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Iran-ProtesteLinke sind solidarisch – nur nicht mit Reza Pahlavi

Daniel Bax

Kommentar von

Daniel Bax

Schweigt „die“ Linke zum Iran? Diese Behauptung wird vor allem von Leuten verbreitet, die zum Grauen in Gaza geschwiegen haben. Sie ist falsch.

All eyes on Iran, no eyes on monarchists Foto: Boris Roessler/dpa

E in Gerücht geht um, und es setzt sich fest. Linken falle es angeblich schwer, den Freiheitskampf der Iraner zu unterstützen – so tönt es seit Wochen aus rechten Medien, von der Neuen Zürcher Zeitung bis zu Nius. Das behaupten der Ex-Tagesschau-Sprecher Constantin Schreiber, der Islamkritiker Ahmad Mansour und der TV-Kabarettist Florian Schröder, und so war es auch schon in der taz zu lesen.

Viele vergleichen die Proteste gegen den Genozid in Gaza mit der Empörung über das bisher größte Massaker des iranischen Regimes an der eigenen Bevölkerung und kommen dabei zu dem Schluss, Linke würden „bei Gaza schreien und beim Iran schweigen“, wie es etwa Schreiber formulierte.

Wenn man eine Behauptung nur oft genug wiederholt, wird sie für wahr gehalten. Dieses Phänomen ist psychologisch gut belegt und als „Wahrheitseffekt“ bekannt. Demagogen wie Donald Trump, Wladimir Putin und Benjamin Netanjahu bedienen sich dieser Methode gerne. Manchmal verbreitet sich eine Behauptung aber auch ganz von selbst, weil sie beliebten Annahmen entspricht und Vorurteile bestätigt. Deshalb lohnt es sich zu hinterfragen: Tut sich die Linke wirklich schwer damit, sich mit den Protesten im Iran zu solidarisieren?

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Sicher, es gibt linke Splittergruppen, die sich hinter das iranische Regime stellen, weil sie glauben, es würde einen irgendwie gearteten „antikolonialen Kampf“ gegen die USA führen. Es gibt Prominente wie Roger Waters, der zu wissen meint, dass die meisten Iraner keinen „Regime Change“ wollten, sondern nur nach wirtschaftlichen Reformen verlangten. Und von Greta Thunberg hat man zum Iran bisher tatsächlich wenig gehört. Aber sonst? Ist diese Behauptung in dieser Pauschalität einfach falsch.

Die taz und andere linke und linksliberale Medien haben von Anbeginn ausführlich und emphatisch über die jüngste Protestwelle berichtet, die sich im Januar im Iran ausbreitete. Auch Linke und Grüne stellten sich früh und entschieden auf ihre Seite. Die Linken-Chefs Jan van Aken und Heidi Reichinnek nahmen schon am 11. Januar in Berlin an einer Iran-Demo teil und erklärten sich solidarisch mit den „Menschen im Iran, die mutig gegen das Mullah-Regime auf die Straße gehen“, wie sie sagten.

Die künftige Regierung des Iran sitze „nicht im Exil, sondern im Gefängnis“, setzte van Aken einen Seitenhieb gegen Reza Pahlavi hinzu – den Schah-Sohn, der sich Hoffnungen macht, auf den Thron zurückzukehren, von dem sein Vater einst gestürzt wurde. Es gibt gute Gründe, ihn und seine Anhänger mit Skepsis zu sehen. Aber sie sind nicht die einzigen Gegner des iranischen Regimes.

Von praktischer Solidarität bei Konservativen keine Spur

Die taz-Autorin Daniela Sepehri initiierte Mitte Januar einen offenen Brief, indem mehr als 30 Prominente – darunter Luisa Neubauer und Katja Riemann – die Bundesregierung aufforderten, mehr Druck auf den Iran auszuüben. Und Linken-Chefin Ines Schwerdtner forderte von der Bundesregierung bereits am 6. Januar einen sofortigen Abschiebestopp, „damit niemand an das Folterregime im Iran ausgeliefert wird“ – eine Forderung, der sich die Grünen anschlossen und die in einigen Bundesländern, in denen sie mitregieren, inzwischen umgesetzt wird. CSU-Innenminister Alexander Dobrindt dagegen lehnt einen generellen Abschiebestopp in den Iran bis heute ab: so viel zur praktischen Solidarität von Konservativen und Rechten.

Beim Thema Iran betreiben Konservative gerne „Virtue Signalling“: sie inszenieren sich als vermeintlich moralisch integre Menschen, denn es kostet sie wenig. Denn wer die blutige Unterdrückung der Proteste im Iran kritisiert und Sanktionen fordert, der stellt sich nicht gegen die Staatsräson. Im Gegenteil: Die Bundesregierung straft, gemeinsam mit den USA und der EU, das Regime in Teheran schon lange mit Sanktionen, um sein Atomprogramm zu behindern.

Es ist viel schwieriger, gegen den Strom zu schwimmen und sich für die Menschenrechte auszusprechen, wenn es der Staatsräson widerspricht. Die Bundesregierung liefert keine Waffen an den Iran, mit denen bereits Tausende von Kindern und Hunderte von Journalisten getötet wurden. Deutschland ist aber – nach den USA – der wichtigste Waffenlieferant Israels, und mit der EU der größte Handelspartner. Das macht einen großen Unterschied – und wäre ein zusätzlicher Grund, gegen die deutsche Komplizenschaft zu protestieren. Doch das hat einen höheren Preis.

Good protest, bad protest

Wer bei der Berlinale für die Menschenrechte im Iran demonstriert, bekommt dort den roten Teppich ausgerollt. Wer dagegen Menschenrechte für Palästinenser einfordert muss damit rechnen, dass sich die Festivalleitung von ihm distanziert. Denn die Berlinale wird vom deutschen Staat finanziert, und Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat dafür kein Verständnis.

Wer gegen das Massaker im Iran auf die Straße geht, wird von der Polizei freundlich begleitet, über fragwürdige Slogans wie „Tod den Linken“ hört sie geflissentlich hinweg. Wer gegen den Genozid in Gaza auf die Straße geht, muss damit rechnen, von der Polizei verprügelt und schikaniert zu werden – selbst Bagatellen werden als mögliche Straftat verfolgt.

Der Berliner Senat ließ, als Zeichen der Solidarität mit den Protesten im Iran, das Brandenburger Tor jüngst sogar in den iranischen Nationalfarben und dem Slogan „Freiheit für Iran“ anstrahlen. Berlins CDU-Bürgermeister Kai Wegner weigert sich aber strikt, als Zeichen der Solidarität mit allen Opfern im Nahen Osten neben der Israelflagge auch eine palästinensische Flagge vor dem Roten Rathaus zu hissen, wie es Linke und Grüne fordern.

Wem es um universelle Menschenrechte geht, der muss Freiheit und Gerechtigkeit für alle Menschen forden – ganz egal, ob sie nun vom iranischen Regime oder von Israel unterdrückt werden. Die Kritik an einem angeblichen „Schweigen der Linken“ ist ein durchsichtiges Manöver, um vom eigenen Schweigen zu den Verbrechen in Gaza und im Westjordanland abzulenken. Dieser Vorwurf wird meist von Leuten vorgebracht, die zum Grauen in Gaza geschwiegen haben.

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Daniel Bax
Redakteur
Daniel Bax ist Themenchef im Regieressort der taz. Er schreibt über Politik, Kultur und Gesellschaft in Deutschland und hat bisher zwei Bücher veröffentlicht: “Angst ums Abendland” (2015) über antimuslimischen Rassismus und “Die Volksverführer“ (2018) über den Trend zum Rechtspopulismus. Sein neues Buch "Die neue Lust auf Links" über das Comeback der Linkspartei ist gerade im Goldmann Verlag erschienen.
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20 Kommentare

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  • Nein, das überzeugt mich nicht, Herr Bax! Dass die Proteste gegen den Gaza-Krieg in Deutschland nicht ungeteilte Begeisterung finden, liegt doch nicht zuletzt daran, dass sie den Antisemitismus enorm befeuert haben, was sehr zurecht gegen unsere Staatsräson verstößt! Dazu hätte ich heute auch gerne einmal etwas gelesen. Umgekehrt sehe ich nicht, dass die Linke sich in gleichem Maße gegen die Mullahs einsetzt. Ich glaube schon, dass dies daran liegt, dass die Linke mit ihnen einst gemeinsam die Revolution gegen den Schah eingeleitet hatten (bis die Mullahs, die Linken dann ermordeten, folterten, einsperrten und vertrieben). Genauso, wie vor 1989 von links zu wenig Kritik am Realsozialismus kam, so tut man sich heute schwer damit, dass sich der iranische Widerstand möglicherweise um einen westlich orientierten Prinzen als Integrationsfigur formiert. Und wenn schon? Sind Spanien oder Dänemark undemokratisch, weil es Monarchien sind? Das kleinere Übel dürfte Pahlavi allemal sein und im übrigen ist dies allein Sache der Iraner.

  • Danke für die Einordnung.



    Vielleicht wäre es an der Zeit, das Linke sich wieder mehr gegenseitig vertrauen und wertschätzen. Selbst wenn es hier und da inhaltliche Differenzen gibt.



    Und sich weniger häufig der veröffentlichten Meinung rechtsradikaler deutscher Pressehäuser anschließen...

  • Den grundsätzlichen Konflikt in Palestina gibt es schon seit Jahrzehnten. Für die aktuelle Eskalation ist allein die Hamas durch ihren Überfall und die dabei entstandenen Gräueltaten verantwortlich. Sie muss sich daher anrechnen lassen, was danach in Palestina passiert ist. Daher sind die Demos pro Palestina - ohne jegliche Berücksichtigung von israelischen Interessen - schon sehr einseitig. Und bei den Iran-Demos fehlt offenbar jegliches Interesse bei Linken. Außer ein paar Verkündigungen passiert - gerade im Vergleich mit den Palestina-Demos - herzlich wenig.

  • Danke für diesen Beitrag!

  • "Es gibt Prominente wie Roger Waters, der zu wissen meint, dass die meisten Iraner keinen „Regime Change“ wollten, sondern nur nach wirtschaftlichen Reformen verlangten."

    Das könnte ja auch durchaus der Fall sein. Ich würde sogar so weit gehen, dass dies auch 89 in Ostdeutschland der Fall war.

    Aber das bedeutet auf der anderen Seite ja auch nicht, den Kampf gegen fundamentalistische Unterdrückung nicht zu unterstützen.

  • Wie sah denn die Haltung der Linken gegenüber dem Mullah-Regime in den vergangenen Jahren aus? Ein Beispiel: 2024 wurde das Islamische Zentrum Hamburg, eine Außenstelle der Islamischen Republik Iran, vom Bundesinnenministerium verboten. Das geschah aber nicht auf linken Druck; das IZH konnte viele Jahre in Hamburg tätig sein, ohne von Linken jemals nennenswert behelligt zu werden. Daniel Bax hat das Verbot übrigens damals kritisiert ( taz.de/Schliessung...amburg/!6025862&s/ ).

    Die im Artikel referierte Haltung der Linkspartei-Führung folgt dem Muster ihrer "Solidarität" mit der Ukraine: Warme Worte, aber alles ablehnen, was den Schlächtern konkret schaden könnte: Waffenlieferungen an die Ukraine hier, eine Zusammenführung der zersplitterten iranischen Opposition unter einer Galionsfigur, die dem Regime wirklich gefährlich werden könnte, dort. Man hört auch von Linken außerhalb der Linkspartei hauptsächlich die Sorge, dass die "Falschen" an die Macht kommen könnten, während man bei der Forderung nach einem Staat "Palästina" nicht wählerisch bei der Frage ist, wer in einem solchen Staat an die Macht käme.

  • Meine persönliche Meinung ist: Wer sich gegen die angeblich falsche Behauptung wendet, die Linke täte sich schwer mit der Unterstützung der iranischen Revolution, sollte seinerseits nicht mit der unsinnigen Anschuldigung hausieren gehen, Reza Pahlavi wolle den Thron zurückfordern. Seit 47 Jahren sagt der Mann immer nur dasselbe: Er strebt weder Amt noch Krone an.

  • Es hat auch mit Selbstwirksamkeitserfahrung zu tun. Wir sind regelmäßig bei iranischen Demonstrationen in Münster dabei, aber mit all der Macht, das aus dem Öl fließt, schießen die Pastaran den Demonstranten einfach ins Gesicht - und wir können nichts tun. Auch die von Konservativen gelobten Bombardierungen von sicheren US-Flugzeugträgern aus werden sich bald als Symbolpolitik entpuppen.



    Bei Israel hingegen denkt man immer noch, dass es sich um eine Demokratie handelt und man irgendwie Einfluss nehmen kann.

    • @hedele:

      Ich glaube ohnehin, dass der Adressat solcher Proteste oft falsch verstanden wird: sowohl der iranischen als auch der israelischen Regierung sind Demonstrationen in Deutschland erst einmal egal. Druck kann man bestenfalls auf die deutsche Regierung ausüben. Und das ist vielleicht der Grund, warum die Motivation in beiden Fällen nicht dieselbe ist: Deutschland hat sich bereits gegen den Iran positioniert, unterstützt aber weiterhin Israel - es gibt im zweiten Fall also schlichtweg mehr, wogegen man protestieren kann.

  • So schreibfreudig ich auch sonst bin; dem ist wirklich absolut nichts mehr hinzuzufügen, vielen Dank Herr Bax dafür, dass sie wieder mal die eine sehr klare Stimme sind, die Heuchelei und selektive Empathie offen benennt und spiegelnd auf den Punkt bringt!

    Ihr Text spricht mir aus vollstem Herzen!

  • Ein zutreffender Kommentar. Wichtig ist der Hinweis auf die sachfremde, faktenferne und polemische Verallgemeinerung von Äußerungen "linker Splittergruppen" zu DER Position der Linken (wozu dann quasi alles in Politik und Kultur jenseits der Jungen Union gezählt wird). Das ist das Springer-Spiel! In meiner linken Blase aus Gewerkschaften, Pro Asyl, Attac und Stadtteilinitiativen gibt es niemanden, die*der für das derzeitige Regime im Iran (oder die Hamas) Partei ergreifen würde. Über den Beitrag inhaltlich hinausgehend: wir brauchen nicht nur den Abschiebestopp in den Iran, wir brauchen auch eine Aufnahmegarantie. Widerstand leisten die, die ihre Lieben in Sicherheit wissen und die berechtigte Hoffnung haben können, im schlimmsten Fall sichere Aufnahme zu finden.

  • Meinungsartikel.....irgendwie wird auch nicht mehr erwähnt, WARUM denn der Ghaza-Krieg stattgefunden hat, 27.10. .....war da was? Ghaza-Proteste, auf denen regelmäßig antisemitische Parolen gegrölt werden, von denen sich nur halbherzig distanziert wird. Und ich als ostzonale schwule Rotsocke habe auch ganz Un-Neurechts den Eindruck, dass die Linke/Grünisten sich schwer damit tun, eindeutig das islamistische Terrorregime in Teheran zu verurteilen. Ganz anders, wenn es gegen Israel geht....



    Das ist so mein ganz subjektiver Eindruck, Meinungstexte hin oder her.

  • Nuja, rechter Agitprop hat wie üblich nichts mit der realen Welt zu tun.



    Aber da sind ja - ebenfalls wie üblich - ein paar interessante Aspekte. Natürlich möchte der rechte Rand den Sohn des Diktators wieder inthronisieren. Der könnte sich ja zum nächsten "Föhrer" entwickeln, so eine Chance darf man sich nicht entgehen lassen.



    Und die Unterstützung der REALEN Opposition des Iran, des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI) und Frau Rajavi reicht bis weit ins konservative Lager, Frau Süßmuth unterstützte die ebenfalls. Woran man mal wieder sehen kann, dass Konservative und Rechte eben gerade NICHT dasselbe sind.

  • Ich danke für diesen richtigen und wichtigen Kommentar, möchte allerdings auf einen Aspekt hinweisen, der vielleicht etwas zu kurz kommt: den nämlich, dass die Linke (und alle anderen homines bonae voluntatis) hier eine Gradwanderung wagen müssen: denn auf der einen Seite steht die notwendige Kritik von Menschenrechtsverletzungen im Iran, auf der anderen die geistige Mobilmachung für den nächsten Krieg im NO, der sicher nicht die Interessen der Iraner im Auge hat. Und dazu gehört eben auch, Darstellung zu hinterfragen, die unvollständig oder falsch sind, weil sie das inneriranischen Meinungsbild verzerrt darstellen, Gewalt seitens der Protestierenden ausblenden (zu den Toten gehören auch Sicherheitskräfte und es trägt wohl nichts zur Demokratisierung bei, wenn Einrichtungen des roten Halbmonds angezündet werden), sowie externe Einflussnahme ausblenden. Der kreative Umgang mit Zahlen widerspricht auch journalistischen Standards (bzgl. der Teilnehmerzahlen an der Münchner Demo musste die SZ ja bereits zurückrudern, und auf einen stichhaltigen Beleg dafür, dass die offiziellen Opferzahlen falsch sind, warte ich bis heute. Solidarität entbindet nicht von Objektivität.

  • Sehr treffender Artikel, der die heuchlerische Art von Union und den restlichen Spezialisten aufzeigt. Internationale Solidarität mit allen Arbeiter*Innen weltweit bleibt das Credo und sicherlich nicht mit Monarchistenerben, die früher bereits erfolgreich Jagd auf Linke im Iran gemacht haben.

  • .…anschließe mich

  • Solidarisch? Iraner und Linke muessen nur nach Gaza, Lybien, Iraq und Syrien schauen um zu sehen was der Westen vor hat. Vom Handshake mit Isis, in Damskus, der “Waffenstillstand” oder die Rubiorede in Muenchen - its all on the table.

    Wer Solidaritaet einfordert sollte ersteinmal die Fakten berichten.

  • Natürlich kann man die Themen Gaza und Iran nicht trennen, weil es ohne das Terrorregime der Mullahs und deren Unterstützung der Hamas Terroristen gäbe es die heutige Situation in Gaza NICHT.

  • Vielen Dank für diese Klarstellung. Menschenrechte sind universell.

  • Schon ulkig: Herr Bax baut den Strohmann auf, dass angeblich behauptet würde, die gesamte Linke würde sich nicht mit den Menschen im Iran solidarisieren - und gibt dann zu, dass einige prominente Linke, die besonders für ihren Anti-Israel-Aktivismus bekannt sind, dies tatsächlich nicht tun. Das war der gesamte Vorwurf. Niemand würde behaupten, dass es gar keine Linken gibt, die sich mit den Menschen im Iran solidarisieren, sondern, dass Teile der Linken - und zwar insbesondere die als sehr antiisraelisch hervorgetretenen Teile - dies nicht tun, und das belegen die von Herrn Bax genannten Beispiele eindrücklich.

    In der zweiten Hälfte wird es dann etwas bizarr: Herr Bax fordert, sich bei allen Menschen gleichermaßen für Menschenrechte und Solidarität einzusetzen, egal, von wem sie unterdrückt werden? Dann ist er uns aber noch ungefähr 100 Kommentare zum Bürgerkrieg im Sudan schuldig. Gerade die Anti-Israel-Aktivisten sind es doch, die häufig ziemlich monothematisch unterwegs sind.