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Ulf Poschardt in einem seiner Sportwagen in Berlin, am 28. Januar 2026 Foto: Jens Gyarmaty

Springers WeltMit Vollgas gegen die Brandmauer

Springer macht Schlagzeilen – und nicht alle sind gut für den Verlag. Ein Treffen mit Ulf Poschardt, seit einem Jahr Herausgeber der „Premiummarke“.

Nicholas Potter

Aus Berlin

Nicholas Potter

V or dem Axel-Springer-Neubau in Berlin-Mitte, einem modernen Glaswürfel mit diagonalem Einschnitt, weht die Israelfahne an diesem frischen Dezembernachmittag nicht mehr. Im Sommer hatten Palästina-Protestler versucht, sie zu entwenden. Vergeblich. Sicherheitskräfte des Medienkonzerns verhinderten die Aktion.

Ob der Flaggenraub inzwischen gelungen sei? „Nein, das überlebt niemand“, sagt, ohne zu zögern, Ulf Poschardt auf dem Weg zu seinem Büro im fünften Stock des Gebäudes. „Also im übertragenen Sinne“, schiebt er ein paar Sekunden später nach. Die blau-weiße Fahne mit Davidstern, die immer wieder vor dem Springer-Sitz gehisst wird, sei nach der Freilassung der israelischen Geiseln und dem Waffenstillstand in Gaza im Oktober eingeholt worden, erklärt er. „Es gibt keine Fahne, die mir so viel bedeutet wie die israelische in Berlin.“

Für Ulf Poschardt selbst scheint es aber keinen Waffenstillstand zu geben. Er, Jahrgang 1967, wähnt sich im Krieg gegen die vermeintlichen und tatsächlichen Feinde des Westens im Allgemeinen und des jüdischen Staats im Besonderen. Gegen einen aus seiner Sicht übergriffigen, überregulierenden Staat, der hierzulande den Bürgern die Freiheit raube.

wochentaz

Dieser Text stammt aus der wochentaz. Unserer Wochenzeitung von links! In der wochentaz geht es jede Woche um die Welt, wie sie ist – und wie sie sein könnte. Eine linke Wochenzeitung mit Stimme, Haltung und dem besonderen taz-Blick auf die Welt. Jeden Samstag neu am Kiosk und natürlich im Abo.

Selbst Poschardts unaufgeräumter Schreibtisch wirkt wie ein ideologisches Miniaturschlachtfeld. Darauf stehen ein Modell des World Trade Centers aus Messing, ein Armee-Patch mit den Lettern „Poschardt“, ein ukrainischer Orden, Davidstern-Manschettenknöpfe des jüdischen Sportvereins Makkabi und eine knallgelbe „Shitbürgertum“-Tasse – voller Bonbonpapiere. Monitor oder Tastatur: keine. Nur ein MacBook, in das er dann mit Furor den nächsten Leitartikel tippt.

Er sucht gern Provokation

Insgesamt drei Stunden spricht die taz mit Ulf Poschardt, einem höflichen, neugierigen Gegenüber mit Hang zu steilen Thesen. Einem Mann, der keinen Hehl aus seiner linken Sozialisierung macht, um heute einen libertären Kulturkampf zu führen. Und der dabei genau zu verstehen scheint, wie sowohl seine treuen Fans als auch seine vielen Gegner ticken.

Poschardt sucht gern die Provokation und findet leicht Provozierbare. Er gendert im Gespräch mit der taz durchgehend mit theatralischen Glottisschlag-Pausen, die er „dadaistisch“ nennt. Er lobt die Klimaaktivistin Luisa Neubauer, weil sie „den Wahrnehmungs- und Meinungsmarkt besser verstanden hat als wir hier“. Denn das „Shitbürgertum“ habe ja den Kulturkampf gewonnen. Die taz lese er gern, sagt Poschardt.

Als er im Februar vergangenen Jahres bei der rechtspopulistischen Schweizer Weltwoche zu Gast war, klang das noch weniger differenziert: Die Omas gegen Rechts seien „weiße Biokartoffeln“. Nichts sei „nationalbefreitere Zone“ als eine Fahrraddemo. Und der öffentlich-rechtliche Rundfunk eine „rot-grüne Propagandamaschine“.

Wie viel ist dabei Performance – und wie viel ist Poschardt?

„Der Westen ist eigentlich das, was mir am meisten als Ideenlandschaft verteidigenswert erscheint“, sagt Poschardt, auf einem Vitra-Stuhl in seinem Büro sitzend. „Und das Judentum steht als Chiffre für all die Sachen, die ich geil finde: Hedonismus, Schönheit, Avantgarde. Wenn das jemand angreift, dann ist er mein Feind.“ Ob das nicht eine philosemitische Projektion sei? – „Philosemitismus ist so ein Unwort.“

Poschardt pflegt ein Image als Bad Boy der Publizistik. Sein „Shitbürgertum“, 176 Seiten, brachte er zunächst selbst über Amazon heraus, weil der zu Klampen! Verlag die geplante Veröffentlichung gestoppt hatte – der Band war dem Verlagshaus am Ende zu polemisch.

Für das Buch erwies sich diese Entscheidung als PR-Geschenk, als hätte das „Shitbürgertum“ selbst Poschardts Abrechnung zu zensieren versucht. 40.000-mal hat sich allein schon die Erstausgabe verkauft, bevor es der Westend Verlag ins Programm nahm – ein eher linker „Alternativverlag“, der mit einer Nähe zu Querdenkern und Verschwörungsfans auffällt. Seitdem tourt Poschardt mit seiner Streitschrift durch die Bundesrepublik und das Internet. Inzwischen sei es 120.000-mal verkauft worden, sagt er.

„Shitbürgertum“ wirkt vor allem wie ein endgültiger Abschiedsbrief an ein Milieu, aus dem Poschardt selbst stammt. Punkiger als die Rio Reisers dieser Welt sind für ihn heute die Mileis und die Musks. Trotzdem steht auf der Rückseite des Buchs die Ton-Steine-Scherben-Zeile „Macht kaputt, was euch kaputt macht“.

Poschardt warnt in seiner Polemik vor einer regressiven Gesinnungspolitik, die ideologische Konformität verlange. Er plädiert für weniger Staat und vor allem weniger „Staatsliebe“, für mehr Marktwirtschaft und radikalen Individualismus. Eine Ablehnung des Liberalismus und eine Neigung zu Autoritarismus vereine die Linke und Rechte, schreibt er.

Was Menschen über ihn sagen

Über diese Kernthesen des Buchs könnte man streiten. Eine messerscharfe Analyse aber bieten sie nicht, denn Poschardt setzt gleich die Kettensäge an; er will eine politische Krankheit diagnostiziert haben und befürwortet die sofortige Vollamputation.

Manche Thesen hätten genauso gut von rechts außen kommen können. Etwa wenn er schreibt, die Brandmauer zur rechtsextremen AfD sei ein „Strick“ des „Shitbürgertums“ um den Hals der CDU, „mit dem ein politisch abgewähltes Milieu die letzten bürgerlichen Kräfte höhnisch durch die politische Manege zieht“.

Poschardt ist ein Mann, der sich ausführlich und intensiv mit dem beschäftigt, was Menschen über ihn sagen. Er zählt unaufgefordert alle Porträts und Rezensionen auf, die er für gelungen oder verfehlt hält. „Die besten Besprechungen kamen von links“, sagt er und erwähnt eine Rezension in der Jungle World. Ein Spiegel-Porträt von sich nennt er „beschissen“.

Doch Poschardt kann auch lachen über sich selbst. Er lobt Jan Böhmermanns Satirefigur seines unehelichen Neffen „Alexander Poschardt“ im „ZDF Magazin Royale“: „Super gemacht.“ Poschardt hat den Clip selbst mit seinen 110.000 Followern auf Instagram geteilt. Anfang Dezember war er wieder in Micky Beisenherz’ Podcast zu Gast. In den sozialen Medien gab es eine Mischung aus Lob und Ekel für den Auftritt. Poschardt antwortete auf jeden einzelnen Kommentar, auch die negativen; weniger aus Dünnhäutigkeit als aus Trolllust.

Schadet Poschardt der „Welt“, oder nutzt er ihr?

Ende November kündigte Poschardt in einem Instagram-Video, gefilmt in seinem Büro, ein „Denunziationsportal“ an, um Buch­händ­le­r*in­nen zu verpetzen, die von seinem Buch abraten oder es im Laden verstecken. 20.000 Likes hat der Clip. „Wenn man da die Ironie nicht kapiert, dann weiß ich es auch nicht mehr“, sagt er, darauf angesprochen, und schüttelt den Kopf. Doch viele seiner Fans scheinen die Aufforderungen durchaus ernst zu nehmen.

Das ist der eine Poschardt – der Bestsellerautor, Onlinetroll und Politfluencer.

Der andere Poschardt zählt zumindest auf dem Papier zu den mächtigsten Medienmännern der Bundesrepublik. Acht Jahre lang war Poschardt Chefredakteur der Welt-Gruppe, seit genau einem Jahr ist er Herausgeber einer neuen „Premiummarke“ der Axel Springer SE, zu der neben Welt auch Politico Deutschland und Business Insider Deutschland gehören.

Es gibt Spekulationen, dass Poschardt damit wegbefördert worden sein könnte – mit einem glänzenden Titel, dafür aber weniger publizistischer und personeller Macht.

Wir sehen Ulf bei einer Radikalisierung zu, er wird immer extremer und fühlt sich so bedroht

Eine frühere „Welt“-Kollegin über Ulf Poschardt

Ein Mitarbeiter sagt der taz, er habe der Welt enorm geschadet. Eine zweite Person, die mehrere Jahre mit Poschardt zusammengearbeitet hat, sagt: „Wir sehen Ulf bei einer Radikalisierung zu, er wird immer extremer und fühlt sich so bedroht.“ Ein inzwischen ehemaliger Mitarbeiter erzählt: „Er wirkte schon als Chefredakteur eher wie ein Herausgeber, war aber bei den teils kontroversen Morgenkonferenzen durchaus präsent und gab eine Linie vor.“ Vielleicht habe der Verlag jetzt jemanden gebraucht, der „nicht nur edgy Kommentare schreibt“, spekuliert er.

Poschardt selbst sagt, er habe den Job als Chefredakteur länger gemacht als jeder andere vor ihm und sei stolz, die Zeitung „von einem defizitären Betrieb hin zu einem Schwarze-Null-Betrieb“ entwickelt zu haben.

Die digitale Strategie des Verlags, der früh in seinen Onlineauftritt investierte, scheint aufgegangen zu sein. Die Zahl der Printabos sinkt wie branchenüblich, dafür steigt jene der Welt-E-Paper-Abos stark. Bei der Welt am Sonntag gibt es inzwischen mehr E-Paper- als Printabos: 72.000 zu 56.000. Hinzu kommen mittlerweile mehr als 225.000 digitale Weltplus-Abos.

Autor und Journalist Ulf Poschardt Foto: Jens Gyarmaty

Medienwirksame Gesichter für die Außendarstellung

Zur Strategie gehören auch medienwirksame Gesichter, die die Springer-Marken nach außen vertreten. Im März 2025 kündigte der Verlag ein neues globales Reporternetzwerk an, mitaufgebaut von Poschardt, geleitet von Tim Röhn. Bild-Veteran Paul Ronzheimer sollte zum Netzwerk gehören, ebenso Hauptstadtkenner Robin Alexander, Ex-„Tagesschau“-Sprecher Constantin Schreiber, die somalisch-niederländische Autorin Ayaan Hirsi Ali sowie der New-York-Times-Meinungsautor James Kirchick. Ein weiteres, prominentes Gesicht des Verlags ist zweifelsohne Poschardts eigenes.

Mit der wirtschaftlichen Entwicklung zeigt sich der Herausgeber zufrieden. „Es war ein sehr erfolgreiches Jahr.“ Sein Nachfolger, Welt-Chefredakteur Jan Philipp Burgard, mache einen „Granatenjob“, sagt Poschardt noch beim Gespräch im Dezember.

Worin Poschardts Aufgabe im Verlag genau besteht, bleibt auch nach einem Jahr diffus. „Das Geile an dem Job des Herausgebers ist, jeder spielt die Rolle anders“, sagt Poschardt auf Nachfrage. Er sei auch nie ein typischer Chefredakteur gewesen, eher die „Nachkriegsrandalegeneration“, die „den Chefredakteur militärisch als Avantgarde verortet und sich freut, wenn ein paar hinterherlaufen und mitkämpfen“.

Und als Herausgeber? „Ich bin ja irgendwie so ein geländegängiges, fränkisches Mäuschen“, sagt der gebürtige Nürnberger. „Man kann mich auf Podien schicken, man kann mich zu Anzeigenkunden schicken, man kann mich mit dem Betriebsrat reden lassen, und ich repräsentiere die Marke nach außen.“ Er versuche, „der nahbarste Herausgeber ever“ zu sein. „Ich laufe durch die Redaktion und spreche mit allen.“ Kol­le­g*in­nen bietet er bei einer Begehung mit der taz buddymäßig die Faust zur Begrüßung.

Vor allem aber hat Poschardt jetzt Zeit zum Schreiben. 60 PS-starke Meinungsbeiträge hat Poschardt für die Welt verfasst, seit er Herausgeber ist. Etwa jenen darüber, dass die Brandmauer gegen die AfD vor allem dem strategischen Machterhalt des rot-grünen Milieus diene. Oder darüber, dass antisemitische Ressentiments bei der Linkspartei noch aggressiver als bei der AfD vorkämen. Oder dass die FDP die „rationalste Partei der Gegenwart“ sei. Wenig später erklärte er die liberale „Ampelpartei“ für „tot“. Die Marke Poschardt – mit solchen Beiträgen zahlt sie sich für den Verlag wohl aus.

Immer weniger Gegenwind

Das Meinungsressort der Welt, für das Poschardt oft schreibt, wurde 2025 offiziell in „Meinungsfreiheit“ umbenannt, nun geleitet vom „Chefkommentator“ Andreas Rosenfelder. Sind solche neuen Titel nicht etwas albern? „Ich finde es total richtig“, sagt Poschardt. „Es macht deutlich, dass wir eine Zeit erleben, in der immer wieder versucht wird, den Raum des Sagbaren einzuengen – und das halte ich für höchst problematisch.“

Polarisierende bis polemische Kommentare wie die Poschardts dürften viel angeklickt werden, die Zahl der Onlineabos dürften sie noch gesteigert haben. Hört man sich in der Redaktion um, scheint die Frustration über diesen Kurs aber zu wachsen. Eine Person sagt: „Es gibt immer weniger Gegenwind.“

Im November 2025 lobte Poschardt in einem Kommentar den ehemaligen Neonazi, neurechten Ideologen und AfD-Bundestagsmitarbeiter Benedikt Kaiser mehrfach als „clever“, „kühl“ und „nüchtern“. Eine gezielte Provokation? Poschardt sagt, dass Kaiser ihn und sein Buch „Shitbürgertum“ wegen der Liebe zu Israel und den USA ablehne.

Ulf Poschardt im Axel Springer Hochhaus in Berlin Foto: Jens Gyarmaty

Kurz vor der Bundestagswahl, vor Poschardts Wechsel vom Chefredakteur zum Herausgeber, erschien im Dezember 2024 in der Welt am Sonntag ein Gastkommentar von Elon Musk, in dem er unverhohlen Wahlwerbung für die rechtsextreme AfD machen durfte: eine Partei, die der reichste Mann der Welt als „letzten Funken Hoffnung“ für Deutschland bezeichnete.

Wer den Gastbeitrag eingefädelt hat – darüber gibt es widersprüchliche Aussagen. Ob Poschardt selbst den Musk-Beitrag durchgeboxt habe, gegen den Willen der Redaktion? „Ich musste gar nichts durchboxen, sondern wir haben uns einfach gemeinsam entschieden, dass es ein Interesse daran gibt, so was zu lesen.“ Welt-Mitarbeiter*innen, mit denen die taz gesprochen hat, bestreiten das. Die interne Stimmung sei danach „unfassbar schlecht“ gewesen, sagt eine Mitarbeiterin und spricht von einem „Tabubruch“.

Auf den Musk-Beitrag folgten einige Abgänge im Haus. Sie zeigen ein Muster. Meinungschefin Eva Marie Kogel kündigte schon am Erscheinungstag aus Protest. Der Investigativreporter Hans-Martin Tillack schmiss ebenfalls hin. Auch der politische Korrespondent Jörg Wimalasena sowie der Investigativreporter Ulrich Kraetzer verließen seitdem die Zeitung. Im Juni 2025 gab Jennifer Wilton, seit fast 20 Jahren bei Springer und seit 2022 Chefredakteurin der Welt, aus unbekannten Gründen überraschend ihren Rücktritt bekannt. Sie war zu diesem Zeitpunkt die einzige Frau in der Chefetage.

Ein Jahr später scheint Poschardt die Sprengkraft des Musk-Beitrags immer noch nicht ganz bewusst zu sein. Oder vielleicht sind ihm die Folgen schlicht egal. „Ich würde es heute genauso machen. Und wenn jetzt Elon Musk mich morgen anruft und sagt, ich halte Annalena Baerbock für die beste Politikerin Europas, kann ich darüber schreiben? Dann würde ich sagen: Klar, gern.“

Der Musk-Beitrag ist nur ein Beispiel für einen Trend. Manche Welt-Redakteur*innen rütteln mittlerweile kräftig an der Brandmauer nach rechts außen. Ein Feuilletonredakteur fand neulich freundliche Worte für eine AfD-nahe Buchmesse in Halle, auf der rechtsextreme Verlage wie Antaios, Jungeuropa und Compact vertreten waren. Erst kürzlich soll die Redaktion einen geplanten Gastbeitrag des AfD-Ehrenvorsitzenden Alexander Gauland verhindert haben. Den Text, in dem Gauland keine rechtsextreme Radikalisierung seiner Partei sehen will und die Brandmauer kritisiert, druckte am Ende die Berliner Zeitung.

Robin Alexander will nicht mehr mitmachen

Sieht Poschardt den Rechtsruck bei der Welt? „Das ist eine Frage des Standpunkts“, antwortet er. „Das einzig relevante kritische Buch über die AfD in diesem Jahr kommt von einem Kollegen von uns.“ Damit meint er Frederik Schindlers Spiegel-Bestseller „Höcke“. Poschardt nennt außerdem seine Kollegen Deniz Yücel und Robin Alexander, wie Schindler sind auch sie ehemalige taz-Redakteure und dienen Poschardt als Belege dafür, dass das mit dem Rechtsruck nicht stimme – die beiden habe er zu Springer geholt, sagt er.

Doch bilden solche Stimmen nicht eher die Minderheit bei Springer? „Nö, ich bin die Minderheit“, erwidert Poschardt.

Zwei Wochen nachdem Poschardt diesen Satz sagt, gibt auch Robin Alexander, stellvertretender Chefredakteur der Welt, seinen Rücktritt bekannt. Die Diskussion über den Gauland-Beitrag soll für die Entscheidung ausschlaggebend gewesen sein.

Einen Monat später, Mitte Januar, kommt der nächste Paukenschlag im Haus: Jan Philipp Burgard, Poschardts Nachfolger, legt ebenso überraschend sein Amt nieder – „aus gesundheitlichen Gründen“, vermeldet der Verlag in einer äußerst knappen Abschiedserklärung.

Mehrere Medien berichten jedoch vom angeblich „unangemessenen Verhalten“ Burgards gegenüber Mitarbeiterinnen auf der Weihnachtsfeier. Bei einer internen Befragung soll er sich nicht mehr daran erinnert haben, was genau passiert sei. Burgards Anwälte weisen die Vorwürfe auf taz-Nachfrage zurück, der Rücktritt sei allein aus medizinischen Gründen erfolgt. Ein Springer-Sprecher sagt, dem Unternehmen lägen keinerlei Beschwerden wegen Belästigung oder eines übergriffigen Verhaltens gegen Burgard vor.

Unstrittig ist: Poschardts Nachfolger war erst ein Jahr im Amt und hinterlässt einen Scherbenhaufen. Der bisherige „Tagesthemen“-Chef Helge Fuhst soll den Posten jetzt übernehmen.

Poschardt will Burgards Rücktritt nicht direkt kommentieren. Was er aber per E-Mail dazu schreibt: „Wenn wir weiterhin so aufeinander losgehen, geht das Land vollends kaputt, und das sage ich als jemand, der vor Polemik wahrlich nicht zurückschreckt. Wenn es so weitergeht, werde ich wider Willen zum Brückenbauer werden müssen.“

Über einen anderen prominenten Abgang aus dem Hause Springer spricht Poschardt schon im Dezember – vom Ferrari-Ledersitz aus. Es ist der Abend nach dem taz-Interview im Springer-Haus, Poschardt dreht eine Feierabendrunde auf der Autobahn in seinem Ferrari 430 Scuderia, einem von vier schwarzen Sportwagen der italienischen Luxusmarke in seinem Besitz.

Mehr als vier Jahre nach dem Rauswurf von Bild-Chefredakteur Julian Reichelt aufgrund einer MeToo-Affäre scheint Poschardt fast Mitleid mit seinem früheren Kollegen zu haben.

„Ich finde es bemerkenswert, dass er als totaler Outlaw gilt“, sagt Poschardt. Er würde Reichelt gerne in mehr öffentlich-rechtlichen Talkshows sehen, „um den Diskurs breiter zu machen“. Und er findet, dass die ARD auch in dieselbe Richtung wie Nius recherchieren solle, das rechtspopulistische Hetzportal, an dessen Spitze Reichelt steht. Dieses sei nicht tendenziöser als der Deutschlandfunk, sagt Poschardt.

Auch er selbst inszeniert sich ja als Outlaw des medialen Establishments. Geht es dabei noch um Springer oder nur noch um die eigene Marke? „Ich spiele für die Mannschaft“, sagt Poschardt. „Sagen Sie mir ein politisches Sachbuch, das in den Bestsellerlisten der letzten Jahre war, das so eng an den fünf Essentials von Axel Springer ist, und zwar an jedem einzelnen.“

Diese sogenannten Essentials – ein Bekenntnis zu Demokratie, Israels Existenzrecht, transatlantischen Beziehungen und sozialer Marktwirtschaft sowie eine Ablehnung jedes Extremismus – sind Leitplanken, zu denen sich alle Springer-Mitarbeiter*innen bekennen müssen. Eigentlich.

„Shitbürgertum“ sei erst der Anfang, sagt Poschardt im rasenden Sportauto, das Buch sei Teil einer Trilogie. Der zweite Band soll „Bückbürgertum“ heißen und im Juni erscheinen, 200 Seiten habe er schon geschrieben. Der dritte: „Fightbürgertum“. Er habe außerdem schon ein Buch über Enzo Ferrari angefangen. „Ich habe mehrere Berge von Papier zu Hause rumfliegen.“

Ob er mit „Shitbürgertum“ nicht schon alles gesagt habe? „Nö“, sagt er – der Rest des Satzes geht im Motorgebrüll unter, als er demonstrativ auf das Gaspedal tritt. „Es geht darum: Wer hat dem Shitbürgertum das Land überlassen?“, schreit er, um gehört zu werden. „Die Bückbürger!“

Der Ferrari schießt über die Autobahn. Auf dem Tacho stehen inzwischen 200 km/h, Scheinwerfer rasen vorbei. Poschardt fährt wie ein überambitionierter Rennfahrer, findet jede Lücke, gibt Vollgas, bremst hart. Er grinst, wirkt glücklich. „Ich fahre jetzt für Sie ganz zivil“, sagt er. Und spottet gleich hinterher über „Lastenfahrrad-taz-Freund*innen“.

Hatte er schon Unfälle?

„Ja“.

Viele?

Kind of, aber seit Langem nicht mehr.“

Dann sagt er: „Ich weiß auch, dass es Kollegen gibt, die wirklich fremdeln mit dem, was ich mache.“

Als der schwarze Ferrari Scuderia wieder das ruhige Villenviertel am Rande Berlins erreicht, in dem Poschardt wohnt, wird er nachdenklich. „Ich war bei Makkabi der schlechteste Fußballer und im Nachtleben wahrscheinlich der unbegabteste DJ. Ich kann eigentlich nichts“, sagt er. „Nur schreiben und Auto fahren.“ Was er heute Abend vorhat? „Weiterschreiben.“

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26 Kommentare

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  • Dass Ulf Poschardt sich oftmals wie ein pubertierender Junge benimmt, der gerne provoziert und alles Linke und Grüne verabscheut, ist ja hinlänglich bekannt. Und dass die Springer-Presse immer mehr einen Rechtsdrall bekommt, kann man auch seit einiger Zeit gut sehen.

    Wie absonderlich Poschardt aber tatsächlich "tickt", sieht man, als er bei 'Hotel Matze' war und dort sagte, "Es muss Leuten viel schlechter gehen".

    Der Ökonom Maurice Höfgen hat sich das Video mal angeschaut und analysiert. www.youtube.com/watch?v=ojTfvO2snZA

  • Hedonismus, Schönheit, Avantgarde brauchen auch eine gesunde Umwelt und soziale Gerechtigkeit. Nius und so ist da eher hinderlich, von Schönheit und Avantgarde mal abgesehen.

  • Ulf Poschardt ist mitunter der Grund warum ich jetzt seit Ende November ein einjähriges WELT-Online-Abo habe, ich mag ihn auch…bis auf den Punkt dass ich als Verfechter eines strikten 100km/h-Tempolimits auf deutschen Autobahnen seine Raserei natürlich nicht gutheißen kann.

  • Philosemitismus ist doch kein Unwort, Herr Porsche. Philosemitismus ist eine bürgerliche Pflicht, eine endlose Schuldbekenntnis, nach den grausamen Taten des Dritten Reichs. Es ist "Nie Wieder!"

    Die Einzelaspekte, die nicht zwingend mit Israel zu tun haben, dürfen aber kritisiert werden. Warum Hedonismus mit Materialismus verknüpfen statt mit moralischen Werten? Wie wäre es, als nette linke Geste, wenn Ulf Porsche seinen Ferrari einem bedürftigen Menschen schenkt?

  • Ich halte Poschardt mindestens für einen ziemlichen Unsympath, "Shitbürgertum" war trotzdem eine ganz nette Polemik.

  • Wenn nicht jetzt schon, dann ist Poschardt zumindest auf dem Weg zum Bruder im Geiste von Elon Musk und Peter Thiel. Hat der Welt-Artikel von Musk die Verbindung geknüpft? Gerade rennen die Deutschen aus dem rechts-konservativen Lager den US-Republikaner ja die Bude ein: "Machtübernahme - Zeigt uns, wie das geht!" ...

  • Ich frage mich beim Lesen: welches Ziel, welche Idee hatte Potter



    wohl beim Schreiben?



    Mir wird nicht klar, warum manche Journalist:innen ein Interesse haben mit so "kantigen", "kontroversen" Menschen, wie sich Poschardt auch selbst inszeniert, zu sprechen, dann aber auf kritische Nachfragen und eigene Einordungen verzichten.



    Dadurch wirkt dieser Text wie ein kleiner Werbeclip, in dem Potter mehr von Poschardts Auto als von seinen Aussagen gepackt zu sein scheint. Poschardts Beiträge sind dann "PS-stark", er tritt laut Selbstaussage für "Meinungsfreiheit" ein, "Philosemitismus" ist ein Unwort. Was das heißen soll? Egal!



    Am Ende des Tages ist Poschardt doch vor allem eins: langweilig. Seine Texte bestehen aus sehr vorhersehbaren Takes, die eine nicht näher definierte, monolithische "Moralelite" kritisieren und so viel abgefeiert werden, weil es eben leichter ist, die Komplexität zu reduzieren und draufzuhauen, als komplizierte Zusammenhänge zu beschreiben.



    Welchen Sinn und Zweck hat es, Ressourcen in eine Reportage zu stecken, wenn sie so weichgespült und unkritisch bleibt?

    • @Sam5678:

      So sehe ich es auch. Er ist mehr als ein »Troll«, und das sollte man deutlicher hervorheben.

  • Erstaunlich, dass Erziehung häufig die gegenteilige Haltung hervorbringt, wie die der Eltern. Immerhin scheint Poschard wenigstens, wenn es denn zutrifft was im Artikel steht, eine gewisse kritische Selbstbetrachtung aufzubringen: "Ich kann eigentlich nichts“, sagt er. „Nur schreiben und Auto fahren." Tatsächlich, möchte man sagen, er kann schreiben?! Großmäuligkeit ist kein Schreiben, bleibt also nur Autofahren. Wäre er doch bloß Taxifahrer geworden ...

    • @shitstormcowboy:

      Naja, er hat schon vieles aus dem Elternhaus mitgenommen, das sich bei konservativ sozialisierten bzw erzogenen Personen (oft) nicht findet. Solche konservativ erzogenen Menschen haben Hemmungen, weil sie mit Tabus aufgewachsen sind, Kinder aus linksliberalen Elternhäusern haben diese moralischen Hemmungen nicht und gehen bewußt über solche Schwellen, es ist dann eben so, wenn diese Kinder ins andere politische Lager wechseln, dass dann solche Poschardts herauskommen können.



      Was nicht heißen soll, dass das die Schuld der Eltern ist oder gar der linksliberalen Erziehung, es ist immer noch die Entscheidung jedes Einzelnen, welche politische Richtung man wählt. Aber das Handwerkzeug, dessen man sich bedient, kann in dem einen Fall Gutes bewirken im anderen Schlechtes. Es hängte eben immer davon ab, welches Ziel die Person verfolgt, das Rüstzeug ist nur Mittel zum Zweck.

  • Durchgeknallter Egoman mit zu viel Geld. Egal wo der Brücken baut, ich werd da keinen Fuß drauf setzen

  • Nicholas Potter verwendete wertvolle drei Stunden für diesen Kontakt. So als eine Art Stuntman-Test in der Vollgas-Zeitung?



    "Hedonismus, Schönheit, Avantgarde" - die finden sich in Die Welt aber nicht.



    Wie gut doch, dass unter meiner Regierung überall öffentlich-rechtliche Sammeltaxis eingeführt werden, um alle Pkws zu ersetzen.



    Die Funke-Gruppe ist von ihrer Marktmacht her auch nicht zu unterschätzen. Die machen jedoch weniger Geschrei bzw. Hetze.



    Auf jeden Fall gehört Poschardt zu den Typen, die heute eine Art Vorbild sind für viele - nicht nur Unternehmer: Wegballern als Lebensstil.

  • Ja wie?

    Welches öffentliches Informationsinteresse -



    Besteht bitte daran - sich als sog. Linkes Portal taz daran - eine derartige Mediengurke -



    Karikatur eines akzeptablen - zum Journaille-sten verkommenen Zeitgenossen zu zumuten?



    Die bekannten zwei Fischeinwickelgazetten 🤑



    Haben das ersichtlich keine Sekunde lang - öh verdient •

  • Brandmauer ?



    Wohl auch ein Fremdwort nicht nur beim Bayerischen Rundfunk " BR " , finanziert - als einer der öffentlichen rechtlichen Sender, von unseren GEZ Gebühren. Heute am Sonntag dem 01.02.2026 mit einem Gast beim " Sonntags Stammtisch " von einer unter rechtsextremisten Verdacht stehenden Partei, Herr T. Chrupalla eine Bühne zum faseln vor oftmals " Ahnungslosen " nicht nur bayrischen Zuschauern.



    Im Anschluss im Ersten ARD noch Faselstunde für Markus Söder von der " christlichen " CSU " ordentlich seinen Geseiere seiner Phantasien, bezüglich des Abbau von Arbeitsrechten von Arbeitnehmern in Deutschland. Markus Söder, der Ehemann von Frau Karin Baumüller-Söder, Mitinhabern des Familienunternehmen der Baumüller-Gruppe Holding GmbH & Co KG, mit Stammsitz in Nürnberg weltweit an über 20 Standorten und tausende von Mitarbeitern.



    U N G E H E U E R L I C H ‼️



    Demokratie für WEN ❓️

  • Reife Leistung, wie die Abstimmung von Grün/Links mit der AfD im EP, abmoderiert wird, aber gleichzeitig Poschardt genau das zum Vorwurf gemacht wird.

    Man ahnt die Absicht ...

  • "Manche Thesen hätten genauso gut von rechts außen kommen können. Etwa wenn er schreibt, die Brandmauer zur rechtsextremen AfD sei ein „Strick“ des „Shitbürgertums“ um den Hals der CDU, „mit dem ein politisch abgewähltes Milieu die letzten bürgerlichen Kräfte höhnisch durch die politische Manege zieht“."

    Recht hat er. Die Brandmauer ist ein Machtinstrument des abgewaehlten linken Spektrums, um die Union zu zwingen mit ihm zu koalieren, was die Union durch Koalitionskompromisse nach links zieht und so der AFD immer mehr Raum bietet. Das macht die Brandmauer zum Brandbeschleuniger.

    Und obwohl die Brandmauer die Union aufgrund ihrere groesseren Naehe zur AFD als konservative Mittepartei viel mehr einschraenkt, ist man in den seltenen Faellen, in denen man betroffen ist, nicht in der Lage oder gewillt, sich selber dran zu halten, siehe Mercosur.



    Das zeigt die Doppelmoral der Brandmauer auf.

    Und als letztes kommt noch das mittlerweile instinktive Framen von legitimer Kritik als rechtsaussen dazu, was zwar kurzweilig die eigene inhaltliche Hilfslosigkeit vertuscht, aber langfristig auf Kosten der Sache geht, denn es beheimatet legitime Kritik bei der AFD und wertet diese dadurch auf.

    • @elektrozwerg:

      naja, was war die Rote Socken Kampagne der CDU, anderes als eine Strategie, die SPD von der Macht fernzuhalten?



      Der Unterschied zwischen der Rote Socken Kampagne und der Brandmauer ist aber der, dass die afd ein anderes Kaliber ist, eine npd im Schafspelz. Es besteht die reale Gefahr, dass es das Ende der cdu sein wird, mit der afd zu koalieren und möglicherweise ein Ende der Demokratie, wie wir sie jetzt haben. Diese Gefahr bestand bei der pds nicht, es drohte kein DDR-Sozialismus in der Bundesrepublik und es bestand auch keine strategische Vorbereitung der pds, dieses System zu kippen, sobald sie einmal Regierungsverantwortung übernommen hätte.



      Dieses ewige Relativieren, diese Hufeisentheorie und diese Naivität Rechtsradikale würde sich an irgendwelche Regeln halten, nur weil man selbst das tut, das ist die Gefahr.



      Wenn dann hätte die cdu mit der afd koalieren müssen, als diese nur ultral-libertär unterwegs war, unter Lucke oder meinetwegen auch noch Petri, aber das ist ein "Hätte, Hätte", jetzt ist die afd die neue npd, sich da irgendwelche Illusionen zu machen, ist einfach nur blauäugig.

    • @elektrozwerg:

      CDU/CSU können die Bedürfnisse des rechten Randes nicht mehr einfangen und demokratisch kanalisieren. Irgendwann reicht es dann auch den gemäßigt Rechten und sie klettern über die Brandmauer. Genau deswegen haben die Befürworte der Brandmauer sehr viel Mitverantwortung am Aufstieg der AFD. Ein selbstkritischer und ernsthafter Diskurs dazu findet nicht statt. Aber hey, wie könnten bundesweite 25% der AFD in wenigen Jahren (!) die Theorie widerlegen?

  • Ich mag ihn!

    • @Nachtsonne:

      Ach 😮! 🙀

    • @Nachtsonne:

      Ich nicht. Der gehört zu der Sorte Mensch, die anderen permanent auf den Sack geht, weil sie sich für den Geilsten hält. Autofahren könne er, meint der Hyperindividualist und Hedonist Porschardt, und drängelt sich in seinem fahrbahren Defizitersatz durch den Verkehr. Finde den Fehler.

    • @Nachtsonne:

      Eine Demokratie muss das aushalten.

  • "Insgesamt drei Stunden spricht die taz mit Ulf Poschardt..." Bekommen die Leser davon auch was zu sehen oder bleibt es bei der "persönlichen" Zusammenfassung weil ihr intellektuell untergegangen seid liebe tazzis?

    • @Samvim:

      Hatte beim Lesen der Überschrift sofort Vorfreude auf einen spannenden Gesprächsverlauf. Und dann...hmmh. Klar, man kann solche Artikel schreiben als Gesprächskommentar. Aber hey, vorher möchte ich schon den Gesprächsverlauf lesen. Wahrscheinlich ein zu großer Schritt, denn sonst kommen sofort die Vorwürfe dem politischen Gegner eine Plattform gegeben zu haben. Keine Ahnung, wie so ein Diskurs entstehen soll. Und nein, Herr Poschardt ist auf seine Art extrem, sein Auto-Fetischismus nervt sogar mich, aber er ist sicher kein Anhänger der AFD.

  • Niemand hat die Absicht eine Mauer einzureißen.



    Die CDU hielt sich nicht an die Brandmauer, die Grünen hielten sich in Brüssel nicht an die Brandmauer, viele Welt-Redakteur*innen halten sich nicht daran. Die Brandmauer bröckelt nicht nur, sie hat schon große Löcher.

  • Arbeiten WELT und BILD nicht schon seit einiger Zeit daran, dass die Brandmauer bröckelt? -- Zu Poschardt: Traurig, dass solche Typen - clever, prinzipienlos und ohne Verantwortungsbewusstsein - so viel Macht haben.