piwik no script img

Umgang mit rechtsradikaler ParteiMilchmilliardär Müller verklagt Campact wegen AfD-Äußerung

Müllermilch-Konzerngründer Theo Müller will der Organisation eine Aussage über sein Verhältnis zur AfD verbieten lassen. Der Verein hält dagegen.

Machen solche Fotos die AfD salonfähig? Alice Weidel (hier Mitte, aber sonst rechts) mit Theo Müller und dessen Frau in Bayreuth Foto: Schuhmann Alexander/picture alliance

Molkereimilliardär Theo Müller verklagt die Kampagnenorganisation Campact, weil sie behauptet hatte, er „unterstützt die rechtsextreme AfD“. Müllers Anwalt Christian Schertz beantragte beim Landgericht Hamburg, dem Verein die Aussage zu verbieten. Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung liegt der taz vor. Eine Justizsprecherin bestätigte, dass das Schreiben eingegangen ist.

Die Unternehmensgruppe Theo Müller ist eines der weltweit größten Molkereiunternehmen, bekannt durch Marken wie Müllermilch, Landliebe und Weihenstephan. Campact wirft Konzerneigentümer Müller etwa auf Plakaten, Aufklebern oder im Internet vor, öffentlich Unterstützung für die „verfassungsfeindliche Partei“ zu zeigen und ihr so „einen bürgerlichen Anstrich“ zu verleihen.

„Theo Müller posiert für Pressefotos Seite an Seite mit Parteichefin Alice Weidel“, heißt es auf der Website von Campact. Tatsächlich ließen die beiden und Müllers Frau sich 2025 gemeinsam bei den Bayreuther Festspielen ablichten. Der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) antwortete er auf die Frage zur AfD „Was sind Sie: ein interessierter Beobachter oder ein Sympathisant?“: „Irgendwas dazwischen.“ Öffentlich nannte er Weidel eine Freundin. Er habe im Austausch mit ihr „nicht den geringsten Anhaltspunkt“ gefunden, der auf eine nationalsozialistische Ideologie schließen lasse, zitierte das Handelsblatt Müller.

Der CDU in Sachsen habe er sogar eine Koalition mit der AfD vorgeschlagen, obwohl deren Landesverband bereits vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft sei, ergänzt Campact. Der NZZ hatte er auf die Frage „Würden Sie im Herbst nach einer der ostdeutschen Landtagswahlen gerne eine AfD-Regierung sehen?“ gesagt: „In Sachsen könnte die Partei auf eine parlamentarische Mehrheit kommen, wenn einige andere Parteien an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Wenn die CDU dann zweitstärkste Kraft wird, könnte sie der AfD anbieten, in einer Koalition mitzuwirken – unter der Voraussetzung, dass die CDU den Ministerpräsidenten stellt.“

Kritik wegen Höcke-Zitat?

Anwalt Schertz schreibt jedoch, sein Mandant „hat zu keinem Zeitpunkt die AfD unterstützt“. Es handele sich um eine „unwahre Tatsachenbehauptung“, gerade „aufgrund ihrer undifferenzierten blickfangartigen“ Darstellung auf den Plakaten. Die Öffentlichkeit würde darunter verstehen, „dass entweder Spenden geleistet worden sind oder sonstwie Ressourcen zur Verfügung gestellt worden sind“. Müller habe in dem NZZ-Interview gesagt, dass er Mitglied der CSU, aber nicht der AfD sei. Er habe der AfD auch kein Geld gespendet. Die „private Freundschaft“ zu Weidel sei von der Frage zu trennen, ob Müller ihre Partei unterstützt.

Schertz argumentiert weiter, sein Mandant habe „viele Aussagen“ der AfD „scharf“ kritisiert. Als Beleg nennt er, dass Müller in dem NZZ-Interview von 2024 frühere Parteipositionen für eine Direktwahl des Bundespräsidenten und gegen den Einsatz des Pestizids Glyphosat abgelehnt habe. Zudem habe der Milchmilliardär erklärt, dass es in der Partei „Einzelne“ gebe, die „dummes Zeug reden, rechtsextremistische Parolen verbreiten und zum Beispiel Deutsche, die woanders geboren wurden, abschieben wollen“.

Und zu AfD-Hardliner Björn Höcke, der das Holocaust-Mahnmal in Berlin ein „Denkmal der Schande“ genannt hatte, habe Müller gesagt: „Wenn er es so gemeint hat, dass der Holocaust eine nationale Schande war, sehe ich kein Problem mit seiner Aussage. Wenn er jedoch den Holocaust verharmlost und somit die Erinnerung durch das Denkmal als Schande bezeichnet, ist das natürlich vollkommen inakzeptabel.“

Wenn ein bekannter Unternehmer sich öffentlich äußert über diese Partei, sich mit der Chefin fotografieren lässt, dann ist das natürlich eine Unterstützung

Luise Neumann-Cosel, Campact

„Aus unserer Sicht ist das keine Distanzierung“, sagte Luise Neumann-Cosel, Leiterin Politik und Kampagnen von Campact, der taz. „Es ist ja sehr eindeutig, dass diese Aussage von Höcke ganz sicher nicht gemeint war als: Der Holocaust ist eine Schande gewesen. Die Tatsache, dass Müller das infrage stellt, verharmlost erneut die Aussage, die Höcke getätigt hat.“ Schließlich habe Höcke in derselben Rede eine „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“ gefordert. Müller verharmlose die AfD auch, indem er nur von „Einzelnen“ in der Partei spricht, die sich rechtsextremistisch äußerten, und dies als „dummes Zeug“ verniedliche.

Campact sieht „ideelle“ Unterstützung

Neumann-Cosel hielt Schertz „eine sehr, sehr kurzgegriffene Definition von Unterstützung“ vor. Die AfD gelte in den meisten Bundesländern als mindestens verfassungsfeindlicher Verdachtsfall oder bereits gesichert rechtsextremistisch. „Wenn jetzt ein sehr bekannter Unternehmer sich öffentlich äußert über diese Partei, sich mit der Chefin fotografieren lässt, dann ist das natürlich eine Unterstützung – keine finanzielle, aber eine ideelle, die noch wertvoller ist als eine Spende.“ Campact habe nie behauptet, dass Müller der AfD angehöre oder sie mitfinanziere.

Der Verein sehe dem anstehenden Prozess gelassen entgegen, ergänzte Neumann-Cosel. Am Freitag starte Campact in Berlin eine Tour mit mehreren „LED-Trucks“, also Lastwagen mit großen Flachbildschirmen, die dann in mehr als 20 Städten die Kritik an dem Molkereieigentümer zeigen sollen.

Gemeinsam für freie Presse

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema
Fotomontage eines wochentaz-Titels und dem Buchcover „Autoritäre Rebellion“ von Andreas Speit

10 Wochen taz + Sachbuch „Autoritäre Rebellion“

Zeiten wie diese brauchen Seiten wie diese: unabhängig, konzernfrei und mit klarer Kante gegen Faschismus, Rassismus und Rechtsruck. Teste jetzt die taz und erhalte das neue Buch „Autoritäre Rebellion“ von Rechtsextremismus-Experten Andreas Speit als Prämie.

  • Das neue Buch „Autoritäre Rebellion“ von Andreas Speit als Prämie
  • Die wochentaz jeden Samstag frei Haus + digital in der App
  • Die tägliche taz von Mo-Fr digital in der App
  • Zusammen für nur 28 Euro

10 Wochen taz + Buch „Autoritäre Rebellion“

Jetzt bestellen

93 Kommentare

 / 
  • Kontaktschuld ist einer Demokratie schlicht unwürdig. Frau Weidel kann und sollte man ordentlich kritisieren, aber sie ist als Einzelperson unzweifelhaft keine Anhängerin des Nationalsozialismus. Würde man auch so vorgehen, wenn Herr Müller nicht Milliardär wäre? Er hat sein Vermögen übrigens auch nicht geerbt. Wer hier alles über einen Kamm schert, der sollte seine Position überprüfen. Diese „LED-Trucks Idee geht bei gemäßigten Bürgen mit Ansage nach hinten los weil sie auf solche Leute schlicht abstoßend wirkt.

  • [Zitat]....."Müller habe in dem NZZ-Interview gesagt, dass er Mitglied der CSU, aber nicht der AfD sei. Er habe der AfD auch kein Geld gespendet. Die „private Freundschaft“ zu Weidel sei von der Frage zu trennen, ob Müller ihre Partei unterstützt."...

    Spiel nicht mit den Schmuddelkindern... also ist er kein Teil einer faschistoiden Partei, sondern einer zunehmend faschistoiden Partei, die zudem auch noch Pseudo-Faschistiod-Religiös ist und den Drang hat, alles mögliche mit Kruzifixen zuzupflastern??

    Mal Ehrlich - was unterscheidet die Unionsschwestern noch großartig von der AgD? Die Union ist seit Ampelzeiten der Steigbügelhalter für die Faschisten. Alleine die Aussagen von Merz und Söder .....

    Privat mit Mitgliedern von gesichert rechtsextremen Parteien zu verkehren ist also in Ordnung, solange man nicht Mitglied dieser Partei ist?

    Seit Jahren boykotiere ich alles was mit Müller Milch zu tun hat und das ändert sich auch nicht mehr, egal wem er den Bügel hält.

    • @Zuuuuul:

      Bisher wurde die CSU noch nicht als "rechtextrem" vom Verfassungsschutz eingestuft oder auch nur beobachtet. Die CSU und die AFD über einen Kamm zu scheren ist mehr als sportlich. Dafür fehlt bei einem Vergleich jede Grundlage.

      • @Nachtsonne:

        ..."Bisher wurde die CSU noch nicht als "rechtextrem" vom Verfassungsschutz eingestuft" ...

        Genau - bisher ! vielleicht wird bei all den getätigten Aussagen mancher Unionspoliker auch hier mal eine Überprüfung fällig, dann können die auch gleich ein Auge auf den Hubsi der FW werfen (und seinem Bruder)

        Unter welchem Stein muss man leben, um die Aneignung der Begrifflichkeiten seitens mancher Unionsmitglieder, so gekonnt ignorieren zu können?

        Die Grundlage fehlt nicht - sie wird nur ignoriert.

        • @Zuuuuul:

          Ja, Leute mit einer anderen Meinung leben natürlich immer unter einem Stein.

          Würden sie das nicht tun, hätten sie ja dieselbe Meinung wie man selber.

    • @Zuuuuul:

      @Zuuuuul



      Rund Email an alle Freunde, Kunden zum Boykott Aufruf von Müller Milch, mit Verweis auf den Spendenaufruf von campact.

  • Viel Glück, Campact!



    Vielleicht bewirken meine Spenden mal etwas...



    Aber die Aktionen vom "Zentrum für Politische Schönheit" (Adenauerbus...) finde ich wirksamer und witziger.

    • @realnessuno:

      May beness - wa.

      Nur ist fazu dazu grad keine Klage anhängig!



      Die Milch 🥛 🐄 machts! Wollnichwoll🐮

  • "Am Freitag starte Campact in Berlin eine Tour mit mehreren „LED-Trucks“, also Lastwagen mit großen Flachbildschirmen, die dann in mehr als 20 Städten die Kritik an dem Molkereieigentümer zeigen sollen."



    Bin ich der Einzige hier der diese Methoden zweifelhaft findet?

    • @Herbarius Zunichten:

      Na Na / ehesesich voll Zunichten - wa! 🙀🤣



      “David - erst die Schleuder weg!“ Volkers 🫦

    • @Herbarius Zunichten:

      Ja, hat ein bisschen was von "an den Pranger stellen" - aber dann dürften die Medien auch nicht berichten.

    • @Herbarius Zunichten:

      Über Geschmack lässt sich natürlich streiten, auch im Hinblick auf politische Kampagnen.



      Ich bin allerdings sehr dafür, wenn Demokraten sich bemühen, in der politischen Auseinandersetzung mit den Rechten so etwas wie Waffengleichheit herzustellen.



      Wie war das übrigens noch gleich mit der politischen Voreingenommenheit von verbandlich organisierten Familienunternehmen hierzulande? Gab es darüber nicht erst kürzlich eine öffentliche Debatte?



      Gavin Newsom, der demokratische Gouverneur Kaliforniens, gab neulich die Devise aus, im Kampf gegen die MAGA‘s „Feuer mit Feuer“ zu bekämpfen.



      Das freilich ist eine ganz andere Strategie als Michelle Obamas „when they go low, we go high“. Aber in der Auseinandersetzung mit den immer dreister auftretenden Demokratieverächtern ist das Schwert offenbar erfolgreicher als das Florett.



      In diesem Sinne geht auch die Campact-Initiative gegen Theo Müller völlig in Ordnung.

      • @Abdurchdiemitte:

        Nein geht sie nicht. Die Aktion vergiftet das Debattenklima weil sie nicht gegen die Verursacher vorgeht sondern gegen jemand der in den Augen von den Veranstaltern mit den falschen Leuten umgeht. Wer definiert hier die Grenze ab wann man mit wem noch auf dem Foto erscheinen darf?



        Drehen sie die Vorzeichen mal um und überlegen noch mal.

    • @Herbarius Zunichten:

      Was ist zweifelhaft daran, Kritik kreativ zum Ausdruck zu bringen?

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Isses ja nicht

        🤖1. Das Lüth-Urteil (1958)



        Kernbedeutung: Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) erklärte die Meinungsfreiheit (Art. 5 GG) zum "vornehmsten Menschenrecht" und konstituierend für die Demokratie.



        Wirkung: Grundrechte gelten nicht nur Staat vs. Bürger, sondern strahlen auch in das Privatrecht aus.



        Kontext: Lüth hatte zum Boykott eines antisemitischen Films aufgerufen; das Gericht stärkte das Recht, auch unbequem oder provokant zu kritisieren.



        2. Definition und Abgrenzung von Schmähkritik



        Was ist Schmähkritik? Äußerungen, die ausschließlich der Diffamierung einer Person dienen, ohne sachlichen Bezug.



        Was ist KEINE Schmähkritik? Polemische, überzogene oder sehr scharfe Kritik ist geschützt, solange es um eine Auseinandersetzung in der Sache geht.



        Rechtliche Folge: Echte Schmähkritik genießt nicht denselben Schutz wie die allgemeine Meinungsfreiheit.



        3. Aktuelle Rechtsprechung zur Schmähkritik



        Hohe Anforderungen: Das BVerfG betont eine enge Auslegung; eine Äußerung wird nicht schnell zur Schmähkritik.



        Abwägung: Selbst ausfallende Kritik ist oft erlaubt, wenn sie nicht nur persönlich kränken soll.



        Fehlurteilgefahr: Gerichte verkürzen oft die Meinungsfreiheit, wenn sie f

  • Also er spendet nicht, ist kein Mitglied und ruft nicht zur Wahl der AfD auf. Inwiefern unterstütz er die Partei dann?



    Wohl nicht durch private Treffen mit Weidel.



    Außerdem, nur weil der Typ Milliardär ist, ist seine Meinung nicht wichtig. Er hat, wie alle anderen auch, bei Wahlen eine (bzw. Zwei) Stimme, darf für Ämter kandidieren und seine Meinung kundtun. Das dürfen nicht nur Leute mit sinnvollen Meinungen.



    Man sollte allgemein nichts von Milliardären kaufen.

    • @Jesus:

      Zitat: "Also er spendet nicht, ist kein Mitglied und ruft nicht zur Wahl der AfD auf."

      Soweit bekannt. Die aus den Kreisen, von denen man das Gegenteil erfuhr, hatten das auch nicht per Pressemitteilung unters Volk bringen wollen.

      Zitat: "Man sollte allgemein nichts von Milliardären kaufen."

      Ja, aber das funktioniert nur für diejenigen, die einen Milchbauern mit Hofladen um die Ecke haben. Und die sind nun nicht gerade üppig gesät.

      Alle anderen können hier taz.de/Radikale-Un...im-Osten/!1682305/ und hier taz.de/Wohin-nun-m...er-Milch/!1502418/ und hier taz.de/Mueller-Mil...Misereor/!1600914/ und ... (Google ist Dein Freund) nachlesen, wie man auf den Slogan "alles Müller ..." kam.

    • @Jesus:

      Er spendet nicht? Na ja, da gibt es unzählige Möglichkeiten von denen die Öffentlichkeit nichts erfahren muss. Er ruft nicht zur Wahl der AgD auf? Was ist denn dieses Flirten mit Granden der Rechtsextremen sonst?? Mit seiner Knete richtet er immensen Schaden an ohne dass wir das merken (sollen).

      • @Perkele:

        Der 86-jährige Milliardär bezeichnet Alice Weidel öffentlich als „eine Freundin“. Er bestätigte mehrere private Treffen, unter anderem Abendessen in Frankreich und die Einladung Weidels zu seiner Geburtstagsfeier.

        Theo Müller beschreibt sich selbst als jemanden „irgendwo zwischen interessiertem Beobachter und Sympathisanten“ der AfD. [siehe 'Neue Zürcher Zeitung Online', 1. Februar 2024]

        Der Molkereimilliardär Theo Müller hat ja sehr merkwürdige "Freunde". Aber wir leben ja (noch) in einer Demokratie und da darf jeder sich seine Freunde selbst aussuchen. Und die Bürger dürfen sich auch aussuchen, welche Milchprodukte sie kaufen und welche Produkte sie nicht mehr kaufen.

        • @Ricky-13:

          Er bereitet doch nur "privat" den Weg für die Zeit "nach der Machtergreifung" vor - als "Reichs-Milchs-Versorger" - da warten die nächsten Milliarden ... wie gut, dass der Sarg ein Regal hat... mit 86 ganz schön was vor

    • @Jesus:

      "Also er spendet nicht..."

      Das wissen wir nicht. Spenden müssen erst ab 35.000€ angemeldet werden. Für Müller ist es leicht, Spenden so zu verteilen, dass sie nicht auffallen. Noch dazu sitzt er in Luxemburg. Was von dort über die Schweiz fließt, wäre kaum zu kontrollieren.

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Wir wissen es nicht, bedeutet rechtlich er tut es nicht. Und wenn Sie die Handlungen eines Milliardärs als Aufforderung sehen genauso zu handeln ist das Ihr Problem. Es gibt weiterhin keinen Wahlaufruf von Müller, daher kann ich verstehen das er nicht möchte das dies einfach behauptet wird, nur weil es sein könnte.

        • @Jesus:

          Na ja. Wer öffentlich mit Nazis poussiert, muss damit leben, dass andere annehmen, er mag Nazis.

          Was die Spenden angeht. Da gibt es eben Hintertüren in Scheunentorgröße. Hier müssten eigentlich andere Gesetze her. Aber unsere Politiker möchten das natürlich nicht.

        • @Jesus:

          Wenn ich ein Unternehmer bin mit weit über 5000 Angestellten in Deutschland, und mich dann in der Öffentlichkeit ablichten lasse mit einer Parteiführerin, ich diese zusatzlich als meine Freundin bezeichne. Dann unterstützte ich diese Partei natürlich in keinster Weise. ;)



          Wie kommt das eigentlich bei seinen Mitarbeitern so an, was herrscht dort für ein Betriebsklima wenn Chef sagt, Alice ist seine Freundin?

          Natürlich unterstützt er die Partei mit seinem Vorgehen, und natürlich macht er es so, dass man es ihm nicht "perfekt " nachweisen kann. Weil es ja NOCH ein Tabu in weiten Teilen ist, die afd zu unterstützen.

          Wie die Gegenseite dass nun aufgreift und öffentlich macht ist ne andere Sache, aber auf jeden Fall ist es rechtlich legitim und demokratisch geboten, dass zu tun.

  • Naja, ich mag Müller freilich auch nicht und es ist schon lange ein offenes Geheimnis, dass der sehr weit rechts steht.

    Doch die Causa ist aus meiner Sicht wieder etwas, was in anbetracht der bekannten/bekanntgegebenen Fakten derart übertrieben aufgebauscht wird, dass ich nicht glaube, dass das Neutrale oder welche, die von "linker Gesinnungspolizei" (das verwenden manche die nicht rechts sind sondern Mitte und es gibt viele Debatten in denen so ein hoher moralischer und übertriebener Skandalisierungston beklagt wurde) genervten sind zu einem Umdenken bringt. Und alleine darum sollte es ja gehen.

    Anders gesagt: Wenn die Mittel des politischen Kampfes so sind, dass sie der Sache nicht nützen, dann kann ich nur den Kopf schütteln. Dann geht es nur in die eigene Blase, die sich wieder empört, sich festigt usw., aber das wird von Draußen kaum goutiert. Das ist einer der zutreffenden Vorwürfe an linke Kampagnen der letzten Jahre, was Wahlergebnisse zur Genüge zeigen.

    • @JK83:

      "Die AfD wiederum bejubelt Müllers Produkte öffentlich als „politisch korrekte“ Getränke: Diverse hochrangige Funktionär*innen, unter ihnen die Parteichef*innen Alice Weidel und Tino Chrupalla sowie ihr Vize Peter Boehringer posteten Fotos von sich mit Müllermilch-Flaschen in den sozialen Medien. Weidel sagte sogar, sie könne sich „jemanden wie Theo Müller“ sehr gut in einer von ihr geführten Regierung vorstellen. "

      Die Unterstützung ist wechselseitig belegbar, nachzulesen bei Campact, mit direlten Links zu jeder Behauptung.

      Was ist daran denn jetzt "derart übertrieben aufgebauscht"? Können Sie mir das bitte einmal erklären?

    • @JK83:

      Ich stimme Ihnen absolut zu.

      Übertriebene Vorwürfe, Skandalisierung und Moraliserung sind aus taktischen Gründen nicht nur ineffektiv, sondern auch kontraproduktiv. Die AfD lacht sich ins Fäustchen.

      Sachliche und verhältnismäßige Mittel / Kritik halte ich für viel effektiver. Das ist leider oft nicht die Stärke der Linken, häufig wird die Dampfhammer-Methode bevorzugt.

      • @Black & White:

        Inwiefern ist die Kritik denn übertrieben, skandalisierend oder moralisierend?

        Sachliche und Verhältnismäßige Kritik müsste im Fall Müller dann wie aussehen?

        Eine Unternehmer mit weit über 5000 beschäftigten Deutschland, lichtet sich öffentlich mit einer Parteiführerin ab und sagt in einem Interview, sie sei seine Freundin! Wie genau soll man das jetzt sachlich und verhältnismäßig kritisch zur Schau stellen? So, dass es auch Welle macht und von möglichst vielen wahrgenommen wird?

        Die Stickerkampagne "jetzt mit afd Geschmack" finde ich diesbezüglich z.B. sehr verhältnismäßig. Und auch recht unterhaltsam. Lädt noch dazu zum mitmachen ein. Top!

        Lebt politischer Prostest\Aktivismus nicht auch von Überspitzung in großen Teilen?

        Sich auf die Straße kleben und einfache Autofahrer zu zehntausenden nerven, ja, dass war ein Schuß ins eigene Knie, leider.



        Da wäre ich bei Ihnen.

  • Mit großem Befremden habe ich die Berichte über die Kontakte von Theo Müller, dem Kopf hinter dem Müllermilch-Imperium, zur AfD und Alice Weidel verfolgt. Es ist erschreckend zu sehen, wie ein prominenter Vertreter der deutschen Wirtschaft offensichtlich keinerlei Berührungsängste mit einer Partei hat, die vom Verfassungsschutz in Teilen als gesichert rechtsextrem eingestuft wird.



    ​Herr Müller mag dies als „Privatsache“ abtun, doch wer eine Marke führt, die in fast jedem deutschen Kühlschrank stehen will, trägt eine gesellschaftliche Verantwortung. Wer mit Politikern sympathisiert, deren Programm auf Ausgrenzung und der Spaltung unserer Gesellschaft basiert, darf sich nicht wundern, wenn sein Produkt einen ungenießbaren Beigeschmack bekommt. Es ist pure Heuchelei, einerseits von der Infrastruktur und der Kaufkraft eines vielfältigen, demokratischen Deutschlands zu profitieren, und andererseits jenen Kräften den Rücken zu stärken, die genau diese Grundlagen untergraben wollen.



    ​Für mich als Konsumenten ist die Konsequenz klar: Produkte eines Unternehmens, dessen Inhaber den Schulterschluss mit Rechtspopulisten sucht, landet nichts mehr in meinem Einkaufskorb.

    • @amigo:

      ACHTUNG Populusmus-Warnung!



      Gut, dass Sie das Thema der gesellschaftlichen Verantwortung milliardenschwerer Unternehmer ins Spiel bringen.



      Von uns Normalbürgern wird heutzutage wieder bedingungslose Opferbereitschaft erwartet (und der deutsche Michel unterwirft sich dem noch brav, statt - wie bei den Franzosen - die Barrikaden brennen zu lassen … sorry, kleine polemische Einlassung), Reiche und Superreiche tragen ihren Reichtum schamlos zur Schau und machen noch für Faxchisten Reklame.



      „Eigentum verpflichtet“ war einmal.

    • @amigo:

      "Es ist erschreckend zu sehen, wie ein prominenter Vertreter der deutschen Wirtschaft offensichtlich keinerlei Berührungsängste mit einer Partei hat, die vom Verfassungsschutz in Teilen als gesichert rechtsextrem eingestuft wird."

      Das ist aber nicht überraschend. Hatten wir doch alles schon mal...

  • Es ist sein gutes Recht, gegen Campact gerichtlich vorzugehen.



    Nicht mehr und nichts weniger.

    • @Hans Hermann Kindervater:

      Hach! Wie schön - unser aller nachsichtiger Kindervater! Wollnichwoll



      Wie herzergreifend -wärmend - doch doch -



      Daß es derartige Lichtgestalten in Schland noch gibt! Gellewelle&Wollnichtwoll

      kurz - Alles Müller - oder was?! 😳🥹🤣

      • @Lowandorder:

        Gilt der Rechtsstaat also Ihrer Meinung nicht für Herrn Müller?

        • @Hans Hermann Kindervater:

          Schön - dasse sich so ahnungslos outen.



          50 ++ in den Sielen a Recht&Gesetz



          Da von 30 als VerwRi - wie kommse denn dann auf ihr schmales Brett - wa?!

          Ehr Knacksatz “gutes Recht“ aber - eskamotiert - VXXLFACHer Milliardär



          Packt gegen eine wie immer pecuniär etwas schwach auf der Brust - die Boozuka aus! Woll



          Als selbsternannter Kindervater - grauts mir da denn doch in ehra Apodiktik etwas.



          Get it? Fein

  • Müller träumt von seiner alten CSU, die ihm seine Milliarden durchs Wegschauen beim Hinzuschaffen erst ermöglicht hat. Darum flirtet er mit Alice im blaunen Wirtschaftswunderland. Er hofft einfach auf genügend Rechtsdruck für seine alten Spezlhuber.

  • OK, dass er die Weidel eine Freudin nennt, ist seine Sache. Dass er aber die Menschen "verarschen" will, indem er behauptet, dass sei keine Unterstützung der AfD, nehme ich ihm schon übel.



    P.S. Warum die Weidel im Morgenmantel nach Bayreuth gefahren ist, muss sie mir bei Gelegenheit mal erklären.

    • @Il_Leopardo:

      Der Morgenmantel ist die perfekte Wahl für Bayreuth. Das Festspielhaus hat keine Klimaanlage, weil man die historische Akustik nicht zerstören will. Es ist drinnen sehr heiß und Wagner dauert verdammt lange. Da hat ein Schlafrock was für sich.



      Die Pausen sind allerdings auch ausreichend lang, um die kleine Kneipp-Anlage oben beim Parkplatz zu besuchen. Man will schließlich keine Thrombose riskieren. Badelatschen sind da sehr praktisch und modisch der perfekte Begleiter zum Morgenmantel.

    • @Il_Leopardo:

      Solche Siewissenschon nehmen ein Übelnehmen nur zur Kenntnis, wenn es auf ihrem Konto negativ sichtbar wird.

      • @Erfahrungssammler:

        Würde mich mal interessieren, ob die Verkaufszahlen von Produkten des "Siewissenschon" runtergefallen sind.

    • @Il_Leopardo:

      Na immerhin war sie parteipassend blau (bemäntelt).

      • @vieldenker:

        Mit einem Gläschen Sekt in den Pausen wird man dann noch ein wenig "blauer".

    • @Il_Leopardo:

      "Warum die Weidel im Morgenmantel nach Bayreuth gefahren ist, muss sie mir bei Gelegenheit mal erklären."

      Wer weiß schon, was davor war 😁

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Lieber nicht weiter darüber nachdenken - man hat ja schließlich so twas wie eine reine Seele!

    • @Il_Leopardo:

      Ich geh ma davon aus, daß dem Obermeierer die Frau im Morgenmantel (danke, irgendwie wollt ich deren Kostüm auch verbraten*lol*) versprochen hat, auch weiterhin direkt und indirekt subventioniert zu werden, weil Milch ist bestimmt wichtig für den deutschen Volkskörper.

      • @Hugo:

        Stimmt, habe ich ganz vergessen, die deutsche Jugend muss wieder "flink wie Windhunde, zäh wie Leder und hart wie Kruppstahl" werden.

        • @Il_Leopardo:

          Wenn ich Robert Misik und einige der Kommentare zu seinem Artikel über Faschismus so mal durchdenke; die These, daß Faschismus quasi devotes Scheißegalien ist, könnte ich durchaus unterschreiben. Und des mit der Verteidigung übernimmt in der AfD-Version Russland und Theo hofft, die Milch liefern zu dürfen ;) .

  • Wer lächelnd mit einer bundesweit bekannten Rechtsextremistin posiert, der muss sich nun mal nachsagen lassen, dass er mit dem Rechtsextremismus sympathisiere.

  • Müller hat genug Geld, um diesen dubiosen Verein in Grund und Boden zu klagen.



    Wenn man öffentlich Tatsachenbehauptungen aufstellt, sollten diese schon belegbar sein. Ein privates Foto aus Bayreuth ist bestimmt kein Beleg.



    Parteispenden müssen übrigens schon ab 10.000 Euro veröffentlicht werden. Da hat Campact wohl nichts gefunden. Oder ist man dort schon überfordert mit einer einfachen Recherche auf der Homepage der Bundestagsverwaltung ?

    • @Don Geraldo:

      ...."Parteispenden müssen übrigens schon ab 10.000 Euro veröffentlicht werden. " ....

      Wie war das mit dem FDP Spendenaufruf, kürzlich.....?



      "nur max. 9.999 Euro spenden" ... dafür aber oft ....



      Blauauge lässt grüßen

    • @Don Geraldo:

      Dubios ist an diesem Verein garnichts, es wird sehr transparent mit allem umgegangen, sie können sich ja mal schlau machen

    • @Don Geraldo:

      Nö. Aber die wollten solchen Fliegerassen -



      Wie offensichtlich Sie - den Vortritt lassen •



      share.google/bYUj3t9nuhtr5NuFn

      ps mit Jura würd ich’s mal lieber nicht versuchen - wa! kleiner Tipp - immer gern und dannnichfür

    • @Don Geraldo:

      Es ist doch offensichtlich dass er mir der Partei sympathisiert.

      • @schnarchnase:

        Was ja auch nicht verboten ist.



        Das bedeutet nicht, dass man das nicht kritisieren darf, ob es angemessen ist, deswegen zum Boykott aufzurufen, ist sicherlich diskutabel.

        • @Katharina Reichenhall:

          Da niemand gezwungen ist, am Boykott teilzunehmen, kann man natürlich dazu aufrufen.

  • Was soll die Aufregung? Der Mann schleimt sich ein, um beizeiten seinen Einfluss geltend zu machen. Er erwartet offenbar eine baldige Regierungsbeteiligung der AgD (in einer Koalition mit csdU?) und da müssen die Pflöcke schon eingeschlagen sein.



    Eher trinke ich Pfützenwasser als irgendein Produkz dieses Konzerns.

    • @Perkele:

      Das ist wie in den USA, wo die Multimilliardäre sich auch bei Donald Trump einschleimen, damit ihre Geschäfte reibungslos weitergehen können. Solche Leute haben keinen Anstand und auch keine Moral; aber sonst wären sie wohl auch nicht so unfassbar reich geworden.

    • @Perkele:

      Für den letzten Satz hat bei mir schon die Werbung seit vielen Jahren gereicht.

  • Müller könnte seine Steuern am Ort zahlen, Wasserrechte respektieren, die fiesen Subventions- und Drücker-Tricksereien beenden ...



    Das Thema reicht, um Müller-Ware im Regal als Allerletztes zu nehmen (schade um Landliebe und noch mehr um Weihenstephan).

    1989 ließ sich Theo Müller im Namen eines rechtspopulistischen „Freundeskreises deutscher Republikaner“ einladen. Im Gespräch mit jenem vorgeblich Die Republikaner unterstützenden „Freundeskreis“ äußerte Müller laut Wiener sowohl zahlreiche reaktionäre Sprüche als auch seine Bereitschaft, Die Republikaner mit Parteispenden zu unterstützen (nach Wikipedia).



    Das nun jetzt, so fair muss sein, ist etwas anderes.



    Das Erstgenannte ist aber alles arg genug.

  • Die Aktion von Campact unterstütze ich.

    Theo Müller, der den Geschäftssitz in Luxemburg hat, somit Steuern in Deutschland vermeidet, sich aber als Patriot inszeniert, hat natürlich großen Einfluss auf die AfD-Masche, sich als harmlose, bürgernahe Partei einzuschleimen.

    Lest im Wiki-Eintrag zu Müllermilch, welche Marken noch zum Konzern gehören - u.A. die Eigenmarken von Aldi und Lidl.

    • @apfelkern:

      Um Müllermilch kommt man als Konsumentin nur schwer herum. Das gilt genauso für Tönnies.



      Wenn ich also im Supermarkt zu einer anderen Marke greife, und dann feststellen muss, das quasi alles im Laden direkt oder indirekt aus der gleichen Quelle kommt, spreche ich von einem Monopol. Ich finde, das könnte man auch mal überprüfen…

    • @apfelkern:

      Die Eigenmarken gehören den jeweiligen Handelskonzernen, deswegen heissen sie auch Eigenmarken. Müllermilch bzw. dessen Töchter/Molkereien/Fabriken produzieren für diese Eigenmarken, wobei üblicherweise die Produktionsmenge und die -preise einmal pro Jahr neu ausgeschrieben werden. Oft gibt es auch mehrere Lieferanten für ein Produkt, so kann es vorkommen, dass die Buttermilch einer Eigenmarke in Süddeutschland von Müllermilch und in Norddeutschland vom Deutschen Milchkontor geliefert wird, wobei letztere eine Riesengenossenschaft ist, die jetzt mit einer noch größeren Riesengenossenschaft, der dänischen Arla, fusionieren will.

  • Die NZZ hat spannende Interviews.

  • Dieser Milchmilliardär ist seit Jahren schon obsolet. Die Anwohner seiner ersten Molkerei haben sich schon gewehrt gegen die Verschmutzung des Bachs in der Gegend. Weihenstephan hat er geschluckt. Das war vorher eine ganz angesehene Molkerei. Wie gut, dass wir die Wahl haben und seine Produkte nicht kaufen müssen. Zu RA Schertz: Anwälte machen sich keinesfalls die Ansichten ihrer Mandanten zu eigen. Das wäre ein grundsätzliches Missverständnis. Anwälte ordnen das, was ihre Mandanten außern, rechtlich ein. Ihr Auftrag ist - meistens -, den Mandanten "rauszuhauen"., Sie sind keine "Mietmäuler". Das Gericht kennt das Gesetz.

    • @ja wirklich?:

      „Anwälte machen sich keinesfalls die Ansichten ihrer Mandanten zu eigen. Das wäre ein grundsätzliches Missverständnis.“



      Ja wirklich?😉



      Ich musste schon von einigen Prozessen gegen politisch motivierte Straftäter lesen (sowohl Links- wie auch Rechtsextremisten), bei denen deren Anwälte selbst in der entsprechenden Szene aktiv sind/waren bzw. mit ihr symphatisieren.

  • Danke Campact!



    Aufgrund der Rechtsorientierung Müllers boykottiere ich diese Produkte seit Jahren.



    Alle anständigen Bürger*Innen sind aufgerufen,



    als Konsument*In die Rechten da zu treffen, wo es weh tut: beim Geld!

  • Das ist eine lupenreine Meinungsäußerung.

    • @Günter Picart:

      @Günter Picart



      Ich entnehme dem Artikel nur Fakten.



      Wo lesen Sie eine Meinung und wenn , welchen Inhalt hat die Meinung, die Sie zu lesen meinen ?

      • @Alex_der_Wunderer:

        Das ist doch in der Zwischenüberschrift zitiert:



        "Wenn ein bekannter Unternehmer sich öffentlich äußert über diese Partei, sich mit der Chefin fotografieren lässt, dann ist das natürlich eine Unterstützung."



        Das ist eine völlig legitime Meinungsäußerung. Müller hat dagegen keine Handhabe, da kann er klagen, wie er will. Solche Meinungen sind zulässig.

        • @Günter Picart:

          Es ist gut zu wissen, dass nicht nur ausschließlich demokratieverachtende und rassistische Statements oder Falschbehauptungen von rechter Seite von der Meinungsfreiheit gedeckt sind. Fast könnte man den Eindruck gewinnen, dass es so sei.



          Vielleicht sollten mal die AfD und ihre Unterstützer stärker unter Beschiss genommen statt stets nur mit Samthandschuhen angefasst werden?

        • @Günter Picart:

          @ Günter Picart



          Das Photo ist aber schon als ein Fakt zu werten. Herr Müller hat ja nicht gegen die AfD oder gegen Frau Weidel demonstriert.

      • @Alex_der_Wunderer:

        Im Artikel stehen Fakten. Aber die auf diese Fakten gestützte Aussage von Campact, dass Müller die AfD unterstütze, ist eine Wertung und damit eine Meinungsäußerung, die von der Meinungsfreiheit gedeckt ist. Die Klage dürfte mit einiger Sicherheit nach hinten losgehen. Denn wenn sie abgewiesen wird, darf Müller sich nicht wundern, wenn hinterher überall steht, dass er ein gerichtlich bestätigter AfD-Unterstützer sei.

        Und dass Müller CSU-Mitglied ist, dürfte ihm im Prozess wenig helfen. Von Papen, der Hitler in der irrigen Annahme, ihn kontrollieren zu können, zur Macht verholfen hat, war z. B. Mitglied der Zentrumspartei.

        • @Budzylein:

          @ Budzylein



          Die ganze AfD ist doch von Korruption durchsetzt.



          Unter campact läuft ja auch gerade aktuell zum Fall Müller ein Spendenaufruf für die angedrohte Klage.



          Zur Vetternwirtschaft hier noch aufschlussreiche Fakten :



          www.campact.de/blo...ichert-sich-intern

  • Na dann sind ja unsere Steuergelder wieder gut angelegt.

  • Ach der Herr Scherz.



    Vielleicht sollten sich Leute wie Böhmermann fragen, ob ihr Medienanwalt denn in ihr Weltbild passt.



    Oder der geneigte Böhmi-Konsument sollte sich fragen, ob der Boykott von Müller nicht zu kurz greift.

  • Der Milchmilliardär ist am Ende doch auch nur ein Pimpf.

    Sein Job als Milliardär wäre selbstverständlich den parlamentarischen Arm des Rechtsterrors AfD in Grund und Boden zu verdammen.



    Das ist nur recht und billig und nun wirklich nicht zu viel verlangt. Aus Respekt für die Menschen, die ihn zum Milliardär machten.

    Aber wie gesagt. Ein Milchmilliardär ist halt auch nur ein Pimpf.



    er stellt gar keine respektable Person dar.

  • Danke Campact!



    Danke allen, die diesem Verharmlosen und Normalisieren der AfD etwas entgegensetzen!

  • ⛔️ Es gibt nicht ein bißschen Nass ❗️



    Wer mit einer gesichert in Verdacht rechtsextremisten stehenden Partei sympathisiert oder sogar seine Stimme bei Wahlen dieser Partei gibt, Unterstützt eine Partei mit rechtsextremistischer Gesinnung.



    Wann und wodurch wird wohl ein Bürger zum Rechtsextremisten...

    • @Alex_der_Wunderer:

      Ob Müller die AfD wählt, wissen wir nicht.

      Mitglied ist er jedenfalls in der CSU.

      Zudem wehrt er sich ja gerade gegen die Behauptung, er unterstütze die AfD.

      Doch, es scheint ein bisschen nass zu geben.

      Nass-nicht-nass-Denken hat dagegen die AfD groß gemacht.

      • @rero:

        @rero



        Sag mir mit wem du dich umgibst und ich sag dir wer du bist...

  • taz: *Molkereimilliardär Theo Müller verklagt die Kampagnenorganisation Campact, weil sie behauptet hatte, er „unterstützt die rechtsextreme AfD“.*

    Okay, dann sind Marken wie Müllermilch, Landliebe, Weihenstephan – und alle weiteren Marken die zur Unternehmensgruppe Theo Müller (Müllermilch) gehören – jetzt endgültig von der Einkaufsliste gestrichen.

    • @Ricky-13:

      wie jetzt - weil er sich gegen die Behauptung wehrt, er unterstütze die AfD?

      • @Dr. McSchreck:

        Hervorragende Interpretation meines Kommentars - aber Sie haben ja auch einen Doktortitel. 😂🤣

        • @Ricky-13:

          Das wissen wir nicht, es ist ja nur ein Nick. Interessant ist aber die Frage, ob man einen Nicknamen oder Avatar mit (imaginärem) Doktortitel überhaupt benutzen darf.



          ChatGPT schreibt dazu: "Das Führen eines Doktortitels im Avatar (Profilbild) oder im Anzeigenamen auf Social-Media-Plattformen ist in Deutschland grundsätzlich erlaubt, solange der Titel rechtmäßig erworben wurde." Das deutet darauf hin, dass Nichtpromovierte so einen Avatar nicht benutzen dürfen.

          • @Günter Picart:

            das ist wirklich eine spannende Frage. Woanders hieß ich mal "Prof. Dr. Superschlau". Dann hätte ich mir ggf. sogar 2 Titel angemaßt.



            Muss der Schauispieler von Doc Ok (Spiderman) und Dr. No (James Bond) eigentlich promoviert sein, bei Fettes Brot nannte sich einer der 3 Dr. Renz......

            Es tun sich Abgründe auf.

            • @Dr. McSchreck:

              **Es tun sich Abgründe auf.**

              Beim 'Joghurt mit der ("Alice")-Ecke' tun sich auch Abgründe auf.

              • @Ricky-13:

                Vor allem ist das betreffende Joghurt ein extremes Beispiel von viel Plastik mit wenig Inhalt. Auch ein Grund, es eher nicht oder nur selten zu kaufen, selbst wenn der Chef die Grünen unterstützen würde.

        • @Ricky-13:

          Sie zitieren nun mal genau den Satz, dass er Campact verklagt und warum, und schreiben dann "jetzt endgültig ..gestrichen".

          Da finde ich meine Interpretation eher nachvollziehbar. Gestrichen gehörte er, wenn er erklärt, natürlich unterstütze er die AfD, wenn die Behauptung aber falsch sein sollte, ist es sein gutes Recht, dagegen zu klagen.

          • @Dr. McSchreck:

            Ich empfehle die genauen Vorwürfe von Campact einmal zu lesen.

            Die Normalisierung der AFD und Aufrufe zu Koalitionen mit dieser kann man durchaus als Unterstützung sehen.

            • @sociajizzm:

              @ sociajizzm



              Genau den Punkt getroffen , so sehe ich das Verhalten von Herrn Müller auch zu werten.

        • @Ricky-13:

          @Ricky-13



          😂 Wat is noch ein Plagiat...



          🤣 😅 🥳💨💨💨

    • @Ricky-13:

      Generell sind Milchprodukte von der Einkaufsliste zu streichen, weil durch den Milchdiebstahl an Kühen Tierleid gefördert wird.