einfach drei Umdrehungen zu einfach. Das ist natürlich befriedigend, weil man dann immer böse und gut hat und mit dem Finger auf irgendwen zeigen kann. Aber Probleme löst man so nicht... die Welt ist nämlich nicht ganz so schwarz-weiß.

        • @EH 553:

          Die AFD steht doch wohl für schwarz-weiß. Daher ist mein Umgang mit Menschen die solche "Meinungen" vertreten exakt der Gleiche. Wem der Spiegel nicht gefällt der sollte logischerweise an sich selbst arbeiten.

      • @Das B:

        Es ist die offensichtliche Überforderung mit der Menge an ungeregelter Zuwanderung, daraus resultierende Probleme wenn eben überdurchschnittlich viele Träger der benannten Risikofaktoren zuströmen und die Unfähigkeit oder Unwilligkeit dies zu ändern, was der AfD die Wähler zutreibt. Fakt ist, dass wie im Artikel beschrieben, dass es einen überproportionalen Anteil von Ausländern unter den Gewaltstraftätern gibt. Ich denke es sind die Straftaten, die die Menschen in erster Linie stören und daher wollen sie eine geregelte Migration, die die Straftäter außen vorlässt. Eine Erklärung dafür, dass es nicht am Pass liegt, sondern an sozioökonomischen Faktoren liegt ist nicht geneigt das Problem abzustellen. Und das Ausbleiben von Lösungen befeuert die AfD, nicht ein Mangel an Erklärungen warum und weshalb. Unschön, aber wahr.

      • @Das B:

        Natürlich sind das die gleichen Menschen. Aber Sie bringen halt andere Probleme mit, weil es in Ihren Heimatländern größtenteils schlimm zugeht. Das kann man doch nicht einfach ignorieren.

        • @Sybille Bergi:

          Wenn ea die gleichen Menschen sind, warum werden diese Menschen dann anders behandelt und bezeichnet?



          Ist es Schuld der Migranten dass es in ihrer Heimat nicht lebenswert ist?

        • @Sybille Bergi:

          Aber großteils sind das genau die Menschen, dienen klaren Asylgrund haben.

  • 2 Dinge die mich heute bein dieser Dauermeldung in den Nachrichten unglaublich nerven:



    1. Tatverdächtige sind nicht verurteilte Straftäter.



    2. Wenn die Polizei zu 80% "nicht-deutsch Gelesene" auf's Korn nimmt bekommt mn entsprechende Statistiken.

    Daher ist



    a) für mich die Aussagekraft der PKS gleich Null.



    b) die unreflektierten und ungenau formulierten "Ergebnisse" in Endlosschleife in den Medien wiederholt suggerieren "Ausländer werden immer krimineller".

    Das Ergebnis und die Folgen dieser (ja, in ihrer Wirkung) Propaganda kennen wir.

    • @So,so:

      Beim Bundesamt für Statistik finden Sie die entsprechenden Statistiken für tatsächlich verurteilte Straftäter, die prozentualen Anteile sind praktisch deckungsgleich.

    • @So,so:

      Ach kommen Sie - es wäre doch viel konstruktiver, den Schwierigkeiten ehrlich ins Gesicht zu sehen.

      Wenn man Kriegstraumatisierte ins Land holt, braucht man NATÜRLICH psychologische Versorgung; sonst steigt eben die Wahrscheinlichkeit, dass jemand Unsinn macht. Das ist nicht rocket science, und dafür brauchen wir eigentlich nicht mal eine PKS.

      Es geht hier um echte Probleme, die Sie einfach nur wegwischen. SO können sie aber nicht gelöst werden...

  • Treffender Kommentar, der aber nur eine Seite der Medaille zeigt, die andere Seite wird ausgeblendet.

    Und das ist die kulturelle Prägung. Die wirkt sich insbesonders im Bereich der Sexualdelikte aus. Bei Gruppenvergewaltigungen beträgt der Anteil der tatverdächtigen "Zuwanderer", wie sie in der Kriminalstatistik genannt werden, über 50%. Und das kontinuierlich seit 2018.

    Die muslimische Frauenrechtlerin und Opferanwältin Seyran Ateş sieht das Problem im frauenverachtenden Weltbild mancher muslimischer Männer, also unter dem Gesichtspunkt der kulturellen Prägung. Und auch die Kriminalstatistik untermauert den überprortionalen Anteil von Zuwanderern, der überwiegend aus jungen männlichen Tatverdächtigen besteht, im Gesamtbereich der Sexualdelikte.

    Wenn zutreffende Komponenten wie soziales und psychisches angeführt werden, sollten kulturelle Aspekte zumindest mitberücksichtigt werden. Das Thema auszusparen oder klein zu reden ist nicht im Sinne von präventiven Maßnahmen wie der Aufklärungsarbeit und dürfte auch nicht im Sinne, der nicht gerade geringen Anzahl von Opfern weiblichen Geschlechts sein.

    • @Sam Spade:

      natürlich sollte kulturelle Prägung allgemein berücksichtigt werden, auch von Linken!

      Aber hier konkret ist es wenig überzeugend: der Islam verbietet das ja auch. Diese Gruppenvergewaltigungen werden ja praktisch immer von jungen Männern begangen. Entscheidend ist wohl eher, dass das überwiegend alleinstehende junge Männer sind; die haben einen hohen Testosteronspiegel und neigen deshalb eher zu Übersprungshandlungen. Das gilt aber tatsächlich für Deutsche wie für Nichtdeutsche - dazu haben wir Forschung ohne Ende, wirklich: das sagt Ihnen jeder Kriminologe.

      • @EH 553:

        Die hinzugekommenen jungen Männer haben aber wenig Chancen auf dem "Heiratsmarkt".



        Und hier sind wir auch wieder bei einem Zuwandererproblem. Warum müssen so viele junge Männer geschützt werden? Nicht Kinder und Frauen? Laufen sie vor dem Krieg weg und lassen die Schutzbedürftigen alleine?

        • @Ansu:

          Deshalb plädieren ja die Grünen zB für einen Familiennachzug... Lieber zahlenmäßige Grenze, aber ganze Familie und nicht alleinstehende aufnehmen.

    • @Sam Spade:

      Sie werden mit Ihren Plänen wenig Begeisterung ernten, wenn Sie den hiesigen Steuerzahlern sagen, dass sie nicht nur für den Unterhalt mehrheitlich Nicht-Aufenthaltsberechtigter aufkommen, sondern auch noch Präventionskurse, damit jene straffrei bleiben, bezahlen sollen.

    • @Sam Spade:

      Es geht hier um allgemeine Tatverdächtigungen und meist im Bezug auf Diebstahl und Raub.



      Welche Quellen haben Sie dafür das Gruppenvergewaltigungen hier an der Tagesordnung wären?



      Wenn dies kulturelle Hintergründe hätte, warum sind dann die Täter hauptsächlich jung?



      Die Alten leben doch schon viel länger und oft deutlich näher an der Kultur ihres Landes.



      Wer klammert hier also etwas aus?

    • @Sam Spade:

      Im Islam sind solche Straftaten ebenfalls strengstens verboten.



      Wir wissen jedoch, dass Gewalttäter im weltweiten Durchschnitt jung, männlich und sozial benachteiligt sind. Die kulturelle Prägung spielt dabei kaum eine Rolle.



      Wichtig ist, die Zusammensetzung entsprechender Gruppen zu berücksichtigen. Wir dürfen nicht vergessen, dass der Anteil sehr alter und sehr junger Personen bei den Deutschen wesentlich höher ist als bei den Migranten. Natürlich ist der Anteil deutscher Straftäter in der Statistik dann deutlich geringer, als er wäre, wenn die Gruppen ähnlich zusammengesetzt wären.

      • @Aurego:

        "Im Islam sind solche Straftaten ebenfalls strengstens verboten."

        "Im Islam" wird meines Wissens nach aber erheblich stärker zwischen Gläubigen und Ungläubigen unterschieden und ich gehe davon aus, dass die Vergewaltigung einer Ungläubigen einer anderen Rechtsordnung unterliegt als die Vergewaltigung einer Gläubigen. (Sonst wären "im Islam" ja auch keine Sex-Sklavinnen erlaubt.)

        Prostitution ist "im Islam" ebenso verboten, wird aber über das Konstrukt "Zeitehe" umgangen. (Wie die Hinrichtung von weiblich gelesenen Personen, die noch keinen Geschlechtsverkehr hatten, im Iran ermöglicht wird, um das entsprechende religiöse Gesetz aufzuweichen, schildere ich hier nicht.)

        • @*Sabine*:

          Sklaverei war bei uns bis vor 200 Jahren auch erlaubt. Und zumindest bei den schwarzen Sklaven in den USA hat auch niemanden interessiert, ob das Christen waren oder nicht. Um 1500 war das noch anders.

          • @Francesco:

            Das ist korrekt und zeigt meiner Meinung nach einen Teil des Problems auf. Auch Steinigungen waren früher in allen drei größeren Religionen (Christentum, Judentum, Islam) erlaubt, werden heutzutage aber nur noch im Islam praktiziert.

          • @Francesco:

            Naja, aber das ist doch eben das Problem, so ehrlich sollte man wirklich auch als Linker sein: wir haben die Sklaverei eben seit über 200 Jahren abgeschafft. In Subsahara-Afrika, Teilen des arabischen Raums und Indiens gelten aber ggf. noch andere Werte. Da ist ein plumper Universalismus einfach nur naiv.



            Das Gleiche gilt doch für die Frauenfrage...

    • @Sam Spade:

      Kann ein Kommentar, der "nur eine Seite der Medaille zeigt", die andere Seite "ausblendet", wirklich treffend sein?

    • @Sam Spade:

      Diese Einschätzung wird natürlich von vielen Menschen mit Migrationshintergrund geteilt, weil sie einfach die Realitäten vor Ort kennen.

  • Die Erklärung ist alt, nicht eigentlich falsch, aber wohl kaum alleine ausreichend. Alle versuchen immer alles nach einem Faktor aufzulösen. Nachdem, der ihnen passt. Ist das nicht durchsichtig oder was?



    Da sind mehr Faktoren im Spiel. Und Wechselwirkungen.

  • Wenn 18% der psychisch erkrankten Deutschen psychologische Hilfe suchen, tun das also 82% nicht. Wären psychische Erkrankungen derart ausschlaggebend für kriminelles Verhalten, wie es der Autor hier behauptet, wären die Zustände in Deutschland, bei knapp 18 Mio psychisch Erkrankten, ganz andere. Nein, psychische Erkrankungen sind keine ausschlaggebende Ursache für kriminelles Verhalten

    • @Christian Deinhart:

      Was Traumatisierung ist wissen Sie?

      • @Das B:

        Definieren sie es doch mal? Ich weiß nicht was Sie sich unter diesem Begriff vorstellen!

  • Wer die Ursache für eine höhere Kriminalitätsrate immer noch im bloßen Ausländerstatus sucht, dem ist nicht mehr zu helfen.



    Wem selbst Fakten nicht mehr aus seinem ideologisch verzerrten Weltbild bringen, dem ist nicht mehr zu helfen…

  • Die Ursache für Gewalt liegt meist in der Erziehung. Wer von den Eltern selbst Gewalt erfährt wird in der Regel später selbst gewalttätig. Und körperliche Züchtigung ist leider außerhalb Europas noch an der Tagesordnung, die Gewaltbereitschaft wird importiert. Noch viel toxischer ist das wenn Macho Kultur und gewalttätige Erziehung zusammen treffen.

    • @Wombat:

      Für sie kommt also nur bei Migranten Kindesmissbrauch in Deutschland vor und das aufgrund ihrer Kultur Kinder zu schlagen. So bastelt man sich seine rechten rassistischen Narrative. Übrigens bin ich als Biodeutscher selbst Opfer familiärer körperlicher Gewalt gewesen, wie auch einige Menschen aus meinem Bekanntenkreis. Weder ich noch meine Bekannten haben unsere Kinder geschlagen.

    • @Wombat:

      Das ist Unsinn.



      Natürlich ist Gewalttätige Erziehung abzulehnen.



      Aber häusliche Gewalt, Macho Kultur usw ist und war in Deutschland schon immer ein Problem.



      Und bis vor einigen Jahrzehnten auch gelebte autoritäre Erziehung.



      Ich wüsste nicht das dies direkt mit der Kriminalitätsstatistik zusammenhängt.



      Zudem steigert es von mir aus die Chance auf gewalttätige Neigungen aber als Regel lasse ich es ohne beweisende Statistik nicht durchgehen.