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Iran-KriegEin planloser Krieg eines verantwortungslosen US-Präsidenten

Bernd Pickert

Kommentar von

Bernd Pickert

Der US-israelische Krieg dauert an. Aber noch immer ist unklar, was Trump damit erreichen will. Um die iranische Bevölkerung geht es jedenfalls nicht.

Nach einem US-Angriff: Menschen in Teheran versuchen ihre Habseligkeiten zu Retten Foto: Morteza Nikoubazl/imago

Z wei Wochen dauert der Angriff der USA und Israels auf Iran inzwischen an – und allein in den ersten zehn Tagen haben die USA mehr Ziele bombardiert als im ersten halben Jahr des Krieges gegen den Islamischen Staat vor gut zehn Jahren, tödliche Irrtümer wie den Angriff auf die Mädchenschule in Minab eingeschlossen. Was der völkerrechtswidrige Krieg aber erreichen und wie er zu Ende gehen soll, darüber herrschen nach wie vor Planlosigkeit und Kommunikationschaos. Dabei sind zumindest ein paar Parameter erkennbar: Während für Israels Premier Benjamin Netanjahu jeder Tag Krieg ein politisches Geschenk ist, bedeutet jeder Tag länger für den US-Präsidenten ein immer größeres politisches Risiko.

Für Netanjahu ist jede Bombe ein Erfolg bei der Schwächung der als ultimative Bedrohung Israels wahrgenommenen Islamischen Republik. Für Donald Trump hingegen kann es politisch nicht egal sein, für welches Ergebnis er sein Versprechen gebrochen hat, keine neuen Kriege zu beginnen. Selbst Trump schafft es irgendwann nicht mehr, sich und seinen An­hän­ge­r*in­nen die Realität zurechtzulügen.

Dabei ordnet sich der Iran-Krieg zunächst in eine atemlose Abfolge von Ereignissen ein, die alle dazu gedacht scheinen, zu verhindern, dass über irgendetwas davon länger nachgedacht wird. Der Überfall auf Venezuela, um vom ICE-Desaster in Minneapolis abzulenken, das Gerede von der Einverleibung Grönlands, um von den Epstein-Files abzulenken, die Ölblockade Kubas, um von der Niederlage in der Grönlandfrage abzulenken.

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Und das ewige Gequatsche über die nie gesehene Schönheit des geplanten Ballsaals im Weißen Haus, um wiederum auf irgendetwas nicht zu antworten, etwa auf den Vorwurf der Respekt- und Stillosigkeit bei der feierlichen Überführung sechs im Iran-Krieg getöteter US-Soldaten. In dieser Atemlosigkeit sticht der Iran-Krieg schon jetzt heraus: Zwei Wochen an einem Thema zu bleiben, erscheint lang für diese Regierung. Die Kosten sind gewaltig, Benzinpreise und Inflation steigen, und die sich ständig widersprechenden Aussagen unterschiedlicher Regierungsmitglieder stellen auch die Geduld von Trumps Anhängerschaft auf die Probe.

Überhaupt keine Rolle bei den Überlegungen spielen allerdings die Menschen in Iran selbst, die Trump noch zu Beginn des Krieges ermutigte, bald sei die Stunde gekommen, in der sie selbst ihr Land würden regieren können. Nur um Tage später über mögliche Deals mit der Führung in Teheran nach dem Modell Venezuelas nachzudenken, dann wieder „bedingungslose Kapitulation“ zu fordern, eine neue Oberste Führung bestimmen zu wollen, ein unmittelbar bevorstehendes Kriegsende anzudeuten oder das genaue Gegenteil. Auf diesen Präsidenten kann sich niemand verlassen. Schon gar nicht die Iraner*innen, die womöglich in wenigen Wochen mit einem Regime alleingelassen werden, das seine volle Repressionskraft nach innen richten wird, wenn sich Trump einfach davongestohlen hat.

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Bernd Pickert
Auslandsredakteur
Jahrgang 1965, seit 1994 in der taz-Auslandsredaktion. Spezialgebiete USA, Lateinamerika, Menschenrechte. 2000 bis 2012 Mitglied im Vorstand der taz-Genossenschaft, seit Juli 2023 im Moderationsteam des taz-Podcasts Bundestalk. Bluesky: @berndpickert.bsky.social In seiner Freizeit aktiv bei www.geschichte-hat-zukunft.org
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94 Kommentare

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  • I träume von Ethik und Aufrichtigkeit: Zumindest sollte JEDER verbal unterstützen, dass Trump, Netanyahu und Putin in Den Haag vor Gericht gestellt werden sollte.



    Wie Habermas treffend meinte: " Reden, was sonst?"

    • @juergen petersen:

      Auch Puin Netanjahu und Trump haben eine Ethik.

      Es wird nur eine sein, die Sie nicht unbedingt teilen.

      Habermas wäre es nie passiert, anderen Menschen Werte abzusprechen.

      • @rero:

        Hab jetzt den Post von Petersen dreimal durchgelesen, und immer noch nicht entdecken können, dass er irgendeinem der drei Genannten ihre Werte abgesprochen hätte.



        Aber ich vermute , Sie wurden getriggert durch die Nennung mindestens eines Namens und fühlten sich bemüßigt, etwas, irgendetwas zu entgegnen. Aber klären Sie uns gerne auf.

  • Öl Öl Öl



    Die Welt ersäuft im Öl. Wie sonst könnte man sich diese Blockaden und Zockerei an den Börsen leisten?



    Öl ist nicht knapp. Die Mama Hegseth brüstet sich mit der Zerstörung Iranischer Öl-Anlagen. Na und? Jetzt liefert Putin und darf seinen Krieg gegen die Ukraine weiter führen.



    Wie ist das möglich? Antwort: Weil absolut Gläubige, Chaoten, Psychopathen und Anfänger Einfluss auf den ROTEN KNOPF haben.

  • Ich denke, dass eine oder sogar die entscheidende Ursache für dieses Vorgehen in Israels Regierung zu suchen ist.

  • Ist doch schon mal gut, wenn man dem iranischen Regime seine Grenzen aufzeigt und seine Strukturen ausdünnt. Der Wandel im Lande kommt sowieso.

    • @Ansgar Reb:

      Der Angriffskrieg der USA und Israel hatte das iranische Regime nur gefestigt. Die Bevölkerung wird dafür doppelt mit Blut zahlen.

  • Wenn das Mullah-Regime verschwinden würde, es wäre ein Segen. Aber ein Krieg mit einem Irren wie Trump? Nein danke. Und dann ein christlicher Taliban wie Hegseth, oh Gott. Mittelalter, Scheiterhaufen, Inquisition. Gott steh uns bei, die Antichristen haben die Macht an sich gerissen. Düstere Zeiten sind angebrochen. Kümmert euch umeinander!

  • Zumindest eine Namen könnte man dem Krieg schon mal geben, für die Geschichtsbücher: "The Big Beautiful Donald J. Trump War. The Biggest And Most Beautiful War Without a Plan". Damit der größte, intelligenteste und beste Präsident der United States of America nicht in Vergessenheit gerät.

  • "(...) Der US-israelische Krieg dauert an. Aber noch immer ist unklar, war Trump damit erreichen will. (...)"



    ________

    Was der Narzisst Donald Trump selber will, ist doch inzwischen hinreichend bekannt. Das sind eigentlich immer nur zwei Sachen:

    1. Möglichst viel Geld machen und dann noch mehr Geld machen.

    2. Immerzu als Person von aller Welt geehrt, verehrt, gehuldigt und bewundert werden. Eigentlich sollten aus Trumps Sicht alle Menschen der Welt vor ihm auf die Knie sinken, alleine schon für das Privileg, dieselbe Luft atmen zu dürfen wie er.

    Deshalb war es ja für Trump z.B. auch so eine gewaltige, narzisstische Kränkung, den Friedensnobelpreis nicht bekommen zu haben, der ihm und nur ihm aus seiner Sicht selbstverständlich zugestanden hätte.

    Und jetzt hofft Trump einerseits als "Befreier" des Iran vom Mullah-Regime in die Geschichte eingehen zu können und dafür bejubelt zu werden, so wie er ja auch von Venezulanern im Exil bejubelt wurde, als er den venezolanischen Präsidenten Maduro hat entführen lassen. Andererseits spekuliert Trump natürlich, wie beim Öl in Venezuela, auch im Iran darauf, mit Hilfe des dortigen Öls sein eigenes Bankkonto weiter anwachsen zu lassen.

    • @Rojas:

      Alle Probleme auf den Narzissmus einer einzelnen mächtigen Person zurückzuführen ist nun auch nicht besonders zielführend. Dahinter stehen immer eine Vielzahl politischer Interessen, im Falle der USA mit Project 2025 sogar eine klare politische Agenda, sozusagen ein Fahrplan, wohin die Reise nicht nur mit den Staaten, sondern sogar weltweit gehen soll.



      Das bewegt sich nicht im Bereich des Nebulösen, das kann nachgelesen und analysiert werden.



      Die Gegenstrategie (und möglicherweise einzige Hoffnung) besteht darin, diese unterschiedlichen, jetzt noch um Trump an einem Strang ziehenden Interessengruppen zu erkennen und gegeneinander auszuspielen. Das wäre beispielsweise die Aufgabe der US-Demokraten. Der Krieg gegen den Iran bietet dazu eigentlich eine willkommene Gelegenheit, weil sich hier erste Risse in der MAGA-Bewegung auftun.



      Wenn die Kosten dieses Krieges explodieren, müssten die Trump-Gegner eigentlich besser aufgestellt sein als sie es bisher sind.



      Und natürlich bietet der täglich zur Schau gestellte Erratismus des POTUS (ob nun narzisstisch motiviert oder nicht) an sich schon genügend Angriffsfläche, um die MAGA-Bewegung auszuhebeln.

  • Naja, gute Gründe gibt es durchaus: Keine Kernwaffen für den Iran, keine Trägerraketen mit russischer Unterstützung für die Kernwaffen, ein Freund weniger für Russland, keine Bedrohung mehr für Israel. All das setzt natürlich einen Reginewechsel voraus. Dummerweise ist der Iran nicht Venezuela. Die Teilweise "Sperrung" der Straße von Hormus ist ein Problem, gab es aber schonmal während des Irak/Iran Krieges. Das läuft dann auf Schiffs-Eskorten hinaus. Fragt sich nur durch wen.

  • Weder für die Menschen im Iran noch anderswo auf dem Planeten hat das Trump-Regime auch nur den Hauch von Interesse. Davon ausgenommen sind vielleicht die Familien der Akteure, die es zu bereichern gilt. Diese Fundamental-"Christen" sind nur an den eigenen Profiten und dem eigenen Ego interessiert, alles andere ist nachrangig.

  • Iran schert sich nicht ums Völkerrecht, verletzt ständig die Souveränität anderer Länder (auch Deutschlands), schlachtet sein eigenes Volk ab. Wenn Trump die Mullahs zur Hölle schickt gut.

    • @Machiavelli:

      Das ist genau das Gleiche, was den Mullahs vorgeworfen wird: Selbstjustiz. Die sollte in einer aufgeklärten Welt nicht vorkommen. Man muss sich doch nicht gleichmachen mit Mördern? Wozu gibt es denn internationale Gerichte, Gesetze und eine Zivilisation?

      • @Perkele:

        Tja, wozu gibt es die wohl, wenn sie gegen Russland, Serbien, Nordkorea, Iran, China, USA, etc nicht angewandt/tätig werden?

  • Putin dachte, er könne in 5 Tagen in Kiew die russische Fahne hochziehen.



    Trump dachte, in 5 Tagen sei das Mullahregime zusammengebrochen.



    Fazit: Unterschätze nie den Freiheitswillen, unterschätze nie den Fanatismus.

  • Ich glaube nicht, dass das planlos ist. Es geht primär um das Iranische Öl. Wie schon in Venezuela soll ein Marionettenregime installiert werden, dass das iranische Erdöl im Sinne der USA verwaltet und verkauft.

    Deshalb wird Ölinfrastruktur verschont und Israel gemaßregelt, wenn es Ölinfrastruktur angreift.

    • @Gnutellabrot Merz:

      Das Verrückte an dem Coup der Amerikaner in Venezuela ist ja, dass sie sich damit auf einen Schlag Zugriff auf das venezolanische Öl verschafft haben. Sie haben die Führungsfigur des Regimes ausgeschaltet, ohne die inneren Strukturen des Chavismus anzutasten. Auch wenn das neue Regime jetzt „geschmeidiger“ gegenüber den US-Interessen zeigt (Kuba z.B. hat von ihnen keine Unterstützung mehr zu erwarten, höchstens rhetorisch), ändert sich für die venezianische Bevölkerung rein überhaupt nichts.



      Das scheint auch die Blaupause für das amerikanische Vorgehen im Iran zu sein, nur dass die Amis hier weitaus brutaler vorgehen..Aber auch mit Blick auf den Iran spielt der Regime Change keine oder nur eine untergeordnete Rolle. Anders Israel. Die wissen, dass Israel keinen Frieden finden wird, so lange das Mullah-Regime in Teheran fortbesteht.



      Netanyahu kann den Krieg also noch lange fortsetzen, es passt ihm sogar gut in sein Kalkül. Trump in den USA hat diese Option nicht (wie sich jetzt schon deutlich zeigt).



      Es wird also spannend, wann sich die ersten Risse in der amerikanisch-israelischen Anti-Iran-Allianz zeigen und ob Trump diesen Krieg gegen den Willen Netanyahus überhaup beenden kann.

    • @Gnutellabrot Merz:

      Quatsch mit Soße (Öl)

    • @Gnutellabrot Merz:

      Arye Shalicar sagte mal schon vom dem 7.10. in einem Vortrag: "Israel hat drei Probleme. Das erste lautet: "Iran", das zweite "Iran" und das dritte "Iran". Und die Probleme 4 - 10 heißen ebenfalls "Iran".

      Das ist der Punkt, wo sich Israel mit den arabischen Staaten trifft. Auch etwa mit Al-Schara'a.

      Der Grund ist, dass Iran in allen Konflikten der Region mitmischt.

      Im Jemen, im Libanon, im Irak, in Syrien, ....

      Und immer destabilisierend.

      Die USA stellte sich als Schurzmacht der Golfstaaten dar.

      Das unterlaufen der Iran.

      Zudem ist die Herrschaft über die Meerenge von Hormuz viel einflussreicher als die Ölreserven Irans.

      Die Ölinfrasteuktur wird verschont, weil man die sowieso wieder aufbauen müsste.

      Außerdem ist sowohl den Israelis als auch den USA bewusst, dass sie mit einzelnen Iranern kein Problem haben.

      Wie wir gesehen haben, sind viele keine verblendeten Islamisten.

      Da muss man Infrastruktur nicht zerbomben.

      Aufgehen wird es trotzdem nicht.

  • Ich würde dem Kommentar doch widersprochen wollen, der Plan ist, den Iran militärisch klein und kaputt zu bomben.



    Eine darüberhinaus gehende Perspektive gab es nie. Das ist der Plan.



    Und für mich überraschend erzeugen die Pasdaran und Basij-Einheiten sogar eine Rechtfertigung für diesen völkerrechtswidrigen Krieg, weil sie andere nicht direkt beteiligte Staaten wahllos angreifen. Selbst Zypern wird zum Ziel.



    Was merkwürdig ist, dass Trump durchaus als Kontinuität anderer US-Regierungen zu sehen ist, schon Ronald Raegen agiert vor allem militärisch und sonst sehr begrenzt, es hat die Region nicht stabilisiert.



    Deswegen kann es gut sein, dass dieser schlichte Zerstörungsplan aufgeht: das Regime bleibt, hat aber gar keine Anziehungskraft mehr, ist wirtschaftlich und militärisch kaputt, aber es kann keine militarisierte Außenpolitik mehr betreiben. Und wertet dann Israel, Ägypten und Saudi Arabien stark auf.



    Deren inneren Verhältnisse sind zwar nicht besonders positiv, aber deren autoritäre Systeme stehen dann ... Bis zum nächsten Aufstand. Die Instabilität der Region wird durch diesen Krieg sicherlich nicht beseitigt, ist auch nicht das Ziel.

    • @Andreas_2020:

      Auch wenn dir USA die militärischen Ressourcen des Iran restlos zerstören können (und wollen), so zeigt der jüngste Angriff auf Charg auch, dass sie das mit der ökonomischen Infrastruktur (zumindest der Öl-Infrastruktur) nicht vorhaben. Und man muss ja nicht lange darüber nachdenken, warum sie diese Strategie fahren.



      Das Zynische/Grausame daran ist, dass ihnen das mit Blick auf die Unterscheidung von militärischer und ökonomischer Infrastruktur offenbar gut gelingt, nicht aber hinsichtlich der Schonung ziviler Infrastruktur, wie der tragische Raketenangriff auf eine Mädchenschule im Süden des Iran (mit 170 zivilen Opfern) gezeigt hat.



      Keine guten Voraussetzungen, die iranische Bevölkerung zum Aufstand gegen ihre Peiniger zu ermutigen.

    • @Andreas_2020:

      Kann sein dass ich mich wiederhole, da meine Kommentare nicht zeitnah erscheinen. Also Kommentar:" Man o man.!

  • Gibt es überhaupt noch eine Mehrheit demokratischer Gesellschaften, die gegen die Kriegsverbrecher Putin, Netanyahu oder Trump ankommen ? Selbst wenn sich jetzt am Beispiel USA herausstellt, dass sie gar nicht über das Waffenarsenal verfügen, mit dem sie gegen den Iran und später auch die chinesischen Annektionspläne ankommen, bleibt die Frage aktuell, ob sich der Wohlstand in den 'westlich' geprägten Demokratien erhalten kann, spielen für eine Aufrechterhaltung der Werte von Währungen und Aktien die Zugänge zu Rohstoffen und Märkten eine so große Rolle, dass es kaum (noch!) Gesellschaften gibt, die in der Lage wären, unabhängig zu wirtschaften und damit ihre eigene Bevölkerung versorgen zu können. Selbst die Aufrechterhaltung eines EU-Heimathandels wäre nur in Verbindung mit einem radikalen Konsumverzicht unter Inkaufnahme einem riesigen Abbau -dann überflüssiger- Arbeitsplätze möglich. Auch wenn dies der einzige Weg zu einer gemeinwohlorientierten Wirtschaftsform in Verbindung mit Verfassungsänderungen zur Beschneidung von Eigentum zugunsten der Gemeinschaft und einer gesetzlichen Garantie von Arbeit und Auskommen inklusive Wohnen. Das wäre dann eine vollendete DEMOKRATIE !

    • @Dietmar Rauter:

      Ich habe nicht verstanden, wie nationalistische Abschottung und Protektionismus zu einer vollendeten Demokratie führen sollen.

      • @rero:

        Es waren ja gerade das Geld und die Investoren, die uns so fürchterlich abhängig gemacht haben, dass wir unsere eigenen Fähigkeiten und Rohstoffe für unser eigenes Wohl vernachlässigten. Jetzt, wo sich herausstellt, dass Autos und auch die Fabriken, in denen sie hergestellt werden, nichts mehr wert sind, wenn sie keiner kaufen kann, weil er/sie keinen Job mehr hat wegen der Roboterisierung, stehen alle plötzlich nackt da und alle müssen sehen, wo sie bleiben und mitunter neu (und klein) anfangen, zu denken und zu handeln. Reich genug wären wir, wenn wir auf Überflüssiges wie Flugreisen oder dicke Autos verzichten lernen. Die jetzt eintretende Wirtschaftskrise (die in China schon begonnen hat, China ist der höchstverschuldete Staat und die Geldgeber werden ihre 'Schulden' nie eintreiben können und dann braucht es auch keine Banken mehr!) ist die Rettung fürs Klima. Ob Demokratie ohne diesen 'Wohlstand' funktioniert, hängt davon ab, ob und wann wir diesen Zusammenhang verstehen lernen. Weniger ist mehr! Noch führen die Geldsäcke ihre Kriege....

    • @Dietmar Rauter:

      Das hat mit Demokratie nichts zu tun und nennt sich Sozialismus.



      Hatten wir schon.

  • Leider scheint gerade alles immer zerstörerisch-totalitärer zu werden......Doch der Widerstand ist auch da: bei uns gegen Weimer, in den USA mit dem nächsten NO Kings day am 28.03.26. Nur mit den Iranerinnen, wie ihnen die so nötige und lebenswichtige Solidarität zukommen lassen ? Ich habe seit Jahren gefordert, dass die Revolutioinsgarden auf die EU Terroismusliste gesetzt werden sollten, aber da fängt eine Demokratie förderliche B oykot - Di vestion + S anktion Kampagne eigentlich erst an, denn solche Kampagnen sollten die transnationalen Netzwerke der Menschen für Demokratie und Umfairteilung globale Demokratie und Sozialisierung sowie care 4 the planet konkreter machen: welche Personen verdienen an Tod und Unterdrückung dort & hier, welche sind dagegen zu unterstützen. Wir haben versäumt das nach dem Zwischensieg der Zivilgesellschaften Irans + Israels mit dem - Make Love not war ! Prinzip und Obamas Verträgen, hätte diese Kampagne eben auch transnational weiter geführt werden müssen, sodass hier kenntlich und beschämbar werden hätte können, wer Unterdrücker bei Geschäften hilft, wer aber den anderen Zivile Geschäften, die zu stützen sind weil sie die einfachen Leute nähren!

  • Zu den für meine Person zumindest unerträglichen Kommentaren von "Wechselwähler" hier im Forum, sei an seine Adresse kurz angemerkt.

    Die Grundprinzipen demokratischer Rechtsstaaten sind eine Voraussetzung für persönliche Freiheiten zu der auch freie Wahlen gehören. Zur Einhaltung der Prinzipien gehört es auch keine Angriffskriege zu führen oder zu befürworten.

    Demokratien "verstecken" sich auch nicht hinter dem Völkerrecht, sondern nehmen es als verbindliche Grundlage um ein regelbasiertes und friedvolles Miteinander zwischen Staaten zu gewährleisten.

    Eines der obersten Prinzipien ist dabei das Gewaltverbot gemäß UN Charta. Es gilt universell und soll verhindern, das bei Konflikten zwischen Staaten nach dem Prinzip des "Recht des Stärkeren" verfahren wird.

    Wenn sie die daher die ablehnende Haltung der westlichen Demokraten als "Heuchelei" bezeichnen, zeugt das davon das sie das Wesentliche leider nicht verstanden haben.

    Heuchelei betreiben die Kriegstreiber, die suggerieren der iranischen Bevölkerung beizustehen und verantwortungslose Aufstachelung zum Widerstand betreiben, deren Konsequenzen sie nicht zu tragen haben, sondern die Bevölkerung.

    • @Sam Spade:

      Warum sollten Demokratien Diktaturen als Teilnehmer des Völkerrechts betrachten? Genießen Diktaturen im Völkerrecht etwa Narrenfreiheit?

    • @Sam Spade:

      ‚…sei an seine Adresse kurz angemerk…‘

      Finde Ihre Replik wie so oft differenziert & gut, befürchte aber, dass es an der Adresse überhaupt nicht ankommt: ME handelt es sich um einen gehackten Account (kurz mal ein Blick in die Historie …), der gezielt Meinung streuen soll.

      • @EffeJoSiebenZwo:

        Ja, die Historie erweckt den Eindruck. Dennoch sollten derartige Statements nicht unwidersprochen bleiben. Gehackter Account hin oder her.

        • @Sam Spade:

          Klar, richtig. Wollte mit meiner Antwort natürlich auch etwas Öffentlichkeit dafür schaffen.

  • Ob es von Trump richtig war, ohne völkerrechtliche Grundlage diesen Krieg gegen den Iran zu beginnen, darüber kann und muss man streiten. Aber jetzt wo Trump diesen Krieg schon mal angefangen hat, muss dieser Krieg auch konsequent auch zu Ende gebracht werden, und zwar so schnell wie möglich, nach dem Vorbild des Krieges gegen die damalige Diktatur von Saddam Hussein in Irak 2003. Und das heißt natürlich mit Bodentruppen - anders geht es nun einmal nicht. Und zwar muss dieser Krieg so schnell wie möglich zu Ende gebracht werden!

    Denn das jetzige Mullah-Regime, das gewissermaßen durch die Bombardements der USA und Israels nur "waidwund geschossen" wurde, aber eben immer noch an der Macht ist und "wütend um sich beißt", stellt eine gewaltige Gefahr für die ganze Welt dar.

    Z.B. deshalb:

    "Dünger wird bereits knapp – Wie der Irankrieg die weltweite Lebensmittel-Produktion bedroht"

    www.spiegel.de/wis...-aef3-9ff3f990fafa

    • @Rojas:

      Mit Bodentruppen in den Iran? Kann nur dann Sinn machen, wenn diese der letzte Schubser über den Abgrund des Regimes sind, die Bevölkerung auch weitgehend auf der Seite der USA stehen.



      Alles andere bedeutet langjährigen (Bürger-)Krieg, Chaos, Verluste und irrwitzige Kosten. Siehe Irak, Afghansistan, Vietnam uvm.

      • @FtznFrtz:

        Leider hat man irgendwie nicht das Gefühl, dass die Mehrheit der Bevölkerung auf Seiten der USA steht. Es scheint noch immer der islamische Geist vorzuherrschen.

        • @Die_Mitte_machts:

          Möglicherweise geht ja beides gleichzeitig: nicht auf der Seite des Mullah-Regiems, und auch nicht auf der Seite der Angreifer (und damit des Schah-Sohns) zu stehen?

        • @Die_Mitte_machts:

          Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung ist nicht einmal religiös im Iran.



          .



          Aber nur weil man atheistisch ist, heißt das noch lange nicht, dass man bereit ist gegen die Machthaber zu kämpfen.



          .



          Die Islamisten halten sich nur mit Gewalt an der Macht



          .



          200.000 schwer bewaffnete Fanatiker können ein paar Millionen Zivilist:innen im Schach halten, leider.

      • @FtznFrtz:

        Ich würde für diesen Fall das Ende der Regierung Trump erwarten.

      • @FtznFrtz:

        Auch der Krieg gegen den Irak 2003 des damaligen US-Präsidenten George W. Bush war in Bezug auf seine Völkerrechtswidrigkeit umstritten, denn, so bitter es für die jeweilige Bevölkerung ist, auch Diktaturen sind souveräne Staaten gegen man nicht mal so ohne völkerrechtliche Grundlage Krieg führen darf.

        Aber der us-britische Krieg unter Präsident Bush,Jr., gegen den Irak gegen die damalige Diktatur von Saddam Hussein wurde dann wenigstens bis deren Sturz mit aller Konsequenz mit Bodentruppen zu Ende geführt - und es wurde damals eben NICHT einfach nur halbherzig der Irak mit Luftschlägen überzogen in der Hoffnung, das dortige Volk dadurch in die Möglichkeit zu bringen, sich gegen das Regime zu erheben, so wie das gerade Israel und die USA unter Trump in Bezug auf den Iran tun. Das funktioniert nämlich nicht und macht auf die Dauer alles nur noch schlimmer.

        WENN SCHON Krieg gegen eine Diktatur, dann aber auch richtig und mit aller Konsequenz, und das heißt: mit Bodentruppen bis zum Ende.

        • @Rojas:

          Ein langfristiger Erfolg waren die Kriege gegen den Irak, auch der zweite, aber trotzdem nicht.

    • @Rojas:

      Dieser Krieg ist nicht von Trump ausgegangen. Sondern von Nethanjahu, der es geschafft hat Trumps Rückendeckung zu bekommen, und sogar eine Beteiligung der USA.

      • @T-Rom:

        Das ist richtig. Aber in gewisser Weise ist auch @Rojas mit seinem Bild von der iranischen Führung als einem waidwund Tier getroffenen zuzustimmen, das jetzt wild um sich beißt, Gemäß der Logik des Krieges müsste die Sache jetzt zu Ende gebracht werden. Also Bodentruppen. Das sehe ich nicht anders als der Mitforist.



        Aber ist es Netanyahu - der Trump zu diesem Krieg gedrängt hat - der DIESE Kosten (ebenso wie das Freikämpfen der Straße von Hormuz für den internationalen Schiffsverkehr) seinem Land Israel aufbürden wird? Nein. Dazu wäre Israel militärisch auch gar nicht in der Lage. Die USA vielleicht, aber schon dieser 14tägige intensive und kostspielige Luftkrieg ist bei den US-Amerikanern extrem unbeliebt, selbst bei den eingefleischtesten Trump-Fans.



        Und darum appelliert Trump jetzt fast verzweifelt an die Weltgemeinschaft, die ökonomischen Folgen des Krieges gemeinsam zu tragen, indem sich alle größeren Mächte an der Sicherstellung der Passage in den Persischen Golf beteiligen sollen.



        Es ist aber ein Krieg, der allein von den USA und Israel völkerrechtswidrig vom Zaun gebrochen wurde.

  • Wenn es Trump nicht um die iranische Bevölkerung geht, dann ist er eben ein "nützlicher Idiot".

    Da der Iran von von einem erzkonservativen, theokratischen Terror-Regime regiert wird, das Frauen, LGBTQs und die meisten Freiheitsrechte brutal unterdrückt, statt befreundeten Ländern humanitäre Hilfe zu leisten lieber Terrororganisationen finanziert, anderen Ländern mit der totalen Vernichtung droht, und das eigene Volk zur Machterhaltung zu Zehntausenden abschlachtet,



    sollte jeder Demokrat und jeder Linke und überhaupt jeder freiheitlich denkende Mensch JUBELN, dass endlich etwas gegen dieses Regime unternommen wird, ganz gleich aus welchem Grund, und ganz gleich, wer etwas dagegen unternimmt.

    Und dieses Verschanzen hinter dem Völkerrecht ist reine Heuchelei angesichts der nicht nicht demokratisch gewählten Unterdrücker-Mörder-Regierung des Irans.

    • @Wechselwähler:

      Wie wir wissen hat das ja auch super geklappt in Afghanistan, Lybien, Irak, Syrien etc.

      Warum sollte es da heute bei noch schlechterer Planung und einem wesentlich größeren Land und mächtigerem Regime klappen?

      Bis jetzt gibt es auf allen Seiten nur Verlierer. Bodentruppen die zeitnah eingreifen können sind in der Region nicht vorhanden. Die 2000 Marines sind ein Tropfen auf den heißen Stein. Auch wird ein Einsatz von Bodentruppen die Kosten extrem in die Höhe treiben...

    • @Wechselwähler:

      Kein Mensch der in der Lage ist Nuancen zu erkennen und etwas aus der Geschichte gelernt hat wird darüber "jubeln", dass die zwei wohl gefährlichsten Nationen der Welt ein souveränes Land planlos angreifen und bereits in den ersten Tagen hunderte unschuldige Kinder töten, ganz gleich welches Regime das angegriffene Land momentan regiert.

      Was dies für ein Land mit an Sicherheit-grenzender Wahrscheinlichkeit bedeuten wird sieht man sehr eindrucksvoll am Beispiel von etwa dem Irak oder Afghanistan. Sie denken nicht wirklich dass es der Bevölkerung dieser Länder wirklich besser geht seitdem die USA dort eingefallen sind? Warum also sollte man darüber jubeln, dass der Iran wohl ins komplette Chaos gestürzt wird und unzählige Iraner sterben werden? Das ist eine ziemlich befremdliche Aussage.

      Niemand bestreitet, dass das Regime in Teheran gestürzt werden muss und die Iraner Freiheit verdienen. Aber wenn ein Ei von innen zerbrochen wird entsteht Leben, von es von außen zerbrochen wird landet das Ei jedoch meistens in der Pfanne.

      Wie kann darüber "jubeln" wenn ein Völkermörder und ein Faschist ein anderes Land in Schutt und Asche legen und planlos ins Chaos stürzen? Befremdlich.

    • @Wechselwähler:

      ‚ Wenn es Trump nicht um die iranische Bevölkerung geht, dann ist er eben ein "nützlicher Idiot".‘

      Ja, genau, für Netanjahu und seine Rechte Regierung. Und genau in dem Tenor - wenn auch nicht offen ausgedrückt- argumentieren Sie weiter. Völkerrecht? Wen juckt‘s. Hat man ja in Gaza und über Jahre in der Westbank auch ignoriert, warum sollte das also jetzt eine Rolle spielen.

  • Donald Trumps Iran War Agenda folgt zweierlei infamen Strategien:

    1. Trump will Supreme Court auf Deubel komm heraus den Kriegszustand nachliefern, nach dem Motto "Ich habe verstanden", dessen Abwesenheit dieser Supreme Court monierte, um ungehindert am US Kongress vorbei neben seiner Zollpolitk die US-Staatsverschuldung per Präsidenten Dekret zu neuen Höhen und Ufern zu treiben.

    2. Trump führt dabei den Irankrieg so, dass er nicht nur über Börsen-Insider Wissen verfügt, sondern entlang Auf und Ab hochnervöser Börsen-Indice Tagesverläufe selber Insiderwissen produziert, um sich gesetzt den Fall, dieses Insiderwissen als Finanzprodukt Wetten an Brod Insider hochpreisig zu Markte zu tragen, sich schamlos neben anderen MAGA Insidern privat zu bereichern entgegen alle bisher bestehend geltenden Regeln seit 1776 als US Präsident im Amt. Wobei in Kriegen verwundete, gefallene US GIs für ihn, der sich vor dem Einsatz im Vietnamkrieg 1964-1975 mithlfe seines Vaters Walter UK gestelllt drücken konnte, Looser sind und bleiben, wie er zum Entsetzen s 2017 versicherte bei einem Besuch von Soldatengfriedhof bei Verdun Ersten Weltkrieges 1914-1918, auf dem auch US Soldaten gebettet sind

  • Trump kann sich so oft er will als Sieger erklären. Solange die Straße von Hormus nicht gesichert ist und das angereicherte Uran gefunden und sicher gestellt sind, kann von einem Sieg nicht die Rede sein. Letzteres wird ohne Bodentruppen sowieso nicht möglich werden.

  • Wenn Deutschland das Völkerrecht ernst nehmen will, müssen Brüche klar benannt werden. Wer heute wegschaut, kann morgen kaum glaubwürdig einen Angriff auf Taiwan verurteilen. Die spanische Regierung zeigt, dass es anders geht: Spanien verweigerte US-Militärangriffen auf eigenem Territorium die Zustimmung und machte seine Position öffentlich deutlich.



    Dass Friedrich Merz den Spaniern im Weißen Haus die europäische Solidarität verweigerte, offenbart die Rückgratlosigkeit, den Opportunismus und die Geschichtsvergessenheit dieser Bundesregierung. Wer das Recht selektiv verteidigt, schützt am Ende nur noch kurzfristige Interessen – nicht die Ordnung, auf der unsere Freiheit beruht.

    • @Yoriko N.:

      Wer zuschaut, wie ein nicht legitimiertes, weil nicht in freien Wahlen gewähltes Unterdrücker-Terror-Regime sein eigenes Volk abschlachtet, weil er sich hinter dem Völkerrecht verschanzt, ist ein Heuchler.

      Die Situation hat keinerlei Ähnlichkeit mit Taiwan oder der Ukraine - wie Sie ganz genau wissen (sollten).

      • @Wechselwähler:

        Zeigen Sie mir bitte ein historisches Beispiel, in dem ein Staat Krieg ausschließlich für die Freiheit eines anderen Volkes geführt hat – ohne eigene Macht- oder Sicherheitsinteressen. Mir ist keines bekannt.



        Nahezu jede Intervention wird moralisch begründet: Russland spricht von „Befreiung“ der Ukraine, der Westen von Freiheit und Stabilität in Afghanistan, die NATO vom Schutz der Zivilbevölkerung in Libyen, China von territorialer Einheit bei Taiwan. Moralische Narrative und strategische Interessen treten fast immer gemeinsam auf.



        Gerade deshalb ist das Völkerrecht wichtig. Ohne verbindliche Regeln würde letztlich nur Macht entscheiden, wann Gewalt angewendet wird. Das Ergebnis wäre Willkür.



        Zudem urteilt es sich von außen leicht: Wir leben weder unter Bombardements noch riskieren wir Folter. Autoritäre Regime überleben externen Druck zudem oft, weil sie Opposition dann als „Kollaboration mit dem Ausland“ darstellen können.

      • @Wechselwähler:

        ‚ ein nicht legitimiertes, weil nicht in freien Wahlen gewähltes Unterdrücker-Terror-Regime‘

        Wie das Regime an die Macht gekommen ist, wissen Sie schon, gell?

        • @EffeJoSiebenZwo:

          Stimmt...die Iraner haben sich 1979 selbst in das noch größere Unglück gestürzt und den Islam und die Scharia gewählt.

        • @EffeJoSiebenZwo:

          Wollen Sie etwa sagen, im Iran habe es freie Wahlen gegeben? Dort darf nur kandidieren, wen der Wächterrat zulässt, also nur wer das System stützt.

      • @Wechselwähler:

        Eine Gemeinsamkeit hat es.



        .



        Es geht darum mehr Macht und Einfluss in einer Region zu erlangen.



        .



        Um die Bevölkerung geht es nur vordergründig.



        .



        Russland hat ja auch behauptet die Bevölkerung von einer rechtsradikalen russophoben Regierung zu "befreien".

  • Die Geschichte ist ein blutiges Lehrbuch, das wir gerade wieder ignorieren. Ob Hitler, Stalin oder heute Putin – die Logik des Nationalismus endet immer an der Front. Wer wie Trump den Nahen Osten zum Spielball seines Egos macht, folgt derselben mörderischen Blaupause: Der Hass auf das „Andere“ wird zum Treibstoff für den nächsten Flächenbrand. Doch die Gefahr lauert nicht nur in Washington oder Moskau, sie sitzt mitten in unseren Parlamenten.



    ​Die AfD ist der deutsche Arm dieser Allianz der Brandstifter. Mit ihrer völkischen Rhetorik und ihrer schamlosen Anbiederung an Despoten wie Putin bereitet sie den Boden für jene Instabilität, die unweigerlich in Gewalt umschlägt. Nationalismus ist kein Schutzschild, er ist die Lunte am Pulverfass. Wer die AfD gewähren lässt, ebnet den Weg zurück in eine Welt, in der das Recht des Stärkeren die Zivilisation zertritt. Wir dürfen nicht zulassen, dass diese Ewiggestrigen unsere Zukunft verfeuern. Nationalismus ist kein Patriotismus – er ist der Vorbote des Krieges.

    • @amigo:

      Dem iranischen Volk eine Chance zu verschaffen, indem man das nicht legitimierte, weil nicht in freien Wahlen gewählte Unterdrücker-Terror-Regime, das seine eigene Bevölkerung bei Bedarf abschlachtet, zu bekämpfen,



      sehen Sie in einer Linie mit Hitler und Stalin?

      Abgesehen davon hat Ihr Kommentar erstaunlich wenig mit dem Artikel zu tun.

      Selbst wenn Sie Trump schlechte Absichten unterstellen, so ist er hier auf jeden Fall ein "nützlicher Idiot".

      • @Wechselwähler:

        Es ist ein gefährlicher Trugschluss, die Freiheit eines Volkes ausgerechnet von Kräften zu erwarten, die im eigenen Land die Axt an die Demokratie legen. Das ist die Kernparallele zu Hitler und Stalin: Der Export von Gewalt unter dem Deckmantel von „Ordnung“ oder „Befreiung“ diente stets nur der eigenen Machtexpansion. Wer Trump als „nützlichen Idioten“ feiert, übersieht, dass Nationalisten keine Demokratie bringen, sondern lediglich ein Unterdrückungssystem durch ein ihnen genehmeres ersetzen.



        ​Diesen autoritären Geist sieht man heute eins zu eins bei der AfD: Man wettert gegen ausländische Despoten, wenn es dem eigenen Narrativ dient, betreibt aber gleichzeitig die moralische und institutionelle Aushöhlung des Rechtsstaats im Inneren. Wer die Indoktrination der Jugend und die Verächtlichmachung gewählter Institutionen predigt, kann niemals der Geburtshelfer der Freiheit sein – weder hier noch im Iran. Nationalismus führt nicht zur Befreiung der Völker, sondern zur Zementierung der Willkür. Wer das nicht erkennt, hat aus der Geschichte des 20. Jahrhunderts wahrlich nichts gelernt.

    • @amigo:

      ... und Patriotismus ist der Vorläufer des Nationalismus.

      • @Perkele:

        ???



        "Patriotismus (Vaterlandsliebe) ist die emotionale Verbundenheit mit dem eigenen Land, geprägt durch Identifikation mit Kultur, Werten oder Geschichte, oft symbolisiert durch Fahnen oder Hymnen.

        Im Gegensatz zum ausgrenzenden Nationalismus wertet Patriotismus andere Nationen nicht ab und steht häufig für bürgerschaftliches Engagement sowie Demokratie.



        (...)



        Patriotismus kann den sozialen Zusammenhalt fördern, indem er Engagement für das Gemeinwohl stärkt."

        • @Wechselwähler:

          Falsche KI gewählt?

          Es gibt nicht die eine Form von Patriotismus, ebenso wie es nicht nur eine Form von Nationalismus gibt.

          Die Auswirkungen des Patriotismus hängen von den Werten und Normen ab in denen die nationale Identität verankert gesehen wird. So kann konstruktiver Patriotismus integrierend und blinder Patriotismus ausgrenzent wirken.

          Ebenso verhält es sich beim Nationalismus. Hier unterscheidet man zwischen inklusiven und exklusiven Nationalismus. Mit letzterem hat Deutschland schlechte Erfahrungen gemacht.

          Der inklusive Nationalismus ist seit 1999 in Deutschland in der Verfassung verankert und zwar durch das Prinzip des "jus soli". Auch Bodenprinzip genannt. Es ist eine Erweiterung des "jus sanguinis", des Abstammungsprinzips und bedeutet schlicht, das man nicht nur deutsch geboren wird, sondern auch deutsch werden kann.

          Wissenschaftlich gesehen, ist das Abstammungsprinzip ein Mythos, da Nation als gesellschaftliches Konstrukt mit erdachten Traditonen, dazu gehören auch Fahne und Hymne, betrachtet wird.

          Denn eine "blutreine" Volksgemeinschaft hat es nie gegeben, von daher kann ein Volk auch keine echte gemeinsame Abstammung teilen.

        • @Wechselwähler:

          ?? Sagt die AfD auch immer. Tja, Wahrheit scherzt manchmal.

          Übrigens geht es nicht drum, Patriotismus und Nationalismus gleichzusetzen, sondern dass aus (übertriebenem) Patriotismus gern mal Nationalismus werden kann.

        • @Wechselwähler:

          "Kann" den sozialen Zusammenhang fördern....



          Ich halte nichts davon. Selbst "Lokalpatriotismus" betrachte ich bestenfalls als Grundlage für humorvolle Kommentare oder ähnlich harmlose Dinge. Doch wenn der Patriotismus instrumentalisiert wird -und das wird er von meist Rechten bis Rechtsextremen sehr gerne- dann ist der Schritt sehr klein bis zum Nationalismus und mit Humor hat das nicht mehr zu tun. Wozu braucht man denn schon Patriotismus? Ich kann mich auch ohne Patriotismus mit unserer Kultur, Geschichte und vor allem der Demokratie identifizieren. Dazu brauche ich keine Fahnen oder Hymnen.

          • @Perkele:

            Mal abgesehen davon, dass Sie verkennen, dass Symbole und Rituale Gemeinsamkeit stiften (das gilt schon für den lokalen Fussballverein oder die Bienengruppe im Kindergarten), ist Ihre Sicht auf den Patriotismus schon sehr überzogen. So angewendet auf Religion, Sport, Ernährung, Pädagogik,... (die Liste ist endlos) kann man alles als Quelle für gefährlichen Extremismus identifizieren.

  • Trump hat keinen Plan, sehe ich auch so. Wie er in geostrategischen und geopolitische Dingen insgesamt keinen Plan oder auch nur Verstndnis hat.



    Netanjahu hingegen verfolgt sehr wohl einen Plan, den er schon lange hat, und den er jetzt umsetzen kann. Er weiss genau, dass er das nur machen kann, solange Trump noch Präsident ist. Klar dürfte auch sein, dass Netanjahus rücksichtsloses uns aggresives Vorgehen für die gesamte Region ein großes Risiko für Destabiisierung und zivile Opfer auf allen Seiten birgt.

    • @T-Rom:

      Seit über 47 Jahren verfolgt der Iran ein Ziel: Israel auslöschen - und kann dabei auf die Unterstützung der Reaktivierer und Antisemiten im Ausland bauen, die über alles hinwegsehen: Aufbau von Terrorgruppen, Abschlachten der eigenen Bevölkerung, Auslöschung der Homosexuellen, Kindersoldaten, Atomprogramm, usw.

      • @Heike 1975:

        Schon mal von der Unmöglichkeit gehört, den Teufel mit Beelzebub austreiben zu wollen?



        Im Falle des alliierten Krieges gegen Nazi-Deutschland war die Sache klarer, auch in der moralischen Beurteilung. Aber auch der mehrjährige intensive Luftkrieg gegen deutsche Städte hat das Regime nicht ins Wanken gebracht. Es war die Entscheidung, mit Bodentruppen ins deutsche Reichsgebiet zu gehen, um Hitlers Schergen in einem blutigen, äußerst verlustreichen Kampf niederzuringen.



        Das wird im Iran nicht passieren, Trump hat jetzt schon die Hosen gestrichen voll.

  • Es geht Trump sehr wohl um die Iranische Bevölkerung, denn wenn diese nicht mitzieht, sieht es für den Iran schlecht aus.

    • @Alex Roe:

      Trump geht es um Trump. Sonst nichts. Alles Andere ist Show, die Trump dient.

    • @Alex Roe:

      Verstehe ich nicht. Tough love oder so?

  • "der als ultimative Bedrohung Israels wahrgenommenen Islamischen Republik."



    Der Iran bekräftigt immer wieder, dass er Israel auslöschen will, und finanziert Proxys, die dies auch aktiv versuchen umzusetzen.



    "tödliche Irrtümer wie den Angriff auf die Mädchenschule in Minab eingeschlossen."



    Ja, eine Tragödie. Aber es ist Krieg. Der Iran tötet jährlich durchschnittlich 800–1000 Menschen „legal“.



    "Benzinpreise und Inflation steigen"



    Also lieber weiter Geschäfte mit Diktaturen machen? „Wandel durch Handel“ hat sich nachweislich als wenig wirksam erwiesen.



    "das seine volle Repressionskraft nach innen richten wird"



    Das wird es ohnehin tun. Warum gehen die Menschen im Iran immer wieder auf die Straße und werden von der eigenen Führung gefoltert, vergewaltigt und getötet?



    Bei aller legitimen Kritik an Trump – und ich zweifle keine Sekunde daran, dass er auch eigennützige Interessen verfolgt – was ist die Alternative? Business as usual?



    Mit seinen Proxys und dem Verkauf von Waffen an Russland destabilisiert der Iran die Welt. Soll das einfach hingenommen werden? Ich höre den Exil-Iranern zu und den Appellen der Menschen im Iran selbst – und viele von ihnen begrüßen die Unterstützung.

    • @Pawel_ko:

      Eben.



      Die iranische Regierung hat keine Legitimation und unterdrückt das eigene Volk.



      Handlung war überfällig.



      Auch jetzt droht sie Protestierenden ja wieder ganz direkt mit dem Tod.

    • @Pawel_ko:

      ‚Also lieber weiter Geschäfte mit Diktaturen machen? „Wandel durch Handel“ hat sich nachweislich als wenig wirksam erwiesen.‘

      Und wie erklären Sie sich dann, dass die Sanktionen gegen Russlands Ölverkäufe baw erstmal ausgesetzt sind?

      ‚Ja, eine Tragödie. Aber es ist Krieg. Der Iran tötet jährlich durchschnittlich 800–1000 Menschen „legal“.‘

      Es ist nicht einfach nur Krieg. Trump und Netanjahu haben den abgefangen, ohne irgendein Mandat, völkerrechtswidrig (ja, ich weiß, hat die beiden noch nie interessiert und beide tun alles, um die UN vorzuführen) und er dient hauptsächlich Nethanjahu. warum werden denn nicht auch andere Schurkenstaaten angegriffen, die ebenfalls ihre eigene Bewohner töten?

      • @EffeJoSiebenZwo:

        "warum werden denn nicht auch andere Schurkenstaaten angegriffen, die ebenfalls ihre eigene Bewohner töten?"

        Weil Trump meint einen Nutzen aus diesem Konflikt zu ziehen die er z.B. bei Nordkorea nicht hätte.



        Macht es ja dadurch aber nicht schlecht. Tausende Exil-Iraner weltweit haben für den Change demonstriert und gefeiert.

        Ich bin jetzt kein Völkerrechtsexperte. Aber was sagt das völkerrechtlich zum abschlachten tausender Menschen im eigenen Land?

        Der Konflikt bietet zumindest die Chance auf einen Regimewechsel.

    • @Pawel_ko:

      Haben Sie einen neuen Nickname? War der andere voll?

      • @EffeJoSiebenZwo:

        Oh, freut mich, dass ich einen bleibenden Eindruck hinterlassen konnte und Sie offenbar zum Nachdenken gebracht habe.

        Wie wir an Ihrer Historie sehen bietet die taz sehr viel Platz für jeden.

        Ich weiß, manchen würde es gefallen, sich ohne Gegenmeinung in ihrem Meinungsbild zu suhlen.



        Aber genau dafür gibt es ja die Kommentarfunktion bei der taz: andere Meinungen zu lesen, darüber nachzudenken und den eigenen Standpunkt zu reflektieren. Mache ich auch.



        Danke, taz, dafür!

        • @Pawelko:

          Dann haben Sie an meiner Historie bestimmt bemerkt, dass ich durchaus differenziert argumentiere, wenn es geboten ist (außer natürlich bei groben Klötzen …).

          Aber den zusätzlichen Unterstrich-Pawel_ko, der jetzt ja offenbar nicht mehr benötigt wird, haben Sie immer noch nicht erklärt.

          • @EffeJoSiebenZwo:

            "War der andere voll?"

            Sehr differenzierter Kommentar. Und so sachdienlich. Hat der was mit diesem Artikel zu tun? Nein. Sie wollten einfach unhöflich sein und clever erscheinen. Ersteres haben Sie geschafft.

            • @Pawel_ko:

              Na immerhin.

              Aber immer noch keine Erklärung.

  • "Auf diesen Präsidenten kann sich niemand verlassen. Schon gar nicht die Iraner*innen..."



    Wie hätte man auch auf die Idee kommen können, dass ein Herrscher, der in seinem Land die Demokratie abschaffen will ("...Republiker sollten die Wahl übernehmen...") und eigene protestierende Bürger auf offener Straße erschießen lässt, sich wirklich für Freiheit und Gerechtigkeit der Menschen im Iran oder anderswo interessiert.

    • @Nansen:

      Aber auf die Ankündigung Israels ist Verlass!



      "US-Präsident Trump hält den Iran-Krieg für so gut wie beendet, Israels Premier Netanjahu betont dagegen, sein Land sei mit den Angriffen nicht fertig. Und EU-Ratspräsident Costa sieht bisher nur einen Gewinner.



      Nach zehn Tagen Krieg gegen Iran zeichnen sich unterschiedliche Herangehensweisen zwischen US-Präsident Donald Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu ab. Während Trump ein Ende des Iran-Krieges in greifbarer Nähe sieht - und auch eine Bereitschaft zu Verhandlungen andeutet, betont Netanjahu, Israel sei mit seinen Angriffen auf die iranische Führung "noch nicht fertig".



      Vor wenigen Tagen bei tagesschau.de

    • @Nansen:

      Nach 47 Jahren brutaler Unterdrückung ist das der Strohhalm an den man sich klammert.

      • @Axel Schäfer:

        2026 minus 47 Jahre: 1979 hieß im Iran der letzte Demokrat "Schah"?



        Interessant, wie auch hierzulande die 1953 von den US-Amerikanern installierte Diktatur zu den lupenreinen Demokratien gerechnet wird und den Iranern die Rückkehr dieses brutalen Unterdrückungsregims als goldene Zukunft in Aussicht gestellt wird.

        • @Tiene Wiecherts:

          Den Begriff von Gas-Gerd haben Sie eingeführt, das hat bisher kaum jemand behauptet.



          So extrem war die Unterdrückung beim Schah lange nicht, der hat sich mehr an den Kommunisten abgearbeitet, dafür hat er aber zumindest die Grundrechte der Frauen gesichert.



          Wir haben Verwandte dort, daher können wir auf unterschiedliche Erfahrungen aus verschiedenen Generationen zurückgreifen.



          Unter dem Schah war es nicht demokratisch und die weiße Revolution war eine nette Idee, hat aber letztlich nur den alten Feudalherren genützt über die Mängel und gewalttätigen Auswüchse der damaligen Politik kann man sich auch in den Archiven der deutschen Presse z.b. Spiegel informieren.



          Ein Ausmaß der Unterdrückung und auch der Korruption wie es jetzt erreicht wurde hat es vorher nie gegeben. Böhmermann hat es mit 4 mal 3.Reich verglichen ältere Verwandte bestätigen das sinngemäß.



          Die Erwartungen und Hoffnungen jetzt sind sehr unterschiedlich, unverbesserliche Optimisten erwarten immer noch den Regimesturz und kurzfristige Errichtung demokratischer Verhältnisse, die Pessimisten rechnen mit nordkoreanischen Verhältnissen.



          Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

        • @Tiene Wiecherts:

          Axel Schäfer hat doch gar nicht gesagt, dass der alte Shah ein lupenreiner Demokrat war.

          Wenn man feststellt, dass die jetzige Theokratie brutale Unterdrückung betreibt, heißt das ja nicht, dass zwangsläufig alle anderen Regime demokratisch wären.

          Der jetzige Mann ist der Sohn des Schahs. Seine " Rückkehr" ist nicht die Auferstehung des alten Rwgimes seines Vaters.

          Dass sie toll wird, sagt keiner.

          Von goldener Zukunft hat Axel Schäfer auch nicht gesprochen, sondern von Strohhalmen.

  • "Ein planloser Krieg eines verantwortungslosen US-Präsidenten"



    Ist es nicht eigentlich Netanjahus Krieg?



    Bei diepresse.com:



    "Benjamin Netanjahu ist die treibende Kraft im Iran-Krieg: Wie es zur US-israelischen Militäraktion kam



    Der israelische Premier überzeugte US-Präsident Trump von einem großen Schlag gegen das Regime in Teheran. Ein Präventivschlag hätte die USA zum Handeln gezwungen, erklärte US-Außenminister Marco Rubio."



    Weiter dort 2026:



    "Zum Jahreswechsel flog Benjamin Netanjahu mit Ehefrau Sara nach Florida – nicht zum Urlaub oder zu Donald Trumps Silvesterparty im Privatklub Mar-a-Lago in Palm Beach. Israels Premier holte beim US-Präsidenten die Zustimmung für einen Militärschlag gegen den Iran ein. Die israelischen Geheimdienste hatten herausgefunden, dass das Regime in Teheran die Befestigung und den Schutz seiner Atomanlagen vorantreibe. Die Zeit für einen entscheidenden Schlag gegen das Atomprogramm laufe aus, so lautete die Botschaft Netanjahus."



    Die Fäden für die aktuelle Inszenierung eines Armageddon ziehen demnach wohl eher die Kräfte, die ihre Vorarbeit des Vorjahres vollenden wollen als der POTUS, der wahrscheinlich sowieso die Zügel nicht unter Kontrolle hat.

    • @Martin Rees:

      "Ist es nicht eigentlich Netanjahus Krieg?"

      Natürlich ist es das. Ohne Netanyahu wäre Trump dieses Risiko nicht eingegangen. Damit torpediert er seine eigene Basis. Ich neige eigentlich nicht zu irgendwelchen Theorien. Aber mittlerweile ich würd mich nicht mehr wundern, wenn es tatsächlich irgendwelches kompromitierendes Material geben würde, mit dem Leute wie Putin oder Netanyahu an Trumps Strippen ziehen.

  • Schön auf den Punkt gebracht!

  • ok, TRump hat wie üblich keinen besonderen Plan. Er probiert etwas aus und schaut was passiert. Aber, bevor wir uns hier mehr über Trump echauffieren - wo ist denn z.B. der Plan der EU oder Deutschlands bei der Ukraine? Da habe ich auch noch keinerlei realistische Krigsziele erkennen können, es wird nur Geld (und auch Bargeld, siehe Ungarn. ) in dieses Faß ohne Boden geworfen ohne dass irgendein Ziel definiert wird. Russland zu besiegen wie es Kiesewetter und S-Z fordern nehme ich mal aus, das ist natürlich pures Wunschdenken. Also, erstmal an die eigene Nase fassen.

    • @Gerald Müller:

      Den armen unterdrückten Putin einfach mal machen lassen, wird schon nicht so schlimm werden, wenn die marodierenden russischen Truppen das von Geschichterfindern herbeifantasierte russische Reich des Mittelalters wieder bis an den Atlantik vorantreiben, während AgD und Kriecher wie Orban die Türen aufhalten.



      Nicht so meins und ich schätze wer früher die sowjetische Vorherrschaft geniessen durfte und nicht komplett durch den Wind ist verzichtet sicher gerne darauf.

    • @Gerald Müller:

      "Da habe ich auch noch keinerlei realistische Krigsziele erkennen können, es wird nur Geld (und auch Bargeld, siehe Ungarn. ) in dieses Faß ohne Boden geworfen ohne dass irgendein Ziel definiert wird. " Die Ukraine kann als freier Staat weiterexistieren, befreit alle oder den Großteil ihrer Territorien. Russland blutet aus und ist verliert militärische Potenz. Vielleicht sollten sie sich einfach mal besser informieren. Und Fass ohne Boden mehr als eine Millionen Tote und Verwundete Russische Soldaten. Das war das beste Investment in Sicherheit in der Geschichte. Nie hat man ein mehr an Sicherheit so günstig bekommen.

    • @Gerald Müller:

      Äh, hab´ ich was verpasst? Die EU/Deutschland hat einen Krieg gegen Russland begonnen ohne sich Gedanken über dessen Ziele zu machen?