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Arbeitsverbote für Asyl­be­werberDobrindts Politik bleibt ein Hohn für Geflüchtete

Frederik Eikmanns

Kommentar von

Frederik Eikmanns

Asylbewerber sollen laut Innenminister Dobrindt früher arbeiten dürfen. Das klingt gut – steht aber im Widerspruch zu seiner sonstigen Politik.

Will Asylbewerber schneller in Arbeit bringen: Bundes-innenminister Alexander Dobrindt (CSU) Foto: Stefan Puchner/dpa

K ann man das wirklich glauben? Eine Bestätigung jedenfalls gibt es am Montag nicht für das, was Innenminister Alexander Dobrindt am Vortag gesagt hatte: Künftig dürfen alle Asyl­be­wer­be­r*in­nen nach drei Monaten arbeiten. Erleichterungen wie diese sind schon lange eine linke Forderung. Arbeit erlaubt es Geflüchteten, Deutsch zu lernen, sozial Anschluss zu finden, hier wirklich anzukommen. Genau deshalb fürchtet die Union traditionell, dass Arbeit Geflüchtete erst anlocke und es gleichzeitig schwer mache, sie wieder abzuschieben.

Gut möglich also, dass der Hardliner Dobrindt in den nächsten Tagen doch noch mit einer Einschränkung um die Ecke kommt, die seine ursprüngliche Ankündigung entkernt. Er könnte etwa Dublin-Fälle ausnehmen, wie es ursprünglich im Koalitionsvertrag angekündigt war. Weil fast je­de*r Asyl­be­wer­be­r*in über ein anderes europäisches Land nach Deutschland kommt, wäre dann auch praktischer je­de*r von den Erleichterungen bei der Arbeitsaufnahme ausgenommen.

Selbst wenn Dobrindt bei seinem Wort bleibt, hat er in den vergangenen Monaten in der Migrationspolitik zu viel zerstört. Bestes Beispiel sind die Integrationskurse, von denen Dobrindt kürzlich alle Asylbewerber*innen, Geflüchtete aus der Ukraine und EU-Ausländer ausschloss. Ein Hohn für Zuwanderer*innen, von denen Uni­ons­po­li­ti­ke­r*in­nen sonst unermüdlich fordern, sie sollten sich „integrieren“. Und eine riesige neue Hürde auf dem Weg zu einem Job. Wem ist geholfen, wenn Geflüchtete künftig schneller zwar arbeiten dürfen, aber im Bewerbungsgespräch keine Chance haben, weil sie kaum Deutsch sprechen?

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Man kann diese Frage noch viel grundsätzlicher stellen: Wem ist geholfen, wenn Geflüchtete früher arbeiten dürfen, aber bald fast keine Geflüchteten mehr da sind? Denn auf nichts anderes zielt Dobrindts Politik der vergangenen Monate ab. Sein Innenministerium feiert sich dafür, dass die Zahl neuer Asylanträge zuletzt um ein Drittel gesunken und die der Abschiebung gestiegen ist. Es gibt kaum ein Land mehr, in das die Bundesregierung nicht abschiebt. Mit den Dublin-Zentren, die der Bundestag demnächst beschließen soll, könnten viele Geflüchtete bald in regelrechten Haftzentren festgesetzt werden.

All das bedeutet nicht, dass die aktuellen Erleichterungen bei der Arbeitsaufnahme falsch sind. Vielleicht weitet eine zukünftige Bundesregierung die Teilnahme an Integrationskursen wieder aus und erleichtert es Geflüchteten, nach Deutschland zu kommen. Bis dahin aber droht Dobrindts Ankündigung eine Luftnummer zu bleiben.

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Frederik Eikmanns
Fachredakteur für Innere Sicherheit und Migration
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27 Kommentare

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  • Nur mal so, warum lassen wir nicht jeden, der hier arbeiten will, auch hier bleiben und arbeiten, ganz einfach? Immerhin braucht die Rentenversicherung dringend mehr Einzahler, erst recht, wenn bald die ganzen Baby-Boomer in Rente gehen. Mehr eigene Kinder kriegen würde kurzfristig eher schaden als nützen, weil diese ja die ersten 16-20 Jahre -- wie die Rentner -- erstmal versorgt werden müssten. Bürgergeld, Sprachkurse etc. kann man auch Zugewanderten problemlos zahlen, denn staatliche Geldleistungen sind technisch gesehen immer ein elektronisches Gelddrucken ( politischeoekonomi...ben-taetigen-kann/ ).



    Und je besser man Zugewanderte behandelt, desto seltener werden sie straffällig, da gibt es inzwischen Studien zu.

  • Die Gleichsetzung von Asylbewerbern = Geflüchtete ist faktisch unhaltbar. Nur bei einer eindeutigen Minderheit aller Menschen die in Deutschland oder einem anderen EU Staat einen Asylantrag stellen liegen die gesetzlichen Vorrausetzungen für eine Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft vor. Nur diese Menschen gelten rechtlich als Geflüchtete im Sinne der Genfer Flüchtingskonvention der UN. Das das BMI die Hürden für eine Arbeitserlaubnis von Asylbewerbern senken will hängt auch offensichtlich mit dem im Juni anstehenden Inkraftreten der neuen Europäischen Asylverfahrensverordnung zusammen (GEAS -Reform) welche die Dauer von Asylverfahren auf drei Monate Regeldauer absenken soll. Es ist daher kein Widerspruch. Wer allein aus seinem subjektiven politischen Weltbild heraus die Rechtslage einebt und allen Menschen die Flüchtlingseigenschaft allein deswegen schon zuerkennt will weil sie einen Antrag darauf stellen, verblendet die eigene Erkenntnisfähigkeit

    • @MaCo:

      Und wo haben Sie diese Gleichsetzung gesehen? Der von Dobrindt geäußerte Vorschlag bezieht sich ja nun ausdrücklich auf Asylbewerber. Um anerkannt Schutzberechtigte, deren Aufenthaltstitel den Arbeitsmarktzugang oftmals ohnehin eröffnen, geht es ersichtlich nicht. Man sollte aber auch Asylsuchende nicht mit Flüchtlingen gleichsetzen. Es gibt (neben anderen Schutzformen) das Grundrecht auf Asyl für politisch Verfolgte (Art. 16a GG) und den Schutz nach der Genfer Flüchtlingskonvention für Flüchtlinge. Fast oder sogar jede(r) Asylberechtigte ist auch ein Flüchtling, aber nicht jeder Flüchtling asylberechtigt.

  • Ganz nebenbei:



    Ich war bereits in den 198oer und 1990er Jahren Dozent für damalige Integrationsmaßnahmen privater Bildungsträger und habe einige Arbeitsminister kommen und gehen sehen.







    Kurzfristig profitiert von diesen Maßnahmen mit klangvollen Namen haben:



    - der Vorgänger der Bundesagentur für Arbeit,



    - die Arbeitslosenstatistik,



    - arbeitslose deutsche Akademiker,



    - das Klientel (viele Russlanddeutsche) in sozialer, manchmal auch in sprachlicher Hinsicht.

    Fragen nach Sinnhaftigkeit waren damals unerwünscht, die Schere im Kopf gehörte zum Handwerkszeug. Wie das heute ist, mögen Andere beurteilen.

    Lern- und Transformationsprozesse brauchen Zeit. In Deutschland multipliziert mit Faktor x. Ich nenne es deshalb zärtlich "Schnarchland" und möchte keinen unnötig aufwecken und beunruhigen.

  • Was soll man von der csu anderes erwarten als die Fortsetzung der Seehofer-Politik mit anderen "christlichen" Mitteln.



    Er (Seehofer) freute sich ja christlich über 69 abgeschobene Afghanen zu seinem 69. Geburtstag

  • Irgendwie ist dieser Artikel aus der Zeit gefallen.

    Naive Migrationspolitik konnte man sich vor 10 Jahren noch erlauben. Heute sind 5 Millionen Leute ins Land gekommen, die erst einmal versorgt werden müssen. Der Autor trägt dem so gar nicht Rechnung und erklärt jeden, der sich skeptisch gegen Migration stellt, für böse (das ist im Hintergrund das Argument).

    So einfach ist es nicht, nicht bei der Migration, und auch nicht bei sonst irgendeinem Thema.

    Es ist vernünftig, jetzt erst einmal die Asylzahlen zu senken. Und es ist ebenso vernünftig, möglichst viele Menschen so schnell wie möglich arbeiten zu lassen. Nur die Sache mit den Integrationskursen ist offensichtlich vollkommen fehlgeleitet.

    • @EH 553:

      "Es ist vernünftig, jetzt erst einmal die Asylzahlen zu senken. Und es ist ebenso vernünftig, möglichst viele Menschen so schnell wie möglich arbeiten zu lassen. Nur die Sache mit den Integrationskursen ist offensichtlich vollkommen fehlgeleitet." Die Zahlen sinken dank der Rechtsgerichteten Politik von ganz alleine. Möglichst viele Arbeiten zu lassen würde aber auch bedeuten diese dabei zu unterstützen mit z.b. Integrationskursen. Was wurde vor kurzem für alle gestrichen? Ach Integrationskurse hmm...

    • @EH 553:

      Integration ist ein natürlicher Prozess über mehrere Generationen, der unabhängig von steuerlichen Zuwendungen und der Anzahl an Integrationsplanstellen geschieht. Die Nachkommen der portugiesischen Gastarbeiter aus den 60er Jahren heiraten noch heute überwiegend Portugiesen. Gleiches gilt für Italiener, Türken, Marokkanern und anderen. Auch die Bayern machen über 150 Jahre nach der Reichsgründung noch ihr eigenes Ding.

    • @EH 553:

      Doch, so einfach ist es. Und was vor zehn Jahren gilt, gilt auch heute.

  • "Man kann diese Frage noch viel grundsätzlicher stellen: Wem ist geholfen, wenn Geflüchtete früher arbeiten dürfen, aber bald fast keine Geflüchteten mehr da sind?"

    Im letzten Jahr hatten wir 113.000 Erstanträge auf Asyl. Angesichts dessen ist diese Aussage geradeu zynisch. Wenn sich der Zustrom wieder auf einem Level von 2006/2007 normalisiert hat und die Flüchtlinge der vergangenen Jahre allesamt integriert sind, dann kann man diese Frage getrost stellen.

    Herr Dobrint hat auch niemanden von Integrationskursen ausgeschlossen, sondern lediglich die Kostenübernahme durch den Bund beendet.

    • @DiMa:

      "Herr Dobrint hat auch niemanden von Integrationskursen ausgeschlossen, sondern lediglich die Kostenübernahme durch den Bund beendet." Stimmt Herr Dobrint hat mit seiner Politik dafür gesorgt dass es eben 0,0 neue Integrationskurse gibt. Er hat also faktisch ALLE von den Kursen ausgeschlossen.

  • Alexander Dobrindt will für die Medien Bilder und Botschaften produzieren. Dass die Zahlen für die Asylantragsstellung sinken, geht auf die Ampel zurück, nicht auf ihn oder die CDU/CSU. Dobrdint hat bei genauem Hinsehen auch keine Ahnung von dem, was er gerade propagiert, so hat sich vor Grenzkontrollstellen fotografieren lassen, während ein paar Meter weiter der Grenzübertritt ohne Kontrollen ging. Das Problem an ihm ist, dass er echten Rechtsextremen eine beispiellose Schützenhilfe zukommen lässt, während er seinen Parteifreunden gleichzeitig mitteilt, er tue das Gegenteil, er bekämpfe die AfD und Heimat (NPD).



    Leute wie Dobrindt zündeln in der Mitte der Gesellschaft, in dem sie sich die schwächste Gruppe an Menschen (Ausländer ohne langfristige Perspektive) raussuchen und die dann skandalisieren. Die Gesetzeslage, das Aufenhaltsrecht ist sowieso schon schwer zu verstehen, aber es geht ja hier nicht um Rationalität, sondern um Gefühle. Insofern bleibt sich Dobrindt auch hier treu, große Worte, kleine Wirkung.

    • @Andreas_2020:

      Jetzt schauen Sie doch mal nach Dänemark. Da machen die Sozialdemokraten genau das Gleiche.



      Und, wenn Sie wirklich Demokrat sind, müssen Sie ernst nehmen, dass die überwältigende Mehrheit der Deutschen das auch will.

      Wieso sollte man das Thema der AFD überlassen?

      • @EH 553:

        Der Weg Dänemarks ist etwas ganz anderes. Das lässt sich nicht vergleichen. Dänemark hat eine Grenze mit Deutschland. Und Dobrinth aktiviert Gefühle der Überfremdung und unterstützt damit den Diskurs der AfD, er hat erst so getan, als ob Deutschland keine Kontrolle über den Zuzug hat, als Merz an die Macht kam, tat er so, als ob das unter Kontrolle sei. Dabei war das die Wirkung von Maßnahmen der Ampel. Insofern ist Dobrinth m.M. ein politischer Anfänger ohne Substanz, ein Schaumschläger und Heißeluftventilator. Das Problem ist, dass die Angst vor Zuwanderung und Ausländern von ihm gesteigert wird. Und wenn Dobrinth Vertreter der Wirtschaft trifft, dann erlaubt er denen sofort, dass sie im Ausland anwerben dürfen. Übrigens wirbt Dänemark auch um Zuzug von Arbeitskräften - gerne aus Deutschland, gerne mit Qualifikationen.

  • Nichts Neues aus Rassismusland. Wer hat diesem Ausländer aus einem kulturfernen Bergland eigentlich erlaubt, Deutschland zu verheeren mit seinen politischen Idealen aus dem 19. Jahrhundert? Soll er doch auf seiner Alm bleiben und den Übertritt der Kühe von einer Wiese auf die andere kontrollieren.

    • @Jalella:

      Die Rassismus-Keule ist ein bissal einfach geschleudert...

      Wenn Sie Demokrat sind, müssen Sie anerkennen, dass überwältigende Mehrheiten (auch bei Grünen und SPD!) für eine Begrenzung und Steuerung der Migration sind.

      Integrationskurse streichen ist wirklich Unfug, aber der Rest eigentlich nicht.

    • @Jalella:

      Sie werfen mit harten Worten um sich. Sie sprechen von Rassismus, sind aber offensichtlich selbst mit Vorurteilen belastet.

    • @Jalella:

      Meine Stimme haben Sie.

      Sind ja doch keine Unmenschen, die von der Union, hat man zuerst gedacht. Und schnell Zugang zum Arbeitsmarkt, welcher vernünftige Mensch kann da was gegen haben?

      Ist offenbar eine Taktik der Union, um sich von der boshaft-hasserfüllten Poltik von AfD und ihren Brüdern und Schwestern im Geiste in Europa abzusetzen. Sehr her, wir haben verstanden, Integration durch Arbeit. Spart natürlich auch Geld, wenn die Flüchtlinge schnell arbeiten.



      Natürlich bleibt aber der gnadenlos-rechtsvergessene Kurs der Bundesregierung der Gleiche. Zurückweisen, Wegdrängen, Abschieben. Die paar die, am Ende übrig bleiben werden dann integriert, freut vor allem auch die Wirtschaft. und der angsterfüllte Bürger wählt lieber Union statt Nazis, wenn Opa von einer netten, christlichen Ukrainerin gepflegt wird.

      • @FtznFrtz:

        "Gnadenlos-rechtsvergessener Kurs"?



        Das sollen Abschiebungen sein?

        Ist Ihnen nicht bewusst, dass Abschiebungen im deutschen Recht vorgesehen sind?

        Dass mehreren Regierungen vorgeworfen wird, rechtsvergessen zu agieren, weil sie nicht im rechtlich vorgesehenen Ausmaß abschieben?

        Man kann Abschiebungen ablehnen.

        Sollte dabei aber nicht vergessen, dass das deutsche Recht sie ausdrücklich vorsieht.

        Und mehr als " ein paar" bleiben ja nun wirklich " übrig ".

        Will man jemanden von einer anderen Meinung überzeugen, hilft nur knallharte Realitätsnähe.

        Wenn der "angsterfüllte Bürger" lieber die Union wählt als die AfD, wären ja schon mal alle glücklich.

        Die hat in vielen Jahren an der Regierung bewiesen, dass sie keine Diktatur einführt und uns auch nicht an andere Diktatoren verkauft.

  • Das ist doch total CSU-logisch: Asylbewerber zum Arbeiten verpflichten und gleichzeitig die Sanktionen beim Bürgergeld verschärfen. Wer da noch Milde erkennt ist verblendet.

  • Man kann Asylbewerbern erst dann in Integrationkurse ermöglichen, wenn sie einen positiven Bescheid haben, sonst macht das eigentlich keinen Sinn. Die Begrenzung der Zuwanderung ist für eine leistbare Integration der Gestrandeten unablässig, denke ich. Auch von links sollten die Probleme durch Zuwanderung endlich zur Kenntnis genommen werden .



    Gut wenn sie jetzt arbeiten dürfen.

    • @Frank Klostius:

      Integration ergibt immer Sinn, vielleicht wird das von rechts endlich zur Kenntnis genommen.

      • @Lahmarsch:

        Wenn jemand in Deutschland keinerlei Zukunftsperspektive hat, sind die Bemühungen um Integration vergeblich. Das ist nunmal so. Die gesamten Kosten für die Integration belaufen sich inzwischen in Bund und Ländern auf 50 Mrd Euro pro Jahr. Warum sollen dann noch Integrationskurse für Menschen finanziert werden, die das Land verlassen müssen? Mit welchem Engagement geht jemand in einen solchen Kurs, wenn er weiß, dass er das Land verlassen muss?

  • Arbeit hilft ungemein bei der Integration und dem erlernen der Sprache.



    Alle haben etwas davon. Die Flüchtlinge, die Arbeitgeber und der Staat, bzw. die Allgemeinheit. Dieser Ansatz ist absolut lobenswert.

    Wie wäre es mit einer 4-Tage Woche und einem Tag Sprachuntericht, oder Integrationskurs, ähnlich dem System der Ausbildung mit Berufsschule?



    Dann könnte für 4Tage Lohn bezahlt werden und für 1 Tag übernimmt der Staat.

    Auch wer irgendwann wieder gehen muss, hat dann voraussichtlich Erfahrungen gesammelt auf die später zurückgegriffen werden kann.

    Dass bei über 230.000 ausreisepflichtigen Menschen bald keine Flüchtlinge mehr da sein könnten……das sehe ich sehr weit von der Realität entfernt

  • Dobrinths Vorschlag ist im Zusammenhang mit der Aufhebung der Bezahlung der Sprachkurse zu bewerten. Das ist klassisches perfides CSU-Denken. Gib ihnen was sie wünschen und brauchen, aber mach ihnen dabei die Erfüllung der Anforderungen und das Erreichen der eigenen Ziele in Relation so schwer als möglich.



    Dann sind sie im Falle des Scheiterns selbst verantwortlich dafür!



    Katholisch christlich und doch mit Nächstenliebe?

  • Dobrindt weiß doch sicher genau Bescheid.



    Der hat doch Unschätzbares erreicht.

    Bei der PkW-Maut, dem Mobilfunkausbau und nicht zuletzt bei der Autobahnprivatisierung hat er doch schon seine volle Kompetenz gezeigt.

  • Der " christliche " Herr Dobrindt sollte einmal seine Wortwahl überprüfen lassen.



    Mitmenschen die zu uns kommen um als Migranten hier Schutz und Aufnahme zu finden, die oftmals ihr ganzes Geld für die Anreise hierher aufgebraucht haben und daher Arbeit brauchen und darauf angewiesen sind, diesen Mitmenschen mit den Worten Mitteilung zu machen : " ihr " dürft " hier arbeiten " , ist an Verhöhnung nicht zu toppen. Pfui Deibel !