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Antrag zu NS-Gedenken in SachsenKnobloch kritisiert CDU-Zusammenarbeit mit AfD

Stadträte von CDU und AfD wollen keine Stolpersteine zur Erinnerung an NS-Opfer in Heidenau. Charlotte Knobloch hält das für den „völlig falschen Weg“.

Nachdem der Stadtrat Heidenau, nahe Dresden, einen von CDU und AfD unterstützten Antrag gegen Stolpersteine beschlossen hat, meldet sich nun Charlotte Knobloch zu Wort. Die Shoah-Überlebende und Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern ist deutschlandweit als Kritikerin der im Boden eingelassenen Gedenksteine für Opfer des Nationalsozialismus bekannt. Doch den Beschluss des Stadtrats in Heidenau bezeichnet sie als „völlig falschen Weg“.

„Ich war nie eine Freundin des Konzepts der Stolpersteine“, erklärt Knobloch auf Anfrage der taz. Aber dezentrales Gedenken, das den öffentlichen Raum „durchdringt und prägt“, sei entscheidend „für eine echte Kultur des Erinnerns“. Am Konzept der Stolpersteine hatte sie kritisiert, es sei unwürdig, dass auf den Namen der Ermordeten auf dem Bürgersteig herumgetreten wird.

Aber: Orte der Erinnerung aus dem Stadtbild zu entfernen, wie jetzt in Heidenau geschehen, sei „in jedem Fall der völlig falsche Weg“, sagt Knobloch. „Ich bin entsetzt, dass eine demokratische Partei sich dafür hergibt, ein so durchsichtiges Manöver der Extremisten von der AfD zu unterstützen.“ Die demokratische Mitte solle sich wiederfinden und „eine bessere Lösung auf den Weg bringen“, fordert sie.

Dem Antrag, im sächsischen Heidenau nahe Dresden keine Stolpersteine zur Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus mehr zu verlegen, hatten Stadträte von AfD und CDU zugestimmt. Er wurde am Donnerstagabend mehrheitlich beschlossen, wie die Stadtverwaltung der Nachrichtenagentur dpa mitteilte. Es habe 13 Ja-Stimmen, 6 Nein-Stimmen und eine Enthaltung gegeben.

In dem fraktionsübergreifenden Beschlussantrag mit dem „Bündnis Oberelbe für mehr Demokratie“ forderten Vertreter der beiden Parteien, Stolpersteine „im öffentlichen Straßen- und Gehwegbereich“ künftig abzulehnen.

Viele Bürger:innen, Angehörige und Initiativen empfänden diese Form der Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus als nicht angemessen, hieß es in dem Antrag. Allerdings hatten die An­trag­stel­le­r:in­nen keinen eigenen Kontakt zu Gedenkinitiativen oder Angehörigen, wie sie der taz bestätigten. Trotzdem solle das Gedenken vorzugsweise auf dem Nordfriedhof der Stadt stattfinden, so „dass ein direktes Betreten der Gedenkelemente ausgeschlossen ist“. Dort gibt es bereits einen Gedenkstein für die Opfer des Nationalsozialismus.

Zuvor hatte der Verein Alternative Kultur- und Bildungszentrum (Akubiz) beantragt, mit zwei Stolpersteinen an das Ehepaar Fritz und Martha Goldstein zu erinnern, das während der NS-Diktatur in Heidenau aus antisemitischen Gründen verhaftet, enteignet und abgeschoben wurde. Wie Bürgermeisterin Conny Oertel vor der Abstimmung zur taz sagte, wird der Stadtrat die Verlegung der beiden Gedenksteine ablehnen.

Verwaltung wollte NS-Gedenken erhalten

Die Verwaltung hatte empfohlen, die Vorlage abzulehnen. „Gerade die Präsenz im öffentlichen Raum ermöglicht eine breite Wahrnehmung und die unmittelbare Auseinandersetzung mit der Geschichte“, schrieb sie in einer Bewertung des Antrags. Über Stolpersteine solle im Einzelfall entschieden werden.

In Heidenau im Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge gibt es bisher fünf Stolpersteine an zwei Standorten. Einer zur Erinnerung an den früheren SPD-Bürgermeister Paul Gröger, vier zur Erinnerung an die jüdische Familie Reiner. Alle waren auf zivilgesellschaftliche Initiative hin vom Initiator der Stolpersteine, Gunter Demnig, verlegt worden.

Nachdem der Stadtrat am Donnerstag beschlossen hatte, Stolpersteine künftig abzulehnen, ist Bürgermeisterin Oertel nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Sie sei erst am Montag wieder im Rathaus, hieß es. Aber sie hatte vor der Abstimmung auf Anfrage der taz erklärt, Stolpersteine seien zeitweise durch Laub, Schmutz oder Schnee verdeckt, über sie gehe man „vielleicht gedankenlos“ hinweg.

Anders sieht das die Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen der Jüdischen Gemeinden, Ekaterina Kulakova. „Die Menschen nehmen Stolpersteine jeden Tag wahr“, sagt sie. Die Jüdischen Gemeinden seien bislang nicht zu dem Vorhaben eines zentralen Gedenkorts in Heidenau angehört worden. Aber zu einem solchen, sagt Kulakova, würden Interessierte nur zweimal im Jahr gehen. „Das dient nicht dem Erinnern, sondern dem Vergessen.“

Internationales Auschwitz-Komitee: CDU-Mitwirkung „Skandal“

Christoph Heubner, Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz-Komitees, sagte laut Mitteilung: „Dies ist ein durchsichtiger und schäbiger Versuch, Heidenauer Opfer der Nazis erneut aus der Stadt hinauszuwerfen und sie dahin zu entsorgen, wohin das Gedenken nach Meinung der AfD schon längst gehört: auf den Friedhof.“ Dass CDU-Abgeordnete der AfD „zu solchen Schäbigkeiten die Hand reichen“, sei ein Skandal.

Auch Kerstin Köditz, heutige Landessprecherin der VVN-BdA in Sachsen, findet, bei den Stolpersteinen gehe es darum, „dass uns die Verbrechen der Nazizeit im Alltag begegnen“. Die Opfer seien Nach­ba­r:in­nen in der Stadt gewesen, nicht außerhalb. Die Idee der Stolpersteine sei, die verhafteten, deportierten oder ermordeten Menschen zurück ins Gedächtnis zu rufen. Ein Gedenkort auf dem Friedhof, „der stellt diese Nähe nicht dar.“

Außerdem sagt Köditz, eine Gedenkfläche für „die Opfer von Krieg, Terror, Diktatoren, Vertreibung und insbesondere des Nationalsozialismus in Heidenau“ sei so weit gefasst, dass konkrete Zusammenhänge verblassen. „Wie will ich mich mit bestimmten Aspekten von Verbrechen auseinandersetzen, wenn ich alles in einen Topf werfe?“ Je nach Opferzusammenhängen und Phänomenbereichen brauche es unterschiedliche Konzepte. „Es ist etwas anderes, ob ich von Terroranschlägen rede, ob ich von Vertreibung rede oder von der industriellen Vernichtung der Jüdinnen und Juden.“

Die Erinnerungsform der Stolpersteine gibt es bereits seit den 90er Jahren – und unterdessen in vielen europäischen Ländern. Die in der Regel spendenfinanzierten kleinen Steine werden am letzten bekannten Wohn- oder Wirkungsort von Opfern des Nationalsozialismus verlegt – deren Namen und Lebensdaten stehen auf einer Messingplatte auf der Oberseite der Steine.

In München werden nach einem Stadtratsbeschluss Stolpersteine nicht auf städtischem Grund verlegt. Zu finden sind sie vor allem auf privatem Grund – und erlaubt auch auf Grundstücken, die dem Freistaat Bayern gehören. Stattdessen machen Erinnerungszeichen mit Fotos und knappen Lebensdaten vor Wohnhäusern auf das Schicksal der Menschen aufmerksam, die früher dort gelebt haben – bevor sie von den Nazis aus ihrem Alltag gerissen wurden. Eine solche Alternative ist in Heidenau bislang nicht im Gespräch.

Anders als die Stolpersteine lobt Charlotte Knobloch die Erinnerungszeichen an Fassaden und auf Stelen. „Das Münchner Konzept eines Erinnerns auf Augenhöhe halte ich für sehr viel gelungener.“ Ihre Ablehnung der Stolpersteine ist schon länger bekannt. Sie findet es unwürdig, dass auf den Namen der Ermordeten auf dem Bürgersteig herumgetreten wird. Als Kind hatte Knobloch den NS-Terror in München miterlebt. „Vor meinem geistigen Auge sehe ich die Menschen, auf die man schon auf dem Boden liegend immer weiter eintrat und die mit schweren ledernen, stahlbekappten Stiefeln in die Transporter getreten wurden“, hatte sie geschildert. (mit dpa)

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50 Kommentare

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  • Abdurchdiemitte

    Eigentlich hätte ich mir mal deutliche Worte von Herrn Schuster vom ZdJ zu diesem Vorfall in Heidenau gewünscht, statt der Linkspartei bei jeder sich bietenden Gelegenheit Antisemitismus anzudichten.



    Aber klar, wer so eng mit den Unionsparteien verbandelt ist wie Herr Schuster, kommt wahrscheinlich in ziemliche Erklärungsnöte.

  • Georg Sonntag

    Natürlich ist das kein gutes Zeichen, das Gedenken an na Opfer zu schmälern . Besonders von der CDU. Frau Knobloch ist auch keine Befürworterin der ,, Stolpersteine " ( Achtung geschütztes Warenzeichen) aber eine andere Form der direkten, persönlichen Mahnung ist durchaus angebracht.



    Allerdings wird hier wieder die Irrungen von Stadträten wieder gleich gesetzt mit allen Gremien der Union. Das ist so billig wie vorhersehbar.



    Dann könnte man auch die Wahl Intifada in Kreuzberg mit der Bundespartei und Bodo Ramelow gleichsetzen.



    Andererseits denke ich da an die jüdische aktivistische Schauspielerin Sarah Maria Sander, die gesagt hat das für manche Communitys nur tote und von rechter Gewalt vertriebene Juden von Relevanz sind. Menschen die auf der Straße wegen ihres Davidsterns oder der Kippa Gewalt erfahren sind da nur Lippenbekenntnisse wert.



    Sei's drum, rot grün rot in Berlin wird kommen. Ich hoffe nur das es erst nach Weihnachten geschieht. Denn wenn Elif Eralp bei der Gedenkveranstaltung zu 10 Jahre Anschlag am Breitscheid Platz dem Täter als Opfer antimuslimischen Rassismusses die gern genutzte Opferrolle zuschreibt, ist das für die Angehörigen ein Schlag ins Gesicht.

    • Ruhig bleiben

      @Georg Sonntag:

      "Aber die Linken!"

      Au weia, da werden aber munter Halbwahrheiten verbreitet.

      Die Irrungen von Stadträten werden eben nicht mit DER CDU gleichgesetzt, da an anderer Stelle Karin Prien zitiert wird und der Autor explizit von Heidenauer Stadträten spricht.

      Zum Satz mit der "Opferrolle" und Unterstellung muss man eigentlich nichts mehr sagen, weil das eine recht billige Unterstellung ist.

      Nächster Versuch, danke.

  • Oma

    Salzburg hat im Sommer auf der sehr zentralen Marko-Feingold-Brücke große Tafeln mit Fotos von Menschen, die von der Judenverfolgung während der NS-Zeit betroffen waren, mit den zugehörigen Hintergrundinformationen aufgestellt. Es waren sehr spannende und anrührende Bilder und Geschichten von mutigen, z.T. auch bauernschlauen Menschen. Ich fand diese Aktion sehr lohnend. Ich habe aber festgestellt, dass die Heerscharen von Touristen, die über diese Brücke strömen, diese Tafeln völlig ignoriert haben. Alle wollten nur Selfies mit der Festung im Hintergrund machen. Außer mir hat sich niemand dafür interessiert. Vielleicht der Zeitgeist, vielleicht war der Platz zu schön oder als Touristen-Hotspot ungeeignet. Jeder will das, was er aus dem Internet kennt, nochmal abfotografieren und sieht nicht, was sonst noch zu sehen ist.

  • Christian Lange

    Und wieder mal werden die ermordeten Juden für allerlei Zwecke missbraucht.



    Das war nicht die Idee von Gunter Demnig, als er in Köln die ersten Steine verlegt hat. Ich wohnte damals schon in Köln und fand das Werk des Künstlers genial.



    Die Sonderregelung für den Münchner Stadtbereich markiert doch nur den Machtbereich einer polit. Persönlichkeit und ist dem Gesammtkunstwerk nicht dienlich.



    Übrigens, Frau Knobloch: In Hannover am Steintor laufen wir über die Gräber des alten St. Nikolai-Friedhofs hinweg. Mitten in der Stadt wurde da nämlich ein Park angelegt und die Grabsteine sind stehen geblieben. Völlig unspektakulär in den Alltag integriert und ohne Extrawurst ...

  • Whying_Dutchman

    Ich muss zugeben, dass ich lange nicht wusste, was "Stoplersteine" sind.



    Dann bin ich darüber "gestolpert", in einer Straße nicht weit von mir.



    Ich wusste erst nicht, was diese bedeuten, musste es Googeln, und war dann maximal betroffen.



    Nichts macht klarer, wer dort mal gelebt (!!!) hat und warum sie dort nicht mehr leben.

    Dies sind kleine aber sehr wirkmächtige Dinge, welche nicht zu ignorieren sind, auf eine sehr persönliche Weise.

    Das die AfD sowas nicht haben möchte ist klar.



    Aber die CDU zeigt hier ihr wahres Gesicht.



    Ich halte die CDUler nicht per sé für Nazis, aber es fehlt einfach an Schamgefühl, Anstand und Rückgrat. Es sind und beiben Opportunisten!!!

    Shame on you, CDU!

  • Uwe Kulick

    Den C-Partei-Angehörigen von Heidenau empfehle ich Nachhilfe in christlicher Unterweisung! Gerade was das Verschwinden von Namen aus den Augen, aus dem Sinn betrifft, gibt es einen Spiritualsong, der lehrt, wie traurig das doch eigentlich ist: There's A Man Goin' Round Taking Names ...

    www.youtube.com/watch?v=Qz5R1HT8PkM

    Die Stolpersteine erinnern, wo Lebensmitte mal war von NS-Opfern.

    Die AfD-Ultrarechten wollen aber lieber selber die Opfer sein! Was für ein Beweis für die Realitätsverweigerung der AfD-Leute. Weidel, Gauland, Höcke sind doch Geschichtsleugnermafia. Warum die keine Stolpersteine wollen, ist doch klar: Dem Deutschen Volke die Geschichte wegzunehmen ist eines der Verbrechen, das diese Bande im Schilde führt.

    Und mit denen zusammen will die örtliche C-Partei nun ihr christliches Versagen proben. Wie tief mag die Provinz da nur sein?

    Die Stolpersteine bringen die Erinnerung an Namen und zeigen, wo plötzlich Menschen "aus ideologischen Gründen" fehlten, die von Februar 1933 bis Mai 1945 von dort weg ihrer Vernichtung zugeführt wurden, sofern ihnen nicht die Flucht gelang oder eine alliierte Kompanie sie befreite, als die meisten schon tot waren. Ermordet.

  • Kathodenstrahler

    Beeindruckend, wie gründlich hier die Vorgeschichte aufgearbeitet wird. Nur ein winziges Detail scheint sich im Heidenauer Ratsinformationssystem erfolgreich versteckt zu haben: Bereits 2019 beantragte die AfD eine Gedenktafel statt eines Stolpersteins für ein NS Opfer. Begründung: „Man tritt nicht auf Opfer.“ Der Antrag wurde mit 14 zu 5 Stimmen abgelehnt.



    Merkwürdig – das klingt ziemlich genau nach dem Grundgedanken, mit dem Charlotte Knobloch seit Jahren Stolpersteine ablehnt und Erinnerungszeichen auf Augenhöhe bevorzugt.



    Man kann den heutigen Antrag und besonders die Verlagerung auf den Friedhof selbstverständlich kritisieren. Aber wenn man schon ausführlich die Historie und die möglichen Motive der Beteiligten untersucht, wäre dieser kleine Vorgang von 2019 vielleicht nicht ganz unwichtig gewesen. Er zeigt nämlich, dass die örtliche AfD schon damals eine andere Form des Gedenkens vorgeschlagen hat.



    Vielleicht waren sieben Jahre Rückblick für eine historische Einordnung einfach schon etwas zu viel verlangt.

    • Zangler

      @Kathodenstrahler:

      Beeindruckend, wie Sie die entscheidenden Passagen des Artikels übersehen.



      Frau Knobloch hat andere, dezentrale Gedenkformen gefordert, also noch mehr und sichtbarere, während die Recht(sextrem)en das Gedenken auf den Friedhof und damit aus dem Stadtbild verbannen wollen, also weniger und zudem im Alltag unsichtbares „Erinnern“, das diesen Namen im Grunde nicht verdient.



      Das ist das Gegenteil.

    • Janix

      @Kathodenstrahler:

      Das heißt für mich vor allem gerade: Die AfD dort hat sich seitdem ungut weiter radikalisiert gegen das Erinnern.

  • Bolzkopf

    Die Brandmauer ist gefallen !

    Hier ist der Antrag im Wortlaut: (mal sehen wie lange noch)

    www.heidenau.de/ri...?id=365763&type=do

    Zitat:



    ... dass Passanten - bewusst oder unbewusst - über die Namen von Opfern hinweggehen oder sogar darüber treten.



    Dies empfinden zahireiche Bürgerinnen und Biärger, Angehörige und



    Gedenkinitiativen als nicht angemessen ...

  • migra

    Die Stolpersteine sind, so finde ich jedenfalls, ein wichtiges Symbol der Erinnerung. Gerade auch, weil sie nicht eine zentrale "Kranzabwurfstelle" zu Sonntagsreden darstellen, sondern mitten "unter uns" zu finden sind.

  • Bambuspanda

    Kann mich noch erinnern was es damals an nicht geringer Empörung auslöste, als es um das große Holocaust- Mahnmal ging mit seinen Stelen:



    "Viel zu groß"



    "Doch nicht in dieser exquisiten Lage"



    "Viel zu teuer"

    Ich stand dem Anfangs auch kritisch gegenüber, was aber nur jene Betonstelen betraf.



    Als die Stimmen nicht enden wollten, die dieses Mahnmal zu verhindern getrachteten, kam ich zu dem Schluss, dass so lange es Stimmen in diesem Land gibt, die solche Mahnmale verhindern wollen, so lange bedarf es auch solcher Erinnerungen an die Verbrechen des Nazi-Deutschlands.



    So einfach ist das.

    Allerdings wünschte ich mir auch noch mehr Erinnerungsmahnmale für alle Gemordeten und Geschundenen dieser Nazizeit.



    Von den Sinti/Roma, den politisch Ermordeten bis hin zu den hunderttausenden Arbeitssklaven für die deutsche Wirtschaft.

  • pablo

    Die CDU hatte halt nie Probleme damit gemeinsame Sache mit rechtsextremen zu machen.

    • Robert Reschke

      @pablo:

      Das war es dann wohl final mit CDU. Ist nicht schade drumm.

  • Fred Feuerstein

    Absolut empörend.Für mich sind die Stolpersteine oder wie hier in München die Stelen immer ein Ort des Innehaltens und der Erinnerung an das ganz persönliche Schicksal unserer Mitmenschen. CDU und AfD in Heidenau sollte man zurecht als faschistoid bezeichnen.

  • zartbitter

    ""Bin ich hier richtig bei der TAZ das Grauen der Nazis durch erzählen der Schicksale der Opfer sichtbar zu machen und um ihnen durch aktives Gedenken ihre Würde zurück zu geben?""



    =



    Zwischen dem 14. und 16. Februar 1945 sollten die letzten 174 Dresdner Jüdinnen und Juden deportiert werden; unter ihnen soll sich Aloisia Braune aus Heidenau/ Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge befunden haben. Diese Deportation fand aufgrund der Bombardierung Dresdens durch die Alliierten vom 13. auf den 14. Februar 1945, die die gesamte Infrastruktur zerstörte, nicht statt. Somit bestand für die 174 Jüdinnen und Juden – so u. a. auch Bruno Freymann und Elsa Krall – die Chance, die Shoah zu überleben.



    =



    gedenkplaetze.info...ren-sie-dann-weg/2



    =



    Jährlich finden in Dresden Gedenkmärsche gegen die Bombardierung von Dresden statt - allerdings ohne Hinweise welche Form der Unterstützung der Sachsen hinsichtlich der NSDAP, Judenvernichtung und WW2 zu diesen Zerstörungen geführt hat. Das die Bombardierung Dresdens mutmasslich zur Rettung des Lebens von 174 Juden geführt hat wurde bislang gegenüber einer größeren Öffentlichkeit auch verschwiegen.



    =

    • marilyn.hanson

      @zartbitter:

      Mal - eher ausnahmsweise - d'accord.

  • PartyChampignons

    Wir hatten letztens mit dem Büro eine Führung durch die Stadt Aachen. Ich habe lange selber dort gewohnt und kenne die Stadt sehr gut. Als uns auf unserer Führung diverse Stolpersteine in der Innenstadt gezeigt wurden war ich sehr überrascht, denn diese waren mir noch nie aufgefallen. Von daher kann ich dieses Argument schon nachvollziehen.

    • Francesco

      @PartyChampignons:

      Würden Ihnen Tafeln an Hauswänden eher auffallen?

  • Ernst Lusti

    Wäre eine Schande, wenn die Zivilbevölkerung jetzt einfach selbst und ungefragt Stolpersteine verlegt.

    Noch schlimmer wäre es, wenn man Beton mit Eisenoxidpigment mischt um so braune Steine herzustellen, mit denen man an die vielen vielen Täter und Nazis der Stadt erinnert!

    Das, ohne die genehmigung des CDU und AFD Statdrates zu machen, wäre auch gesetzeswidrig.

    • marilyn.hanson

      @Ernst Lusti:

      Das müsste sicher von Amts wegen aufgrund fehlender Genehmigungen sofort geahndet und die Schuldigen (also, die, die solche Steine verlegen würden; nicht die damit gemeinten Täter*innen aus den 1930ern und 40ern) zur Abschreckung mit empfindlichen Strafen gemaßregelt werden. Wo kämen wir sonst auch hin? /s

  • Takker

    Ja, ja was ist dann Judenfeindlichkeit?

    • Perkele

      @Takker:

      Ist diese Frage ernst gemeint?

  • AugenhöheStattTribalismus

    Das darf ja wohl nicht wahr sein!

    Die Stolpersteine sind eine der subtilsten und poetischsten Methoden um sich an diese Schicksale zu erinnern, Ihnen eine letzte Ehre zu erweisen.

    Wer gegen so etwas stimmt, hat m.E. einen misanthropen Dachschaden. :(

  • Flix

    Es ist unfassbar, die CDU ist keinen Deut besser als die AfD. „Getrennt marschieren, vereint zuschlagen“ scheint die Devise zu lauten.

  • Juhmandra

    Sauber - herzlich willkommen im neuen "33".



    Von absoluter Abneigung gegen rechts bis jetzt zum Schulterklopfen - war eigentlich absehbar, aber keiner zuckt...

  • Vic Merz

    Tja, soviel zur 'Brandmauer' der tollen CDU/CSU... Da könnten sie sich endlich mal abgrenzen, Zeichen setzen, aber nöö, lieber mit der AFD kuscheln....

  • Oma

    Ich kann zwar die Argumente der Gegner der Stolpersteine nachvollziehen. Dass man da in der Alltagshektik meistens achtlos drübertrampelt, finde ich sehr unschön. Trotzdem finde ich hier die jüdischen Stimmen entscheidend. Wenn sich jüdische Organisationen für diese Form des Gedenkens aussprechen, sollte man die geplanten Stolpersteine aufstellen. Dass sich die CDU in dieser Frage mit der AfD zusammentut, finde ich unmöglich.

    • Martin Rees

      @Oma:

      Der Künstler hinter den Stolpersteinen, Gunter Demnig, erläutert das Konzept heute soeben im WDR-Hörfunk ausführlich und zeitaktuell sowie mit guten Beispielen.



      Später kann mensch das in der Mediathek nachhören.



      Als älteres Dokument:



      www1.wdr.de/mediat...bildhauer-100.html

      • Oma

        @Martin Rees:

        Danke!

    • marilyn.hanson

      @Oma:

      Also, ich bin da, trotz 50-Stunden-Woche und on top Zeitstress für ärztliche Weiterbildung, in Hamburg nie "achtlos drübergetrampelt", sondern öfters kurz stehengeblieben, um zu lesen, wer da wann wohin deportiert wurde und was weiter geworden ist (selten nur Exil, meist Vernichtung).

      • Oma

        @marilyn.hanson:

        Ich habe mich gefragt, warum ich noch nie einen Stolperstein gesehen habe, obwohl ich extrem viel zu Fuß unterwegs bin. Hatte das erst auf mein hohes Tempo geschoben. Als ich jetzt gegoogelt habe, wo Stolpersteine sind, habe ich den Grund gefunden: in München dürfen sie nur auf staatlichem oder privaten Grund verlegt werden. Wegen der Kritik der Israelitischen Kultusgemeinde und Charlotte Knobloch, dass mit Füssen getretene Gedenkzeichen unwürdig seien, hat der Stadtrat vor einigen Jahren beschlossen, statt dessen private Gedenktafeln und Stelen aufzustellen. Für mich akzeptabel. Man muss den Wunsch der Gemeinde respektieren. denn es sind deren Tote. Es gibt eine interaktive Karte der Stolpersteine, einige auch an meinen üblichen Rennstrecken gelegen. Ich werde in Zukunft mal die Augen offen halten.

  • Klabauta

    Die Argumentationslinie ( „dass ein direktes Betreten der Gedenkelemente ausgeschlossen ist“) der Antragstellenden ist perfide, und es ist schlimm, wenn sich die CDU dafür hergibt, dieser zu folgen oder sie sogar mitzuformulieren.



    Bei mir entsteht der Eindruck, um es mit dem alten Willy zu sagen, dass da zusammenwächst, was zusammen gehört, nämlich der rechte Flügel der CDU mit der AfD.



    Erinnerung als etwas, was man an dafür vorgesehenen Orten und Tagen pflegt, in ritualisierter und damit häufig entleerter Form, das ist, was das Unwort von der "Bewältigung der Vergangenheit" meint.



    In meiner kleinen Großstadt gibt es einige dieser Stolpersteine, manchmal liegen Blumen dort. Ich habe nicht das Gefühl, dass sie missachtet werden.

  • Astrid Sehnefeld

    taz: CDU reicht AfD die Hand



    Charlotte Knobloch: lehnt die Stolpersteine vehement ab



    Meinungspluralismus ist hier wohl verpönt?



    Ich lehne derlei Stolpersteine auch seit jeher ab.



    Stolpersteine liegen am Boden - für mich ein Zeichen der Unterwerfung. Jeder kann darauf spucken, eine Zigarette darauf austreten, jeder Hund kann darauf 💩, etc...



    Gedenktafeln an Fassaden von Gebäuden - so ehren wir ehemalige Persönlichkeiten an deren Geburtshäusern. Das ist auf Augenhöhe. Da wo der Blick immer zuerst hingeht.



    Warum vergraben wir das Gedenken an Juden im Boden?



    Schon mal über die Wirkmächtigkeit dessen nachgedacht?



    Es ist mir komplett egal, ob der Beschluss durch AfD und Union zustande kam. Es ist mir auch komplett egal, ob diese vielleicht bis mutmaßlich aus anderen Motiven handelten.



    Stolpersteine sind für mich ein klassisches Beispiel von 'gut gemeint, aber schlecht gemacht'.

    • Moon

      @Astrid Sehnefeld:

      Wo jüdische Menschen, ihre Gemeinden und ertretende Organisationen die Stolperteine nicht wollen, muss das respektiert werden.

      "Warum vergraben wir das Gedenken an Juden im Boden?



      Schon mal über die Wirkmächtigkeit dessen nachgedacht?"

      Zur Wirkmächtigkeit: In meiner Stadt findet man die Stolpersteine auch vor öffentlichen Gebäuden. Solche werden auch als Wahllokale genutzt. Vielleicht - hoffentlich - sind die übertrampelten und doch sehr oft nicht übersehenen Stolpersteine als "Wahllokale" wirkmächtig. Da ist ihr Übergehen.



      Aber das eigentliche Übergehen der Stolpersteine auch vor Wahllokalen findet drinnen in denen statt. Wenn dort in der Wahlkabine die Stolpersteine und das woran sie erinnern mit einem - X - durchgestrichen wird. Möglicherweise solange, bis es in Folge dieses Geschehens keine Wahllokale und nichts und niemanden mehr geben wird, was gewählt werden könnte. Hoffentlich sind die Stolpersteine ein Teil der Wirkmächtigkeit dagegen.

    • hierbamala

      @Astrid Sehnefeld:

      Ja, an den Grundargumenten gegen die Stolpersteineist was dran. AfD (und CDU?) in Heidenau geht es aber, so scheint's, nicht um ein würdevolleres Gedenken, sondern um ein Nichtgedenken, Wegdrücken auf den Friedhof. Es wäre ja ein Leichtes gewesen, in den Beschluss aufzunehmen, dass stattdessen kleine Stelen mit Namen und Daten am jeweiligen Grundstücksrand fürderhin an die früheren Mitbürger erinnern, die ermordet, vertrieben, deportiert wurden.



      Das reine Neinsagen der AfD und CDU schönzureden, wäscht beide rein von Verantwortung und tut so, als stünde dahinter KEIN Versuch einer erinnerungspolitischen Wende aus Höckes und Kubitscheks Träumen.

    • marilyn.hanson

      @Astrid Sehnefeld:

      Sie irren. Man schaut im norddeutschen Schmuddelwetter verdammt oft auf den Boden und weniger auf die Gebäudefassaden. Dazu ist es viel kleinteiliger und weniger erfolgreich, jeden panisch um Wertverlust besorgten Immobilienbesitzer vorab untertänigst um Erlaubnis zu bitten, ob man eine Tafel am Gebäude anbringen darf - oder schlimmer noch eine ganze WEG. Auf dem Bürgersteig können die Bewohner*innen es nicht verhindern. Dazu neigt man beim Anschauen der Stolpersteine automatisch den Kopf - soviel zur "Unterwerfung".



      Es gibt Stolpersteine auch da, wo es gar keine Gebäude mehr gibt, wo man Tafeln anbringen könnte.



      Und auch Tafeln oder Denkmäler werden beschmiert, was bei den Stolpersteinen qua Material schon deutlich schwieriger sein dürfte.

    • Uwe Kulick

      @Astrid Sehnefeld:

      Schon mal was von "walk of fame" gehört? Typischerweise geschmückt mit in den Boden eingelassenen Namensplaketten, die Namen von "unsterblichen berühmten Stars" tragen.

      Stolpersteine erinnern an Namen, auch wenn sie nie berühmt waren. und auch nicht, um jemand unsterblich zu machen. Sie erinnern, dass NS-Opfer mitten drin wohnten in unserer Gesellschaft, und da gewaltsam herausgerissen wurden!

      Stolpersteine machen Geschichte verortbar. Hier in Deutschland und ehemals deutschen oder deutsch besetzten Gebieten.

      Stolpersteine sind so tief im Pflaster eingebettet, dass wohl kaum jemand drüber stolpert, aber als Steine des ((Ge)Denk)Anstoßes unerlässlich für unsere vielerorts nachlässige Gedenkkultur. Das Gedenken liegt ja nicht "vergraben im Boden", sondern liegt offen zutage als Erinnerung an Personen. Das ist gut so. Auf manchen wirkt es evtl. verstörend. Auf mich wirkt hingegen verstörend, dass in letzter Zeit vielerorts selbst große angestammte städtische Friedhöfe vollständig verschwinden! Es gibt eben auch KommunalpolitikerInnen mit gestörtem Verhältnis zu Erinnerungsorten, zum Stadtbild. Stolpersteine & Friedhof gehören zum Erinnern und zum Stadtbild! Zum Gedenken und Trauern

      • Martin Rees

        @Uwe Kulick:

        Anschlussfähig formuliert!



        Danke.



        Manch eine(r) könnte eine Bildungsreise antreten, z.B. nach Kassel (Museum Sepulkralkultur) oder wesentlich schneller jetzt im Netz zum hochaktuellen Thema:



        www.stolpersteine....tes/haufige-fragen

  • Sonnenhaus

    Damit fördert die Union das Vergessen an die Opfer des Nationalsozialismus und zeigt aktiv und offen ihren Antisemitismus.

  • Warim Wilke

    Ob Springerpresse & Co. jetzt auch CDU und AfD als antisemitisch bezeichnen, einen Sturm der Entrüstung heraufbeschwören werden? Schon, oder? (Hüstel).

  • c. F

    Ich lebe in Hamburg. In Hamburg haben wir sehr viele Stolpersteine. Ich nehme Stolpersteine wahr. Ich trete niemals auf einen Stolperstein! Das habe ich mir angewöhnt. Kinder sind hier jedoch die Lehrmeister. Sie nehmen die Stoplersteine nicht nur wahr, sondern fragen, was sie bedeuten. Wenn man Kinder über die Geschichte und die Erinnerungskultur aufklärt, dann passiert häufig, dass sie nicht nur darauf aufpassen auf die Stopersteine nicht drauf zu treten, sondern auch anderen Kindern die Bedeutung erklären. Stolpersteine haben eine "performative" Funktion. Sie können die Achtsamkeit im Alltag fördern. Gleichzeitig sind sie eine kostengünstige Methode die historische Aufklärung über sein unmittelbares soziales Umfeld aufrechtzuerhalten.



    Verschwinden Stoplersteine, verschwindet Erinnerungskultur im Alltag...

    • Moon

      @c. F:

      Ich kann bestätigen, was Sie sagen und in anderen Kommentaren hier ebenfalls zum Ausdruck kommt. Selten haben "Mahnzeichen",wie zum Beispiel Gedektafeln, eine so einprägende Wirkung auf mich, wie die Stolpersteine in ihrer besonderen Art. In meinem Viertel lebe ich jetzt mehr als drei Jahrzehnte, die Wirkung der Stolpersteine bleibt. In diesem Viertel "reihen" sie die Stolpersteine, man muss sagen, auf schreckliche Weise nur so aneinander. Aber das führt nicht "inflationär" dazu, dass man sie ausblendet. Es löst umso mehr ein Bedrücktsein aus. Finden sich Blumen an den Stolpersteinen und/oder eine Kerze im Windlicht; ich habe nicht den Eindruck, dass sie von den Füssen weggestoßen werden. Am nächsten Tag liegt selbt die Blume noch da. Und es gehen viele Schritte der Menschen, wenn man mal drauf achten, bewusst an den Stolpersteinen vorbei. Obwohl auch ich sie im Gedränge überlaufe. Aber das wahrnehmen der Steine und der bewusste Schritt daran vorbei hat schon einen gewissen "Automatismus".

      Vom Verhalten der Kinder erfahre ich hier zum ersten Mal. Das ist gut.

      Wenn jüdische Gemeinden einer Stadt Stolpersteine nicht wollen, muss das aber respektiert werden. Ansonten nicht.

    • horsefeathers

      @c. F:

      "Verschwinden Stoplersteine, verschwindet Erinnerungskultur im Alltag..."

      Vielen Dank.



      Auf den Punkt gebracht - das genau ist das Ziel u.a. der AgD:

      .... dienen nur der künstlichen Aufrechterhaltung eines Schuldgefühls, das wir endlich ablegen sollten.

      (Hier bezogen auf Raubkunst:



      Regierungsprogramm der Afd Sachsen-Anhalt 2026



      afd-lsa.de/wp-cont...-2026_Rev.1.0.pdf)

      = Variante des rechten Codes "Schuldkult"

  • Perkele

    Heftig wurde der neue Vorsitzende der Linken beschimpft, als er der cdU eine Nähe zum Faschismus unterstellte. Es sieht allerdings sehr danach aus, dass er richtig lag...

    • Strolch

      @Perkele:

      Na da diskutieren Sie sich den Mund fusselig, dass klare Antisemiten in der Linken nur Einzelfälle sind, obwohl es um einen Landes- und Bundestagsabgeordnete geht, aber wenn in irgendeiner Gemeinde, die kein Mensch kennt, in der es bereits einen Gedenkplatz an die Opfer des Nationalsozialismus gibt, zur Ablehnung von Stolpersteinen kommt, ist die gesamte CDU gleich faschistisch?!

      Vielleicht verbal abrüsten und den Artikel bis zu Ende lesen. Oder ist Frau Knoblauch auch Faschistin?

      • Perkele

        @Strolch:

        Nein, Frau Knobloch ist keine Faschistin, doch auch die ist entsetzt über die Zusammenarbeit der cdU mit Faschisten. Ob "in irgendeiner Gemeinde die kein Mensch kennt" das Gedenken an die von Faschisten Ermordeten beschmiert wird - ist diese Bemerkung etwa wirklich ernst gemeint?

      • Schmetterling

        @Strolch:

        Also wir stellen Fest: bei Antisemitismus muss man differenzieren. Wenn sich Abgeordnete der Linken Antisemitisch äußern, ist der Untergang des Abendlandes nahe, und Juden sollten besser vorsorglich das Land verlassen weil sie befürchten müssen auf offener Straße ermordet zu werden. Aber wenn die CDU gemeinsam mit der AfD Mahnmale an die Verbrechen der Nationalsozialisten aus dem öffentlichen Raum entfernen will, ist das kein Problem, weil den Ort kennt ja eh keiner. Wie war das mit "Antisemitismus entschlossen entgegentreten"? Sehr erbärmlich, wie Sie sich hier äußern.

        Frau Knobloch hat den Entschluss im übrigen Kritisiert - „Ich bin entsetzt, dass eine demokratische Partei sich dafür hergibt, ein so durchsichtiges Manöver der Extremisten von der AfD zu unterstützen.“