Von der ARD zu Axel Springer: „Tagesthemen“-Chef Helge Fuhst wechselt zur „Welt“
Erst vor Kurzem ist bekannt geworden, dass der Leiter der „Tagesthemen“-Redaktion, Helge Fuhst, die ARD verlässt. Nun ist klar, wohin es ihn zieht.
Foto: Hendrik Schmidt/dpa
kna | „Tagesthemen“-Moderator Helge Fuhst (41) wechselt zu Axel Springer. Das teilte das Medienhaus am Mittwoch mit. Fuhst ist Moderator der ARD-Nachrichtensendung, Leiter der „Tagesthemen“-Redaktion und zweiter Chefredakteur von ARD-aktuell, wo unter anderem die „Tagesschau“ produziert wird. Bei Springer übernimmt er nun den Vorsitz der Chefredaktionen der „Premium-Gruppe“, zu der die Springer-Marken Welt, Politico Deutschland und Business Insider gehören. Gleichzeitig wird Fuhst Chefredakteur der Welt-Gruppe.
„Mit Helge Fuhst übernimmt ein hervorragender Journalist und ausgezeichneter Medienmanager die redaktionelle Spitze der Premium-Gruppe“, sagte Springer-CEO Mathias Döpfner. Er werde den Weg, den man vor einem Jahr mit der Schaffung der Premium-Gruppe erfolgreich eingeschlagen habe, weiter ausbauen und die strategische Ausrichtung der Marken gemeinsam mit den Chefredakteuren schärfen.
Vorgänger geht aus gesundheitlichen Gründen
Fuhst folgt bei der Welt auf Jan Philipp Burgard (41), der seine Funktion aus gesundheitlichen Gründen mit sofortiger Wirkung niederlegt.
Bereits in der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass Fuhst die ARD verlässt. Der 41-Jährige leitet seit 2019 die ARD-„Tagesthemen“. Vor seiner Tätigkeit bei ARD-aktuell war Fuhst von Januar 2018 bis September 2019 Programmgeschäftsführer des Ereigniskanals Phoenix und moderierte politische Diskussionssendungen wie „Unter den Linden“ und „Der politische Frühschoppen“. Seine Karriere hatte Fuhst beim NDR begonnen und wurde von „Tagesthemen“-Moderator Tom Buhrow gefördert.
Als Buhrow 2013 Intendant des WDR wurde, ging Fuhst als sein persönlicher Referent mit nach Köln und wechselte 2016 zu Phoenix. 2024 bewarb er sich als Nachfolger von Buhrow um das Amt des WDR-Intendanten und erzielte einen Überraschungserfolg, als er den favorisierten WDR-Programmdirektor Jörg Schönenborn auf die Plätze verwies. Im zweiten Wahlgang unterlag er dann aber der heutigen Amtsinhaberin Katrin Vernau. Fuhst blieb bei ARD-aktuell, sein Vertrag war erst jüngst verlängert worden.
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