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Konkurrenz für Deutsche Bahn Grazie mille, Italo!

Simone Schmollack

Kommentar von

Simone Schmollack

Das italienische Unternehmen Italo macht der Deutschen Bahn Konkurrenz. Keine Nachricht kann für Deutschlands Bahnverkehr besser sein als diese.

E ndlich mal eine gute Nachricht: Bahnfahren könnte bald wieder zuverlässiger werden. Dafür sorgt allerdings nicht die Deutsche Bahn, sondern das italienische Bahnunternehmen Italo. Das will ab 2028 so wichtige Strecken wie München–Frankfurt–Köln–Dortmund und München–Berlin–Hamburg befahren – im Stunden- und Zweistundentakt. Was die DB seit Jahren nicht schafft, übernimmt mal eben die ausländische Konkurrenz.

Grazie mille, Italo! Denn Bahnreisen in Italien ist wie Eintauchen ins Reiseparadies: Die Züge fahren immer, sie starten pünktlich und kommen pünktlich an. Die Waggons sind klimatisiert, selbst in jeder Bummelbahn, mit dem Ticketkauf erhält man in den Schnellzügen automatisch eine Platzkarte. Die Anzeigen in den Zügen funktionieren, Toiletten sind nicht gesperrt und haben immer Wasser. Und wenn man früh genug bucht, fährt man von Rom nach Neapel für 15 Euro.

Und die Deutsche Bahn? È arrabbiato – ist sauer. Und droht schon mal damit, weniger befahrene Anbindungen zu reduzieren. Weil ihnen durch die Konkurrenz auf den „Rennstrecken“ Geld verloren ginge, mit dem just die anderen Verbindungen finanziert würden. Was für ein scheinheiliges und durchsichtiges Argument. Mit all den Einnahmen auf den lukrativen Strecken hätte die DB ihr hausgemachtes Dilemma doch längst mildern können. Stattdessen lässt sie Züge ausfallen, um ihre Verspätungsstatistik aufzuhübschen.

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Drosselt die DB jetzt wie angekündigt weitere Verbindungen – ausgerechnet in Regionen, die ohnehin seltener angefahren werden –, holt sie sich ohne Not zusätzlichen Ärger an den Hals. Weitaus klüger und kundenorientierter wäre doch, sie nutzte die Kapazitäten, die ihr Italo mit dem Einstieg in den deutschen Markt schenkt, zur Reparatur der eigenen Infrastruktur. Auch ein Beratungsgespräch mit den italienischen Bahn­kol­le­g:in­nen dürfte so verkehrt nicht sein. Wenn’s mit dem Italienischen hapert, kann man auch bei der ÖBB vorbeischauen. In Österreich klappt es mit der Bahn so gut wie in Italien.

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Simone Schmollack

Simone Schmollack Ressortleiterin Meinung

Ressortleiterin Meinung. Zuvor Ressortleiterin taz.de / Regie, Gender-Redakteurin der taz und stellvertretende Ressortleiterin taz-Inland. Dazwischen Chefredakteurin der Wochenzeitung "Der Freitag". Amtierende Vize-DDR-Meisterin im Rennrodeln der Sportjournalistinnen. Autorin zahlreicher Bücher, zuletzt: "Und er wird es wieder tun" über Partnerschaftsgewalt.
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64 Kommentare

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  • Mit der Westbahn fährt bereits ein ausländisches Bahnunternehmen auf deutschen Gleisen im Fernverkehr. Die Verbindung Wien-Salzburg-München-(Stuttgart) stellt diesen privaten Betreiber vor erhebliche Probleme, hauptsächlich aufgrund der maroden Infrastruktur im deutschen Streckenabschnitt. Warum es Italo besser gehen sollte, erschließt sich mir daher nicht so recht.

  • "Denn Bahnreisen in Italien ist wie Eintauchen ins Reiseparadies: Die Züge fahren immer, sie starten pünktlich und kommen pünktlich an.":

    Zuerst streikt jetzt mal das Personal der Privatfirma Italo:



    "Ganz Italien/



    Zugverkehr (Italo NTV)



    Datum/Dauer



    10.07.2026 - 10.07.2026

    Nationaler Streik des Zugpersonals Italo NTV



    Es muss mit Verspätungen und Ausfällen gerechnet werden.



    Dauer:23 Stunden, von Donnerstag, 9. Juli 2026, 03:00 Uhr bis Freitag, 10. Juli 2026, 02:00 Uhr" (tcs.ch) (Touring Club Schweiz, Streikkalender 2026).

    Anschließend sind wieder mal landesweite Streiks der italienischen Eisenbahngesellschaften angekündigt, dieses mal für den 23. bis 24. Juli 2026. Hierbei kann es zu 24-stündigen Arbeitsniederlegungen, Zugausfällen und Fahrplanänderungen kommen.

    Von Mitte August bis Anfang September fällt dann der Zugverkehr über den Brenner bis Bozen aus. Grund: Wartungs- bzw. Reparatuarbeiten auf italienischer Seite. Es gibt einen Zugersatzverkehr mit Bussen, Fahrradmitnahme ist nicht möglich.

    Die KI sagt allgemein: "Auch das staatliche Netz ist immer wieder von Arbeitskämpfen, Unwettern oder technischen Pannen betroffen."

    Usw

    Willkommen im italienischen Eisenbahnparadies.

  • Ich finde Italo auf dem deutschen Markt gut. Aber: auch Italo wird verspätet dein, wenn es Probleme mit dem Fahrweg gibt (Signal-/Weichenstörung, Personen im Gleis usw). Tickets ab 15 € gibt es bei der DB auch. Die DB fährt stündlich München-Berlin/Hamburg. Ob es bei Italo stets frisches Wasser geben wird muss sich zeigen mangels Wartungsinfrastruktur (und Platz dafür in München, Hamburg, Berlin...). Reisen mit Reservierungszwang (genannt "kostenlose Platzreservierung") heißt umgekehrt: kein Sitzplatz mehr, keine Mitfahrt - das kann an hochfrequentierten Tagen ein großes Problem werden. Wunder wird Italo nicht vollbringen, aber zumindest in Bezug auf das eigene Fahrmaterial und die Freundlichkeit des Personals hat es Italo selbst in der Hand, äußere Einflüsse aber gelten für ICE und Italo gleichermaßen. Trotzdem: Italo könnte der DB Dampf machen, wir sehen ja auch im Regionalverkehr mitunter enorme Unterschiede in der Qualität des Reisens je nach Unternehmen. Und noch etwas: Freundlichkeit kostet nichts. Warum eine Stewardess nach 3 Monaten Ausbildung freundlich, souverän auftreten kann, ein DB Reisebegleiter nach 3 Jahren Ausbildung aber nicht, verstehe ich nicht.

  • Applaus! Frag nach im Allgäu wie super es läuft, wenn "Konkurrenz" für die Bahn fährt... Wenn selbst der überzeugteste Bahnfahrer zu den wichtigsten Terminen mit dem Auto oder Motorrad ins Büro kam...

    Aber hey! Wo die FDP fehlt ( mehr Wettbewerb, dann geht es auch der Oma besser... ) - springt die TAZ ein. Da capo!

  • Das Problem ist die Infrastruktur und nicht die Anbieter.

  • Ein schöner Beitrag, der endlich auch mit den hartnäckigen Vorurteilen gegen den ÖPNV in Italien aufräumt! Danke.



    Allerdings müsste man auch erwähnen, dass es in einigen südlichen Regionen Italiens (Sizilien, Apulien) nach wie vor unmöglich ist, auf private Verkehrsmittel zu verzichten.

  • Gurkiger als die DB kann es kaum werden, bin zwar bis dato weder in Italien noch in Frankreich Zug gefahren, in beiden Ländern soll es jedoch deutlich besser laufen als in den "Wir-bitten-um-Ihr-Verständnis"-Schaukeln hierzulande. Ist plausibel, wenn die Möglichkeit besteht steige ich gerne um.

    • @FtznFrtz:

      Ich bin viel im Ausland öffentlich unterwegs, auch IT und FR. Auch dort gibt es teils große Probleme und im Störungsfall keine Information. Das Zugmaterial ist teils uralt. Taktfahrpläne gibt es im NV kaum und schon gar nicht so häufige Fahrtmöglichkeiten wie in Deutschland (besser nur in der Schweiz). Verspätungen/Zugausfälle nehmen selbst in der gepriesenen Schweiz sichtlich zu und auf Anschlussreisende wird kaum gewartet. 5 Min Verspätung heißt dann 1 h warten. Bei aller berechtigten Kritik: das deutsche Bahnnetz ist das komplexeste in ganz Europa, häufige Verbindungen auch in die Region, und: viel Verzahnung mit dem Ausland. Das kennen Länder wie IT und ES, auch FR kaum. Ja, die Infrastruktur ist teils alt, im Ausland aber auch (zumeist aus dem 19. Jahrhundert). Bitte mal ausgiebig im Ausland reisen und erst dann Vergleiche ziehen. Und Italo repräsentiert gerade nicht den italienischen Eisenbahnverkehr.

    • @FtznFrtz:

      Es soll besser laufen, aber es tut es nicht wirklich. Gerade diese Woche wurde in Italien Stefano Donnarumma, der Chef der Bahn, zum Rücktritt gedrängt - wegen Problemen mit Verspätungen, Zugausfällen und zu vielen Gleisbaustellen. Klingt für den Deutschen bekannt, oder?

      Und in Frankreich läuft nur der Verkehr von und nach Paris gut, in der Provinz fährt kein Fernverkehr (von Bordeaux nach Marseille müssen Sie in Paris umsteigen, einschließlich Metrofahrt vom Gare de Montparnasse zum Gare de Lyon) und auf den reinen Regionalverkehrsstrecken wird durchaus "bis auf weiteres wegen Bauarbeiten" gesperrt. Es gibt Strecken, die abschnittsweise massiv marode aussehen und wo inzwischen seit 5 Jahren der Bus fährt, ohne dass man auch nur einen einzigen Bauarbeiter gesehen hätte.

    • @FtznFrtz:

      Um Verständnis wird lange nicht mehr gebeten, es wird vorausgesetzt. Die Floskel ist "danke für ihr Verständnis"

  • "Dafür sorgt allerdings nicht die Deutsche Bahn, sondern das italienische Bahnunternehmen Italo. Das will ab 2028 so wichtige Strecken wie München–Frankfurt–Köln–Dortmund und München–Berlin–Hamburg befahren – im Stunden- und Zweistundentakt. Was die DB seit Jahren nicht schafft, übernimmt mal eben die ausländische Konkurrenz."

    Ich fasse das mal zusammen: die DB ist unpünktlich und unzuverlässig, weil sie auf maroden Strecken verkehren muss, einige Strecken aufgrund von Reparaturen temporär nicht nutzbar sind und sich die ICE die Gleise häufig mit langsameren Zügen teilen müssen.

    Die "Italo" hingegen ist pünktlich und zuverlässig, weil sie in Deutschland auf maroden Strecken verkehren muss, einige Strecken aufgrund von Reparaturen temporär nicht nutzbar sind und sich ihre Schnellzüge die Gleise häufig mit langsameren Zügen teilen müssen.

    Na dann ist alles gut :D

    • @Tom Tailor:

      Nein Italo ist dann pünktlicher, weil sie selbstverständlich nur die ausgebauten Strecken bekommt. Der ICE wird dann selbstverständlich warten. Wenn einem schon nicht mal mehr der Sarkasmus gelingt...

  • ""Was die DB seit Jahren nicht schafft, übernimmt die ausländische Konkurrenz.""



    ==



    Die Deutsche Bahn transportiert in Europa die größte Anzahl an Reisenden. Der Konzern beförderte im Jahr 2025 konzernweit rund 1,93 Milliarden Fahrgäste im Nah- und Fernverkehr, wovon der Großteil auf den Regionalverkehr (ca. 1,8 Milliarden) entfällt.



    =



    Obwohl der Fernverkehr bei den Passagierzahlen regelmäßig Rekorde verbucht,ist er aktuell ein Verlustbringer. Hohe Entschädigungszahlungen weil unpünktliche Züge, nicht ausreichende Gleisstrecken, fehlende Gleisstrecken auf besonders stark ausgelasteten Strecken für Güter- und Fernverkehr, baustellenbedingte Mindereinnahmen sowie Milliardenabschreibungen auf den Wert der Fernverkehrszüge haben diese Sparte in die roten Zahlen gedrückt.



    =



    Die Züge aus Italien mögen alt und abgeschrieben sein - aber der Rest an Transportproblemen - - unangepasstes Bahnnetz in Relation zur Masse der Pendler und Reisenden -- bleiben gleich.



    =



    Betrachtet man Europa, so verfügt Deutschland in absoluten Zahlen über das mit Abstand größte Schienennetz mit rund



    39.000 Kilometern Streckenlänge - welches in Relation zur Menge der Nutzer nicht entsprechend ausgebaut ist.

  • Und wenn Italo-Züge Verspätung haben, weil die Strecke von einem Zug der DB blockiert ist, kann Italo Erstattung und Entschädigung zahlen?

  • Für "grazie mille" ist es noch zu früh!

    Es bleibt abzuwarten, mit welchem Erfolg sich Italo in Deutschland etabliert. Danach kann beurteilt werden, ob die positiven Effekte die möglichen Nachteile überwiegen und Italo einen Beitrag zur Verkehrswende leistet. Möglich ist zum Beispiel, dass in Zukunft Züge im Nah- und Regionalverkehr gestrichen werden, um für die zusätzlichen Fahrten von Italo und vorher schon für FlixTrain Platz zu machen.

    • @Matt26:

      "Kleinere Städte sind weniger lukrativ



      Der Gedanke dahinter: Wenn Italo auf den lukrativen Sprinterstrecken Fahrgäste von der Deutschen Bahn abziehe, hätte die Bahn weniger Einnahmen. Pro-Bahn-Sprecher Yazgac erläutert: "Wenn der neue Anbieter Italo sich die Sahnehäubchen rausgreift und die attraktiven Strecken der Bahn abjagen kann, hat die Bahn auf ihren gut ausgelasteten Verbindungen weniger Einnahmen und kann die schwächer ausgelasteten Verbindungen nicht mehr quersubventionieren und müsste damit Angebotskürzungen vornehmen." Denn Privatunternehmen gingen immer nach Gewinn. Kleinere Städte seien eben nicht so lukrativ.

      Die Deutsche Bahn könne, so die EVG, solche kleineren Städte nur anfahren, weil sie sie mit den gewinnbringenderen Strecken – wie etwa München-Berlin – querfinanziert. Genau auf diese Strecken möchte Italo einsteigen – und zwar ausschließlich, wie der Vorsitzende der EVG Burkert kritisiert: "Man darf sich halt nicht die Rosinen rauspicken und nur die Strecken fahren wollen, die wirklich Geld bringen". (BR24 Radio am 15.06.2026 um 16:20 Uhr.)

      -> Reduzierung des Provinzverkehrs. Eigentlich logisch, wenn man nachdenkt. Wie soll das die Verkehrswende voranbringen?

  • "Bahnfahren könnte bald wieder zuverlässiger werden (denn) Die Züge (von Italo) fahren immer, sie starten pünktlich und kommen pünktlich an."



    Könnte...



    So lange die Züge von Italo sich Gleise und Bahnhöfe mit der Deutschen Bahn teilen müssen, sehe ich da wenig Aussicht auf Erfolg.



    Die vielen Baustellen im Streckennetz sind das eine.



    Und wenn ein ICE mal wieder liegenbleibt kann Italo den auch nicht einfach mit 200 links überholen wie auf der Autobahn...



    Wir sehen es ja bei der Deutschen Bahn recht gut - eine einzige Verspätung, ein einziger Ausfall, zieht da immer reihenweise Verspätungen nach sich.



    Ich glaube gern das Italo bequemere und sauberer Züge hat und Konkurrenz ist immer zu begrüßen, dass dadurch aber plötzlich pünktliche Züge auf dem maroden Netz unterwegs sind, daran glaube ich erst wenn es nach ein paar Monaten des Verkehrs erste Daten dazu gibt.

    • @Astrid Sehnefeld:

      Wie wahr.

  • Es hat sich vielleicht herumgesprochen, dass das Netz der Bahn marode ist und saniert wird.



    Für dieses Jahr gibt es 27000 Baustellen bei der Bahn.



    Ich finde, es ist eine bemerkenswerte Leistung, so etwas zu koordinieren.



    Dass diese hohe Anzahl an Baustellen auch Nebenwirkungen hat, wie z.B. Verspätungen, ist eigentlich nachvollziehbar.



    Allerdings nur, wenn man*frau sich mit dem Problem befasst, statt einfach nur einen Schuldigen zu suchen.



    Wie andersfarbig angestrichene Züge, ganz nebenbei die Schienen austauschen und die Strecken elektrifizieren, um sie umweltfreundlich zu machen, ist ein Spektakel, auf dass man*frau sich freuen darf.



    Wahrscheinlich sind die italienischen Züge Transformer...

  • „Drosselt die DB jetzt wie angekündigt weitere Verbindungen – ausgerechnet in Regionen, die ohnehin seltener angefahren werden“: Ziemliche Frechheit, es ist nunmal die Aufgabe der Bahn, Mobilität für alle zu ermöglichen, auch für diejenigen, die im Outback leben oder Familie dort haben.

  • Übernehmen die Italiener eigentlich nur die profitablen Routen oder fahren die auch defiziäre Nebenstrecken?



    Mal so ganz treudoof gefragt....

    • @Donni:

      Die Deutsche Bahn erhält dieses Jahr allein 30 Miliarden € Subventionen. Bekommen die Italiener etwas davon ausgezahlt?

      Mal ganz treudoof gefragt...

    • @Donni:

      „Übernehmen die Italiener eigentlich nur die profitablen Routen" - Nein. Italiener:innen machen sogar die schwere Arbeit im Vorstand der Deutschen Bahn.



      de.wikipedia.org/wiki/Evelyn_Palla

    • @Donni:

      Nee, natürlich nicht!



      Da liegt der Hase im Pfeffer!



      Die italienische Firma möchte nur die lukrativen Strecken, was unprofitabel ist, soll die deutsche Bahn weiter machen...

      • @Philippo1000:

        Die DB ist in den Händen des Staates. Sie erhält Zb. dieses Jahr 30 Milliarden € Subventionen. Dafür muss sie auch Strecken fahren die unrentabel sind. Die Italiener erhalten nichts davon. Im Gegenteil die müssen Geld für die Streckenutzung an die DB zahlen. Nicht an den Staat.

      • @Philippo1000:

        Die Ferrovie dello Stato können das aber im Gegensatz zur DB. Immerhinque...!

      • @Philippo1000:

        Hase ist gut. Schauen Sie sich mal das Logo von Italo an...

  • Grazie mille, Italo! Denn Bahnreisen in Italien ist wie Eintauchen ins Reiseparadies: Die Züge fahren immer, sie starten pünktlich und kommen pünktlich an. ....



    ----



    Bringt die ital. Bahn Ihr eigenes Gleisnetz, ihren eigenen Funk, gar eigene Brücken mit, ...?



    Ein schöner Traum, der leider an unserer veralteten Infrastruktur scheitern wird!

    • @Sikasuu:

      Und es stimmt halt nicht. Auch in Italien bestehen große Infrastrukturprobleme Man beachte alleine mal, in welchem Schneckentempo die Züge in große Bahnhöfe ein- und ausfahren. Zudem teils riesige Taktlücken (stundenlang kein Zug). Am dt. Bahnnetz ist viel zu kritisieren, aber derart engmaschig mit häufigen Abfahrten - das sucht europaweit seinesgleichen (Schweiz ausgenommen, aber das ist ein kleines Land).

    • @Sikasuu:

      Brücken und Italien... war da was? Achja, Genua!

  • Wichtigste Voraussetzung für einen funktionierenden Wettbewerb ist ein einheitliches, transparentes und vor allem funktionierendes Buchungssystem für Tickets, an das ALLE Anbieter verpflichtend angeschlossen werden müssen und das nicht von einem Betreiber dominiert werden darf.

    Das ist in Deutschland längst überfällig und verhindert eine einfache Nutzbarkeit des ÖP(N)V aufgrund der fehlenden Möglichkeit verkehrsverbundübergreifender Buchungen.

    Wenn ich als Kunde auf drei verschiedene Webseiten oder Apps zurückgreifen muss, damit ich Anschlusstickets buchen kann, die mir im einen Verbundsystem nicht angeboten werden (dürfen?!), dann ist das Mist!

    Die Niederländer sind da erheblich weiter.

    • @Metallkopf:

      "Die Niederländer sind da erheblich weiter."

      Um einen Preis, den in Deutschland niemand zahlen will. Damit man den Preis berechnen und die Einnahmen auf die Verkehrsunternehmen verteilen kann, werden letztlich personenscharfe Bewegungsprofile erstellt, weil jeder Umstieg mit Ort, Zeit, vorher genutztesm Verkehrsunternehmen, nachher genutztem Verkehrsunternehmen erfasst wird.

      Bei allem außer der Prepaid-Variante kann man die Person anhand der Zahlungsdaten identifizieren - und selbst bei der kann man anhand der regelmäßigen Wege auf Wohnort und Arbeitsort schließen...

  • Ok, ok, aus den comments wird klar, roter Wein in alten Schläuchen bringt nicht viel. Aber bitte den einen Aspekt nicht aus den Augen verlieren: Der Kaffee, Leute, der Kaffee wäre um Längen (oder sagt man AUF Längen?) besser!

    • @Jochen Mahlke:

      Bei der Bahn eher "bei Längen"

  • Völlig falsche Annahme dass die Konkurrenz aus Italien pünktlich sein wird. Die Züge der Deutschen Bahn und aller anderen Bahnunternehemen, so wie der Güterverkehr teilen sich in Deutschland ein und dasselbe Schienennetz. D.h. im Umkehrschluss, wenn die Züge der Deutschen Bahn Verspätung haben (und sie werden Verspätung haben!), dann haben auch automatisch die Züge der Konkurrenz Verspätung, weil das Schienennetz blockiert ist. Es ändert sich also überhaupt garnichts.



    Übrigens kleine Nebeninfo, hat nicht direkt mit dem Artikel zu tun: konnte mir gestern kein Einzelticket fürs Fahrrad mehr kaufen, es wurden Tarife bei uns in der Gegend umgestellt, man kann jetzt nur noch ein 24h Fahrradticket kaufen. Das kostet aber doppelt so viel. Wie mache ich Bahnfahren noch unattraktiver , made by Deutsche Bahn.

  • Die Annahme, die Deutsche Bahn braucht nur Konkurrenz und und alles wird besser, ist falsch. Eine gute Nachricht wäre, wenn das Eisenbahnnetz in Deutschland endlich ausgebaut würde - das wird politisch gezielt verhindert.

    So steht der Zug weiterhin im Stau. Egal ob weiß, rot, grün oder in welcher Farbe auch immer der Zug haben mag. Das ist ungefähr so, als wenn man sich einen Ferrari zulegt und glaubt dadurch schneller durch den Stau zu kommen.

  • Schlimmer wie jetzt kann nicht mehr werden und Konkurrenz belebt das Geschäft. Dass es pünktlicher glaube ich allerdings nicht, denn die Italiener fahren auch auf den gleichen maroden Gleisen.

    • @Hans Dampf:

      Die Konkurrenz baut keine Gleise, sondern verstärkt nur die Überlastung.

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Nö, die Bahn fährt einfach weniger und könnte damit ihr marodes Fahrgerät schonen. Indirekt könnte sie dadurch tatsächlicher zuverlässiger werden. Da hat die Autorin schon recht.

        • @vieldenker:

          Nein. Dann wird auch weniger neues Material beschafft.



          Und wie gesagt. Die eigentlichen Ursachen werden nicht behoben.

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Die DB Fernverkehr AG und die DB Regio AG, welche die Gleise benutzen, bauen auch keine Gleise, sondern leben auch von den Gleisen AGs wie der DB InfraGO AG. Rechtlich strikt abgegrenzte AGs.

        • @Hans Dampf:

          Mal abgesehen davon, dass schon die Trennung ziemlicher Schwachsinn ist.

          Es bleibt dabei, dass die Konkurrenz auf den selben kaputten Gleichen fährt und die dadurch nicht besser werden. Konkurrenz im Fahrbetrieb hilft also nicht im Geringsten, die Ursachen zu beheben. Eher mach die Rangelei um knappe Ressourcen den Betriebsablauf noch komplizierter.

  • Frau Schmollack, glauben Sie das rote Farbe wirklich reicht um alle Probleme am den Bahntrassen zu lösen? Gerade besonders wichtige Strecken sind nicht nur von Verschleiß betroffen .



    www.zeit.de/news/2...n-linksextremisten



    Es sind auch Kreise denen die taz gerne zujubelt, die ein Problem für die Bahn sein können..aber da schließt ens gerne die Augen..

  • Ich befürchte, Ihre Freude, Frau Schmollack, ist etwas verfrüht, wenn nicht verfehlt. Denn: Wie soll die Bahn zuverlässiger werden, wenn auf dem schon jetzt überlasteten Streckennetz sich zusätzliche Anbieter tummeln? In Italien, wo die Euro-Stars und Italos tatsächlich zu einer ganz neuen Qualität des Zugfahrens geführt haben, sind für diese Schnellzüge neue Schnelltrassen verlegt worden. Hierzulande werden aber auch vor den Italos liegengebliebene Güterzüge stehen, die nicht überholt werden können, weil die Weichen seinerzeit von Herrn Mehdorn aus Spargründen rausgerissen wurden.

    • @HRMe:

      Zudem mag zwar München-Berlin im Italo eine neues Reiseerlebnis sein. Was aber wenn ich weiter muss nach Neustrelitz oder aus Rosenheim komme? Kein einheitlicher Reisevertrag, jeweils eigene Tickets nötig, Anschlussverluste gehen zu Lasten des Reisenden. Einfach den nächsten Italo nehmen? Nein, wenn alle Sitzplätze vergeben sind ist keine Mitfahrt möglich. Im ICE kann man zur Not stehen. Zwar unbequem, aber nan kommt ans Ziel.

    • @HRMe:

      Die langsamen, weniger dicht befahrenen Strecken, auf denen die Güterzüge nicht ganz so im Weg wären, wurden ja schon unter Kurt Gscheidle und Helmut Schmidt zum Fahren auf Verschleiß mit anschließender Stillegung freigegeben und haben die Ära Mehdorn nicht mehr erlebt.

  • Liebe Frau Schmollack,

    spüre ich da etwa ein Quäntchen Häme in Ihrem Beitrag? Leider lese ich auch ein wenig Logik-Harakiri.

    „Bahnfahren könnte bald wieder zuverlässiger werden“ – vielleicht. Das liegt dann aber nicht an einem neuen Anbieter wie Italo, sondern daran, dass endlich in die Infrastruktur investiert wird. Einer einzigen Infrastruktur, die auch Italo nutzen muss und von deren Funktionieren auch dieses Eisenbahnverkehrsunternehmen komplett abhängig ist. Wenn die Schiene kaputt ist, fährt auch der schönste rote Italo-Pfeil Verspätungen ein.

    Sie schreiben zudem: „Weitaus klüger [...] wäre doch, sie nutzte die Kapazitäten, die ihr Italo mit dem Einstieg in den deutschen Markt schenkt, zur Reparatur der eigenen Infrastruktur.“ Nur: nicht eingenommene Gelder kann die DB Fernverkehr nirgendwo investieren. Und welche Kapazitäten schenkt Italo dem heimischen Unternehmen überhaupt? Haben Sie irgendwo freie Trassen für die dann überzähligen ICE gefunden?

    • @MeinerHeiner:

      "Haben Sie irgendwo freie Trassen für die dann überzähligen ICE gefunden?"



      Der Gedanke wäre wohl, dass diese ICE dann etwas mehr Zeit nichtauf anderen Strecken sondern in der Werkstatt verbringen könnten und nicht mehr als rollendes Verschleiß-Demo unterwegs sein müssten. Aus Kundensicht ergibt das Sinn, und mit den betriebswirtschaftlichen Details (wie dass das wieder Geld kostet, von dem Bahn durch die Konkurrenz dann noch weniger hat), sollte man die gequälte Fahrgastseele halt auch nicht zu sehr belasten...

    • @MeinerHeiner:

      Man sollte wirklich keine Themen kommentieren, von denen man gar keine Ahnung hat.



      Speziell der Satz „Weitaus klüger und kundenorientierter wäre doch, sie nutzte die Kapazitäten, die ihr Italo mit dem Einstieg in den deutschen Markt schenkt, zur Reparatur der eigenen Infrastruktur.“ ist absurd sinnleer und offenbart maximale Unkenntnis von Strukturen und Problematik.

      • @Angelina Vendetta:

        Oh, ich hoffe, dass Sie den zitierten Satz nicht mir zugeschrieben haben.

  • Die fahren aber schon im selben maroden Netz mit der teilweise vorsintflutlichen Technik. Dazu kommen ja auch die organisatorischen Probleme der Bahn, wenn irgendein besoffenes oder sonstiges A****loch im oder am Zug randaliert oder sich in eine Tür setz und man dann auf die richtige Polizei wartet, weil das Personal so jemanden nicht anfassen darf, während die anderen Passagiere den schon längst gepackt und rausgeworfen hätten, damit es weitergeht. Das hält dann den Verkehr manchmal stundenlang auf und drüberfliegen kann der Italo leider auch nicht.

  • Dass die italienischen Bahnen so wie fast alle Bahnen in Europa besser funktionieren als die deutschen Bahnen, stimmt natürlich.

    Allerdings ist es ein Irrtum, dass das Auftauchen italienischer Züge auf deutschen Gleisen zu großen Verbesserungen führen wird. Die italienischen Züge müssen sich über die selben überlasteten und sanierungsbedürftigen Gleise quälen, wie die Züge der DB. Sie werden also mit den selben Problemen kämpfen, wie die Züge der DB.



    Vielleicht wird der Komfort etwas besser. Mehr ist aber vorläufig nicht zu erwarten, weil man auf einer kaputten Infrastruktur nun mal keinen vernünftigen Betrieb machen kann.

    • @warum_denkt_keiner_nach?:

      Und weil es in Italien bei der Bahn so gut läuft, hat gerade der italienische Verkehrsminister des Bahnchef gefeuert?



      Italien hat nicht schon seit 1974 wie wir seine Bahn vernachlässigt, aber die sind was den Netzzustand betrifft auf einem ähnlichen Weg wie wir. Wir haben nur etliche Jahre Vorsprung...

    • @warum_denkt_keiner_nach?:

      Much all weesen un die hier in die Tonne treter



      im around liegen sicher richtig!



      UND



      Wie mir Insider verklart haben Gellewelle



      Solange der bodenlose 🚂 Flurschaden der



      McKinsey & Company - Sanierer nicht zudem und vor allem in die🪣 getreten ist! Newahr



      Ändert sich gar nichts •



      Alles andere: substanzloses Wunschdenken •

  • In der Frage gebe ich ausnahmsweise der Deutschen Bahn recht. Ich weiß natürlich nicht, wie oft Frau Schmollack mit dem Zug fährt. Für jemanden, der die Bahn nur als eine Option unter mehreren Verkehrsmitteln sieht, mag es nett sein, statt der zugebenermaßen miserablen Deutschen Bahn auch mal einen Italo-Zug zu nutzen. Aber jemand, der aus Überzeugung kein Auto nutzt und viel unterwegs ist (hier spreche ich aus Erfahrung) benötigt vor allem ein zuverlässiges und jederzeit verfügbares Bahnsystem aus einem Guss. Die von Frau Schmollack angedeutete Reservierungspflicht in Italo-Zügen beispielsweise ist für echte Bahnfahrer ein Problem: Ich möchte abends bis zum letzten Moment warten können mit der Entscheidung, welchen Zug ich für die Heimfahrt genau nehme (Autofahrer müssen ja auch nicht vorab eine Trasse auf der Autobahn buchen). Sind die letzten Züge dann ausgebucht, komme ich nicht mehr nach Hause. Das beste Bahnsystem der Welt hat bekanntlich weder Italien noch Österreich, sondern die Schweiz. Und dort wehrt man sich massiv gegen den Eintritt von EU-Wettbewerbern (z. B. FlixTrain), weil man befürchtet, dass dann der ausgeklügelte Schweizer Taktfahrplan zusammenbricht.

    • @IG:

      Das ist für die Schweiz ja nachvollziehbar, aber - was sollte denn in Deutschland noch zusammenbrechen?

      • @Comerade Aardvark:

        Es ist noch viel Luft nach unten... Oder wie diverse Schweizer mit Einblick in das deutsche Bahnsystem sagen (z. B. Peter Füglistaler, der laut Presse bei der letzten Suche nach einem DB-Vorstand abgelehnt hat): für die Verkehrspolitik, die in Deutschland gemacht wird, funktioniert die Bahn noch verdammt gut...

  • Ist nicht die veraltete bahninfrastruktur ein wesentliches Problem (Weichen, Stellwerke etc)? Falls dem so ist wird auch Italo nicht viel zuverlässiger fahren.



    ich lasse mich da aber gerne eines besseren belehren und würde mich über zusätzliche Informationen von Sachkundigen sehr freuen

  • " Bahnreisen in Italien" ist nicht dasselbe wie Bahnreisen mit italienischen Zügen in deutschen Bahnnetz. Nur so am Rande.

    • @PeterArt:

      Der Witz ist ja: es werden Züge eines italienischen Unternehmens in Deutschland, aber keine italienischen Züge sein. Italo möchte für sein Angebot Züge der Velaro-Serie von Siemens kaufen, also ICE 3neo, vulgo: Baureihe 408 der DB.

  • Warum soll sich ein Privatunternehmen die profitablen Strecken rauspicken dürfen und der Staatskonzern muss den Rest abdecken? Wie soll die DB dann die Fahrten finanzieren, wenn nicht durch Zuschüsse von der Regierung? Am Ende wird es dann nur teurer für die Allgemeinheit.

    Ich sehe hier aber auch noch ein anderes Problem für Fahrgäste. Wenn im Moment ein Zug ausfällt oder man den Anschluss verpasst, kann man in den meisten Fällen relativ kurz danach einen anderen der DB nehmen. In Zukunft wird man dann wohl deutlich länger warten müssen bis der nächste Zug des gleichen Anbieters kommt.

    Die meisten Verspätungen entstehen durch die kaputte Infrastruktur, also dürfte Italo hier auch nicht viel zuverlässiger sein.

    • @C R:

      So ist das halt mit de Daseinsvorsorge: Wenn der Staat die gewährleistet sehen will, muss er entweder den ganzen zugehörigen Markt verstaatlichen (was seine eigenen, massiven Effizienzhemmnisse birgt) oder in den sauren Apfel beißen, die unprofitablen Teilaspekte entsprechend zu finanzieren.



      Im ÖPNV zum Beispiel bezahlt in der Regel die Kommune die Tickets der Freifahrer (Schüler, Behinderte etc.) direkt. Leider muss sie - wenn sie nicht "München" heißt - darüber hinaus z. B. Profite innerhalb ihres Stadtwerkekonzerns verwenden, um die trotzdem unvermeidlichen Verluste auszugleichen (wie der Bund beio der Bahn auch). DAS wäre vielleicht ein Ansatzpunkt, um marktwirtschaftliche Effizienz und Vorsorge unter einen Hut zu bekommen: Der Staat zahlt für Leistung, nicht für Verluste.

  • Die Deutsche Bahn ist für mich ein Unternehmen, von dem es nichts gutes zu berichten gibt. Nach beinahe zwei Jahren Zugausfällen bei meinem Sohn, die wir als Eltern durch "Taxi" fahren auffangen dürfen, habe ich die Schnauze gestrichen voll. Vor allem, wenn eine Woche lang immer die gleiche Zugverbindung ausfällt und diese aber trotzdem erst 20 Minuten vorher kund getan wird. Und das liegt m.E. auch nicht nur am schlechten Management. Da sind auch die Bahnmitarbeiter viele Etagen tiefer mit Schuld.

    Ich kann trotzdem das Problem verstehen, dass sich die italienische Bahn nur Rosinen rauspickt. Ich dachte eigentlich, solche Strecken würden nur in Paketen vergeben. Wer eine attraktive Strecke will, muss auch eine unattraktive Strecke bedienen. Auf der anderen Seite: Schlechter als die DB kann man es kaum machen.

    • @Strolch:

      Ihr Sohn wird hoffentlich nie mit dem Fernzug zur Schule fahren müssen.



      Die "Vergabe in Paketen" bezieht sich auf den von Bundesländern bzw. Verkehrsverbünden bestellten und finanzierten Schienenpersonennahverkehr (SPNV). In solchen Linien-"Paketen" sind unterschiedlich einnahmenstarke Verbindungen gebündelt. Italo möchte jedoch in den eigenwirtschaftlichen Schienenpersonenfernverkehrsmarkt (SPFV) einsteigen - so wie z. B. Flixtrain das schon getan hat. Dafür muss es beim Netzbetreiber, der gemeinwirtschaftlichen DB InfraGO, Fahrplantrassen, also Slots auf der Schiene bestellen und bezahlen - und zwar ausschließlich über die Ticketeinnahmen, da der Staat anders als beim SPNV kein Defizit finanziert.