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Pro-Palästina-Demo in ConnewitzAufgeheizte Stimmung, keine Festnahmen

Im Leipziger Süden trafen am Samstag mehrere Proteste aufeinander. Es ging auch um das antifaschistische Selbstverständnis des Stadtteils.

Demonstrierende am Connewitzer Kreuz in Leipzig Foto: Sebastian Willnow/dpa
Konstantin Nowotny

Aus Leipzig

Konstantin Nowotny

Tausende Menschen haben am Samstag im Leipziger Südstadtteil Connewitz demonstriert. Ausgangspunkt war die Ankündigung der Gruppe Lotta Antifascista, am 17. Januar mit einer Demonstration unter dem Motto „Antifa means: Free Palestine“ durch Connewitz ziehen zu wollen.

Geplant war ein Demonstrationszug vor das bekannte soziokulturelle Zentrum Conne Island und dem Büro linXXnet der Leipziger Linken-Politikerin Juliane Nagel. Dem Aufruf schlossen sich unter anderem die Gruppen Migrantifa Leipzig und Handala an. Letztere organisierte als eingetragener Verein bis vor kurzem antiisraelische Demonstrationen in Leipzig. Im Dezember hatte sich Handala formal aufgelöst, ist unter diesem Namen aber weiter in den sozialen Medien aktiv. Vor seiner Auflösung wurde der Verein Handala vom sächsischen Verfassungsschutz als „gesichert extremistisch“ eingestuft.

Zahlreiche weitere Gruppen und Organisationen aus dem pro-palästinensischen Spektrum mobilisierten in den vergangenen Tagen bundesweit zur Teilnahme. Auch mehrere Gegenproteste hatten sich bis zum Samstag angekündigt. Ein Zusammenschluss von SPD, Grünen, FDP und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft rief zur Kundgebung „Leipzig gegen jeden Antisemitismus“ auf. Auch mehrere proisraelische Kundgebungen, unter anderem unter dem Motto „Enough is enough, kein Frieden mit Antisemit*innen“, wurden angemeldet. Zudem kündigten Protagonisten aus dem rechtsextremen Umfeld, unter anderem der Kleinpartei Freie Sachsen, einen „Besuch“ in Connewitz an.

Kurz zuvor wichen die Ver­an­stal­te­r*in­nen der pro-palästinensischen Demonstration von ihrer ursprünglich geplanten Route ab. Stattdessen sollte eine Kundgebung mit anschließendem Marsch in die Leipziger Innenstadt folgen. Laut Polizei geschah dies „auf Wunsch der Anmelderin“. Handala sprach von einem „Verbot“.

Proisraelischer Protest und „zionistische Schläger“

Gegen 13 Uhr versammelten sich an einer zentralen Straßenkreuzung im Stadtteil, dem „Connewitzer Kreuz“, auf beiden Seiten des Protests mehrere Hundert Menschen. Die Polizei ging am Nachmittag von insgesamt 3.500 Teil­neh­me­r*in­nen aus, wobei sie 1.500 dem pro-palästinensischen Protest zuordnete. Ein geplanter Demozug der Freien Sachsen kam aufgrund niedriger Teilnehmerzahlen nicht zustande.

Um 15 Uhr setzte sich der pro-palästinensische Demonstrationszug wie geplant in Bewegung, begleitet von einem massiven Polizeiaufgebot. Dabei wurden Sprechchöre wie „Antideutsche sind keine Linken“ und „Yallah, yallah, Intifada“ gerufen. Der Sender MDR meldete einen tätlichen Angriff seitens der pro-palästinensischen Protestierenden auf eines seiner Kamerateams.

Connewitz ist in- und außerhalb von Leipzig für seine linke und alternative Subkultur bekannt. Bei der jüngsten Landtagswahl in Sachsen errang die Linke hier mit der Kandidatin Juliane Nagel eins von zwei Direktmandaten, die ihr den Einzug ins Landesparlament sicherten. Innerhalb der Szene gilt der Stadtteil als historisch wichtiger Ort für die prozionistische Strömung der sogenannten Antideutschen. Insbesondere im Conne Island finden proisraelische und antisemitismuskritische Veranstaltungen statt. Auch Juliane Nagel hat sich mehrfach gegen Antisemitismus positioniert und mit Israel solidarisiert.

Einzelne Provokationen, keine Festnahmen

Laut eigenen Aussagen richtete sich der Protest von Handala und Lotta Antifascista gegen „zionistische Schlägerbanden“ im Stadtviertel. In der Vergangenheit sei es vermehrt zu Angriffen auf pro-palästinensische Menschen gekommen. Genannt wird hierbei unter anderem ein Vorfall aus dem Oktober 2024, bei dem Vermummte einen Infostand der „Students for Palestine“ in Leipzig attackiert hatten.

Zuletzt kam es in Leipzig auch zu einem gewalttätigen Vorfall mit mutmaßlich antiisraelischem Hintergrund. Vergangenen Mittwoch wurde im Leipziger Westen ein koscheres Café von Kindern und Jugendlichen angegriffen, wobei auch eine Israelfahne entwendet wurde.

Trotz teilweise aufgeheizter Stimmung und verbalen Provokationen verlief der angemeldete Teil der Demonstration weitgehend ohne Zwischenfälle. Die Polizei spricht von einigen Verstöße gegen das Vermummungsverbot, meldete bis zum Abend aber keine Festnahmen.

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64 Kommentare

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  • Zwei extremistische Gruppierungen.

    Wie bei allen extremistischen Gruppierungen stellt sich die Frage, ob sie noch erreichbar sind? Trotz der Vorkommnisse (Gewalt, Antisemitismus, Diskriminierung etc.)? Ob vernünftige, respektvolle Gespräche möglich sind? Mit Ihnen, aber auch untereinander.

    Ich habe daran starke Zweifel. Insbesondere ob humanistische Werte wie Respekt, Friedensfertigkeit, keine Diskriminierung und Gewaltfreiheit von diesen Gruppierungen überhaupt noch glaubhaft vertreten werden können.

    Vielleicht hat die Linke (z.B. Frau Nagel) die Kraft und den Einfluss doch noch eine Bewusstseins- und Haltungsänderung zu erreichen. Ansonsten: wahre Linke sollten sich von diesen beiden Gruppierungen distanzieren.

  • Seit der sogenannten Wiedervereinigung und den "Baseballschlägerjahren" wurde von linken Menschen aus Leipzig / Connewitz wichtige Antifa-Arbeit geleistet. Diese werden jetzt pauschal als "Antideutsche" verunglimpft. Nach meinem Eindruck sind "antiimperialistische" K-Gruppen erst in den letzten Jahren in Leipzig entstanden respektive zugezogen und bisher weniger durch Antifa aufgefallen, als dadurch sich an "undogmatischen" Linken abzuarbeiten.

    • @Kai Ayadi:

      Ich stimme Ihnen zu, wenn Sie antiimperialistisch im Zusammenhang mit K-Gruppen - ich halte den Begriff autoritäre Linke für zutreffender - in Anführungszeichen setzen.



      Aber warum die Anführungszeichen auch bei der undogmatischen Linken? Okay, genau genommen wäre das Pedant von autoritär antiautoritär. Ich persönlich komme mit dem Label undogmatischer (partei-/strömungsunabhängiger) Linker gut zurecht.



      Es entsteht so aber der Eindruck, als handele es sich um einen ideologischen Kampf zweier gleich durchgeknallter Polit-Sekten, deren Auseinandersetzungen Sie als Außenstehender nur kopfschüttelnd beobachten. Vielleicht irre ich mich da.



      Also ich weiß schon, auf welcher Seite ich in diesem innerlinken Konflikt stehe, der da in Connewitz ausgetragen wurde.

      • @Abdurchdiemitte:

        Ich sehe das nicht als Kampf zweier gleich durchgeknallter Polit-Sekten. Es ist ja eben schlimmer.



        Wie ich an anderer Stelle geschrieben habe, halte ich den "propalästinensischen" Aufmarsch für einen Versuch von K-Gruppen, ihre Ansichten durchzusetzen in einem linken Bezirk, der eher von undogmatischen (ohne Anführungszeichen) Menschen und Gruppen geprägt ist.



        Diese haben jahrelang unter schwierigen Bedingungen Antifa-Arbeit geleistet. Was Gruppen wie "Handala" u.ä. erst noch beweisen müssten.

  • Einen hang zur Spaltung war den Linksradikalen ja schon immer inhärent, soweit nix Neues. Was da grad passiert, ist aber kein inneres Ringen um Positionen mehr. Es ist der Ausdruck einer Generation, die sich aus maximaler Profilierungssucht das Thema Nahost als Ersatzkonflikt gewählt hat, um den Mangel an einer gemeinsamen, progressiven Vision mit Pseudosolidarität zu füllen.



    In Wirklichkeit dreht sich alles nur noch um die vermeintlichen Aktivisten selbst. Weil man sich über Jahre immer engere Scheuklappen angelegt hat, alles und jeden durch schwarz/weiß Schablonen pressen muss und so die Debattenkultur und die interne Kommunikation über kontroverse Themen nahezu unmöglich zu gemacht hat, demonstriert man jetzt gegeneinander. Währenddessen fährt die AfD Rekordergebnis um Rekordergebnis ein. Die gesamte deutsche Linke im aktuellen Zustand könnte sich auf den Kopf stellen und es würde nichts an der Situation der betroffenen Menschen in Gaza und Israel ändern. Und trotzdem wirft man je nach Gusto grundlegende Werte über Board, nur um die maximale Deutungshoheit der eigenen Blase durchzusetzen.



    Braucht so wirklich niemand.

    • @Deep South:

      Volle Zustimmung. Es wäre ja noch irgendwie erträglich, wenn es sich bei den „Palästinasolidarischen“ nur um Pseudosolidarität mit Gaza und den Palästinensern handeln würde. Wenn es aber um die direkte Übernahme islamo-faschistischer und antisemitischer Hamas-Positionen geht, hört der Spaß definitiv auf.



      Von Linken. gleich ob Linkspartei oder freischaffenden Linken, erwarte ich klare Kante, was die Abgrenzung zu diesem Spektrum betrifft.

      • @Abdurchdiemitte:

        Genau das meine ich. Parolen und Symbole von brutalen Islamisten zu übernehmen, ist Alles, nur keine Solidarität mit den leidenden Menschen in Gaza. Genauso wenig wie es das ist, die Politik rechtsnationaler Regime zu unterstützen. Man hat übers Recht haben müssen, völlig den menschlichen Kompass verloren. Das ist eine Ausseinadersetzung zum reinen Selbstzweck. Aber das reflektieren diese Leute schon längst nicht mehr.

      • @Abdurchdiemitte:

        Wer übernimmt denn islamo-faschistische und antisemitische Hamas-Positionen?

        • @Francesco:

          Entschuldigung, aber wie kann man das nach den tausend Demos und Debatten seit dem 7. Oktober noch so naiv fragen?

        • @Francesco:

          @Francesco, das wurde hier im Forum doch auch lang und breit ausdiskutiert, wo die Kipppunkte liegen, die berechtigte Israel-Kritik ins Antisemitische abgleiten lassen. Und das sage ich Ihnen als jemand, der kein Freund der IHRA-Arbeitsdefinition ist (wegen der in zwei Bundestagsresolutionen zutage getretenen politischen Instrumentalisierung des Antisemitismus-Begriffs).



          Sie waren - soweit ich das überblicken kann - an allen Debatten hierzu im taz-Forum beteiligt. Offenbar konnten Sie nicht überzeugt werden, dass es so etwas wie linken, israelbezogenen Antisemitismus gibt.

  • Irgendwo sitzen eine handvoll Glatzen im Keller und lachen sich tot wie sich antifa selber zerfleischt

  • Hier www.mdr.de/nachric...e-100.html#sprung6 beim MDR gibt es Hintergründe zu Connewitz, besonders interessant diese Passage:



    .



    》Und warum bekommt Handala Zuspruch von rechts?



    .



    Unterstützung bekommtHandalaauchvonRechtsextremen, da diese die autonomeConnewitzerSzeneebenfalls als Feindbild betrachten.DiePartei Freie Sachsenwerteteden"Protest gegen die militante Connewitzer Antifa"in ihren Kanälen als "begrüßenswertes Anliegen".Und:"Patriotische Streamer und Medienaktivisten" würden das Geschehen am Samstag"konstruktiv-kritisch"im Auge behalten.



    .



    Grundsätzlichhätten sichisraelfeindliche Positionenseit dem 7. Oktober 2023als "gesellschaftlich in hohem Maße anschlussfähig erwiesen", schätzt der sächsische Verfassungsschutz einund warnte davor, dass die Entwicklung bereits vorhandenem Antisemitismus neueSchubkraftverleihen könnte.《



    .



    Die Linke insgesamt (nicht nur in Deutschland taz.de/Omid-Nourip...bb_message_5156648 ) muss ihr Antisemitismus-Problem lösen, darf Hamas nicht weiter z.B. mit Judith Butler als "soziale Bewegungen [...] die progressi

    • @ke1ner:

      Die Linke insgesamt (nicht nur in Deutschland taz.de/Omid-Nourip...bb_message_5156648 ) muss ihr Antisemitismus-Problem lösen, darf u.a. Hamas nicht weiter z.B. mit Judith Butler als "soziale Bewegungen [...] die progressiv sind, die links stehen, die Teil der globalen Linken sind" verstehen (während "All Eyes on Iran", eigentlich mindestens das Gebot der Stunde internationaler Solidarität, komplett unter den Tisch zu fallen droht)



      .



      www.juedische-allg...kritische-theorie/



      .



      Sondern Linke müssen sich endlich klarmachen, dass die Hamas ungebrochen an antisemitische Hetze des 20. Jhdts anknüpft, auch "From the River to the Sea!" kritisch in diesem Kontext untersucht werden muss.



      .



      www.bpb.de/themen/...de-content-title-5



      .



      Das sind keine Helden im Kampf um eine gerechte Sache!

  • "Auch mehrere proisraelische Kundgebungen, unter anderem unter dem Motto „Enough is enough, kein Frieden mit Antisemit*innen“, wurden angemeldet."

    Warum eigentlich mehrere? Konnten sich die pro-israelischen Gruppen auch nicht einigen? Und wenn ja, warum nicht? Würde mich interessieren.

    • @Klabauta:

      Suchen Sie Spaltungsmaterial?

      • @shantivanille:

        Diese Frage ist nun wirklich unter Ihrem Niveau.

    • @Klabauta:

      Ich denke, die pro-israelische linke Szene ist extrem ausdifferenziert.



      Ich persönlich würde mich auch nicht einem Verständnis von Israel-Solidarität unterwerfen, das von den Springer-Medien kommt oder einer vordemokratischen Staatsräson.



      Wer die israelischen Kriegsverbrechen in Gaza schlichtweg leugnet oder das Hohelied des Zionismus singt, ohne dessen gewaltförmigen Aspekte überhaupt zur Kenntnis nehmen zu wollen, wird mich nicht (unter einer Israelflagge) in seinen Reihen finden.



      In Connewitz aber gab es gute Gründe, gegen den Aufmarsch der sogenannten Palästinasolidarischen und Hamas-Unterstützer Flagge zu zeigen.

  • zunächst einmal danke für den Artikel, der tatsächlich berichtet und



    sich mit einer Bewertung zurückhält.



    Als gebürtige Connewitzerin habe ich die gestrigen Ereignisse mit Sorge auf mehren Livestreams verfolgt. Der Fokus dieser lag vor allem auf der pro-palästinensischen Seite, deren Plakate, Sprechchöre und Verhalten mich ziemlich verstört haben:



    'Deutsche Polizisten, Mörder und Faschisten' war da zu hören,



    zu sehen waren israelische Fahnen, wo der Davidstern durch das rote palästinensische Dreieck ersetzt worden war und auf Plakaten zu lesen war 'Fuck Germany'. Das alles hat mit linker Haltung nichts, aber auch gar nichts zu tun. Es ist einfach nur hochgradig verbohrt, wie es feige ist, sich zwar an das Vermummungsverbot zu halten, aber beim Auftauchen einer Kamera das Gesicht zu bedecken.



    Dem Kommentar von 'Kohlrabi' kann ich mich nur anschließen.

    • @B. Trübt:

      "'Deutsche Polizisten, Mörder und Faschisten' war da zu hören,"



      Das ist linke Folklore. Den Spruch kenne ich seit 40 Jahren. Wahrscheinlich ist er noch älter.

  • Bis auf Reichsbürger waren scheinbar alle möglichen falsch abgebogen*innen da.

  • Nach Artikel taz.de/Debatte-um-...deutsche/!6115105/ hätte ich nicht erwartet, dass die taz die Gespensterdebatte um "Antideutsche" fortführt. Gerade online sind meiner Erfahrung nach "Antideutsche" im Plural oft nur Trollzoobewohner, also Kreationen eines einzelnen Möchtegern-"Antideutschen" gewesen und insofern tatsächlich nur Gespenster einer Simulation von "antideutsch sei grad en vogue", worauf ein paar Leute tatsächlich reinfielen.

    Bedrohlicher erscheint da der hier berichtete Vorfall vom Mittwoch: Kinder und Jugendliche üben Pogrom an einem jüdischen Café. Was haben die für Lehrer? Was haben die für Eltern? Das verweist auf einen Bildungsnotstand in mindestens Teilen Leipzigs.

    Der herrscht aber auch allgemein in Sachen Geschichtsunterricht in Deutschland. Geschichtslehrer wie ich einen hatte sind oft zu verliebt in altes Griechenland und "Heiliges Römisches Reich" und kommen in vier Jahren Geschichtsunterricht gar nicht lehrplangemäß zu grundlegenden Ereignissen wie etwa die Gründungen von Israel, VR China und Europäische Union.

    Pro Palästina müssten alle sein. Aber genauso alle pro Israel. Leider ging die Geschichte dann noch weiter: Scharon-Hamas-Netanjahu :-(

    • @Uwe Kulick:

      Aber wir wissen doch aus unserer eigenen NS-Geschichte, dass sich besonders Kinder und Jugendliche leicht von Ideologen und Fanatikern beeinflussen lassen. Und wir kennen das von der Hamas.



      Meine Meinung zu diesem palästinasolidarischen Aufmarsch in Connewitz: hier wurde von den Palästinasolidarischen ein antideutscher Popanz aufgebaut, nur um das eigene antizionistische, teils (nicht bei allen!) ins Antisemitische abgleitende Weltbild aufrechtzuerhalten.



      Wenn nämlich nicht hinter jedem Connewitzer Busch „zionistische Schläger“ lauern würden, würde möglicherweise die Grundlage für dieses krude (vermeintlich antiimperialistische) Weltbild entfallen - und wenigstens einige von denen ihren Irrtum erkennen, der sie jetzt den islamo-faschistischen* Hamas-Parolen hinterherlaufen lässt.



      *Ich habe lange gezögert, im Kontext islamistischer Bewegungen von Faschismus zu sprechen (auchwegen des inflationären Gebrauchs des Faschismusbegriffs in der linken Szene). Aber die Nähe der Islamisten zum klassischen faschistischen Gewaltmythos ist unverkennbar.

    • @Uwe Kulick:

      Ein seltsamer Versuch, polemisch linke Strömungen zu negieren, die nicht ins eigene Weltbild passen. Das kann man natürlich auch umdrehen: Wenn sich Linke mit islamisten zusammentun, dann sind das keine linken, sondern antiimperialistische Geisterfahrer... oder sowas.

      • @Fisherman:

        Ich verwahre mich ausdrücklich gegen die Behauptung, dass Linke, die antisemitischen Hamas-Parolen hinterherlaufen, irgendwie Antiimperialisten sein sollen. Da sind sowohl Theorie wie auch Praxis falsch verstanden worden.



        Von daher weiß ich auch nicht, was an @Uwe Kulicks Kommentar auszusetzen ist.

        • @Abdurchdiemitte:

          Wer läuft denn Hamas-Parolen hinterher?

          Und es sind Linke, die die israelischen Bomben auf Gaza bejubeln?

          • @Francesco:

            Nein, alles gut :) Hamasparolen würden Linke doch nie rufen, und Bomben bejubeln auch nicht.

  • Erst einmal finde ich es gut, dass Gewalttaten, Hamas-Rufe usw. lt. jetzigem Kenntnisstand unterblieben sind. Das ist bei Pro-Palästina-Demonstrationen nicht immer so.

    Ansonsten finde ich es - wieder einmal - enttäuschend, dass sich Linke gegenseitig "fertigmachen", statt gemeinsam an einem besseren Leben für uns alle zu arbeiten und mitzuwirken. Die Linke hat gute politische und gesellschaftliche Ideen.

    Trotzdem finde ich es selbstverständlich gut, dass es auch Linke gibt, die gegen Antisemitismus demonstrieren.

    • @*Sabine*:

      In Connewitz ging es allerdings nicht ums gegenseitige Fertigmachen. Hier wurde von Hamas-Unterstutzern an der Spitze dieses vermeintlich palästinasolidarischen Aufmarsches (Handala als einer der federführenden Organisatoren) versucht, das israelsolidarische und antifaschistische Spektrum der linken Connewitzer Szene einzuschüchtern und mundtot zu machen. Wie es die Faschisten von rechts seit Jahr und Tag halt auch versuchen.



      So drastisch sehe ich eben die Situation. Da ist es doch wohl klar, auf welcher Seite ich als freiheitlicher Sozialist in diesem Konflikt stehe - ungeachtet meiner Zionismuskritik und der Verurteilung der derzeitigen israelischen Regierung (die ich im taz-Forum oft genug zum Ausdruck gebracht habe).



      Aber danke, dass Sie der Linken gute politische und gesellschaftliche Ideen attestieren. Das motiviert.

  • Ein Armutszeugnis!



    In einer Zeit, in der die Welt nach rechts rückt,



    leisten sich Linke und Solche, die es werden wollen, Grabenkämpfe.



    1500 propalästinensische Demonstrant*Innen? Da bin ich aber beeindruckt!(?)



    Da scheinen Die, die in Ihrer Blase leben, wohl deutlich weniger zu sein , als sie sich fühlen.



    Sicher besteht Diskussionsbedarf - das ist hier aber wohl nicht gewünscht.



    Während eine Mehrheit der Europäer*Innen den Krieg in der Ukraine auf der einen und den (Wirtschafts-?)krieg mit trump auf der anderen Seite betrachtet und befürchtet, spielen Einige Wenige Sturm im Wasserglas.



    Das wirkt ziemlich lächerlich, da die Zentrale Frage ja nicht Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit ist, sondern, wer "links ist" und sich so nennen darf.



    Auch wenn es verlockend ist, Konflikte in "gut und böse" aufschlüsseln zu wollen, die Welt ist leider komplizierter.



    Es sollte schon möglich sein, für Palästinenser und für Israelis, zu sein.



    Ziel sollte ein gemeinsames, friedliches Leben mit und nebeneinander sein.



    Wer unter der Überschrift "ich hab Recht, Ihr seid doof" demonstriert, disqualifiziert sich, meiner Meinung nach, selbst.

    • @Philippo1000:

      "Es sollte schon möglich sein, für Palästinenser und für Israelis, zu sein"

      Das klingt sehr wohlfeil. Was ich jedoch noch viel wichtiger finde: Es sollte genauso möglich sein, sowohl gegen die Taten der Hamas wie auch die der gegenwärtigen Israelischen Regierung zu sein. Sich für eine Seite zu entscheiden hilft weder den Palästinensern noch den Juden in der Region dabei, einen Weg in eine gemeinsame, friedliche Zukunft zu finden. Nur leider geht es den wenigsten, die sich dabei "klar" positionieren, wirklich um die Menschen dort.

  • Das was heute in Leipzig los war und was da passierte, darüber kann man nur lachen und diese Leute kann man nicht ernst nehmen was die da für Aussagen getätigt haben haben nur gezeigt der Ruf ist hinüber und alle Kritik ist berechtigt

  • Ich verstehe vieles in dem Artikel nicht. Was bedeutet "pro-palästinisch". Palästina besteht heute aus dem Westjordanland und dem Gazastreifen. Das Westjordanland wird von einer unfähigen und korrupten "Regierung" verwaltet, im Gazastreifen herrscht (noch immer ) ein totalitäres, religiöses Regime (mit Geld aus dem Iran und einigen Golfstaaten). Welches Palästina ist da gemeint? Und mit wem an der Spitze? Oder heißt das: Israel muss weg, egal wie und durch wen? Und was hat das alles mit "Anti-Faschismus" zu tun?

    • @Stumm Roland:

      Wir hatten diese Diskussion, WARUM es zu dieser Situation in den von Palästinensern bewohnten Gebieten (WJL, Gaza) kommen konnte, hier im taz-Forum so oft, dass es schon ermüdend ist, nochmals darauf einzugehen.



      Nur so viel: wer nicht den Anteil Israels an dieser Misere sehen will,, wie wir sie jetzt in Gaza und im WJL haben, will das bewusst ignorieren oder er/sie hat sich nicht umfassend und neutral informiert. Ausschließlich auf die palästinensischen Fehlentwicklungen zu schauen, ist nur die halbe Wahrheit.

    • @Stumm Roland:

      Es ist doch nicht die Regierung gemeint, sondern die Bevölkerung. Da gibt es keinen wesentlichen Unterschied zwischen Gazastreifen und Westjordanland.

    • @Stumm Roland:

      "Oder heißt das: Israel muss weg, egal wie und durch wen?"

      Es geht nicht um Israel, sondern um jüdisches Leben. Sonst würden ja nicht überall in (auch) Europa, Australien usw. jüdische Menschen angegriffen und verfolgt werden, die weder Israelis sind noch jemals in Israel waren.

  • „Antifa means: Free Palestine“.

    Palästinser:innen wünsche ich ein gutes Leben in Freiheit und Glück.

    Wozu natürlich erstmal gehört, dass sie für sich selber sprechen. Palästinenser sich mit Israelis an einen Tisch setzen und unter einer klugen Moderation, vielleicht erfahrene neutrale Psychologen aus ganz anderen Ländern, die auf Konfliktlösung spezialisiert sind, miteinander reden. Von Mensch zu Mensch.

    Und endlich aufhören sich von anderen vertreten zu lassen:



    1933 von Nazis und Islamisten, anschließend Islamisten vorwiegend die Muslimbrüder, ab 1967 der gebildete internationale Antisemitismus, der hier eine wunderbare Gelegenheit für einen ewig dauernden Revolutions-Trip sah, zum Wohle der eigenen Identität und gebeutelten Egos.

    Die haben ja noch nicht mal verstanden, dass Israel nicht von Kolonialisten gegründet wurde sondern von Menschen, die in Not sind. Ab 1882 in mehreren Wellen, darunter die zionistische Arbeiterschaft, Juden aus Russland, die vor grässlichen Pogromen flohen. Und ab 1933 Juden aus Deutschland auf der Flucht vor den Gaskammern.

    Leider haben diese "Antifaschisten" nicht kapiert, dass sie auf der falschen Seite laufen. Blamabel.

    Wie fa ist die Antifa?

    • @shantivanille:

      Sie verstricken sich hier ein weiteres Mal in historische Ungenauigkeiten und Falschaussagen; dass Sie sogar den Holocaust vordatieren um einen fragwürdigen Punkt zu machen, ist jedenfalls wenig geschmackvoll. Aber davon abgesehen, wird in Ihrem Beitrag ein Grundproblem deutlich - das Unvermögen, in den Palästinensern vollwertige Menschen mit gleichen Rechten zu sehen: denn unabhängig davon, aus welchen Gründen die frühen Zionisten nach Palästina zogen - für die arabische Bevölkerung bedeutete es Vertreibung und Entrechtung. Natürlich kann man Israel nicht nachträglich abwickeln - es existiert und ist wie jeder andere Staat vom Völkerrecht geschützt. Nur sollte man zur Kenntnis nehmen, dass den Preis dafür bis heute ein anderes Volk zahlen muss, statt sich in der westlichen Paradedisziplin zu üben: den eigenen Opfern Moralpredigten zu halten.

    • @shantivanille:

      "Palästinenser sich mit Israelis an einen Tisch setzen und unter einer klugen Moderation, vielleicht erfahrene neutrale Psychologen aus ganz anderen Ländern, die auf Konfliktlösung spezialisiert sind, miteinander reden."

      Einen (oder mehrere) Versuch(e) wäre es sicherlich wert. Seit 80 Jahren wird erfolglos versucht, in Gesprächen und Verhandlungen eine Lösung zu finden, allerdings, wie ich annehme, ohne psychologische Begleitung.



      Wobei ich mir nicht sicher bin, ob Psychologen Islamisten konstruktiv einbinden können. Dennoch, versucht werden sollte es.

      • @*Sabine*:

        Natürlich sollten bei diesen Gesprächen keine Islamisten anwesend sein, denn sind bekanntlich jenseits von und nicht mehr erreichbar.

        Die psychologische Begleitung verstehe ich als reines Diskussions-Coaching und nicht als Therapie. Sie können auch professionelle Moderatoren aus der Wirtschaft nehmen, die z. B. Fusionen großer Firmen abwickeln oder Staaten beraten.

        Z. B..: Deloitte, EY (Ernst & Young), KPMG oder PricewaterhouseCoopers (PwC).

        So sehr das Wort nach Trump klingt, doch die Akteure müssen aus ihren bisherigen Bahnen raus, die ihnen nichts als Unglück gebracht haben. Siehe Gaza.

        Insbesondere nach dem 07.10.2023 steckt die Karre dermaßen im Dreck, dass keiner mehr Lösungen weiß.

        Muss man halt vielleicht ganz andere Wege gehen.

      • @*Sabine*:

        Wie stellen Sie sich diese Psychologische Begleitung denn vor? Es braucht doch nicht nur eine Psychologische Begleitung bei den Verhandlungen, sondern, wenn dann, für mehr oder weniger alle Israelis und Palästinenser. Andernfalls bilden sich Grüppchen wie die Hamas die das Ergebnis konterkarieren, weil bei Ihnen der Hass und Schmerz weiterhin tief sitzt.

        • @Walterismus:

          Das mit der psychologischen Begleitung wurde ja von @Shantivanille ins Gespräch gebracht. Ich persönlich finde den Ansatz auch nicht schlecht, wobei ich auch nicht wüsste, wie er in praktisches politisches Handeln umgesetzt werden könnte.



          Und natürlich benötigte die israelische/jüdische Seite (um mal die Formulierung von @*Sabine* aufzugreifen) genau so psychologische Betreuung wie die palästinensische, das ist offensichtlich.



          Mit Blick auf Connewitz müsste die psychologische Betreuung aber möglicherweise zunächst hierzulande innerhalb der linken Szene ansetzen.😉

        • @Walterismus:

          "Wie stellen Sie sich diese Psychologische Begleitung denn vor?"

          Ich ging lediglich auf den Vorschlag von Shantivanille ein und denke, versuchen kann man es ja mal. Eine genaue Vorstellung davon, wie psychologische Arbeit mit Islamisten aussehen kann, habe ich leider nicht. Schlimmer als wirkungslos wird es vermutlich nicht sein.

  • Bescheuerte quasi interne Kämpfe, während weltweit wichtigere Probleme Lösungen brauchen. Wer Hamasmorde legitimiert, braucht nur mal in den Spiegel zu schauen um festzustellen, dass das nicht links sein kann.

    • @TV:

      Der Kommentar trifft es leider genau auf den Punkt.

  • Bei den interessantesten Themen schließt ihr die Kommentarfunktion, und hier, wo hundertprozentig klar ist, dass von allen Seiten nur, aber wirklich nur, dummer und gefährlicher Unsinn kommen wird, lasst ihr sie geöffnet ... Zum Samstag Abend bisschen Bock auf Porno oder was??

    • @Gast3456:

      Na, dann erklären Sie uns doch mal wie Handala zwischen Israelkritik und Antisemitismus unterscheidet. Ich kenn die Antwort zwar, aber wäre doch nett es von Ihnen zu hören.

    • @Gast3456:

      Gutes Wort zum Sonntag. Es war für mich schon immer mit einer gewissen negativen Faszination verbunden, wie Teile der Linken in einer sagenhaft dogmatischen und fanatischen Weise zum Nahost-Konflikt Stellung beziehen müssen, wie sie das geradezu zum Kriterium des wahren Linksseins machen und sich gegenseitig anfeinden. Obwohl unter allen politischen Strömungen in der Welt wohl kaum eine so wenig Einfluss auf die Geschehnisse in Nahost hat wie die deutsche Linke. Es scheint eine autodestruktive Ersatzhandlung zu sein: Man kann einfache Parolen rufen, man weiss um ihre Folgenlosigkeit, und man muss sich nicht mit schwierigen institutionellen Fragen befassen. Und man hat jeweils einen inneren Gegner, der immer gleich getriggert ist und der einen nicht ignoriert. Man hat in der eigenen Blase Aufmerksamkeit (ganz wichtig!).

      • @Kohlrabi:

        Sie machen es sich zu einfach. Sicher gibt es auf "beiden Seiten" fanatische und dogmatische Leute. Es gibt aber auch Menschen, die sich durchaus theoretisch tief in die Materie eingearbeitet haben. Genauso wie es auf "beiden Seiten" Menschen gibt, die in Israel und / oder Palästina waren und sich mit den Verhältnissen vor Ort auseinandergesetzt haben. Ja, es soll auf "beiden Seiten" sogar Menschen geben die aus der Region kommen. Es gibt sogar Menschen aus Israel, die die Regierung nicht gut finden und Menschen aus Gaza, die die Hamas nicht gut finden.



        Das große Problem ist, dass man nicht sachlich miteinander diskutiert. Wobei mein persönlicher Eindruck ist, dass das vor allem bei großen Teilen der "propalästinensischen Seite" so ist. Aber der Umganston ist ja nicht nur bei diesem Thema unterirdisch, sondern das ist er bei anderen politischen Themen, nicht nur in der Linken, leider auch.

      • @Kohlrabi:

        Vielen Dank.....das beschreibt den Zustand der ideologisch zerfressen Linken sehr gut. Braucht kein Mensch.

      • @Kohlrabi:

        Wirkliche inhaltliche Arbeit leisten die palästinensisch-israelischen Dialoggruppen im Nahen Osten selbst. Woher diese Menschen ihren Pragmatismus und ihr Beharrungsvermögen hernehmen ist mir schleierhaft.

      • @Kohlrabi:

        "... dogmatischen und fanatischen Weise zum Nahost-Konflikt Stellung beziehen müssen, ..."

        Ich meine, dass es diesen Linken nicht um die leidenden Menschen auf beiden Seiten, sondern in der Hauptsache um den Gegner geht. Der Gegner ist in deren Wahrnehmung Imperialist, Kolonialist, weiß, Kapitalist usw.. Wie auf der rechten Seite gibt es vermutlich Menschen, die einen tatsächlichen oder vermeintlichen Gegner brauchen, an dem sie sich abarbeiten können, der vielleicht sogar ihrem Leben Sinn gibt. Außerdem erhalten sie dafür ganz offensichtlich erheblich mehr Bestätigung, mediale Aufmerksamkeit und Anerkennung, als wenn sie sich für die Menschen in der Westsahara, Jemen, Sudan usw. einsetzen würden.

      • @Kohlrabi:

        Das hat gesessen! Kompliment.

      • @Kohlrabi:

        Danke, bester Kommentar zum Thema! 💯

    • @Gast3456:

      Bisher doch überraschend ruhig hier?

      • @floppie:

        Es ist insgesamt um das Thema Gaza ruhig geworden. Es kräht kein Hahn mehr darüber, dass die Menschen im Gaza dahin vegetieren und das Westjordanland weiter mit roher Gewalt besiedelt wird.

        Deswegen sind die proßpalästinensischennDemonstrationen auch nicht unnütz und nicht wichtig. Im Gegenteil. Deutschland ist immer noch ein wichtiger Partner Israels in Europa und sehr wohl auch fähig Einfluss zu nehmen.

        • @Rudolf Fissner:

          "Es ist insgesamt um das Thema Gaza ruhig geworden."

          Ja, es ist ruhiger geworden; für Medien ist Frieden vermutlich weniger interessant als Krieg. Ich habe den Eindruck, dass es in/für Gaza vorangeht. Die zweite Phase des Gaza-Friedensplans hat begonnen und sogar die Pro-Palästinenser incl. der Täter und Unterstützer des 07.10.23, Hamas, Palästinensischer Islamischer Dschihad, haben dem erneut zugestimmt.

          Morgen sollen die Namen des geplanten 15-köpfigen Friedensrates in Davos veröffentlicht werden.

          Somit sehe ich durchaus Fortschritte und hoffe auf Erfolg. Die BürgerInnen Gazas sollten meiner Meinung nach frühzeitig eingebunden werden, auch wenn ich keine Prognose wage, für welches politische System sie sich dieses Mal entscheiden werden. An Geld, Unterstützung und guten Wünschen wird es sicherlich nicht mangeln. Mal sehen, was die BürgerInnen aus Gaza gestalten werden. Der Einfluss des Iran auf Gaza kann hoffentlich eingeschränkt werden.

          • @*Sabine*:

            Es bedarf aber immer noch internationaler Unterstützung in diesem Prozess. Die vor allem auch rechtsextremen Kriegsverbrecher sind in Israel ja immer noch an der Regierung.

            Man wäre mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn man Den Rechtsextremen bei der Gestaltung des Friedensprozesses vertraut.

            Ich habe keine Ahnung, wie die Antideutschen da speziell ticken, gewann aber schon ab und an den Eindruck, dass die es sich mit den völlig Falschen in Israel gemein machen.

    • @Gast3456:

      Glauben sie, dass man zu diesem Thema nichts Treffendes sagen kann? Ich wüsste nicht, warum.



      Und auch wenn es wehtut: Es ist wichtig, dass sich unsere Gesellschaft auf einen Kurs in dieser Frage einigt oder dass sich zumindest eine Mehrheitsmeinung herausschält. Denn das Thema ist einfach zu wichtig UND paradigmatisch für die Verwerfungen in der Weltpolitik. Wir brauchen weitgehende Einigkeit, wie wir d.h. letztlich unser Staat mit dem Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern umgehen wollen. Es stecken viele wichtige Punkte darin: Völkerrecht, Menschenrechte, Schutz von Minderheiten, historische Verantwortung, moralischer Universalismus, internationale Glaubwürdigkeit usw.

      Das ist meine Meinung.

      Und sagen sie mir nun auch, dass auch von mir "nur dummer und gefährlicher Unsinn gekommen ist?



      Und was ist eigentlich mit ihrem eigenen Kommentar: Widersprechen sie sich selbst?

      Schönen Abend.

      • @JK83:

        und was ist wenn sich andere Länder aus deren Konflikte zwischen Israel und Palästina raus hält? ist auch ne Möglichkeit! Zu den anderen Konflikten der Welt hält man sich ja auch raus!

      • @JK83:

        "Wir brauchen weitgehende Einigkeit, wie wir d.h. letztlich unser Staat mit dem Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern umgehen wollen."

        Diese Einigkeit wird meiner Meinung nach nicht mehr herzustellen sein, obwohl ich es mir, besonders zu Gunsten der in Deutschland und Europa lebenden jüdischen Menschen, wünsche. Ich bin so pessimistisch und behaupte, dass Einigkeit in diesem Punkt erneut zu grauenhaften Verbrechen führen würde ... die Anfänge sehen wir jetzt bereits.

        Und auch die Holocaust-Überlebende Frau Friedländer sagte noch kurz vor ihrem Tod: "So hat es ja damals auch angefangen." Ihren Worten schließe ich mich uneingeschränkt an.

        Dann lieber doch keine Einigkeit.

  • Migrantifa, das sind wohl wie der Name sagt wohl hauptsächlich Migranten, und die demonstrieren jetzt gegen die Antifa, also gegen Linke. So etwas kann man sich kaum ausdenken

    • @Martin Sauer:

      Gabs doch nach 1968 auch? Linke gegen Linke, Antideutsche gegen Antiimps. Anarchos gegen Kommunisten.



      Es gibt viele viele Gemeinsamkeiten. Trotzdem Streit, wie wenn der eine BVB-Fan ist, der andere Schalke-Fan.

      Statt "Möge der Bessere gewinnen!" wie es im Fußball sein soll, wundern wir uns, warum es keine starke Basis gegen Rechts gibt.

      • @Troll Eulenspiegel:

        "Gabs doch nach 1968 auch? Linke gegen Linke,"

        Die Linke ist keine Kirche mit einheitlichem Glaubensbekenntnis.

        Es gab unzählige liberale Linke, die sich vor und nach 1968 gegen verknöcherte Linke auch aktiv positioniert haben. Z.B. gegen die DDR-Linken und Fans. Man muss schon sehr vernebelt sein, wenn man die vielen Brüche innerhalb der Linken nicht kennt.