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Nach 50 Jahren eingestellt Warum „Emma“ dem Feminismus zuletzt mehr schadete als nutzte

Carolina Schwarz

Kommentar von

Carolina Schwarz

Nach 50 Jahren erscheint Alice Schwarzers Blatt „Emma“ im Dezember zum letzten Mal. Das wurde auch Zeit.

E ine Zeitschrift wird eingestellt. Angesichts einer schrumpfenden analogen Medienlandschaft ist das 2026 eigentlich keine Nachricht. Doch in diesem Fall ist es eine – und dann ausnahmsweise auch noch eine gute. Denn nach 50 Jahren stellt die Blattmacherin, Chefredakteurin und Verlegerin Alice Schwarzer ihre Zeitschrift Emma ein.

1976 gegründet, erschien im darauffolgenden Januar die erste Ausgabe. Schwarzer wollte ein Gegengewicht zu all den „Männermedien“ sein, in denen Frauen nicht zu Wort kommen. Und das ist ihr gelungen. In fast 400 Ausgaben haben hauptsächlich Frauen über ein breites Themenfeld geschrieben: von Abtreibung über Islamismus, Kindesmissbrauch, Pornografie, Prostitution, Wechseljahre, Justiz bis zu den Männern. Und so viel Anerkennung muss sein: Die Emma hat den deutschen Feminismus über eine lange Zeit mitgeprägt.

Damit ist nun bald Schluss. Am 8. Dezember soll die letzte Ausgabe erscheinen. Laut Schwarzer stecken hinter der Entscheidung keine wirtschaftlichen Gründe, obwohl die Verkaufszahlen in den letzten Jahren stark eingebrochen sind. Schwarzer sagt: „Wir gehen, weil wir meinen: Es reicht!“ Die Ära der Emma ist vorbei.

Mehr Rück- als Fortschritt

Doch sollte es einen nicht bestürzen, wenn in Zeiten eines reaktionären Backflashs und einer zunehmenden Faschisierung ein feministisches Magazin eingestellt wird? Eigentlich ja, doch die Emma hat der feministischen Bewegung gerade in den letzten Jahren mehr geschadet als genutzt. Und das liegt an ihrer Chefin Alice Schwarzer.

Sie kämpfte vor allem für eine Frau. Sich selbst. Es gleicht einem Wunder, dass sie nicht auch das Magazin nach sich selbst benannt hat

Für viele ist sie bis heute eine Ikone und gilt als die deutsche Feministin. Sie selbst sagte immer, sie kämpfe für alle Frauen. Doch wer auf 83 Jahre Alice Schwarzer und 50 Jahre Emma zurückblickt, erkennt: Sie kämpfte vor allem für eine Frau. Sich selbst. Es gleicht einem Wunder, dass sie nicht auch das Magazin nach sich selbst benannt hat.

Viele Fe­mi­nis­t:in­nen ihrer und späterer Generationen sagten: Eine Zusammenarbeit mit Schwarzer sei schlicht unmöglich. Das liegt an der Ich-Bezogenheit der Person, aber auch an ihren politischen Haltungen und ihrem Auftreten. Denn Schwarzer ist sich bis heute keiner Provokation, keiner steilen These oder Zuspitzung zu schade.

Möchte man ihre politische Haltung zusammenfassen, weiß man gar nicht, wo man anfangen soll. Bei ihren transfeindlichen Positionen oder ihren rassistischen Stereotypen über migrantische und vor allem muslimische Männer? Bei ihren einseitigen Haltungen zu Pornografie, Prostitution und Kopftuch? Bei ihrer realitätsverdrehenden Haltung zum Ukrainekrieg? Bei ihrer rechtsoffenen Haltung?

Fehler? Fehlanzeige

Natürlich gibt es auch Verdienstvolles, auf das sich nun zurückblicken lässt. Allein über 50 Jahre ein Magazin am Laufen zu halten und es mit eigenen finanziellen Mitteln zu stützen, ist eine Leistung. Es war zwar nicht das erste feministische Magazin – die linke Courage erschien ein halbes Jahr vorher –, doch keines konnte sich so lange auf dem Markt halten und viele Debatten mitbestimmen.

Ebenso wie ihr Kampf für das Recht auf Abtreibung oder die Anerkennung von Care als Arbeit. Es sind ihre Kämpfe der 70er und 80er Jahre, auf die sich einige Fe­mi­nis­t:in­nen bis heute positiv beziehen. Doch auch damals neigte ihr Feminismus schon zu Lücken und Vereinfachungen. Ein Feminismus, der die Belange der weißen kinderlosen Frau der Bundesrepublik in den Mittelpunkt stellte. Und manchmal nicht mal diese.

Kritik an ihrer Person oder auch an ihrem Magazin lässt Schwarzer bis heute nicht zu. Viel lieber stilisiert sie sich selbst als Opfer. Auch im Interview der Zeit zum Ende von Emma wiederholt sie dieses Bild. Sie könne nichts dafür, dass andere sie als Rassistin sehen. Fehler gemacht habe sie keine und auch die Emma hätte nichts besser machen können. Auf die Frage, warum keine Nachfolgerin ihr Erbe antreten könne, antwortet Schwarzer sinngemäß, es habe sich in 50 Jahren Emma-Geschichte einfach niemand gefunden, der es könne.

Das eine Problem ist die politische Haltung und die Ich-Bezogenheit einer Alice Schwarzer. Ein viel größeres, dass ein Großteil der Medienwelt bis heute den Zustand der feministischen Bewegung von dieser einen Person ableiten möchte und ihr trotz aller kruden Themen und Allianzen mit rechten Kräften eine Bühne bietet.

Die Inhalte der Emma sollen künftig ins Archiv in Marbach wandern. Sie macht Platz auf dem Markt für ein weiteres feministisches Magazin. Denn ein solches braucht es heute genauso dringend wie in den 70er Jahren. Doch eine Befreiung für Frauen und Queers kann es nur dann sein, wenn es sich nicht in einem Personenkult verfängt und seinen Blick öffnet für die Diskriminierung aller im Patriarchat.

Carolina Schwarz

Carolina Schwarz Ressortleiterin taz zwei

Ressortleiterin bei taz zwei - dem Ressort für Gesellschaft und Medien. Schreibt hauptsächlich über intersektionalen Feminismus, (digitale) Gewalt gegen Frauen und Popphänomene. Studium der Literatur- und Kulturwisseschaften in Dresden und Berlin. Seit 2017 bei der taz.
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35 Kommentare

  • Wanderin

    Trans Personen müssen geschützt werden. Allerdings nicht auf Kosten von Frauen. Es müssen Lösungen gefunden werden, die den Schutz beider Gruppen gewährleisten. Die momentane Situation ist schlecht gelöst und führt zu den Konsequenzen, vor denen Frau Schwarzer und viele andere schon lange gewarnt hatten.



    -

    www.welt.de/politi...Gefaengnissen.html

    www.sueddeutsche.d...izistin-li.3559013

    -



    Das Problem ist leider, dass Leute mit extremem Dogma diese Fälle komplett leugnen und als Trans-Phobie etikettieren, was nicht gerade dazu führt, dass Feministinnen der Trans Bewegung positiv gesinnt sind. Das Problem ist auch, dass diese Vergewaltigungsfälle nun in der Frauenstatistik geführt werden. Es müsste eine dritte Kategorie bzw dritte Räume eingeführt werden.

  • Uwe Kulick

    Hurra! Die Ära, in der Feminismus mit Schwarzer gleichgesetzt wird, geht mit diesem Jahr zu Ende. Zeit, auf Netflix 2027 die wahre Emma wiederzubeleben: Emma Peel ;-)

  • Nils Steding

    Alice Schwarzer ist für mich eine der wenigen ernstzunehmenden Feministinnen im deutschsprachigen Raum. Statt sie reflexartig als „rechtsoffen“ zu diffamieren, sollte man sich lieber mit ihrer Kritik auseinandersetzen. Mit einem postkolonial geprägten Feminismus, der den Islam gegen Kritik abschirmt, während er die dort verbreiteten patriarchalen Strukturen relativiert, kann ich wenig anfangen. Frauenrechte müssen universell gelten - auch dort, wo es ideologisch unbequem wird.

  • Jürgen aus Nürnberg

    As time goes by ... .

  • Carl Pratt

    Links sein hat oft den leidigen Nebeneffekt zu glauben die eine richtige Wahrheit zu kennen und die die anders denken mindestens als dumm, wenn nicht gleich als Faschisten zu diffamieren.

    So wird dann auch Alice Schwarze, einst umjubelt, fallen gelassen und diffamiert, weil sie nicht die richtige Meinung hat.

    Warum nicht einfach aushalten, dass sie andere Meinungen hat, und sie trotzdem würdigen für ihre Verdienste?

    • Jasmin Mittag

      @Carl Pratt:

      Weil ihre "anderen Meinungen" alle das Patriarchat stützen und Exclusionary sind.



      Aus eigener Betroffenheit kann ich z.b. sagen: Transexclusionary sein, ist keine Meinung die eine Feministin also eine das Patriarchat ablehnende Person haben kann.



      Denn ein Feminist muss alle Gruppen unterstützen die von dem vorherrschenden Patriarchat unterdrückt wird. Sogar Männer. Die z.b. nicht dafür abgewertet werden sollen wenn sie "Frauensachen" wie Care machen wollen. Feminismus bedeutet nicht nur das "Frauensachen" nicht nur nicht negativ besetzt sind, sondern das jeder Menschen egal ob Mann Frau dazwischen oder Ausherhalb das möchte machen kann.



      Und die Alice hier spricht mir das Frau sein ab. Mit welchem Recht? Und nennt sich selbst dann Feministin.



      Fas konnte sie vor 40 Jahren sicher als diese Themen noch nicht vom Patriarchat als Angriffsfläche vereinnahmt wurden. Heute nicht. Das Problem mit Alice ist, dass sie sich nie weiter entwickelt hat. Wohl wegen Ich-Bezogenheit laut Artikel.

    • Desdur Nahe

      @Carl Pratt:

      "und sie trotzdem würdigen für ihre Verdienste?"



      Weil es heutzutage keine Graustufen mehr gibt. Das Würdigen positiver Aspekte birgt die Gefahr, als "Eine von denen" klassifiziert zu werden.



      Wird doch permantent fleißig geübt: Man stelle sich mal vor, die AfD hätte einen sinnvollen Vorschlag. Was würde wohl jemandem in der linken Blase widerfahren, der sagt "Hey, dieser Vorschlag ist echt gut, den sollten wir umsetzen"?

    • Troll Eulenspiegel

      @Carl Pratt:

      Menschenrechte sind aber die absolute Wahrheit. Presse- und Meinungsfreiheit ebenfalls, das sind Absolutwerte, die nicht hinterfragt gehören. Und wenn eine Meinung lautet, dass Alice Schwarzer nur Scheiße labert, dann ist es bei ihr an der Zeit kritisch zu reflektieren: "Oh, was habe ich falsch gemacht??"

      Der Feminismus hat sich weiterentwickelt. Auch Transpersonen gehören mittlerweile beachtet. Das hat Alice Schwarzer nicht reflektiert, also ist sie als feindlich einzustufen.

  • hsqmyp

    Ich bin als junger Mann von der Frauenbewegung der 80er Jahre geprägt worden.



    Diese war maßgeblich von Emma und Alice Schwarzer geprägt.

    Die Zeit hat uns Männern viel abverlangt.



    Aber denen, die sich eingelassen haben, auch einiges gegeben.



    Ua eine Männerbewegung, die auf Veränderung traditioneller Rollenmuster und ein neues männliches Selbstbewusstsein abzielte.

    Das ist für mich erheblich realitätsnäher, als zu behaupten, die eigentlich Leidtragenden in der Ukraine seien nicht die SoldatInnen, die an der Front ihr Leben lassen.



    Sondern die Frauen, die zuhause alleine die Care-Arbeit verrichten.



    Das ist einfach nur noch lächerlich.

    Insofern vermisse ich hier eine selbstkritische Auseinandersetzung mit den aktuellen Strömungen des Feminismus, der sich häufig durch ideologisches Framing, einer ausgeprägten Cancel-Culture und einer mitunter völlig überzogenen Arroganz auszeichnet.

    Da halte ich mich lieber an Alice Schwarzer.



    Die hat mein Rollenbild angegriffen.



    Und erwartet, das ich mich als Mann auch auf den Weg mache.

    Was dann ua bedeutet, den Kriegsdienst zu verweigern.

    • Nathan von Stauffen

      @hsqmyp:

      Anschließe mich - auch Mann - in allen Punkten. Es sollte noch angemerkt werden, das nach 1990 praktisch 4 Jahrzehnte schwarze Politik gemacht wurde. In dieser Zeit ein progressives Frauenbild in der Gesellschaft verankern zu wollen bedurfte eines großes Engagements und Durchhaltevermögens. Das hatte Alice Schwarzer - Danke hierfür!!

  • Streberin

    "Sie macht Platz auf dem Markt für ein weiteres feministisches Magazin": MISSY z. B.

    • Saile

      @Streberin:

      MISSY ist aber halt ziemlich queerfeministisch/postkolonialistisch geprägt, für einen EMMA-Feministen wie mich ist das eher nichts…

  • hypnos

    Man kann sich dem Aufatmen nur anschließen. Zu jedem Thema verlässlich und selbstherrlich falsch liegend, dem Feminismus seit mindestens 20 Jahren einen Bärendienst leistend. Und wer eine mögliche Bundeskanzlerin Weidel allen Ernstes als "Ermutigung für Frauen" bezeichnet, ist - ganz wie ihre Kampfgefährtin Wagenknecht - nichts anderes als eine Wegbereiterin des Faschismus. Und tschüss!

  • Kommen Tier

    Auch in der taz erschien vor einiger Zeit ein Artikel, in dem der Ukraine-Krieg generell Männern angelastet wurde, auf beiden Seiten.

    Unter Magaret Thatcher gab es ja bekanntlich keinen Krieg...

  • HugoHabicht

    Beim Thema Ukraine hätte Emma sich lieber an die alte Weisheit halten sollen, "Schuster bleib bei deinen Leisten."

    Ich bin auch sonst nicht immer einer Meinung mit Emma/Schwarzer gewesen, aber respektiere im höchsten Maße, dass sie selbst sich immer treu geblieben ist und der Verlockung widerstanden hat, sich dem jeweiligen Zeitgeist anzubiedern. Das ist eine leider sehr seltene Eigenschaft.

  • miri

    Es stimmt schon, mit Schwarzer lässt sich nicht diskutieren, sie walzt alle nieder; aber ihre Positionen sind durchaus diskutierbar, ihre Argumente oft polemisch, aber oft ebenso treffend scharf -- und sie war immer ihrer Zeit voraus. Unter anderem hat sie lange vor den sozialen Medien das erfahren müssen, was heute im Internet Frauen erwartet, die ihre Zähne zeigen. Und hat widerstanden, mit Format. Doch, ich bewundere sie. Sie hat meine Kindheit und Jugend mitgeprägt. Sie bleibt eine der Großen. Danke, Alice.

  • Querbeet

    Ja, mit der falschen politischen Haltung sollte man auf keinen Fall ein Magazin herausbringen.

  • Worgt Michael

    Frau Schwarzer hat sicherlich große Verdienste.



    Ich mochte sie noch nie, wußte aber nicht recht warum.



    Seit einigen Jahren weiß ich warum .



    Ich kann der Autorin nur zustimmen .

  • Minderleister

    Alice Schwarzer und Sahra Wagenknecht. Fand ich beide einmal gut. Heute nicht mehr, und die Gründe sind sogar ähnlich.

  • Patrick Anonsen

    Frau Schwarzer war eine Feministin. Frau Schwarzer ist eine Feministin. Man kritisiert sie, weil sie sich nicht weit genug radikalisiert hat, um ins Lager der Wokeisten zu wechseln. Das sieht man perfekt an den Kritikpunkten der Autorin.

    • Desdur Nahe

      @Patrick Anonsen:

      "weil sie sich nicht weit genug radikalisiert hat"



      Das ist der natürliche Lauf der Dinge: Die "Alten" einer Bewegung werden weniger, die neuen Köpfe müssen einen draufsetzen. Mit "Ich habe keine neuen Ideen, wir machen weiter wie immer" wird man nicht wahrgenommen/gewählt. Eine Radikalisierung jeder Bewegung ist also fast zwingend, „Die Revolution frisst ihre Kinder“ quasi.

  • Ki. Ki.

    Am Beispiel Frau Schwarzers lässt sich Behauptung prima untermalen, dass Machtstreben und Geltungssucht keine ur-männlichen Eigenschaften sind, sondern (um mit Schwarzer zu sprechen) dass bloß vor allem Männer die Gelegenheit bekommen, es auszuleben. Meine Hochachtung vor Frau Schwarzers Leistung für Frauen in Deutschland. Mein früheres Bild von Feminismus als in erster Linie auf Frauen zugeschnittene Haltung verdanke ich ihr. Sehr schade, dass Frau Schwarzer von der Entwicklung eingeholt wurde und nicht rechtzeitig auf die späteren Generationen von Feministinnen gesetzt hat, die heute für den Diskurs prägend sind.

  • Moritz Both

    Hallo, natürlich darf es gerne noch ein weiteres feministisches Magazin kommen, aber erwähnenswert finde ich, dass es ja das sehr tolle queerfeministische MIssy Magazine gibt missy-magazine.de/ :)



    Moritz

  • Kai Ayadi

    1976 erschien auch "Die Schwarze Botin" zum erstenmal. Sie sollte in diesem Zusammenhang erwähnt (und gewürdigt) werden.

  • RenitenterBoomie

    Mit der "Emma" war es vorbei, als 2008 die Übergabe der Chefredaktion an Lisa Ortgies nicht gelang. Nach nur 2 Monaten wars vorbei.



    Danach setzte Alice Schwarzer ihren flotten Marsch in die patriarchale Retardierung einer Kleinbürgerin in Szene. Damit natürlich sehr gerne entlohnt und verbreitet von allem was die nationale der Reaktion Verlags-Medien-Technisch zu bieten hat.

    Sie wird sicher selbst feste geglaubt haben nun quasi subversiv-feministisch zwischen den Manspreadern angekommen zu sein.



    So wichtig, dass selbst die nun Zeitungsspalten und Rednerinnenbühnen für sie freimachen.

    Aber tatsächlich war Sie nur dankbar verwendete Zeugin für die Nationale der Reaktionäre.

  • Land of plenty

    ihr Kampf für das Recht auf Abtreibung:



    Aber Emma und Frau Schwarzer verteidigten mit keinem Wort Frauke Brosius-Gersdorf gegen die Angriffswelle von Nius bis CDU im Bundestag. Eine Welle, die 2025 ihre Wahl zur Verfassungsrichterin verhinderte.



    Warum trat Emma "für das Recht auf Abtreibung" nicht für Brosius-Gersdorf ein, die das Recht auf Abtreibung in der Verfassung verankern wollte?



    Das verstehe ich nicht.



    Morgen sind Proteste gegen die Deutsch-Russischen Friedenstage, die den russischen Botschaftsrat nach Bremen einladen und den Angriffskrieg mit keinem Wort erwähnen.

  • Dr Regina

    Emma wird leider viel zu spät eingestellt.



    Emma war doch seit mehreren Jahren nur noch das Verkündungsblatt von Alice Schwarzer, dass sie benutzte, um ihre Steuerhinterziehung zu rechtfertigen oder ihre kruden, gar Frauen verachtenden Sprüche ("sprechen wir nicht über die vergewaltigten Frauen") heraus zu posaunen, und um sich als oberste Frauenführerin zu produzieren.

    Die unzähligen Frauengruppen, die in Eigeninitiative, größtenteils ehrenamtlich, Frauenzentren und Beratungsangebote auf die Beine gestellt haben, haben tatsächlich etwas für Gleichberechtigung, Frauenrechte und Integration erreicht. Darüber aber schweigen die Medien.

  • Dr Regina

    Alice Schwarzer hat sich mit den Frauenrechten große Verdienste gemacht.

  • Ruken K

    Feministinnen dürfen zum Ukrainekrieg unterschiedliche Positionen haben. Schon im Ersten Weltkrieg haben sich Frauen klar gegen den Krieg gestellt. Auch Alice Schwarzers Islamkritik ist berechtigt. Frauenfeindliche religiöse Strukturen müssen kritisiert werden dürfen. Warum sind manche Feministinnen dabei so zurückhaltend, während andere Religionen offen kritisiert werden? Schwarzers Persönlichkeit, Arbeitsweise und einzelne Positionen kann man infrage stellen. Deshalb ihre jahrzehntelange Arbeit und die Verdienste von „Emma“ abzuwerten, halte ich für falsch.



    Ich bin selbst Feministin und lasse mir meine Meinung nicht vorschreiben.

    • Frank Ropen

      @Ruken K:

      Ihre Position ist, die Ukraine soll sich hergeben, damit Russland nicht aggressiver wird.



      Oder als Analogie ausgedrückt, bei einer Vergewaltigung sollte die Frau die Beine breit machen, um den Angreifer nicht zu verärgern und darauf hoffen, dass man danach nicht ermordet wird.

    • NinaZ.

      @Ruken K:

      Sehe ich ganz genau so.

    • Heho

      @Ruken K:

      Als deutsche Frau gegen den ersten oder zweiten Weltkrieg was getan zu haben ist schon was anderes als sich gegen den Ukraine-Krieg zu stellen und sich mehr für den Angreifer zu positionieren.

      Und ein Zeitungsartikel schreibt keine Meinung vor. Den kann man lesen und zustimmen oder eben nicht. Ich führ meinen Teil, finde ihn sehr passend.

      • Dr Regina

        @Heho:

        Dem stimme ich zu.

  • smallestmountain

    Wahrscheinlich wird Alice Schwarzer woanders transfeindlich und kulturrassistisch weiterhetzen, aber ohne Emma hat sie eine Plattform weniger dafür und das ist doch schön.

    • Heho

      @smallestmountain:

      👍