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Monika Herrmann zu Berlin-Sondierungen„Jede rot-grün-rote Koalition verfestigt die Demokratie“

Die grüne Ex-Bürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg fordert endlich inhaltliche Gespräche. Linke, Grüne und SPD sollen Druck von außen trotzen.

Erik Peter

Interview von

Erik Peter

taz: Frau Herrmann, am Wahlabend freuten Sie sich, dass die Grünen eine Vermittlerrolle zwischen Linken und SPD einnehmen könnten. Bei der jüngsten Unterbrechung der Sondierungsverhandlungen sah es dagegen mehr so aus, als stehe ihr Fraktionschef Werner Graf an der Seite von SPD-Chef Steffen Krach gegen die Linke. Wird die Partei der von ihnen beschriebenen Rolle noch gerecht?

Monika Herrmann: Werner Graf wird genau dieser Rolle gerecht. Es war ja abzusehen, dass es zwischen SPD und Linkspartei eine größere Spannung geben wird. Wenn die SPD tatsächlich die Gespräche beendet hätte, wäre es sehr schwierig für sie gewesen, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukommen. Eine Unterbrechung war also genau die richtige Entscheidung, um die Verhandlungen offenzuhalten. Die SPD dabei zu begleiten, ist für mich nachvollziehbar, denn es geht ja immer auch um Emotionen.

Im Interview: Monika Herrmann

62, war von 2013 bis 2021 grüne Bürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg. 2021 kandidierte sie in dem Bezirk für ein Direktmandat im Abgeordnetenhaus, verlor aber knapp gegen einen Linkspartei-Konkurrenten. Seitdem kümmert sie sich vor allem um Verkehrspolitik.

taz: Was erwarten Sie von den Grünen in den nun wieder aufgenommenen Gesprächen?

Herrmann: Die Rolle, die ich jetzt sehe, ist, dass wir auch Motor der Verhandlungen sein sollten. Die Vordiskussionen sind geführt, Papiere geschrieben, Linien gesetzt und alle drei wissen jetzt Bescheid. Es muss jetzt wirklich losgehen mit den inhaltlichen Gesprächen, wir haben keine Zeit zu verlieren. Wenn wir es gemeinsam hinbekommen, einen Koalitionsvertrag abzuschließen, erwarte ich von den Grünen in der Regierung ein klares Profil, konsequentes Handeln im Sinne der Zukunftsherausforderungen und natürlich auch, dass wir mit dafür Sorge tragen, dass Rot-Grün-Rot gelingt und jede Partnerin ihr eigenes erkennbares Profil halten kann.

taz: Zuletzt hat sich immer wieder die Bundesspitze der Grünen mit Kritik an der Linkspartei und den Sondierungsgesprächen zu Wort gemeldet. Wieso hat man da so eine Sorge vor einem Linksbündnis in Berlin?

Herrmann: Eine hoch irritierende Erfahrung für mich ist, mit welchem Übereifer und zum Teil Schaum vor dem Mund aufgerüstet wurde. Und zwar von Linken, Grünen und SPD. Jede rot-grün-rote Koalition, jetzt und in der Zukunft, verfestigt die Demokratie. Wir sehen doch, wie labil und verführbar die CDU für die extremistische Rechte ist. Was die grüne Parteispitze da geritten hat – aber auch die von Linkspartei und SPD sind ständig in Schnappatmung –, ist mir schleierhaft und macht mich echt sprachlos. Wer immer noch nicht erkennt, was die Zeichen der Zeit sind, ist vielleicht zu sehr in seiner innerparteilichen Blase verfangen.

taz: Teilen Sie die Sorgen vor der Berliner Linkspartei?

Herrmann: Nein. Wir regieren seit Jahrzehnten mit der Linkspartei und der SPD im Bezirk und auch in anderen Bezirken. Wir haben auch zusammen das Land regiert. Die Linke ist allerdings in einem Transformationsprozess. Sie haben sich wieder auf konsequenten Klassenkampf fokussiert, haben neue, stärker werdende Gruppen in der Partei. Und der Generationswechsel ist eben nicht nur ein Generationswechsel, sondern wahrscheinlich auch ein grundlegender Politikwechsel. Erneuerungen und Beharrungen sind eine sehr dynamische Mischung. Wohin es am Ende tatsächlich geht, wird sich erst noch zeigen.

taz: Ist mit der Debatte über Antisemitismus jetzt die größte Hürde für die Gespräche genommen oder kommt die erst mit der Debatte um die Vergesellschaftung?

Herrmann: Wenn alle drei Parteien Rot-Grün-Rot wollen, dann finden sich auch Lösungen. Wenn jemand aber eigentlich doch nicht will, sich dies jedoch nicht laut zu sagen traut, etwa wegen schlechterer Wahlergebnisse nach dem Scheitern, wird dieser auch bei jedem Thema Haare in der Suppe finden.

taz: Wie groß ist die Gefahr, dass die Verhandlungen scheitern?

Herrmann: Wenn sich jetzt alle drei auf das fokussieren, was ihre Aufgabe ist, nämlich eine Regierung für Berlin zu bauen, dann wird das auch was. Solange sie sich von der Springer- und CDU-Hetze und den schrillen Kommentaren von den politischen Seitenlinien der eigenen Parteien beeindrucken lassen, wird es allerdings sehr herausfordernd.

taz: Und was passiert dann?

Herrmann: Es gibt natürlich auch andere Varianten. Der sogenannte Wählerwille ist jedoch eindeutig ein anderer. Wer auf Neuwahlen spekuliert, auf eine Kenia-Koalition oder eine Minderheitsregierung, vertut kostbare Zeit mit Spielchen. Die Ber­li­ne­r*in­nen jedenfalls haben wenig Verständnis, dass mit diesem Wahlergebnis nicht endlich die unsägliche Zeit von Schwarz-Rot beendet wird.

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63 Kommentare

  • Westlahn

    Es ist sogar noch krasser als die Überschrift behauptet: NUR eine Rot-Grün-irgendwie-noch-rötlich Koalition steht noch für Demokratie. Es gibt nur eine kleine abzählbare Liste von Koalitionen die eine Mehrheit im Senat hätte. Alle mit dem Ausgeprägtem frauen Defizit, vulgo: AfD, darin fallen dabei raus. Und alle mit Schwarz-Rötlich wurden ja sowas von deutlich abgewählt, daß eine Fortsetzung mit der Kombination eine ebenso deutliche Klatsche ins Gesicht des Wahlvolkes darstellt. Ein "wählt was ihr wollt, wir machen einfach weiter" sorgt für eine Reaktion: "das wollen wir doch mal sehen..." Entweder direkt auf der Straße oder spätestens bei der nächsten Wahl. Denn eine klügere Politik können die alten Netzwerke ja mit dem unbelehrbaren Personal ja kaum machen.



    Es scheint, die Warnung, dass selbst Ex-KanzlerInnen-Wahlvereine komplett durch den 5% Rost fallen können war wohl noch nicht deutlich genug.

  • test_name

    >Jede rot-grün-rote Koalition verfestigt die Demokratie.<

    Was ist eigentlich "die Demokratie". Es müsste heißen "unsere Demokratie". Man müsste hier differenzieren. Die Trennlinie zwischen "unsere Demokratie" und "die Demokratie" ist die Zuwanderung. "Unsere Demokratie" steht für ein christliches sozialistisches Menschenbild mit dem Recht aller Menschen weltweit, sich in "unsere Demokratie" einzufügen.

    Wer das anders sieht gehört nicht zu "unserer Demokratie" - muss aber deswegen nicht zwingend "die Demokratie" abschaffen wollen.

    • Janix

      @test_name:

      Meine Demokratie? Deine Demokratie? Demokratie ist doch für alle da (frei nach einem verflossenen Werbespot).

      Wie bei manchen anderen Wörtern in der politischen Sphäre lohnt sich in der Tat die Nachfrage, was die sprechende Person jeweils darunter verstanden haben will.



      So fortschrittlich, dass mensch natürlich allen Menschen das Recht auf Hinzukommen in ein Gemeinwesen gäbe, dürften recht wenige bereits unterwegs sein. Dies als "unsere Demokratie" zu bezeichnen, wäre für mich auch daher ungewohnt.

      Ansonsten interessant zum Thema David van Reybrouck, der auf die aristokratischen und monarchischen Elemente in heutigen Gesellschaften hinweist und für ausgeloste Bürgerräte plädiert.



      Oder auch die Überlegung, wie weit eine Rousseausche Volks-Willen-Annahme ohne Grundrechtschutz von Minderheiten und Individuen nicht brandgefährlich werden kann (der Wortgebrauch einiger AfDler lässt es erahnen).

      • Westlahn

        @Janix:

        Ausgelöste Bürgerräte würden mangels sachlichen Know-how sicher viel Dilettantisch es anrichten. Und wären vermutlich auch anfällig für Korruption.



        Aber sie würden wenigstens nicht unter Nutzung von Know-how böswillig Schaden anrichten.



        Sie waren allerdings fachlich komplett in Abhängigkeiten von ihnen formal untergeordneten Bürokratien. Und die wüssten das sicher zu nutzen. Und das wohl eher nicht zum Wohle des Volkes.

  • momper

    "Eine hoch irritierende Erfahrung für mich ist, mit welchem Übereifer und zum Teil Schaum vor dem Mund aufgerüstet wurde. Und zwar von Linken, Grünen und SPD. Jede rot-grün-rote Koalition, jetzt und in der Zukunft, verfestigt die Demokratie. Wir sehen doch, wie labil und verführbar die CDU für die extremistische Rechte ist. Was die grüne Parteispitze da geritten hat – aber auch die von Linkspartei und SPD sind ständig in Schnappatmung –, ist mir schleierhaft und macht mich echt sprachlos. Wer immer noch nicht erkennt, was die Zeichen der Zeit sind, ist vielleicht zu sehr in seiner innerparteilichen Blase verfangen." Genau! Vielen Dank für das Interview!

  • meerwind7

    Das Zustandekommen einer Koalition festigt die Demokratie.



    Das wäre aber in einer andere Konstellation, z.B. CDU-SPD-Grüne ebenfalls der Fall, und auch bei einem Regierungseintritt der AfD in einer stabilen Konstellation, z.B. in Ländern mit einer Mehrheit für ein Zweier-Bündnis mit der CDU.

    Mit Einschränkungen der Grundrechte muss man in jeder Konstellation rechnen; bei einer rechten Koalition zu Lasten der bekannten Gruppen, bei einer linken Koalition z.B. zu Lasten der Möglichkeiten, wie sich Mieter und Vermieter auf einen rechtskräftigen Vertrag einigen können.

    Demokratie ist erst mal nur Herrschaft der Mehrheit und Freiheit ist ein anderes Thema.

    • Janix

      @meerwind7:

      Ich sehe einen sehr deutlichen Unterschied zwischen dem Ziehen des Artikels 15 GG bei sehr großen Trusts und dem durchscheinenden Wunsch, Grundrechte in großem Stil angreifen zu wollen.

      Demokratie hierzulande ist _nicht die pure Mehrheitsherrschaft. Bücher der Bundeszentrale für politische Bildung oder Ihre Schul-Unterlagen von damals können das besser ausdrücken als ich. Grundrechte und Menschenwürde sind der Ausgangspunkt und bänden selbst 100-%-Mehrheiten.

      Eine AfD muss also entweder doch noch zu einer CSU 2.0 umkehren, zumindest im Bereich der Grundrechte ankommen, theoretisch: einen nur wirkungslosen Mehrheitsbeschaffer machen, haha, oder eben draußen bleiben, ggf. ins Verbotsverfahren. Deren Entscheidung.

      Wer eine Alternative zu Schwarz-Rot will, hat Grüne, Linke und noch ganz viele weitere Parteien innerhalb des Grundgesetzspektrums.

  • Hans Dampf

    Was geht mich Berlin an. Wenn die Wähler eine RGR Regierung wollen, dann sollen sie eine bekommen. Ich finde es zwar falsch mit der Linke zu koalieren, aber es ist Sache der Berliner. Nur versucht es bitte auf eigene Kosten und präsentiert den anderen nicht die Rechnung für noch mehr Schulden. Und genau diese werden mit der Enteignung explodieren.

    • Westlahn

      @Hans Dampf:

      Nein, eine Vergesellschaftung wurde zu einem Entschädigungs"Preis" erfolgen , der sich aus den bisher gezahlten Mieten als Zinszahlungen Fremdfinanzierung lässt. Das würde im Haushalt wenig bis gar nichts ändern. Im Gegenteil: es fließen ja keine Mieterträge mehr als Rendite an Spekulanten aus der Stadt. Die Kredite wären irgendwann abbezahlt. Die durchaus schwierige Aufgabe bliebe dann, den Wohnungsbestand effizient zu verwalten und zu betreiben. Und nicht die Verwaltung als Pool lukrativer Posten für Politrentner zu missbrauchen.

    • Biker-Ffm

      @Hans Dampf:

      Mir tun vor allem die Berliner leid, aber die haben das selbst gewählt. Was jetzt passieren wird:

      - Als erstes werden die Konzerne/Gesellschaften, die enteignet/Vergesellschaftet werden sollen, nur noch das allernötigste in ihre Wohnungen (Sanierung und Erhalt) investieren, gut, bisher wars wohl auch nicht viel, aber jetzt wirds noch weniger.

      - Es wird keine Gesellschaft mehr in Berlin investieren und neue Wohnungen bauen. Wäre mir als Unternehmer viel zu riskant.

      - Es wird gegen die Entschädigungssumme geklagt, dauert einige Jahre, da wird also auch nix passieren.

      Wenn dann die Wohnungen Enteignet/Vergesellschaftet sind, müssen sie von der als so effizient bekannten Berliner Verwaltung erhalten und modernisiert werden, falls Geld dafür da ist.

      Und dann darf der Mieter in einer Vonovia Wohnung sich freuen, dass die Durchschnittsmiete von 8,50€ pro Qm (Frankfurter, Münchner und Hamburger wären da happy) auf vielleicht 8€ oder mit ganz viel Glück auf 7,5€ in ihren inzwischen vergammelten Wohungen sinkt.

      Aber man hat es den bösen Kapitalisten gezeigt und ein Symbol gesetzt.

    • economista

      @Hans Dampf:

      Wenn die enteigneten Immobilien mehr wert sind, als die gezahlte Entschädigung, steht Berlin in der Bilanz sogar besser da.

      • Gerald Müller

        @economista:

        ach economista, und was ist mit dem cash-flow? Wo soll das Geld für die anderen Ausgaben dann herkommen, etwa aus Krediten die man auf die neu erworbenen Häuser aufnimmt? Und wer sagt dass die Immos (haha, kleiner Wortwitz) mehr wert sein werden? Nach den Vergesellschaftungen nehme ich mal an werden die im Wert nämlich sinken.

      • FriedrichHecker

        @economista:

        Wenn dem so wäre, würde man gegen sämtliche bisherigen Urteile des Verfassungsgerichts zu diesem Thema verstoßen...

        • Westlahn

          @FriedrichHecker:

          Keineswegs. Es gibt keine verfassungsmäßige Verpflichtung zu Marktpreisen auf dem Aktienmarkt zu entschädigen. Das ist eine Chimäre die jetzt von interessierter Seite gerne an die Wand gemalt wird.

      • Janix

        @economista:

        Wie die Spartaner mal "lakonisch" einwarfen: Wenn.

        Zu hoffen ist es, zu prüfen ist es.

        Für ein Wenn-nicht ist eine vorherige Überlegung sicher hilfreich.

        Und ja, wie bei Unternehmen auch, nicht auf die Kasse gucken, sondern auf die Bilanz. Sonst macht man Sarrazins Fehler ein zweites Mal.

      • Georg Sonntag

        @economista:

        Dann sollte Berlin den realen Wert der Wohnungen bezahlen.

      • meerwind7

        @economista:

        "Wenn die enteigneten Immobilien mehr wert sind, als die gezahlte Entschädigung"

        geht die Einigung aber gerade zu Lasten der anderen Bundesländer, in denen Eigentümer der Wohnungsgesellschaften sitzen.

        Ich schätze, etwa jeder zehnte Erwachsene hat einen ETF, in dem die Vonovia als eine Position enthalten ist, z.B. bei Nachbildung des MSCI World Index.

        • Janix

          @meerwind7:

          Von welchen 10 % der Bevölkerung sprächen wir da? ; )



          Verteilungsfrage, Verteilungsfrage.







          Vonovias und anderer Problem ist ansonsten eher, dass vor lauter Geierei und Renditequetsche die nötigen Investitionen in den Werterhalt jenseits von Briefkasten-Lack unterbleiben, aber eine teure Investor-Relations-Abteilung unterhalten wird.

      • Comerade Aardvark

        @economista:

        Wenn das mit der Enteignung durchgehen sollte, wird's aber genau das nicht spielen. Weit unter Wert enteignen, und dann diesen hohen Wert ins Buch schreiben... das geht nicht durch.

      • Hans Dampf

        @economista:

        Würde keine Gericht zulassen.

        • Janix

          @Hans Dampf:

          Doch, denkbar zumindest ist auch das, wir wissen es wohl beide noch nicht. Siehe ein linkennahes Gutachten und andere Fach-Äußerungen. Denkbar.

          Plan B sollte aber bereitsstehen, das traue ich allen Beteiligten zu.

        • Westlahn

          @Hans Dampf:

          Wenn das so sicher wäre, gäbe es aus der Panik in CDU und wohl auch SPD nicht so eine Schlammschlacht gegen die Linke um eine Koalition zu verhindern. Wenn das so sicher wäre, würde Herr Merz nicht so eilig ein Bundesgesetz gegen Vergesellschaftung in Bundesländern betreiben. Spannende Frage, was ob ein Gesetz des Bundes gezielt in eine existierende Verfassung (!) eines Landes eingreifen darf. Dafür dürfte wohl eine Änderung des Grundgesetzes nötig sein - für die Merz die nötigen Mehrheiten fehlen.



          Söder mag jetzt zwar laut gegen Berlin poltern. Aber wenn jemand ihm aufschreibt, was ein einfaches Gesetz dann alles in der bayrischen Verfassung kippen kann, dann wird es auch da ruhiger.

  • Alex_der_Wunderer

    Die Gemeinsamkeit aller Parlamentarier besteht in der von uns Steuerzahlern finanzierten Daseinsberechtigung in unserem Parlament, die durch Legitimität durch Wahlen der Bevölkerung erfolgte. Vertragsinhalt dieser erfolgten Legitimation beinhaltet, gemeinsam mit den Parlamentariern, die rechtstaatlich sind und unser Grundgesetz achten, die nicht unsere Demokratie zerstören wollen, UNS Bürger in unseren Interessen zu vertreten. Auf'i ihr Mädels & Jungens - ran ans Werk ❗️

  • Achsachbloß

    Schlimmer als die Vetternwirtschaft der CDU kann es nicht werden, nur vielleicht anders schlimm. Wenn man lange genug sucht, dann findet man bestimmt in jeder Fraktion ein schwarzes Schaf, dem man ein gravierendes Fehlverhalten nachsagen kann. Somit würde es nie wieder Koalitionen geben. Das ist unrealistisch, oder?



    Die Aufregung sollte mal wieder auf ein etwas sachlicheres Maß zurückgefahren werden. Und es wäre nun wirklich auch kein Beinbruch für die Linke, sich von einer Abgeordneten zu trennen, das haben andere auch schon geschafft.



    Berlin hat endlich mal eine Regierung verdient, in der weder CDU noch SPD den RB stellen.

  • Querbeet

    RRG festigt die Demokratie? Hm. Naja.

    • economista

      @Querbeet:

      Ja, alles außer RRG ist dann demokratiezersetzend? Die CDU zu labil, um konsequent grüne Vorstellungen umzusetzen? Das klingt doch etwas exzentrisch.

  • Janix

    Die unsägliche Zeit des talpernden Wegner und seiner Partei an der Spitze beenden - ja.



    Kultur, Soziales, Verkehr, Verwaltung, Wirtschaft, die Felder-Liste ist lang, wo andere Ansätze wohl zielführender sein werden.

    Will die SPD nun schmollen und sich im Brackwasser einer CDU den 5 % entgegentreiben lassen oder gestalten? Eine Stärke der SPD allgemein ist methodenkompetentes Personal, von der Friedrich-Ebert-Stiftung gut trainiert. Damit könnte sie punkten und sich Inneres sichern.

    Der Knackpunkt ist doch gar nicht, ob mensch universal alle Staaten gerne hätte oder auch keinem ein unbedingtes Recht zugestehen mag - oder nur einem und Palästina nicht (was allerdings abstrus wäre).



    Der Knackpunkt der Koalition wird sein, den Volksentscheids-Willen ernstzunehmen. Legal, bezahlbar. Da können, da müssen die drei Parteien kreativ werden.

    Entweder nach Prüfung absagen und durch andere Methoden ersetzen bzw. kleine Pro-Forma-Enteignung der schlimmsten Haie. Bzw. die CDU ist politdumm genug, das mit grenzlegalem Bundesverbot zu entschärfen.

    Oder geplant angehen, durchfinanzieren und damit den Mietspiegel mutmaßlich entschärfen.

    So oder so Wohnraum zugleich platzeffizienter!

  • Ricky-13

    Besonders interessant ist, dass Merz und seine CDU nicht über Sachsen-Anhalt reden, sondern nur noch vor 'Die Linke' in Berlin "warnen". Aber in Sachsen-Anhalt sind ja auch keine Immobilienhaie in Gefahr, die man vor den "bösen Linken" beschützen muss, die soziale Politik für das Volk machen wollen. Anscheinend ist für die Merz-Union das Wohl der Manager von Vonovia & Co. wichtiger als unsere Demokratie, die immer mehr in Gefahr gerät.

    ***Klartext mit Lilly*** www.youtube.com/shorts/nMcPP1UVh5s

    • Alex_der_Wunderer

      @Ricky-13:

      @ Ricky-13



      Müssten nicht all jene , die Merz äußerst kritisch sehen, da besonders aufmerksam und geradezu heller werden, wenn dat Friedrich so vehement versucht, die humanistische , demokratische Linke so zu kritisieren versucht ?



      Wie Lilly es doch wieder so schon richtig auf den Punkt bringen kann, hervorragend.

    • Hans Dampf

      @Ricky-13:

      Merz hat fast jeden Tag vor der Wahl in Sachsen Anhalt gewarnt und tut dies heute noch fast täglich. Ich mag Merz zwar nicht, aber hier tun sie ihm Unrecht an.

    • Elite123

      @Ricky-13:

      Friedrich Merz hat wochenlang Wählerbeschimpfung in Sachsen-Anhalt betrieben.



      Dass er nicht davon reden würde, stimmt schlicht nicht.

  • Pico

    Die Zeichen in Berlin stehen auf Rot-Rot-Grün. Die Zeiten sollten es auch sein. Man sollte sich nicht von den Quertreibern irre machen lassen. Mit immer den gleichen Argumenten. Die wollen nicht, dass Die Linke erstmals eine Bürgermeisterin stellt. Es ist an der Zeit, dass 1. eine Frau Berlin regiert und 2. durch die Die Linke geschieht und 3. auch noch Migrationshintergrund hat. Zeitenwende. Wir brauchen sie.

    • behr Behr

      @Pico :

      Nur so wird man feststellen, was aus den vollmundigen Wahlversprechen der politischen Akteure wird - zB.



      eine Vergesellschaftung der großen Wohnungsbaukonzerne mit niedrigeren Mieten, professionell gemangten Wohnungen u.ökologisch saniert ohne oder geringer Neuverschuldung und



      starkem sozialen Wohnungsneubau für die Tausenden von



      Wohnungssuchenden ( nein, das letzte wurde nicht versprochen, ist auch nicht im Interesse der Mehrheit).

      • Josef 123

        @behr Behr:

        Wie sollte das gehen: Nicht vorhandenes Geld raushauen für Vergesellschaftungen und zusätzlich weiteres nicht vorhandenes Geld ausgeben für neuen Wohnungsbau?

    • Manuel Im

      @Pico :

      Giffey ganz vergessen?

      • Pico

        @Manuel Im:

        Ja, richtig. Die hatte ich nicht mehr auf dem Schirm ... Vielleicht weil sie nicht viel bewegt hat oder ohne Skandale auskommen oder beides ....

        • Budzylein

          @Pico :

          Oder weil es doch nicht unbedingt eine Frau sein muss? Der Spruch "Es ist an der Zeit, dass eine Frau regiert." war ja in Bezug auf Italien im taz-Forum in der Vergangenheit weniger beliebt, und wenn es um die französischen Präsidentschaftswahlen geht, wird hier auch niemand schreiben, dass doch endlich mal eine Frau dieses Amt bekommen müsse.

        • Michael M

          @Pico :

          Wird diesmal natürlich ganz anders...ehrlich....versprochen...pinky schwur

  • So,so

    Mir kommt es so vor, als wolle die spd mit ihrem Herrn Krach (es gilt die Umschuldsvermutung) v.a. ablenken und verhindern, dass eine links-geführte Regierung reale Erfolge aufweist gegen die Mietmafia und Bürgern (uir Abwechslung!) auch mal was Guted tut.



    Ein wirklich schlechtes Gewissen (als ehem. Arbeiterpartei) spielt da wahrscheinlich auch eine Rolle.



    Falls die spd blockiert und weiter mit der €DU die Konzerne befriedigt, liegt sie damit ja auf Bundeslinie- wird den Niedergang der spd aber beschleunigen.



    Ergebnis wird ein weiteres Erstarken der Neonazipartei sein.



    Aber das scheint egal.



    Diese vertane Chance werden sich viele Wähler merken.

  • DiMa

    "Die Ber­li­ne­r*in­nen jedenfalls haben wenig Verständnis, dass mit diesem Wahlergebnis nicht endlich die unsägliche Zeit von Schwarz-Rot beendet wird."

    Als Noch-Berliner, der auch nach seinem Wegzug auf diese Stadt schauen wird, habe ich jedoch wenig Verständnis, wie es zu dieser Koalition kommen sollte. Dafür habe ich noch die alte R2G zu gut in schlechter Erinnerung.

    Und wenn man in der Presse liest, was Frau Emde parallel so von sich gibt, dann gibt es da noch recht viel zu sondieren, bevor überhaupt eine Koalitionsverhandlung los geht.

  • Elite123

    "Papiere geschrieben"

    Papier ist geduldig.

    Wie will R2G die Sicherheit von Remmo Opfern gewährleisten, die sich an die Polizei in Berlin wenden, wenn die Linke durchsetzt ist mit Unterstützern des Clanmilieus? Es ist nicht nur Kocak, da gibt es zig Leute deren Reden zu Clankriminalität nun in anderem Licht erscheinen...

    • Janix

      @Elite123:

      Elite123, ich würde mir von Ihnen hier im Forum weniger hyperbolische Behauptung und mehr Fakten wünschen, wenn ich mir etwas wünschen darf.

    • esgibtnureinengott

      @Elite123:

      Zig Leute? Haben sie da auch ein paar Beispiele oder nur so eine unbestimmte Vermutung?

      • Elite123

        @esgibtnureinengott:

        - Kocak



        - Schrader (s. parlamentarische Anfragen)



        - Ahmed Abed (Buch "Clanmythos")



        - Marianne Esders (Clan-Begriff sei rassistisch)



        - Elif Eralp selbst (Polizeiarbeit sei "ethnisierend")



        - Jorinde Schulz (Co-Autorin von Abeds Buch)



        - Sören Pellmann (es gibt keinen Bedarf für Konsequenzen für Kocak)



        - Linksjugend (nennt die Polizei bewaffnete Clans als Rechtfertigung für Kocak)

        • Pflasterstrand

          @Elite123:

          das sieht eher nach übler nachrede aus, als nach handfesten indizien oder gar beweisen für eine durchsetzung der linken "mit unterstützern des clanmilieus". würde man Sie für genau diese behauptung auf unterlassung verklagen, dann würde sich ihre alberne liste vermutlich schnell in luft auflösen.

          • Abdurchdiemitte

            @Pflasterstrand:

            Danke für Ihren Kommentar, er erspart mir eine eigene Erwiderung auf den von @Elite123:,



            Ich würde mich ja gerne auf eine Diskussion mit dem Mitforisten einlassen, nur leider bringt er keine Argumente. Stattdessen wirft er irgendwelche Namen in den Raum, verbunden mit fragwürdigen, weil aus dem Kontext gerissenen Aussagen.

          • Elite123

            @Pflasterstrand:

            Das sind Indizien, und dass mein Eindruck ist, hier besteht eine strukturelle Clanunterstützung, ist durch die Meinungsfreiheit gedeckt, aber netter Versuch hier canceln zu wollen.

            Die Indizien sind ja erdrückend. Kocak hatte ja anscheinend stundenlange Meetings mit Issa Remmo, wenn man dessen Aussagen glauben kann.

            Auch bei den anderen: welchen Vorteil hat die Partei die Linke, wenn sie sich als kritisch zur Polizeiarbeit gegen Clankriminalität positioniert?

            Welche Zielgruppe will man damit erreichen?

            Welchen positiven Benefit zieht die Partei daraus?

            Da werden Stunden über Stunden investiert für das Thema, Bücher geschrieben, Anfragen geschrieben, Konsequenzen ausgesessen.

            Für umme?

            • Abdurchdiemitte

              @Elite123:

              Indizien sind keine Beweise. Wenn Sie die dafür halten, müssten Sie sie ausführlicher/sorgfältiger begründen können. Da müssen Sie wegen der Zeichenbegrenzung hier wohl noch etliche Kommentare schreiben.



              Und Vorsicht mit falschen Tatsachenbehauptungen. Sie wissen, wie es Frau Reiche im Rechtsstreit mit der Linkspartei ergangen ist.

              • Budzylein

                @Abdurchdiemitte:

                Das von der Linkspartei angerufene Bundesverfassungsgericht hat eine einstweilige Anordnung erlassen, nach der Reiches Ministerium seine scharfe Kritik gegen die Berliner Linkspartei vorläufig von seiner Instagram-Seite nehmen musste. Den Wahrheitsgehalt der Aussagen des Ministeriums hat das Gericht dabei aber gar nicht geprüft. Es geht in dem Verfahren vor allem darum, ob das Ministerium gegen das Neutralitätsgebot verstoßen hat. Es handelt sich ja um Verlautbarungen des Wirtschaftsministeriums und nicht um Äußerungen von Reiche als Privatperson oder Parteipolitikerin.

                • Hugo

                  @Budzylein:

                  Frau Reiche hätte evtl. ned soviele Ministeriumsmitarbeiter*innen "kaltstellen" und deren Aufgaben durch auch von Dir und mir fürstlich bezahlten "Beratern" wenigstens erledigenlassensollenmüssenkönnendürfen.

            • Pflasterstrand

              @Elite123:

              einerseits halten Sie die aufgezählten personen für zweifelhaft, weil diese sich in einer bestimmten art und weise auf die sog. clankriminalität beziehen oder kontakt mit vertreter*innen dieses milieus gehabt haben, andererseits ist der einzige kronzeuge, den Sie aufrufen, um ihre wilden thesen in "erdrückende indizien" zu verwandeln, ausgerechnet ein vertreter dieses milieus. na was denn nun, na wie denn nun?

              das sind eben keine indizien sondern behauptungen und wenn Sie elif eralp unterstellen, sie sei eine unterstützerin des clanmilieus, dann ist das sogar eine falschbehauptung. auch dann, wenn elif eralp die auffassung äußert, polizeiarbeit zur sogenannten clankriminalität erfolge "ethnisierend".

              schon mal darüber nachgedacht, dass die kritische auseinandersetzung mit dem begriff clankriminalität mit rassistischen erfahrungen zu tun haben könnte? naja, so ist das wohl: hier familienunternehmen, dort clankriminalität...

              • Budzylein

                @Pflasterstrand:

                Wenn Politiker Forderungen erheben und Bewertungen abgeben, die bestimmten Gruppen nützen, dann unterstützen sie damit diese Gruppen, und zwar auch dann, wenn sie die Mitglieder der Gruppe nicht kennen und nicht lit ihnen sympathisieren. Eine Politikerin, die z. B. eine vollständige Abschaffung aller Steuern auf Kapitalerträge fordert, unterstützt damit das Milieu der Kapitaleigner, und zwar auch dann, wenn sie beabsichtigt, damit den Armen zu helfen. Wer Waffenlieferungen an die Ukraine verhindert, unterstützt Putin, auch wenn er dessen Regime ablehnt und nur von einer Welt ohne Waffen träumt.

                Und Politiker, die Ermittlungen gegen Schwerkriminelle diskreditieren, helfen damit den Kriminellen und schaden deren Opfern, auch wenn sie das nicht beabsichtigen, sondern nur Rassismus bekämpfen wollen. Das Beispiel Rotherham sollte eigentlich noch frisch in Erinnerung sein.

                • Janix

                  @Budzylein:

                  Und wenn beides ginge?



                  Die simplen Zuschreibungs-Schubladen im Vorhinein fortlassen und nicht raustönen, was ja auch bei Ermittlungen so ganz allgemein helfen soll.



                  Und für Sicherheit und Gesetzestreue sorgen.

                  Auch bei Steuerhinterziehung, Raub, ... ist die Hautfarbe ja egal, die Straftat soll unterbleiben bzw. mit einer ausreichenden Wahrscheinlichkeit angemessen sanktioniert sein. Egal ob die Person Zwick, Klatten, Meier heißt oder Rammo/Remmo oder ein Eichhörnchen ist.

                  Wenn Menschen hier einmal unabhängig von ihrer Herkunft, ... eine faire Chance bei entsprechender Anstrengung haben, dann unterstütze zumindest ich das offen.

                  Kann ansonsten in Berlin Soziales wieder angepackt werden, wie die meisten Wählers es laut Umfragen wollten?

                  • Budzylein

                    @Janix:

                    Kein Widerspruch. Der Punkt ist ja gerade: Es muss egal sein, welche Herkunft jemand hat. Wer durch Gewalt, Erpressung und Zuhälterei stinkreich geworden ist und nicht mal Steuern zahlt, sollte die politische Linke gegen sich haben. Wenn das bei der Linkspartei anders ist, hat sie etwas falsch gemacht. Linke Politik bedeutet, solchen Leuten entgegenzutreten und ihnen das Geld abzunehmen, und nicht, sie mit Identitätspolitik zu schützen oder mit Sozialarbeit zu erheitern.

    • Senza Parole

      @Elite123:

      Ist denn die Berliner Polizei durchsetzt mit Unterstützern des „Clanmilieus“? Falls nicht, ist ihr Beitrag ja unlogisch.

      • Elite123

        @Senza Parole:

        Wenn die Berliner Linke regiert? Dann offenbar ja schon!

        • nihilist

          @Elite123:

          Sicher. Die Linke wird als erstes die vorhandenen Polizeibeamten durch politisch genehmere austauschen. Das machen Landesregierungen eigentlich immer so.

  • behr Behr

    Offensichtlich hat keine der politischen Parteien das Bildungsproblem auf dem Schirm. Schulabbrecherquote über 10 % u. dynamisch steigend. Das ist zusätzlicher Sprengstoff für jeden



    Sozialhaushalt in der Zukunft u. ein weiteres Desinteresse an der Jugend.

  • Janix

    Monika Herrmann hat ihre Eindrücke am Ort. Brantner sollte ihr besser mal zuhören.

    Ein Tipp noch, frei nach Katja Berlin in der heutigen ZEIT: Es gibt ein unfehlbares Mittel, wie mensch auch mit echtem Antisemitismus die Gnade Markus Söders erhält: Einfach auf den Bruder schieben.

    • Meister Petz

      @Janix:

      In Berlin heißt das „Brudi“, wenn überhaupt.

      Aber es kommen auch andere Verwandte in Frage: „ Issa Remmo distanziert sich von diesen Taten. Das seien seine Neffen gewesen, keiner seiner 13 Söhne, sagt er.“ www.welt.de/vermis...o-ueber-kocak.html

      • Auweiowei

        @Meister Petz:

        Wie das oder der in Berlin heißt, ist in diesem Fall ausnahmsweise irrelevant.

        Ansonsten sieht es für mich fast so aus, als ob Sie (als Nichtbayer?) mit der "Gnade Markus Söders" nichts Genaues anzufangen wissen. Nur für diesen Fall;



        Es handelt sich um eine antisemitisch heillos verwickelte brüderliche Treue-Geschichte (die gleichwohl medial vom nichtbayrischen Ausland ausgeschlachtet wurde) zwischen Söders Vize Hubert Aiwanger und dessen älterem Bruder Helmut. Leicht zu googeln.



        Nichts für ungut.

  • Phandersaa

    Politikersprech vom Feinen.



    Den sogenannten Wählerwillen gibt es nicht, der wird nach jeder Wahl von den Beteiligten je nach Gusto destilliert, wie es ins eigene Weltbild passt. Der sogenannte Wählerwille interessiert denn auch die politische Kaste nicht die Bohne, getreu dem Motto "Wer seine Stimme abgegeben hat, hat keine mehr". Am Ende geht es in dem vorgeblich ideologischen Ringen für viele Politakteure darum, den längsten Atem zu haben, um die besten Posten und Pöstchen für sich zu ergattern und sich die größten öffentlichen Pötte und Tröge unter den (parteipolitischen) Nagel zu reißen. Und nein, diese Sicht auf das Geschehen ist kein Hass und keine Hetze, sondern der durch viele Enttäuschungen geschärfte Blick eines verfestigt enttäuschten radikalen Demokraten.

  • *Sabine*

    "Wir regieren seit Jahrzehnten mit der Linkspartei und der SPD im Bezirk und auch in anderen Bezirken. Wir haben auch zusammen das Land regiert."

    Frau Herrmann war vor dem 07.10.23 Bezirks-Bürgermeisterin und ich bin der Ansicht, dass sich seitdem sehr viel verändert hat, auch für die jüdischen und/oder israelischen Menschen in Berlin. Ich sehe die Notwendigkeit einer Berliner Regierung, die ohne wenn und aber an der Seite unserer jüdischen und/oder israelischen Mitbürger:innnen m/w/d, auch in Berlin, steht und sich antisemitischen Auswüchsen entgegenstemmt.



    Es ist meiner Meinung nach unerträglich, dass in Berlin Demonstrationen stattfinden, bei denen zum Mord an Juden aufgerufen wird und Juden i.. ... gewünscht werden.

    Ich wünsche mir von allen Beteiligten so sehr, seien es Wähler:innen m/w/d oder Politiker:innen m/w/d, nicht beiseite zu schieben, dass in "ihrer" Stadt der Mord an 6.000.000 unschuldigen, jüdischen Menschen geplant und organisiert wurde.

    Ich lebe nicht in Berlin, meine aber, dass mir dieser Wunsch zusteht, da Berlin auch für mich die Bundeshauptstadt ist.