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AfD bei Landtagswahl Baden-WürttembergRechtsextrem und normalisiert

Trotz Skandalen um Filz und Vetternwirtschaft: Die AfD erzielt ein Rekordergebnis im Südwesten. Dennoch hatten manche in der Partei mehr erwartet.

Stärkste Opposition im Landtag: AfD-Spitzenkandidat Markus Frohnmaier (M.) jubelt am Wahlabend Foto: Uwe Anspach/dpa

Bei der obligatorischen Jubelszene im Landtag von Stuttgart stand AfD-Spitzenkandidat Markus Frohnmaier ohne die Parteichefs Alice Weidel und Tino Chrupalla vor der Kamera, verfolgte die ersten ZDF-Zahlen auf seinem Handy und jubelte trotzdem – obwohl das Ergebnis mit 18 Prozent deutlich hinter den Erwartungen lag. Das ist zwar ein Rekordergebnis für Baden-Württemberg, liegt aber hinter den eigenen hochgesteckten Erwartungen zurück. Die AfD lag in den Umfragen lange über 20 Prozent, strebte gar 25 + X an und wollte zweitstärkste Kraft werden.

Dennoch legt die extrem rechte Partei damit um rund 8 Prozentpunkte zu und wird damit wohl die stärkste Oppositionspartei im Stuttgarter Landtag. Bei der letzten Landtagswahl 2021 hatte die AfD noch bei 9,7 Prozent gelegen. 2016 war sie bereits als stärkste Oppositionspartei in den Landtag eingezogen mit damals 15,1 Prozent. Parteichef Tino Chrupalla sprach am Sonntag in einer ersten Reaktion im ZDF dennoch ob des Zuwachses von einem „großen Erfolg“, alles andere wolle man „intern“ auswerten.

Da gibt es tatsächlich so einiges zu tun. Die Partei hatte sich im Superwahljahr Rückenwind durch den Bundestrend versprochen, kämpft aber seit Wochen mit einem Skandal um Vetternwirtschaft, die man zuvor stets immer bei den verhassten Altparteien geißelte.

Parteichef Tino Chrupalla sprach am Sonntag in einer ersten Reaktion im ZDF dennoch ob des Zuwachses von einem großen Erfolg, alles andere wolle man „intern“ auswerten

Für die Rechtsextremen ist das ein deutlicher Dämpfer zur Unzeit – so wollte man doch auf einer Erfolgswelle in das Jahr mit fünf Landtagswahlen starten und strebt im September sogar absolute Mehrheiten in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern an.

Spitzenkandidat in Verwandtenaffäre verwickelt

In der Verwandtenaffäre war auch der Spitzenkandidat Markus Frohnmeier einer der Protagonisten. Beim offiziellen Wahlkampfabschluss hatte Spitzenkandidat Frohnmaier, der selbst nicht für den Landtag antrat, gefehlt. Er war kurzfristig in die USA gereist und wollte dort nach eigenen Angaben für Baden-Württemberg wichtige Wirtschaftskontakte knüpfen. Nun: Sein Terminkalender soll nicht allzu voll gewesen sein, wie zu hören war.

Zudem konnte er so unangenehmen Fragen ausweichen – etwa der, warum nicht nur seine Frau bei einer Parteifreundin im Bundestag beschäftigt ist, sondern auch noch sein Vater für eine andere AfD-Bundestagsabgeordnete tätig sei und seine Schwester bei einer Landtagsabgeordneten gearbeitet hatte. Frohnmaier bestätigte das, beharrte aber darauf, dass es sich um legale Beschäftigungsverhältnisse handele.

Frohnmaier fehlte im Wahlkampfendspurt

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Dass Frohnmaier dann auch noch zum Wahlkampfendspurt fehlte, ärgerte auch die Parteispitze zusätzlich: Weder Alice Weidel noch Tino Chrupalla erwähnten Frohnmaier in ihren Reden beim Wahlkampfabschluss in Rottweil. Die Stimmung war sogar so frostig, dass die obligatorische Pressekonferenz zur Wahlnachlese schon am letzten Freitag abgesagt wurde. Hinter den Kulissen wurde Frohnmaier offen für seine USA-Reise kritisiert, er habe den Wahlkampf auf den letzten Metern vergeigt.

Trotz allem ist das Ergebnis für die AfD ein Rekordergebnis. Die extrem rechte Partei ist seit Gründung überdurchschnittlich stark im Südwesten, weil sie hier vor allem in ländlich geprägten christlich-konservativen Regionen an politische Mentalitäten gut anknüpfen können, wie Rechtsextremismus-Experte Rolf Frankenberger in der taz erklärt hatte.

Wahlumfragen von Infratest Dimap ergaben, dass 60 Prozent der Meinung sind, dass die AfD Demokratie und Rechtsstaat gefährdet. 72 Prozent wollen die AfD nicht in einer Regierung sehen. 25 Prozent sind wiederum für eine Regierungsbeteiligung der AfD. Die Rechtsextremen bleiben damit die unbeliebteste Partei und politisch isoliert, auch wenn es rechnerisch für eine schwarz-braune Mehrheit reichen würde. Allerdings schreitet auch die Normalisierung voran.

Knappe Hälfte der AfD-Wähler „überzeugt“

Ein Novum wiederum ist, dass 47 Prozent der AfD-Wähler*innen angaben, die extrem Rechten aus Überzeugung zu wählen, ein Zuwachs um 11 Prozentpunkte. Der Wert liegt damit erstmals über dem der 42 Prozent Wähler*innen, die angeben aus Enttäuschung über andere Parteien AfD zu wählen. Der Direktkandidat Markus Frohnmaier wurde nur von 18 Prozent der AfD-Wähler als wichtig für die Wahlentscheidung genannt. 65 Prozent gaben das Programm (mit seinem neoliberal-rassistischen Markenkern) an, 9 Prozent langfristige Parteibindung.

Die Altersverteilung zeigt ein umgedrehtes „U“: Unterdurchschnittlich schnitt die AfD an den Rändern ab – bei den über 70-Jährigen (9 Prozent) und den 16- bis 24-Jährigen (15 Prozent). Die besten Ergebnisse erzielte sie bei den 35- bis 44-Jährigen (23 Prozent), sowie in den Altersgruppen von 25 bis 34 Jahren und 45 bis 59 Jahren mit je 21 Prozent. Im Schnitt liegen die 60- bis 69-Jährigen mit 18 Prozent. Hinzugewonnen hat die AfD in allen Altersgruppen – bei den jüngsten um 9 Prozentpunkte, etwas mehr bei den übrigen Altersgruppen unterhalb von 60 Jahren. Am meisten Zuwachs gab es bei den 35-44-Jährigen mit 12 Prozentpunkten.

Schwach bei Frauen und Rent­ne­r*in­nen

Nach Berufsgruppen wählen überdurchschnittlich häufig Ar­bei­te­r*in­nen die Partei (34 Prozent), Angestellte und Selbstständige liegen mit 18 Prozent im Schnitt und Rentner sind unterdurchschnittlich mit 13 Prozent vertreten. Am stärksten hinzugewonnen hat die AfD bei Angestellten, wo sie 10 Prozentpunkte gewann – bei den Ar­bei­te­r*in­nen wiederum acht.

Eine Konstante ist auch der geschlechtsspezifische Trend, dass die AfD häufiger von Männern gewählt wird (21 Prozent) und weniger von Frauen (14 Prozent). Ebenso ist nicht neu, dass die AfD in kleineren Gemeinden unter 100.000 stärker abschnitt (18 bis 19 Prozent) und in Großstädten mit 100.000 Einwohnern schlechter (12 Prozent).

Zahlen des ZDF zu Wechselwählern bestätigen einmal mehr die Arithmetik des Rechtsrucks: Wenn Konservative AfD-Positionen kopieren, profitiert das Original. Von der CDU hat die AfD 11 Prozent Wähler gewonnen, von der zuletzt häufiger mit Kettensägen-Rhetorik auftretenden FDP 9 Prozent. Darüber hinaus profitierte die AfD zu 26 Prozent von Nichtwählern. 39 Prozent der AfD-Wähler gaben an, bereits bei der letzten Landtagswahl die Rechtsextremen gewählt zu haben.

Die Wahl zeigt wiederum einmal, dass Rechtsextremismus kein Ost-Problem ist. Trotz dieses Rekordergebnisses in Baden-Württemberg ist es nur das bislang zweitbeste in einem westlichen Flächenland: In Hessen war die AfD 2023 mit 18,4 Prozent als zweitstärkste Kraft hinter der CDU in den Landtag eingezogen. Ihr höchstes Ergebnis bei einer Landtagswahl erzielte die AfD in Thüringen 2024 mit 32,8 Prozent, wo sie zum ersten und bisher einzigen Mal eine Landtagswahl gewonnen hat.

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59 Kommentare

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  • Schon zu unseligen Zeiten der "Republikaner" war in vielen ländlichen Gegenden im Süden Baden-Württembergs ein Bodensatz von 10% vorhanden, damals sicher primär als Protest gegen die verfilzte CDU. Darauf konnte die AfD aufbauen. In den kleinen Heuberggemeinden im Landkreis Tuttlingen liegt die AfD bei den Zweitstimmen zum Teil bei über 30%, interessanterweise sind das Gemeinden, die zum Teil schuldenfrei sind und eine florierende Industrie haben. Also eine ganz andere Situation als in den ausgebluteten Arbeiter-Großstädten Mannheim und Pforzheim. Je kleiner und idyllischer diese Dörfer sind, desto höher ist der AfD-Stimmenanteil. Den Erfolg der AfD in diesen Dörfern erkläre ich mir aus einer Art Wohlstandsverwahrlosung heraus.



    Was aber auch interessant ist: Selbst in einem 500-Seelen-Dorf wie Reichenbach a.H., wo die AfD beschämenderweise mit 38,2% der Zweitstimmen noch vor der CDU liegt (33,2%) haben die Grünen 13,6% und die Linke 5,5% der Zweitstimmen erreicht. Das heißt, selbst im hintersten Winkel des Landes können die Parteien, die gerne mit der urbanen Klientel in Verbindung gebracht werden, die Wähler:innen mobilisieren.

  • Danke für das Foto - diese feisten Kerle sehen wirklich gruselig aus - Rock'n'Roll ist anders ...

    • @Volker Scheunert:

      Bodyshaming wird die AfD auch nicht aufhalten, wage ich mal zu behaupten.

  • Wenn 34 prozent der arbeiterinnen afd wählt, ist das nicht ein von der cdu verursachtes problem, sonder zuvörderst von der linkspartei.

    • @Emmo:

      #Emmi



      Was denken Sie eigentlich wer im Ruhrpott jahrzehntelang die CDU gewählt hat ?

      • @Alex_der_Wunderer:

        Wenn die alle die CDU gewählt haben, wer hat dann die Linke und SPD gewählt?

        Klassenpolitik und elitäre Identitätspolitik und Weltverbesserei gehen halt nicht zusammen.



        Menschen mit sozialen Problemen haben keine Zeit für Identitätspolitik, Klimaschutz etc.



        Und für Weltverbesserei wie Migration und sich in alle Konflikte einzumischen schon dreimal nicht.



        Alles kostet Geld und Sorgen, für die keine Kapazitäten da sind!

        Das will man hier nicht hören, weil die Leserschaft sich hier weitestgehend als Sozial Links verortet, was allerdings nur Selbstzuschreibung ist. Wer wirklich Links ist und das Soziale voran stellt, wird feststellen, das viele vermeintlich Linke Forderungen mit der sozialen und Finanzschwachen Teil der Bevölkerung unvereinbar sind.

  • Hier ein paar Zahlen zur Wählerwanderung zur AfD (Quelle: ARD):



    CDU, FDP insg. 145.000 zur AfD abgewandert



    RotRotGrün insg. 80.000 zur AfD abgewandert



    Insbesondere der zweite Wert sollte analysiert werden, wird im Artikel aber komplett ausgespart.

    • @Desdur Nahe:

      RotRotGrün insg. 80.000 zur AfD abgewandert insg. 80.000 zur AfD abgewandert



      =



      Da haben sie sich verguckt. Es existiert keine Wählerwanderungstabelle mit dem Namen RotRotGrün.



      =



      Der einzige Aspekt, den sie aber verschleiern, ist das die Wählerwanderung aus der FDP zur agd so gewalltig ist das diese Wanderung der FDP den Kopf gekostet hat und sich der Stimmenanteil der agd entsprechend vergrößert hat.

      • @zartbitter:

        Ich übersetze für Sie:



        Von Linke, SPD und Grüne sind 80.000 zur AfD abgewandert.



        Ich muss nichts verschleiern, die anderen Zahlen stehen bereits im Artikel.



        Aber genau wegen solcher krampfhaften Anstrengungen, gewisse Dinge auszublenden, und nur das Andere sehen zu wollen ("Der einzige Aspekt..."), wird die von mir oben angesprochene Analyse kaum stattfinden.



        Und damit wird es auch keine Veränderungen geben, inkl. des weiteren Aufstiegs der AfD. Ich bin ja sonst kein Pessimist, aber Ihr Kommentar zeigt mir wieder, wie hoffungslos die Lage ist.



        Mit Schmähungen wie "agd" und sonstigem Kinderkram wird man ausserhalb der eigenen Blase keinen Boden gutmachen.

        • @Desdur Nahe:

          1.. Stimmen abgeben mussten die Grünen an die agd (25.000) und an die CDU (135.000).



          =



          2..Die CDU verlor an die agd 65.000 Wählerstimmen.



          =



          3..30.000 einstige SPD-Wähler wählten die agd



          =



          4..10.000 ehemalige Linkenwähler gaben dieses Mal Ihre stimmen an die agd ab.



          =



          Klartext: Die Alternative gegen Deutschland profitiert von spezifischen thematischen Bedürfnissen und Weltsichten ihrer Anhängerschaft. Unzufriedenheit und Abstiegsängste prägen die Anhängerschaft. Dieses Klientel gibt es in jeder Partei - wobei der entscheidende Stimmenzuwachs der agd aus dem Potential der Nichtwähler und von ehemaligen CDU Wählern kam.

  • V E R B I E T E N !!

    Aber flott, bevor denen noch mehr Leute auf den Leim gehen !

    • @StromerBodo:

      Und Sie glauben, damit verschwinden auch die völkisch-rassistischen Einstellungen vieler AfD-Wähler, oder der gravierende Glaubwürdigkeitsverlust der anderen Parteien?

      Dass so viele Arbeiter AfD wählen, liegt nicht daran, dass die alle "Nazis" geworden sind, sondern, dass sich die SPD nicht mehr um ihre Anliegen kümmert, sondern vor allem um jene, die auch vom Steuergeld der arbeitenden Teile der Bevölkerung leben.

  • Ich frage mich was das da unten für ein Wahlkreis ist, wo die Afd die Erststimmen gewonnen hat. Sind das die gemobbten? Wirtschaftlich besonders gekniffen? Oder ultra Katholisch?

    Im Allgemeinen kann ich auch beim Blick auf die Ergebnisse die Euphorie nicht ganz nachvollziehen. Rechte Parteien haben gewonnen, Linke verloren. Ohne Brandmauer wären die Grünen Opposition.

    • @Rikard Dobos:

      Der AfD-Wahlkreis liegt in Norden von Mannheim, einer Stadt, die ursprünglich von den calvinistischen Kurfürsten von der Pfalz gegründet worden ist. Also nichts mit "urkatholisch". Und ob die Mehrheit dort "evangelikal" ist, möchte ich dennoch bezweifeln.

      Laut dem "Mannheimer Morgen" sind die Stadtteile, in denen der AfD-Mann gewonnen hat, frühere Arbeiter-Hochburgen und damit vermutlich einst in der Hand der SPD.



      Offenbar hat auch hier die SPD ihre frühere Kernklientel nicht mehr überzeugen können. Wobei das Ergebnis sehr knapp war. Der AfDler gewann mit nicht ganz 30 % vor der CDU. Und die Wahlbeteiligung war auch nicht sehr hoch.

    • @Rikard Dobos:

      Aus der "Rechts-Partei" wird anscheinend eine "Jetzt-erst-recht(s)-Partei".



      Sprichwörter haben immer einen wahren Kern, auch das über die allerdümmsten Kälber.

    • @Rikard Dobos:

      Wieso ultrakatholisch? In BW liegt wohl die Vermutung evangelikal deutlich näher. So schließe ich zumindest aus meiner Lektüre der kontext:wochenzeitung.

  • Bei allem was man mittlerweile über diese Partei AfD weiß, bei allem zu tiefst peinlichen Worten im Bundestag, bei all den teilweise brillianten Reden gegen diese abgrundtiefe Hass Partei, die öffentlich indirekt zugibt, die Demokratie abschaffen zu wollen, die aus Europa aussteigen will, (was ein wirtschaftliches Desaster bedeuten würde)



    Die im Prinzip außer Hass und Herrenmenschen Parolen nichts aber auch gar nichts bieten kann, ist trotzdem mit einem hohen Stimmenanteil gewählt worden. In Baden Württemberg. Das braune Ländle. Oh je Oh je.

  • Jetzt kommt es auf Cem Özdemir an. Er muss Politik für Arbeiter und Angestellte machen. Dann ist die AFD bei der nächsten Wahl wieder klein. Den Koalitionspartner dazu hat er, hoffentlich auch die Partei.

  • Nun ja, eines zumindest kann man den Deutschen nicht absprechen, sie haben glasklar erkannt, daß es gilt 2033 ein Jubiläum zu feiern.

  • Zumindest eine immer wieder kolportierte Erzählung scheint nicht zutreffend zu sein: Dass die Leute AfD wählen, weil sie abgehängt sind oder sich zumindest so fühlen. Ba-Wü ist eines der reichsten Bundesländer in Deutschland mit weit unterdurchschnittlicher Arbeitslosenquote und dem vierthöchsten BIP pro Kopf (Platz 4).



    Sehen wir der Tatsache ins Auge, dass es inzwischen eine relevante Anzahl Menschen gibt, die extrem rechte Ansichten vertreten und sich eine dementsprechende Politik wünschen.

    • @Klabauta:

      Die Fallhöhe ist in BaWü höher als anderswo, das ist richtig. Für die Stimmung ist aber der Standort weniger wichtig als die Richtung - und die geht steil abwärts.

    • @Klabauta:

      Korrekt, scheint so allmählich auch in Deutschland anzukommen. Es sind halt nicht nur Kriterien wie sie an den vermeintlich "abgehängten" Osten angelegt werden.

      In Norwegen, Dänemark oder der Schweiz ist das schon seit längerem bekannt. Wären es rein sozioökonomische Faktoren dürften in diesen Ländern keine rechten Parteien existieren. Sie liegen aber zwischen 18-24%.

      Ethnisches, völkisches und autoritäres Gedankengut ist weder eine Frage des Einkommens noch der Bildung sondern der Sozialisierung.

      Der Grundstein für ein entsprechendes Weltbild wird in jungen Jahren gelegt. Erst im späteren Lebensjahren kommen noch die sozioökonomischen Einflüsse hinzu, die sicherlich dazu beitragen das bereits vorhandene rechte Gedankengut zu festigen oder auch neu zu erschließen.

      Die Sozialwissenschaften beziffern das Potenzial von rechtsextremen Gedankengut in west - und nordeuropäischen Ländern mit 30% bei der erwachsenen Bevölkerung.

      In Deutschland war rechts jedoch über fünf Jahrzehnte ein Stigma, jetzt ist es auch hier salonfähig geworden. Eine Erfahrung mit welcher die Nachbarn sich schon seit Jahrzehnten auseinander setzen müssen.

  • Ein interessantes Foto - es sieht aus wie Wagner-Söldner im Anzug statt im üblichen Tarnzwirn.

  • Ich habe mich über Cem Özdemir gefreut, danach sprang mich das Ergebnis der AfD einfach an. Überzeugter Rechtsextremisten, die nationalistisch-rassistische Ideen vertreten und es in einen Landtag mit 18 Prozent schaffen. Mehr als laut kann dieser Weckruf nun wirklich nicht erklingen. Und Ba-Wü ein Land mit Topindustriebtrieben, mit unglaublich gut ausgebildeten Arbeitskräften, vielen Universitäten, nahe an der Schweiz und Frankreich. Dort?



    Das ist eben das Problem mit Rassismus und anti-demokratischen Einstellungen. Im TV hat der AfD-Spitzenkandidat sich gleich als Koalitionspartner der CDU angepriesen. Die sind zwar auch stark nach rechts gerückt, aber sicherlich kein Fall für diese AfD.



    Das Ganze stinkt gewaltig. Und es lässt sich gut erklären, anscheinend aber nicht besonders gut beheben.



    Merz und Dobrindt werden das Problem AfD mit Asylbewerberzahlen und Grenzkontrollen definitiv nicht in den Griff kriegen. Cem Özdemir symbolisiert für mich das Ba-Wü, das von multikulturellen, links-liberalen Städten und fleißigen und angenehmen Migranten geprägt ist.



    Ob das reicht?

  • Ich sehe eine stabile Mehrheit für CDU und AfD.



    Es wird ja hier häufig unterstellt, die Union bereite eine Zusammenarbeit mit der AfD vor. Jetzt wäre die ideale Gelegenheit, gerade auch angesichts dessen, dass in den östlichen Bundesländern ebenfalls Wahlen anstehen.



    Die CDU könnte jetzt in BaWü eine Koalition mit der AfD bilden oder sich in einer Minderheitenregierung von der AfD tolerieren lassen.



    Aber wird das passieren?



    Natürlich nicht.



    Aber wie passt das mit dem häufig geäußerten Mantra, die CDU strebe eine Zusammenarbeit mit der AfD an?



    Ich bin auf die Antworten gespannt.

    • @Katharina Reichenhall:

      33 ist das Bürgertum auch erst spät übergelaufen. Dann aber sehr schnell. Noch fehlt jemand, der den Anfang macht. Programmatisch sind sich CDU und AfD sehr nah.

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        ... und genau das ist gar nicht der Fall. CDU und AFD eint einzig, dass beide eine geregelte Einwandererungspolitik wollen. Was das heißen soll, da könnte der Unterschied kaum größer sein. Özdemir hat die Wahl gewonnen, weil ihm viele Menschen zutrauen, dass er (auch) bei diesem Thema pragmatische Lösungen in der Sache sucht. Hoffentlich lässt seine Partei ihn...

        • @Jens Köster:

          Nein. Auch die Hetze gegen Bürgergeldempfänger eint beide. Oder die Bekämpfung des Klimaschutzes. Und das sind nur zwei Beispiele. Überhaupt hat sich die AfD zurecht beschwert, dass das Wahlprogramm die Union bei der letzten Bundestagswahl in weiten Teilen abgeschrieben war. Nehmen Sie sich bitte die Zeit, beide Wahlprogramme zu vergleichen.

    • @Katharina Reichenhall:

      Ihr "Mantra" ist ein Popanz - das gilt höchstens für einige CDUler in den "neuen" Bundesländern ...

    • @Katharina Reichenhall:

      Ich bin da keineswegs sicher. - Aber kann es nicht sein, dass angesichts diverser Erfahrungen nach versuchten Anbiederungen an den "Zeitgeist" der Blauen mittlerweile auch weit oben sitzenden Entscheidungsträgern der CDU aufgegangen ist, dass dieser Schritt, der finale zur eigenen Bedeutungslosigkeit sein könnte?



      Ich fürchte, es gibt in Deutschland mittlerweile Gegenden, wo etliche der ländlichen Parteifunktionäre nachts ins Taschentuch weinen, weil sie nicht rechtzeitig die Seite gewechselt haben und sie sich jetzt ganz hinten anstellen müssten...

    • @Katharina Reichenhall:

      Selbst die Rechtesten in der Union sind nicht so irre, eine Koalition mit der AfD anzustreben, wenn Sie diesen Eindruck haben sind Sie aber komplett auf dem Holzweg.



      Einzige Ausnahme sind einige (politisch sehr dumme) Einzelstimmen aus dem Osten (Thüringen, Sachsen-Anhalt), die sich ein Zusammengehen mit den Braunen vorstellen können.



      Selbst diejenigen, die ja teilweise AfD-Politik kopieren, etwa in der CSU, sehen, dass die Koalition mit den Biedermännern in braun politischer Suizid wäre. Einerseits frisst der Rechtsextremismus in ganz Europa konservative Parteien auf, siehe Frankreich, Italien usw., andererseits wäre jede Anschlussfähigkeit der Union an andere Parteien (SPD,Grüne, FDP, Frei Wähler) sofort hinfällig. Wer mit den Braunen paktiert verspielt sofort seine politische Glaubwürdigkeit.



      Zuletzt droht eine Spaltung der Union, der liberale und soziale Teil (also im weiteren Sinne die Merkelianer) würden sofort das Weite suchen, man würde seine Wahlergebnisse und seine Mitgliederzahlen sofort ruinieren.



      Wer also kurzfristig mit den Braunen koaliert schaufelt der Union das Grab, wer bis 3 zählen kann und wem das Wohl der Konservativen am Herzen liegt muss das ablehnen.

      • @FtznFrtz:

        Das ist schlicht falsch. Es gibt diverse Leute in der CDU, die für eine Zusammenarbeit mit der AfD sind. Christina Schröder hat dafür sogar extra eine Stiftung gegründet.

        • @Kaboom:

          Ach ja, die Frau Schröder. Punkt für Sie, aber ist jetzt auch keine Massenbewegung, diese Stiftung, oder?



          Es gibt natürlich Einzelfälle, es gibt kein Gesetz, dass man politischen Weitblick haben muss, um in dem Geschäft mitzumischen. Gibt natürlich Leute, die interessiert nur das Pöstchen bei der nächsten Wahl. Dass man dabei das System die Toilette runterspült, so what?

    • @Katharina Reichenhall:

      "wie passt das mit dem häufig geäußerten Mantra, die CDU strebe eine Zusammenarbeit mit der AfD an?"



      Simpel. Da eine Zusammenarbeit mit der AfD nichts akzeptables darstellt, möchte die CDU nach Möglichkeit offiziell dazu gezwungen sein, um sich ansonsten die Hände in Unschuld waschen zu können.

      • @Encantado:

        genau das isses!

    • @Katharina Reichenhall:

      Bawü ist nicht das richtige Bundesland dafür. Und es ist auch (noch) nicht die Zeit dafür.



      Das wird im Osten passieren. Vermutlich erstmal per Duldung. Das Hauptproblem für die CDU ist dort allerdings, dass die Partei Juniorpartner der Neubraunen wäre. Und da dürften selbst Schröder und andere Gegner der Brandmauer Bauchschmerzen haben.

    • @Katharina Reichenhall:

      Klingt, als träumten Sie von dieser Koalition.

  • Wieso sitzen Leute nicht im Knast die eine Terroragenda von Terroristen organisieren namens "Remigration"?

    Wie soll ich mich bitte gewaltfrei, verfassungs- und gesetzeskonform in einem Staatswesen verhalten, das diese Täter nicht ständiger Repression bis hin zu empfindlichen Haftstrafen aussetzt?



    Zumal man ja in der Öffentlichkeit nicht mehr sicher und friedlich leben kann.

    • @Elise Hampel:

      Weil Faschismus an sich noch kein Verbrechen ist, sondern eine (wenn auch gruselige) Meinung?

  • Jeder Rastätter sollte dem deutschen System auf Knien danken diese völlig sinnfreie Tunnellösung der Bahnstrecke bekommen zu haben. Aber nein, man wählt natürlich Blau.

  • Ein Teil der Erstarkung dürfte das übliche sein wie auch sonst überall. Aber dass es für ein westliches Land dermaßen hoch ist, könnte daran liegen, dass einige cdU-WählerInnen die Mär glauben, dass mit den Grünen zusammen in BaWü grüne Politik gemacht würde (das verbreiten AfD und fDP ja fleißig - AfDP). Und da die cdU sich thematisch in Sachen Neoliberalismus und Rassismus von der AfD kaum unterscheiden, laufen sie zum brauneren Teild der cdU über: der AfD. Wäre meine Theorie, warum es so einen hohen Wert gegeben hat.



    Wie seht ihr das?

    • @Jalella:

      @Jalella



      Hätten die Wähler im Ländle die Resultate der Landespolitk in Baden-Württemberg mit den Grünen in Verbindung gebracht und zudem die Wahlprogramme der Parteien gelesen, hätten die Wähler die Partei mit dem bürgerlichsten Sozialreformen ihre Stimme geben müssen - der Linken, aber zuviel Kombinationsgabe darf man vom geneigten Schwaben halt nicht erwarten.

      • @Alex_der_Wunderer:

        Die von allen Seiten seit vielen Jahren auf die Linke einregnende Hetze hat gewirkt. Die Linke wählen nur noch Leute, die sich von Sprüchen wie "das ist die Mauerschützenpartei" und ähnliches nicht blenden lassen.



        Obi Wan Kenobi dazu: the force (of the propanda) may have a great influence on the weak mind.

    • @Jalella:

      Die Wähler denken nicht so kompliziert. Ihr Fokus liegt auf Erhalt des Wohlstands, bezahlbare Preise in allen bereichen (Wohnen, Strom, Heizung, Lebensmittel usw.) Da ist wenig Platz für linkes Gedankengut. Im Gegenteil: Statt sich um die realen Probleme der Bürger zu kümmern, treibt die von den linken Parteien in den Medien vordergründig geführten Debatten um Lifestyle, Gendern, Vegane Ernährung, sexuelle Orientierung usw. die Menschen zur Afd. Warum? Weil diese Themen für die meisten Menschen nicht wichtig sind, solange ihre Grundbedürfnisse (siehe oben) nicht gelöst sind. Sie sehen diese von links geführten Debatten mittlerweile als Bedrohung an weil sie ihre Realität links liegen lässt (zufälliges Wortspiel). Links muss sich erst um die realen Grundprobleme der Bürger kümmern, sonst wird das nix. Wenn sich das nicht ändert, werden die blauen Schlümpfe bald Mehrheiten erzielen, die nicht mehr durch Koalitionen unterbunden werden können. Das böse erwachen kommt erst, wenn es zu spät ist.

      • @Krumbeere:

        Das ist Unsinn. Diskussionen über Gendern und Vegan Würste werden immer nur von Rechten geführt. Die Linken sind sogar die einzigen, die sich um die realen Probleme der Menschen kümmern, z.B. die Gewinnabzocke von Vermietern, Lebensmittel- und Fossil-Konzernen.



        Die Rechten strengen diese Debatten immer an, um Links anzukacken und um von den echten Problemen abzulenken. Offenbar leider mit Erfolg.

      • @Krumbeere:

        Sie irren sich und beten nur die konservative Propagada runter. Die AfD wird gewählt, weil die Wähler ausländerfeindlich sind und sich einen starken Führer wünschen.

  • Ein Drittel der Stimmen für die AFD ist von Frauen zwei Drittel von Männern.gut das der Wahlkampf bis zum Schluss so eng war, sonst hätte die AFD wohl mehr Prozente geholt.

    • @Hitchhiker:

      Die AfD holt Prozente, weil die anderen nicht mehr gewählt werden.

      Schauen Sie sich doch mal die "klassische AfD-Hochburg" Pforzheim an. Das Zentrum (Wahlbezirke 001.00x) hat eine Wahlbeteiligung von 23% - in Worten: dreiundzwanzig(!) Prozent - bei dieser Landtagswahl.



      Und die absolute Hochburg (Wahlbezirk 007.11 - die volkstümliche Bezeichnung schenke ich mir hier) liefert der AfD eine absolute Mehrheit mit 53 % - das sind aber nur ca. 20% der Wahlberechtigten. Die Zahl ist zwar auch noch zu hoch, aber heißt im Klartext, dass weit über die Hälfte der Wahlberechtigten gar nicht wählen geht und rund 80% der Wahlberechtigten sich für keine aus dem breiten Spektrum der (mehr oder weniger) etablierten Parteien erwärmen können. Dieses Problem ist der Elefant im Raum, den man bislang erfolgreich ignoriert.

      • @FriedrichHecker:

        Dieses Problem ist der Elefant im Raum, den man bislang erfolgreich ignoriert.

        Natürlich. Große Teile der Bevölkerung nehmen wahr, dass die Politik sich um Migranten, LGBTQ+, Ukraine und vor allem um sich selbst kümmert. Muss nicht wahr sein, aber so kommt es rüber. Prozesse gegen Höcke oder den Schwachkopf Prof. Erfinder werden geahndet, Cum-Ex wird ignoriert.



        Die Benzinpreise explodieren und bald auch die Strompreise... interessiert niemand Verantwortliches.



        Rechtzeitig vor Wahlen werden gegen die Konkurenz von Rechts Schmutzkampanien, mit Uraltkammellen, gefahren.... jetzt im BaWü, vorher in Bayern.



        Immer aus der selben Ecke, mit tatkräftiger Unterstützung vor allem des ZDFs.

        Das sind alles Punkte, die die Menschen umtreibt. Und wenn ich sehe, dass es Orte mit einer Wahlbeteiligung von unter 30% gibt, kann ich nur sagen unser aktuelles politisches Personal ist der Totengräber der Demokratie.

    • @Hitchhiker:

      Tja.....ich hoffe, dass der Kanonenschuss vernommen wurde. Allerdings stirbt ja die Hoffnung zuletzt.....meine Befürchtung.

      • @Leningrad:

        Als Wähler von SPD und Grüne über 20 Jahre,habe ich nicht nur Befürchtung sondern dze Gewissheit,dass sie demokratischen Parteien die Sargnägel der selbigen sind .nicht deren Basis aber die Weltfremden welche man häufig im Fernsehen sieht.



        Ich habe mich hier mit einem sehr aktiven Mitglied der SPD unterhalten,wie gesagt die Basis schätze ich,aber seine Aussage dass die oben nicht die Notwendigkeit sehen nah bei den Menschen zu sein,hat mich nicht sprachlos gemacht. Sondern zeigte das selbe Ergebnis wie nach jeder schlechtem Wahlergebnis, die Aussage man müsste mehr auf die Menschen schauen. Doch passiert außer die ständige Wiederholung ist nichts

  • 2017 zog die AfD in den Bundestag ein, damals war noch nicht so eine starke Unterwanderung von in Teilen rechtsextremistischen Parlamentariern zu vernehmenen, dennoch wurde die AfD von Anbeginn von den etablierten Parteien blockiert. Einige Stimmen in der Bevölkerung werden laut mit der Frage " wo bleibt denn da der Respekt vor Wählers Wille ? " - und wer hatte Interesse die AfD in Teilen rechtsextremistisch zu unterwandern ?

    • @Alex_der_Wunderer:

      Wer hatte Interesse die AfD in Teilen rechtsextremistisch zu unterwandern ? Rechtsextreme

      • @Blechgesicht:

        @Bleichgesicht



        Wohl wahr, aber auch die etablierten Parteien, denn wäre die AfD nicht in Teilen rechtsextrem, sondern eine soziale humanistischere Orientierung, könnte die AFD durchaus eine viel höhere Zustimmung unter den Wählern finden.

    • @Alex_der_Wunderer:

      Wieso sollte ich "Respekt vor des Wählers Wille" haben, die einen parlamentarischen Arm des Rechtsterrors mit einem terroristischen Programm namens "Remigration" wählen?



      Also den Faschismus, den zeitgenössische gutbürgerliche Bürger und Bürgerinnen unbedingt immer gerne als gar keinen Faschismus ansehen. Um nachher sagen zu können sie hätten nichts geahnt.

      Die AfD ist nicht "rechts unterwandert worden" Ein paar "Doch-Bloß-Konservative" mit nationalistischen Blähungen, vor allem aber ultrawirtschaftslibertärer Agenda, haben den Kübel gezimmert in die die braune Sosse strömte.



      Henkel, Gauland, Lucke, Adam - sie alle müssen gar keine Faschisten sein, um die Verantwortung dafür zu tragen ihnen den Weg geebnet zu haben. So geht das halt aus, wenn mässig begabte, mässig gebildete kleinbürgerliche Reaktionäre davon träumen die Welt zu gestalten. Nachher sind sie es immer nicht gewesen und irgendwas mit Linke ist schuld, das sie keine Demokraten sind.



      "Remigration" ist ein Terrorprogramm gegen meine Mitbürgerinnen und Nachbarn. Wieso sitzen deren Organisatoren nicht im Knast? Fürchtet man das der schwäbische Bauer sonst den Bauernkrieg auslöst?

      • @Elise Hampel:

        "terroristisch", "Faschisten", "nationalistische Blähungen", "braune Sauce", "mäßig begabte, mäßig gebildete kleinbürgerliche Reaktionäre" - bei allem Respekt, das ist haßerfüllte Hetze, nichts weiter. Intolerant, unsachlich, pöbelnd, beleidigend. Nicht besser als die, denen das immer vorgeworfen wird.

      • @Elise Hampel:

        Das mit dem Bauernkrieg ist gut. Den kriegt man heute schon für viel weniger. reicht, wenn der Diesel grade als zu teuer empfunden wird...

      • @Elise Hampel:

        @Else Hampel



        Es ging nicht um eine Einforderung von Ihrem persönlichen Respekt, sondern um einmal auf den Umgang der etablierten Parteien, die vehement an ihren Machstrukturen innerhalb des Parlament festhalten wollten und durch ihr damaliges Verhalten einer noch schwachen AfD gegenüber, die jetzige Katastrophe zu verantworten haben. Wer jetzt noch die AfD wählt, macht sich durch seine Stimmenabgabe für eine in Teilen rechtsextremistische Partei, dadurch selber zum Rechtsextremisten, da sind wir uns doch vollkommen einig.