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Trump kündigt Truppenabzug an5.000 US-Soldaten sollen Deutschland verlassen

Lange hatte der US-Präsident mit dem Truppenabzug nur gedroht. Am Freitagabend machte er schließlich ernst: Tausende US-Soldaten werden aus Deutschland abgezogen.

Ein militärisches Transportflugzeug startet von der US-Airbase in Ramstein in Rheinland-Pfalz Foto: Boris Roessler/dpa

ap/afp | Die USA wollen innerhalb der kommenden sechs bis zwölf Monate rund 5.000 Soldaten aus Deutschland abziehen. Dies gab Pentagonsprecher Sean Parnell am Freitag (Ortszeit) bekannt. Der Entscheidung sei eine gründliche Überprüfung der US-Truppenpräsenz in Europa vorausgegangen.

Zudem werde damit den Anforderungen in den Einsatzgebieten und den Bedingungen vor Ort Rechnung getragen. Mit dem Abzug von Truppen aus der Bundesrepublik hatte US-Präsident Donald Trump erst zu Wochenbeginn gedroht. Hintergrund ist sein Streit mit Bundeskanzler Friedrich Merz, der Kritik am US-israelischen Krieg gegen den Iran geäußert hatte.

Merz hatte unter anderem gesagt, die USA würden von der iranischen Staatsführung „gedemütigt“. Zudem beklagte er das Fehlen einer klaren Strategie Washingtons in dem Konflikt.

Aktuell sind rund 36.000 US-Soldaten in Deutschland stationiert. Das Pentagon unterhält hier mehrere große Militäreinrichtungen, etwa das Oberkommando für Europa (EUCOM) in Stuttgart und den Flugplatz Ramstein in Rheinland-Pfalz, der als Drehkreuz der US-Luftwaffe gilt. Je nach Einsätzen, Übungen und Truppenrotationen sind in Europa in der Regel zwischen rund 80.000 und 100.000 US-Soldaten stationiert.

Experte: Truppenpräsenz dient vor allem US-Interessen

Der Analyst Nico Lange von der Denkfabrik Center for European Policy Analysis sagte der Nachrichtenagentur AP kürzlich mit Blick auf die US-Truppenpräsenz in der Bundesrepublik, dass diese in erster Linie US-Interessen diene. Es gehe um die „weltweite Demonstration amerikanischer Macht“, und weniger um die Verteidigung Deutschlands.

Trump hatte bereits in seiner ersten Amtszeit mit dem Abzug von rund 9.500 der damals etwa 34.500 in Deutschland stationierten US-Soldaten gedroht. Den entsprechenden Prozess leitete er jedoch nicht ein. Sein demokratischer Nachfolger Joe Biden stoppte den geplanten Abzug kurz nach seinem Amtsantritt im Jahr 2021.

Trump schrieb am Mittwoch in den sozialen Medien, die USA prüften mögliche Truppenreduzierungen in Deutschland. Eine Entscheidung dazu solle bald fallen. Am Donnerstag legte er mit seinen Verbalattacken auf Merz nach und schrieb, der Kanzler sollte „mehr Zeit damit verbringen, den Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu beenden“ und sein „kaputtes Land in Ordnung zu bringen“, anstatt sich mit dem Iran zu befassen.

Der Konflikt zwischen Merz und Trump

Merz hatte Trumps Unmut vor wenigen Tagen offenbar mit Äußerungen bei einer Schulveranstaltung mit Blick auf die Vereinigten Staaten erregt. „Da wird eine ganze Nation gedemütigt durch die iranische Staatsführung“, sagte Merz am Montag mit Blick auf die Verhandlungen der USA mit dem Iran. Zudem äußerte er die Ansicht, die USA hätten „offensichtlich keine Strategie“ im Irak-Krieg.

Der US-Präsident hatte den Kanzler danach bereits scharf attackiert: „Er weiß nicht, wovon er spricht!“ Am Mittwoch drohte Trump dann mit dem Abzug von US-Soldaten aus Deutschland, am Donnerstag legte er noch einmal gegen Merz nach.

Der US-Präsident bescheinigte dem Bundeskanzler in einer Botschaft auf seiner Online-Plattform Truth Social am Donnerstag Nachholbedarf „insbesondere bei den Themen Migration und Energie“. Merz solle „weniger Zeit darauf verwenden, sich in die Bemühungen derjenigen einzumischen, die die atomare Bedrohung durch den Iran beseitigen, wodurch die Welt, einschließlich Deutschlands, zu einem sichereren Ort wird“.

Es gab auch Drohungen gegen andere Länder

Neben Deutschland drohte Trump auch Spanien und Italien mit einem Abzug von US-Truppen. „Das werde ich wahrscheinlich tun, warum sollte ich es auch nicht tun?“, sagte Trump am Donnerstag im Oval Office auf eine entsprechende Journalistenfrage. „Italien war uns überhaupt keine Hilfe, und Spanien war schrecklich, absolut schrecklich“, fügte er mit Blick auf die von ihm erhoffte Unterstützung von Verbündeten im Iran-Krieg hinzu.

Bis zum 31. Dezember waren insgesamt 36.436 US-Soldaten im aktiven Dienst in Deutschland stationiert, in Italien waren es 12.662 US-Soldaten und in Spanien 3814.

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68 Kommentare

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  • Nun ja, wenn die US-Soldaten aus Deutschland abziehen, sollte man bedenken, dass sie ohnehin nicht hier sind, um uns vor "den bösen Russen" oder "den bösen Iranern" zu bschützen. Deutschland ist für das US-Militär nichts weiter als eine von vielen logistischen Drehscheiben, die sie zur Führung der Kriege benötigen, mit denen sie weltweit ihre Interessen durchzusetzen versuchen. Von daher sollte man dem derzeitigen Präsidentendarsteller in Washington eher dankbar sein, wenn er seine kriegsausführenden Organe auf unserem Boden zumindest reduziert und uns damit der Illusiom beraubt, es ginge dabei um die NATO. Es ging denn USA seit dem Ende des Kalte Krieges noch nie um die NATO, sondern einzig und allein um die Durchsetzung dessen, was der jeweilige Vollstrecker der Interessen amerikanischer Industrie- und Finanzeliten seinem Stimmvieh als "amerikanische Interessen" verkauft.

  • Alle Freunde der Expansion Russlands bekommen seit mind. 2014 ihre Forderungen erfüllt.



    Ich denke, das hat nichts mit irgendwelchen Äußerungen von Merz zu tun, sondern mit dem längerfristigen Plan der USA, den diese hier auch umsetzen. Truppen aus Westeuropa abziehen und in Lateinamerika stationieren, wo es interessantere Grundstücke gibt. Die NATO ist vorbei.

  • Die paar tausend GIs samt angeschlossenem Personal werden keinen großen Unterschied machen, militärisch gar nicht und ökonomisch wohl nur lokal. Wenn aber darüber hinaus die Stationierung weitreichender amerikanischer Angriffswaffen nun vom Tisch ist (wie verschiedentlich gemeldet), dann können wir nur froh sein, dass dieser Kelch einfach so an uns vorbei geht. Es wäre der allererste politische Erfolg von Merzens Kanzlerschaft, wenn auch vermutlich wider Willen.

    • @Kohlrabi:

      Das gleiche System kommt die bundeswehr hat es gekauft.

      • @Machiavelli:

        Meines Wissen nicht. Diskutiert wird ein Kauf ab 2029, alternativ die Entwicklung eines eigenen Systems. Ein paar Jahre Zeit, in denen Vernunft einkehren kann oder (eher) haushaltspolitische Notlagen Vernunft erzwingen.

  • Trump ist 80 - Putin 73. Sie prägen ein Zeitalter - das Zeitalter der mörderischen Despoten. Trump ist in drei Jahren Geschichte - Putin vermutlich früher.

    Nach Trump und Putin ist das Zeitalter der mörderischen Despoten vorbei. Russland ist militärisch ausgeblutet und keine Gefahr mehr. Die Amis sollen gehen wohin sie wollen.

    • @test_name:

      Ich glaube nicht das nach Trump und Putin die Zeit der Despoten vorbei ist. Auch in der Entourage der beiden gibt es genug Leute die bei einem Regimewechsel viel zu verlieren haben. Da wird versucht das jetzige System so lang wie möglich zu halten.

    • @test_name:

      "Nach Trump und Putin ist das Zeitalter der mörderischen Despoten vorbei. "



      Das halte ich für übertrieben optimistisch.



      Die Nachfolge im Iran war ja zum Beispiel auch nicht unbedingt von erhöhter Toleranz geprägt.

  • Keine Panik, denn wenn der Möchtegern-König in den USA abgewählt ist und ein echter und demokratischer Präsident wieder im Weißen Haus sitzt, dann kommen die US-Soldaten ganz schnell zurück, denn die USA nutzen ihre Militärstützpunkte in Deutschland primär als strategische Drehscheibe für globale Operationen.

    Die Ramstein Air Base ist der größte US-Luftwaffenstützpunkt außerhalb der USA. Er dient als zentraler Umschlagplatz für Truppen und Fracht auf dem Weg in den Nahen Osten, nach Afrika und Osteuropa. Und eine Satelliten-Relaisstation ist in Ramstein laut Berichten entscheidend für die Steuerung weltweiter Drohneneinsätze.

    Das Landstuhl Regional Medical Center ist übrigens das größte US-Militärkrankenhaus im Ausland. Es ermöglicht die schnelle Behandlung verwundeter Soldaten aus Einsatzgebieten, ohne den langen Rückweg in die USA antreten zu müssen.

    Und so weiter und so fort ...

    Vielleicht erzählt das ja mal jemand dem Orangenen, denn der hat ja bekanntlich von NICHTS eine Ahnung.

    • @Ricky-13:

      Sie wissen aber schon, daß eine Präsidentschaftswahl, so sie denn noch stattfände, erst Anfang 2029 wieder einen Nachfolger ins Amt brächte?

      Der 22. Artikel beschäftigt sich ja nur mit der Frage, wie häufig jemand ins Präsidentenamt kommen dürfe. Trump dürfte zwar nicht mehr gewählt werden, aber solange auch niemand anders gewählt wird, bleibt es halt bei Trump (oder Vance, sollte ersterer ausfallen) Zitat: "No person shall be elected to the office of the President more than twice, and no person who has held the office of President, or acted as President, for more than two years of a term to which some other person was elected President shall be elected to the office of the President more than once."

    • @Ricky-13:

      "...und ein echter und demokratischer Präsident wieder im Weißen Haus sitzt..."

      Wird das auch passieren?

  • Was man sieht ist halt die totale Inkompetenz von Trump.



    Trump hält ja auch mehr zu Putin im Ukraine Krieg als zur Ukraine.



    Was will man mit einem Verbündetem dem man nicht trauen kann?



    In so fern ist der Anzug sogar zu begrüßen.



    Putin ist in der Ukraine beschäftigt und Trump arbeitet halt noch 3 Jahre Weiter an der Vernichtung der Republikaner.



    Die Demokraten werden vieles drehen was Trump zerstört (Vertrauen, Zollkrieg) wieder drehen und Verlässlicher sein gegenüber der EU.



    Also alles gut!

    • @udo123:

      "Die Demokraten werden vieles drehen was Trump zerstört (Vertrauen, Zollkrieg)"



      Sie werden es versuchen. Aber zerstörtes Vertrauen ist erstmal weg. Wenn Europa halbwegs bei Verstand ist, wird es sich auch bei einem anderen Präsidenten weiterhin emanzipieren.

  • Beim Abzug von 5000 US-Soldaten wird gern die Sorge um die wirtschaftlichen Auswirkungen im Stützpunkt-Umfeld thematisiert. Es sei nur daran erinnert, dass zwischen 1990 und 94 wie vereinbart ca. 500.000 sowjetische bzw. russische Soldaten, samt Zivilangestellten und Angehörigen die ehemalige DDR verließen.



    Ich kann mich nicht daran erinnern, dass damals der wirtschaftliche Zusammenbruch der Regionen befürchtet wurde.

    Klar, lässt sich nicht vergleichen - die Amerikaner sind ja unsere Freund und Beschützer - oder?

    Experten haben nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine vollmundig erklärt, dass es schon immer ein Fehler war, sich von russischen Energielieferungen abhängig zu machen, weil wir uns dadurch erpressbar gemacht haben.

    Wie sieht es eigentlich mit der Abhängigkeit vom militärischen Schutz durch die USA ,der US-Rüstungsindustrie und unserer Erpressbarkeit aus?

    Klar, lässt sich nicht vergleichen - die Amerikaner sind unsere Freunde - oder?

    Übrigens:



    Russland ist es in über 4 Jahren nicht gelungen die Ukraine millitärisch zu unterwerfen. Trotzdem erklären uns "Experten" fast täglich, dass die Russen in absehbarer Zeit ein europäisches Nato-Land angreifen werden....

    • @Bürger L.:

      So, die Sowjetsoldaten waren ein Wirtschaftsfaktor? Wenn sie überhaupt mal rausdurften, dann nur in der Rotte und in Begleitung. Falls sie dabei Taschengeld in DDR-Währung gehabt haben sollten, reichte das nirgendwo hin. Wozu auch, der kleine Nachtschrank für die persönliche Habe im Schlafsaal ...

    • @Bürger L.:

      Der russische Abzug wurde durch die BRD massiv unterstützt und die Strukturhilfen in die Ex-DDR waren erheblich. Es ist nicht erstrebenswert, dass wir für die Stationierungsgebiete der USA wieder Strukturhilfen ausgeben. Die militärische Abhängigkeit von USA wurde in der Vergangenheit immer wieder angesprochen. Die USA haben Ihr Militär finanziert, während Russland seine Truppen in der DDR von dieser hat finanzieren lassen. In Wirtschaftslehre gilt der Grundsatz, dass man max. 20% Geschäft mit einem Lieferant oder Kunden machen soll. Ob Trump oder Putin der größere Verrückte ist, ist schwer zu beurteilen. Die Chance einer Ablösung von Trump ist aber größer als bei Putin.

      • @jogi19:

        Die Bundesrepublik beteiligt sich mit ca. 130 Millionen € pro Jahr an den wesentlich höheren Gesamtkosten des amerikanischen Engagements in Deutschland.



        Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen russischen Aggression frage ich mich, ob wir nicht Gefahr laufen später einen viel höheren Preis zu zahlen.

        Zwar profitiert Deutschland bezüglich der Landesverteidigung von der Anwesenheit der US-Streitkräfte - die USA selbst profitieren allerdings von ihren Stützpunkten bei uns in weit höherem Maße

        Wenn die US- Armee von Deutschland aus in Africa, dem nahen Osten oder anderen außereuropäischen Regionen operiert, hat das wenig mit dem Schutz unserer Grenzen - sondern mit amerikanischen Interessen zu tun.



        Von daher werden fünf- oder zehntausend US-Soldaten weniger unser Land vermutlich nicht unsicherer machen.

        Im Gegenteil ist im aktuellen Irankrieg festzustellen, dass



        unbeteiligte Länder nicht trotz, sondern wegen der US-Stützpunkte zum Angriffsziel werden Können.



        Für die ursprünglich für Deutschland vorgesehenen neuen US-Mittestreckenraketen gilt das ähnlich.

        Sicherer und kostengünstiger scheint da langfristig die Stärkung der eigenen Verteidigungsfähigkeit im Rahmen der EU zu sein

      • @jogi19:

        "Die USA haben Ihr Militär finanziert, während Russland seine Truppen in der DDR von dieser hat finanzieren lassen."

        Guter Witz.

        • @warum_denkt_keiner_nach?:

          Ihr Militär finanzieren die USA schon selbst, nur die Kasernen lassen sie sich von den Deutschen finanzieren und die Wohnsiedlungwn für die Angehörigen lassen sie sich von den Deutschen bauen - wie die Deutschen im Baltikum von den Litauern. 😉

  • Nur zu. Ich sag schon mal Servus.

  • Wer kennt die Gründe des angekündigten Rückzuges, laut Verlautbarung sind es lngfristige Planungen. Trump macht daraus Tagespolitik bei fehlendem Wohlverhalten. Meiner Ansicht nach ist die Nato wichtig, die von Trump betriebene Spaltung ist nicht hilfreich. Jahrzehnte haben sich die Europäer unter dem militärischen Schirm der USA versteckt und über die US Politik diskutiert, statt sich militärisch eigenständig zu machen. Der Bedarf an Militär hängt doch mit dem nicht funktionieren der UNO zu tun.

  • Ha, dann kündigt doch den Mietvertrag für Ramstein oder Wiesbaden oder Stuttgart. Großzügigerweise dürfen sie Bauwerke, die sich fpr uns umnutzen lassen, besenrein hinterlassem - Wenn nicht, dann bitte im (Natur-)zustand, in dem sie es einstmal übernommen haben.

  • Die stärkste Armee der Welt ist technisch ganz sicher nicht unterentwickelt.



    Der Mangel an HR, wie das jetzt "neudeutsch" immer wieder heißt, und die Besorgnis der Ohnmacht angesichts einer prognostizierten Überführung von Opfern in Zinksärgen machen Quantensprünge bei dieser aktuellen weltpolitischen Großwetterlage möglich.



    Wenn die Roboter übernehmen:



    Die KI wird die Kriegsführung revolutionieren.



    Am 8.4.26 bei srf.ch



    "Krieg in der Ukraine



    Roboter statt Soldaten: Ukraine setzt auf Maschinen an der Front



    Sie liefern Munition in vorderste Stellungen und können sogar schiessen: So funktionieren die Bodenroboter im Ukraine-Krieg."



    Weiter dort:



    "«Das ist die Zukunft des Krieges»



    Die Robotisierung des Krieges ist ein Mittel, mit dem die Ukraine versucht, ihr grösstes Problem abzumildern: den Mangel an Soldaten. Immer wieder gelingt es auch, Verwundete aus gefährlichen Frontpositionen mit Bodenrobotern zu evakuieren. Und: Inzwischen gibt es sogar ferngesteuerte Fahrzeuge, die mit Maschinengewehren ausgerüstet sind und russische Stellungen angreifen."



    Wir brauchen dringend eine Diskussion um diese Entwicklungen in eine "Schöne neue Welt"!



    Pressefreiheit ist hier ein Garant für das Forum

  • Wir sehen hierdurch, inkl. der (befürwortenden) Äußerungen aus den USA, Wahlkampfhilfe für die Rechten.

  • Könnte uns egal sein, würde Europa sicherheitspolitisch auf eigenen Füßen stehen.



    Das will die deutsche Gesellschaft aber offensichtlich nicht, wie die Rekrutierungszahlen der Bundeswehr belegen.

    • @metalhead86:

      Beim Rekrutiere wären doch jetzt die Jahrgänge dran, die damals unter Merkel-Guttenberg zurückgestellt worden sind. Leute, die was gelernt und Berufserfahrung haben, im besten Alter, ev durch eigene Kinder wirklich zur Landesverteidigung motiviert, viel besseres Menschenmaterial als nch-nicht-mal-Abiturienten

    • @metalhead86:

      Der Verteidigungsminister offensichtlich auch nicht. Er kauft weiter für zig Milliarden Rüstungsgüter in den USA. Darunter Führungssysteme.

  • Je weniger US-Soldaten im Ausland stationiert sind, umso besser. Trump kann gleich noch seine Atombomben mit abziehen.

    • @Knightrider:

      Tja, die Atombomben.

      Die hatte die Ukraine ja auch abgeschafft.

      Weil sie im Budapester Memorandum ja die Integrität ihrer Grenzen von Russland, GB und anderen garantiert bekam.

      Ich nehme an, Sie lernen bereits Russisch oder polieren Ihre Sprachkenntnisse bereits auf.

  • Die Amis sind jetzt seit 80 Jahren in diesen unseren Lande.



    Wenn sie abziehen brauchen wir Atomwaffen auf Ubooten. Wegen der strategischen Tiefe. Aber wollen wir das wirklich ? Also ich stehe da lieber treu zur Transatlantischen Freundschaft. Sie stellt einen grossen Gewinn da.

    • @Timelot:

      "...ich stehe da lieber treu zur Transatlantischen Freundschaft."



      Kann man machen. Sollte man sich allerdings zuvor davon überzeugen, ob sie noch da ist...



      "Sie stellt einen grossen Gewinn dar."



      Derzeit stellt sich eher die Frage, ob man davon nicht in der Vergangenheitsform sprechen sollte. Im Weißen Haus ist davon jedenfalls nichts zu sehen.

    • @Timelot:

      Die so beschworene Freundschaft hat es wohl genauso wenig gegeben, wie die zwischen normalen DDR-Bürgern und Sowjet-Soldaten weit verbreitet war. Und gerade gucken deutsche Transatlantiker ganz verwundert, weil sie auf Teufel komm raus bis zuletzt dran glauben wollten...



      Eine Kosten-Nutzen-Rechnung. Das Erhalten weltweiter Dominanz von sicheren Stützpunkten aus. Der Fuß in Europa. Und vermutlich nicht freundlicher als anderswo auch, wo fremde Truppen stehen. Gerade machen die Araber am Golf ihre Erfahrung wie nützlich sowas mitunter sein kann...

    • @Timelot:

      Treue in allen Ehren, aber für eine Freundschaft braucht's zwei (und die ist eigentlich auch was für Menschen, nicht für Staaten).

    • @Timelot:

      Die transatlantische Freundschaft wie wir sie kannten ist tot. In Zukunft kann da aus europäischer Sicht nur noch Kanada mit gemeint sein. Je eher wir das einsehen desto besser. Wir sind schon ca 20 Jahre zu spät dran. Obama hatte schon ausgerufen, dass Europa sich mehr wird um sich selber kümmern müssen.

    • @Timelot:

      Truppen unter dem Befehl von Trump sind kein Gewinn, sondern eine Gefahr. Und Atomwaffen hat Frankreich auch.

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Schauen wir mal, was die nächsten Wahlen in Frankreich so bringen.

        • @TOM1976:

          Wenn die Bundesregierung weiter die Führung in Europa beansprucht (Merz), trotz anderer Versprechen weiter bei den Amerikanern Großeinkäufe macht (Pistorius) und alle zusammen gemeinsame Projekte mit Frankreich torpedieren ( FCAS), definitiv nichts Gutes.

          Es wird so schon nicht einfach, aber die Wahlkampfhilfe aus D werden die Rechten zu nutzen wissen.

  • Da der POTUS als möglicher und qua Amt anerkannter Führer des Bündnisses, mit Macht und Ressourcen traditionell ausgestattet, ein erkennbarer Totalausfall für die Verlässlichkeit der NATO in Europa ist, brauchen wir hier aller Wahrscheinlichkeit nach auch langfristig seinen verlängerten Arm mit seinen gefährlichen Bedrohungsrhetoriken lokal nicht mehr, um uns in Europa freizuschwimmen.



    Alternativen der Verteidigung waren schon vor ihm eine denkbare und sinnvolle Strategie.



    Die vollkommen überteuerten und US-dominierten F35 in Büchel sind vielen ein Dorn im Auge.



    Sie sollten nicht als "gesetzt" gelten.



    www.wiwo.de/politi...jet/100114338.html

  • Gerne alle abziehen. Wird Deutschland zwar noch mehr zum Handeln in Hinsicht auf Aufrüstung zwingen, aber die USA wird auf längere Zeit als Partner nicht verlässlich sein. In der Hinsicht ist es besser militärische Einsätze über Deutschland, gesteuert durch ein imperialistischen Landes, zu unterbinden.

  • Ob das wirklich so kommt mit den Soldaten sei mal dahingestellt. Gestern war schon irgendwo die Meldung, dass die eh entbehrlich wären.

  • Wenn der Herr Trump das möchte, soll er es halt machen. Ich sehe das jetzt nicht sonderlich dramatisch. Interessant wird es werden, wenn dieser Herr irgendwann Geschichte ist und ob bzw. wie dann versucht werden wird, das Porzellan, das dieser Elefant zertrampelt hat, gekittet werden soll.

  • Naja, als damals die Römer von hier abgezogen sind hat es auch nichts geschadet.

  • Ami, go home!



    Endlich!



    Der feuchte Jugendtraum der Altlinken wird umgesetzt. Und von wem? Dem alten Fritz von Blackrock.



    Da sage noch einer, das Leben hätte keinen Humor.

    • @Querbeet:

      "Fortgesetzt vom alten Fritz..."

      Dann aber nur sehr sehr versehentlich. Dafür wärs zum ersten Mal, dass ich ihm applaudieren tät...

      Bis vor ein paar Tagen war Merz nur der Mann, dem Onkel Donni immer mal das Knie tätscheln kann, wenn Melania ihm grad wieder die Hand verweigert hat.

      Nur sollte man seine Sprüche eben nicht zu hoch hängen: Trump hat gemeint unser aller Kanzler habe keine Ahnung, wovon er spräche.



      Ich habe hingegen den Eindruck, dass Trump seinerseits keine Ahnung hat. Und zwar sowohl von jenem, das er gerade eben gesprochen hat, als auch von jenem, das er als Nächstes in die angstvoll besorgte Welt setzen wird.



      Dauerhaft blanker Speicher irgendwie...

  • Es könnten noch mehr werden. Das BVerfG hat mit Urteil vom 15. Juli 2025 zum Drohneneinsatz von Ramstein aus festgestellt:



    "Der Bundesrepublik Deutschland obliegt ein allgemeiner Schutzauftrag dahingehend, dass der Schutz grundlegender Menschenrechte und der Kernnormen des humanitären Völkerrechts auch bei Sachverhalten mit Auslandsberührung gewahrt bleibt."



    Der Schutzauftrag wird virulent, wenn "die ernsthafte Gefahr [besteht], dass dem Schutz des Lebens dienende Regeln des humanitären Völkerrechts und/oder der internationalen Menschenrechte systematisch verletzt werden."



    Die Teilnahme an einem Angriffskrieg wird in Dtld. zudem strafrechtlich verfolgt nach § 13 VStGB. Für die Staatsanwaltschaft Berlin gilt dabei der Legalitätsgrundsatz: Sie muss gegen die Bundesregierung ermitteln, selbst wenn ihr das politisch nicht opportun erscheint.

    • @hedele:

      §13 Abs. 4 Völkerstrafgesetzbuch: "Beteiligter einer Tat nach den Absätzen 1 und 2 kann nur sein, wer tatsächlich in der Lage ist, das politische oder militärische Handeln eines Staates zu kontrollieren oder zu lenken." Gemeint ist mit "eines Staates" ein am Angriffskrieg beteiligter Staat. Daher scheidet hier eine Strafbarkeit der deutschen Regierung aus.



      In Betracht käme jedoch eine Strafbarkeit nach §140 StGB...

  • Ich weine dem Abzug von 5.000 US-Soldaten zurück in die USA keine Träne nach. Schließlich bezahlt Deutschland einen nicht unerheblichen Anteil der Kosten bzw. Investitionen für deren Stationierung. Es können gerne noch mehr Truppen abgezogen werden, gerne auch in Italien und Spanien. Das wäre angesichts der Ursachen (Nachkriegsordnung 1945 ff.) auch zeitlich sinnvoll Falls Trump glaubt, er könnte uns damit erpressen, hat er sich getäuscht. Es sind die Fähigkeiten der US-Army für Einsätze im nahen Osten und in Afrika, die damit vermindert werden. Sicherheit wird nur dadurch entstehen, dass die europäischen NATO-Staaten sich selbst um ihre Sicherheit kümmern. Auf die USA ist kein Verlass mehr.

    • @Politik-Beobachter:

      Ich glaube Ihnen gerne, dass Sie den US-Truppen keine Träne nachweinen, anders als die durch die Amis beschäftigten Leute aus der Region. Ich habe eine Rechnung gesehen, dass dies ungefähr einen Verlust von 24 Millionen Euro pro Jahr ergibt. Aber egal.....

      • @Leningrad:

        Ja, irgendwie egal. Es wird sich Ersatz finden lassen.

        Als im deutschen Osten plötzlich dreieinhalb Millionen vorher Beschäftigte arbeitslos dastanden gings doch auch wieder aufwärts. Nur vermutlich viel langsamer als es in den betroffenen Regionen beim Abzug unserer amerikanischen Lichtgestalten der Fall sein würde.

      • @Leningrad:

        Ist es nicht eher so, dass diese Regionen jahrzehntelang von den stationierten Truppen profitiert haben? Und das unter anderem auf Kosten des deutschen Steuerzahlers, der die US-Präsenz mit derzeit 100 - 130 Millionen jährlich unterstützt?



        Und falls Hilfe beim Umgang mit der Situation benötigt wird: Einfach mal bei den ehemaligen Standorten der Briten in Norddeutschland nachfragen. Die haben diese Transformation schon hinter sich.

        • @Anders Heister:

          Was für einen simple Rechnung.



          Die amerikanischen Truppen generieren Milliarden in Deutschland. Die 100 Millionen sind wohl (nach einer kurzen Google-Suche) vor allem "Beihilfezahlungen an ehemalige Beschäftigte der US-Streitkräfte, die Erstattung von US-Investitionen an ehemaligen Truppenstandorten und für die Behebung von durch US-Soldaten verursachte Schäden".



          Die Zahlungen werden wohl auch nach dem Abzug nicht komplett verschwinden.

        • @Anders Heister:

          Also es gab im Jahr 2020 mehrere Artikel zu dem Thema. Ich nehme an, dass Sie sich da auf einen davon beziehen (Spiegel, Zeit konnte ich zu dem Thema direkt identifizieren).

          Sie haben recht: die Militärpräsenz kostet. In den Jahren 2010 bis 2020 durchschnittlich knapp über 100Mio Euro jährlich. Und natürlich muss das von allen Steuerzahlern getragen werden. Andererseits hätten diese Regionen ohne die Militärpräsenz sowieso erhöhten Anspruch auf einen Finanzausgleich, viele sind strukturschwach abseits der Militärpräsenz.

          Was Sie vergessen zu erwähnen ist, dass die Wirtschaftskraft der US Truppen in Gesamtdeutschland auf ungefähr 4Mrd Euro jährlich geschätzt wird.



          Wenn ich also rechne: 4.000.000.000 - 100.000.000 = 3.900.000.000, dann weiss ich, dass der Abzug wohl kein finanzieller Gewinn für uns sein wird.

          Und den tausenden deutschen Zivilangestellten bei den US-Streitkräften dürfen Sie dann erklären, warum Sie deren Arbeitsplätze so einfach abwickeln wollen.

          Was die ehemailgen Stützpunkte der britischen Streitkräfte in Norddeutschland angeht: sind jetzt wohl alles blühende Landschaften.

          • @SanktNiklas:

            "Und den tausenden deutschen Zivilangestellten bei den US-Streitkräften dürfen Sie dann erklären, warum Sie deren Arbeitsplätze so einfach abwickeln wollen."

            Ich traue den Zivilangestellten in und um Ramstein herum durchaus zu, ab und an Nachrichten zu verfolgen und eine eigene Erklärung zu haben, was so im Großen und Ganzen vor sich geht. Und ob dieser Plan zum Teilabzug nun den Segen der Bevölkerung außerhalb der Region findet oder nicht, ändert absolut gar nichts daran, ob die Arbeitsplätze erhalten bleiben oder nicht.

        • @Anders Heister:

          Ja haben wir hier oben alles hinter uns.



          Klar verlieren erstmal Leute ihre Jobs, aber dann entstehen auch Chancen. Die entsprechenden Liegenschaften werden ja nicht mehr gebraucht, und sind üblicherweise gut Logistisch erschlossen. Oft sind die auch für spezielle Tätigkeiten schon vorbereitet, beispielsweise haben hier damals viele Werkstätten Lagerhallen und Gebäude angemietet wo auch die Britten ihre Werkstätten für ihre Fuhrparks hatten.



          Und es gab auch viele die sich überhaupt nur deshalb Selbständig machen konnten, weil plötzlich günstiger Raum dafür zur Verfügung stand.



          Und Sporthallen und solche Dinge die noch gut waren, sind natürlich ebenfalls erhalten worden. Nutzen heute die Vereine.



          In Osnabrück ist auch das Büro des Stadtsportbundes in ner ehemaligen Britten Kaserne, ganz in der Nähe der besten Halle die sie zurück gelassen haben...

          Und was wohl der beste Vorteil von allen war: Wenn man Abends dann feiern ging, waren da plötzlich nirgendswo mehr besoffene britische Soldaten :-)

  • Huhuhu ... Ich heul' mir hier jetzt seit 9:40 Uhr die Augen aus'm Kopp!

  • "AMI GO HOME"

  • Ist es nicht ein Treppenwitz der Geschichte, dass ausgerechnet Trump die jahrzehntelangen Forderungen der europäischen Linken nach Abzug der amerikanischen Soldaten teilweise wahr macht?

    • @Maradine:

      Trump UND der alte Fritz von Blackrock! Es war eine Teamleistung. Kann man ihnen nur nicht offen gönnen. Damn!

    • @Maradine:

      @ Maradine



      So wie Trump mit Putin kuschelt, doch kein Wunder...

    • @Maradine:

      Auch Abzug von ca. 24 Millionen Euro pro Jahr. Prost!

      • @Leningrad:

        Man sagt ja immer, jeder habe seinen Preis. 24 Millionen pro Jahr sind so etwa 30 Cent pro Bundesbürger.

        Ich erstatte Ihnen gerne Ihren Anteil, wenn das das große Problem ist, das von einer unabhängigen Bewertung abhält.

      • @Leningrad:

        @ Leningrad



        Ach kommen Sie, die 35 Milliarden Euro für den Diebstahl unserer, von uns Steuerzahlern abgeführten Steuergeldern, den unsere Regierung zu verantworten hat, haben wir doch auch so weggesteckt, gibt’s halt weniger Leistungen aus den GKV & GRV ....

      • @Leningrad:

        Ach kommen Sie. Für 24 Millionen im Jahr haben die ab '45 mehr für die Demokratie in Deutschland getan als all die NGOs zusammen für ein zigfaches dieses Betrags.

        • @Querbeet:

          Was genau haben "die" für die Demokratie in D getan?

          • @Perkele:

            Na viele alt nazis verbeamtet!

      • @Leningrad:

        Selbst wenn es 24 Milliarden Euro wären, wäre das gut. Das Geld interessiert mich nicht. Dass die USA von Deutschland aus Kriege führen und weltweit Menschen töten, wiegt schwerer als die paar Piepen.

        • @Knightrider:

          @ Knightrider



          👍👍

      • @Leningrad:

        Ja, das ist die Grundlage derzeitiger Politik: Geld. Ethische, politische oder gar moralische Überlegungen sind Pillepalle.



        Hauptsache die Kohle stimmt - "danach lasst uns alle streben, brüderlich mit Bank und Geld".