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ShrinkflationDann eben nicht

Eva Fischer

Kommentar von

Eva Fischer

Dass Verpackungsinhalte schrumpfen, um Gewinnmargen von Unternehmen stabil zu halten, ist ärgerlich und nervig. Und betriebswirtschaftlich zu kurz gedacht.

Ü ber mein Lieblingseis am Stil habe ich mich kürzlich sehr geärgert. Ach was, eigentlich ärgere ich mich immer noch. Ich glaube sogar, mein Lieblingseis ist nicht mehr länger mein Lieblingseis. Denn es ist der Shrinkflation zum Opfer gefallen.

Shrinkflation bezeichnet eine verdeckte Preiserhöhung, bei der die Unternehmen den Verpackungsinhalt – zum Beispiel von Eis – reduzieren, der Preis aber gleich bleibt oder gar steigt. Anhand der Verpackungsgröße lässt sich der geschrumpfte Inhalt zudem meist nicht erkennen. Zusätzlich setzen die Verpackungsmarketingmenschen auf Ablenkung und werben mit neuen Rezepturen oder Designs.

Seit der Teuerung infolge der Coronapandemie und des Ukrainekriegs nutzen viele Lebensmittelkonzerne diese Art der Geldmacherei. Wie zum Beispiel auch Mondelez mit seinen Schokoladentafeln Milka, was das Landgericht Bremen an diesem Mittwoch nach einer Klage der Verbraucherzentrale Hamburg als unlauteren Wettbewerb eingestuft hat.

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Auch auf meinem Lieblingseis, dem Rocher-Eis von Ferrero, prangt neuerdings der verdächtige Hinweis auf eine neue Rezeptur. Die alte wäre mir lieber gewesen: Besser schmeckt das Eis nicht, eher im Gegenteil. Ich vermute daher, hinter der neuen Rezeptur steckt kein Feinschmecker, der Kon­su­men­t:in­nen ein noch grandioseres Geschmackserlebnis bescheren wollte, sondern schlicht das betriebswirtschaftliche Prozedere, Herstellkosten zu senken.

Dass mein Lieblingseis geschmacklich eingebüßt hat, ist allerdings nicht das einzige und vor allem nicht das größte Ärgernis. Sondern, dass eine Packung nur noch drei statt vier Portionen enthält. Ich kaufte also kürzlich, seit dem vergangenen Sommer zum ersten Mal, wieder eine Eispackung.

Mein Freund und ich saßen zusammen im Sonnenschein und verspeisten je ein Eis am Stiel, während wir über die Shrinkflation schimpften. Und nun liegt ein einzelnes Eis einsam in meiner Tiefkühltruhe. Keiner von uns beiden kann es essen, weil ihm dann der andere ohne Eis dabei zusehen müsste.

Ich muss also noch einmal eine neue Eispackung kaufen, um diese Misere zu lösen. Ich stelle mir vor, wie die Marketingmenschen meines Lieblingseises bei dieser Aussage „Yes“ jubeln, einschlagen und sich gratulierend auf die Schultern klopfen, weil sie es geschafft haben, mit einem Verpackungstrick den Absatz zu steigern. Dabei haben sie einen typischen BWLer-Fehler begangen: Sie haben nicht langfristig gedacht, sondern nur in den nächsten Quartalszahlen.

Ein wichtiges Abgrenzungsgefühl

Es hat Sommer gegeben, in denen habe ich eine Packung nach der anderen gekauft – weil dieses Eis einfach zu köstlich war. Dass ich nun aber immer gleich zwei Eispackungen kaufen muss, um den Inhalt durch zwei teilen zu können, ärgert mich. Viel mehr, als wenn das Eis einfach so teurer geworden wäre.

Der Platz in meinem Tiefkühlfach ist nämlich hart umkämpft, ich kann nicht zu viel auf Vorrat kaufen. Und es ärgert mich auch, dass ein Unternehmen meint, mich austricksen zu können. Es hält mich wohl für dumm, was für eine Frechheit!

Psy­cho­lo­g:in­nen wissen: Wut und Ärger sind wichtige Abgrenzungsgefühle. Sie bringen uns zum Loslassen und dazu, uns Besserem zuzuwenden. Ich werde zukünftig also lieber zu Eispackungen greifen, deren Inhalt durch zwei teilbar ist. Oder es als Wink des Universums betrachten: Wir sollen ja sowieso alle weniger Zucker essen.

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Eva Fischer

Eva Fischer Chefin vom Dienst

Jahrgang 1989; seit Anfang 2025 bei der taz, derzeit als Nachrichtenchefin und Chefin vom Dienst bei taz.de. Vorherige Stationen: u.a. EU-Korrespondentin in Brüssel beim Handelsblatt, Redakteurin für Internationale Politik beim Tagesspiegel, Redakteurin bei der ZDF-Talkshow "Markus Lanz". Wirtschaftspsychologie-Studium mit Schwerpunkt Arbeits- und Organisationspsychologie und dem Nebenfach Politikwissenschaft, Besuch der Holtzbrinck-Journalistenschule, gelernte Medienkauffrau Digital und Print beim Spiegel-Verlag.
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57 Kommentare

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  • Ist mir beim Autokauf auch passiert. Weniger PS für's gleiche Geld. Nur 3 Zylinder, statt bisher 4.



    Gut, dass sich Verbraucherschützer einschalten.

    • @Stechfliege:

      Stimmt. Das ist besonders bei Waren des täglichen Bedarfs wichtig 😊

  • Da der Einkauf von Konsumgütern und Lebensmitteln zur „Challenge" (@Katharina Reichenhall) wird, muss frauman Papierberge von Prospekten durchblättern. Diese Papierberge verstopfen die Briefkäsen. Sie entstehen aus Millionen Tonnen von Holz. Dafür werden in Skandinavien ganze Wälder vernichtet. Ergänzend wird von den Handelskonzernen die Installation und Nutzung ihrer Smartphone-Apps gefördert. Die Konzerne wollen wissen, wen sie verarschen.

    • @Mondschaf26:

      Papierprospekte bekomme ich kaum noch. Das geht doch jetzt alles elektronisch...

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Du Glückliche(r) !!!!

  • Der Trick ist nur verfolgbar, wenn lange Zeit eine Größe stabil bleibt. Das wird gerade von den Firmen geändert - damit kann man dann auch keine Shrinkflation be- oder einklagen.

    ZB. Aktuell bei Aldi Milka angebote: „ Versch. Sorten; je 87-, 90-, 92-, 95- bzw. 100-g-Packung;“ oder der Philadelphia Frischkäse, den es mindestens in Packungsgrößen von 175, 195, 200, 325 g gibt. Welche ist dann noch der Standard?

  • Geschmacklich irgendwie anders...?

    Durch Zufall darauf gestoßen bei der Verbraucherzentrale und es lohnt sich, sich auch mit dem Thema Skimpflation (Downgrading von - aber nicht nur - Lebensmitteln) zu beschäftigen.

    Da ist im Schmierkäse plötzlich mehr Butter als Käse, Sonnenblumenöl wird durch Palmöl ersetzt, Wasser ersetzt Orangensaft und der Zuckeranteil wird erhöht.

    Aktuelles Beispiel einer Cocktailsoße:



    vorher waren noch 21% Tomatenmark, 16 g Fett und 7,3 g Zucker drin. Und jetzt knausern sie am Tomatenmark (12 %), hauen dafür aber 26 g Fett und 8,7 g Zucker rein.

    Der Zusatz "neue" oder "verbesserte" oder "..." Rezeptur, kann ein Hinweis auf ein Downgrading sein. Ich verwende mittlerweile Apps zum einkaufen, damit ich die Zutaten wenigstens checken kann, ohne Chemie oder Ökotrophologie studieren zu müssen.

    Man könnte fast meinen, dass Kapitalismus oder freie Marktwirtschaft bedeutet, dass es legitim sei, die Menschen massivst hinter die Fichte führen zu dürfen. Sch... auf Gesundheit und Umwelt, solange der Gewinn stimmt!?

    Ich bin echt am überlegen, ob ich mir am Ende doch noch ne Eismaschine kaufe.

  • Ich habe bezüglich eines erhofften Lerneffekts, der aus diesen und ähnlichen Tricksereien der Konzerne entstehen könnte, wenig Hoffnung...



    Oder ist jemandem aufgefallen, dass deutsche Autohersteller nach den vielen Abgasskandalen und ihren sehr speziellen Softwaremanipulationen keine Fahrzeuge mehr verkauft hätten? Spätestens da habe ich nicht mehr verstanden warum Konsumenten zu deutschen Autos "greifen", obwohl andere Fabrikate deutlich billiger - und häufig genug - sogar besser waren...

  • Ich habe mir schon lange angewöhnt, auf den Kilopreis zu achten. Vergleicht sich besser als unterschiedliche Packungsgrößen.



    Und wenn ich mich über‘s Ohr gehauen fühle, wechsle ich die Marke.

    • @Klabauta:

      Das ist die beste Taktik.



      Außerdem achte ich auch immer auf Angebote, zumindest bei Produkten, die sich ein paar Wochen halten. Die Challenge ist den Turnus zu erkennen, in dem die Artikel wieder im Angebot sind. Das macht z. B. beim in unserer Familie sehr beliebten Schnittkäse (mit sieben Scheiben...) schon einen erheblichen Unterschied, ob man 1,39 oder 2,39 zahlt.

      Ich denke aber auch, dass die Taktik der Shrinkflation nicht besonders klug ist. ich glaube schon, dass viele Leute verärgert sind, wenn sie das Gefühl haben, über den Tisch gezogen sind und dann wohlmöglich auf andere Produkte wechseln. So schlecht sind die meisten Eigenmarken ja nicht.

  • Es wird wohl bald die Zeit kommen, wo wir feststellen dürfen, nur noch Verpackungen gekauft zu haben....🤑

    • @Alex_der_Wunderer:

      In manchen Fällen wäre das auch sehr viel gesünder.....

      • @Perkele:

        @Perkele



        Sie haben wahrscheinlich recht, wobei ich jetzt nicht auf unsere Parlamentarier anspielen wollte.

      • @Perkele:

        Ich erinnere an Little Britain. Hieß es da nicht immer "Eat Dust"? Vielleicht ist das der neue Trend...

  • Der Kakaopreis ist in den letzten 12 Monaten von 9000 € pro Tonne auf 3555 € gesunken. Eine Tafel Schokolade enthält 30 g Kakao.

    Ritter Sport vekauft jetzt zartbiter Scholkolade mit 75 g. Zum gleichen Preis. Ritter Sport, "Kunden wünschen sich bei Zartbitter dünnere Schokoladentafeln".



    www.finanzen.net/r...fe/kakaopreis/euro

    Bei Hochland gibt es immer noch quadratische Scheibletten, nur die Verpackung wurde rechteckig und damit größer als der Käse.. Die Scheiben aber sind dünner. Anstatt 200 g sind es nur noch



    150 g.

  • Richtig.

  • Vermutlich nehmen die Marketingstrategen Sie demnächst beim Wort und bringen eine Zweierpackung des Eises heraus. Die ist dann zwar wie gewünscht teilbar, kostet aber vermutlich dasselbe wie die jetzige Dreierpackung.

    Als ehemaliger Werbetexter stimme ich Ihnen jedenfalls zu: Diese BWL-Denkweise führt mittel- und langfristig zum Verlust von Kunden. (Hat mir allerdings früher keiner glauben wollen.) Schließlich lässt sich niemand gerne für dumm verkaufen!

    Die wirkungsvollste politische Entscheidung, die man heutzutage treffen kann, ist also die Kaufentscheidung!

    • @Helle:

      Es sind die "Controller", welche nicht mitdenken. Wer weiß, was an den Unis mittlerweile gelehrt wird. Meine Frau - studierte BWL'erin im Marketing - hält Controller überwiegend für überflüssig, weil die eben nur von 12 bis Mittag denken und mögliche Folgen, wie einen schlechten Ruf und dadurch weniger Verkäufe, nicht mitdenken.

  • Ich erkenne das Problem nicht. Gewicht und Inhalte stehen deutlich auf der Verpackung, wenn es stört kauft halt einfach nicht.

    • @AmArschderHeide:

      Sie sollten eine eigene Sendung zur besten Sendezeit für praktische Lebenshilfe bekommen, allein die Kommentare hier helfen Menschen mit Problemen ruck-zuck weiter.

      • @Erfahrungssammler:

        @Erfahrungssammler



        Genau, eine eigene Sendung



        24 / 7 wäre doch für AmArschderHeide perfekt.



        Ich verstehe die wertvollen Einkaufsratschläge jetzt so, nach stundenlangem lesen von Verpackungen, einfach mit leeren Einkaufswagen den Laden wieder verlassen 😁

        • @Alex_der_Wunderer:

          Ganz so einfach ist es nicht - man muss auch andere Kommentare auf sich wirken lassen.

    • @AmArschderHeide:

      Ihnen kann geholfen werden.

      Ein Beispiel. Ich kaufe seit Jahrzehnten Sanella. In der Packung waren immer 500g. Die Packung ist gleich geblieben. Jetzt sind aber nur noch 400g drin. Habe ich erst gemerkt, nach dem die Änderung in einem Zeitungsartikel auftauchte. Ich schaue nämlich Produkte nicht besonders an, die ich immer wieder kaufe. Und ich gehe davon aus, dass es sehr vielen Menschen ähnlich geht.

      Oder studieren Sie jedes Mal beim Kauf die Verpackung bei Produkten, die Sie ständig kaufen?

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Es gibt Menschen, die ständig Preise, hauptsächlich in Prospekten, vergleichen und zum 10 km entfernten Supermarkt fahren, wenn dort die Tiefkühlpizza 4 Cent billiger ist.



        Besonders perfide ist der Preisbetrug bei Großpackungen, bei denen einem vorgegaukelt wird, man bekäme einen Mengenrabatt bei größerem Konsum.



        Es bleibt nichts anderes üblich, als Vergleichen und Überprüfen zur Routine zu machen. Wenn man sich erst mal dran gewöhnt hat, gehts ruck-zuck.

        • @Erfahrungssammler:

          Ich vergleiche auch immer. Sonst wäre ich arm. Aber ich kontrolliere nicht ständig, ob sich die Mengen in der gewohnten Packung geändert haben. Und seit dem ich eine Brille zum lesen brauche, geht es eben nicht ruck-zuck.

          Dazu kommt natürlich, dass ich nach der Arbeit meine Freizeit nicht unbedingt damit verbringen will, den neusten Tricks der Lebensmittelindustrie nachzuspüren. Wenn der Gesetzgeber hier wenigsten etwas tut, ist das eine Erleichterung.

          • @warum_denkt_keiner_nach?:

            Natürlich könnte der Gesetzgeber so einiges im Sinne der Konsumenten tun, es fehlen anscheinend die Vorschläge und Angebot, "die man nicht abschlagen kann", seitens der Wirtschaft.

            • @Erfahrungssammler:

              Auf Vorschläge der Wirtschaft zu warten, wie man ihre Gewinnmaximierung bremsen kann, ist etwa so, als würde man eine Katze mit dem Schutz von Mäusen betrauen.

            • @Erfahrungssammler:

              @ Erfahrungssammler



              Sehen Sie es doch einfach positiv, weniger Ware in gleich großer Verpackung, mit viel mehr - sich immer änderenen Substanzen für die Haltbarkeit, viel bequemer für die Kunden zu tragen da weniger Gewicht & das Portemonnaie wird auch schneller leichter.

  • Was geschieht, wenn die Marketing Menschen sich irren, könnte man gut bei Alpia beobachten. Die war vor 20 bis dreißig Jahren noch eine s.g. Premiummarke und rangieren jetzt auf dem Level der Eigenmarken. Auch räumlich in den Regalen zu sehen. Milka wird mAn diese Strategie noch bitter bereuen. Teils wird das Produkt im Aldi direkt an der Kasse als Sonderangebot platziert, und wird nach einer Woche fast unberührt wieder abgeräumt. Erinnert alles ein wenig an die aufgeblähten Kaffeebohnen bei Eduscho vor 40 Jahren. Hieß, glaube ich, Heißluftröstung und ging nach hinten los.

  • 😃👍



    Oder mal selber Eis machen, haben wir in der Kindheit gemacht.

  • Ich mochte die Vollmilch Schokolade von Milka schon immer. Seitdem aber eine kleine Tafel 1,99 Euro kostet, bin ich zu einer Eigenmarke von Aldi gewechselt. Die schmeckt mindestens genau so gut und kostet nicht einmal die Hälfte. Wieder was gelernt und gleichzeitig gespart.

    • @FraMa:

      Die Eigenmarke von Aldi schmeckt tatsächlich gut. Ist das einzige, was bei Aldi in meinen Einkaufskorb wandert. Ansonsten mag ich Aldi nicht. Die haben den deutschen Lebernsmittelmarkt mit kaputt gemacht, durch ihren Preiskampf.

      • @ja wirklich?:

        Ohne Aldi, hätte Milka & Co schon vor 10 Jahren 1,99 gekostet.

  • Das muss man in Kauf nehmen, wenn man ein dysfunktionales Wirtschaftssystem weiter betreiben will. Fun Fact nebenbei: kleinere Mengen zum gleichen Preis anzubieten steigert auch die Plastikmüllproduktion. Denn Das Verhältnis von Hülle zu Inhalt wird kleiner bei größerem Volumen. Einfache Mathematik. Also braucht man relativ mehr Hülle (Plastik) für weniger Inhalt.

    Aber bei diesem System stimmt ja ohnehin viel mehr nicht, darum ist das wirklich nur ein Korn Sand am Strand.

    • @Jalella:

      Kennen sie ein besser funktionierendes Wirtschaftssystem? Immer her damit!



      Ansonsten: Stimmt.

      • @Samvim:

        Funktional ist unser Wirtschaftssystem nun auch nicht mehr. Immer mehr Menschen können sich immer weniger leisten und Lebensmittel werden zum chemischen Experiment. Es ist zudem günstiger, Lebensmittel per Großcontainerschiff aus Übersee zu holen, anstatt hier anzubauen und zu verkaufen. Das ist irrsinnig und zeigt, dass es eben nicht (mehr) funktioniert.

        Großkonzerne bestimmen. Und die sitzen meist gar nicht hier. Produktion in Deutschland? Wird seltener.

        Vielleicht hätte man einiges aus der DDR übernehmen können sollen!? Wie beispielsweise überwiegend regionale und saisonale Ware, reduzierte Angebote (wenn alle, dann alle - "ham wa nich").

        Es muss ja nicht so viel weggeworfen werden wie heute. Und ich kann es verschmerzen, wenn es nicht täglich Rinderrouladen geben kann und es Erdbeeren "nur" von Mai bis Juli aus deutschem Anbau gibt.

        Und ja, was regional und saisonal betrifft... wir leben das, soweit es geht.

        • @Drehrummbumm:

          Das sind überwiegend urbane Mythen. Die Menschen können sich immer mehr leisten, siehe stat. Bundesamt.



          Die Vorgaben für Nahrungsmittel und deren Qualität wurde in den letzten Jahrzehnten drastisch verschärft. Und auch das Essen aus Übersee macht nur einen kleinen Bruchteil des Gesamtmarkts aus. Regionale und saisonale Ware bekommen sie jederzeit. Nur das DDR - Hamwanich, das hamwa tatsächlich nicht.

        • @Drehrummbumm:

          Das liest sich logisch... Insbesondere bei Erdbeeren, die nur fast so aussehen wie Erdbeeren schon früher aussahen, aber nicht annähernd so schmecken, wie Erdbeeren früher schmeckten...

  • Mogelpackung, das war schon früher ein Thema.



    Füllstoffe in den siebziger Jahren in den Großpackungen von Waschmitteln, mit allen Tricks arbeiten die Marketing-Abteilungen.



    Ein Einblick:



    www.vzhh.de/mogelpackungsliste

  • Ich würde in Zukunft auf das Eis verzichten. Allein die Zutatenliste würde mich schon vom Kaufen abhalten.

    • @pesetenpaule:

      Eis selber machen 😉

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Habe ich auch schon überlegt. Mich schreckt noch die Maschine dazu ab. Wieder ein Teil, was rumsteht.

        • @Drehrummbumm:

          Ob es nur rumsteht, hängt von Ihnen ab. Ich bin extrem froh über die Anschaffung.

  • ...oder die packung käse mit sieben scheiben, die packung schinken mit fünf scheiben und das brot mit neun scheiben! es ist zum wahnsinnig werden!



    bitte ein gesetz, welches sechs einheiten pro packung verbindlich vorschreibt!

    • @andre stockmann:

      Dieses Problem ließe sich zum Gang zur entsprechenden Theke und mit einer Brotschneidemaschine lösen ohne dass dafür der Staat tätig werden müsste.

    • @andre stockmann:

      Ich verstehe das Problem nicht, sie können doch einfach immer so einkaufen, dass Sie immer exakt genug für 105 Scheiben Brot mit Schinken und Käse kaufen. Da müssen Sie eben ein bisschen mehr essen, um die Wirtschaft am Laufen zu halten und ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung zu setzen.

      • @Agarack:

        Wäre die 315. Bemme, bei der auch Käse und Schinken gleichzeitig leer sind. Also 34 Packungen Unterlage und 45 (Käse) bzw. 63 (Aas) Belag. ;)

    • @andre stockmann:

      Wenn Sie sich drüber lustig machen, dass die Autorin gerne eine gerade Anzahl in der Packung hätte, übersehen Sie das Problem.



      Die Autorin möchte vor allem bei gleichbleibendem Preis auch eine gleichbleibende Anzahl in der Packung.

      Übrigens ist es auch bei Aufschnitt schon vorgekommen, dass die Scheiben plötzlich dicker geschnitten werden, sodass bei gleicher Grammzahl eine Scheibe weniger zur Verfügung steht. Problematisch ist auch hier nicht die Dicke der Scheibe an sich, sondern die Veränderung der Dicke.



      Die Firmen nutzen aus, dass Menschen einer Marke, die sie kennen, vertrauen. Niemand schaut bei jedem Einkauf auf jeden Preis und rechnet jedesmal aus, welches Produkt welchen Gegenwert anbietet.



      Man rechnet einmal, wenn es etwas neues gibt und vertraut dieser Entscheidung dann, bis es einen Grund gibt, neu drüber nachzudenken. Ohne vernünftige Kennzeichnung gehen solche Anpassungen unter.

      • @Herma Huhn:

        Konsumenten sollten schon ab und zu mal auf den Kilopreis von Produkten schauen, der am Preisschild angezeigt wird.

        Das ist sehr erhellend und führt einem vor Augen, wie teuer manche Produkte sind.

        • @gyakusou:

          Die Frage ist aber doch; wie oft mache ich das im Alltag?



          Bei jedem Einkauf jedes Produkt auf seinen Kilopreis prüfen und mit den im Kopf abrufbereit gespeicherten Preisen der letzten Einkäufe vergleichen?



          Nein. Das macht niemand. Man schaut die Preise am Regal an und verlässt sich darauf, dass die Packungsgrößen und die Rezeptur gleich bleiben, solange das Packungsdesign gleich bleibt.

      • @Herma Huhn:

        "Die Autorin möchte vor allem bei gleichbleibendem Preis auch eine gleichbleibende Anzahl in der Packung..."



        Nein - zumindest schreibt sie selbst etwas Anderes:



        "Dass mein Lieblingseis geschmacklich eingebüßt hat, ist allerdings nicht das einzige und vor allem nicht das größte Ärgernis. Sondern, dass eine Packung nur noch drei statt vier Portionen enthält."



        Auch wenn er sich vermutlich drüber lustig macht hat Herr Stockmann schon richtig gelesen. Ich fand diesen enorm wichtigen Grund auch ein wenig putzig... Und natürlich haben Sie Ihrerseits recht, wenn Sie über die Maschen der Hersteller klagen.

        • @Der olle Onn:

          nur NOCH drei STATT vier.



          Ja, es wurde auch über die schlechte Teilbarkeit gesprochen, das war aber nicht das Hauptargument. Das Ärgernis war, dass die Zahl zu ihren Ungunsten verändert wurde.

  • Erinnert mich etwas an unsere Politiker

    Alle die gleiche Verpackung, die selben Werbeversprechen, der Inhalt immer weniger aber der Preis steigt

    • @Sole Mio:

      Wenn schon die heiße Luft für die Befüllung dieses Produkts weniger wird, sind wir verloren! 😂



      Meiner Meinung nach liegt es eher dann aber auch am Fachkräftemangel unter den Wählern. Und frei nach Pispers, aller vier Jahre können wir zwar bestimmen, wer Lokführer und Zugpersonal ist, damit ändert sich zwar Geschwindigkeit und Fahrkomfort, aber die Lok bleibt auf den Schienen.

  • Mondelez hat schon vor mehreren Jahren angefangen, das Gewicht der Tafeln von einzelnen Sorten Milka Schokolade auf 90 oder 81 g zu reduzieren. Blöd, wenn am Regal der Preis pro 100g angegeben ist und der Marktleiter nicht versteht, warum ich eine Reduzierung des Preises um 19% haben wollte. Seitdem wird auf Milka-Schokolade verzichtet.

    • @Flix:

      Ich verstehe schon, wieso der Marktleiter nicht mit Ihnen um den Milka-Preis feilscht.

    • @Flix:

      Warum musste es überhaupt erst Milka sein?



      Wenn man bei Schokolade den eigentlichen Genuss in den Vordergrund stellt und nicht als Grundnahrungsmittel betrachtet, gibts reichlich Alternativen, bei denen nicht mal das Gewissen - falls vorhanden - anklopft.