piwik no script img

Jugendsprache„Das crazy“ zum Jugendwort des Jahres gewählt

„Das crazy“ ist das neue Jugendwort des Jahres. Knapp dahinter landete ein Slangwort für Selbstbefriedigung.

dpa | „Das crazy“ ist zum Jugendwort des Jahres 2025 gewählt worden. Bei einer Abstimmung des Langenscheidt-Verlags unter den drei Top-Begriffen sei „das crazy“ mit knappem Vorsprung auf dem ersten Platz gelandet – vor „goonen“ und „checkst du“. Das Siegerwort wurde auf der Frankfurter Buchmesse live vor Publikum verkündet.

Aber was ist mit „das crazy“ gemeint? Es handelt sich um eine Allzweckfloskel, wenn man sprachlos ist oder keine Lust auf eine richtige Antwort hat. Es ist in etwa vergleichbar mit „aha“ oder „okay“.

Den Angaben zufolge entfielen 35,7 Prozent der Stimmen auf „das crazy“. „Goonen“ – ein Slangwort für Selbstbefriedigung – lag mit 35,5 Prozent nur hauchdünn dahinter. „Checkst du“ landete auf Platz drei. Dieser Begriff wird oft am Ende eines Satzes genutzt, um sicherzugehen, dass das Gegenüber wirklich versteht, worum es geht.

Fast zwei Millionen Stimmen abgegeben

Seit dem Start der Kampagne Ende Mai wurden bei der anonymen Wahl fast zwei Millionen Stimmen online abgegeben. „Sowohl bei der Abstimmung als auch bei der Einreichung der Vorschläge wurde nur die Altersgruppe der 11- bis 20-Jährigen berücksichtigt“, sagte eine Sprecherin. „Wir müssen uns darauf verlassen, dass die Teilnehmenden ihr Alter wahrheitsgemäß angeben.“

Seit 2008 veröffentlicht der Langenscheidt-Verlag das Jugendwort des Jahres. Der Sieger im vergangenen Jahr war das Wort „Aura“, das eine besondere Ausstrahlung und das Charisma einer Person bezeichnet. Erst seit 2020 wählen ausschließlich junge Menschen zwischen 11 und 20 Jahren das Jugendwort des Jahres.

50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

0 Kommentare