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Jugendwort des Jahres 2026 Langenscheidt, leck Eier!

Johannes Drosdowski

Kommentar von

Johannes Drosdowski

Langenscheidt kickt „Mehrzweckeier“ aus den Top 10 für das Jugendwort des Jahres. Denkt der Verlag, Jugendsprache ist nicht politisch? Peinlich.

M ehrzweckeier“, spricht Susanne Daubner trocken und süffisant in die Kamera. Es ist die vielleicht am schönsten vorgetragene Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz und der Wehrpflichtreform, die das deutsche Fernsehen je vorgetragen hat. Halt! Stopp! Alles gar nicht passiert. Das hat Langenscheidt verhindert.

Denn die „Mehrzweckeier“ haben es zwar ganz süper in die Top-10-Vorschläge für das Jugendwort des Jahres geschafft. Doch der Verlag hat sie wieder rausgeschmissen. „Da der Begriff auf eine Kampagne zurückgeht“, heißt es, „und gleichzeitig auf einer persönlichen Beleidigung beruht.“ Schade, dass der Verlag da crashout geht und sich offenbar nur mit angenehm harmloser Jugendkultur schmücken will. Oder ist das alles nur Ragebait, um auf den ohnehin peinlichen Wettbewerb aufmerksam zu machen?

Seit 2008 kürt der Langenscheidt Verlag jährlich das Jugendwort des Jahres. Zuerst war da „Gammelfleischparty“, 2013 kam der „Babo“, zwei Jahre darauf der „Smombi“, bei dem man sich schon fragen kann: Hat das je ein*e Ju­gend­li­che*r unironisch gesagt, Digga? Oder war es doch eher eine Fantasie der Alten? Ganz schön cringe (2021) dieser Wettbewerb.

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Das Jugendwort findet Langenscheidt so: Jugendliche können Vorschläge einreichen. Susanne Daubner liest – so ist es inzwischen geliebte Tradition – für die „Tagesschau“ die Top 10 laut vor, und die Allgemeinheit kann online voten und den Sieger bestimmen. Nur eben bitte keinen aus einer Kampagne.

Politische Eier

Tatsächlich haben Menschen im Internet dazu aufgerufen, „Mehrzweckeier“ beim Wettbewerb einzureichen. Sie haben Memes erstellt, also Jugendkultur genutzt, um auf ein Wort hinzuweisen, das satirisch jene Politik kritisiert, die insbesondere Jugendliche trifft, und darauf gehofft, dass Susanne Daubner es öffentlich ausspricht.

Mit Jugendwörtern stellen Jugendliche ihre Realität dar, prägen sich selbst und das eigene Verständnis von der Wirklichkeit. Manche sind verschlüsselt, sodass Erwachsene sie nicht ohne Weiteres in ihrer Tragweite und Emotionalität verstehen. Viele entstammen Jugendkulturen oder werden von ihnen umgedeutet, gedreht, angeeignet. Sie können ein bestimmtes Lebensgefühl tragen („YOLO“, 2012) oder den eigenen Blick auf und empfundene Verortung in der Welt zeigen („lost“, 2019). Dabei sind sie oft im weiteren Sinne politisch. „Mehrzweckeier“ ist es im engeren.

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Jugendliche selbst, ihre Jugendkulturen und auch ihre Wörter sind im Zeitgeschehen verankert. Zu diesem gehört auch die verpflichtende Musterung, die die aktuelle Bundesregierung beschlossen hat und die bei vielen Menschen die Angst vor dem Eiergriff hervorgerufen hat. Auf die bezog sich der Schüler, der bei einer Anti-Wehrpflicht-Demo im März „Merz leck Eier“ auf sein Plakat schrieb.

Gute Käse! Peak! Doch die Polizei beschlagnahmte es, leitete Ermittlungen ein wegen des Anfangsverdachts der „üblen Nachrede und Verleumdung gegen Personen des politischen Lebens“.

Wir haben versagt

Ein Jugendlicher setzt sich also mit Politik auseinander, die ihn direkt betrifft, arbeitet damit satirisch, nutzt sein demokratisches Grundrecht, indem er auf eine Demo geht, und wird dann in seiner Meinungsäußerung blockiert. Dabei müssten wir Jugendliche lieben und unterstützen, wenn sie genau das tun. Schere, wir haben als Erwachsene versagt.

Wer sich mit Jugendwörtern schmücken will und sei es nur, wie immer wieder von Kri­ti­ke­r*in­nen des Wettbewerbs gemunkelt, aus PR-Zwecken, der muss auch akzeptieren, dass sie nicht immer und jedem genehm sind. Ohne politische Jugendliche gäbe es etwa keinen HipHop und dadurch auch nicht das schöne „Swag“, das 2011 zum Jugendwort des Jahres ernannt wurde.

Ob der Ursprung der „Mehrzweckeier“ nun eine Beleidigung ist? 67. Vielleicht wenn man es als Erniedrigung begreifen will, jemand anderem die Eier zu lecken.

Ich persönlich würde mich sehr viel stärker angegriffen fühlen, wenn mich jemand als „Macker“ bezeichnet. Der Begriff hat es auch in die Top 10 geschafft. Er wurde nicht nachträglich rausgeschmissen.

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Johannes Drosdowski

Johannes Drosdowski Redakteur Medien/Digitales

Redakteur für Medien und Digitales. Ansonsten freier Journalist und Teamer zum Thema Verschwörungserzählungen und Fake News. Steht auf Comics, Zombies und das Internet. Mastodon: @drosdowski@social.anoxinon.de
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53 Kommentare

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  • "Ohne politische Jugendliche gäbe es etwa keinen HipHop" - Das ist stark vereinfacht. Den Gründerfiguren ging es zunächst weniger um explizite Politik als um Alternativen zur Gang-Kultur – Partys, Battles, Tanz, Kreativität statt Gewalt. Es gibt natürlich auch politischen HipHop, aber das ist weder die Regel noch Voraussetzung.

  • Keine Sau sagt im Alltag Mehrzweckeier, auch Jugendliche nicht....wobei, "gute Käse" hab ich auch noch nie gehört

  • Mehrzweckeier: Hat das je ein*e Ju­gend­li­che*r gesagt, Digga? Im Alltag, als Slangwort?

    Ich glaube, das Problem war vor allem, dass es bei der Abstimmung künstlich gehypt wurde, also gewissermaßen ein Fake-Jugendwort ist.

    Und: „Macker“ ist keine persönliche Beleidigung (aber erstaunlich altbacken).

  • Ganz sicher ist das Jugendwort des Jahres:"Jugendwort".



    Nun fehlt noch das Opa- und Omawort, das Lesben- und Schwulen wort und dann das Sprachinstitutionenwissenschaftlerwort des Jahres...



    Mein Wort des Jahres ist PubReQuark.

  • Beim Lesen des Artikels fällt mir spontan ein, was mir mal ein Heranwachsender nach der Wahl 2021 gesagt hat. "Cringe" ist, wenn Leute Ü30 Wörter wie "cringe" benutzen.

    Recht hat er.

  • Naja, wenn man frühere Nichtzulassungen anschaut, dann kann man es zwar verstehen. Kein "Hurensohn" (weil Schimpfwort), kein "Alpha-Kevin" (weil Herabwürdigung eines Namens). "Guttenbergen" und "Merkeln" gingen aber.

    Schade ist es um die "Mehrzweckeier" aber schon, denn das ist ja mal wirklich ein schönes Wortspiel, das die ohnehin eher sanfte Beleidigung in ein zunächst rätselhaftes Kompositum umformt.

    Und hat nicht Kubicki "Eierarsch" gesagt? (O.K., das ist damit zumindest kein Jugendwort.)

  • Zu "Mehrzweckeier". Ja, das ist polemisch, aber die freie Diskussion in einer Demokratie muß auch Polemik aushalten.



    Eben deshalb muß der Politiker-Majestätsbeleidigungsparagraph 188 StGB dringend wieder abgeschafft werden.

  • Doch ja......ich finde es toll, dass sich jetzt auch die Taz endlich mit den wirklich wichtigen Themen befasst.

    Wie schlicht im Denken und einfallslos waren wir doch früher.

    Als ich jung war einfach zu sagen, dass ich Wehrpflicht, Rüstungswahn und Krieg einfach Scheisse finde, war erstens nicht besonders originell und zweitens hätte Susanne Daubner diese Formulierung nie im Fernsehen verbreitet.



    War ja auch nicht besonders unterhaltsam.

    Da ist doch "Merz leck Eier" viel lustiger und in seiner Konkretheit geradezu aufrüttelnd. Wenn einem dann noch Herr Dosdrowski erklärt, was damit gemeint sein könnte, bekommt der Eierspruch noch mal eine ganz andere Bedeutung und erreicht fast schon eine revolutionäre Ebene.

    Schade nur, dass vermutlich die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung, die an Herrn Merz gerichtete Aufforderung zum Lecken, nicht mit ernsthaftem Protest gegen die Wehrpflicht in Verbindung bringen wird.



    Vielleicht ist die ganze Jugendwort Aktion auch eher etwas für gealterte Journalist*innen und eine willkommene Gelegenheit vom wirklichen Ernst der Lage - nicht nur für junge Menschen - abzulenken.

    • @Bürger L.:

      Insgesamt stimme ich zu, - außer bei "Dosdrowski". (scnr)



      taz.de/tomkariseit...010-12-24/tom.webp



      Wir werden zu Tode amüsiert... (frei nach Neil Postman). Aber Susanne Daubner bleibt ernst. Zum Glück.

      • @Mondschaf26:

        Ich weiß, Ironie kommt in online Kommentaren nicht so gut rüber - der Satz mit "Dosdrowski" war keineswegs ernst gemeint.

  • Wie wär's mit Zwecklos Eier

  • Komisch ist, dass "Talahon", abwertend und diskriminierend gegenüber migrantischen Menschen, 2024 durchaus erlaubt war.

    Ich würde dem Autor vollkommen zustimmen, dass Jugendsprache politisch ist - es ist gutbürgerliches Wunschdenken von Fanatikern der politischen Mitte, dass Sprache "neutral" sein könnte. Die Jugend fühlt sich zu großen Teilen von der aktuellen Bundesregierung im Stich gelassen - keine Psychotherapie mehr, kein Geld für Jugendclubs, Arbeiten bis zum Umfallen, Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss, keine Perspektive auf eine auskömmliche Rente und 700 Euro für ein Studi-WG-Zimmer, nur um dann von da aus Online-Seminare zu besuchen, weil die Uni einsturzgefährdet ist (Hallo TU Berlin!). Wem das alles noch nicht genug ist, der wird zur Wehrpflicht eingezogen und darf an die Front.

    "Mehrzweckeier" bringt dieses Gefühl doch humoristisch auf den Punkt, und wer als ausgewachsener Mann weder mit Satire noch mit Kritik umgehen kann, sollte vielleicht einfach kein Kanzler sein.



    Oder sind wir da einfach nur gemein? Schließlich hat "noch kein Kanzler vor ihm so etwas ertragen müssen" :((

  • "Mehrzweckeier"? Nun ja, Einzweckeier gibt es ja nicht, aber das wäre auch ein nettes und passendes Jugendwort.

    "Einzweckeier“ = 'Politik nur für die Reichen und Mächtigen', damit die noch reicher werden können.

    • @Ricky-13:

      @ Ricky-13



      Aber für die reichen & satten Undemokraten in dem datt Unionsstall bitte nur die güldenen Eier - Gell'e ?

      • @Alex_der_Wunderer:

        Und nicht vergessen; Gardinen und Vorhänge natürlich nur mit der Goldkante, denn man ist ja schließlich kein kleiner Hungerleider aus der arbeitenden Bevölkerung.

        ***Ado Gardinen Werbung (1986)*** www.youtube.com/watch?v=30X5mHuBz0s

        • @Ricky-13:

          @ Ricky-13



          Genau ! 👍



          Aber statt sich um die adäquaten Maßnahmen, zum Schutz der Bevölkerung durch die menschengemachten Hitzewellen an die Arbeit für entsprechende Umsetzungen, - durch von den Parlamentariern erarbeiteten Gesetze und Verordungen, für die Kommunen zu machen, feierert man sich im Bundestag - und die neu Vergabe von Ministerpöstchen - kannste nur noch 🤑 und um die Hitzetoten trauern.

    • @Ricky-13:

      "Einzwickeier" vielleicht noch?

  • Allein, dass zum Ende der hinkende Vergleich zum Begriff „Macker“ gezogen wird, der sich nicht auf eine konkrete Person bezieht.

    Warum gibt es so häufig den Versuch von links, Beleidigungen zu verteidigen und inhaltl. aufzuladen? Der Schüler bezog sich auf den Eiergriff, und deshalb kam man am Ende des satirischen Prozesses zum Eierlecken, eine klare sexuelle Anspielung mit Bezugnahme auf eine reale Person? Der übrigens ein heterosexueller Mann ist, bei denen genau dies gerne von Menschen mit homophoben Tendenzen als Provokation genutzt wird. Aber das Problem liegt beim Empfänger?

    Das was der Schüler gemacht hat war keine ehrliche Auseinandersetzung mit der Politik. Es ging eher in Richtung Populismus

    • @Mr. Hello:

      „Das was der Schüler gemacht hat war keine ehrliche Auseinandersetzung mit der Politik. Es ging eher in Richtung Populismus“

      🤣

    • @Mr. Hello:

      Das, was Merz und Konsorten machen, hat nichts mit Politik zu tun, sondern ist Populismus in seiner Reinstform. Zu ihren weiteren Ansichten zu Homos und Heteros und das Eierlecken bedarf es keines Kommentars, die sprechen Bände

      • @Fckafd Somuch:

        Hat nichts mit der Kritik an der „Eierlecken“-Aussage zu tun, sondern ist bloßer whataboutism.

        „Sprechen Bände“ ersetzt kein Argument. Es ist und bleibt eine primitive, vulgäre Provokation, ohne sachlichen Inhalt. Und dass gerade heterosexuelle Männer homosexuelle Anspielungen oder Beleidigungen verwenden, um andere Männer abzuwerten oder ihre Männlichkeit infrage zu stellen, ist wirklich nichts neues. Homosexualität als etwas negatives und Minderwertiges. Ein toller Beitrag zur Erhaltung homophober Stereotypen.

  • Seit wann ist "Macker" eine Beleidigung? Das säuseln die Ehefrauen gerne ihren Mackern ins Ohr.

    Aber die Eier sind lustig! Schade dass es nicht mehr solcher Demos gegen Wehrpflicht gibt. Auch weil Wehrpflicht sexistisch geprägt ist, eben nur Männer davon betroffen sind.

  • Also ich bin für "Merzweghalle".

    • @Jalella:

      Oder vielleicht



      "MerzwegFalle".

      • @Willi Müller alias Jupp Schmitz:

        Merzweg. Das kommt noch. Sackgassen, die in Schrebergärten enden, werden demnächst so benannt. Falle für alle. Dafür sorgt dann der neue Verkehrsminister.



        taz.de/Neuer-Verke...bb_message_5249609



        (Diese Sackgassen enden jeweils in einem Wende-Hammer.)

  • Gute Käse! Peak! Schere, 67 - ich glaube, ich werde alt. Kann mir das mal einer übersetzen?

    Mehrzweckeier hätte ich ohne Erklärung auch nicht gleich kapiert, zeugt aber meines Erachtens vom Sprachwitz der Schöpfer*in.

    Anmerkung: In den Öffis meiner kleinen Großstadt wurde - zumindest meiner subjektiven Wahrnehmung nach - "Digga" inzwischen von "Bro" abgelöst.

    • @Klabauta:

      Schere? ( Glaube von Ehre abgeschnitten ) - Irgendwas mit Entschuldigung. 67? Renten-Eintrittsalter^^ - 67 ist dieses seltsame Gefuchtel mit den Armen, wenn man nicht mehr weiß wohin mit seinen Emotionen, aus einem Video, dass dann wohl ein Meme wurde. - Real: Wie sagt der größere 12-jährige Sohn (ADHS-ler und Autist) einer Freundin? 67? Ist nicht logisch - ergibt keinen Sinn! :)

      • @Altbayer:

        Danke für die „Übersetzung“!

        Und an den Sohn der Freundin: die logische Zahl, weil Antwort auf alles lautet natürlich 42 ;-)



        (Das verstehen dann sicher wieder nur Leute meiner Generation)

    • @Klabauta:

      Keine Panik, Sie haben nichts versäumt: "Digga" war zwischenzeitlich schon mal out, als der Autor dieses Kommentars noch gar nicht geboren war. Der Begriff kommt -glaube ich- schon in Klaus Lemkes Film "Rocker" von 1972 vor. Ist halt ein ewiges Auf und Ab, ein In und Out. Und eigentlich unwichtig, wie jede andere Mode auch.

    • @Klabauta:

      "Digga" ist ja auch der Wiedergänger unter den Jugendwörtern. Das ist schon so lange Jugendsprache, dass es heutzutage locker auch Enddreißiger halbironisch wieder benutzen.

  • Politischer Kontext ist nicht gleich politische Meinungsäußerung. “Mehrzweckeier” klingt absichtlich wie "Merz leck Eier", und das bleibt in der Substanz eine persönliche Beleidigung – egal, ob sie vom Sprecher oder Kommentator als solche aufgefasst wird – die sich lediglich eines politischen Aufhängers bedient. Anders als zum Beispiel "Remigriert euch ins Knie" – vulgäre Sprache, aber klarer Bezug auf die rassistische Ideologie einer Gruppe.

    • @MeinerHeiner:

      Das ist Interpreationsraum:

      "Ein Post mit der Aufschrift „Merz leck Eier“ kann als strafbare Beleidigung oder üble Nachrede gegen eine Person des politischen Lebens eingestuft werden, wobei die endgültige Bewertung im Einzelfall zwischen freier Meinungsäußerung und herabwürdigender Schmähkritik schwankt. Ermittlungsbehörden und Polizeidienststellen leiteten in vergleichbaren Fällen (wie bei Plakaten auf Demonstrationen) bereits Verfahren nach den Paragrafen des Strafgesetzbuches ein" (Quelle. Internet)

      • @AugenhöheStattTribalismus:

        Was ist am Eier lecken beleidigend?

        Und leck Eier ist eine Aufforderung, kann also keine üble Nachrede sein, dazu müsste es leckt Eier heißen

        • @Frank Ropen:

          Stimmt, üble Nachrede setzte wohl eine Tatsachenbehauptung voraus. Einschlägig wäre vermutlich die Beleidigung, die braucht keine Tatsachenbehauptung und kennt auch den Imperativ, vgl. „Leck mich am A…“

    • @MeinerHeiner:

      Die für mich interessantere Frage ist übrigens nicht “darf man das juristisch?”, sondern “hilft das der Sache?”, beziehungsweise "war es klug, sich öffentlich so zu äußern?"

      • @MeinerHeiner:

        Der Spruch Merz L_ck E_er (in dieser und verwandten Formen). hat das Lebensgefühl eines großen Teils der Bevölkerung getroffen und ist inzwischen kulturell tief verankert.

        Bro wird vorübergehen. Eier bleiben wohl bestehen.

        • @Arne Babenhauserheide:

          Dann ging es also nie um politische Wirkung, sondern um Viralität und Meme-fizierung. Er hätte sich also auch beim Sommerinterview in den Hintergrund stellen können. Das hätte ich zwar immer noch befremdlich, aber irgendwie lustiger gefunden.

      • @MeinerHeiner:

        Welcher Sache soll denn geholfen werden?



        Dürfen "dumme Bemerkungen" ihrer Meinung nach dann überhaupt nicht mehr vorgebracht werden?

        • @Barnie:

          Es geht nicht um Erlaubnis, dummes Zeug zu labern, sondern um Wirkung im Kontext. Man darf vieles sagen und sollte sich trotzdem fragen, ob es in einer bestimmten Situation klug wäre. Der Sache – Kritik an der Wehrpflichtreform/Musterung – wäre mit einer pointierten politischen Aussage geholfen, nicht mit einer reinen Personenbeleidigung.

          • @MeinerHeiner:

            Irgendwer hat immer was auszusetzen. Daher sollte man das sagen, was ist und was man denkt, ohne auf Rezipienten zu achten, die eh alles gern falschverstehen wollen

            • @Fckafd Somuch:

              Eine Debattenbeitrag im öffentlichen Raum kann NUR durch Rezeption wirken.

          • @MeinerHeiner:

            „Ihr [Du/Sie] könnt [kannst/können] mich mal..." ist eine sehr „pointierte politische Aussage". An Deutlichkeit kaum zu übertreffen.

            • @Mondschaf26:

              Cool. Dann behaupte ich demnächst nach jeder persönlichen Beleidigung, dass ich damit ein politisches Statement abgegeben habe.

  • Ok, fleißig ein paar Jugendwörter untergebracht. Und jetzt soll jede Kampagne einfließen, nur weil sie gegen den Richtigen geht?

    • @Janix:

      Solche "Kampagnen" funktionieren nur, wenn diejenigen beim Einstecken ganz schnell sehr dünnhäutig werden, denen es beim Austeilen gar nicht deftig genug sein kann.

      Es ist durchaus nicht ungewöhnlich, dass man als Regierungschef viele Dinge an den Kopf geworfen bekommt. Niemand hätte sich besonders für so einen Slogan interessiert, wenn es nicht die Behörden getan hätten. Aber um Recht und Ordnung durchzusetzen, muss man solche Kollateralschäden eben in Kauf nehmen.

    • @Janix:

      Nein nein, das ginge schon zu weit! Ein bisschen Respekt sollte man dieser historisch wie kulturell bedeutsamen Institution des "Jugendwort des Jahres" schon entgegenbringen. Wir sind hier schließlich im Lande der Dichter und Denker, Digga!

    • @Janix:

      Was genau ist diese Kampagne eigentlich?



      Woran macht der Langenscheidt die fest?



      Und woran sie?



      Nur weil einige Leute einen Vorschlag gepusht haben?



      Ziemlich lächerlich, dieser Kampagnen-Vorwurf.



      Und selbst wenn, würde alles gecancelt werden wohinter eine "Kampagne" steckt, wäre die Welt ziemlich leer.

  • Diese Aktion macht Furore u. Publicity.



    Etwas Bemühen um Verständnis u. Entgegenkommen wäre langfristig besser für den Umgang der Interessengruppen u. Generationen.



    br.de:



    "Der Streisand-Effekt: Wie die Polizei den Slogan eskalieren lässt



    Vermutlich sehen auf der Demo nur wenige das Schild des Jungen. Und vermutlich wäre es sofort vergessen worden, hätte die Berliner Polizei das Schild nicht beschlagnahmt und Ermittlungen gegen den Schüler eingeleitet. Wie schon bei Barbara Streisands Versuch, unliebsame Aussagen zu unterdrücken, passiert das Gegenteil des Geplanten: Die Reaktion wird publik. Die Solidarität beginnt. Der Slogan geht viral."



    u. im ÖRR bei BR2 weiter z. kritischen Rapperin Vita u. ihren "Protestnoten":



    "Zurückziehen würde sie ihren Song nie, sagt Vita. Da kann Merz also machen, was er will. Aber wenn sie sich etwas von ihm wünschen dürfte: "Dass einfach mehr Politik für die Unterschicht gemacht wird und nicht nur den Reichen in die Karten gespielt wird. Dass in erster Linie an uns gedacht wird und wir uns nicht überall in der Welt noch an Problemen beteiligen und Waffen schicken."



    Vielleicht diskutieren heute mehr Leute über "§188 StGB gehört abgeschafft” als vorher.

    • @Martin Rees:

      Btw - erinnert dunkel an den Schüler in Berlin post13. August 1961“…keiner hat die Absicht“

      Plakat auf Demo: “Einer dieser Mauerbauer -



      Ist Herr Konrad Adenauer!“



      mW - Relegation Gymnasium … mehr?



      Who know’s?! 🧐🫣🙀🤣

  • Ach was! Loriot



    “ Ich persönlich würde mich sehr viel stärker angegriffen fühlen, wenn mich jemand als „Macker“ bezeichnet. Der Begriff hat es auch in die Top 10 geschafft.“ statt “…leck 🥚 🥚“



    & Däh



    Letzter ☝️ Brilon 🪾🪾🪾🪾🪾📯🦌



    & “Merz du Macker!“ - mit 💨💨💨💨geknatter!

    „Macker“ ist die fachliche Bezeichnung für einen kastrierten Eselhengst (Eselwallach). Wenn du also im Sauerland von einem „Macker“ 🫏 hörst, redet ein CDU -Landwirt wahrscheinlich nicht über einen Macho, sondern über sein Nutztier! 😮🥹🤣



    Denn aufgemerkt 🍺🍺🍺🍺 Veltins am Tresen



    Das heimliche Wappentier von Brilon: much all weesen: 🫏🫏🫏🫏🫏🫏🫏🫏🫏🫏🫏🙀🧐 •

    Die Stadt Brilon im Sauerland trägt historisch den charmanten Uznamen (Spitznamen) „Eselstadt“, und der Esel gilt dort als inoffizielles Wappentier.!“ 🙀🥳🫣🧐



    Jau mir! - Das dacht ich mir!

    Vorweg die Friedrich-Lusche - kommt & kommt allwedder - nie nicht in die Pusche!



    Fürn Autor: “Merz du Macker - Fontanellen-Bürstchen - K(n)acker •



    & Ohho & sowieso=>



    Unbegabt & Unbeleckt - Jugendwortgeseibel:



    Langscheidt Allzeit bereit & too Weimer im 🪣 •

    • @Lowandorder:

      @ Lowandorder



      Ach darum hören alle 🫏 auf Fidi wenn man sie ruft....laaach