Rechtsextreme Terroranschläge haben Tradition in Deutschland. 1980 starben beim Oktoberfest-Attentat 13 Menschen in München. Der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) um Beate Zschäpe verübte bis 2011 zehn Morde und drei Anschläge. Als Rechtsterroristen wurde zuletzt die sächsische „Gruppe Freital“ verurteilt, die Angriffe auf Geflüchtete und Linke verübte. Gleiches traf die „Oldschool Society“. Ermittelt wird auch gegen die Gruppe „Revolution Chemnitz“, einen Prepper-Verbund aus Mecklenburg-Vorpommern, und den Bundeswehrsoldaten Franco A. wegen Rechtsterrorverdachts. Am 2. Juni 2019 wurde der CDU-Politiker Walter Lübcke im hessischen Wolfhagen-Istha durch einen Kopfschuss getötet. Der Rechtsextremist Stephan Ernst gilt als dringend tatverdächtig. Am 9. Oktober 2019 versuchte Stephan B. die Synagoge in Halle zu stürmen und ermordete anschließend zwei Menschen. Am 19. Februar 2020 erschoss ein Mann in Hanauer Shisha-Bars neun Menschen und dann seine Mutter und sich selbst. Er hinterließ rassistische Pamphlete.