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Nach Blackout in Berlin„Vulkangruppe“ bedauert Zeitpunkt des Anschlags

Die „Vulkangruppe“, die sich zum Anschlag aufs Berliner Stromnetz bekannte, äußert sich erneut – und amüsiert sich über das Tennis-Debakel von Kai Wegner.

Polizeikräfte stehen an der Brandstelle der Kabelbrücke vor dem Kraftwerk Lichterfelde in Berlin Foto: Michael Kappeler/dpa

Nach dem Brandanschlag auf eine Stromkabelbrücke im Berliner Ortsteil Lichterfelde meldet sich die „Vulkangruppe“, die sich zu der Tat bekannte, nochmals zu Wort – diesmal mit einem „Offenen Brief“ an die vom Stromausfall Betroffenen und an die linke Bewegung. Der Anschlag wird darin erneut verteidigt. Selbstkritisch aber wird eingeräumt: „Mit dem heutigen Wissen um die Auswirkungen für Teile der Bevölkerung, hätten wir diese Aktion in eine warme Jahreszeit verlegt.“

Das Schreiben lässt sich nicht final überprüfen, wirkt aber authentisch. Es wurde auf einer einschlägigen Internetseite veröffentlicht, auf der auch Bekennerschreiben zu früheren „Vulkangruppen“-Aktionen und weiteren Sabotageaktionen auftauchten. Auch korrespondiert der Duktus mit vorherigen Schreiben und der Text offenbart noch einmal mutmaßliches Täterwissen, wie die Kabel entzündet wurden.

In der Nacht zu Samstag hatten Unbekannte in Berlin eine Kabelbrücke vor dem Gaskraftwerk Berlin-Lichterfelde in Brand gesetzt. Das führte zu einem tagelangen, großflächigen Stromausfall, der Zehntausende Haushalte betraf und bis Mittwoch andauerte. Schulen und Supermärkte blieben geschlossen, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen mussten mit Notstromaggregaten versorgt werden.

„Die Tragweite war weder beabsichtigt noch einkalkuliert“

„Die Aktion war kein geplanter Angriff auf die Stromversorgung Berlins“, wird in dem aktuellen Schreiben der „Vulkangruppe“ beteuert. Ziel sei es gewesen, das „fossile Gaskraftwerk auszuschalten, weil es nicht mehr verantwortbar ist, weiter die Erde zu zerstören“. Die Folgen der Aktion seien nicht absehbar gewesen. „Die Tragweite der Auswirkung auf ungefähr 40.000 private Haushalte war von uns weder beabsichtigt noch einkalkuliert.“ Man sei davon ausgegangen, dass ein Stromausfall nur einige Stunden dauern würde.

Die Au­to­r*in­nen betonen, sie hätten bewusst Fernwärmerohre nicht angegriffen, „weil es uns nicht darum ging, der Bevölkerung Unannehmlichkeiten und Härten während des Frosts zu bereiten“. Die Gruppe will auch jede Gefährdung von Menschenleben ausgeschlossen haben. „Wir hätten diese Aktion nicht durchgeführt, wenn wir dessen nicht sicher gewesen wären.“

Weiter heißt es: „Die pflegebedürftigen Menschen und deren Angehörige lassen uns nicht kalt.“ Dass diese und andere Menschen es „schwer hatten“, daraus „können und sollten wir, andere Vulkangruppen und andere militante Gruppen, Schlüsse ziehen“. Die Gruppe begrüßt, wie sich die Betroffenen des Stromausfalls vielfach selbstorganisiert hätten. Davor habe man „großen Respekt“. Hier sollten sich auch linke Gruppen bei künftigen Krisenfällen, ob durch Sabotage oder nicht, einbringen.

Den Anschlag an sich aber verteidigt die Gruppe. Und sie erklärt: „Den toten Villenvierteln allerdings weinen wir keine Träne hinterher.“ Dass Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und Innensenatorin Iris Spranger (SPD) zuletzt von Linksterrorismus sprachen und inzwischen die Bundesanwaltschaft zu diesem Vorwurf ermittelt, weist die Gruppe brüsk zurück.

Die Bekennerschreiben der „Vulkangruppe“

In einem Schreiben einer „Vulkangruppe“ hatten sich die Ab­sen­de­r:in­nen erstmals am 4. Januar 2026 zu dem Brandanschlag auf das Stromnetz in Berlin bekannt. Am 6. Januar wurde ein weiteres Schreiben einer „Vulkangruppe“ veröffentlicht. In einer sogenannten Richtigstellung reklamierten sie den Angriff noch einmal für sich, nachdem spekuliert wurde, ob der Angriff nicht eine Sabotageaktion Russlands war. In einem dritten, am 7. Januar publizierten Schreiben behaupteten mutmaßlich andere Au­to­r:in­nen, sie seien die ursprüngliche „Vulkangruppe“ und hätten mit den Anschlägen der letzten Jahre nichts zu tun. Am selben Abend erscheint ein Schreiben, in dem behauptet wird, „mit gezielten Schnitten und Bränden an den Kabelbrücken“ hantiert zu haben.

In einem am 8. Januar veröffentlichten fünften Schreiben einer „Vulkangruppe“ bedauert diese, dass neben dem Gaskraftwerk auch private Haushalte betroffen waren, da dies nicht beabsichtigt gewesen sei. Mit dem heutigen Wissen um die Auswirkungen, hätte die Gruppe den Angriff in eine warme Jahreszeit verlegt, heißt es dort. Am 11. Januar folgt ein Schreiben, das jenes der selbst ernannten ursprünglichen Vulkangruppe als „Fake“ zurückweist und für sich die Tat von 2011 reklamiert. Das bisher letzte Schreiben erscheint am 12. Januar. Mit dem bislang detailliertesten Tatbeschreibungen reklamiert es den Anschlag in Lichterfelde für sich.

Terrorvorwurf wird zurückgewiesen

„Wenn man von der heraufziehenden Klimakatastrophe nichts wissen will, dann zeigt man mit den Fingern auf andere und schreit Terrorismus“, heißt es im Schreiben. Die „Terrorismuskeule“ sei „der hilflose Versuch, sich der Auseinandersetzung um Widerstand gegen die Zerstörung der Erde zu entziehen“. Um mit dem Vorwurf des Terrors zu überzeugen, würden nun Betroffene „aus den Altenheimen und Se­nio­r*in­nen­re­si­den­zen hervorgeholt“. Das sei „pure Heuchelei“.

Wie in einer vorherigen, kurzen zweiten Stellungnahme nach dem Anschlag weist die Gruppe auch nochmal zurück, dass der Anschlag eine „False Flag Aktion“ und eigentlich russische Sabotage gewesen sein könnte. Man lasse sich auch nicht steuern durch Geheimdienste: „In Russland und China würden wir Menschenmögliches tun, was den Diktaturen schadet und den Menschen hilft. Sabotage wäre naheliegend.“

Auch eine Distanzierung einer vermeintlichen Ursprungsgruppe der „Vulkangruppe“, deren erstes Bekennerschreiben 2011 nach einem Brandanschlag am Berliner Bahnhof Ostkreuz auftauchte, wird abgetan. Dieser Text komme „nie und nimmer von einer Vulkangruppe“, schreiben die jetzigen Autor*innen. Er sei „ein Fake“, weil viel zu „flach“, inhaltlich unausgegoren und ohne „Autorisierung“ und Belege, dass er wirklich von einer „Vulkangruppe“ stamme.

Entweder komme der Text von einem „Troll“, einer Einzelperson oder von einem Geheimdienst oder „Faschisten“, die Verwirrung und Spaltung stiften wollten, mutmaßen die Autor*innen. Betont wird aber, dass es mehrere Zellen gebe, die als „Vulkangruppe“ unterwegs seien. Man selbst könne nur Verantwortung für den aktuellen Anschlag in Lichterfelde übernehmen.

Bisher keine Tatverdächtigen ermittelt

Sicherheitsbehörden hatte das erste Bekennerschreiben der „Vulkangruppe“ als authentisch erachtet und den Anschlag den Linksmilitanten zugeschrieben. Tatverdächtige konnten dazu bisher nicht ermittelt werden – auch bei allen bisherigen Taten der „Vulkangruppen“ seit 2011 war dies nicht gelungen. Er­mitt­le­r*in­nen werten aktuell Spuren vom Tatort, Zeu­g*in­nen­hin­wei­se und Bilder von Überwachungskameras aus, um diesmal Verantwortliche zu finden. Die „Vulkangruppe“ gibt sich in ihrer aktuellen Erklärung unbesorgt: „Wir sind entspannt.“

In der Berliner Landespolitik wird derweil weiter über das Krisenmanagement von Regierungschef Wegner diskutiert – der am ersten Tag des Anschlags Tennis spielen war, statt sich voll der Krisenbewältigung zu widmen, wie ihm Kri­ti­ke­r*in­nen vorwerfen. Die „Vulkangruppe“ äußert sich auch dazu – und das belustigt: Diese Entwicklung sei „ein amüsantes Detail“ des ganzen Geschehens.

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140 Kommentare

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  • Können die Nazis bei Indymedia immer noch schreiben? 🤪

  • Vulkangruppe : Den Herrschenden den Saft abdrehen am: 08.01.2026 - 16:12



    Themen: ... Holy shit. Eine derartige Selbstgerechtigkeit habe ich zB von Herrn Döpfner, der Bl**Zeitung oder dem Portal eines Herrn Julian Reichelt erwartet. Danke, liebe tazzen, dass Ihr diese Bekennerschreiben über die erreichbaren Indymedia-Seiten lesbar macht. Das Schreien der ur-sprünglichen Vulkangruppe aus 2011 erscheint mir einleuchtend. Sie differenzieren und grenzen sich ab und grenzen die neue V-Gruppe "Den Herrschenden den Saft abdrehen" aus: Das sind nicht wir, schreiben sie. Denn sie richten sich gegen Kriegsgewalt und gegen die Waffenindustrie.- Ein Freund, 75+, Krebspatient, mit schwer kranker Partnerin zu Hause, die alleine nicht aus dem Bett kommt, da schwach, die Hilfe beim Toilettengang braucht, die sich nur zu Hause orientieren kann - sie und seine Nachbarn hatten Glück. Eine Häuserzeile weiter war alles dunkel.- was für Betonköpfe und steinerne Herzen waren das ? Selbst-gerecht bis ins Mark. Nero, Robespierre und viele andere Schreckensgestalten lassen grüßen.

  • Vielleicht können diese kranken 🧠 Hirnis von der Volkstanztruppe ääähh Vulkangruppe mal ihre Definition von humanistischen, linken Werten veröffentlichen.



    Da haut iwie iwas überhaupt nicht hin.

  • Dieses Bekennerschreiben zeigt für mich, wie isoliert diese "Vulkangruppe" in ihrem "linken" Umfeld ist, dass sie sich zu weiteren Erklärungen genötigt sehen. Bei mir, der sich als "links" innerhalb der liberal-demokratischen Ordnung versteht, kommen sie damit nicht durch. Bei manchen hier im Forum finden sie Verständnis.



    Die liberale Demokratie mit all ihren Mängeln ist nunmal die bestmögliche Form, die unterschiedlichen Interessen in einer Gesellschaft in einen einigermaßen geregelten Ausgleich zu bringen. Die regulierende Idee kann nur angestrebt, niemals aber erreicht werden. Jeder Versuch, diese Idee mit Anschlägen durch ein (vermeintlich) erreichbares, aus Erkenntnis "der Wahrheit" abgeleitetes Ziel zu ersetzen, ist Terrorismus, egal ob ein "kommunistisches Paradies" oder "völkische Reinheit" und "wiederhergestellte natürliche Ordnung" als Ziel angeführt werden.



    In der gegenwärtigen Gesamtlage fördert die Vulkangruppe ungewollt eher Letzteres, als dass sie einer solidarischeren Gesellschaft näher kommt. Die Stimmung droht weitaus eher nach "rechts" als nach "links" zu kippen. Das nicht zu erkennen ist schlicht Dummheit.

    • @Joba:

      "Bei manchen hier im Forum finden sie Verständnis."

      Wo lesen Sie das hier in den Kommentaren?

      Ich bin halt nur etwas wählerisch wer mir warum was als sozusagen den Super-Top-Terrorismus vorstellt.



      Mit dem ich dann angeblich als Linksradikale - am besten gleich "Linke" irgendwas mit fragwürdigem Verständnis haben soll.



      Während dieselben Leute nicht müde werden den Massenmord in Gaza als Notwendigkeit fürs Grosse Ganze vorzustellen. Oder von mir wollen, das ich mich für einen Oligarchen oder /und Imperialisten, gegen den anderen Oligarchen-Imperialisten entscheiden soll.

      Mehr iss grad nicht zur Auswahl - in der allüberall dominierend gar nicht liberalen Demokratie der wirtschaftslibertären Moderne.

      • @Elise Hampel:

        Das bezog sich auf den Beitrag von @Jutta 57 vom 09.01. 23.00 Uhr und die vehemente Ablehnung des Begriffs Terrorismus (wird auch im Schreiben zurückgewiesen) bei Wenigen. Verständnis (für das Schreiben) ist auch nicht Zustimmung (schon gar nicht zur Tat selbst) und ganz präzise hätte ich eingeschränktes (immerhin) Verständnis schreiben müssen.

  • Interessant ist es zu verfolgen, wie gewisse Leute, die verbal hier im Forum und in den Artikeln auf die Nordkreuz-Prepper eingedroschen haben und sehr grosszügig mit dem Terrorismus-Atteibut waren, nun nachsichtig mit den Vulkaniern oder den Hammer-Schlägern umgehen ("Könnte auch eine False Flag Operation von Rechten gewesen sein", "Sind halt übers Ziel hinausgeschossen, aber nicht wirklich gefährlich", "Das ist kein Terrorismus etc.).



    Da müsste hier in der taz auch die Vermutung auftauchen, dass bei Hakenkreuz-Schmierereien Linksextreme am Werk waren, oder?

    • @Emmo:

      Der einem näherstehenden Seite ist man immer großzügiger / wohlwollender / nachsichtiger gestimmt als der des Gegners. Das ist absolut nachvollziehbar.



      Was allerdings schon absurd war für mich, wie unbedingt und wider aller Vernunft hier manche die Russlandtheorie regelrecht heraufbeschwören wollten.



      Das hat mich in dieser Intensität und Unnachgibigkeit an die Coronaverschwörer erinnert und ich dachte bis letzte Woche, dass es solch einen Grad von Realitätsverweigerung nur am rechten Rand gibt - weil sich links sonst immer auf die Fahne schreibt, auf die Wissenschaft zu hören und faktenbasiert zu sein. Aber trotz mehrerer Berichte beispielsweise vom ZDF / Frontal oder auch Interviews hier in der taz, die eine russische false flag als nahezu ausgeschlossen einschätzten, schrieben hier viele unbeirrt weiter, als ob eine Beteiligung / Steuerung Russlands quasi unzweifelhaft wäre...



      Das hat mich wirklich überrascht.

    • @Emmo:

      Zu welchem Zweck phantasieren Sie "Nachsichtigkeit", die tatsächlich, faktisch und für jede und jeden nachprüfbar gar nicht existiert.



      Der, die Verantwortliche, die sicherlich höchst überschaubare Gruppe, so sie überhaupt als Gruppe existiert, ist vollumfänglich komplett isoliert.

      Welches Interesse behauptet das Gegenteil?

      Was soll die Analogie zu faschistischen Strukturen, die sich zum Zwecke faschistischer Praxis -auch- innerhalb von staatlichen Organisationen organisieren?



      Von Ihnen als "Prepper" - also quasi Freizeit-Survival-Begeisterte verharmlost. In der Tradition von Franz Josef Strauss (CSU) Der wollte unbedingt, dass das Oktoberfest-Attentat 1980 ein Anschlag der RAF gewesen ist. Während er die "Wehrsportgruppe Hoffman" aus deren Umfeld-Personal der Massenmord organisiert worden war "ein paar junge Männer die im Wald Sport treiben" und als "harmlose" Spinner bezeichnete.

      Erklären Sie, wen man sich unter Ihnen vorzustellen hat. Machen Sie keinen Unterschied zwischen Faschisten, Putschisten die sich innerhalb und als Angehörige staatlicher Institutionen organisieren



      und einer Person, bestenfalls Kleinstgruppe, die ein Stromkraftwerk für militärische Infrastruktur hält?

      • @Elise Hampel:

        Wieso "nicht existierr"? Sie bestätigen diese These ja. Und Whataboutismus bringt da auch nicht viel.



        Zudem ist es ja nicht nur diese "Kleinstgruppe", wie Sie es nennen. Da gibts auvh noch Brandanschläge auf jüdische Einrichtungen, sowie Drohungen und tätliche Angeiffe von Studierenden. Für mich alles andere als harmlos.

  • Leider gab es reale Auswirkungen.

    Sonst wäre das ein gutes Skript für eine Comedyserie. "Wer ist hier der Dümmste?" oder so.

    • @warum_denkt_keiner_nach?:

      Hoffentlich haben Sie sich die Rechte am Seriennamen sichern lassen, bevor jemand von RTL hier mitliest.

      RTL ist mir gerade als erstes eingefallen, die realistische Liste wäre wesentlich länger.

      • @Erfahrungssammler:

        Ach. Auf die Rechte kommt es mir nicht an. Die kann RTL oder sonst wer haben. Sonst müsste ich noch einen Mahnanwalt durchfüttern...

  • Mist! Wir sind bei unserer Aktion vom Winter überrascht worden...

  • Auch wenn ich dafür jetzt bestimmt böse Antworten kassiere, möchte ich einigen Kommentierenden hier trotzdem empfehlen, mal wieder von den Bäumen runterzukommen.



    Die Aktion war politisch dumm und die Täter sich offensichtlich der gefährlichen Folgen ihres Tuns nicht bewusst. Die jetzt geradezu inflationär auftauchenden Bekennerschreiben erscheinen mir dilettantisch und fast pubertär in der Art der Formulierung und Argumentation. Aber Terrorismus? Finde ich zu hoch gehängt, sorry.

    • @Klabauta:

      Schon klar, solange bei einem Brandanschlag keine Menschen sterben ist das kein Terrorismus und wirkliche Terroristen sind natürlich echt schlau und schreiben ausgefeilte Bekennerschreiben mit wirklich klugen Sätzen.

      Aber vielleicht haben Sie recht und die extreme Linke ist nur ein dummer, dilettantischer und pubertärer Haufen, der echt keinen Plan hat bezüglich der Folgen ihres Tuns.

    • @Klabauta:

      Okay was ist für Sie Terrorismus? Das was die Gruppe hier gemacht hat, ist astreiner Terrorismus. Ja die Aktion war Dumm, aber Dumm ist jede Art des Terrorismus.



      Dummheit schützt aber nicht vor Strafe und der Bennenung von dem was es ist: Terrorismus

      • @Walterismus:

        & @Marcelo, Emmo

        Ich halte es deswegen nicht für einen teroristischen Akt, weil die Absicht fehlte, durch Gewalt Angst und Schrecken unter der Bevölkerung zu verbreiten. Diese Absicht kann man natürlich unterstellen, aber ich sehe diese Annahme nicht als gerechtfertigt an.



        Das Ziel war laut Bekennerschreiben, fossile Infrastruktur und ihre Betreiber zu schädigen, nicht aber, die Bevölkerung.



        Was ich davon halte, habe ich bereits in meinem ersten Post formuliert.

        • @Klabauta:

          Das mag zwar die Intention gewesen sein, aber auch das is Terrorismus. Und auch das billigende Inkaufnehmen von Kollateralschäden durch Aktionen ist Terrorismus.

          Es gibt keine Terrorgruppe, welche sich selber als Terrorgruppe sieht, sondern als Kämpfer für eine gute Sache. Egal ob NSU, RAF, Al Quaida, IS oder jetzt die Vulkangruppe.



          Trotzdem bleiben es Terroristen und sollten so behandelt werden. Das niemand gestorben ist, war pures Glück.

          • @Walterismus:

            Allein Ihre Aufzählung der Mörderbanden NSU, RAF, Al Quaida, IS macht den Unterschied zur Vulkangruppe deutlich, das müsste Ihnen eigentlich selbst auffallen.

    • @Klabauta:

      Sorry, aber alle Punkte um den Tatbestand des Terrorismus sind bei dieser Aktion erfüllt worden! Somit ist das nicht zu hoch sondern genau richtig

    • @Klabauta:

      Terroristen simd immer die anderen.



      Das ist das Narrativ von RAF über rote Brigaden bis Hamas. Und auch die Vulkangruppe lässt sich argumentativ (!) da einirdnen.

  • Diese "Vulkanier" oder wie sie sich nennen, sind offenbar sehr schlicht gestrickte Personen, die sich rechtschaffen fühlen, wenn sie so eine tolle "Aktion" durchfürhen können. Schon dieses "Bekennerschreiben" zeugt von einem wirren Verständnis von Gesellschaft, der Anschlag ebenfalls. Man will die bösen Reiichen bestrafen für und bestraft dabei die Armen noch viel doller. Und sagt dann -Oh! Sorry, haben wir nicht dran gedacht...



    Ich vermute mal eine Truppe unreifer Heranwachsender dahinter. Zu unintelligent, um eine echte strategische Gefahr zu sein, aber auch extrem beeinflussbar und zu jedem Unsinn bereit, der scheinbar ihrer verschwurbelten Sache dient. Allerdings muss man sie einfangen und merken lassen, dass so etwas nicht geht und hart bestraft wird. Also kein halbherziges Ermahnen und Weiter-So.

    • @Läufer:

      Ja, genauso ist es, weil die Reichen aus den Villen genug Geld haben, sich in solchen Fällen, in einem Hotel einzumieten. Die Omi mit der mickrigen Rente aber nicht, von denen in Pflegeheimen ganz zu schweigen. Für mich ist es auch Terrorismus. Außerdem bietet man mit solchen Aktionen Vorlagen für andere,die uns sabotieren wollen, z B. Putin & Co. Wenn es ums Klima geht,sollte man andere Protestformen wählen.

    • @Läufer:

      Die gesamte Antifa besteht aus "sehr schlicht gestrickten Personen“,", die meinen linken Bekannten in Berlin äußerst peinlich sind.

      • @Klartext:

        Alle Extremisten sind letztendlich einfach gestrickt.

    • @Läufer:

      45.000 Haushalte vom Strom abzuschalten, nennen Sie keine strategische Gefahr?



      Das sind keine Heranwachsenden, die würden So nicht schreiben und wären nicht in der Lage so über Jahre zu agieren. Auch die Altern. Und da die schon über Jahre aktiv zu sein scheinen, sind Sie ganz gewiss nicht mehr im Alter von Heranwachsenden.

  • "„Wenn man von der heraufziehenden Klimakatastrophe nichts wissen will, dann zeigt man mit den Fingern auf andere und schreit Terrorismus“, heißt es im Schreiben. Die „Terrorismuskeule“ sei „der hilflose Versuch, ..."

    Als wenn all die anderen Terroristen nicht auch ihre "guten", nein "allerbeste" Gründe gehabt haben für ihre Anschläge. Das ist so ein Kennzeichen von Terroristen, Geisterfahrer sind immer die anderen Terroristen.

    • @Rudolf Fissner:

      "Das ist so ein Kennzeichen von Terroristen, Geisterfahrer sind immer die anderen Terroristen"



      Volltreffer.

  • Die Beteuerungen dieser Täter, sie hätten den Stromausfall so nicht gewollt, kann man getrost als Relativierung ansehen. Ein Blick auf die Webseite Openinframap verdeutlicht das( Link openinframap.org/#...52.43147/13.28676): Die 110kV-Leitung ist eine Ringleitung, die an der Kabelbrücke beginnt und endet. Es gibt keine andere Leitung, die die Umspannwerke des betroffenen Gebiets hätte alternativ versorgen können. Das wussten die Täter genau, alles andere ist Märchenstunde. Obwohl ich bin ein großer Fan solcher Projekte wie Openstreetmap bin, hat diese Transparenz bei kritischer Infrastruktur nichts zu suchen. Die/der Normalbürgerin/Normalbürger müssen nicht wissen, wo Leitungen dieser Art verlegt sind. Bei Freileitungen kann ich bei der Sichtbarkeit nichts ändern, bei unterirdischer Infrastruktur sehr wohl.

    • @Polarhund:

      Nachtrag: Auch unterirdische Kabel sind bereits für den Laien verfolgbar. Zum Beispiel müssen Hinweisschilder (in Weiß) angebracht werden, um die Position des Kabels markieren zu können.

      Folgt man der Spur, wird man unweigerlich auf weitere Transformatoren in Berlin stoßen.

      • @Troll Eulenspiegel:

        Ich antworte hier auf beide Kommentare. Die Problematik ist doch uralt: Ich kann alles Wissen missbrauchen. Wenn ich mein berufliches Fachwissen der Vulkangruppe vermitteln würde, könnten zukünftige Angriffe auf die kritische Infrastruktur noch eine andere Qualität aufweisen. Ich sehe aber einen Unterschied, ob ich ein Umspannwerk lokalisiere oder der Verlauf der Infrastruktur über eine Karte nachvollziehen kann. Ein Umspannwerk lahmzulegen hätte in Steglitz-Zehlendorf andere Auswirkungen gehabt als der gezielte Angriff an genau dieser einen Stelle. Übrigens, am 08.10.22 wurde durch einen gezielten Anschlag das GSM-R-Funknetz im Norden Deutschlands ausgeschaltet. Stundenlang fuhr in dem betroffenen Bereich kein Zug. Dieser Anschlag führten Insider aus. Ob nun frustrierte Bahner selbst oder andere Akteure, die diese Informationen hatten. Wenn ich gezielt zwei Kabel durchtrenne, die 500 km Luftlinie voneinander entfernt liegen, dann geht das nur durch Insiderwissen, das nicht öffentlich verfügbar war. Und daher bin ich der Meinung, dass eine solche Transparenz für die kritische Infrastruktur fehl am Platz ist. Es geht mir darum, Anschläge zu erschweren.

    • @Polarhund:

      Ich kann zumindest vom Boden aus erkennen, ob es sich um eine 110kV-Leitung, 220kV-Leitung handelt, oder ob es sich um Leitungen der Deutschen Bahn handelt. Dieses Wissen habe ich mir angeeignet.

      Wer also (etwas) Fachwissen hat, darf sich dieses nicht aneignen? Weil könnte ja der Vulkangruppe nützlich sein?

  • Extrem links und extrem rechts…..

    Einer nicht besser, als der andere!

    Ich hoffe, wir verlieren die Mitte nicht!

    • @C Walser:

      Was tut denn die Mitte gegen die Extreme?

    • @C Walser:

      Hufeisen detected

      • @Nixzusehen:

        Hmm ... Ist die Vulkangruppe nun links oder rechts? 🤔

    • @C Walser:

      Sie haben auch noch nicht gelernt, dass es stets die sogenannte Mitte ist, die die Weltgeschichte verbockt und verantwortet. Es ist ja ihre Durchschnitts-und Normalitätsbehauptung die dominiert. Sie ist es, die vor der Geschichte stets versagte. Sie hat hat die reale Macht. Stellt Regierung. Sitzt in Vorstand und Generalstab. Schneidert sich Gesetz, Verordnung, Maßstab und Doppelmoral passend zurecht. Sie erlaubte Stalin mit Zucht, Ordnung und Schuldzuweisung die Macht zu sein. Der Faschismus war nicht Hitler. Hitler war bloß die Projektionsfläche einer Doch-Bloß-Konservativen Mitte. Die sich nach der wertordentlich regelbasierten Moral und Volksgemeinschaft sehnt. Und das man als Bürger wieder was gälte. Vor Regierung, aber auch als Land vor der Welt.

      Es ist doch eine "Mitte" einer Gesellschaft, die Grönland für ihr Eigentum hält. Oder die Ukraine. Präsidenten entführt, oder sich als Mitte der US-Gesellschaft, mit der Mitte der britischen Gesellschaft als Freibeuter der Meere verbündet, um Ölladungen in ihren Besitz zu bringen. Im Zweifelsfall einer Dreifachmutter als "Linksextremistin" in den Kopf schiesst.

      Ich sehe gar keine Extremisten am Werk. Schon gar nicht Linke.

      • @Elise Hampel:

        „ Ich sehe gar keine Extremisten am Werk. Schon gar nicht Linke.“

        Wann beginnt bei Ihnen Linksextremismus? Erst bei Gewalt gegen Menschen?

        Ich halte es ja für verständlich Linksextremismus nicht als links zu empfinden. Auch sehe ich mehr Gemeinsamkeiten zwischen Linken demokratischen Parteien und Konservativen demokratischen Parteien.

        Aber ideengeschichtlich ist Linksextremismus nun einmal links verortet. Für dieses faule Ei tragen Linke eine besondere Verantwortung. Genauso wie die Konservative eine besondere Verantwortung haben für ihre faulen Eier. Am besten ist es immer noch wenn gegen die faulen Eier gemeinsam angegangen wird.

        Beim deutschen Faschismus „bloß die Projektionsfläche einer Doch-Bloß-Konservativen Mitte“ zu reduzieren klammern sie die Rolle der KPD und des Stalinismus aus, die ebenfalls ihr „bestes“ getan haben, die Weimarer Demokratie zu zerstören und sogar Verbündete wurden beim Filetieren von liberalen demokratischen Staaten (Polen).

  • "Selbstkritisch ... hätten wir diese Aktion in eine warme Jahreszeit verlegt.“"



    Diese Argumentation ist so Banane, dass das Schreiben ganz sicher authentisch ist.



    Auch im Sommer hat ein Stromausfall zum Teil erhebliche Auswirkungen auf die Bevölkerung. Aber wenn einem das im Grunde egal ist, kann man ja mal drauflosschwadronieren.

  • Falls es diese Terrorgruppe gibt, müssen ihre Mitglieder selten dämlich sein. Sie haben allen Ernstes nicht damit gerechnet, dass es Winter zu Heizungsausfällen kommt, wenn man die Stromversorgung sabotiert?

    • @FraMa:

      "Sie haben allen Ernstes nicht damit gerechnet, dass (...)

      Ja. kann gut sein. So ist das manchmal, wenn man davon ausgeht mit einem allumfassend übermächtig organisierten Feind zu tun zu haben. Da denkt man halt, man "schaltet ein Gaskraftwerk ab" . Da sind die Herrschenden dann ganz böse, weil das Kraftwerk nun seinen schmutzigen Strom nicht mehr liefern kann. Die schalten aber dann schon ansonsten in der Schaltzentrale das Notprogramm an. So wie es für Metropolen-Europäer durchschnittlich stets funktioniert.



      So geht halt mangelnde Analyse, mangelndes Bewusstsein, mangelnder Begriff, womit es die soziale, die ökonomische, die ökologische Revolution zu tun hat.

      Das ist ja nun keine exklusive Fehldenke. Im Grunde war und ist z. B. den GRÜNEN auch nicht wirklich klar, wieviel sozialer und ökonomischer Sprengstoff in der Frage steckt, wer die Lasten der notwendig unumgänglichen Umwälzung der fossilen Ökonomie trägt.



      Während der Faschismus, der Terror der wirtschaftslibertären Moderne, noch einmal für mindestens eine Menschenalter auf den Zusammenbruch aller Zivilisation setzt.

      • @Elise Hampel:

        "Da sind die Herrschenden dann ganz böse, weil das Kraftwerk nun seinen schmutzigen Strom nicht mehr liefern kann. "

        Immerhin scheinen Sie anzunehmen, dass das Volk herrscht. Oder wen haben Sie sonst so wegen der Stromabschaltung völlig angepisst wahrgenommen?

        Und "allumfassend übermächtig organisierten Feinde" existieren i.d.R. immer in allumfassenden Verschwörungstheorien.

        Mit solchen Verschwörungstheorien, antikapitalistisch aufgehübscht, überzeugt man niemanden, wie der beste Weg zur "notwendig unumgänglichen Umwälzung der fossilen Ökonomie" aussehen kann. Das Bekommen Grüne, ja selbst die CDU besser hin.

    • @FraMa:

      Der Klimawandel hat wohl das Denken zu sehr aufgeheizt. 🤪

    • @FraMa:

      Eben, war ja nur ein Stromkabel.



      Und wer kann schon wissen das eine Heizung Strom benötigt, der dann fehlt wenn das Kabel kaputt ist…..

      Ich denke da ist eindeutig unsere Regierung schuld. Mann könnte ja einen Hinweis am Kabel anbringen. In den USA funktioniert das ja auch, wie beispielsweise bei der Katze und der Mikrowelle.

      • @C Walser:

        -:)

    • @FraMa:

      Nach der hier oft wiedergebenen Darstellung wollte werauchimmer das Gaskraftwerk abschneiden. Die Ring-Redundanz auch in Berlin hätte normal eine Versorgung um die andere Richtung herum zeitnah herstellbar gemacht.



      D.h. der Ansatz ist da wohl: betrifft die Menschen ja nur maximal ein paar Stündchen. Durch die Nicht-Redundanz bei der Leitung über die Brücke plus zu kalt für Erdarbeiten eine sehr falsche Annahme.

  • Abgesehen von einem Artikel habe ich unter den Kommentaren nur eine Leserin gefunden, die sich als Betroffene geoutet hat.



    Interessant, dass sie die Krisenbewältigung positiv bewertet.



    Gerade habe ich mal in den Flyer des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz reingeschaut.



    Den kann ich als gemeinverständlich empfehlen.



    Es geht nicht nur um Vorbereitung, sondern auch um Verhalten in einer Krisensituation.



    In einem psychologischen Teil wird empfohlen:



    "sich Rückzugsraum und Zeit zu nehmen"



    und zum Ausgleich "Sport zu machen".



    Herr Wegner scheint den Flyer also gelesen zu haben, seine KritikerInnen offenbar nicht.

    • @Philippo1000:

      Ich bin auch sicher kein Fan, aber ich denke nicht, dass Herr Wegners die Stromleitungen persönlich noch schneller repariert hätte als die Mitarbeiter:innen des Netzbetreibers. Immerhin waren die 1,5 Tage vor der prognostizierten Terminsetzung fertig.



      Jetzt mal ehrlich, soll der Mann persönlich jeden Schritt überwachen? Ist doch albern. Billiger Shitstorm für nix

      • @DerLurch:

        👍

      • @DerLurch:

        Naja,aber gerade am ersten Tag sollte man rödeln und schauen, was zu tun ist und nicht Tennis spielen.

    • @Philippo1000:

      Falls mal Ihr Haus brennt, drücke ich Ihnen die Daumen, dass man den Flyer bei der Feuerwehr nicht kennt.

    • @Philippo1000:

      Zur seelischen Entspannung Sport machen, wenn zu Hause die Wasserleitung einfriert, alle Elektrik ausfällt und die Wohnung immer kälter wird. Ja nee is klar. Das hat einer geschrieben, der seit vielen Generationen keinen Stromausfall mehr erlebt hat.

    • @Philippo1000:

      Der Verweis auf Wegner ist doch nur eine Nebelkerze um vom eigentlichen abzulenken.

    • @Philippo1000:

      Er hat sich nur zu keinem Zeitpunkt in einer Krisensituation befunden.

    • @Philippo1000:

      Der ist Spandauer, aus einer anderen Ecke, bekanntlich. Und den Kopf leeren, das musste er vielleicht auch gar nicht.

      Ernsthaft: Entscheidungsträger dürfen auch mal länger nachdenken, sollten sie auch.



      Wegner hat dabei ganz andere Probleme, deretwegen er nicht mehr antreten sollte. Er hätte auch einfach nicht auf Homeoffice-Subbotnik machen sollen.

      Bei Ihnen, dass die Solidarität, das Anpacken und Machen immer wieder verblüffend gut funktionieren können. Und das verstärken, darauf lässt sich auch in solchen Fällen freuen.

  • Terroristen, gar keine Frage. Hoffentlich kriegen sie das Pack. Leider werden sie keine angemessene Strafe bekommen, waren eben so verzweifelt ob des Klimawandels und wollten aufrütteln. (Sorry für die Polemik.)

    Interessant ist dabei aber ein anderer Umstand: Im September gab es einen nahezu gleichen Anschlag schon einmal - Schöneweide, Adlershof, Altglienicke und ein paar angrenzende Gebiete hatten auch eine knappe Woche keinen Strom, evtl. sogar noch mehr Haushalte. Wenigstens war kein Winter.

    Interessiert hat es keine Sau. Waren ja nur ein paar Ostberliner, die leben ja sowieso noch in Höhlen. Aber sobald so ein Anschlag in Zehlendorf und Lichterfelde verübt wird, wo eben auch viele Entscheidungsträger wohnen, wird ein Politikum draus gemacht.

    • @Debaser:

      Da ist was dran.

    • @Debaser:

      Im dunklen kalten Winter sind die Auswirkungen heftiger, und leben dort ebenso viele Menschen?



      Ansonsten sollte reich, arm, ost, west in der Tat keine Rolle spielen, wenn mensch so etwas bewertet. Eher im Gegenteil, dass, wer sich leider ein wenig weniger wehren kann, besonders berücksichtigt werde (die Wegner-CDU ist schon arg wessihaft, meine ich).

  • Naja, immerhin zeigen sie Reue.

    • @Jutta57:

      Das nennen Sie Reue?

    • @Jutta57:

      Haha, klar,



      Oder meinten Sie das ironisch?

      • @Katharina Reichenhall:

        "Oder meinten Sie das ironisch?" Ich nicht; vielleicht die Vulkaner.

    • @Jutta57:

      "immerhin zeigen sie Reue."



      Nicht wirklich. Sie bedauern den Zeitpunkt ('Upsi!'), nicht die Tat an sich. Und ersteres vermutlich nur aufgrund der extrem negativen Öffentlichkeitswirkung. Dass sie ihren Mitmenschen Schaden zufügen wollen, geben sie ja auch gleich mit.



      Mit Reue hat das so überhaupt nichts zu tun.

    • @Jutta57:

      Machts halt auch nicht besser.

  • Idiotie in Kombination mit asozialer, gemeingefährlicher Ignoranz.

    Man muss sich schon sehr anstrengen, zu ignorieren, was eine großflächige Unterbrechung der Stromversorgung im Winter bedeutet. Weiß man definitiv vorher!

    Dazu muss man sehr hoch auf seinem Ross des vermeintlich rechtschaffenen Rebellen sitzen, mit ausgeprägter „die sind mir doch egal, der Zweck heiligt die Mittel“-Attitüde.

    Ich wünschte, dem feigen Rechtfertigungs- und Verdrängungsgeschwafel würde nicht so breiter Raum eingeräumt. Es ist völlig wurscht, wenn wie üblich asoziale Täter dann erklären, dass sie das ja gar nicht gewollt haben eigentlich und dass sie trotzdem alles richtig gemacht haben.

    Es wurde enormer Schaden auf allen Ebenen angerichtet. Putin, AFD, CDU/CSU usw. lachen sich einen Ast. Denen kann gar nichts Besseres passieren. Es ist schon fast egal, ob das von Russland bezahlt war oder nicht, es unterstützt enorm alle Bestrebungen, unserer Gesellschaft zu schaden und alles zum Thema Änderungen hin zu weniger Umweltschädlichkeit weiter in Verruf zu bringen.

    Die besten Helfer für Putin, AFD und CDU/CSU.



    Werden seit 2011 nicht geschnappt, also wenig Hoffnung? Hoffe, ich irre mich.

    • @GoJoRow:

      Genauso ist es. Die Vulkanier reihen sich somit mit dem Terroristen Putin ein.

    • @GoJoRow:

      Interessant, wie Sie die Grünen, die SPD und die Linkspartei bei ihrer Analyse auslassen. Glauben Sie wirklich, man kann Linksterrorismus dahinter verstecken und dort dann nach Solidarität fischen?



      Mit der Aktion hat die extreme Linke vor allem der Klimabewegung geschadet, den Klimabewegten in allen demokratischen Parteien, auch in der CDU.

  • Liebe Taz und zahlreiche Kommentator*innen..



    Es bleibt doch dabei: Egal wer sich hier wie auch immer „bekennt“.. solange niemand klar identifiziert worden ist und alle Erkenntnisse sich allein (!) auf vermeintliche „Bekennerschreiben“ stützen, bleibt die wahre Identität der Täter reine Spekulation !



    Hingegen keine Spekulation ist die seriöse und in der Kriminalistik gestellte Grundfrage: wem nützt die Annahme, dies sei ein „linksextremer“ bzw „linksterroristischer“ Anschlag gewesen !



    Fakt ist: am allerwenigsten denjenigen für die die vermeintlich Verantwortlichen vorgeben es in deren Sinne getan zu haben: Ziele wie Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit.. eine „progressiv-linke“, oft als „woke“ diffamierte Grundhaltung könnte man kaum besser und noch tiefer in Verruf bringen als durch eben so eine Aktion.



    Einen Linksextremismus heraufzubeschwören ist leider sowohl im Interesse Rechtskonservativer, um sich als wahre Mitte der Gesellschaft zu positionieren (“Hufeisentheorie”), als auch Rechtsextremer, die damit den “gesellschaftlichen Frieden” weiter erodieren, was sich nachweislich auch mit russischer Motivation deckt.



    Please 🙏 think twice

    • @Onno Warns:

      Das mag ja richtig sein.Aber was soll man jetzt machen? Diese Typen haben es wahrscheinlich verübt und somit denen links von der Mitte und sogar der Mitte keinen Gefallen getan sondern leider nur geschadet.Wasser auf die Mühlen der AfD ist so ein Anschlag.

    • @Onno Warns:

      Wenn Sie uns jetzt bitte noch mit Ihrer kriminalistischen Expertise das Prinzip Eigentor erklären.

    • @Onno Warns:

      Sorry, aber "cui bono" ist weniger Kriminalistik als vielmehr Aluhut.

    • @Onno Warns:

      Linksextremismus muss man nach diesem Anschlag nicht heraufbeschwören den konnte man biebernd in der Wohnung am eigenen Leibe spüren

    • @Onno Warns:

      Denken Sie auch twice bei einem Hakenkreuz an der Wand, dessen Urheber unbekannt ist? Bedenken Sie wie viele berufliche Existenzen vom Kampf gegen Rechts abhängen.

    • @Onno Warns:

      Nichtdestotrotz kann das ein Angriff von Linksextremismus sein!

      Ein Terroranschlag geschieht erstmal unabhängig irgendwelcher Statistiken oder wem was besser nützt! So lange linke Gruppen andere Menschen mit andere Meinung ausgrenzen und körperlich und verbal angreifen was eigentlich gegen jede Linke Person sein müsste. Muss man jeden alles zutrauen

    • @Onno Warns:

      Dieser "Logik" folgend? Wem nutzt denn ein mutmaßlich rechtsradikaler Anschlag? Wenn Unbekannte eine Flüchtlingsunterkunft anzünden, erzeugt das in der Bevölkerung dann Sympathien für rechte Positionen? Wohl eher nicht.



      Und läßt sich deshalb schlussfolgern, dass Anschläge auf Unterkünfte dann wohl von Linken verübt werden, um Rechten zu schaden?



      Sie unterschätzen einfach, dass es immer Spinner und Fanatiker gibt, die den radikalen Weg für den richtigen halten.

      • @BaronHarkonnen:

        Danke. Genau das ist es

  • ich tippe auf Kiew

    • @Richie:

      Ich habe den Senegal in Verdacht

    • @Richie:

      Angesichts der Vergangenheit ist das nicht mal sehr weit hergeholt.

    • @Richie:

      Ich auf Nauru.

      • @rero:

        Der Funfakt bei diesen Verschwörungstheorien ist, dass es nun Linke selber sind, die denken, dass die extreme Linke von Moskau gesteuert wird. 🤪

    • @Richie:

      Kyiv weiß leidvoll, was es heißt, ohne Strom zu sein, nur weil ein Potentat seine Macht nur durch Kriegführen glaubt verewigen zu können.



      Haben Sie noch einen anderen Tipp, "Richie"?

  • Wieso bieten Sie der "Vulkangruppe" hier so viel Raum? Sarkastischerweise formuliert, müssen wir offenbar nicht bangen, dass da eine neue RAF entsteht? Sondern man lässt uns am Leben, auch wenn wir in einer VIlla leben?

  • Also, für mich ist das ganz klar Terrorismus - und die Betroffenen frierten, darunter Kinder und alte Menschen (die besonders schnell unterkühlen).



    "Das hääte man nicht gewusst" ... HÄ?! Wie wenig Hirn muss man haben, um nicht die Konsoquenzen einer solchen Handlung mitten im Winter vorher zu erkennen?



    Das sie eigentlich die Gasleitungen treffen wollten macht die Sache (Idee) auch nicht besser!

    Die Linke Struktur in Leipzig-Connewitz ist ja nicht neu und vielerorts hatte man denen sogar zugestimmt, weil sie den Finger in die soziale Wunde legten und auf Missstände hinwiesen. Aber diese Untergruppe ist über das Ziel hinausgeschossen.

    Ich bin dafür, dass die verantwortliche Gruppe für die Betroffenen Menschen einen Sozialen Dienst erfüllen müssen: bei Minus 5° und im Schnee warme Suppe verteilen (z.B.) ... vielleicht vergeht denen dann solche Unternehmungen.

    • @Francis Bee:

      So lasch kommen die aber nicht davon und sollten sie auch nicht. Terrorismus wie dieser wird viele Jahre im Gefängnis enden und das zurecht.

  • Wann sind wir eigentlich in den Realitätszweig des Klamauk abgebogen?

    Vielleicht sollten alle weitere Einlassungen von vermeintlichen Vulkangruppenmitgliedern nicht mehr durch Medien oder Platformen gejagt werden. Mir scheint das entwickelt sich grade zum Volkssport.

    • @metalhead86:

      Warum auch nicht?



      Der Unterhaltungswert ist jedenfalls gegeben.

  • Auch nicht die Hellsten, die Vulkangruppe.



    So bringt man Menschen gegen sich auf.



    Total sinnfrei und gefährlich solche Aktionen.

  • Terroristen bedauern den eigenen Terroranschlag. Augen auf bei der Berufswahl…..

    • @Puky:

      Laut Umfrage bedauert doch die Mehrheit ihre Jobwahl.

      Inhaltlich sind übrigens mehr Klimaschutz, Ausstieg aus Fossil, mehr soziale Gleichheit unverändert wichtig und wertvoll, egal, wer da rumspielt oder nicht. Nicht mehr, nicht weniger.

  • "...sie hätten bewusst Fernwärmerohre nicht angegriffen...". Als ob Fernwärmeheizungen bei Stromausfall weiter funktionieren würden. Auch da gibt es in den Häusern eine Steuerungsanlage, die, man glaubt es kaum, mit Strom funktioniert. Wie doof sind die eigentlich? Intellektuell auf dem Niveau von Donnie oder dumpfen AFDlern. Maßnahmen verlangen (...fossile Kraftwerke abschalten, jetzt!) ohne einen Hauch von technischem Sachverstand. Die Welt wird einfach in schwarz/weiß eingeteilt, Forderungen auf Kleinkind-Niveau gestellt ("..ich will das jetzt haben, rabäääähhh") . Völlig überfordert mit unserer heutigen komplexen Welt. Fast schon witzig, wenn's nicht so traurig wär.

    • @AndreasM:

      Genauso ist es.

    • @AndreasM:

      Auch das greift zu kurz. Sie wollten ein "böses, schmutziges" Gaskraftwerk abstellen, vertrauten aber darauf, daß die Betroffenen dann von einem anderen Gaskraftwerk aus weiter versorgt würden. Wo ist da die "Klimawirkung"? Und die gasbefeuerte Fernwärme wollten sie schon gar nicht beeinträchtigen, da werden schließlich im Vergleich zu einen Kleinkraftwerk die großen Mengen Gas umgesetzt.



      Aber klar, wenn deutsche Kraftwerke abgestellt werden und der Kohlestrom aus Polen gekauft wird, dann sinkt die _deutsche_ Kohlendioxidemission und das ist ganz toll für's weltweite Klima.

    • @AndreasM:

      Zeigt halt das es im Linken Spektrum auch dumme Leute gibt und nicht nur kluge

      • @Marcelo:

        Überall gibt es dumme und kluge Leute,egal welcher politischen Prägung.

      • @Marcelo:

        Nur weil die Leuchten von sich annehmen links zu sein, sind sie es noch lange nicht. Gibt haufenweise Menschen mit mangelhafter Selbsteinschätzung.

        • @guzman:

          Ja aber auch im Linken Spektrum.

        • @guzman:

          Woher wollen Sie wissen, dass die nur annehmen linke zu sein es aber nicht sind? Wer stellt den fest wer links ist und wer nicht? Das ist doch wohl jeder selbst!

  • Lieber user nutzer,

    das ist doch bereits gestern geschehen und ist auch noch kommentierbar:

    taz.de/ICE-Gewalt-...innesota/!6143789/

    liebe Grüße und schon einmal ein angenehmes Wochenende

    • @Waagschale:

      ja, da stimme ich ihnen zu, Berichte über das shooting gibt es. Ich meine aber die politischen Reaktionen darauf, die Reaktionen z.B. von Tim Walz Governor von Minnesota, der heute die Nationalgarde von Minnesota in Bereitschaft gesetzt hat, um sie zur Not gegen ICE einzusetzen. Ähnliches hat auch ein weiterer Governor angekündigt. Ebenso die Reaktion einiger Republikaner, Trump solle diese Ankündigung als Aufstand werten... Dies sind Entwicklungen, die hierzulande noch nicht bewertet wurden und aus der Sicht als Nachrichtenkonsument diesseits des Ozeans sind diese Entwicklungen nicht wirklich einzuordnen, aber es scheint, als ob die Demokraten einen anderen Ton anschlagen.

  • Es gibt die Floskel "Schwall im All". Als mehr sind die Äußerungen dieser - leider unbekannten - Autorengruppe nicht zu werten. Rhetorisch betrachtet auf sehr hohem Niveau, gesellschaftlich und menschlich bewertet jedoch auf dem Level eines Kleinkindes. Wer einen solch gezielten Anschlag verübt, dem ist die Tragweite sehr wohl bewusst.

    Allen etablierten Medien würde es zudem gut zu Gesicht stehen, wenn sie nicht zum Sprachrohr dieser vermeintlich terroristischen Gruppierung verkommen. Schon alleine der Tatsache wegen, da die Urheberschaft so unbekannt ist wie die Inhaltsstoffe eines Jägermeisters. Jede x-beliebige Person kann unter indymedia einen Artikel veröffentlichen und ihn mit "Lavadome" signieren.

    • @Mopsfidel:

      Natürlich können Täter die solch einen Terroranschlag machen dumm sein und die Tragweite nicht erkennen! Man kann nicht davon ausgehen das die Menschen alle alles wissen was passiert wenn sie handeln

  • Klingst als wären das ziemlich geistige Tiefflieger, wenn man nicht damit gerechnet hat, dass bei Minusgraden die Stromversorgung zu kappen zu so etwas führen kann.



    Wenn man sich dann nicht über das Tennisspiel des Bürgermeisters lustig macht, dann scheint man das ganze eher lustig zu sehen und dann braucht man eine Reue nicht anzunehmen.

  • Da haben sich die "Vulkanier" gehörig verkalkuliert und tatsächlich Gesundheit und Leben von Menschen gefährdet, können es aber nicht eingestehen. Und setzen deshalb noch einen drauf. Nein,ihr Idioten, ihr habt den Anschlag gemacht, ohne umfassendes Wissen über die tatsächlichen Gegebenheiten zu haben! Die Debatte/Streit zwischen militanten contra friedfertigen Widerstand ist uralt und nicht so ganz einfach und pauschal zu beantworten. Doch wer Sabotage an kritischer Infrastruktur begeht, sollte schon über die Auswirkungen genau Bescheid wissen und im Zweifelsfall lieber Abstand nehmen. Es hätte auch mindestens einen Toten geben können - der Beatmungspatient - was wäre dann gewesen? "Oh, hoppla, tut uns leid. Aber nicht wir, sondern das System ist schuld! Und was ist schon ein bißchen Kollateralschaden, wenn's dem guten Zweck dient?"



    Denkt doch mal weiter als nur von zwölf bis Mittags!

  • Auf Indymedia tauchen derzeit immer wieder Schreiben von Vulkaniern auf. Einschließlich eines, wo behauptet wird, man habe Geld dafür erhalten. Es scheint viele Trittbrettfahrer und wichtigtuer zu geben.

    Im Moment wird Indymedia gerade angegriffen/ zugespammt.

  • Oh, na dann ist ja alles gut, Schwamm drüber, war ja nicht so gemeint - Nicht!



    Die primäre Strategie, dass andere die Schuld am Scheitern der eigenen Vorgehensweise haben, funktioniert hier natürlich nicht.



    Also sekundäre Strategie mit "war nicht so gemeint, konnte ja keiner ahnen etc."



    Die Empathie des Schreibens kaufe ich denen nicht ab, reiner Begrenzungsversuch des Shitstorms. Zumal die ja auch selbst schreiben, dass leidende Menschen ok sind, wenn es "die Richtigen" trifft.

    • @Desdur Nahe:

      "...dass leidende Menschen ok sind, wenn es "die Richtigen" trifft."



      Nicht nur dann. Ganz offensichtlich waren diese Art 'Kollateralschäden' eindeutig eingepreist, nur die Höhe hat sie überrascht. Ich schlussfolgere daraus: denen sind leidende Menschen völlig egal, solange die Publicity dadurch nicht zu schlecht wird.

  • Liebe Taz, könntet Ihr einmal über die Proteste und politischen Reaktionen in den USA gegen das ICE shooting von Renee Good berichten? Tim Walz und andere Governers beziehen eindeutig Stellung und es scheint, dass ein Punkt erreicht sein könnte, wo sich wirklich Widerstand formiert. Dies findet sich bis jetzt noch in keiner deutschen Medienberichterstattung wieder.



    Tut mir leid diese Kommentarspalte zu kapern...

    • @nutzer:

      Guter Gedanke. Doch für eine runde und fehlerfreie Recherche gehört auch, nicht abzuschreiben, sondern sich erstmal selbst zu orientieren.



      Um einen unabhängigen journalistischen Bericht abzuliefern gehört es mehr.



      Ich denke, die taz wird dem schon auf den Fersen sein ...



      Aber man kann ja mal nachfragen.

  • Wow. Die Kaltschnäuzigkeit ist beeindruckend. Man habe beachtet, dass niemand zu schaden kommt. Klar, sehen 40.000 Haushalte ohne Heizung und Strom bestimmt auch ganz locker.

    Schön wäre auch ein kritisches Wort vom Redakteur, dem das Leid der Menschen scheinbar auch egal ist

    • @Kriebs:

      Ja.

  • Na, wenn das so ist: Habt ihr fein gemacht. Ich wünsche Euch trotzdem in den Knast und gehe jetzt zum Sport.

    • @fhirsch:

      Hoffentlich werden die Täter oder Verdächtige nicht ermittelt.



      Denn was werden wir sehen? Abgeordnete und Medien der den linken Gruppen nahestehenden Parteien werden sich auf Wallfahrt zu den Haftanstalten begeben. Dort werden sie sich über die Haftbedingungen empören. Vielleicht sogar ,,zu kalt,, ,,zu dunkel,, ,,kein Internet,, . Und so werden mal wieder linke Täter zu Opfern. Kein Interesse an einem solchen Schauspiel

  • Was für ein Dienst an der linken Bewegung. Menschen, die eh schon nichts haben im Winter in die Kälte bomben, wirklich die dümmste Idee der Geschichte. Kann mir auch beim besten Willen nicht erklären, wie man mit einer derart beschwerten Idee die Menschen hinter sich versammeln will.

  • Wer auch immer das alles geschrieben oder verursacht hat, es zeigt sich, wie bescheuert und wichtigtuerisch dieser Anschlag auf die Stromversorgung war und im Grunde genommen eigentlich unpolitisch, wenn es nicht den Rechten und einer Springer Journallie wieder einmal zur Hetze gegen alles angeblich 'Linke' ermöglicht hätte. Zumal hier auch -anders noch als bei den genauso sinnlosen- 'Straßenklebern' als angebliche Klimaschützer- noch nicht einmal von irgendeiner Seite überhaupt ein Verständnis für solche Taten erwartet werden kann. Oder waren es doch eher rechte Kreise ? Ich möchte keine komischen Verschwörungstheorien befeuern, aber Springer & Co hat es genug Futter ermöglicht.

    • @Dietmar Rauter:

      Mit dieser Aktion hat die "Linke" selbst geschadet! Dafür braucht es die Springerpresse nicht mal!

      • @Marcelo:

        Nö - hat die Linke mit und ohne Anführungszeichen, oder gar die Partei DIE LINKE rein überhaupt nicht.

        "Sich" geschadet.

        Denn die zu verallgemeinernd-pauschalisierende Haltung von Linken - ohne Anführungszeichen -



        ist im Sachverhalt vollkommen klar, formuliert und aus vielen Richtungen und Strömungen deutlich angesagt:

        Dieser Anschlag, wie auch die Zurückweisung der Verantwortung für sein eigenes Tun ist nicht links, keine linke Politik und repräsentiert keine bedeutende Strömung in der Linken. Noch nicht einmal in der Militanten.

        Weshalb das Ergebnis und die Folgen des Anschlages in keinem Verhältnis zur der Bedeutung steht, die die Verantwortlichen, der Verantwortliche, oder die Verantwortliche damit als Linke beansprucht.

        Zumal es keinerlei besonderen Mutes, Risikos, Aufwandes, Kenntnisse, noch Personalstärke braucht, um die zivile Infrastruktur des Gemeinwesens in solcher Weise anzugreifen. Die Verwechslung von Militanz mit militärischem Pathos ist aberwitzig: Als sei der Angriff auf zivile Infrastruktur, die zur militärischen erklärt wurde, im Repertoire der Armeen eine Neuheit. Oder gar - man fasst es kaum - revolutionärer Begriff und Analyse.

        • @Elise Hampel:

          Ich habe die Linke in Anführungszeichen geschrieben damit man weiß, das ich nicht die Partei meine sondern die politische Richtung!

          Solch einen Anschlag ist klar links zuzuordnen, das zeigt die Vergangenheit! Das es im linken Spektrum Auch Gewalt gibt ist nicht neu und zeigt ebenfalls die Vergangenheit! Da brauchen Sie nichts leugnen!

  • "Mit dem heutigen Wissen um die Auswirkungen für Teile der Bevölkerung, hätten wir diese Aktion in eine warme Jahreszeit verlegt." Ja, klar, dass Heizungen ohne Strom nicht funktionieren kann man kaum von vornherein wissen. "Die Folgen der Aktion seien nicht absehbar gewesen." Verständlich, an Mittel und Hochspannungsleitungen hängt gewöhnlich ja auch nur ein halber Straßenzug und das Gaskraftwerk hat Strom zum Spaß erzeugt. Sind die wirklich so doof? Unfassbar.

  • Das Ziel gegen die Zerstörung der Erde vorzugehen ist absolut korrekt.

    Mit der Aktion haben sie ihre Attention gekriegt, aber leider nur negativ. Dem Klima ist mit solchen Aktionen ähnlich wie dem unsinnigen Klimakleben kein bisschen gedient.

    Unintelligent. Kinderkacke.

    Vielleicht wäre es sinnvoll sich mal mit guten Marketingagenturen zu unterhalten.

    Die werden sagen, Aufmerksamkeit ist der erste Schritt, doch das Ziel ist Profit.

    Der Profit wäre hier die globale CO2-Produktion zu drosseln.

    Beispiel: 2025 waren allein auf dem chinesischen Festland 1195 Kohlekraftwerke in Betrieb. Dreckschleudern ohne Ende. 100 weitere befinden sich aktuell im Bau.

    Deutschland hat 97 Kohlekraftwerke im Betrieb, die in den nächsten 15 Jahren abgeschaltet werden sollen.

    Atomkraftwerke keine mehr.

    Deutschlands Strom ist so teuer, dass energieintensive Unternehmen das Land verlassen und woanders arbeiten. Mit vermutliche dreckigerer Energie.

    Was wollen diese Leute? Rabbatz oder sinnvolle Arbeit? Z. B. mehr Photovoltaik auf Industriedächern?

    www.wiwo.de/techno...utzt/29087076.html

  • "Die Tragweite der Auswirkung auf ungefähr 40.000 private Haushalte war von uns weder beabsichtigt noch einkalkuliert.“

    Ja das glaube ich sofort. Aber genau darum geht es eben.

    Ich glaube den Sonntagspredigern und marktwirtschaftlich begeisterten Wohlfühlrednerinnen auch unbesehen, dass die Krise am Wohnungsmarkt eigentlich nicht so gegen die gemeint ist, die halt die Mietpreise nicht bezahlen können. Sicher will man auch nicht Bürgergeldempfangende wohnungslos machen. Folgen auf Sanktionen Wohnungsverlust. Sicher soll auch keine Rentnerin, kein Rentner von einer Hungerrente nicht leben können sollen.



    Aber...fürs Grosse und Ganze muss das eben sein. So wie ein Stromausfall, für den die Urheber hernach wie Regierungen auch keine Verantwortung übernehmen.

    Soweit also wie bekannt und nichts Neues. Nur das ich mir derartige Belehrungen und Zumuten nun auch von Leuten anhören muss, die sich für links, für Revolution, Widerstand halten und mir dabei noch erzählen wollen was ich schon weiss: Klar spielen die Herrschenden Tennis, während in ihrem Auftrag 3-Fache Mütter in ihrem Auto erschossen werden. Und die Erdatmosphäre zerstören.

    Woher die Idee ich bräuchte da Nachhilfe?

  • Wo haben sie das Schreiben veröffentlicht? Ich finde überhaupt nichts dazu... weder auf indymedia noch bei knack. Wieso nutzt taz nur sich selbst als Quelle?^^

    • @McWinston:

      Ist innerhalb des Artikels im Kasten "Die Bekennerschreiben der „Vulkangruppe“" verlinkt. Einfach mal gründlich lesen.

  • Ziel sei es gewesen, das „fossile Gaskraftwerk auszuschalten, weil es nicht mehr verantwortbar ist, weiter die Erde zu zerstören“. Das Kraftwerk kann aber weiterlaufen, durch den Stromausfall abgeschnitten sind die Stromabnehmer. Wie dumm oder borniert muss man sein, das nicht zu kapieren?



    "Den toten Villenvierteln allerdings weinen wir keine Träne hinterher." Wer hat mehr Möglichkeiten,dem Stromausfall zu begegnen oder davonzufahren? Die Mieter in den Mehrfamilienhäusern und Hochhaussiedlungen oder den Villenbesitzern? Wo werden vermutlich mehr Notstromaggegate im Keller stehen, und wer wird mehr Geld haben, um einfach von "Dunkelberlin" in ein Hotel in "Restberlin" oder in Potsdam umzuziehen? Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man über soviel Dummheit nur noch lachen.

    • @Offebacher:

      Am extrem Rand hat sich was verändert, früher brannten Nachts Porsches und Mercedes, heute Kleinwagen.

  • Zumindest ist klar geworden, dass man auch gegen Tennisplätze etwas tun muss. Schilder anbringen "Wegen Notlage heute geschlossen" oder so. Und Notlage ist aus meiner Sicht, siehe Klimawandel, jetzt immer. Und, wir schauen ja auch über den großen Teich, bei Golfplätzen. Da könnte man ja zu Ostern in den Löchern volle Hundekotbeutel verstecken. Um so auf die wenigen Abfalleimer hinzuweisen. Ich glaube, dass ist alles noch mit der freiheitlichen-demokratischen Unordnung zu vereinbaren.

    • @BS:

      Ich denke da an die Grüne Umwelt-Ministerin Anne Spiegel, die bei der Ahrtal Katastrophe noch eine Nachricht abgesegnet an Campingplatzbetreibende , das keine Jahrhundertflut zu erwarten sei und man beim Katastrophenschutz gut aufgestellt sei. Auf ihre Anweisung wurde die Nachricht korrekt gegendert.



      Als am nächsten Tag die Katastrophe ersichtlich war hat sie sich alles in Bewegung gesetzt um die Schuld von sich zu schieben. Sie nannte es blame Game. Grüne können beim Katastrophen Management auch zuerst an ihre eigene Haut denken. Der Rücktritt von Frau Spiegel war auch erst lange später.

      • @Georg Sonntag:

        Naja, vergeigt hat's wohl der Porsche-Landrat (CDU, oder?) am Ort. Der Fehler war ferner bekanntlich, dass die Sensoren vor lauter Flut ausfielen.



        Wobei Spiegel sich eindeutig auch zuviel aufgehalst hatte und zu wenig durchdrang.



        Sie hat übrigens _nicht die Gegenattacke gewählt, wenn Sie sich erinnern, sondern den Krisenstab machen lassen, mit Linnertz & Co.



        Den es anders als in CDU-Reul-Gebiet recht zügig gab.



        Bevor Mythen hier schon so kurz danach erzählt werden.



        Und Generalisierungen sollten schon ein Fundament haben. Die Generalisierung mache ich jetzt.

  • Naja, Freunde. Ich befürchte mal wieder: Ihr verschwendet euer Leben für Rechthabereien. Das bringt null und nix und ist darüber hinaus auch noch dümmlich und zurecht, kriminell.

  • Wegner gehört aus ganz anderen Gründen abgewählt - ich hoffe, da laufen rot-grün-rote Gespräche bereits jetzt. Aber mal eine Stunde sich rausziehen darf und sollte jeder, sobald das Wichtige geregelt ist (nur Unwahrheit eben auch nicht). Ich verteidige da auch Menschen, deren Politik ich als unüberlegt, großmäulig und sehr schädlich für Berlin sehe.

    Doch zum Schreiben: Klingt zumindest hiernach schon deutlich reflektierter als das von Springerpresse & Co. Unterstellte. Mit Stromkabel, Heizung, Licht ... spielen aber Kinder immer noch nicht! Gerade, wenn sie nicht wissen, was sie tun.

  • "Terrorvorwurf wird zurückgewiesen"



    Natürlich seid ihr Terroristen gemäß Definition Terror: "Terror (lateinisch terror „Schrecken“) bezeichnet das gezielte Auslösen von Angst und Schrecken von Menschenmassen oder Einzelpersonen durch kriminelle Taten, um ein individuelles oder politisches Ziel zu erreichen." Wikipedia.



    Tausende Menschen in die Dunkelheit und Kälte zu versetzen ist Gewalt und Terror. Hoffentlich werdet ihr ermittelt und auch so bestraft.

  • Also die vielen Kommentare die behauptet haben es war nicht die Vulkangruppe sollten das sich nochmal hinterfragen!

    Bezüglich der Aussage, das es kein Terrorismus war ist falsch! Es war Terrorismus den der Grund war nicht persönlich sondern als politischen Gründen und da es ein Anschlag auf die Infrastruktur die mehrere Menschen geschadet waren sind alle Punkte die Terrorismus nachweisen erfüllt

    • @Marcelo:

      1) Ja es war Terrorismus, da stimme ich ihnen zu.



      2) Wie die Gruppe sich nennt ist mir eigentlich total egal, ich nenne sie Terroristen.

  • Das wirkt wie ein Pink-Ponk- (oder Tennis-?) Match zwischen Staat, Tätergruppe, rivalisierenden Grüppchen, ein Erbe der theorielastigen K-Gruppem aus derselben Stadt vor einem halben Jahrhundert ...

  • Für ein echtes Bedauern sollten sich diese Idioten der Polizei stellen. Dieser Anschlag war einfach nur Terrorismus und hat mit linker Gesinnung nichts zu tun, daran hätte auch eine Verschiebung in den Sommer nichts geändert.

  • das merkwürdige Gebaren innerhalb der selbsternannten „Widerstandsgruppen“ erinnert mich an den Film „ Das Leben des Brian“. Hier ein Originalzitat:



    Brian: Seid ihr von der judäischen Volksfront?“



    Reg: Verzieh dich.



    Brian: Was?



    Reg: Judäische Volksfront. Quatsch. Wir sind die Volksfront zur Befreiung Judäas.

    Realsatire Reloaded? Auf jeden Fall werden alle sinnvollen und durchdachten Initiativen in Misskredit gebracht. Der dadurch entstehende (Image) Schaden ist enorm.

  • Was für selbstgerechte ignorante Feiglinge. Hoffe, es gibt diesmal keine Sympathisanten für solche Spinner.

    • @vieldenker:

      "Hoffe, es gibt diesmal keine Sympathisanten für solche Spinner."



      Setzen Sie nicht zu sehr darauf. Die gibt es immer.