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Konflikt zwischen USA und Iran Ein Krieg, der leider logisch ist

Lisa Schneider

Kommentar von

Lisa Schneider

Ja, der Angriff auf Iran hat die Blockade an der Straße von Hormus erst ausgelöst. Aber realpolitisch gesehen darf auch Europa nicht einfach zusehen.

E s herrscht wieder Krieg zwischen den USA und Iran. Das Memorandum of Understanding – oder wohl eher Misunderstanding – hat nicht gehalten. Das ist nicht überraschend, hatte es doch Iran die Kontrolle über die Straße von Hormus, die für den globalen Handel äußerst wichtige Meerenge, überlassen. Zur Erinnerung: Im Abkommen stand, dass „die Islamische Republik Iran nach besten Kräften Vorkehrungen“ treffen soll, „um Handelsschiffen 60 Tage lang eine gebührenfreie Durchfahrt zu gewährleisten“. Diese Frist von 60 Tagen wäre Mitte August ausgelaufen.

Bereits Anfang Juli traf ein iranisches Geschoss einen Tanker etwa acht Seemeilen östlich von Limah in Oman. Das bedeutete: innerhalb omanischer Hoheitsgewässer. Die erstrecken sich laut dem Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen über zwölf Seemeilen vor der Küste des jeweiligen Staats.

Iran hat also klar gegen das Abkommen verstoßen, um seinen angeblichen Anspruch auf die Straße von Hormus geltend zu machen. Dass die Islamische Republik sie als Kriegsbeute sieht, macht auch die Rhetorik der Führungsebene klar. Nun kann man – und das mit guten Gründen – argumentieren, dass dieses Problem vor dem US-amerikanisch-israelischen Angriff auf Iran Ende Februar 2026 nicht bestand und nicht Iran die Eskalation ausgelöst hat. Auch dass der Angriff völkerrechtswidrig war und bislang innenpolitisch in den USA sehr unpopulär ist, ist bekannt. Doch Irans Griff nach der Straße von Hormus hat die geopolitische Lage völlig verändert.

Irans Vorgehen hat die geopolitische Lage völlig verändert und macht Schule

Dass der Krieg nun fortgeführt wird, ist – leider – logisch. Weil es ein katastrophales Exempel bedeutet, wenn ein Anrainerstaat eine natürlich entstandene, nicht vom Menschen erbaute Wasserstraße einfach kapert – und bestimmen möchte, wer sie passieren darf, und dafür auch noch abkassieren will. Es gibt weltweit einige solcher Wasserstraßen – und damit dasselbe Konfliktpotenzial. Da wäre einmal die zwischen Indonesien und Malaysia verlaufende Straße von Malakka. Analysten befürchten, dass sie in einem Konflikt zwischen China und den USA zum Faustpfand werden könnte.

Oder die Meerenge Bab al-Mandab zwischen Indischem Ozean und Rotem Meer. Diese hat gerade erst die von Iran unterstützte Huthi-Miliz unter ihre Kontrolle gebracht und verweigert Schiffen mit Kurs auf Saudi-Arabien oder von dort kommend die Durchfahrt. Das ist auch deswegen ein Problem, weil Riad derzeit genau über diese Meerenge sein am Weltmarkt begehrtes Öl verschifft. Das Vorgehen in der Straße von Hormus macht also Schule.

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Dass weder die USA noch die benachbarten Golfstaaten dabei zusehen wollen, ist geopolitisch gesehen klar. Und in Anbetracht der Konsequenzen für die Weltmärkte sollte es auch in Europas Interesse liegen, dass Meerengen auch künftig frei passierbar bleiben und die Straße von Hormus Irans Griff wieder entrissen wird. Und das bedeutet eben auch ein – wie auch immer geartetes – militärisches Engagement.

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Lisa Schneider

Lisa Schneider Redakteurin für Nahost

Redakteurin für Westasien & Nordafrika. Studium in Beirut, Mainz und Paris. Alumna des Ernst Cramer & Teddy Kollek Programms (IJP) bei Times of Israel.
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71 Kommentare

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  • Klar ist die Kontrolle des Irans über die Straße von Hormuz eine Zeitenwende im internationalen Warenverkehr. Nur gibt es keine Möglichkeit, diese Kontrolle zu beenden ohne dass daraus eine Eskalation resultiert, bei welcher der Iran die restliche Öl-Infrastruktur und die Entsalzungsanlagen der Nachbarstaaten weitgehend zerstört. Nachdem jeder weitere Tag der Blockade die Weltwirtschaft schwächt und die Ernten verringert ist die beste Handlungsmöglichkeit unter lauter schlechten die Kontrolle durch den Iran zu akzeptieren und den Krieg zu beenden.

  • >Und das bedeutet eben auch ein – wie auch immer geartetes – militärisches Engagement.<

    Fragt sich nur auf welcher Seite.

  • Ein „wie auch immer geartetes“ militärisches Engagement Europas zu befürworten, ist aber ein äußerst schwaches Argument angesichts des Schlamassels an der Straße von Hormuz, Frau Schneider.



    War es nicht so, dass gerade das erratische aussenpolitische Gebahren des POTUS in die festgefahrene Situation geführt hat, wie sie sich jetzt präsentiert und unter der die gesamte Welr leidet?



    Nein, momentan bleibt der EU nur, die von den USA selbst geschaffenen Realitäten - die iranische Kontrolle über die Wasserstraße - zu akzeptieren und diplomatisch ‚kleine Brötchen‘ zu backen. Bzw. eindringlichst an beide Konflikparteie zu appellieren, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.



    Die Situation mit den Huthi am Bab al-Mandab macht die Sache nur noch komplizierter. Ist es aber nicht sinnvoller - v.a. angesichts begrenzter Möglichkeiten -, erst einmal einen Brandherd auszutreten bevor man sich darin verzettelt, alle Brände gleichzeitig löschen zu wollen?

  • St. Goar, Bop­pard, Ko­blenz, An­der­nach und Bonn, Ko­blenz, Remagen und Köln: Die Zölle am Rhein bestanden in wechselnden Konstellationen und im Konflikt zwischen Kaiser und Landsherren sowie dem Erzbischof von Köln über 1400 Jahre. Warum sollte es an der Straße von Hormus anders sein?

    • @hedele:

      Erstens sind Wegzölle heutzutage ein Relikt der Vergangenheit und verstoßen gegen das Völkergewohnheitsrecht.

      Zweitens gibt es ein Recht auf Transitdurchfahrt für Küstenmeere. Gilt für die Ostsee ebenso wie für die Straße von Hormus. Gemäß Artikel 37 des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen. Dies besagt, das ein Blockieren oder Erheben von Sonderabgaben auch dann unzulässig ist, wenn es die eigenen Hoheitsgewässer betrifft.

      In zivilisierteren Zeiten als heute würde eine ein derartiger Verstoß gemäß Völkerrecht zu einer UN Resolution führen, die auch ein Mandat für die ggf militärische Durchsetzung der freien Transitdurchfahrt enthalten würde.

      Da wir aber wieder in Zeiten leben in der Großmächte Kriegsführung nach eigenem Ermessen betreiben und Staaten internationale Verträge nur dann als bindend ansehen, wenn es ihren Zwecken nutzt, darf es auch nicht mehr verwundern, das mittlerweile auch taz Autoren in einem Artikel europäisches Engagement für einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg fordern. Nicht die Weltgemeinschaft in Form der UN sondern Staatenbündnisse wie EU und USA sollen es richten, auch militärisch. Der dezivilisatorische Prozess macht auch hier nicht halt.

    • @hedele:

      Weil wir inzwischen im 21. Jahrhundert leben und es so etwas wie ein allgemein verbindliches Völkerrecht gibt?

  • logisch wäre auch solche Angriffvektoren vorrauszusehen und entsprechende gegenstrukturen zu etablieren. wer das schon nicht hinbekommt sollte kriegerische Handlungen wohl lieber meiden da logischerweise angenommen werden muss das auch hier die Fähigeiten nicht ausreichen um die reale Sachlage und Konsequenzen vollumfassend überblicken zu können. doch das entzieht sich wie immer dem zionistischen tunnelblick

    • @geradenicht:

      Vektoren?

  • Dass Horst Köhler 2010 zurücktrat, lag nicht zuletzt daran, dass er militärische Einsätze auch mit der Sicherung von Handelswegen und wirtschaftlichen Interessen begründete. Diese Vorstellung wurde damals als problematisch kritisiert, weil das Grundgesetz und das Völkerrecht keine „Wirtschaftskriege“ kennen.

    taz.de/Kritik-an-A...usserung/!5141889/

    Umso erstaunlicher ist es, wenn heute in einem linken Medium ähnliche Argumentationsmuster auftauchen. Wer Krieg gegen Iran mit der Bedeutung der Straße von Hormus und den Interessen der Weltwirtschaft rechtfertigt, stellt Geostrategie über Recht. Dann wird nicht mehr gefragt, was völkerrechtlich zulässig ist, sondern was aus Sicht westlicher Interessen „logisch“ erscheint.

    Wer Frieden will, sollte Friedens- und Völkerrechtsforscher fragen – nicht Militärstrategen. Denn deren Aufgabe ist es, Kriege zu gewinnen, nicht sie zu verhindern. Sobald wirtschaftliche Interessen als Begründung für militärische Gewalt akzeptiert werden, wird Krieg zur normalen Fortsetzung von Politik. Genau diese Logik sollte eine friedensorientierte Öffentlichkeit zurückweisen.

    • @Yoriko N.:

      Sehr schön ausgeführt – mal abgesehen davon, dass die bellizistische taz natürlich längst nicht mehr „links“ ist. Und ist es nicht paradox, dass Wirtschaftsflüchtlinge als despektierlich, Wirtschaftskriege aber als notwendig betrachtet werden?

    • @Yoriko N.:

      Sie machen es sich zu einfach.

      Mit den Wirtschaftsinteressen geht einher, dass der Iran die iranischen Hoheitsgewässer als Kriegsbeute betrachtet.

      Wenn ein Land mit militärischer Gewalt Territoriumtwile eines anderen Landes beansprucht, ist das ein zulässiger Kriegsgrund nach dem Völkerrecht.

      Dazu kommt, dass eine Miliz eine Meerende kontrolliert und dort Schiffe angreift.

      Dagegen vorzugehen, ist völkerrechtlich unproblematisch.

      • @rero:

        In der Sache hat @Yoriko N. doch recht. Die Resultate dieses von Israel und den USA angezettelten Krieges können wir doch jetzt sehen: 1) iranische Kontrolle der Straße von Hormuz. 2) Implementierung eines Regimes im Iran, dass viel radikalisierter und aussenpolitisch als unzurechenbar einzuschätzen ist - nicht zuletzt wegen interner Machtkämpfe, die USA haben das bisherige Machtzentrum um Chamenei einfach weg gebombt - und zudem viel repressiver gegen die eigene Bevölkerung vorgeht.



        Militärisches Engagement der Europäer? Bedeutet das denn, für den POTUS die Kohlen aus dem Feuer zu holen, an denen er selbst sich die Finger verbrannt hat?



        Und die Sache mit den Huthi am Bab al-Mandeb ist ja wohl wesentlich älter als der aktuelle Konflikt der USA mit dem Iran. Hier hat man aber einfach zugeschaut und den Konflikt treiben lassen statt zu versuchen, Saudi-Arabien bzw. die Golfstaaten und den Iran an den Verhandlungstisch zu bringen. Denn die haben es in der Hand, ob der Bürgerkrieg im Jemen beendet wird oder nicht.

      • @rero:

        Durch die öffentliche Darstellung entsteht oft eine verzerrte Vorstellung von Krieg als bloße geopolitische Option. Für die Menschen vor Ort bedeutet er jedoch Tod, Flucht und die Zerstörung ihres gesamten Lebens – ein Grauen, das in Debatten kaum vorkommt, da Befürworter militärischer Lösungen nicht in bombardierten Städten leben müssen. Am Ende wird es ohnehin eine diplomatische Lösung mit Iran und im Jemen brauchen, um dauerhaft Frieden und sichere Passagen zu gewährleisten. Friedensforscher blicken hier oft klarer als Militärberater.

    • @Yoriko N.:

      Friede muss leider auch erkämpft und verteidigt werden. Zeigt der Blick in so ziemlich jeden Teil der Geschichte.



      Ebenso muss das Völkerrecht auch durchgesetzt werden, damit es eine Bedeutung behält. Und das Recht der friedlichen Durchfahrt ist eben (See-)Völkerrecht.

      • @metalhead86:

        Wenn erkämpft und verteidigt worden wäre, keinen völkerrechtswidrigen und davon abgesehen absolut blödsinnigen, undurchdachten aus-der-Hüfte-Angriffskrieg zuzulassen, wenn man also den Angreifern Israel und USA entschieden in den Arm gefallen wäre, dann hätte man neben der Geltung des Völkerrechts auch gleich noch die Beibehaltung der freien Durchfahrt erhalten.

        Dieser Krieg zeigt, welches nachhaltiges Unheil so ein Schnellschuss anrichtet. Die Schließung und der Versuch auch künftiger Kontrolle ist ein Resultat des Angriffskriegs von USA und Israel. Mit Kriegen werden manche Dinge neu sortiert, oft genug zum Nachteil von Vielen.

        Der Dump ist noch nicht mal halb durch und überdurchschnittlich erfolgreich auf dem Pfad maximaler Schädigung der maximalen Anzahl von Menschen.

        Es ist nicht Europas Krieg. Das Trumpel hält doch "all the cards" und löst den Nahostkonflikt in all seinen Ebenen in zwei Wochen.

        Der Rest der Welt, der ihn machen lässt, ernet dann eben, was dabei heraus kommt. Wir müssen eben mit der neuen Situation leben. Die Situation vor dem Krieg kommt nicht zurück. Und kann auch nicht zurück gebombt werden.

      • @metalhead86:

        Das Verbot von Angriffskriegen aber auch.

  • Das größte aktuelle Problem ist, dass zunehmend das Völkerrecht durch das Recht des Stärkeren ersetzt wird - Ukraine, Gaza/Westjordanland, Venezuela, Kuba ...

  • Kein Blut für Öl!



    (Slogan der Demos gegen den Golfkrieg)



    Das Ziel heißt nicht Krieg.



    Die Situation ist weder für den Iran, noch für die USA nutzbringend.



    Es ist bekannt, dass die USA bereits sehr viel „Pulver“ verschossen haben.



    Der Nachschub an Munition ist begrenzt.



    Bisher wurden 37 Mrd. verballert, ohne dass irgendein Nutzen entstanden wäre.



    Iran mag in irgendwelchen Bunkern noch Waffen haben, aber spurlos vorbei gingen die Angriffe natürlich nicht.



    Es ist also erwartbar, dass beide Seiten wieder zusammenkommen, denn SO haben



    sie nichts zu gewinnen.



    Wir schon gar nicht, wir haben einen Krieg vor der Tür und müssen uns auf die Möglichkeit vorbereiten uns direkt verteidigen zu müssen.



    Grundsätzlich gilt, uns unabhängig zu machen.



    Das heißt, Regenerative stärken, Strom statt Öl.



    Leider hat unsere Wirtschaftsmini Vorstellungen, die die Realität außen vor lassen.



    Wenn Merz schlau wäre (…), dann würde er die bisher völlig belanglose Kabinettsumbildung durch die Absetzung Reiches zu einem echten Gewinn machen.



    Wir sind keine Miltärmacht, wir sind eine Wirtschaftsmacht.



    Damit das so bleibt heißt es JETZT handeln und den Weg der Unabhängigkeit weiter gehen.

  • Der Bosporus ist eine natürliche Wasserstraße und die Türkei verlangt gebühren dafür. Das mit dem Exempel ist also schon längst widerlegt.

    Was allerdings noch viel absurder ist, dass man hier zum Krieg aufruft. Was soll das bedeuten, Europa darf nicht nur zusehen?

    Trump ist mittlerweile zur Ausdehnung der Kriegsverbrechen übergegangen und will vermehrt zivile Infrastruktur angreifen lassen. Möchten Sie, dass deutsche Soldaten sich daran beteiligen? Für die Kontrolle über die Meerenge müsste man wohl einen Bodeneinsatz starten. Wollen Sie deutsche Soldaten dafür in den Tod schicken? Es gibt dort nichts, was Europa vollbringen könnte, was die USA auch nicht schaffen.

    Der Iran hat in etwa 1-2% der Schiffsladung als Gebühr veranschlagt. Ich bin gerne bereit, 1-2% am Ende mehr zu zahlen, wenn das der Preis für den Frieden ist. Trump wird ihn als Verursacher ja eh nicht zahlen. Das kommt noch immer günstiger, als alles was der Krieg bis jetzt an Preisanstiegen bedeutete und klingt allemal besser, als für Krieg zu werben.

  • Wenn man diesen Krieg erfolgreich, in dem Sinne, das das iranische Regime gestürzt würde, hätte führen wollen, hätten im großen Umfang Bodentruppen einsetzen müssen, wofür es aber nie Anzeichen gab.



    Ich habe mich daher von Anfang an gefragt, wie der Trump seine Kriegsziele erreichen wollte.

    • @Axel Schäfer:

      Seit Giulio Douhet 1921 sein Werk „Il Dominio dell’Aria“ veröffentlich hat, glauben immer wieder Militärs und Politiker, dass man durch den Abwurf großer Mengen Bomben Kriege gewinnen kann. Meist war es nicht so...

  • "Und das bedeutet eben auch ein – wie auch immer geartetes – militärisches Engagement."



    Die Autorin ist sich anscheinend nicht bewusst, was für eklatante Folgen eine militärischen Unterstützung haben werden.



    Ist sie nur naiv oder sollte es provokative Absicht sein?



    In Mainstream Medien, bis hin bei rechtsgerichteten Schreibern würde man den Kopf schütteln- in der taz Zeitung bleibt mir zumindest, die Spucke weg.

  • Europa hat nicht die Mittel um Iran zum Umdenken zu bewegen. Auch nicht im Zusammenspiel mit Nordamerika.



    Europa hat aber die Mittel Pipelines vom Mittelmeer bis an den indischen Ozean zu bauen. und so der Straße von Hormus die Bedeutung zu nehmen.



    Europa hat auch die Mittel, dem Handelsgut Öl die Bedeutung zumindest für Europa zu nehmen.

    • @metalhead86:

      Wo soll denn die Pipeline lang führen?

      • @Uwe Kulick:

        vom Golf zum Mittelmeer würde schon genügen

  • Man sollte Ursache und Wirkung nicht vertauschen.



    Aus der ursprünglichen Aggression nachträglich eine Rechtfertigung für den Krieg abzuleiten, ist ein logischer Fehlschluss.



    Wenn nun der Iran die Straße von Hormus blockiert oder unter seine Kontrolle bringt, gilt das als Aggression – obwohl man nach derselben Argumentation auch von einer Reaktion oder gar Selbstverteidigung sprechen könnte. Oder es auch einfach Notwehr nennen.



    Diese Doppelmoral ist das eigentliche Problem.

    Klarer wäre auch, wenn man wirtschaftliche Abhängigkeiten als Kriegsgrund benennen würde in einer Region, die uns im Grunde genauso wenig angeht wie früher Afrika oder die neue Welt.



    Ein Schelm also, der spätkoloniales Handeln unterstellt.



    Zu Erinnerung:



    Es ging ja um Atomwaffen, die die Mullahs nicht haben dürfen.



    Und zurückzur Doppelmoral: die Saudis sollen ja wollen und auch bals dürfen..

  • Ja, aber, nein.



    Ursache, Wirkung, Lösung?



    Die Strasse war frei bevor der Krieg begonnen wurde. Es hätte, aus der Ferne gesehen, wahrscheinlich auch eine Lösung ohne Durchfahrtserpressung gegeben. Nur das der great dealmaker wieder gescheitert ist. Wobei die andere Seite auch nicht besser ist.



    Und dann eskalierte der Krieg weiter.

    Aber wenn es nur um die Strasse gehen würde, müsste es eine UN Resolution geben und dann eine entsprechende Aktion. Aber, so wird alles verknüpft, bis hin zur Israelfrage und in den unklaren Schlamassel sollte sich die EU nicht reinziehen lassen. Zumal sie ja nicht bestimmen dürfte, sondern als Vasall zu dienen hätte.

  • "in Anbetracht der Konsequenzen für die Weltmärkte sollte es auch in Europas Interesse liegen (...). Und das bedeutet eben auch ein – wie auch immer geartetes – militärisches Engagement."



    Mit dem Engagement geh ich mit. Aber warum das sofort und unumgänglich alternativlos militärisch zu sein hat wüsste ich schon ganz gern.



    Besonders in der taz.

  • Die Huthis sind auch nur eine Terrororganisation wie Hamas, Hisbollah, Taliban. Es ist ein Problem, wenn sich solche Gruppen zu Territorialfürsten entwickeln. Es braucht dagegen völlig neue Strategien, aber auch gegen Iran. Da darf kein Wasserfahrzeug mehr von Irans Küste ablegen. Minensuche und Raketenabwehr muss mit Massenproduzierbarem schnell und sicher erledigt werden. Wie haben die USA in Wk2 das gemacht? Massenproduktion!!! Patriot System ist zu teuer. Zu wenig Stückzahl.

  • Was für eine merkwürdige Sicht. Es waren die Herren Trump & Co., die die jetzige Situation geschaffen haben. Indem sie einen unsinnigen Krieg begonnen haben. Die Lösung kann da doch nicht sein, den Unsinn immer weiter zu treiben.

    Und natürlich ist es völlig absurd, wenn die "Europäer" jetzt auch noch bei diesem Unfug mitmachen. Was die kampstärkste Flotte der Welt nicht erreichen kann, werden bestimmt nicht ein paar Boote aus Europa schaffen. Dazu kommt noch, dass niemand ernsthaft will, dass sich die ehemaligen Kolonialmächte wieder am Golf breit machen. Also lassen wir doch bitte diesen galoppierenden Größenwahn und schauen, dass wir so schnell wie möglich vom Öl loskommen. DAS wäre weiter als von um 12 bis Mittag gedacht.

  • Nein. Europa sollte den USA auf die Finger klopfen. Die USA haben diesen Krieg angezettelt. Europa soll gefälligst die Finger davon lassen. Diesen von Machtgier und falschen Einschätzungen getriebenen US-Präsidenten zu unterstützen kann nur Nachteile bringen.

  • Moment mal. Richtig ist, dass der Iran angegriffen wurde. Dass die sich wehren ist dabei die Logik die ich sehe. Dass die Druck ausüben, ist auch logisch. Seit Jahren wird doch Druck auf den Iran ausgeübt. Jetzt halt mal etwas Gegendruck. Und der Iran will und möchte verhandeln. Nur die schlucken halt nicht alles. Und wenn die Amis jetzt zum Exporteur von Atomenergie in der Region werden, dann hat der Iran alles Recht der Welt ebenso Atomenergie zu haben. Gefällt mir zwar nicht. Es ist aber die Logik.

    • @Pico :

      Sehe ich wie **S**ie. Am Ende wird es ohnehin eine diplomatische Lösung mit **dem** Iran und im Jemen brauchen, um dauerhaft Frieden und sichere Passagen zu gewährleisten. Friedensforscher blicken hier oft klarer als Militärberater.

    • @Pico :

      "Moment mal. Richtig ist, dass der Iran angegriffen wurde."

      Nein.

      Das muss man so nicht sehen.

      Man kann es auch als einen Krieg zusammen mit dem Überfall der Hamas auf Israel und die Hisbollahangriffe sehen.

      Der Iran sieht das so, darum verhandelt er den Krieg im Libanon mit.

      Die Israelis sehen das auch so.

    • @Pico :

      Der Iran übt Druck aus, in dem er unbeteiligte Staaten angreift und wird damit selbst Aggressor.

    • @Pico :

      Ich sehe es so wie Sie, nur dass es nicht nur um Druck ausüben geht. Der Iran wurde mittlerweile zwei mal inmitten der Verhandlungen von den USA und Israel angegriffen, noch während sie liefen.

      Aus Sicht des Irans wird dieses Druckmittel benötigt, um nicht immer wieder erneut angegriffen zu werden. Die Schuld dafür liegt allein bei Trump.

      • @Schöneberg:

        Danke, dass auch viele andere das ebenso sehen. Mich wundert nur, dass es auch bei uns welche gibt, die die Sichtweise eines Donald Trump sich zu eigen machen.

  • Ach so, wir sollen jetzt für die Weltmärkte in den Krieg ziehen?

    • @Der dreckich Katz:

      Nein, für das Völkerrecht. Stichwort friedliche Durchfahrt.

      • @metalhead86:

        Für das Völkerrecht in einen Krieg ziehen, der mit einem völkerrechtswidrigen Überfall angezettelt wurde? Suchen wir uns den teil des Völkerrechts heraus, der gerade nützlich ist?

        • @warum_denkt_keiner_nach?:

          Wer redet denn davon am US-Iran-Krieg telizunehmen?

          • @metalhead86:

            Was wäre es sonst, wenn da noch jemand mitballert?



            Man kann doch keinen Krieg neben dem Krieg führen,

      • @metalhead86:

        Das ändert aber nichts daran, dass es nur um Wirtschaftsinteressen geht.

  • Es zeigen sich wider mal viele Doppelstandarts die "wir" im Westen uns wie selbstverständlich herausnehmen.

    Der Iran -- obwohl im Krieg, da von den USA angegriffen -- soll das "Recht auf frieldiche Durchfahrt" durch seine Hoheitsgewässer achten.



    Und die "Freiheit der hohen See" sowieso.

    Aber gegen die sogenannte "Russiche Schattenflotte" muss vorgegangen werden -- "kapern" auf "Hoher See" am besten gleich mit eingeschlossen (Frankreich hat zwei mal Tanker auf Hoher See aufgebracht).

    Ja was den nun ?

    Und noch eine Anmerkung zu "Schattenflotte":



    -- so bezeichnen wir Tankte die "unsere" EU-Sanktionen umgehen.

    Nur sind diese Sanktionen "Senkundärsanktionen" denn Tanker unter der Flagge Panamas oder dergleichen die Öl von Russland nach Indien fahren bewegen sich nicht im europäischen Rechtsraum.

    Wie sage Bundeswirtschaftsministerin Zypries 2017 noch sachlich sehr richtig, Zitat laut Zeit zu Sekundärsanktionen der USA gegen Russisch-Deutschen Handel 2017:

    "Das US-Gesetz sehe auch Sanktionen gegen deutsche und europäische Unternehmen vor. "Wir halten das schlicht und ergreifend für völkerrechtswidrig ..."

    So auch der Wiss. Dienst des Bundestages, siehe WD 2 - 3000 - 079/25;

    • @Jörg Heinrich:

      Bitte genauer hinschauen. Bei den aufgebrachten Schiffen handelt es sich um staatenlose, da die vermeintliche Registrierung nicht gestimmt hat. Und auf hoher See hat jeder das Recht beziehungsweise die Unterzeichner der UN Seerechtskonvention die Pflicht, solche Schiffe zu überprüfen. Allein schon wegen Haftungsfragen.



      Vergleich, hinkend: die deutsche Polizei darf auch Fahrzeuge mit gefälschten Kennzeichen anhalten und festsetzen, wenn diese Kennzeichen ausländisch sind. Hinkend, weil sie eh nur in Deutschland kontrollieren darf.

  • "militärisches Engagement." - im Prinzip ja, aber womit und wie? Unsere Intressen sind bedroht aber, wir haben ein einziges Minenjagdboot, das noch dazu einen Bundestagsbeschluss und ein internationales Mandat brauchen würde um zum Einsatz zu kommen, am St Nimmerleinstag. Also sehr sehr wenig, irgendwann. Wir bräuchten eine echte Marine um Macht auch projizieren zu können, um ernst genommen zu werden. Derzeit ist Deutschland international eine Lachnnummer, sorry, aber das ist das Ergebnis jahrzehntelanger Vogel-Strauß-Politik. Dazu kommt die dadurch geprägte Geisteshaltung die das Wegschauen und den Amis alles überlassen kultiviert und zum Credo erhoben hat. Und mal ehrlich, wer nimmt denn Merz oder What-a-fool oder Klingbeil für wichtig, außerhalb Deutschlands? Und jetzt wundern sich alle (ich nicht! um mal das Leben des Brian zu zitieren). Hier müsste zunächst umgedacht, dann gehandelt werden aber dafür müssten SPD, Grüne und große Teile der CDU über ihren Schatten springen. Was sie nicht tun werden. Also geht alles weiter wie bisher, D zahlt und wundert sich dass alle lachen.

    • @Gerald Müller:

      Scheint Sie irgendwie zu stören, dass Einsätze der Bundeswehr demokratisch legitimiert sein müssen?



      Ihre Forderung nach einer "echten" Marine erinnert mich an Wilhelm zwo, der hat da auch von geträumt. Wie derartige Großmacht-Träume ausgehen, wissen wir.

    • @Gerald Müller:

      Das Thema Minensuche ist übrigens erstmal abgeblasen. Der Verband ist auf dem Weg zurück ins Mittelmeer.

    • @Gerald Müller:

      Wir zahlen aber immer noch Kaiser Wilhelms Schaumweinsteuer für die Deutsche Kriegsflotte. Hurrraaa ! (Die Schaumweinsteuer (umgangssprachlich Sektsteuer) wurde im Jahr 1902 von Kaiser Wilhelm II. eingeführt, um den Aufbau und die Modernisierung der kaiserlichen Kriegsflotte zu finanzieren. Obwohl die damalige Marine längst untergegangen ist, existiert die Steuer in Deutschland bis heute.)

  • Anstatt hier frank und frei ein – wie auch immer geartetes – militärisches Engagement zu fordern (wer? wie? womit? wofür? bis wann? ...?) könnte man auch den naheliegenden Schluss ziehen, die gerade teuer bestellten Waffen und die gerade zaghaft auf Kriegsdienst eingeschossene (haha) Jugend noch ein bisschen für die tatsächlich unsere schöne Freiheit bedrohende zaristische Armee aufzusparen. Und gleichzeitig den durch die trumpistische Armee auf Expedition im Morgenland hervorgerufenen wirtschaftlichen Verwerfungen mit der so oder so gebotenen Resilienzsteigerung und anderen Abhängigkeitsverminderungsmaßnahmen begegnen.

  • Puh, ja nee, also ... "wie auch immer geartetes militärisches Engagement" ist in seiner gefährlichen Unbestimmtheit ungefähr das, was die US-Regierung unter Donald Trump gerade im Iran macht.

    Die US-Kritik am US-Krieg gegen den Iran in US-Medien wie z.B. dem Atlantic von Anfang an und bis heute lautet: Unklare Kriegsziele, keine Exit- und Alternativ-Strategien.

    Wir brauchen also bitte garantiert kein "wie auch immer geartetes militärisches Engagement" der Europäer. WTF!

    Was wir statt dessen brauchen, wäre eine geopolitische Strategie welche auch die militärische Komponente als eine von vielen berücksichtigt.

    So eine Strategie könnte z.B. bedeuten, sich von den fossilen Energien des Nahen Ostens noch beschleunigter unabhängig zu machen (also das Gegenteil von dem was Reiche macht) und Europa militärisch so weit zu stärken, dass es sich von Trumps USA oder einem zukünftigen US-Präsidenten Vance z.B. in Bezug auf die Ukraine nicht mehr erpressen lassen muss.

    Solch eine Strategie könnte z.B. auch beinhalten im Inneren für mehr materielle Gleichheit zu sorgen, so dass Propaganda aus dem Osten nicht mehr so gut verfängt und europa- und nationalfeindliche Parteien ausgebremst werden.

    • @Hanno Homie:

      100%.



      Energiewende mit Freiheitsenergien?



      Reiche (und damit Merz und damit auch die spd!) zerstört diese grade durch ihre korruptes roll-back in der Energiepolitik.



      Steuergerechtigkeit?(taxjustice.net hören!)



      untätig: ALLE Finanzminister seit 1982.



      Klingbeil kündigt kleinlaut an, was er nicht vorhat durchzusetzen.



      Blackrock-Merz wird einen Teufel tun.



      Habecks' "den Bach rauf" Einstellung fehlt.

      Sozialpolitik finanzieren zu können?

    • @Hanno Homie:

      volle Zustimmung.



      Vor allem der Teil mit dem unabhängig machen von den fossilen Abhängigkeiten.



      Dann bräuchten wir auch kein " militärisches Engagement" - was auch immer die Autorin damit meint.

  • Seitdem unser Gaslieferant Nummer 1 einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf ein Land begonnen hat, sanktionieren wir den - völlig zurecht - nach Strich und Faden, trotz enormer Kosten für Wirtschaft und Abbau des Sozialstaats zugunsten des Militärs.



    Wir schließen ihn sogar von internationalen Sportgroßveranstaltungen aus.

    Unser neuer Gaslieferant Nummer 1 beginnt dummerweise auch völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf ein Land. Den sanktionieren aber wir nicht, sondern er sanktioniert uns. Willkürliche Strafzölle gegen unsere Wirtschaft, Zwang zu mehr Geschäfte mit ihm, Mitsprache bei unseren Gesetzen, Abbau des Sozialstaats, Förderung Rechtsextremer, Zerstörung Europas. Ist uns egal.



    Wir lassen den sogar eine internationale Sportgroßveranstaltung ausrichten.

    Und jetzt sollen wir ernsthaft auch noch bei dem Krieg auf der Seite des Aggressors mitmachen? Warum schicken wir nicht auch gleich Truppen zur Unterstützung Putins?

    • @Limonadengrundstoff:

      Weil "wir" wissen, wer uns überlegen und wer uns unterlegen ist.

      Und weil auch Putin aufpasst, dass kein Flächenbrand entsteht.



      Oder weil er für einen Flächenbrand nicht machtvoll genug ist.



      Suchen Sie es sich aus.

      Der Iran will ihn haben, darum bombardiert er ja Nachbarn, die diesen Krieg nicht wollten und sich nicht aktiv beteiligen.

      • @rero:

        Diese Nachbarn sind allesamt Verbündete der USA mit amerikanischen Militärstützpunkten.

      • @rero:

        "Der Iran will ihn haben, darum bombardiert er ja Nachbarn, die diesen Krieg nicht wollten und sich nicht aktiv beteiligen."

        Ohne die Basen in den Nachbarländern könnten die USA den Krieg nicht führen.

    • @Limonadengrundstoff:

      es gibt aber doch feine Unterschiede zwischen beiden - völlkerrechtswidrigen - Angriffskriegen. Die scheinen Ihnen aber entgangen zu sein.



      Differenzieren und nuancieren ist eine Kunst.

  • "Und das bedeutet eben auch ein – wie auch immer geartetes – militärisches Engagement."



    Zwingend? Müsste man nicht erst diplomatische Mittel versuchen? Ist das amerikanische Embargo gegen iranische Häfen nicht genauso illegal? Müsste Europa nicht in erster Linie Druck auf die USA ausüben, damit diese den illegalen Angriffskrieg beendet? Auch wenn sie gegen das Seevölker verstoßen dienen die iranischen Aktio en dazu, sich gegen die amerikanische Aggression zu wehren.

    • @Francesco:

      Die iranischen Aktion dienen zu mehr

      Der Iran will seit geraumer Zeit mindestens Regionalmacht sein.

      Dafür finanziert er die Proxys.

      Das kostet ihm viel Geld.

      Dazu gehört auch die vollständige Kontrolle über die Straße von Hormus.

      Dazu gehören die Bombardierungen der Golfstaaten.

      Dazu gehören die internationalen Anschläge.

      Der Iran hat Visionen.

      Da ist es zu klein gedacht, der Iran wolle sich nur wehren.

      Dann würde er sich anders verhalten.

      Diplomatische Anstrengungen, mit der iranischen Regierung klarzukommen, gibt es nun seit 47 Jahren.

      Erfolg sieht anders aus.

      Heißt aber nicht per se, dass die Bundeswehr mehr Erfolg hätte.

      • @rero:

        "Der Iran will seit geraumer Zeit mindestens Regionalmacht sein."

        Das will Saudi-Arabien auch.

  • nein, das beinhaltet kein militärisches Engagement. Selbst wenn es in unserem Interesse liegen sollte, wirtschaftlich tut es das ganz bestimmt, aber weltpolitisch ist das eine tickende Zeitbombe.



    Es kann der tipping point sein für die wirtschaftliche Katastrophe, aber ganz sicher ist es ein militärisches Pulverfass und kein bloßer tipping point. Dieser Konflikt hat Potential für die ganze Welt zum auslöser zu werden für neue militärische Eskalationen.



    Auf die wirtschaftlichen Folgen, gäbe es theoretisch die Möglichkeiten autonom zu reagieren, auf die militärischen Folgen ganz sicher nicht, das ist ein Strudel ohne Ausweg. Gar nicht erst reingehen!

    • @nutzer:

      Sie meinen, die Staaten im Würgegriff des Iran sollte man lieber im Würgegriff lassen?

      • @rero:

        ich könnte genauso plakativ fragen:



        Sie meinen, wir sollen in einen Krieg ziehen, ohne die Folgen zu bedenken?

  • >>Das bedeutete: innerhalb omanischer Hoheitsgewässer. Die erstrecken sich laut dem Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen über zwölf Seemeilen vor der Küste des jeweiligen Staats.

    • @Francesco:

      Da ging leider der eigentliche Beitrag verloren:



      In der Straße von Hormuz veräuft die Grenze der Hoheitsgebiete in der Mitte der Meerenge und damit weniger als 12 Seemeilen von der omanischen Küste entfernt.

  • Alles schön und gut, nur scheut das Trump-Regime aus innenpolitischen Gründen leider die einzige Option, diesen Krieg auch zu einem für sie und den Rest der Welt erfolgreichen Ende (d.h. keine Kaperung der Straße von Hormuz, keine Atomwaffen für Iran, Ende des mörderischen Mullah-Regimes) zu bringen: eine breit angelegte Bodenoffensive. Die Menschen im Iran hätten es verdient, bei ihrem Kampf gegen die Mörder-Mullahs, die Revolutionsgarde und die Milizen Unterstützung zu bekommen.

    So wird dieses Theater halt noch Monate, wenn nicht Jahre weitergehen, dank der dilettantischen Politik des Trump-Regimes und seinem unsäglich inkompetenten Personal.

    • @Bussard:

      "...eine breit angelegte Bodenoffensive..."

      Klingt ganz einfach. Ein kleiner Blick auf die Geographie des Landes zeigt aber, dass das keineswegs einfach ist. Das würde eine sehr blutige Angelegenheit. Vor allem auch für die Menschen, die man angeblich befreien will.