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Gewalt bei Schulprotesten Nur ein Symptom

Kommentar von

Lea Fauth

Die heftigen Ausschreitungen sind eine Folge dessen, dass das Leben immer unbezahlbarer wird. Und einer Hilflosigkeit, anders nicht gehört zu werden.

A m Abend vor der Großdemo gingen Emmanuel und Brigitte Macron auf ein Konzert von Céline Dion. Ihre Begleitung: Hélène Arnault, Frau des reichsten Manns Frankreichs. Wäre es nicht die Realität, man könnte es für eine Karikatur halten: hier der Luxus – draußen das wütende, kaputt gesparte Frankreich. Am nächsten Tag zündeten De­mons­tran­t*in­nen Autos und das Rathaus in Limoges an, schlugen Fensterscheiben ein, plünderten Läden.

Man könnte jetzt anbringen, dass die Proteste vielerorts friedlich verliefen. Dass Protestierende eine Barrikade wegräumten, um die Feuerwehr durchzulassen. Dass Teenager den Cafés halfen, Tische reinzustellen. Dass Plünderer geklaute Hygieneartikel verteilten. Dass ein Mann, der Geschosse in die Menge warf und aussah wie ein Demonstrant, als Polizist enttarnt wurde. Man könnte die enorme Polizeigewalt hervorheben – Jugendliche verloren durch Granaten ein Auge, eine Hand.

All das sind wichtige Kontextualisierungen. Und sie zementieren auch eine scheinbare Dichotomie – diese Gewalt entweder „gut“ oder „schlecht“ finden zu müssen. Falsche Frage. Bessere Frage: Wofür steht die Gewalt? Die Ausschreitungen drücken etwas über die Gesellschaft aus, die sie hervorbringt. Sie sind Symptom eines gewaltvollen Spätkapitalismus, der uns allen die Lebensgrundlagen entzieht. Sie sind Produkt eines undemokratischen Parlamentarismus, in dem man ein Schild hochhalten oder ein Kreuz machen darf, was aber nichts bewirkt.

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Die taz ist eine unabhängige, linke und meinungsstarke Tageszeitung. In unseren Kommentaren, Essays und Debattentexten streiten wir seit der Gründung der taz im Jahr 1979. Oft können und wollen wir uns nicht auf eine Meinung einigen. Deshalb finden sich hier teils komplett gegenläufige Positionen – allesamt Teil des sehr breiten linken Meinungsspektrums.

Macron regiert per Dekret und hat den linken Sieg der letzten Legislativwahlen übergangen, eine Premierministerin der Umverteilung verhindert. Die Gewalt ist auch Ausdruck einer extremen Marginalisierung etwa in Pariser Vorstädten. Kimberly Jones brachte es bei den Black-Lives-Matter-Protesten auf den Punkt. „Ihr fragt: Warum brennt ihr eure eigene Nachbarschaft nieder? Es ist nicht unsere! Wir besitzen nichts!“ Und: Wem das brennende Rathaus in Limoges mehr wehtut als die Lage der Menschen in den Banlieues, der sollte mal kurz innehalten.

Lea Fauth Redakteurin taz1

Hat Philosophie und Literatur in Frankreich, Brasilien und Portugal studiert und bei der Deutschen Welle volontiert.
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81 Kommentare

  • Dr. McSchreck

    Am Rande: ich bin wirklich sehr begeistert von den taz-Lesern, die hier eine klare Haltung zeigen, dass man nicht immer alles mit Ungerechtigkeit entschuldigen kann - und das oft sehr sprachgewaltig.

  • Katharina Reichenhall

    Mich irritiert die unterschiedliche Bewertung dieser Gewalteskalationen.



    Handelt es sich um mutmaßliche Linksextremisten oder Banlieue-Bewohner neigt man hier dann doch zu einer bemerkenswerten Toleranz und Verständnis. Wären da mutmaßliche Rechtsextremisten am Werk, sähe das höchstwahrscheinlich ganz anders aus.



    Dabei ist offensichtlich, dass es den Gewalttätern in erster Linie um Gewalt und Plünderungen geht. Diese Leute verdienen kein Verständnis, sondern konsequente Ablehnung und Ausgrenzung. Wer Gewalt ausübt oder legitimiert, verlässt das Fundament der FDGO.

  • economista

    Sind Teuerung, soziale Ungerechtigkeit und Ausschreitungen vielleicht Symptome des Spätimperialismus? Europa kann oder will die Dritte Welt nicht mehr ausbeuten wie bisher und der damit einher gehende Wohlstandsverlust trifft die ärmere Leute am allerhärtesten.

  • Stumm Roland

    "Macron regiert per Dekret und hat den linken Sieg der letzten Legislativwahlen übergangen". Die( uneinige) Linke hat bei den Wahlen nur ein Drittel der Stimmen bekommen. Man ist Sieger, wenn zwei Drittel gegen Sie sind? Auch regiert Macron nicht per Dekret. Es wird in der Naionalversammlung abgestimmt. (siehe das eine Drittel.)

  • Stumm Roland

    "Am nächsten Tag zündeten De­mons­tran­t*in­nen Autos und das Rathaus in Limoges an, schlugen Fensterscheiben ein, plünderten Läden." Da muss ich widersprechen. Das waren keine Demonstranten, das waren gut organisierte Banden von Kriminellen, die die gerechtfertigen Demonstrationen ausnutzten ( es gibt Beiträge in asozialen Medien, die das belegen ). Also bitte keine Revolutionsromantik.

  • vieldenker

    Und wenn dann das Auo des Autors brennt, wird er sich für den wirkungsvollen Wutausbruch bedanken - und natürlich auf die Erstattung verzichten. Was für eine schräge Argumentation.

    • Troll Eulenspiegel

      @vieldenker:

      Hab auch mal ein Fahrrad im Samariterviertel verloren, damit eine Barrikade brennt. Waren nicht genügend E-Bikes in der Nähe. Ist halt so, Berlin hat noch viele andere, herrenlose Fahrräder, die einfach zu reparieren sind.

  • Duplozug

    Ich finde diesen Text einfach falsch. Warum brennt ihr eure Nachbarschaft nieder? Das ist nicht unsere ... Wir besitzen nichts. Ist faktisch falsch und Teil des Problems.



    Warum ist Berlin nochmal so vermüllt? Ach ja, weil wenn man den Leuten jedwede Eigenverantwortung abspricht, muss man sich nicht wundern warum diese keinen Respekt vor irgendwas haben. Ob dies Eigentum von anderen (Autos) oder Gemeineigentum ist ( Infrastruktur, U-Bahn, Schulen).



    Das so zu verharmlosen finde ich höchst gefährlich.



    Und dieses Verständnis für " Linke" Gewalt. Während in jedem zweiten Artikel vor " rechter" Gewalt gewarnt wird.



    Und nur weil ein Mob sich im Unrecht sieht, heißt d nicht dass es richtig und überhaupt wahr ist.



    Aber anscheinend ist hier zu oft der Gedanke: das sind unsere Leute, also bloß nicht kritisieren.. Vielleicht kommt ja jetzt endlich die Weltrevolution.



    Ich muss leider sagen, sehr unwahrscheinlich. Eher kommt leider die Revolution ist der Umsturz von rechts. Und gerade das hier, sät den Nährboden dafür. Vollkommen losgelöst von den absolut realen Problemen die es gibt.

    • Dr. McSchreck

      @Duplozug:

      Ich stimme Ihnen da völlig zu und eigentlich sind solche Leute, die Schulen anzünden und den kleinen Kiosk zerlegen, der beste Beweis, dass Sozialismus nicht funktioniert, es gibt zu viele Menschen, die nur ihre eigenen Bedürfnisse sehen, in diesem Fall Frust ablassen und Sachen kaputt hauen.

  • Jens Köster

    Kuscheljournalismus gegenüber Gewalttätern. Das muss man ablehnen. Es ist entlarvend, wenn man sowas bestimmten Gruppen zugesteht und anderen nicht. Ich lehne es immer ab.

  • Deep South

    Dass alles irgendwo Ursachen hat und die Gewalt nicht einfach nur aus dem luftleeren Raum kommt sondern soziale Hintergründe hat, ist jetzt nicht die große Überraschung. Dass totz brutaler Bilder, mit eskalierender Gewalt auch gegen Unbeteiligte hier mal wieder das Fass "gute Gewalt" und "schlechte Gewalt" aufgemacht wird, leider auch nicht mehr.

    Die gleiche Argumentation, "nicht gehört zu werden" und sich gegenüber der Politik machtlos zu fühlen und deshalb das Faustrecht zu haben, führen so ziemlich alle ideologischen Gewaltäter an. Auch die, wo man dann bei Vergleichen jedes mal Hufeisenschnappatmung bekommt. Viele Demonstrierende, mit ganz legitimen Anliegen äußern selbst ihren Unmut über das Kapern der Proteste durch Extremisten und die Eskalation von Gewalt. Wem diese Bilder rechtzeitig zur Präsidentschaftswahl am Ende nützen werden, weiß auch jeder. Aber hier verklärens mal wieder Einige zu Robin Hood Aktionen.

  • KLaus Hartmann

    Erinnert mich an die 68 -er Jahre. Da braut sich europaweit was zusammen. Statt wie damals gegen den Muff aus den Talaren und die Obrigkeit vorzugehen werden heute aber konkrete Probleme in den Ländern angesprochen, die Regierungen und Politiker nicht mehr gelöst kriegen. Alles viel brisanter als damals. Weltweite Teuerung, Wohlstandsverluste, Verlust des Aufstiegsversprechens für Jugendliche, Jobangst, Wohnungsnot. Altersarmut, Überfremdung durch Migration, Klimawandel, Kriegsangst etc. Und die Politik? Wirkt irgendwie überfordert und hilflos

  • Sybille Bergi

    Seit Jahren steigt die Staatsquote in Frankreich beständig. Mittlerweile sind wir bei über 57%. Leider führt das zu einem immer weiter erodierenden Wohlstand. Kompensiert werden die fehlenden Einnahmen durch immer neue Steuern (CO2, Zucker, Benzin etc.), was wiederum die Inflation antreibt. Das läuft in Frankreich genau wie in Deutschland.

  • pumble

    Es ist erschreckend zu sehen, wie erfolgreich die Eskalationstaktik der Polizei dabei ist, Proteste zu delegitimisieren.

  • Rainer Wahnsinn

    Ein Rathaus brennt, Geschäfte werden geplündert – und die taz erklärt die Frage, ob Gewalt gut oder schlecht sei, kurzerhand zur „falschen Frage“. Nein: Falsch ist ein moralischer Kompass, der bei Brandstiftung erst nach der gesellschaftlichen Botschaft sucht.

    Wer gestohlene Hygieneartikel verteilt, ist kein Robin Hood. Er bleibt ein Plünderer. Und wer ein Rathaus anzündet, greift keine abstrakte „Elite“ an, sondern das Gemeinwesen, für das auch arme Bürger Steuern zahlen. Polizeigewalt ist ebenso konsequent aufzuklären – Unrecht rechtfertigt niemals Unrecht.

    Dass Wahlen nicht jedes gewünschte Ergebnis liefern, macht den Parlamentarismus nicht „undemokratisch“. Demokratie ist kein Lieferservice für die eigene Gesinnung. Sie verlangt, Mehrheiten und Niederlagen auszuhalten, statt den Rechtsstaat unter Druck zu setzen.

    Armut verdient Hilfe, Ausgrenzung politische Antworten. Aber soziale Not ist kein Freibrief für Gewalt. Wer Täter zu bloßen Opfern der Verhältnisse erklärt, entmündigt sie – und verhöhnt die tatsächlichen Opfer.

    Ein Staat, der vor Gewalt kapituliert, verliert nicht nur Autorität. Er verrät diejenigen, die sich an seine Regeln halten.

  • Il_Leopardo

    Das einzige, was wirklich helfen würde, sind nicht Gewaltausbrüche, sondern wäre ein Proletariat, eine Arbeiterschaft, die diszipliniert und organisiert in einen Streik eintritt und der Regierung ihre Macht demonstriert.



    Auch wenn es hier nicht jedem gefällt, wenn bestimmte Kreise einfach nur ihr Mütchen kühlen wollen, wird Vater Staat einfach mal seine Knute rausholen.

    • PeterArt

      @Il_Leopardo:

      Die Arbeiterschaft hat wenig Verständnis für Chaoten, die nur zerstören, rauben und plündern.

      • Il_Leopardo

        @PeterArt:

        Genau das habe ich doch gerade geschrieben.

  • Marcus Weisen

    Es ist selbsverständlich ein Symptom, doch komplexer als Frau Fauth ihn wahrhaben möchte. Sie verschweigt , wie sehr ein Teil dieser Gewalt von einer Minorität (etwa 1% derjenigen, die an Demos teilnehmen), die mal Black Block, oder ultra gauche oder noch ultra extême gauche genannt wird, ausgeübt wird. Die meisten von ihnen befürworten Gewalt, und unter ihnen gibt es Viele, die gar keine politischen Ziele verfolgen, aber denen rauhe Gewalt gefällt — das konnte ich mir am Samstag in Tours, wo ich an der friedvollen Demo teilnahm bis die Chaoten, eine Gruppe für sich, unter anderem Geschäfte angriffen und in Brand steckten. Im Namen der Selbstverteidigung gegen den gewaltsamen Kapitalismus — so das gängige Motto, über das sich diskutieren lässt — üben sie Gewalt aus, einfach weil sie Gewalt lieben. So eine Gewalt darf auf keinen Fall legitmiert werden!



    Diese Leute haben auch gar keine Alternative anzubieten, als — so möchte ich mal ausdrücken — zurück in die Steinzeit.



    chaleureuses salutations de Tours

  • CR43

    Sie machen einen gigantischen Fehler, indem Sie sich den Satz "Wir besitzen nicht" zu eigen machen.



    Sie besitzen in Ihrer Nachbarschaft kleine Geschäfte, Autos etc.



    Ihnen "gehört" natürlich auch die öffentliche Infrastruktur.



    Das zu zerstören, ist außerordentlich unsinnig.

  • UNGUIS

    Eine exzellente Analyse, die die Dinge kurz und bündig auf den Punkt bringt. DANKE, Lea Fauth!

    • Auweiowei

      @UNGUIS:

      Das ist auch uneingeschränkt meine Meinung.



      Abgesehen davon, das Fähnlein der Rechten (leider nicht der Aufrechten des Schweizers Gottfried Keller) hat erneut die Kommentarspalten gekapert. Vielleicht sollten die Un-Rechten sich mal zum Kommentarstreik verabreden - aber wie bloß?



      An dieser Stelle schlug die Tastatur vielsagend 'blood test' vor. Wirklich. Ganz zeitgemäß.

  • PeterArt

    Das Wort unbezahlbar hat keine Steigerungsform. Im übrigen gibt es keine Rechtfertigung für Gewalt, Zerstörung, Raub und Plünderung. Schon gar nicht, wenn es gegen unbeteiligte geht. Und eine Hand verliert man durch eine Granate genau dann, wenn man sie selbst (zurück?) zu werfen versucht hat.

    • Karl Theurer

      @PeterArt:

      Und welche Verantwortung hat der Erstwerfer der Granate? Hätte der nicht geworfen, dann könnte niemand zurückwerfen.



      Das gewaltsame Vorgehen der Polizei ist mitverantwortlich für die Eskalationen. Möglicherweise Kalkül der Staatsmacht?

      • Chris McZott

        @Karl Theurer:

        Ja die Staatsmacht möchte als schwach und hilflos darstehen und somit der Opposition an die Macht verhelfen...

        • Karl Theurer

          @Chris McZott:

          Nein. Sie möchte nicht schwach und hilflos dastehen, sondern härtere Sanktionen veranlassen, wie z.B. Ausgangsperren, Demonstrationen verbieten, friedlichen Demonstranten zu Straftätern erklären.

          • Chris McZott

            @Karl Theurer:

            Alles Zeichen der Schwäche.

          • PeterArt

            @Karl Theurer:

            Mir sieht das Ganze irgendwie nicht nach friedlichen Demonstrationen aus, bin aber vielleicht auch zu altmodisch.

  • Jalella

    "Und einer Hilflosigkeit, anders nicht gehört zu werden."

    Sehe ich genauso. Aus diesem Grund fand ich Macrons Idee, jetzt auch noch Demos zu verbieten, die schon nichts bewirken (wie bei uns), besonders absurd. Was will er damit erreichen? Bürgerkrieg?

    • PeterArt

      @Jalella:

      Man könnte ja auch Raub, Plünderung und Vandalismus verbieten.

  • llorenzo

    Danke, ein guter Artikel. Ich verstehe manche der Kommentaren nicht. Was hier vermittelt wird ist Fragen zu stellen. Es ist absurd, sich über den Ausbruch von Gewalt zu wundern. Natürlich sind diese Menschen verarmt und unterdrückt. Die machen das ja nicht aus Spaß am Krawall. Jede einzelne dieser Menschen möchte vermutlich einen sicheren und warmen Ort unter Freunden. Kultur genießen und ein entspanntes Leben führen. Für ihre Familien da sein und natürlich, so platt es klingt, genügend Geld und Arbeit für einen Lebensunterhalt mit Zukunft.

    • Encantado

      @llorenzo:

      "Natürlich sind diese Menschen verarmt und unterdrückt. Die machen das ja nicht aus Spaß am Krawall."



      In dieser absoluten Form eine nicht zutreffende Behauptung. Denn derartige Spaßmacher gibt es durchaus. Und nicht wenige.

    • PeWi

      @llorenzo:

      Als nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd die Unruhen in den USA losbrachen, wurde ein Artikel darüber in der FAZ oder der Süddeutschen mit dem Foto eines niedergebrannten Hauses in Indianapolis illustriert. Im Erdgeschoss konnte man noch eine Aufschrift lesen, dass sich dort ein äthiopisches Restaurant befunden hatte. Dieses Lokal, für das vermutlich eine nicht "überreiche" Familie sehr hart gearbeitet hat, niederzubrennen, zeigt den ganzen Irrsinn solcher Krawalle.

      Und entlarvt die ganzen "Erklärungen" und Rechtfertigungen als Ausreden und Vorwände. Zu behaupten, die Randalierer machten das nicht "aus Spaß am Krawall" zeigt den leider bei vielen Linken völlig verstellten Kompass.

      Schulen und Bibliotheken niederzubrennen, ist dem Wunsch, nach einem sicheren und entspannten Leben nicht dienlich. Dafür muss man gelegentlich auch was tun. Wie etwa die Restaurant-Besitzer in Indianapolis.

      Aber es ist natürlich viel "cooler", das, was man sich nicht leisten kann, einfach zu stehlen, und vermummt einem Fotografen vor brennenden Autos den Stinkefinger zu zeigen und sich an den Klicks im Netz zu weiden. Das sind keine "Opfer", das sind feige "Täter". Nichts weiter!

      • Dr. McSchreck

        @ PeWi:

        Voll ins schwarze getroffen, auch hier waren es oft kleine Läden von Leuten, die sich damit ein bisschen Wohlstand mit viel Fleiß aufbauen wollten.

    • DiMa

      @llorenzo:

      Die Verwunderung betrifft doch eher den Versuch der Rechtfertigung der Gewalt, nicht die Gewalt selbst.

      Gewalt in dieser Form ist nicht zu rechtfertigen; auch nicht durch eine nachvollziehbare oder nicht nachvollziehbare Unzufriedenheit.

      • llorenzo

        @DiMa:

        Natürlich ist Gewalt zu rechtfertigen. Gewalt hat viele Gesichter. Nur weil die Gewalt die auf diese Menschen seit Jahren ausgeübt wird versucht sich an gesetzliche Vorgabe zu halten, bleibt sie doch Gewalt. Und ich weiß nicht ob Unzufriedenheit das gleiche meint, das dazu führt, das Menschen zu solchen Maßnahmen greifen.

        • Biker-Ffm

          @llorenzo:

          Vertreten Die diese Meinung auch dann noch wenn ihre Wohnung, ihr Auto, ihr Eigentum brennt und sie Gewalt erfahren und ausgeplündert werden? Ich glaube dann dreht sich die Meinung ganz schnell, aber so lange man nicht selbst betroffen ist, kann man mit kruden Theorien ja Gewalt leicht legitimieren.

      • PeWi

        @DiMa:

        Vielen Dank für diese klare und richtige Aussage. Vielleicht denkt auch das taz-Redaktions-Team mal darüber nach, ob die gestrige Titelseite, auf der plündernde Typen mit "Enteignung auf französisch" verharmlost worden sind, wirklich eine gute Wortwahl war.

  • Unternehmer

    Jeder ist seine Glückes Schmied. Wer will, der findet in unserer sozialen Marktwirtschaft ein wirtschaftliches Auskommen, wenn nicht sogar Wohlstand. Ich habe es geschafft: von der unteren Mittelschicht kommend, bin ich heute Top-Verdiener.

    Das fliegt einem nicht zu, das erfordert Ausdauer, Fleiß und Disziplin. Und Frustrationstoleranz. Gewaltsame Demonstrationen zeigen nur, warum jene, die sie begehen, es nicht schaffen. Ihnen fehlen genau diese Erfolgsskills. Nur Loser plündern Geschäfte und fühlen sich dabei noch wie Robin Hood.

    • Auweiowei

      @Unternehmer:

      Schon vor 70 Jahre, als ich noch ein Schulbub war (so hieß das, wo ich dahoam war), nannten mich meine mobbenden Schulfreinde 'Loser'. Ich verstand es nicht und wagte auch niemand zu fragen.



      So konnte ich leider nicht meines Glückes Schmied werden, wie wohl nachzuvollziehbar ist. Ich wurde Lehrer, worüber meine Eltern nicht gerade glücklich schienen.



      Dank Ihrer Lebensbeschreibung fühle ich mich jetzt endlich halbwegs glücklich. Denn es baut den Menschen auf, ... (usw.)



      Nur das, was gerade in Frankreich passiert... Da komme ich mir wieder wie ein Loser vor. Obwohl ich selbst in Gedanken nichts plündere und weit von Paris entfernt bin und auch davon, mir wie Robin Hood vorzukommen.



      Verstehen Sie das?

    • Christine Kaiser

      @Unternehmer:

      Ein hartes Urteil!



      Es gibt eine Menge Jobs, die gemacht werden müssen, für die man nicht Ihre "Erfolgsskills" braucht. Das Thema ist doch, daß man von diesen Jobs oft nicht mehr einigermaßen leben kann.

      • Dr. McSchreck

        @Christine Kaiser:

        Wenn man sie nicht einmal annimmt, wird man es jedenfalls nicht schaffen.

    • Montagsdepression

      @Unternehmer:

      Da mein erster Kommentar wohl an der Freischaltschranke gescheitert ist, weil zu ironisch, hier etwas kritischer:

      Können Sie mir sagen, wie wir dann 8 Mrd. Menschen auf der Erde zu Top-Verdienern machen können? Und was heißt es dann, ein Top-Verdiener zu sein, wenn alle das gleiche verdienen? Wäre es also nicht sinnvoller, dass wir ALLE ein angemessenes Gehalt erhalten, um über die Runden zu kommen?

      • Chris McZott

        @Montagsdepression:

        Wie auch immer der gerechte Lebensstandard für alle 8 Mrd. Menschen aussehen wird, er wird deutlich unterhalb dessen liegen, was Sie gewohnt sind.

      • Unternehmer

        @Montagsdepression:

        Ich will auch, dass jeder sein Auskommen hat. Wo wir uns unterscheiden ist die Frage, wie das gelingen kann. Ich setze auf Wettbewerb mit sozialem Auffangnetz, letzteres bewusst klein gehalten, um keine falschen Anreize zu schaffen. Erst durch Wettbewerb werden die Kräfte freigesetzt, die es braucht, um wirtschaftlich wirklich was auf die Beine zu stellen. Davon profitieren durch den Mechanismus der Umverteilung am Ende alle. Linke Politik leugnet diese Erfolgemechanismen und geht davon aus, Wohlstand für alle mit wenig Wettbewerb, dafür ganz viel Umverteilung erreichen zu können.



        Um auf Ihre Frage zu antworten: es kann nicht das Ziel sein, dass alle Top-Verdiener sind. Aber wir brauchen ein klares Leistungsprinzip: wer mehr will, muss sich anstrengen und in den Wettbewerb treten.



        Und aus Erfahrung kann ich Ihnen noch sagen: das Glück wird nicht durch den erreichten Status bestimmt, sondern durch die Dynamik des Vorabkommens. Insofern können durchaus 8 Mrd Menschen glücklich sein, wenn sie die Möglichkeit haben, durch ehrliche Arbeit vorabzukommen.

      • Oleg Fedotov

        @Montagsdepression:

        Was ist denn ein angemessenes Gehalt.



        Das viele in den Vorständen zu viel bekommen mal außen vor gelassen.



        Eine angestellte Friseuse verdient sicher nicht üppig. Ein Mehr würde jedoch bedeuten, das der jetzt schon teure Haarschnitt von 25 Euro dann mindestens 40 Euro kosten müsste. Mit dem Effet, das der Laden mangels Kundschaft bald schließen müsste. Ähnliches für Floristen, Buchhändler etc. Und warum ist denn ein Platz im Pflegeheim so teuer? Weil dort endlich ein angemessenes Gehalt bezahlt wird. Den anderen großen Teil machen die horrenden Versicherungsbeiträge für solch ein Heim aus.

    • Karl Theurer

      @Unternehmer:

      Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Leistung, ehrlich und ohne Ironie. Aber Sie übersehen, dass auch diese Leistung nur zu erbringen war, weil Sie bestimmte (Charakter-)Eigenschaften in sich tragen, die Ihnen die Natur geschenkt hat. Und glückliche Zufälle auf Ihrem Weg gab es sicher auch.

      Außerdem haben Sie Glück, weil nicht alle so eine Leistung zu Stande bringen wie Sie. Dann wären wir alle TOP-Verdiener. Und wer macht dann die Arbeit für die TOP-Verdiener?

      • llorenzo

        @Karl Theurer:

        Ich bin mir immer ein Stück weit unsicher bei dem Begriff Top-Verdiener. Das kann man aus meiner Sicht nur erreichen, wenn mit großem Engagement Vorteilnahme betrieben wird. Durch Handwerkliche Arbeit alleine geht das nicht. Die Bereich, die es ermöglichen größere Mengen an Geld zu generieren, haben große Nähe zu kapitalistischen Finanzmärkten. Also Gewinne zu erzielen ist natürlich in einer Ressourcen begrenzten Welt immer auch ein wegnehmen und Ausbeuten der Strukturen. Kurz: Ihr Gewinn ist der Verlust Anderer. Meine bescheidene Meinung.

        • Dr. McSchreck

          @llorenzo:

          Gerade Handwerker können beim augenblicklichen Mangel sehr viel verdienen.

          • llorenzo

            @Dr. McSchreck:

            Haha, ja das sind sicher Top-Verdiener, da auf dem Bau. Der Schuster hier in der Nachbarschaft. Ja, der Heizungsmonteur mit der Wärmepumpe... Ganz klar verdient der Deutsche in Spitzenpositionen viel mehr. Das die Leistung des einzelnen nicht immer proportional zu deren Gehalt ist, darüber braucht wohl niemand zu diskutieren. Dann als nächster Schritt der Forschung: Welche Parameter sind neben gleichem Energieaufwand (Kalorien) zusätzliche Faktoren...

      • PeWi

        @Karl Theurer:

        Aber wenn jemand diese Charaktereigenschaften nicht hat, ist das immer noch keine Rechtfertigung, sich überhaupt nicht anzustrengen, und die Dinge, die er oder sie sich unteranderem deshalb nicht leisten können, einfach zu klauen.

        Medien und Menschen, die das dann zu rechtfertigen versuchen, sind da schlicht auf dem Holzweg.

        Und zwischen TOP-Verdienern und Leuten, die, warum auch immer, arm sind, gibt es einige Zwischenstufen, auf denen man durchaus ein gutes Leben führen kann. Einige von denen dürften für oder mit @Unternehmer arbeiten, ohne das letzterer damit schon ein "Ausbeuter" ist.

    • Montagsdepression

      @Unternehmer:

      Hallo Herr Christian Lindner, wie geht es Ihnen mit dem neuen Job beim Autohändler?

  • Wombat

    Tja das ist jetzt das Resultat der Schuldenpolitik und Anleihenkaufprogramme. Hohe Inflation.

    • Martin Rees

      @Wombat:

      Schulden in gigantischer Höhe:



      2025 bei dw.com



      "Kein EU-Staat ist nach absoluten Zahlen so hoch verschuldet wie Frankreich. Die Staatsverschuldung ist mittlerweile auf über 3,35 Billionen Euro angewachsen, was etwa 114 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) entspricht. Und die Schuldenquote steigt weiter an: Experten haben hochgerechnet, dass sie bis 2030 auf mehr als 125 Prozent des BIP klettern könnte."



      Alle Lobpreisungen des "französischen Weges" relativieren sich, nicht nur die der Atompolitik.



      Schulden haben berechenbare und unausweichliche Folgen, Generationen überschreitende Zinszahlungen...



      Da läuft etwas aus dem Ruder.

  • Kasimir_Affe

    Da es sich augenscheinlich nicht um Selbstverteidigung handelt, wenn man in Horden einen einzelnen Videospiel-Verkäufer zu Boden schlägt, demütigt und ausraubt oder einen Supermarkt plündert, verstehe ich nicht, wie man überhaupt die Frage nach gut oder schlecht stellen kann.



    Sehr geehrte Frau Fauth, ich finde es tragisch, dass Ihr moralischer Kompass verloren gegangen ist, aber diese Gewalt ist in keiner Weise zu ertragen oder zu relativieren. Es ist Gewalt. Es ist Zerstörung. Es trifft die Falschen. Es ist sinnlos. Es vernichtet die Freiheit.

    Ich empfinde größten Abscheu zu wissen, dass diese Menschen die gleiche Schulbildung erfuhren wie ich.

    • Unternehmer

      @Kasimir_Affe:

      Da kann ich nur zu 100% zustimmen!

  • rero

    Berechtigte Frage:

    Wofür steht die Gewalt?



    Was drückt sie über die Gesellschaft aus?

    Einen undemokratischen Parlamentarismus, in dem Proteste und Wahlen nichts nützen?

    Dann müssten die Proteste erst recht in Anscheinsdemokratien und Diktaturen stattfinden.

    Tun sie aber nicht

    Für einen gewaltvollen Spätkapitalismus?

    Die Proteste finden nicht in China oder Bangladesh statt.

    Selbst innerhalb der EU sind es nur westeuropäische Staaten, die betroffen sind.

    Weil der Spätkapitalismus in Osteuropa weniger gewaltvoll wäre?

    Was Frau Fauth darstellt, erklärt nicht, warum nur Westeuropa betroffen ist.

    Aber offensichtlich ist, dass wir dort eine starke gesellschaftliche Instabilität erleben, womöglich gar einen Zerfall.

    Vielleicht kündigt sich hier gerade das Ende eines Weges an.

    Viele Länder jedenfalls erleben Westeuropa gerade nicht als Vorbild.

    • WerraUfer

      @rero:

      Danke für die Fragen. Hier meine Gedanken dazu:



      - In einer Anscheinsdemokratie oder Diktatur ist die Angst der Bevölkerung vor Repressalien und damit deren Unterdrückung vielleicht schon so groß, dass es die Menschen einfach nicht schaffen diese Hürde zu überwinden bzw. ist vielleicht ein noch größerer Leidensdruck "notwendig".



      - In Osteuropa ist der Kapitalismus aus historischen Gründen noch nicht so weit fortgeschritten und es sind noch familiäre oder gemeinschaftliche Strukturen stärker intakt, die Menschen in schwierigen Lebensphasen auffangen. Der Individualismus in Westeuropa hat viele gute Seiten, kann aber auch dazu führen, dass die Menschen in schwierigen privaten (ggf. auch finanziellen Situationen) nicht mehr ausreichend gehalten werden.

  • Newjoerg

    „Indem sie zur Gewalt aufriefen, könnten Jean-Luc Mélenchons Anhänger Marine Le Pen den Weg zur Machtergreifung geebnet haben“. Eine Analyse, die sich immer mehr verbreitet: Christophe Barbier fragte am 19. Oktober auf LCI Regierungssprecherin Maud Bergeon: „Ist das alles Marine Le Pen in die Hände gespielt?“

  • Tom Farmer

    Wer wird denn zu Klimawandel gehört? Zur Erinnerung: Aktivisten erhielten Strafbefehle und Androhung von Knast!



    Wer wird zum Thema Artensterben gehört?



    Wer wird zum Thema zukünftige Rentenkürzungen gehört??



    Usw?



    Und wo brennen jetzt Geschäfte und Autos und Rathäuser weil niemand zuhört?



    Nur weil das Thema auf der linken Gerechtigkeitsagenda und Reich-Arm Thema steht wird das so diskutiert. Ich finde das vollkommen unausgewogen!

  • Ta Tsu

    Haben Sie alle Maßstäbe verloren? In Frankreich werden 57% des Sozialprodukts staatlich umverteilt, sozusagen solidarisiert. Das ist das Problem. Mangelnder Raum für Individualität und Selbstverwirklichung. Nicht wenige reiche Menschen, die Reichendinge tun.

  • Hans Dampf

    Nichts, aber auch gar nichts rechtfertigt es, Rathäuser anzuzünden, Geschäfte zu plündern und Polizisten Krankenhausreif zu schlagen.



    Oder darf jetzt jeder, der meint nicht gehört zu werden Rathäuser anzünden?

    • Karl Theurer

      @Hans Dampf:

      Sehe ich auch so, Gewalt ist keine Lösung! Rein vernunftmäßig betrachtet.



      Der Mensch ist aber nur bedingt rational, seine Emotionalität überwiegt bei Weitem. Und möglicherweise kommt das dem Geldadel (@Apfelesser, siehe unten) gerade recht, um die berechtigten Anliegen der Demonstranten zu diskreditieren und provoziert mit dem Vorgehen der Polizei das bedauerliche Ausmaß der Gewalt.

  • Sabine Hofmann-Stadtländer

    Ich bin sehr zwiespältig: Einerseits stimme ich den Kommentaren von "kiwitt" und "gyakusou" durchaus zu, andererseits erinnern die Auseinandersetzungen in gewisser Weise an die Bauernkriege im 16. Jahrhundert und die Französische Revolution im 18. Jahrhundert. Auch damals war es die pure Not, die zu den Revolutionen führte. Ich wünsche mir nur eines, dass sich nicht die Falschen draufsetzen oder ihren Nutzen daraus ziehen: die Rechtsextremen.



    Wie jedoch bei dem Be- und Verharrungsvermögen der Regierungen und der EU die Konflikte gelöst werden können, weiß ich beim besten Willen nicht.

    • Budzylein

      @Sabine Hofmann-Stadtländer:

      Die pure Not im 16. oder 18. Jahrhundert mit den jetzigen sozialen Zuständen in Frankreich gleichzusetzen, geht vollkommen an der Realität vorbei. Niemand muss in Frankreich hungern. Und Schülerproteste gibt es nur dort, wo Kinder und Jugendliche zur Schule gehen können und nicht, wie in vergangenen Jahrhunderten, auf dem Feld arbeiten müssen.

      • Sabine Hofmann-Stadtländer

        @Budzylein:

        Ein weiterer Hinweis für die Richtigkeit meiner These, den ich vorhin vergaß zu erwähnen: Im Rahmen der Schülerproteste fand auch ein "Sturm auf die Bastille" statt, bei dem sich die Protestierenden auf dem Place de la Bastille versammelten. Ein klassischer Ausdruck der Rückbesinnung auf die französische Revolution!

      • Sabine Hofmann-Stadtländer

        @Budzylein:

        Liebe*r Budzylein, natürlich kann man die Situation nicht 1:1 miteinander vergleichen; auch waren die Mittel damals noch gewalttätiger. Darum ging es in meinem Kommentar aber auch nicht, sondern mir geht es um die Mechanismen und gewisse Parallelen: Aufbegehren und Niederschlagung.

  • DiMa

    "Bessere Frage: Wofür steht die Gewalt?"

    Genau das ist die falsche Frage, den damit fängt man an, Gewalt eine Akzeptanz zu geben. Gewalt ist eine rote Linie, die hier überschritten worden ist und dafür gibt es keine Kontextuisierung. Diese Form der Gewalt hat nichts mit friedlichen Demonstrationen zu tun!

  • Frauke Z

    So so, "kaputt gespart".



    Mit einem durchschnittlichen Renteneintritt rund fünf Jahre früher als in Deutschland, und zwar auf deutlich höherem Versorgungsniveau.



    Von den besonderen Privilegien einzelner Berufsgruppen wie der Eisenbahner, die beim Kapern der Schüler- und Stundentendemos für die eigenen Belange ganz früh dran waren, ganz zu schweigen.

  • kiwitt

    Schulproteste?



    Ich glaube nicht, dass da gerade noch viele Schüler und Studenten auf der Straße sind.



    Das ist schon eine andere Klientel.



    Und Plünderer, die Hygieneartikel verteilen, bleiben trotzdem Plünderer.

    • Auweiowei

      @kiwitt:

      Und Polizisten, die als maskierte Plünderer decouvriert werden, bleiben trotzdem Polizisten.



      Und jene, die so etwas nicht wahrhaben wollen, bleiben blind.

      • PeterArt

        @Auweiowei:

        Oje, was für abstruse Verschwörungstheorien...

      • Deep South

        @Auweiowei:

        Na klar. Oder wie Frizte Merz sagen würde "Es gibt auch fals flag Aktionen". Es sind halt immer die Anderen.

        • Auweiowei

          @Deep South:

          Bitte meine Antwort zu @PeterArt oder auch zu @PeWi nachlesen. Danke.

        • Auweiowei

          @Deep South:

          Bitte den entsprechenden Link im Artikel von Frau Fauth nachlesen... und das Video anschauen.

      • PeWi

        @Auweiowei:

        Dafür haben Sie doch sicher Belege, gerne auch mit Nachweisen, ob alle Plünderer "maskierte Polizisten" gewesen sind?

        Oder ist das nur ein linkes "Narrativ, weil man immer noch nicht wahrhaben will, dass diese Menschen eben keine Opfer irgendeines "Systems" sind?

        • Auweiowei

          @ PeWi:

          Ich habe mich auf den einen Polizisten bezogen, den Lea Fauth erwähnt hat.



          Und dann habe ich noch ein wenig dem Link folgend, gegoogelt und habe sowohl einen französischen Augenzeugenbericht en français gelesen und erfahren, dass der zuständige procureur (Staatsanwalt) ermittelt, usw.



          Zufrieden?

  • Apfelesser

    Sehr angenehmer Artikel, der darauf hinweist, wer tatsächlich die Politik in seinem Sinne beeinflusst: Der Geldadel.



    Egal ob Griechenland (einst) oder Berlin (aktuell), werden Menschen gewählt, die das stetige Umverteilen von unten nach oben gefährden, dann schlägt die ausbeutende Seite gnadenlos zu. Es entsteht dadurch eine Ohnmacht gegenüber der Macht des Geldes.

  • gyakusou

    Ich habe ganz sicher kein Mitgefühl mit Menschen in den Banlieues, die plündern und Gebäude in Brand setzen.

    • JK83

      @gyakusou:

      Verstehe ich, ich auch nicht. Aber ich habe etwas anderes: Verständnis. Und wenn man das nicht hat, dann kann man nur mit Law und Order reagieren. Und wenn das alles ist, was einem einfällt, ohne dass die Ursachen wirklich verändert werden, dann kann das ganze Staatswesen kippen. Man sollte also - das will ich damit sagen - aus Eigeninteresse sich für die Belange dieser Menschen interessieren, denn unser gutes Leben hängt auch von deren Bereitschaft "mitzuspielen" ab.