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Linksfraktionschefin Heidi Reichinnek„Ich freue mich darauf, zu nerven“

Das Comeback der Linkspartei ist auch verbunden mit dem Namen Heidi Reichinneks. Was verbindet die 36-Jährige mit Rosa Luxemburg und Nofretete?

Linksfraktionsvorsitzende Heidi Reichinnek: „Auch wenn es mir keiner glauben mag: Ich bin durchaus schüchtern.“ Foto: Stefanie Loos

taz: Frau Reichinnek, noch vor kurzer Zeit galt Ihre Partei als ein Fall für den Insolvenzverwalter, jetzt hat sie so viele Mitglieder wie noch nie und sitzt mit 8,8 Prozent wieder in Fraktionsstärke im Bundestag. Können Sie Ihr Glück eigentlich fassen?

Heidi Reichninnek: Was da passiert ist, kann ich immer noch nicht richtig glauben. Als wir unsere erste Fraktionssitzung hatten, saßen da mehr als 60 Abgeordnete. Das ist ein Riesenunterschied zu unserer kleinen Gruppe vorher. Wir werden ganz anders wahrgenommen. Einfach zu wissen, wir sind jetzt wirklich wieder eine politische Größe, mit der man rechnen muss, ist richtig klasse. Wir werden Union und SPD mit Themen nerven, die sie gern beiseiteschieben. Darauf freue ich mich.

taz: Es gibt einen regelrechten Personenkult um Sie. Im Bundestagswahlkampf standen junge Leute Schlange, um ein Autogramm von Ihnen zu bekommen. Wie fühlt sich das an?

Reichinnek: Irgendwie falsch, denn ich mag keinen Personenkult und will gar nicht ins Rampenlicht, sondern meine Arbeit machen. Auch wenn es mir keiner glauben mag: Ich bin durchaus schüchtern. Ich freue mich natürlich, dass ich es geschafft habe, gerade jungen Menschen eine Stimme zu geben und deren Themen anzusprechen. Aber ich möchte, dass die Menschen selbst aktiv werden, wenn sie die Möglichkeiten haben. Dazu will ich ermutigen.

Bild: Marcus Brandt/dpa
Im Interview: Heidi Reichinnek

Heidi Reichinnek

geboren 1988, gehört seit 2021 dem Bundestag an und ist gemeinsam mit Sören Pellmann Vorsitzende der Linksfraktion. Ihr Studium an den Universitäten in Halle-Wittenberg und Marburg hat sie mit dem Master of Arts in Politik und Wirtschaft des Nahen und Mittleren Ostens abgeschlossen. Vor ihrem Parlamentseinzug arbeitete sie als pädagogische Mitarbeiterin bei der Jugendhilfe Osnbrück.

taz: Befürchten Sie nicht, irgendwann abzuheben?

Reichinnek: Meine Partei sorgt schon dafür, dass das nicht passiert. Sie können auch sicher sein, dass ich auch künftig nicht die Flugbereitschaft nutzen werde. Ich habe ja eine Bahncard. Die Basis unserer Arbeit sind außerdem Haustürgespräche, unsere Sozialberatung, die Mietwucherapp, der Check zur Heizkostenabrechnung, also all diese konkreten Alltagshilfen und Begegnungen vor Ort. Dass wir die Themen ansprechen, die sonst unter den Tisch fallen, darum geht es mir. Und dass wir klare Kante gegen Rechts zeigen.

taz: Bei den Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD sind inzwischen die Arbeitsgruppenpapiere durchgesickert. Ist Ihnen dabei etwas besonders aufgestoßen?

Reichinnek: Schwangerschaftsabbrüche bleiben eine Straftat, das Ehegattensplitting bleibt, die Freistellung für das zweite Elternteil nach der Geburt kommt nicht – eine gleichstellungspolitische Katastrophe. Es gibt interessanterweise vernünftige Vorschläge für Kinder, Jugend und Familien, die Frage ist – was bleibt am Ende, wenn die angedrohten Kürzungen im Haushalt kommen?

taz: Als Fraktionsvorsitzende müssen Sie Generalistin sein und zu jedem Thema sprechfähig. Wie schwer fällt Ihnen das?

Reichinnek: Ich habe mich eh immer für vieles interessiert, daher funktioniert das schon ganz gut. Es ist klar, dass ich mich mit einigen Themen besser auskenne als mit anderen. Aber ich habe so viele tolle Kol­le­g:in­nen und Mit­ar­bei­te­r:in­nen in der Fraktion, deren Expertise ich wertzuschätzen weiß, dass ich das gut hinkriege.

taz: Als Sie 2021 erstmalig in den Bundestag eingezogen sind, war die Linksfraktion untereinander völlig zerstritten. Wie wollen Sie verhindern, dass sowas nochmal passiert?

Reichinnek: Die Leute, die jetzt reingekommen sind, tun das mit einem ganz anderen Verständnis von Zusammenarbeit. Sie haben gar kein Interesse daran, diesen destruktiven Stil von damals fortzusetzen. Der Fraktionsaufbau ist eine Riesenaufgabe. Wir sind ja eine bunte Mischung, die vom Kfz-Mechaniker über mehrere Pflegekräfte bis zum Forstwirt reicht. Als Fraktionsführung versuchen wir, kooperativ und maximal transparent zu sein sowie alle Schritte zu erklären. Ich bin noch mit den Kennenlerngesprächen mit den neuen Abgeordneten beschäftigt, aber bisher habe ich nur positive Rückmeldungen bekommen.

taz: Und wie steht es um das Verhältnis zur Parteiführung, das in der Vergangenheit ebenfalls desolat war?

Reichinnek: Mir ist wichtig, wie wir zwischen Partei und Fraktion zusammenarbeiten: Jan van Aken, Ines Schwerdtner, Sören Pellmann und ich sprechen mit einer Stimme. Das war bei unseren Vor­gän­ge­r:in­nen früher leider nicht so. Das handhaben wir anders und so soll es auch bleiben.

taz: Welche Rolle werden die drei „Silberlocken“ in der neuen Fraktion spielen?

Reichinnek: Wenn ich dazu mal Dietmar Bartsch zitieren darf: „Ich bin ein Arbeiter im Weinberg des Sozialismus.“ So ähnlich haben es auch Gregor Gysi und Bodo Ramelow formuliert, und das unterstütze ich sehr. Bodo Ramelow ist jetzt Bundestagsvize, die anderen beiden werden sich in den Ausschüssen einbringen. Dass alle drei „älteren Herren“ eine etwas größere Öffentlichkeit haben, freut mich sehr. Dadurch verschaffen sie auch Mitgliedern der Fraktion Zeit, um erstmal anzukommen. Wir haben so viel zu tun, dass jeder seinen Arbeits- und Aufgabenbereich finden wird, da mache ich mir gar keine Sorgen.

taz: Seit dem Wahlkampf hatten Sie noch keine Pause, sondern hetzen von einem Termin zum nächsten. Müssen Sie sich nicht fragen, wie lange Sie das noch durchhalten?

Reichinnek: Naja, noch stehe ich! Durch die Grundgesetztricksereien mit dem alten Bundestag hatten wir natürlich viel mehr zu tun als geplant. Ich hätte mir gewünscht, dass der neue Bundestag früher konstituiert worden wäre. Aber ab Mai – also wenn die Strukturen stehen und die Aufgabenbereiche verteilt sind – nimmt das Leben wieder normalere Bahnen an. Meine Hoffnung ist, über Ostern in paar Tage freimachen zu können, da möchte ich zu meiner Familie fahren.

taz: Ihre Eltern leben in Sachsen-Anhalt, wo Sie auch geboren wurden. Wie wichtig ist Ihnen Ihre ostdeutsche Herkunft?

Reichinnek: Dass ich in Sachsen-Anhalt aufgewachsen bin, hat mich sehr geprägt. Von der DDR an sich habe ich nicht mehr viel mitbekommen, ich bin ja erst 1988 geboren worden. Aber es gibt Unterschiede zwischen Ost und West, die nachwirken, wie ein anderer Blick auf Geschlechterverhältnisse. Der kam vor allem daher, dass die Arbeitskraft der Frau gebraucht wurde – wir dürfen uns die DDR nicht als feministische Utopie schönreden. Mein Vater war Elektriker, meine Mutter Chemiefacharbeiterin. Meine Eltern haben sowohl beide gearbeitet, als sich auch den Haushalt geteilt. Das war natürlich nicht überall so, aber bei uns zu Hause schon.

taz: Sehen Sie heute noch einen Unterschied zwischen West- und Ostlinken?

Reichinnek: Ich glaube, der verschwimmt immer mehr, auch wegen der ganzen neuen jungen Mitglieder. Und der Erfolg, den wir jetzt haben, ist unser gemeinsamer Erfolg. Fest steht aber auch: Wir wollen einen Fokus auf den Osten behalten. Wir möchten, dass anerkannt wird, was in den Wendezeiten passiert ist: der Ausverkauf des Ostens, die Zerstörung von öffentlicher Daseinsvorsorge, von Infrastruktur, die Massenentlassungen. Ich weiß, was das mit Menschen macht, wenn man ihre Lebensleistung abwertet. Das dürfen wir nicht aus dem Blick verlieren.

taz: Ihre Partei hat in den vergangenen Wochen einen enormen Zulauf erlebt. Auf ein solches Hoch folgt jedoch meist ein Tief. Wie wollen Sie das verhindern?

Reichinnek: Wir wollen die neuen Mitglieder vor Ort einbinden. Die sollen ja nicht nur Mitgliedsbeiträge zahlen, sondern auch bei uns aktiv sein. Es gibt sehr vieles, was man auch jenseits eines Wahlkampfs machen kann: Mieter:innenstammtische, Nachbarschaftscafés oder auch politische Kampagnen zum Beispiel für einen bundesweiten Mietendeckel. An Wahlkämpfen fehlt es übrigens auch nicht: viele unserer neuen Mitglieder haben sich schon verabredet, um bei der Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen im September zu unterstützen. Nächstes Jahr stehen gleich vier Landtagswahlen im Terminkalender. Auf die in Sachsen-Anhalt freue ich mich natürlich besonders.

taz: Das Konzept lautet also Aktivismus?

Reichinnek: Es geht auch um ganz viel politische Bildung und Schulungsarbeit. Wir werden vieles erklären müssen: Wie funktioniert diese Partei eigentlich mit den ganzen unterschiedlichen Ebenen und Gremien? Es wird natürlich auch programmatische Auseinandersetzungen geben, die moderiert werden müssen. Wir befinden uns in einem Umbauprozess, der nicht von heute auf morgen abgeschlossen sein wird.

taz: Er dürfte nicht leicht werden. Das Durchschnittsalter der neuen Parteimitglieder liegt bei 28. Deren Ansprüche dürften andere sein, als die vieler älterer Mitglieder, die sich in den eingefahrenen Strukturen eingerichtet haben.

Reichinnek: Richtig, aber im Wahlkampf habe ich auch erlebt, wie viele Rentner:innen, die uns in den düstersten Zeiten die Treue gehalten haben, richtig froh sind, dass jetzt Neue gekommen sind. Die Älteren haben Infostände angemeldet, die Orga gemacht oder den Kuchen gebacken, die Jüngeren sind an die Haustüren gegangen. Das hat sich toll ergänzt. Es wäre vollkommen vermessen zu glauben, dass jetzt alles nur super laufen wird. Aber wenn wir es schaffen, sehr viele Leute einzubinden in die Partei und Erfolge gemeinsam zu feiern, ist schon viel gewonnen.

taz: Eine Partei feiert aber nicht nur Erfolge.

Reichinnek: Das stimmt leider. Ja, es kann anstrengend sein, wir sind auch manchmal genervt voneinander. Und natürlich werden Leute auch mal enttäuscht sein. Aber die Frage ist doch, wie man mit dieser Enttäuschung umgeht. Wie kann sie aufgefangen werden? Da sind wir jetzt an einem ganz anderen Punkt als noch vor einem Jahr, weil die Grundstimmung eine andere geworden ist.

taz: Haben Sie ein politisches Vorbild?

Reichinnek: Wie auf meinen Arm zu sehen ist, hat Rosa Luxemburg für mich eine große Bedeutung. In politisch harten Zeiten hat sie immer für ihre Überzeugung gekämpft, gegen alle Widerstände. Gleichzeitig behielt sie immer das Menschsein im Fokus, konnte Lebensfreude empfinden, trotz alledem. Das finde ich total beeindruckend. Die Politik ist ein Machtbetrieb, aber eigentlich geht es nicht um Macht und Status und Aufmerksamkeit, sondern darum, etwas für die Menschen zu erreichen. Dafür steht für mich Rosa Luxemburg. Deswegen auch das Tattoo.

taz: Wann haben Sie es sich stechen lassen?

Reichinnek: Das war Anfang 2021, also noch bevor ich in den Bundestag gewählt wurde. Ich fand, dass es perfekt unter mein Nofretete-Tattoo passt, das ich ja schon vorher hatte.

taz: Wieso Nofretete?

Reichinnek: Nach meinem Bachelor war ich von September 2010 bis Juni 2011 in Kairo. Ich habe da studiert und als Au-pair gearbeitet. Das war genau in der Zeit des Arabischen Frühlings, der dann traurigerweise sehr schnell zum Winter wurde. Auf dem Tahrir-Platz habe ich erlebt, wie die Menschen mit großen Hoffnungen feierten. Alle waren glücklich und dachten, hier bewegt sich was. Einen Tag später ging das alte Regime mit allergrößter Brutalität gegen die De­mons­tran­t:in­nen vor. Auch das habe ich miterlebt, und das lässt einen so schnell nicht mehr los. Es gab damals einen linken Graffiti-Künstler, der das Bild der Nofretete mit Gasmaske an die Wände gesprayt hatte, als Protest gegen das massenhaft eingesetzte Tränengas, aber auch als Symbol für die bedeutende Rolle der Frauen in dieser leider gescheiterten Revolution. Wegen dieser Symbolkraft trage ich es auf meinem Arm.

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92 Kommentare

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  • Liebe/r Franziska und Pascal,

    "Wir werden Union und SPD mit Themen nerven, die sie gerne beiseite schieben. Darauf freue ich mich".



    DAS hat Heide - laut eurem (!) Artikel - gesagt.



    Nicht diese - inhaltlich leider ganz platt und anderes induzierende - Überschrift.

    Schade, Missverständnis oder gibt's da eine Erklärung eurerseits ?

    Danke & Grüsse nach Berlin



    Peter

  • Die Welt ist einfach für die "Queen" der SED-Diktatur- Nachfolgepartei.



    hier die gute, antiimperialistische Allianz aus sozialistischen Staaten, kommunistischen Parteien und Befreiungsbewegungen in der Dritten Welt; dort die bösen Nato-Imperialisten mit ihrem Vorposten Israel.



    "Hände Weg von Venezuela/Maduro, vorwärts zum Sozialismus", "Die Faschisten sitzen in Kiew", Das SED-Nostalgieblatt der Linken-Jugend "Junge Welt" denunziert Baerbock regelmäßig als "Kriegstreiberin", Putin wird ein Tag vor Einmarsch in die Ukraine als "Friedensstifter" gefeiert. In einem Beitrag für die Rosa Luxemburg Stiftung fördert sie auf mir Islamisten Bündnisse einzugehen "vereint mit Islamisten im Kampf gegen den Raubtierkapitalismus". Eine erschreckende Nähe zu den Muslimbrüdern und damit auch der Hamas.



    Alles Positionen, die Frau Reichinek in den letzten Jahren vertreten hat.

  • Nietzard, Reichinnek und Esken können und wollen scheinbar nur nerven. Partei- und generationsübergreifend ist das das einzig wahrnehmbare Attribut der Linken. Das mag Verzweifelte in diesem Land anziehen und zu einer Wählerschaft (in Berlin möglicherweise auch zu Mehrheiten) führen, für eine gestaltende Politik reicht das jedoch nicht aus.

  • „die Zerstörung von öffentlicher Daseinsvorsorge, von Infrastruktur,"

    Also, ich glaube mich erinnern zu können, dass Infrastruktur erst mal aufgebaut wurde. Die war nicht vorhanden oder im Zustand der Carola-Brücke heute.



    Baujahr 58, in der DaDaeR geboren.

  • "Wir werden Union und SPD mit Themen nerven, die sie gern beiseiteschieben"



    ... na daß ist doch mal ein Programm.



    Wenn da sonst nix kommt, war das aktuelle Wahlergebnis wohl ein Strohfeuer.

  • Liebe Frau Reichinneck



    Bitte machen sie etwas wegen Miete und so



    Vielleicht auch sowas wie Gerechtigkeit und so



    Bitte bitte Nix über NATO oder Ukraine



    Damit könnten Sie dann zur nächsten Legislaturperiode wieder mit dabei sein

    • @Jan Kohl:

      Dank unserem zuverlässigsten Partner, der USA, ist die NATO natürlich das tollste was wir haben. Und endlos Waffen an die Ukraine liefern hat dabei geholfen, dass der Krieg bald zuende ist.

      Die endlosen Kommentare wie toll Aufrüstung ist, sind ermüdend. Alle so yeah Militär, die Linke sagt "es ist kompliziert" und alle schlagen zu. Russlandfans und Tunnelblicker sind längst gestorben, ausgetreten (BSW) oder marginalisiert. Aber Hauptsache weiter meinen der Feind stände links.

    • @Jan Kohl:

      Hier in AT hat es die KPÖ geschafft, nach Jahrzehnten wieder Akzente zu setzen, in dem die Parteimitglieder, ähnlich wie jetzt die Linke, auf die Menschen zugeht.



      In Graz sitzt seit vier Jahren, glaub ich zumindest das es vier sind, eine Kommunistin am Bürgermeistersessel und wurde 2023 mit dem World Mayor Prize 2023 (Bürgermeisterin des Jahres 2023 ausgezeichnet.



      Ihr Vorgänger war nicht amüsiert.



      Von daher hat Frau Kahr in meinen Augen alles richtig gemacht.

  • Was ist die Frau Geschichtsvergessen. Sie steckt immer noch im Sumpf der Traditionen der Vorgängerparteien fest. Kein Wort dazu, dass Luxemburg die Wahlen zur Verfassungsgebenden Nationalversammlung der Weimarer Republik ablehnte, kein Wort zur verhängnisvollen Rolle der Partei Rosa Luxemburgs, der KPD in ihrer Gegnerschaft zur Weimarer Demokratie (zusammen mit der NSDAP), kein Wort zum völligen Bankrott des Sozialismus n der DDR. Nur ein völliges kritikloses Schwenken von Traditionsfahnen. Die Linkspartei ist immer noch sowas von Vorgestern.

    • @Rudolf Fissner:

      Volle Zustimmung!

    • @Rudolf Fissner:

      Vergangenheit ist die Weimarer Republik genauso wie die KPD und die NSDAP - Vergangenheit ist auch die DDR. Sie schwärmen, so scheint es gerade etwas in der Vergangenheit....

      • @Alex_der_Wunderer:

        Schön zusammengefasst. Dachte ich mir auch.

      • @Alex_der_Wunderer:

        "Sie schwärmen, so scheint es gerade etwas in der Vergangenheit...."

        ROFL. Ich lasse mir mit Sicherheit keine Bilder von Gegnern der Weimarer Republik ein tätowieren.

        • @Rudolf Fissner:

          ...dito 😉

    • @Rudolf Fissner:

      Die KPD wurde Ende 1918 gegründet, zwei Wochen vor Rosa Luxemburgs Ermordung. Die stalinistische Gleichschaltung der KPD erfolgte erst 7 Jahre später unter Thälmann. Dazwischen lagen übrigens noch die Reichsexekutionen gegen Thüringen und Sachsen (wo es die KPD auf parlamentarischem Wege versucht hatte). Luxemburgs antibürgerliche Klassenkampfrhetorik (Ihr Link weiter unten) wirkt heute freilich sehr archaisch. Es ist aber zu bedenken, zu welcher Zeit dies so geäußert wurde: Gerade hatten die bürgerlichen Nationalisten ganz Europas den Kontinent in ein Schlachthaus verwandelt und Millionen Arbeiter auf dem Gewissen. Selbst der spätere Friedensnobelpreisträger Stresemann war bis kurz vor Kriegsende noch ein fanatischer Annexionist gewesen. - 1928 war eine kompromisslose sozialrevolutionäre Haltung vielleicht als spalterisch und fatal zu erkennen, 1918 aber erschien sie als konsequenteste Antwort auf das vorhergehende Massenschlachten.

      • @Kohlrabi:

        Die KPD ist nicht als Reaktion auf den 1. Weltkrieg gegründet worden, sondern hatte von Beginn an das Ziel eines revolutionären Umsturzes nach dem Muster der Bolschewiki. Von derem Modell der "Diktatur des Proletariats" (realitier: Einparteiherrenschaft) hat sie sich auch nie distanziert. Sie hat vielmehr von Beginn an die parlamentarische Demokratie abgelehnt, die sie als "bürgerlich" diffamierte. An den Wahlen zur Weimarer Nationalversammlung hat sie sich nicht beteiligt, wohl auch in der zutreffenden Erkenntnis, dass sie selbst unter der Arbeiterschaft nur eine winzige Minderheit vertrat. Stattdessen hat sie sich lieber im Putschismus versucht (1919 Berlin, 1920 Ruhr, 1923 Sachsen, Thüringen, Hamburg). Insofern sind alle Versuche, einen "guten" Leninismus vom späteren "bösen" Stalinismus zu unterscheiden, einfach abwegig. Der "Rote Terror" gehörte von Beginn an zum bolschewistischen Regime, an dem sich auch die KPD orientierte und deshalb die Weimarer Demokratie konsequent bekämpfte. Da gibt es schlicht nichts schönzureden und es ist für mich nicht begreiflich, dass die PDS meinte, ausgerechnet an diese Geschichte anknüpfen zu müssen.

        • @Schalamow:

          Mir liegt nicht daran, irgendeine Unterscheidung zwischen "gutem Leninismus" und "bösem Stalinismus" vorzunehmen. Vielmehr geht es mir darum, dass Standpunkte von vor 100 Jahren in ihrem historischen Kontext gesehen werden müssen und nicht so hemdsärmlig aus der Perspektive von Nachgeborenen abgeurteilt werden sollten. Heute haben wir eine recht lange Geschichte repräsentativer Demokratie hinter uns, die wir als Erfolgsgeschichte erkennen können und die auch von links nicht sinnvoll in Frage gestellt werden kann. Und es gibt das Menetekel von Weimar. Der Kontext war 1918 ein völlig anderer. Die ("bürgerlich"-)parlamentarische Republik war europaweit eine von verschiedenen im Angebot stehenden Regierungsformen, die ihre Vorzüge auch für die Arbeiter durchaus noch nicht unter Beweis gestellt hatte. Die historischen Referenzen waren nicht "Weimar", sondern die gescheiterte Revolution von 1848, die niedergeschlagene Pariser Kommune (mit folgendem "weißen Terror") ... und nicht zuletzt das völlige Versagen der deutschen und europäischen Sozialdemokraten im Ersten Weltkrieg.



          .



          In der PDS oder SED (als sie noch so hießen) war ich übrigens nie Mitglied.

      • @Kohlrabi:

        Die Position war eine Randerscheinung der Arbeiterbewegung, die stark und mehrheitlich die Weimarer Demokratie befürwortete (Reichsrätekongress). Dies später als KPD stärker werdende Gruppe bekämpfte die Demokratie bis zum Schluss 1933. Das ist eine konsequente Linie, die schon zu Zeiten Luxemburgs begann.

  • Die Frau ist untragbar:



    Mit Islamisten reden!» lautet der Titel des Beitrags, den Reichinnek damals mit zwei Co-Autoren für die Rosa-Luxemburg-Stiftung verfasste.



    Reichinnek und ihre Mitautoren sind überzeugt, dass die Islamisten sich im «Dialog» mit westlichen Antikapitalisten mässigen lassen würden. Gemeinsame Werte gebe es einige, etwa die Abneigung gegen den «Raubtierkapitalismus». Islamisten würden nämlich für eine gerechte Verteilung des Reichtums eintreten. Auch die «Zerschlagung korrupter Netzwerke» stehe auf ihrer Agenda.



    Die Aussagen sind umso bemerkenswerter, als zum Machtgeflecht der Muslimbruderschaft auch die Hamas gehört

    • @Emmo:

      Vorallem zeugen sie von null Ahnung von der Ideologie, Geschichte oder Praxis islamistischer Herrschaft.

    • @Emmo:

      Man glaubt in Europa und hierzulande doch auch, dass Faschisten sich mäßigen ließen, wenn man nur in einen Dialog mit ihnen trete.



      Dort, wo Islamisten an der Macht sind - in Syrien, im Iran - passiert das ebenso, schon aus rein pragmatischen Gründen. Das hat natürlich nichts mit einer antikapitalistischen Achse zu tun (die ich natürlich auch kritisch hinterfragen würde, sofern sie von Reichinnek wirklich so propagiert und von Ihnen nicht verkürzt wiedergegeben wurde).



      Was wäre aus Ihrer Sicht denn die Alternative dazu?

  • Ihre frische Art, Themen zu setzen, etablierte Strukturen infrage zu stellen und mit disruptivem Willen zu kritisieren, ist wichtig und richtig. Gerade viele junge Wähler hat sie mit ihrem Stil und den gezielt zugeschnittenen Inhalten sicherlich begeistert.

    Was mir jedoch fehlt, ist der Realitätsabgleich – sprich, konkrete und umsetzbare Vorschläge, wie die (oft zurecht) kritisierten Missstände tatsächlich behoben werden können. Welche Herausforderungen müssten - abseits der dafür nötigen Zustimmungsquote bei Wahlen -bewältigt werden? Wie ließen sich Veränderungen aktiv gestalten, um nicht nur eine linke Wählerschaft anzusprechen, sondern auch darüber hinaus eine echte politische Alternative zu bieten, die auch anpacken möchte!

    Ich hoffe, dass sie nicht das Erbe der Linken fortführt, sich als reine Kritik- und Blockadepartei in der Opposition einzurichten und auf kommunaler Ebene in Klientelpolitik zu verlieren – und damit die Mehrheit der Bevölkerung á la Lafontaine und co. gezielt zu ignorieren.

  • Ich freue mich, dass junge Leute wieder den Sozialismus für sich entdeckt haben.

    • @womzie:

      Klar, die gescheiterte DDR ist auch erst ein paar Jahre her....warum nicht nochmal versuchen? *Augen roll*

      • @Michel_Berlin:

        Immer wieder überraschend, dass der Horizont so nah ist, Sozialismus mit der DDR und sonst mit nichts gleichzusetzen.

      • @Michel_Berlin:

        Die DaDaeR mit Sozialismus zu verbinden, ist ungefähr genauso schlau wie China mit Kommunismus zu verbinden.

        • @Thomas Böttcher:

          Na ja. Das ist halt die Standardantwort, wenns um Sozialismuskritik geht. "Richtigen Sozialismus hats noch nie gegeben, das damals hatte alles nichts damit tun, etc." Nur hatten die Leute, die all die gescheiterten Versuche unternommen haben und Staaten letztlendlich in Diktatur und Verarmung geführt haben, anfangs vorgeblich die gleichen Visionen von einer gleichberechtigten, demokratischen und solidarischen Gesellschft. Nur isses immer wieder an der Umsetzung gescheitert, während man weiterhin die alten Parolen geträllert hat.



          Wenn sich also heute jemand an diesen Ideen versuchen will, muss er oder sie schon sehr gute und glaubwürdigen Argumente haben, um relevant viele Menschen zu überzeugen. Ansonsten ist der Glaube an etwas, dass es noch nie gegeben hat und dass die große Erlösung verspricht nichts Anderes als Religion.

  • Rosa Luxemburg war eine Antidemokratin und wollte keine pluralistische Demokratie.

    • @Puky:

      Na, da können wir ja von Glück reden, dass die Kameraden von den Freikorps - selbstverständlich alles glühende Verfechter der pluralistischen Demokratie! - sie seinerzeit vom Leben in den Tod und anschließend in den Landwehr-Kanal befördert haben.

      • @Abdurchdiemitte:

        Klassischer Whataboutismus: nur weil ihre Gegner kein Stück besser waren, macht das R.L. nicht zur Heiligen

        • @Emmo:

          Wer hat sie zur „Heiligen“ erklärt? Was hat sie verbrochen?Auf der Seite der Arbeiter zu sein statt - wie die faschistoiden Freikorps - auf jener der adeligen Blutsäufer? Wollen Sie uns allen Ernstes weismachen, die Weimarer Republik habe unter „Extremisten von rechts und (aber vor allem) LINKS“ gelitten bzw. sei wegen letzterer untergegangen? Von ganz rechts bis tief ins Bürgertum hinein ging es sehr demokratiefeindlich zu, die SPD hat auch Bluthund Noske losgeschickt, Ebert war vor allem darum bemüht, „die Reichseinheit“ zu erhalten, streikende Arbeiter halfen ihm gegen Putschversuche von rechts, was er ersteren aber nicht dankte - im Gegenteil fand er das Zusammenschießen von Räterepubliken ziemlich dufte. Ebert ist heute mehrheitlich eine Ikone, R.L. nicht, nur in einem sehr überschaubaren Spektrum; gleichwohl scheint auch hier in diesen Kommentaren wieder das Gespenst des Kommunismus umzugehen.

          • @Earl Offa:

            Natürlich waren die Rechten (viel) Schlimmer. Aber deswegen muss man ja R.L nicht feiern, oder?

          • @Earl Offa:

            "Wer hat sie zur „Heiligen“ erklärt?"

            Sich RL auf den Arm tätowieren zu lassen hat schon etwas von einem Heiligenbildnis an sich.

      • @Abdurchdiemitte:

        Legitimiert die Feindschaft von Rechts gegen die Weimarer Demokratie die Feindschaft von Links?



        Natürlich war es ein nicht zu rechtfertigender Mord. Das hat @Puky allerdinmgs auch nicht gesagt. Nur, zur Wahrheit gehört eben auch, dass Luxemburg dem Terror zum Opfer gefallen ist, den sie selber gefordert hatte: "Der „Bürgerkrieg", den man aus der Revolution mit ängstlicher Sorge zu verbannen sucht, läßt sich nicht verbannen. Denn Bürgerkrieg ist nur ein anderer Name für Klassenkampf, und der Gedanke, den Sozialismus ohne Klassenkampf, durch parlamentarischen Mehrheitsbeschluß einführen zu können, ist eine lächerliche kleinbürgerliche Illusion." www.rosalux.de/sti...ationalversammlung



        Und wahr ist eben leider auch: Die Linkspartei schafft es bis heute nicht, sich überzeugend von ihrem totalitären Erbe zu lösen.

        • @Schalamow:

          Nun, den Klassenkampf von oben, vorgetragen von einer enthemmten, mit dem Segen der MSPD-Führung agierenden Freikorps-Soldateska, sollten Sie in Ihrer historischen Bewertung aber auch nicht unterschlagen.



          Von daher mein zugegeben etwas sarkastisch gehaltener Kommentar an @Puky. Der Zweck heiligt eben nicht alle Mittel, so billig können wir uns nicht vom Acker machen. Leider lässt sich der Vorwurf, die damalige Mehrheits-SPD habe mit ihren Entscheidungen den (reaktionär-faschistischen) Bock zum Gärtner gemacht, nicht ohne Bauchschmerzen vom Tisch wischen - die Skrupel stehen der SPD doch noch bis heute ins Gesicht geschrieben.



          Es war übrigens Tucholsky, der diesen wunden Punkt - den Geburtsfehler der Weimarer Demokratie - stets glasklar und zynisch kommentierte. Die (bürgerlich-rohe) Brutalität der Freikorps-Männer von 1918/19 entsprach der des SA-Strassenterrors von 1933 - nur fielen dem dann auch die Sozialdemokraten zum Opfer.



          (Und es gab niemals eine „Waffengleichheit“ in diesem Kampf um die Straße, trotz allen Beschwörens der roten Gefahr und Verleugnens der Gefahren von Rechts. Hat sich daran eigentlich je etwas geändert? NSU, Hanau und Halle lassen grüßen.)

          • @Abdurchdiemitte:

            Es gab keinen "Klassenkampf von oben". Das ist, mit Verlaub, SED-Geschichtsschreibung.



            Die SPD hatte die weit überwiegende Mehrheit der Arbeiterschaft hinter, der Reichsrätekongress hatte mit fast 90% Mehrheit allgemeine Wahlen gefordert. Dagegen hat die KPD in völliger Verkennung der Lage und grandioser Fehleinschätzung der Größe ihrer Anhängerschaft versucht die Macht nach dem Muster der Bolschewiki an sich zu reißen. Die Abwehr dieses Putschversuches war daher völlig legitim. Dass sich die SPD dabei auch fragwürdiger Element wie der Freikorps bediente (zu diesen im übrigen die viele bisherige Annahmen revidierende Studie von Pomplun 2022 www.hsozkult.de/pu...iew/id/reb-133894) und die tatsächliche Bedrohung überschätzte, steht außer Frage, nur stand ihr natürlich auch das Schicksal der Regierung Kerenski, der Menschewiki und der parallel stattfindende Bürgerkrieg in Russland vor Augen. Das Wüten der Freikorps muss sich die SPD ankreiden lassen, allerdings gibt es nicht den geringsten Grund zu Annahme, die KPD wäre bei anderem Ausgang zimperlicher verfahren. Ihr Sieg hätte die Demokratie schon 1919 beendet.

          • @Abdurchdiemitte:

            Ihr Einwand zur "Waffengkeichheit" führt übrigens dazu, dass Sie die NSU mit dem Spartakusbund vergleichen.



            Es sind heute rechtsextreme Kleinstgruppen und es wahren 1918/19 linksextreme Kleinstgruppen, die den bewaffneten Kampf gegen eine demokratische Republik auusgerufen haben. Da sich eine "Waffengleichheit" zu wünschen ist nur aus der Gegnerschaft zur Demokratie nachvolziehbar.

          • @Abdurchdiemitte:

            Sie wollen die Wehrhaftigkeit der Weimarer Demokratie gegen jene, für die Stalin dann später der große Führer wurde mit der NSU vergleichen?

            Wenn das die in der Linkspartei verbreitete Meinung sein soll muss ich mein positives Urteil über den Wandel in der Linkspartei wohl revidieren, Dort scheint man ja historisch das BSW noch rechts überholen zu wollen

        • @Schalamow:

          Also wollen wir den „Pater Noske“ (Tucholsky) loben?

          • @Earl Offa:

            Tucholsky ist im Gegensatz zur KPD nicht dem Stalinismus hinterher gestiefelt. Der Hang zu autoritären Strukturen wie in der extremen Linken war ihm eher zuwider.

            • @Rudolf Fissner:

              Eben. Aber 1918/19 war der Spartakusbund noch nicht stalinistisch - es standen sich innerhalb der Arbeiterbewegung eigentlich drei Konzepte gegenüber, die von jeweils unterschiedlichen, konkurrierenden Parteien vertreten wurden: die MSPD, die mehrheitlich die Wahlen zur Nationalversammlung favorisierte, als Gegenpol dazu der minoritäre Spartakusbund/KPD, der entschieden die leninsche Diktatur des Proletariats vertrat und schließlich die USPD, die für das Konzept einer sozialistischen Rätedemokratie eintrat - über diesen „Dritten Weg“ als historische Möglichkeit wird in der Retrospektive nur sehr wenig gesprochen.



              Im Januar 1919 - als die Spartakisten in Berlin ihren Aufstand begannen - war überhaupt noch nicht abzusehen, welche Kräfte sich im russischen Bürgerkrieg letzten Endes durchsetzen würden.



              Vor der roten Gefahr warnten hauptsächlich die bürgerlichen Kräfte und die MSPD - die russischen Bolschewiki jedoch kämpften damals noch an mehreren Fronten gegen starke Gegner (ihren Sieg erreichten sie schließlich durch rigorosen Terror).



              Denken Sie ernsthaft, die Spartakisten in Berlin hätten im Januar 1919 wirklich die Initiative im gesamten deutschen Reich an sich reißen können?

      • @Abdurchdiemitte:

        Wenigstens war danach für ein paar Jahre eine Demokratie möglich.

        • @Puky:

          Ziemlich lahmes Argument - angesichts dessen, was dann zwischen 1933 und 1945 passierte und für das 1918/19 schon der Keim gelegt wurde.

    • @Puky:

      So sieht das wohl aus.



      Es sei ein "kleinbürgerlicher Kretenismus" zu glauben, dass die "bürgerliche Klassengesellschaft" per Mehrheitsbescheid überwunden werden könne. Man habe den bürgerlichen "Wölfen und Tigern" weder in noch außerhalb eines Parlamentes etwas zu sagen. Einzig mit den Mitteln des Klassenkampfes, welche momentan die Mittel eines "unvermeidlichen" Bürgerkrieges sein müssten, könne eine echte, nämlich "sozialistische Demokratie" verwirklicht werden. Wer in der MSPD und USPD dies nicht erkenne begehe "Verrat am Sozialismus".

      www.weimarer-repub...rgerkrieg-bringen/

      • @Rudolf Fissner:

        Wirkt ja fast prophetisch, so wie die kapitalistischen Demoktratien seit Jahrzehnten schleichend entmachtet wurden.

      • @Rudolf Fissner:

        Und? Das ganze Drama der Rsvolutionsphase von 1918/19 in Deutschland bestand ja darin, dass der unversöhnliche Gegensatz innerhalb der Arbeiterbewegung nicht zugunsten eines einheitlichen Vorgehens aufgelöst werden konnte: Revolution ODER bedingungsloses Eintreten für die bürgerliche Demokratie. Das waren die Alternativen, vor denen die Arbeiterparteien damals standen. Und sie hatten es in der Hand, wenn auch nur für kurze Zeit.



        Die damals schon abzusehenden negativen Entwicklungen in der jungen Sowjetunion haben eher für den von der MSPD eingeschlagenen Weg gesprochen.



        Die unrühmliche Rolle Noskes, das Wüten der reaktionär-faschistischen Freikorps und die Ursachen, die 1933 dann zum Zusammenbruch der Wrimarer Demokratie geführt haben, legen dagegen nahe, darüber nachdenken, ob die Weichenstellungen der MSPD 1918/19 wirklich so alternativlos waren.



        Es lohnt übrigens ein Blick in das Italien jener Zeit - auch wenn es auch dort nicht gelang, den Faschismus aufzuhalten, wurden dort von den linken Parteien noch andere Wege als in Deutschland gegangen, um Demokratie UND Sozialismus zu verteidigen.

        • @Abdurchdiemitte:

          Es gab eine ziemlich eindeutige Entscheidng des Reichsrätekongresses, die Wahl zur Nationalversammlung durchzuführen. Von den rund 500 Delegierte aller deutschen Arbeiter- und Soldatenräte gehörte gerade mal ein Dutzend dem Spartakusbund an.



          Es sprachen sich etwa 400 gegen 50 Delegierte für die Wahl der Nationalversammlung am 19. Januar 1919 aus.



          Es gab also eine richtig heftige Mehrheit in der Arbeiterbewegung für die Wahlen.



          www.dhm.de/lemo/ka...raetekongress-1918

          Luxemburgs Herz schlug nicht für die Weimarer Republik sonder für die wie Sie treffend beschreiben auch da "schon abzusehenden negativen Entwicklungen in der jungen Sowjetunion"

          Ich kann nicht erkennen wie Luxemburg als führende Gegnerin der Weimarer Demokratie und Freundin der Oktoberrevolution heute noch als Vorbild dienen kann.

          • @Rudolf Fissner:

            Wie die Mehrheitsverhältnisse auf dem Reichsrätekongress damals waren, ist mir schon klar - allein sie sprachen dafür, dass die Spartakisten kaum eine Chance hatten, ihre Vorstellungen von Revolution hierzulande durchzusetzen.



            In Deutschland waren die politischen Verhältnisse nach WK1 - trotz der drückenden Armut und der allgemeinen Kriegsmüdigkeit - noch andere als in Russland. Es gab hier keine Regierung Kerenskij, die 1917 noch die Möglichkeit hatte, den Krieg weiter fortzusetzen.



            Und es gab hier auch keinen Lenin, der bekanntlich von der deutschen OHL heimlich nach Russland eingeschleust wurde, um das Land in revolutionären Brand zu setzen (damit deutsche Truppen an der Ostfront für die letzte deutsche Offensive in Frankreich im August 1918 freigesetzt werden konnten).

          • @Rudolf Fissner:

            Rechtfertigte denn die Ablehnung der parlamentarischen Demokratie durch Rosa Luxemburg und die Spartakisten deren Ermordung? Und warum waren die gemäßigten Kräfte innerhalb der Arbeiterbewegung nicht in der Lage oder willens, genau so konsequent gegen die reaktionären Kräfte vorzugehen, die ja nun auch von Beginn an deutlich machten, was sie von Demokratie hielten? Nämlich überhaupt nichts.



            Diese Fragen lenken den Blick auf die realen Machtverhältnisse im Deutschland jener Zeit. Und welche unseligen Traditionen sich vom Kaiserreich über die Weimarer Republik bis in die NS-Diktatur fortsetzten.



            Nein, die soziale Revolution hatte in Deutschland nie eine echte Chance - als die Spartakisten sich im Januar 1919 im Berliner Zeitungsviertel verschanzten, war ihr Kampf schon verloren.



            Und bekanntlich ist die Etablierung der SED-Herrschaft in Ostdeutschland nicht qua Revolution erfolgt, sondern als Folge der Niederlage des NS in WK2 und dem Willen der allierten Siegermächte.

  • Es ist erfrischend Frau Reichinnek in politischer Action zu sehen, nur manchmal sollte sie nicht ganz so hochtourig fahren, d.h. etwas langsamer sprechen und weniger aufgedreht sprechen.

    • @Rinaldo:

      Als Counterpart zu dem etwas aufgekratzten Image von Frau Reichinnek gibt’s glücklicherweise ja die Parteivorsitzenden Ines Schwerdtner und Jan van Aken - eigentlich eine perfekte Rollenverteilung, solange die Linke nicht wieder ihrer Hauptleidenschaft frönt: sich selbst zu zerlegen.

  • > aber im Wahlkampf habe ich auch erlebt, wie viele Rentner:innen, die uns in den düstersten Zeiten die Treue gehalten haben, richtig froh sind, dass jetzt Neue gekommen sind.

    wann waren denn diese düstersten Zeiten, und welche Treue haben die alten Personen damals schon gehalten? Hier geht es bestimmt um die schlimme Zeit nach der Wende

    > kurzer Zeit galt Ihre Partei als ein Fall für den Insolvenzverwalter, jetzt hat sie so viele Mitglieder wie noch nie

    und hier tut man so, als habe es die alten Zeiten, als es noch Millionen Mitglieder gab, für die Partei " nie" gegeben.

  • Bleibt sympathisch, die Frau!



    Es ist ein Erfolg für die Demokratie, dass die Linke im Bundestag ist.



    Aus Demokratischer Sicht sollte aber Allen eins gemeinsam sein:



    an erster Stelle steht der Kampf gegen Rechts!

    • @Philippo1000:

      .... und DDR 2.0 möchte ich auch nicht!

      • @Demokratischer Segler:

        Heidi auch nicht.

        • @Andreas J:

          Hört sich aber so an, was Heidi so von sich gibt

  • ich habe die Post-Wagenknecht Linke etwas verfolgt. Hat sich bis auf weniger Streit denn substantiell etwas gebessert? Nein. Auch in diesem Interview: immer die gleichen linken Ost-Klischees, der immer gleiche Populismus. Dazu kam, gerade von ihr, im Wahlkampf eine grauenhafte Haltung zur NATO, zur Ukraine. Hat sie nur ein mal ein Wort verloren über das Schicksal der Ukrainer in den besetzen Gebieten? Hören die Linken denn seit über 3 Jahren weg, wenn Exil-Russen, Ukrainer, Russland-Experten, Korrespodenten berichten?



    Die Linke ist sonst schnell dabei sich als Antifaschisten zu verklären, aber über den russischen Faschismus, da wird geschwiegen?



    Bin enttäuscht.



    Randnotiz: auch in diesem Interview lohnt es sich, das Wort "Klimaschutz" zu suchen. Treffer: Null

    • @JanHamburg:

      d'accord, dem ist nichts hinzuzufügen!



      Es würde der TAZ auch mal ganz gut stehen, die Haltung der Linken bzw. Reichnnek zu Russland zu hinterfragen - hätte man hier prominent machen können. Da bin ich aber mittlerweile illusionslos.

      • @Demokratischer Segler:

        Genau, die linke Opposition muß hier ganz prominent und dringen demontiert werden, die DDR 2.0 ist ja die größte Bedrohung der wir gegenüberstehen.

  • Gegen konstruktive Kritik an einer Regierung ist nichts einzuwenden.



    Sie ist richtig und wichtig.

    • @Captain Hornblower:

      "konstruktive Kritik an einer Regierung"

      Von linker wie von rechter Seite? Erwarten Sie da nicht etwas zu viel von den Rändern?

  • Frau Reichinnek freut sich nicht, wie in der Überschrift verkürzt und damit verfälscht wiedergegeben, zu nerven.



    Frau Reichinnek freut sich darauf, die zukünftigen Regierungsverantwortlichen mit den wichtigen Themen zu nerven, bei denen sie befürchtet, dass diese nicht angemessenberücksichtigt werden.

    In der Überschrift wirkt "nerven" wie Selbstzweck.



    Für Frau Reichinnek ist "nerven" eines von vielen Mitteln zum Zweck:

    Sozialer Politik eine Stimme geben!

    • @Christian Götz:

      Aber „nerven“ hört sich ziemlich harmlos an. Thomas Ebermann meinte mal über doofe Protestformen (Trillerpfeifen, „Die Bildung geht baden“ rufen und in einen Brunnen springen, Transparente mit „Bildung/Gesundheit ist keine Ware“) sinngemäß: Wer sich schon so doof aufstellt, signalisiert der Gesellschaft „Keine Angst, ich bin bekloppt, von mir geht keine Gefahr für den Status Quo aus“.

    • @Christian Götz:

      Ebend - sehe ich auch so. Genervt werden wohl eher die Parlamentarier anderer Parteien sein, denen Frau Reichinnek in Zukunft mal ordentlich auf die Griffel schaut - & hoffentlich nicht nur schaut...😉

  • Anti-EU und Anti-Ukraine. Die hat uns gerade noch gefehlt.

    • @Claude Nuage:

      Wüsste gern, wo jemals die Linke Anti EU und Anti Ukraine war. Niemals hat sich die Partei so geäußert. Wenn man ein bestehendes System verändern will, dann ist man doch nicht gegen eben jenes, man möchte es verbessern.

    • @Claude Nuage:

      Fragt sich, auf welchen Artikel das ein Kommentar sein soll.

  • Die "Linke" wird trotzdem von Merz geeint werden.....😜

  • Ostdeutsche, Arbeiterkind, Frau, Sozialarbeiterin: wenn eine Partei will, kann sie offenbar auch das breite Potenzial jenseits von männlichen Juristenbeamten und Berufspolitikern anzapfen - gerne mehr davon!

  • "Es gab damals einen linken Graffiti-Künstler, der das Bild der Nofretete mit Gasmaske an die Wände gesprayt hatte, als Protest gegen das massenhaft eingesetzte Tränengas, aber auch als Symbol für die bedeutende Rolle der Frauen in dieser leider gescheiterten Revolution."



    Über das Leben der Nofretete und ihr Überleben als Ikone wird jüngst wieder mehr geschrieben. Sie hat viele AnhängerInnen.



    In diesem Kontext ist sie auch als erste Miss Universe bezeichnet worden:



    Bei zeit.de



    "Beim kalifornischen Coachella-Musikfestival stand Beyoncé mit einer Pharao-Krone auf der Bühne, auf Instagram hatte sie ein Bild gepostet, auf dem ihr Gesicht ins Foto der Nofretete-Büste collagiert war. Wodurch sich die Sängerin als Reinkarnation der Königin gebärdete, als Überfrau namens "NefertiBey" (Nofretete heißt auf Englisch Nefertiti). Beyoncés Coachella-Auftritt wurde zum meistangeschauten Konzertlivestream der YouTube-Geschichte und die Sängerin eine wirkmächtige Nofretete-Interpretin. Die Ägypterin als feministische Urahnin der "Black Lives Matter"-Bewegung?"



    Gegenmeinungen gibt's auch:



    Bei wissenschaft.de



    "Nofretete: Die schöne ägyptische Königsgemahlin war eine eiskalte Machtpolitikerin"

    • @Martin Rees:

      Ich finde eine Pharaonin auch nicht so geeignet für einen Aufstand gegen Machtlosigkeit und Unterdrückung, das ist halt eine Girlboss-Ikone.

  • Sie sie nervt jetzt schon. Ich habe sie bei Klamroth gesehen und fand ihr schnelles Sprechen maximal unangenehm. Ihr Art und Weise scheint nur minimal das Zuhören zu beinhalten, sehr schade.



    Sie ist nur die PR-Kettenhündin von Silberlocken Gnaden.

    • @rollef:

      „Kettenhündin“ finde ich beleidigend, „von Silberlocken Gnaden“ hingegen fein beobachtet.

      • @Earl Offa:

        " ... fein beobachtet ... "



        Genau nicht.



        Muss auch Ihnen entgangen sein, dass DIE LINKE bundesweit 8,8% der Zweitstimme erhalten hat.

    • @rollef:

      Klassische Kritik an Frauen, deren Meinung man nicht mag.

      • @Systemknecht:

        Keine "klassische Kritik".



        Bei @rollef klingt schon die schiere Niedertracht und blanker Hass durch.

        • @LeKikerikrit:

          Und dabei habe ich es recht aufgeregt geschrieben.

      • @Systemknecht:

        Volltreffer

  • H. Reichinnek scheint aus ihrer eigenen Überzeugung zu sprechen, anstatt wie die BSE-Vorsitzende immer nur die Sprüche abzuspulen, die sie von ihrem Boss eingetrichtert kriegt.

  • Tolle Frau.

    Die Linke wird gebraucht: Für Kümmeraufgaben, um den Menschen den Alltag zu erleichtern. In düsteren Zeiten, wo der einzelne Mensch austauschbar erscheint, muss sie Würde und Hoffnung verbreiten.

    Für die vielen blinden Flecken der künftigen Koalition.

    Und dann brauchen wir sie auch, damit sie gemeinsam mit den daran Intereressierten die Utopie einer ganz anderen Form des Zusammenlebens wachhält.

    • @Stavros:

      Ich will hier nicht zu spielverderbermäßig auftreten, aaaber: Die Partei hat sehr agiert nach dem Motto „Uups, schlechte Umfragen, vielleicht sollten wir mal an ein paar Haustüren klingeln“ und es kam sicher auch viel raus, „wo den Leuten der Schuh drückt“. Vielleicht werden ein paar ganz analytische Köpfe irgendwann darauf kommen, dass es vielen Leuten materiell nicht toll geht. Sobald sie aber dann wieder in, ähem, „Regierungsverantwortung“ sind, kommt dann wieder der Spruch von „in Zeiten leerer öffentlicher Kassen sind keine großen Sprünge… usw., langsam ausblenden.

      • @Earl Offa:

        Ja, die Gefahr besteht, hat sich ja bereits mehrmals gezeigt.

        Deswegen muss man sich parlamentarisch betätigen, auch partiell an Regierungen beteiligen - aber auch "über den Tag" hinausdenken.

        Außer der Linken sehe ich keine Partei, die das tut.

        Das Haustürmodell und die konkreten Hilfen ist ja KPÖ- und frühe PDS-inspiriert (auch der Gehaltsverzicht von Mandatetragenden) - ich habe mich eh immer gefragt, warum die Linke das nicht mehr gemacht hat.

  • Wenn die neue, jüngere Linke etwas anders machen sollte, dann ist das ein Eintreten für mehr Demokratie als egalitäre Mitbestimmung. FürsprecherInnen für die „einfachen Leute, Armutbetroffene und Randgruppen“ gab es in der Vergangenheit schon mehr als genug. Im Alltagsgeschäft repräsentativer Demokratie haben die sich immer als Teil einer elitären Oligarchie aus ParteipolitikerInnen erwiesen, die sich mit den anderen Teilen um paternalistische Regierungsgewalt zankt und verträgt. Darum sollte die Linke die politische Bühne dafür nutzen, die demokratischen Defizite der Wahlrepublik aufzuzeigen. In der außerparlamentarischen Arbeit sollte sie mit anderen kooperieren, die auch praktisch zeigen, dass vieles solidarischer geht. Die Rosa-Luxemburg-Stiftung könnte dafür das geeignete Vehikel sein und nebenbei die Bindung von thematischen und wissenschaftlichen Diskursen mit solidarischer und basisdemokratischer Praxis öffentlichkeitswirksam stärken.

  • Wichtig ist, dass sie Mehrheiten schafft. Wenn sie links polarisiert, schafft sie Raum für das Polarisieren auf der rechten Seite. Die Rechten haben in den letzten Jahren gelernt, die alten und neuen Instrumentarien der Linken haben sie einfach übernommen. Wenn sie so links keine Mehrheiten realisiert, wird es sie rechts geben. So geschehen in Italien, fast in Frankreich und realexistent gerade den USA.

    • @fleischsalat:

      Ich bin bei diesem „Die Linke ist schuld am Aufstieg der Rechten“ skeptisch - zwischen den Weltbildern liegen schon auch Welten. Oder sagt jemand: „Schatz, wählen wir heute statt solidarisch mal neoliberal“?

      • @Earl Offa:

        Die Kunst guter Mobilisierungs Politik ist es die eigenen Leute zu mobilisieren ohne die andere Seite zu mobilisieren, daran scheiterte Corbin, AOC etc. D.h. Die Linke ist nicht Schuld am Aufstieg der rechten solange sie nicht an der Regierung ist aber sie führt in die Sackgasse wenn sie auf eine art mobilisiert die ihre Gegner auch mobilisiert.

        • @Machiavelli:

          Und die Conclusio? Bloß nichts sagen, damit die Rechten sich nicht getriggert fühlen und ihnen noch mehr Wähler zulaufen?



          Das Problem ist doch, dass auf Seiten von SPD und Grünen kaum noch ein gesellschaftspolitischer Gegenentwurf zum alles dominierenden neoliberalen Konzept sichtbar wird. Da können wir doch froh sein, dass mit der Linken wenigstens eine Stimme für soziale Gerechtigkeit auch parlamentarisch hörbar ist.

          • @Abdurchdiemitte:

            Ich habe kein Patentrezept sonst wäre ich in der Politik, ich sehe nur das Problem.

            • @Machiavelli:

              Ein Patentrezept erkenne ich im Politikangebot der Linkspartei auch nicht … dennoch halte ich ihre Stimme im Parlament für notwendig, als Regulativ zur etablierten Politik sozusagen.



              Wohingegen die sich als Alternative ausgebende Partei in Wirklichkeit keine ist … da unterscheide ich doch noch sehr genau. Einige unserer Mitforisten tun das eben nicht.

              • @Abdurchdiemitte:

                Ja seitdem sie Zarah losgeworden ist sehe ich die Linke auch voll in der Demokratie angekommen. Es ist auch nicht schlecht ein solches korrektiv in der Politik zu haben. Die AFD ist einfach nur die scharfgestellte Handgranate, selbst als Opposition nur schädlich.

  • „Ich freue mich darauf, zu nerven“



    Ja sie nervt, unglaublich sogar. Aber sie versteht es auch auf die Linke aufmerksam zu machen. Gutes Marketing. Nur letztlich wird sie in der Opposition kaum etwas erreichen, weil ihre die Partner fehlen.

  • Good luck, Frau Reichinnek