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Sozialkürzungen Merz leert die Sparschweine meiner Kinder

Gastkommentar von

Katharina Schwedt

Die schwarz-rote Koalition will den Kindersofortzuschlag in Höhe von 25 Euro streichen. Für Alleinerziehende mit Grundsicherung ist das eine Katastrophe.

A ls alleinerziehende Mutter zweier Kinder musste ich in den letzten Monaten viel schlucken. Wie über 40 Prozent der Alleinerziehenden bin ich auf die neue Grundsicherung (ehemals Bürgergeld) angewiesen. Ich stocke auf und dennoch reicht es hinten und vorne nicht.

Das Familienportal des Bundes empfiehlt für zehnjährige Kinder 15 bis 25 Euro Taschengeld im Monat. Genau dieser Betrag soll mit den Reformplänen der Bundesregierung nun wegfallen. Dass Friedrich Merz und die Koalition nun auch dazu bereit sind, die Sparschweine meiner Kinder zu leeren, macht mich fassungslos. Anstatt Maßnahmen zu ergreifen, um Kinderarmut zu verhindern, werden Maßnahmen ergriffen, um Kinderarmut zu fördern.

Katharina Schwedt

ist alleinerziehende Mutter und lebt mit ihren Kindern im Bürgergeldbezug. Sie beklagt, dass sie nicht arm ist, sondern arm gemacht wird. Hier schreibt sie unter Pseudonym, weil sie ihren richtigen Namen zum Schutz ihrer Familie nicht veröffentlichen will.

Im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD heißt es: „Wir werden den Anpassungsmechanismus der Regelsätze in Bezug auf die Inflation auf den Rechtsstand vor der Corona-Pandemie zurückführen“. Seit Corona gibt es für jedes Kind seit 2022 20 Euro und seit 2025 25 Euro den sogenannten Sofortzuschlag, umdie Teilhabe von Kindern und Jugendlichen an Bildung und Gesellschaft zu verbessern. Auslöser dieses Sofortzuschlages war die Covid-19-Pandemie.

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Die taz ist eine unabhängige, linke und meinungsstarke Tageszeitung. In unseren Kommentaren, Essays und Debattentexten streiten wir seit der Gründung der taz im Jahr 1979. Oft können und wollen wir uns nicht auf eine Meinung einigen. Deshalb finden sich hier teils komplett gegenläufige Positionen – allesamt Teil des sehr breiten linken Meinungsspektrums.

Nun ist ernsthaft geplant, diesen Zuschlag für Kinder zu streichen. Allein den Regelsatz nicht mehr an die Inflation anzupassen, hat der Regierung nicht gereicht. Nun heißt es für uns mit 50 Euro weniger zu leben.

Wer Kinder hat, weiß, was 25 Euro pro Kind bedeuten. Wer arm ist, spürt es jeden Tag. Die Hosen sind zu klein geworden, die Schuhe zu klein oder kaputt, immer wieder fallen Geburtstagseinladungen an und es müssen Geschenke besorgt werden. Ich lebe schon lange im Bürgergeldbezug und hatte immer viele Ideen, um zu sparen. App-Coupons, Berliner Tafel, Gewinnspiele. Doch alles kann man so nicht ausgleichen.

Die Angst vor dieser Regierung war berechtigt

Zwar gibt es für bedürftige Kinder etwas Geld für die Schulausstattung pro Halbjahr, aber allein das deckt weitaus nicht die gesamten Kosten. Verabschiedung einer Erzieherin, Klassenkasse, das Eintrittsgeld fürs Freibad, die Kinderreise in den Ferien sind immer wieder zusätzliche Ausgaben. Und dann wird noch das Fahrrad vom Schulkind geklaut und die Hausratsversicherung ordentlich hochgestuft.

Ich bekomme keinen Unterhalt und kann mit einer halben Stelle nicht den kompletten Familienbedarf decken. Ein Kind hat Pflegegrad eins und wöchentlich fallen Therapiebesuche an, sodass höchstens eine halbe Stelle geht. Schon während des Bundestagswahlkampfes im Frühjahr 2025 hatte ich Sorge, dass Friedrich Merz und die Koalition uns das Leben schwerer machen. Jetzt weiß ich, die Sorge war berechtigt.

Dass die Anpassung an die Inflation flachfällt, auch wenn die Stromkosten gestiegen sind, war absehbar. Sollte ich aus irgendwelchen Gründen einen Termin beim Jobcenter verpassen, drohen nicht nur mir, sondern auch meinen Kindern, jetzt auch noch Kürzungen bis hin zur Einstellung aller Zahlungen.

Auch bei der akribischsten Familienplanung kann es doch leicht passieren, dass Eltern in einer Überlastungsschleife stecken, ein Termin vergessen wird oder ein Brief verloren geht. Glaubt die Bundesregierung tatsächlich, dass diesen Menschen mit einer Räumung ihrer Wohnung mehr geholfen ist als mit sozialarbeiterischer Betreuung, um Briefe durchzugehen, das Leben zu strukturieren.

Noch weniger Teilhabe

Gerade Kinder von Alleinerziehenden werden unter der neuen Grundsicherung leiden, und ich habe Angst davor. Arm und alleinerziehend – diese Kombi ist nicht selten. Auch meine beiden Kinder gelten als armutsgefährdet. Je mehr Kinder, desto höher ist die Empfängerquote der Bür­ger­geld­emp­fän­ge­r*in­nen in Bezug der jeweiligen Familienform in der Gesellschaft insgesamt.

Mit der Einführung der neuen Grundsicherung wurde auch das sogenannte Schonvermögen herabgesetzt. Ein Polster für Ausgaben, die der Regelsatz nicht hergibt (und das sind sehr viele) und eine finanzielle Basis für meine Kinder, wenn sie erwachsen sind.

Wird nun der Sofortzuschlag gestrichen, bedeutet das noch weniger Teilhabe für meine Kinder. Unser ganzes Leben, die steigenden Preise, die Eintritte für soziale und kulturelle Teilhabe, der Wocheneinkauf, die Stromkosten machen da nicht mit. Der Regelsatz für Kinder sieht 8,82 Euro monatlich als Beherbergungs- und Gaststättenleistung zu.

Klar sind eine heiße Schokolade und ein Stück Kuchen zum Überleben nicht notwendig, doch will ich mein Kind nicht ausschließen, wenn die Freunde nach dem Schwimmtraining im Schwimmcasino noch zusammensitzen.

Für einen kleinen Urlaub gehe ich an das Schonvermögen ran, ebenso für eine neue Waschmaschine oder eben für ein Fahrrad, einen Roller oder Inline-Skates, möglichst gebraucht, knapse ich etwas ab. Ein höheres Kindergeld belohnt alleine die Mittelschicht. Familien mit Grundsicherung als Einkommen wird es vom Regelsatz gleich wieder abgezogen.

Keine Rocher-Pralinen bei der Tafel

Merz und Co zeichnen immer wieder das Bild, Bür­ger­geld­emp­fän­ge­r*in­nen würden faul rumsitzen und sich, während andere schuften, goldene Ferrero-Rocher-Pralinen reinpfeifen.

Care-Arbeit wird eben nicht als Arbeit gesehen. Friedrich Merz will mehr Wohlstand für Deutschland, dafür sollen alle mehr und länger arbeiten. Meine Arbeit beginnt schon um 6 Uhr mit Frühstückmachen, Streitschlichten und Zähnenachputzen und endet frühestens um 20 Uhr, wenn die Kinder ins Bett gehen. Und natürlich gibt es bei der Tafel keine Rocher-Pralinen.

Es ist zwar müßig, immer wieder die steuerpolitische Schieflage zu beanstanden. Genauso wichtig ist es aber, klar zu benennen: Ungerecht ist nicht der Sofortzuschlag für arme Kinder, sondern, dass Vermögen nicht besteuert wird und Unternehmensteuern im Sinne der Profitlogik gekürzt werden.

Während die Familienministerin Karin Prien am Tag der Familie feierlich verkündete, Familien seien für viele Menschen, der wichtigste Anker und man würde deshalb Familien in den Mittelpunkt der Politik stellen, weiß ich nicht, wie wir mit 50 Euro weniger im Monat klarkommen sollen.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

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115 Kommentare

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  • Er leert nicht die Sparschweine, er füllt sie nur halt nicht mehr. War ja nie der Job, dafür sind beide Elternteile da. Im Text steht nirgends, warum der Vater nicht seiner Pflicht nachkommt.

  • Es geht doch grundsätzlich darum , dass das System bei Kindern spart , bei Kindern die



    Hilfe dringend bräuchten , ob finanziell oder



    durch andere Hilfe wie Schulsozialarbeit ,



    Jugendclubs , Sport etc. .



    Für all das Alles ist angeblich kein Geld da .



    Kinder sind die Zukunft unserer Gesellschaft,



    Sie werden bestimmen , wie diese morgen



    aussieht .



    Der bürgerlichen Politik ist aber diese Gesellschaft völlig egal.



    Glauben Sie tatsächlich, dass Leute wie



    Herr Spahn sich Gedanken um das Wohlergehen der Bürger oder gar der Kinder macht ( um sein Gekauftes vielleicht schon ) ?

  • Mehr Geld geht immer. Zu viel Geld ist selten ein Problem. Dem anderen gönnen, fällt dagegen schwer. Weniger bekommen geht so gar nicht.

    Aber: Wenn der Staat sparen muss, dann kann er dies auch bei den Sozialleistungen tun. Da sieht sowieso niemand durch, deswegen merken die Kürzungen nur die Betroffenen.

  • "Sollte ich aus irgendwelchen Gründen einen Termin beim Jobcenter verpassen, drohen nicht nur mir, sondern auch meinen Kindern, jetzt auch noch Kürzungen bis hin zur Einstellung aller Zahlungen."

    Das ist faktisch falsch.



    1.) Ein begründetes Versäumen (mit Nachweis) führt nicht zu Sanktionen.



    2.) Kinder sind von Sanktionen komplett ausgenommen.

    Es wäre gut, wenn diese Texte, auch wenn sie persönliche Schilderungen sind, noch einer sachlichen Prüfung unterzogen werden.

  • Vielleicht sollten die Unterhaltszahlungen des Vaters für die Kinder in dem Artikel Erwähnung finden. Falls sich die Autorin dazu entschieden hat den Vater nicht zu "belasten", wüsste ich nicht, warum die Allgemeinheit diese Aufgabe übernehmen sollte.

    • @Nachtsonne:

      Keine Sorge. Meine ex-frau hat eine unbelastet Immobilie geschenkt bekommen. Die mögliche Zwangshypothek, wegen Unterhaltsschulden, ist bis heute nicht eingetragen.

      • @Wirrwicht:

        Danke für Ihren Beitrag. Die Kinder sind bei Ihnen, Ihre Ex-Frau hat Unterhaltsschulden bei Ihnen und Ihre Forderungen gegen ihre Ex-Frau lassen sich nicht gerichtlich durchsetzen?

  • Das Leben in einem muffig konservativen Land ist m



    unerträglich.

    • @Gerhard Krause:

      Welche drei Länder der Welt sind finanziell sozial besser?

  • "Ein höheres Kindergeld belohnt alleine die Mittelschicht. Familien mit Grundsicherung als Einkommen wird es vom Regelsatz gleich wieder abgezogen."

    Das ist Unsinn. Das Kindergeld stellt die Steuerfreiheit des Existenzminimums für das Kind her. Es ist praktisch eine monatliche Vorausückzahlung auf die Einkommenssteuer. Und wer kein Arbeitseinkommen erzielt, der zahlt keine Einkommenssteuer und bekommt ergo auch kein Kindergeld.

    • @Querbeet:

      Mit Verlaub, aber Unsinn ist Ihre Aussage. Egal, wie Sie es theoretisch hin und her verrechnen, das Kindergeld wird mit dem Regelsatz als Einkommen des Kindes verrechnet und steht Leistungsbeziehern nicht zur Verfügung! Und zwar zu dem Zeitpunkt, zu dem sie es brauchen.

      • @Edda:

        Eben. Nix anderes habe ich geschrieben.

      • @Edda:

        Das ist doch wirklich eine riesige Schweinerei .



        Eltern die Geld haben bekommen



        Kindergeld oder Freibeträge.



        Die die wirklich darauf angewiesen sind bekommen nichts.



        Beschämend war auch die erbärmliche Debatte um die Kinder-Grundsicherung in der letzten Scholz-Regierungszeit.

        "..... ich kann überhaupt nicht soviel fressen , wie ich kotzen will " ( Max Liebermann )



        Besser kann man unsere Gesellschaft nicht beschreiben .

    • @Querbeet:

      Das ist durchaus kein Unsinn. Theoretisch haben Sie recht, aber praktisch wird Kindergeld auch dann gezahlt, wenn man nicht einkommensteuerpflichtig ist.

      • @nihilist:

        Ja, aber aufgrund seines "theoretischen" Zwecks eben wieder direkt abgezogen/angerechnet. Um die Verärgerung hierüber ging es ja gerade.

    • @Querbeet:

      Ganz falsch ist es nicht, wie es da steht. Man kann sagen, dass Sie die dogmatische Begründung leisten - tatsächlich ist der Rechenweg aber wie im Artikel, man bekommt Kindergeld und es wird abgezogen. Was einfach darauf beruht, dass das Existenzminimun abgesichert werden soll und damit wird eben Einkommen, das über dem Existenzminimum liegt gekappt.

      Der Denkfehler beginnt schon vorher, nämlich in der Idee, der Sozialstaat solle eine Art "Ausgleich der Einkommen" herstellen, er soll aber eine Absicherung vor Not sein.

      • @Dr. McSchreck:

        Sehe ich nicht so. Warum definieren Sie hier den Sozialstaat politisch und so, als stellte dies den Punkt dar?! Wir können und dürfen ihn selbst gestalten. Selbst auch gerne allein bin ich der Ansicht, er leistet zu wenig und ist ferner dazu da, vor (dem Eintritt) der Not in die Einkommensverteilung und Steuerbelastung einzugreifen.

        • @Gerhard Krause:

          Es kann ja sein, dass Sie das nicht so sehen, aber die Konstruktion des Sozialstaates ist nun mal, dass man Menschen helfen soll, die sich nicht selbst helfen können, nicht den Unterschied zwischen arm und reich ausgleichen.

          • @Dr. McSchreck:

            Im GG steht, gerne vorbehaltlich Kommentierungen, die mir nach so vielen Jahren nicht mehr geläufig sein könnte, "sozial" und nicht "nur in der Not (ansonsten mache ich alles für die Wohlhabenden und wenn du drauf gehst, naja, selbst schuld)".

  • Für den Unterhalt (um den es hier ja oft geht) muss der Vater bekannt sein. Frau Schwedt schrieb an anderer Stelle:

    "Ohne in einer Partnerschaft zu sein, entschied ich mich, Mutter zu werden. Unterhalt oder Unterhaltsvorschuss sind in meiner Konstellation ausgeschlossen. "

    taz.de/Alleinerzie...in-Armut/!6066447/

    Ich bin im Familienrecht nicht fit genug, um das zu beurteilen, ob es bei fehlendem Vater "Ersatzunterhalt" vom Staat gibt. Meine Vermutung wäre "nein", da es dann alles über die Grundsicherung/Bürgergeld läuft.

    • @Strolch:

      ""Ohne in einer Partnerschaft zu sein, entschied ich mich, Mutter zu werden. Unterhalt oder Unterhaltsvorschuss sind in meiner Konstellation ausgeschlossen. "



      taz.de/Alleinerzie...in-Armut/!6066447/""

      Freiheit hat ihren Preis. Meiner Meinung nach ist es bedauerlich, dass diesen Preis auch indirekt die Kinder bezahlen müssen. Aber es ist ja bei allen Kindern so. Sie profitieren von den guten Entscheidungen ihrer Eltern und werden durch die negativen Entscheidungen belastet. Wobei ich mir nicht anmaße und es auch nicht weiß, was gute und schlechte Entscheidungen sind.

    • @Strolch:

      Das spielt wie hier ebenso oft erwähnt wurde überhaupt keine Rolle ob die Mutter nun Unterhalt bekommt oder nicht.

      Das wird zu 100% von der Grundsicherung abgezogen.

      • @sociajizzm:

        Das Kind bekommt Unterhalt, nicht die Mutter. Der Kindesunterhalt des Vaters wird von der Grundsicherung des Kindes abgezogen. Bei einem normal verdienendem Vater liegt der Kindesunterhalt deutlich über der Grundsicherung des Kindes. Aber wie dem auch sei. Die Kindesmutter hat sich hier bewusst entschieden die Gesellschaft zu belasten. Nein, das finde ich nicht in Ordnung.

        • @Nachtsonne:

          1: unterstellen Sie der Autorin Sozialbetrug.



          .



          2: Selbst wenn die Unterhaltszahlungen den "Grundbedarf" des Kindes übersteigen, wird es einfach als Einkommen der Mutter gezählt.



          Für die Familie unterm Strich kein Unterschied.



          .



          Einzige Ausnahme gibt es nur wenn der Vater nicht nur durchschnittlich, sondern überdurchschnittlich gut verdient. Oder wenn die Mutter genug verdient um mit Wohngeld anstelle von Grusi auszukommen.

      • @sociajizzm:

        ..... nicht nur der Unterhalt , auch Urlaubs - oder Wheinachtsgeld.



        Zahlungen die den Meisten zustehen .



        Gerade dieses Geld ist gedacht um das Leben etwas leichter zu machen .



        Das System ist nicht in der Lage



        ausreichend Kinderbetreunung anzubieten, bestraft aber Mutter oder



        Vater der Kinder.



        Aber für reiche Eltern ist durch die



        Kinderfreibeträge genug Geld da ,



        die bekommen es hinten reingeschoben.



        Liegt wohl daran , das die meisten von der Bande CDU wählen.

      • @sociajizzm:

        Faktisch wird es ja einen Vater geben, bei einer Samenbank wäre allerdings tatsächlich der Unterhalt ausgeschlossen.

        Bei einem persönlich bekannten Samenspender, dem nur zugesagt wurde, dass er nicht als Vate benannt wird, bestünde nach der Rechtslage eine Unterhaltspflicht.

        Festhalten kann man in beiden Fällen, dass die Autorin selbst dafür verantwortlich ist, dass keine Unterhaltspflicht besteht und offenbar der Meinung ist, die Solidargemeinschaft müsste in Konstellation 2 für ihren Verzicht, den tatsächlichen Vater zu benennen, eintreten. Ich bin da anderer Meinung. Sie soll die Folgen ihrer Entscheidung tragen, sie hat sich das selbst so ausgesucht.

        • @Dr. McSchreck:

          Protest bzgl. Diskussion Unterhalt im Zusammenhang des eigtl. Themas. Wir können hier für die Autorin gar nichts „festhalten“. Die Autorin erläutert exemplarisch ihren Fall als alleinerziehende Aufstockerin in der Grundsicherung. Im Artikel u. in dem von @Strolch hier zitierten stellt sie fest, dass in ihrer Fallkonstellation keine Unterhaltszahlungen erfolgen können. Man kann dazu Vermutungen anstellen so weit nicht verleumderisch oder ehrenrührig. Das unterstelle ich hier niemandem.



          Wir finden aber selbst noch im Textkontext NICHTS, was indiziert, es ginge da in Sachen Unterhalt nicht rechtens zu. Um so zu tun, als gäbe es das Thema gar nicht. Stattdessen sprechen Sie es selbst an. Weil eine nachrangige Leistung, muss gesetzlich der Unterhalt zuvor zur Deckung der Bedürftigkeit herangezogen werden. Deshalb ist es schlicht ungesetzlich und sanktionsbewehrt, die Identitätsdaten des Unterhaltspflichtigen nicht zu nennen. DAS indiziert aber tatsächlich zuerst zu vermutende Korrektheit. Davon gibt es legale Ausnahmen. Die für die Autorin gelten können. Regelwidriges, gar sozialbetrügerisches Handeln kann aber wie gezeigt keinesfalls als „irgendwie doch gültig“ unterstellt werden.

        • @Dr. McSchreck:

          Ja, da steckt schon chuzpe in der Entscheidung.

  • Nicht aufregen , es wird noch schlimmer werden.



    Die sind erst am Anfang ihrer " Reformen " .



    Linkspartei wählen , oder kennt Ihr noch eine



    soziale Partei im Bundestag ?



    Mir ist jedenfalls keine bekannt !

    • @Worgt Michael:

      Seh ich genauso!

  • taz: *Merz leert die Sparschweine meiner Kinder*

    Natürlich, denn es sind ja nicht die Sparschweine seiner Kinder oder die Sparschweine der Kinder seiner reichen Freunde. Der BlackRock-CDU-Mann hätte niemals Kanzler werden dürfen, denn er spaltet die Gesellschaft immer mehr und gefährdet damit den sozialen Frieden in diesem Land.

    Und eine Erbschaftsteuer oder auch eine Vermögensteuer wird es mit Friedrich Merz als Kanzler auch niemals geben, da macht er lieber die Armen noch ärmer.

  • Der konkrete Fall im Artikel erscheint mir doch arg konstruiert... trotzdem zeigt er Verwerfungen auf, die durch die verschiedenen aktuellen Gesetzänderungen zum Nachteil von Kindern mit nur einem Elternteil kummulieren!



    Es ist richtig tragisch, dass bei Opa Merz und seiner Regierung die Einsicht fehlt, dass wir jeden einzelnen Jugendlichen bestmöglich fördern und ausbilden müssen, um den Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen!



    Junge Leute brauchen Motivation und Unterstützung, und keine Sparmaßnahmen!

    • @Nudel:

      Mit Verlaub, aber an dem konkreten Fall ist absolut nichts Konstruiertes oder Ausnahmemäßiges, sondern die Autorin beschreibt einen ganz durchschnittlichen Fall von Alleinerziehenden wie es sie zu 20 % der Familien gibt. Ich weiß nicht, was sie daran als konstruiert empfinden, das im Artikel beschriebene ist die Lebensrealität von sehr vielen Frauen und ihren Kindern, und zwar, genau in dieser Konstellation: alleinerziehend, in Teilzeit beschäftigt und Aufstocker, ein ganz klassischer Fall!



      Und Unterhalt beziehungsweise den vollen Unterhalt kriegen auch nur weniger Frauen, vor allem freiwillig von den Kindsvätern. Oft ist es ein zermürbender Kampf.

      • @Edda:

        Konstruiert: Nicht jede Alleinerziehende ist vom Staat abhängig, manche haben tatsächlich sich erst ein Polster erwirtschaftet, bevor sie Kinder bekamen.



        Bei anderen zahlt sich einfach der andere Elternteil, so wie es vorgesehen ist.

      • @Edda:

        Dass man den Vater bewusst außen vor lässt , ist hoffentlich nicht die Normalität in vielen Familien. Für mich ist das ein "Vertrag zu Lasten dritter". 2 einigen sich, dass andere (dritte) zahlen sollen.

        Die dritten wollen das aber nicht, wie die Wahlergebnisse zeigen.

        • @Dr. McSchreck:

          Was soll denn hier den Vater bewusst außen vor lassen heißen?



          Wir reden hier von Vätern, die einfach keine Lust haben, für ihre Kinder Verantwortung zu übernehmen und zu zahlen, bzw. die Verweigerung des Unterhalts als Bestrafung der Kindsmutter betrachten, weil sie immer noch nicht von der Paarebene runterkommen.



          Bei Ihnen hört sich das so an, als ob die Mutter den armen Kindsvater nicht mit Kosten für die Kinder belasten möchte und lieber andere zahlen lässt.

          Ihr Bild von Alleinerziehenden und den Kämpfen um Unterhalt scheint ganz schön verzerrt.

          Es ist eher so, dass der Staat lieber den Steuerzahler zahlen lässt, als das Geld beim Vater einzutreiben. Ich kenne so viele Fälle, Ei Beistandschaften den Vater nicht belasten wollen, damit das Verhältnis zum Kind nicht gestört ist, wo Unterhaltsvorschussstellen und Jobcenter für die Kinde rzahlen ohne sich jemals zu bemühen, den Vater zu überprüfen und es von ihm wieder einzutreiben, weil das alles so anstrengend ist. In vielen Fällen sind die Väter zahlungsfähig, sie zahlen aber einfach nicht freiwillig. Was soll denn eine Mutter da machen; einen Schlägertruppe zu ihm schicken, oder wie?

          Es fehlt einfach am politischen Willen!

        • @Dr. McSchreck:

          McSchreck - wenn der Vater, wie in einem persönlich bekannten Fall, sich weigert Lesen und Schreiben zu lernen, ist die Mutter mit zwei Kindern zum Teil wirklich alleine besser dran!

          Den Unterhaltsvorschuß übernimmt halt der Staat.

          Und wenn er aufmuckt, rechnet ihm das Amt gerne vor,



          was er noch schulde... Er habe ja sowieso nie an irgendetwas Schuld... Ich kenne leider (oder Gott sei Dank?) halt den genauen Satz nicht, der zum 18. der Kinder beigetrieben werden soll.

  • Alles Schwachsinn, die Schüler und Auszubildenden können ab 16 Jahren ja dann Bafög beantragen, welches bei Schülern nicht zurück zu zahlen ist.

    • @Alex_der_Wunderer:

      Das ist ironisch gemeint? Mein Sohn studiert Physik. Er bekommt kein Bafög, da die Unterlagen des Vaters fehlen. Wir hatten davor kurzzeitig UVS, da der Vater nie gezahlt hat und ich es irgendwann beantragen musste, weil der Lohn nicht ausreichte. (Das Studium finanziere ich übrigens zum Großteil einschließlich Miete für Unterkunft etc. bis ein Stipendium möglich ist und ja, wenn er nicht zügig durchs Studium müsste und er zudem fähig dazu wäre, könnte er zusätzlich arbeiten gehen und es stimmt, er braucht zwar kein Geld für Partys oder anderes, um "mitzuhalten", aber ich gönne ihm die Stunden in der Bibliothek.) Alleinerziehende sollten nicht ausgegrenzt, sondern unterstützt werden. Auch diese Gruppe erzieht künftige Steuerzahler. Wer Kindern Bildung vorenthält, schadet der Zukunft eines Landes. Und genau das passiert gerade am unteren Einkommensrand. Die Schulen arbeiten unzureichend, man muss in Privatschulen ausweichen oder/und zu Hause co-unterrichten, die Preise für Musikunterricht, Beteiligung in Sportvereinen etc. steigen.



      Zudem: Es ist ein Vorschuss - er müsste von denen, die nicht zahlen, wieder zurückgefordert werden.

      • @Niemals:

        Bafög für Schüler muss nicht zurück gezahlt werden. Mein Vater wollte auch keine Unterlagen abgeben, da war das Amt aber fix und hat ihm seinen Lohn gepfändet. Ruckzuck konnte er kooperieren.

      • @Niemals:

        @ Niemals



        Seit wann muss Bafög für Schüler denn zurückgezahlt werden?



        Diese Information wäre mir absolut neu.



        Bei Bafög für Studenten schon, aber doch nicht für Schüler.

      • @Niemals:

        @ Niemals



        Ich wollte mit meinem Kommentar zum Ausdruck bringen, Familienministerin Karin Prien, CDU hatte den Auftrag Steuergelder einzusparen, stattdessen legt Sie, unfähig wie die Dame ist, nur eine Umverteilung der notwendigen Ausgaben vor. Hier wird wieder völliger unnötiger Aktionismus als politische Arbeit verkauft. Eine Täuschung gegenüber der Bevölkerung, wie immer - sonst nix.



        Zu Ihrem speziellen Fall kann ich keine Beurteilung abgeben und würde es mir auch nicht erlauben.



        Was mir allerdings bekannt ist, wäre - wenn ein Elternteil kein Einkommen hat, wie scheinbar der Vater ihres Kindes, kann man dies im Bafögantrag doch so angeben. Ansonsten über das Finanzamt gehen.

    • @Alex_der_Wunderer:

      .... und was ist bis die Kinder 16 sind ?

  • Klassenkasse, Geschenke für die Erzieherin... ok, das sind Peanuts, die Bürgergeldempfänger:innen tragen müssen, aber (zumindest hier) sind Klassenfahrten und Schulbücher total kostenlos, Schulranzen werden stark bezuschusst. Das sind Ausgaben, die kleine intakte Familien mit zwei kleinen Einkommen selbst zahlen.

    • @Otto Mohl:

      Auch Familien von Alleinerziehenden können "intakt" sein - und sind es sehr oft.

      • @My Sharona:

        Kinder profitieren davon, wenn sie zwei Elternteile gleich welchen Geschlechts haben und diese in einer intakten Beziehung leben.

  • Auch hier gilt, Augen auf bei der Partnerwahl.



    Kann oder will der/die Vater/Väter nicht zahlen?



    Unterhaltsvorschuss?



    Familie?



    Wo und in welchem Beruf Teilzeit?



    Fragen über Fragen.

    • @Reinero66:

      "Auch hier gilt, Augen auf bei der Partnerwahl."

      Ernsthaft?

      Wie wäre es mit - als Gesellschaft übernehmen wir Verantwortung für die Absicherung und Förderung unserer Kinder - dann entscheiden sich vielleicht auch wieder mehr (verantwortungsbewusste) Menschen in Dt. dafür ein Kind zu "riskieren".

      • @J. H.:

        Warum soll die Gesellschaft die Fehlentscheidungen einzelner immer komplett ausbügeln? Ich weiß doch vorher, wie die Finanzen meines Partners sind und wie er sich eventuell durchmogelt.

      • @J. H.:

        Wenn es verantwortungsbewußte Menschen wären, dann wäre sie nicht alleinerziehend und ohne Unterhaltsanprüche.

    • @Reinero66:

      Sehr richtig. Bevor man sich verliebt, fragt man erst mal bei der Schufa nach und verlangt möglichst notariell verbürgte Garantien vom evetuellen Partner bevor gekuschelt wird - jedes mal erneut. Eine zauberhafte Idee....

      • @Perkele:

        Nicht aus jeder Liebe wird gleich ein Kind. So habe ich es jedenfalls gelernt und mein bisheriges Leben deutet an, dass das auch so war.

      • @Perkele:

        Nö, eine Packung Kondome in der Handtasche reicht.

    • @Reinero66:

      "Auch hier gilt, Augen auf bei der Partnerwahl."

      Das ist richtig. Viele Frauen handeln jetzt danach und verzichten auf Beziehungen zu Männern.

      Bei der Aufzählung Ihrer Fragen nach der finanziellen Situation der Mutter , fehlen die Fragen nach dem Erzeuger und warum dieser keinen Unterhalt zahlt?



      Arbeitet er nicht genug?



      Ist das Einkommen zu niedrig?

      • @Desti:

        Steht an zweiter Stelle meiner Aufzählung: Kann oder will der/die Vater/Väter nicht zahlen?

    • @Reinero66:

      Unterhaltsvorschuss wird zu 100% von die Grundsicherung abgezogen.



      Die anderen Informationen ändern nix an -50 Euro für Alleinerziehende mit 2 Kindern...

  • Politisches Handeln als Varietéveranstaltung? Da greift die Regierung aber tief in den Zylinder, zeigt weiße Kaninchen, damit die zu schluckende Kröte drin verborgen bleibt. Sie streicht den Kindersofortzuschlag und führt dafür u. a. die Neugestaltung des Inflationsausgleichs im neuen Grundsicherungsgeld an. Dem Artikel folgend suggeriert sie, der Zuschlag sei eine Corona-Soforthilfe gewesen, nein. Eine Vorgängerregierung hat ihn meines Wissens in SGB II u. XII als dauerhaft „eingeschrieben“. Sein Ende kann nicht mit dem von Corona u. der Kindergrundsicherung begründet werden. Das sieht das Gesetz nicht vor, deshalb muss es auch geändert werden. Damit ist aber nicht der ursächliche Grund des Zuschlags „wie weggezaubert“. Der Zuschlag wurde gewährt, weil er die finanzielle Deckungslücke bei der Versorgung der Kinder erkannte, die er mildern sollte, bis zur Einführung einer endgültigen Lösung. Dass es die Lösung fürs Problem nicht gibt, zaubert das Problem aber nicht weg. Warum wohl gibt es keine gesetzl. Regel zur Beendigung des Zuschlags? Jetzt tut man so, als bräuchte man den Zuschlag nicht mehr. Hokuspokus ist das. Tatsächlich verschwinden mtl. Euro 25 für jedes Kind.

  • Bevor man nach dem Staat ruft, sollte man zunächst mal diejenigen heranziehen, die eigentlich verantwortlich sind. Da der Vater der beiden Söhne sicher nicht Herr Merz ist, leert zunächst mal dieser Vater die Sparschweine seiner Kinder, indem er keinen Unterhalt zahlt.

    Warum die Mutter keinen Unterhaltvorschuss benantragt hat - die Kasse würde es ggf. beim Vater einfordern - bleibt auch offen, aber insoweit leert evtl. auch sie die Sparschweine ihrer Kinder.

    Ganz am Ende kommt dann vielleicht Herr Merz, den ich nicht gerade mag, der hier aber unrichtigen Vorwürfen ausgesetzt wird.

    • @Dr. McSchreck:

      Sowohl der Unterhaltsvorschuss als auch der Kindesunterhalt mindern den Grundsicherungsanspruch des Kindes zu 100 %.



      .



      Das ist linke Tasche, rechte Tasche.



      .



      Ob der Vater zahlt oder nicht spielt also keine Rolle. Außer das dann noch die Gefahr besteht dass eine Zahlung ausbleibt oder nur nicht rechtzeitig gezahlt wird.



      .



      Fazit: es ist doch Herr Merz und seine Regierung die an erster Stelle stehen.



      .



      P.S. Die Ampel hatte noch eine Reform geplant, mit der Unterhalt nur noch zu 45% angerechnet wird. Hätte man diese umgesetzt und wenn die Frau nun 600€ brutto verdient, dann hätte es einen Unterschied machen können.

      • @sociajizzm:

        Mein Einkommen mindert auch meinen Bürgergeldbezug. Auf NULL Euro! Damn it. Und dafür schuffte ich jeden Tag?

      • @sociajizzm:

        Doch, spielt es. Einmal zahlt der Vater, einmal unbeteiligte Dritte.

      • @sociajizzm:

        Selbstverständlich spielt es eine Rolle, ob der Vater zahlt. Es sei denn, man sieht es als Normalfall an, diesen auf Kosten anderer zu schonen.

        • @Dr. McSchreck:

          Es geht um die finanzielle Situation der Familie.



          Und Sie behaupten ja diese läge in erster Linie am fehlenden Unterhalt des Vaters. Aber gerade für diese spielt nach derzeitiger gesetzlicher Lage keine Rolle. Im schlimmsten Fall macht es diese sogar prekärer.



          .



          Wie man das gesellschaftlich beurteilt ist eine andere Sache.



          .



          Aber darum ging es mir nicht und darum geht es auch nicht im Artikel.

          • @sociajizzm:

            Nein, ich behaupte dass nicht Merz schuld ist, sondern in erster Linie der Vater, der nicht zahlt (so dass es überhaupt Grundsicherung braucht) und zum zweiten die Mutter, die den Anspruch nicht durchsetzt bzw. sogar darauf verzichtet.

            Das ist nicht Merz schuld und ich sehe auch nicht, warum ich dafür aufkommen soll.

  • Es läuft vieles falsch in diesem Land. Keine Frage.

    Aber zwei Punkte sind schon merkwürdig. Warum wird kein Unterhalt gezahlt? Der deutsche Staat ist im Gegensatz zu dem gering vorhandenem Eifer Steuern bei den Reichen einzutreiben geradezu bissig wenn es darum geht Unterhalt bei den Vätern einzutreiben. Da werden auch fiktive Zahlen einfach angenommen.

    Und das zweite, Eltern sind die verplantesten Menschen überhaupt. Hier Kindergarten, da Schule, da Sport, da Spieldate, da Musik, da Kinderturnen, Arzt Termin usw.



    Also 50 Termine für die Kinder können wahrgenommen werden. Der Termin beim Amt nicht? Der Termin bei der Familienkasse kann ja auch wahrgenommen werden.

    Nicht dass es so ist. Aber immer das so hinzustellen als ob es zuviel verlangt ist, sich beim Amt zu melden finde ich einfach lächerlich. Es geht hier immer ums wollen. Und wenn man Geld haben will, dann ist das nicht zuviel verlangt.



    Schließlich muss jeder der arbeiten geht ja auch dort sein damit er was kriegt.

    • @Duplozug:

      Naja, da Arbeitsämter in der Regel Briefe der Marke: "Seien Sie bitte in einer Woche Donnerstags um 13:30 da und stellen Sie sich drauf ein, lange zu warten!" schreiben, ist das mit einem pflegebedürftigen Kind und einem Teilzeitjob sicherlich durchaus manchmal ziemlich schwierig. Nicht, das es dauernd passieren sollte - aber so verstehe ich auch den Artikel nicht.

      Abgesehen davon: Warum wird kein Unterhalt gezahlt? Es sind viele Antworten darauf möglich. Der Vater eines Freundes von mir war z.B. ins Ausland geflüchtet und war dort dem deutschen Staat nicht zugänglich. Andere sind selbst so krank oder so arbeitsunfähig, dass sie schlicht nichts haben, was sie abdrücken könnten (und was nicht einfach mit dem Bürgergeld verrechnet wird). Schließlich kommt es leider auch hin und wieder vor, das Väter versterben, bevor sie einen relevanten Hinterbliebenenrentenanspruch erarbeitet haben.

      • @Agarack:

        Oder sie haben psychische Probleme. Es kann viele Gründe geben, warum Menschen nicht zahlen können bzw sich nicht damit auseinandersetzen können

      • @Agarack:

        Ich weiß aus Erfahrung um die Termine. Es wird aber generell in allen Artikeln (wie hier auch) immer gemeckert wie unmenschlich es sei, sich an Termine halten zu müssen (oder sie abzusagen). Und der Kindergeburtstags Termin wird nie vergessen. Finde den Fehler.



        Und zum Vater, das ist nicht ihr Ernst, oder?. Das sind in der Realität echte Einzelfälle. Verstorben bevor ansprüche verdient werden? Wie viele 20 jährige Väter sterben pro Jahr in Deutschland? 20? Dagegen sind die totalverweigerer ja eine Armee.



        Fakt ist. Seit der Ausweitung des Vorschusses hat sich der Bedarf vervierfacht. Bei allgemein weniger Kindern. Wie kann das sein? Oder wird das System auch hier einfach ausgenutzt?

        Übrigens, es ist nicht so als ob die alleinerziehende kein Geld kriegen würde. Wenn der Vater nicht zahlt, zahlen kann, zahlen will. Dann gibt es immer noch die Grundsicherung.

        • @Duplozug:

          Es muss ja nicht nur irgendwas an Hinterbliebenenrente erarbeitet werden, sondern auch etwas, das genug ist, dass am Ende mehr rausspringt als Grundsicherung, und das ist ehrlich gesagt ziemlich viel.

          Und das Setting hier beschreibt ja ein Setting, wo man von der Grundsicherung lebt, und diese ist halt zumindest zum Teil ein Gängelungssystem für die Leute, die sie beziehen.

    • @Duplozug:

      Wie Sie schon sagten haben Eltern X Termine.



      .



      Und genau das kann dazu führen, dass 1 verpasst wird.



      .



      Das es bei Alleinerziehenden überhaupt so krasse Konsequenzen geben kann ist doch schon menschenunwürdig.



      .



      Mal ganz abgesehen davon, dass persönliche Termine in dem konkreten Fall komplett überflüssig sind.

    • @Duplozug:

      Nun ja, Sie haben vermutlich länger nicht mit (kleinen) Kindern zusammengelebt. In so einem Leben ist auch ohne Termine viel los.... und sicher werden auch Therapietermine verpasst, doch das hat eben nicht dieselben Konsequenzen...



      Dass die Grundsicherung auch für Kinder komplett gestrichen werden kann, ist ein Armutszeugnis und wird die Probleme unseres Landes verschlimmern!

  • Dass man einen solchen Beitrag heute, im Juli 2026 in und über Deutschland lesen muss - es ist eine unsägliche Schande.



    Doch gibt es Leute, die stolz auf dieses Land sind.



    Ich nicht.

    • @Perkele:

      Ja, aber mehr Sozialabgaben will dann wieder keiner zahlenmäßig obwohl sie gut angelegt sind in die Zukunft.

  • ist das eine Katastrophe.



    Und wieder bin ich verwundert, was in diesem Land alles als eine Katastrophe bezeichnet wird.



    Wir leben in einem verdammt reichen Land. Und viele Menschen haben echt keine Ahnung was eine Katastrophe ist oder bedeutet.

    • @Jörg Fischer:

      „Wir leben in einem verdammt reichen Land."



      Verdammt. Zu Katastrophen.

  • Prien meint natürlich die kaufkräftigen Familien mit Vermögen und nicht die Verlierer, die durch das kapitalistische System überhaupt erst entstehen. Die Verachtung ggü. Menschen mit niedrigem Einkommen ist bei der CDU beispiellos. Deren gierige Lobbyisten profitieren von der Verarmung, das ist die Hauptsache für die Politikerdarsteller. SPD und Grüne tragen diesen Kahlschlag genau so mit

    • @Marlon22:

      So ist es.

      ".....sagte der arme Mann zum reichen Mann



      : Du bist reich, weil ich arm bin " ( Bert Brecht )

      • @Worgt Michael:

        Berichtigung

        Fragte der reiche Mann den Armen Mann , warum bist Du arm?



        Sagte der arme Mann zum reichen Mann



        " Ich bin arm , weil Du reich bist "

      • @Worgt Michael:

        „Wie sie das Volk zu Besonnenheit und Opfern ermahnen. Sie nennen es das Volk, aber sie meinen Untertanen. Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm: Halt du sie dumm, — ich halt sie arm!“ [Reinhard Mey - "Sei wachsam" 1996)] www.youtube.com/watch?v=BVpnrTkQqTI

    • @Marlon22:

      Die Not entsteht hier aber nicht durch das kapitalistische System sondern weil der Vater sich nicht kümmert und nicht zahlt.

      • @Otto Mohl:

        Doch schuld ist der enthemmte Kapitalismus und ihre Büttel in Berlin .



        Schweden hat in der Vergangenheit



        gezeigt , wie man unter kapitalistischen Verhältnissen,



        ein menschliches System aufbauen kann .



        Es hat nicht funktioniert ?



        Doch hat es .



        Aber seit dem Rechtsdruck und



        dem damit verbundenen Neoliberalismus wurde das " Volksheim " nach und nach abgebaut , das war politisch so gewollt , aber wäre volkswirtschaftlich nicht notwendig gewesen .

      • @Otto Mohl:

        Unterhaltszahlungen werden in voller Höhe als Einkommen angerechnet. Es gibt auch keine Freibeträge. Die Frau hätte damit genauso wenig wie vorher.



        Im Artikel steht nicht, dass der Vater sich nicht kümmert. Da steht nur, dass er nicht zahlt. Warum er nicht zahlt, steht da übrigens auch nicht. Wenn er also selbst mit seinem Einkommen am Existenzminimum lebt, wird da einfach nichts zu holen sein.

  • Falls diese Regierung einen Leitspruch benötigt, wäre ich für: „Den Armen nehmen, um es den Reichen zu geben.“ Wobei der sich selbst zur Mittelschicht zählende Multimillionär Merz das sicher anders sieht.

  • Ja, diese Regierung unter Beteiligung der (S)PD fährt Deutschland in jeder Hinsicht an die Wand.

    Wer bei den Kindern spart, beerdigt die Gesellschaft auf lange Sicht.

    Das Ziel der Merz Regierung ist klar: Oben abzocken was geht, unten alle „verrecken“ lassen.

  • Ein Land, das auf Kosten der Kinder spart, gehört langfristig zu den Verlierern. Das Problem ist jedoch: Die Betroffenen sind noch zu jung, um sich dagegen zu wehren. Die Boomer-Generation hat durch Egoismus auf Kosten der Geburtenrate vor ca. 50 Jahren begonnen, diese Entwicklung weltweit zu forcieren. Ihre SprecherInnen, die größtenteils dem obersten Dezil der Vermögensverteilung angehören, sind nicht bereit, sich finanziel für wesentliche Verbesserungen zu engagieren, sondern sehen sich als die wesentlichen "Leistungsträger". Viele Mitglieder der ärmeren 90% der Bevölkerung sind jedoch offenbar nicht willens oder in der Lage, sich einen adäquaten Anteil vom gemeinsamen Kuchen zu sichern, sondern wählen in ihrer Naivität sogar Parteien, die die Ungleichheiten eher verschärfen würden als für einen gerechten Ausgleich zu sorgen. Man könnte jetzt natürlich sagen, wer konservativ gewählt hat, ist selbst schuld, dass die Vermögenden weitgehend verschont bleiben und die Zeche von den Ärmeren gezahlt wird.

    • @Aurego:

      Selbst die ärmeren 30% wählen gegen ihre Interessen, da sie glauben die noch ärmeren würden ihnen etwas wegnehmen und da müsste gekürzt werden, denn unter ihnen gibt es immer noch jemanden auf den sie treten können.

    • @Aurego:

      Ihr Beitrag hat einiges Gutes, aber das ewige Pauschalisieren der Boomer, um einen Sündenbock zu haben, hilft auch nicht weiter.



      Sie werden schon noch merken, dass in nicht mehr allzu langer Zeit ein Großteil der Boomer mit einer Minirente in Rente geht. 480 Euro Auszahlung bei mir, als literarische Übersetzerin tätig gewesen. Jahrgang 1960.



      Und was glauben Sie, allein wie viele Übersetzer:Innen in unserer Boomer-Generation gibt es wohl, die jetzt in Rente gehen? Und wie viele der jungen Leute verdienen über die IT sich eine goldene Nase, ohne etwas abgeben zu wollen?



      Nein, mit Ihrer einseitigen Analyse erreichen Sie nur noch mehr Spaltung.



      Es gibt in allen Generationen solche und solche. Alles andere ist Populismus.

      • @Dreja:

        Ich habe oben kurz die SprecherInnen der Boomergeneration erwähnt. Das sind die mit den 6-stelligen Jahreseinkommen und 7-stelligem Nettovermögen, zu denen ich selbst - das gebe ich offen zu - auch gehöre. Das sind die "Kleinvermieter", die Leute wie Ihnen die Wohnung vermieten, Ihnen aber etwas von Leistung, Arbeiten bis 67 oder noch länger, von privater Vorsorge usw. erzählen. Die meisten von denen sind nicht besonders begabt, viele hatten einfach nur Glück, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und eine üppig honorierte Stelle bekommen zu haben. Genau diese Leute schüren aber einen gewissen Sozialneid gegenüber denen, die weniger Glück im Leben hatten und sich als Geringverdiener gerade so über Wasser halten. Sie gönnen Leuten wie Ihnen nichts, betrachten jede finanzielle Unterstützung von Ärmeren, Arbeitslosen und Rentnern als "Umverteilung", weil sie nicht anzuerkennen bereit sind, auf andere zum Erreichen des eigenen Wohlstands angewiesen gewesen zu sein.



        Ich erreiche nicht noch mehr Spaltung. Die Spaltung ist längst da. Die Grenze liegt zwischen denen, die nicht arbeiten müssen, weil die Kapitalerträge zum Leben reichen und denen, die trotz Arbeit zu wenig haben.

        • @Aurego:

          Das Glück zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, nein, es war meist ein knallharten Auslese zum Teil 70 Bewerber auf eine Lehrstelle, ein hoher Anteil der Boomer die in Rente gehen, werden auf Grundsicherung angewiesen sein. Leider wird hier wie so oft von den in der Bubble lebenden Akademiker-Schicht, auf den Test geschlossen. Bei den Boomern haben nicht mal 15% studiert, der Rest hatte ein "Scheißarbeit, am Band, auf dem Bau, bei Aldi an der Kasse, Frisiersalon,..... nichts, mit dem man hohe Rentenansprüche erwarb.

          • @Reinero66:

            Sehen Sie, schon im Wort "Lehrstelle" ist eine konzeptionelle Fehleinschätzung enthalten.



            An die echten Fleischtöpfe kamen hauptsächlich die Akademiker. Und genau diese obersten 10% (mehr sind es nicht) haben immer noch das Sagen.

  • Es ist ein durchgehend patriarchales Sparen auf dem Rücken von Frauen, die die nun vermehrt anfallenden Care Arbeiten gratis leisten sollen und dafür auch noch weniger Geld erhalten. Das ist ein autoritärer Deform Vorschlag, der eine Rebellion bräuchte. Dass gerade die patriarchale Gewalt hochschiesst ist nur eine logische Konsequenz dieser reaktionären anti-feministischen Welle. Bleibt einzig zu hoffen, dass sich eine breite Gegenbewegung gegen diese zerstörerische Vorgabe bildet. Die Generartion, die die Fridays for Future schuf und die Älteren drumrum, die wissen , wodrum es geht und dass wir längst ein anderes BIP brauchen, ein sozial-ökologisches, welches Demokratie in die Ökonomie bringt und so Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft auf solidarischer Verteilung der Lasten der Transformation und Teilen statt Herrschen ! als Modell für das Miteinander erkennt!

    • @R.L.:

      Für diese Art sozialistischen Traums müssten Sie die Wirtschaft mit ins Boot holen. Aber freiwillig wird das niemals gehen. Weder ein ökologischer umbau noch eine andere Lastenverteilung. Das ist der Fehler dieses Systems. Und dieser Fehler muß noch nicht mal verteidigt werden, weil den meisten wohl klar ist, das jede Art von Experiment die immens große Gefahr des Scheiterns und des totalen Zusammenbruchs beinhaltet. Die DDR lässt immer noch grüßen

      • @Oleg Fedotov:

        Das war klar , dass Sie die DDR als



        Beispiel anführen.



        Sie haben die Stasi vergessen .



        Eine soziale Demokratie kann durchaus funktionieren, wird aber



        von der bürgerlichen Demokratie nicht gewollt .



        Unser Grundgesetz schreibt keinen Kapitalismus als Gesellschaftsform zwingend vor, ganz im Gegenteil .



        Das Problem ist es gab noch keinen Sozialismus , weil er am Menschen oder besser an der Umsetzung und falscher Ideologie gescheitert ist .



        Das heißt nicht das er nicht funktionieren würde .



        Experimente sind ein wesentlicher



        Bestandteil der Erkenntnis.



        "Keine Experimente wagen " , ach ja ,



        das sagte doch der böse alte Mann , er hieß Adenauer.



        Adolf Grimme sagt einmal :



        " Als Sozialist kann man Christ sein



        , als Christ muss man Sozialist sein "



        Kurt Schumacher



        " ..... den Sozialismus kann man



        mit Marx begründen, aber genau so



        gut aus der Bergpredikt "



        Was würde wohl Jesus heute wählen



        , bestimmt keine sogenannte christliche Partei wie CDU oder CSU.



        Er würde sie wohl aus ihren Tempel jagen .

        • @Worgt Michael:

          Welche soziale Demokratie gibt es denn aktuell, die funktioniert?

  • Da frag ich mich doch : für wen macht eigentlich Bärbel Baas Politik ?

  • Es ist der Einzelfall, der das Dilemma auf den Punkt bringt. Es ist aber auch so, dass ein geweiteter Blick die großen Linien zeigt.



    Wie weit muss der Staat gescheiterte Beziehungen unterstützen. Der Typ zahlt keinen Unterhalt. Ist das das Problem, oder dass der Staat hier im Fallbeispiel 50€ für die Kinder streicht?



    Ist es das Problem, dass der Staat (angeblich) Unternehmenssteuern senkt (welche denn, ich kann mich da an nix erinnern), oder dass der Staat an gewinnorientierten, gesunden Unternehmen Interesse hat, denn nur die können ja überhaupt Steuern bezahlen! Alle Steuern, alle, kommen aus der Wirtschaft, mittelbar oder unmittelbar. Das sollte man immer im Blick haben, bevor man sich über "die Unternehmen" beklagt.

    • @Tom Farmer:

      Ja, all das ergibt sich aus GG Art. 20.

      • @Aurego:

        Aha, der Staat muss gescheiterte Beziehungen unterstützen, und der Unterhaltspflichtige zahlt nicht, ergibt sich aus Artikel 20, GG.



        Ihre Interpretationsgabe in Ehren. Aber da sind Sie allein auf weiter Flur mit derlei Präzisionsherleitung.

        • @Tom Farmer:

          Eine gescheiterte Beziehung ist jedenfalls auch keine Grundlage, um Kindern das Existenzminimum zu verwehren.

        • @Tom Farmer:

          Es geht nicht um gescheiterte Beziehungen, sondern um die Unterhaltsverpflichtung für Kinder und Jugendliche, für die der Staat in letzter Instanz verantwortlich ist.

    • @Tom Farmer:

      Da steht nichts davon, dass der Vater keinen Kindesunterhalt zahlt. Lediglich die Mutter bekommt keinen Unterhalt von ihm.

      • @Life is Life:

        Es wird um Kindesunterhalt gehen.



        Das Ehefrauen nach einer Scheidung lebenslang alimentiert werden ist, soweit ich weiß in Deutschland nicht üblich.



        Es gibt möglicherweise, bei Leistungsfähigkeit, ein Jahr lang Trennungsunterhalt.

  • Früher war "Sparschwein" ein positiv besetzter Begriff.

    "Sparschwein" stand für Zukunft, für Chancen, für Träume und dafür dass sich Arbeit lohnt.

    Heute wissen wir, dass es die Spar"schweine" sind die dem kleinen Mann ständig und ohne Unterlass in die Tasche packen und die Beute bei den Reichen ins, ja, ja ... genau: Ins Sparschwein stecken.

  • Ich dachte, als Alleinerziehende hat man Anspruch auf Unterhalt/Unterhaltsvorschuss. Könnte mal jemand erklären, wie der Anspruch verfällt?

    • @SGouldo:

      Das verstehe ich auch nicht so ganz. Wenn der Unterhaltsvorschuss für die Kinder höher ist als die Grundsicherung, würde ich auf diese verzichten.



      Dann würde ich dem noch die Vergünstigungen gegenüberstellen, die sich aus der Grundsicherung ergeben wie beispielsweise "Bildung und Teilhabe" & danach entscheiden.

    • @SGouldo:

      gar nicht. Die Frage stellt sich, warum Merz hier schuld sein soll, schuld ist in erster Linie mal der Vater der beiden Kinder, der nicht zahlt - in zweiter Linie die Mutter, die sich dann nicht an die Unterhaltsvorschusskasse wendet.

      • @Dr. McSchreck:

        In erster Linie ist es hier die Mutter. Sie wollte wohl Kinder und möchte den Vater/Väter anscheinend nicht benennen bzw. kann es nicht. Die Allgemeinheit soll aber doch bitte für die Kinder aufkommen.



        Ich finde an Kindern soll man nicht sparen, aber das Verhalten finde ich auch nicht gut.

    • @SGouldo:

      In der Grundsicherung gibt's keinen Unterhaltsvorschuss und eventueller Unterhalt wird zu 100% angerechnet.

      • @nihilist:

        ...und deshalb lässt man den Vater in Ruhe und holt sich das Geld lieber von den arbeitenden Teilen der Bevölkerung? Spannende Ansicht.

        • @Dr. McSchreck:

          Spannend zusammenfantasierte Ansicht. Das war einfach nur die Beschreibung dessen, wie das bei nicht zahlenden Unterhaltspflichtigen funktioniert.

        • @Dr. McSchreck:

          Nein das Jobcenter prüft selbst bei Antragstellung eventuelle Unterhaltsansprüche gegen Dritte.



          Dies geschieht auf gesetzlicher Grundlage des § 60 Abs. 2 (SGB II). Das Gesetz verpflichtet den unterhaltspflichtigen Elternteil zur Auskunft, sobald das Kind staatliche Leistungen bezieht.



          Das Jobcenter zieht den Unterhalt selbst ein. Die Mutter sieht davon gar nichts, denn der wird voll auf die Grundsicherung angerechnet.

          • @Arafna:

            Ich habe auf die Behauptung reagiert, das Jobcenter ziehe das Geld vom Unterhalt ab, daher sei es egal, ob der Vater zahle.

            Der Artikel sagt, sie bekomme keinen Unterhalt, dass welcher angerechnet wird, sagt er dagegen nicht.

            • @Dr. McSchreck:

              Ja, denn sie kann ja schließlich keinen Unterhalt bekommen, wenn sie Grundsicherung bezieht. Mit Antragstellung geht der Anspruch auf das Jobcenter über. Und die treiben das schon ein, wenn es denn wirklich was zu holen gibt.

    • @SGouldo:

      Der Anspruch verfällt doch nicht. Aber für die Geltendmachung ist der andere Elternteil der Ansprechpartner. Und eigentlich nicht der Staat oder die aufgeblähte Helfer-Industrie.