Trumps Bauprojekt im Weißen Haus: Zack, gefeuert
Mit einem Ballsaal will sich Donald Trump ein Denkmal setzen. Selbst der bisherige Architekt kritisierte das Projekt. Jetzt wurde er ausgetauscht.
Foto: AP Photo/Jose Luis Magana
reuters | US-Präsident Donald Trump hat für sein 300 Millionen Dollar teures Ballsaal-Projekt im Weißen Haus den Architekten ausgetauscht. Die Leitung übernehme nun Shalom Baranes, teilte ein Sprecher des Weißen Hauses am Donnerstag mit. Der bisherige Architekt, James McCrery, bleibe als Berater tätig. Die Zeitung „Washington Post“ hatte berichtet, McCrery habe zur Zurückhaltung geraten, um zu verhindern, dass der neue Ballsaal den bestehenden Bau des Weißen Hauses in den Schatten stellt.
Bei dem geplanten Ballsaal handelt es sich um das größte Bauvorhaben am Regierungssitz der US-Präsidenten seit Jahrzehnten. Für das Projekt ließ Trump im Herbst den Ostflügel des Weißen Hauses abreißen. Dies löste Proteste von Kritikern und Denkmalschützern aus. Trump wies die Kritik zurück und erklärte, das Weiße Haus benötige einen Ballsaal für Staatsbankette und andere Großveranstaltungen.
Der Ballsaal ist eine von mehreren baulichen Veränderungen, die Trump seit seinem Amtsantritt vorgenommen hat. So ließ er den Rasen des Rosengartens pflastern und im Oval Office goldene Verzierungen anbringen. Ein Mitspracherecht bei der endgültigen Größe des Projekts könnte die Nationale Hauptstadt-Planungskommission (NCPC) haben.
Das Weiße Haus hat seinen Vorschlag für den Ballsaal der NCPC jedoch noch nicht zur Genehmigung vorgelegt. Ein hochrangiger Trump-Mitarbeiter, Will Scharf, leitet die Kommission.
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