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Trump und seine Grönland-ManieEin Präsident auf Bulldozerfahrt

Anne Diekhoff

Kommentar von

Anne Diekhoff

US-Präsident Donald Trump gibt nichts auf die Realität – und macht, was er für richtig hält. Die Welt ist ratlos angesichts dieses rabiaten Handelns.

Menschen protestieren gegen die Grönlandpläne des US-Präsidenten vor dem US-Konsulat Foto: Evgeniy Maloletka/ap

W enn es nicht so schrecklich wäre, wäre es zum Lachen. Ein angeblich erwachsener Mann stellt komplett auf stur. Er hört nicht auf rationale Argumente, nicht auf Willensäußerungen der Menschen, über die er verfügen will, nicht auf Entgegenkommen derer, die er angreift. Er gibt quasi nichts auf die Realität. Deshalb funktioniert beim US-Präsidenten nichts, was in der Realität zwischen erwachsenen Menschen an Konfliktlösungsstrategien zur Verfügung steht. Donald Trump hat sich Grönland in den Kopf gesetzt, und es gibt offensichtlich keine Möglichkeit, daran etwas zu ändern. Was tun?

Das fragen sich im Moment alle – außer Trump. Aber wenn selbst kleine diplomatische Erfolge wie das am Mittwoch geführte Gespräch in Washington zwischen Dänemark, Grönland und den USA kurz danach nichts mehr gelten, fällt einem kaum noch etwas dazu ein. Trumps Pressesprecherin Karoline Leavitt hatte in ihrer eigenen Wirklichkeit behauptet, bei dem Treffen habe man sich auf eine gemeinsame Arbeitsgruppe geeinigt, die die Details des von Trump so vehement eingeforderten Grönland-Deals klären würde.

Dänemarks Außenminister Lars Løkke Rasmussen konnte nur staunen: So war das keineswegs abgesprochen – diese Arbeitsgruppe sei geplant worden, um in diesem Konflikt im Gespräch zu bleiben. Dänemark hält sich eben – was bleibt ihnen anders übrig – weiterhin an die Spielregeln, die für jeden Rechtsstaat mit Respekt vor sich selbst unabdingbar sind.

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Angesichts von Trumps Wochenend-Eskalation mit erpresserischen Strafzöllen gegen alle Länder, die ihm auf seiner Bulldozerfahrt Richtung Grönland im Weg stehen, sucht Rasmussen jetzt erst einmal weiter die Nähe von Verbündeten. Gespräche in Oslo, London und Stockholm stehen zuerst an. Gemeinsam wird man darüber nachdenken, wie man mit diesem unmöglichen Gegenüber umgehen kann.

Dass ihn jemand zur Vernunft bringt, ist unrealistisch

Bei einem emotional noch nicht reifen Kind, mit dem in einem extremen Moment nicht mehr zu kommunizieren ist, würde man eine paradoxe Intervention empfehlen. Ein plötzliches, gerne absurdes Ablenkungsmanöver, das ein anscheinend unkontrollierbares Verhalten abrupt ausbremsen würde.

Aber dass sich jemand vor Trump stellt und ihn auf die Weise aus seiner tumben Erstarrung löst und zur Vernunft bringt, ist leider nicht realistisch. Deshalb bleibt im Moment denen, die sich weiter wie erwachsene Menschen verhalten, nichts weiter übrig, als weiter nach den vereinbarten Regeln zu spielen: Reden, Zusammenhalten, das bislang Undenkbare im USA-Kontext immer mitdenken.

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Anne Diekhoff
Nordeuropa-Korrespondentin
Seit 2022 bei der taz. Erst als Themenchefin in Berlin, jetzt als Korrespondentin in Schweden. Früherer Job im Norden: Trolle verkaufen am Fjord. Frühere Redaktionen: Neue OZ, Funke, Watson. Skandinavistin M.A.
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106 Kommentare

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  • ""Trump kann Europa erniedrigen, weil der Kontinent tatsächlich schwach ist.""



    =



    ""Die Welt ist ratlos"" nö, mitnichten - siehe Gavin Christopher Newsom, Gouverneur von Kalifornien inklusive Ursula von der Leyen und Franziska Brantner, Chefin der Grünen



    ====



    Letztere erklärt das es einen Plan B zur Nato braucht , "Europa ist zur Einigkeit verpflichtet und muss selbst verteidigungsfähig werden", forderte die Grünenpolitikerin.



    =



    "Sonst werden wir verfrühstückt."



    =



    Ein Ausgangspunkt dafür ist die Koalition der Willigen, in der sich europäische Staaten für die Unterstützung der Ukraine organisieren. Das sind die Samenkörner für "eine Gruppe derjenigen, die vorangehen wollen". Derartige Strukturen sollen zunächst ergänzend zur Nato tätig werden – "und erst dann eigenständig werden, wenn Trump die Nato von innen blockiert".

    Brandner hat`s begriffen - Trumputin entfernt sich realpolitisch defakto von den europäischen NATOmitgliedern - daran kann Europa nichts ändern - aber Europa kann Schritt für Schritt die NATOstrukturen übernehmen - und zwar dann wenn sich Trumputin von den Politikansätzen Europas entfernt - siehe Unterstützung Trumps für Putin - gegen die Ukraine.

  • Es ist halt schwierig, einem Altersstarren auf dem Reifeniveau eines trotzigen Kindergartenkindes mit Vernunft zu kommen. Vielleicht sollte die EU für den Umgang mit Trump gestrenges, auf derartige Trotzköpfe geschultes Kindergartenpersonal einstellen. Die können ihn dann zwischendrin draußen im Garten beschäftigen, mit Kuchenbacken im Sandkasten.

  • Jetzt könnte - schaut nach Sachsen-Anhalt - eine gute Zeit sein, um zum Wahlkampfsturm auf die "Attrappen f Deutschland" zu blasen. Amerikanische Verhältnisse dürfte selbst dort die Mehrheit der Wähler, wenn sie denn zur Wahl gehen, nicht wollen.

  • Neueste Nachrichten von "N-TV": Die EU wolle zunächst auf Gegenmaßnahmen verzichten. Man hoffe offenbar auf Einsicht in Washington.

  • Laut "Der Spiegel" will Merz diese Woche noch mit Trump über die Zölle sprechen, wenn beider Terminkalender es zulassen. Er (Merz) habe betont, keine Eskalation eintreten lassen zu wollen. Er äußerte sich auch dahingehend, dass die EU "besonnen" auf die Zolldrohungen reagieren wolle.

    Plus die Einladung zum "Friedensrat" an Deutschland.

    Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Trump versucht, Deutschland von den anderen "widerständigen" EU-Staaten abzutrennen. Schon die Rückkehr des "Fähnlein Fieselschweif" (die 13 Bundeswehrsoldaten) von Grönland ordne ich in diesen Zusammenhang ein. Selbst wenn der Aufenthalt von vornherein zeitlich begrenzt geplant war, so wurde er nach meinem Empfinden außerplanmäßig beendet.

  • taz: *Donald Trump hat sich Grönland in den Kopf gesetzt, und es gibt offensichtlich keine Möglichkeit, daran etwas zu ändern. Was tun?*

    Ein Mann der tatsächlich glaubt, dass man alles kaufen oder gewaltsam annektieren kann - was man gerne haben möchte - gehört sicherlich nicht als US-Präsident ins Weiße Haus. Das Problem ist aber, dass Millionen US-Amerikaner diesen durchgeknallten Geschäftsmann immer noch blind folgen. Außerdem hat Trump sogar den Atomkoffer in Händen, was zu einer Katastrophe führen könnte.

  • Frankreich könnte ja demonstrativ das Boot "Le Triomphant" nach New Orleans auf Besuch schicken und Macron in Paris kurz nach der Abreise eine Prüfung der Rückabwicklung des Louisiana-Verkaufs verkünden.

    Jedem wäre klar, dass das nur eine Absurdität zur Ablenkung Trumps wäre. Außer Trump selbst.

    • @Metallkopf:

      Gute Idee.



      Thomas Jefferson hielt nichts von dem Kauf denn der Kauf Louisianas von Frankreich würde bedeuten, dass Frankreich ein Recht habe, in Louisiana zu sein.

      Zudem erklärte Jefferson (Gründervater der Vereinigten Staaten und langjähriger Präsident der USA) ähnlich wie die damalige Opposition, dass ein Präsident einen solchen Handel nicht abschließen dürfe, weil darüber nichts in der Verfassung stand und die Rechte der Einzelstaaten dadurch weiter ausgehöhlt würden.

      Auch Außenminister Talleyrand (Frankreich) war strikt gegen einen solchen Verkauf, weil er darin ein Ende der französischen Geheimpläne zur Übernahme Nordamerikas sah. (!!!!)

      Klartext:



      Wenn der Gründervater der USA klar erkannte, das der Kauf Lousianas sich gegen die Verfassung richtete dürfte dieser Umstand das wichtigste Argument sein den Kaufvertrag für



      null und nichtig zu erklären.



      =



      Das sollte umgehend juristisch überprüft werden.



      =



      Ansonsten: Talleyrand stand während der Revolution auf der Seite der Armen - das er aber auch eine Idee hatte das Problem USA bereits frühzeitig zu lösen macht ihn im Rückblick noch sympathischer.

      Vive la France - Un toast à la France –



      désormais aussi en LOUSIANE!

  • Trump möchte das er oder seine Nachfolger die Kontrolle über die Ressourcen der Welt haben auch damit er andere in seine Abhängigkeit halten kann.

  • "Die Welt ist ratlos angesichts dieses rabiaten Handelns." Hier wird Deutschland mit der Welt verwechselt. Ratlos ist insbesondere der deutsche Regierungschef -- also derjenige, der die größte Armee Europas aufbauen will und die Führungsrolle in der EU beansprucht. Wieder einmal zeigt er, dass außer ein paar flotten Sprüchen auf "X" nichts von ihm zu erwarten ist. -- Er hätte doch wenigstens mal bei Trump anrufen und ihm einige medienwirksamen Worte empörter Zurückweisung auf den Weg geben können. Stattdessen hält er lieber die Klappe und besucht Fußballspiele, wo er die Durchsetzungsqualitäten anderer bestaunen kann.

    • @Rudi Lipp:

      Ja, die (west)europäische Welt ist etwas ratlos, Deutschland sicherlich in besonderen Maß. Die meisten CDUler sind halt Nordatlantiker, und für die letzten ~70 Jahre war das ja auch richtig weil es erfolgreich die Karriere & persönlichen Reichtum förderte.

      Aber jetzt ist halt eine andere Welt. Da ist so ein Kanzler (und andere) halt nicht flexibel. So schnell wirft man ein Weltbild nicht um von dem man bisher extremst profitiert hat.

      Der Ausblick ist interessant, aber nicht rosig: Europa als politische Idee wird zerfallen. Zerrieben zwischen den neuen Machtblöcken.

      Mal schauen wie dystopisch es wird. Ich glaube es war 1989/92 als von Fukuyama "Das Ende der Geschichte" ausrief. So kann man sich irren, aber alle waren besoffen von der Idee das der "Liberalismus" gesiegt hätte. Nichts war falscher. Tech-Feudalismus und Machtblöcke werden in den nächsten Jahrzehnten / Jahrhunderten die Welt regieren - wenn die Zivilisation darüber nicht zerfällt/untergeht.

    • @Rudi Lipp:

      Nehmen wir mal an, Merz würde sich so aufzuplustern, wie Sie sich das wünschen (ps entweder, er ruft bei Trump an, was im Zweifel im kleinen Kreis bleibt, ODER er rohrspatzt "medienwirksam" - Beides auf einmal wäre ganz schlechtes Handwerk): Glauben Sie, das beeindruckt Trump irgendwie?

      Davon angesehen ist Macron schon vorgeprescht und wedelt mit der Handelsbazooka. Da muss Merz nicht hinterherspringen.

      • @Normalo:

        Natürlich muss Merz hinterherspringen. Um Macron zu unterstützen. Uneinigkeit unter den großen EU Staaten ist Trumps wichtigster Trumpf.

        Aber während Macron wenigstens den gallischen Gockel gibt, möchte unser halbes Hähnchen über die absurden Zölle verhandeln...

        • @warum_denkt_keiner_nach?:

          Vor acht Jahren waren die Rollen vertauscht: Merkel hat Trump sauertöpfisch die Grenzen aufgezeigt (soweit das überhaupt möglich war) und Macron ihn bro-mancierend umschwärmt und kleine kumpelhafte Armdrück-wettbewerbe beim Händeschüttlen ausgetragen. Das war abgekartet, und aktuell, würde ich meinen, ist es das auch: Einer schnaubt, schipft und bringt schwerstmögliche Artillerie in Stellung, der Andere streckt die Hand aus und will reden (schließt aber die Artillerie keineswegs aus). Solange Trump noch nicht in Grönland einmarschiert ist, sehe ich das auch nicht als den falschen Weg.

          • @Normalo:

            Na ja. Merkel hat damals Macons Vorschlag, sich von den USA unabhängig zu machen, abgelehnt. Und die Grenzen, die sie Trump aufgezeigt hat, müssen wahrscheinlich erst noch entdeckt werden. Die sauertöpfische Miene war jedenfalls Teil ihres Images und hatte wenig mit Trump zu tun.

            Und was unsern Fritze betrifft. Die einzige Taktik die er beherrscht, ist in jeden Fettnapf zu tappen.

    • @Rudi Lipp:

      "... und besucht Fußballspiele, wo er die Durchsetzungsqualitäten anderer bestaunen kann" und dabei einschläft.

    • @Rudi Lipp:

      Mag sein dass andere Kanzler sich da besser beraten fühlen(!) würden aber letztlich wäre jeder deutscher Kanzler, egal welcher Partei, da machtlos.

  • Bei Lesen verstärkt sich bei mir ein Verdacht.



    Trump will, dass ein Satz bald Schlagzeilen macht:



    „In Moskau hat sich in dieser Nacht



    Wladimir Putin totgelacht.“

  • Trump mag dement und verwirrt sein, aber die Vorstellung, daß sich grundsätzlich etwas ändern wird an der US amerikanischen Haltung nach seinem Ausscheiden, halte ich für unglaublich naiv. Die EU muss akzeptieren, dass eine Entkopplung und eine deutlich härtere Haltung gegenüber den USA unabdingbar geworden ist. Das umfasst auch eine starke, gemeinsame EU-Verteidigungspolitik und konsequente, wirtschaftliche Sanktionierung wo notwendig. Ein erster guter Schritt wäre amerikanische, soziale Medien, sprich faschistische Propagandaschleudern, in der EU zu verbieten. Die amerikanische Regierung hat ja schon mehrfach geäußert, dass sie das so gar nicht wollen, also sollte man ihnen den Gefallen tun.

  • Die Analysen von Dr. Florence Gaub Nato sowie den angeschlossenen Mitgliedsstaaten mögen richtig sein.



    Es mangelt jedoch an der Fähigkeit des abstrakten Denkens um Trump wirklich analysieren zu können.



    Aus Kreisen der Nato sowie der Bundesregierung wird auch keine Erkenntnis zu erwarten sein, dass sich die Nato und die transatlantischen Beziehungen in der Selbstauflösung befinden.



    Es besteht Handlungsbedarf.

    • @Ratio:

      @Ratio



      Die Schweiz hat es Deutschland doch schon lange Vorgelebt, ein Leben ohne NATO MItgliedschaft ist mehr als gut möglich.



      Was Trump angeht, es wäre an der Zeit die Europäer stellen jetzt mal zur Abwechslung ein paar Wünsche an die USA. Vielleicht mal mit dem Abzug der Militärbasen der USA aus dem Europäischen Raum, so ab nächste Woche Mittwoch beginnen - ganz fix, bis zum nächsten Wochenende.

  • „Wag the Dog“

    Trump folgt diesem US Film.



    Besser als mit dem Grönland-Gedöse kann man doch nicht von den Epstein-Papieren ablenken.

    • @Daniel Düsentrieb:

      Das hat er nicht einmal nötig, weil er genügend "Aura" hat, um selbst die dümmsten Kartoffeln in Amerika hinter sich zu haben. Da kann alles ungeschwärzt sein, er kann sogar Minderjährige vergewaltigt haben, er bleibt weiter auf Kurs und seine treue Gefolgschaft watschelt ihm hinterher.

  • Donald ist rücksichtslos für seinen eigenen Vorteil. Das zieht sich als roter Faden durch sein Leben. Er zerstört alles und jeden, die sich ihm in den Weg stellen. Die "Geschäftsfreunde" hinter ihm sind Milliardäre (geworden), weil sie genau so agieren.



    Es wird Zeit diesen Leuten (insbesondere inklusive Trump) Einhalt zu gebieten. Es ist Trump völlig egal, ob man sich ihm anbiedert oder sich gegen ihn stellt. Er wird nur das machen was ihm und seinen Freunden maximalen Nutzen einbringt.

  • Daß Trump wieder mal damit durchkommen wird sieht man an der schnellen Reaktion Deutschlands. Die deutschen Soldaten wurden nach einem Tag Aufenthalt sofort wieder abgezogen um den Imperator nicht noch mehr zu erzürnen.

    • @Alberta Cuon:

      Auch wenn es weder hier noch bei Fox News zu irgendwem durchzudringen scheint: Diese paar Figuren, die da schnell ausgeflogen wurden, waren nie als "Militärpräsenz" auf Grönland gedacht, sondern als Vorauskommando, das erste Eindrücke sammeln sollte, um Planungsgrundlagen zu schaffen. Es war also nie geplant, dass die länger bleiben als nötig, und so unvorbereitet, wie sie da ankamen, hätten sie wahrscheinlich ab Tag drei nur noch Däumchen drehen können. Es ging um die Geste, dass die Rest-Nato sich um Grönland schert, dass IHRE Soldaten dort auch willkommen sind und dass Trump sich nicht einbilden sollte, er bekäme Grönland ohne Streit.

      • @Normalo:

        "...als Vorauskommando, das erste Eindrücke sammeln sollte, um Planungsgrundlagen zu schaffen."

        Mal abgesehen davon, dass es erst anders klang. Was haben die in der kurzen Zeit rausbekommen?



        1. Wenn man nach Grönland will, muss man über den Atlantik.



        2. Im Winter ist es kalt.



        3. Nachts ist es dunkel.

        Unterm Strich bleibt. Das erste Mal seit 919 sind deutsche Soldaten vor einer Zolldrohung geflohen.

        • @warum_denkt_keiner_nach?:

          Im Zweifel haben sie mit den Dänen und Grönländern vor Ort geredet (über Unterstützungsbedarf, Unterkünfte, geografische Gegebenheiten usw.), einen Blick auf deren Ausrüstung geworfen und sie mit dem verglichen, was die mitgereisten Gebirgsjäger so kennen und einfach mal ein erstes Gefühl für das "taktische Umfeld" entwickelt. Kriegführen ist eine physische Tätigkeit, die sich nach den Gegebenheiten zu richten hat. Da hilft eine leibhaftiger Besuch vor Ort einfach weiter als ein Videocall. (Und Soldaten, die für so eine Sondierung Wochen brauchen, sollte man aber lieber vom echten Einsatz fernhalten. Die sind im Zweifel tot, bevor sie wissen, wo oben und wo unten ist).

          Ansonsten: Keine Ahnung, wer oder was da in Ihren Ohren anders klang. Was ich schrieb, habe ich aus den Erklärungen von Pistorius, was die Leute da tun sollen. Was da nicht-verantwortliche Medien oder Parteipolitker für eine Schicht "Höre, was Du hören willst, um sagen zu können, was Du sagen willst" drüberlegten, mag etwas Anderes sein. Aber wenn Sie DAS für die Wahrheit halten, ist das nicht mein Problem.

          • @Normalo:

            "Keine Ahnung, wer oder was da in Ihren Ohren anders klang. "

            Die Nachrichten in allen Medien. Direkte Infos aus dem Bendlerblock bekomme ich nicht.

            Fakt ist, dass man in der kurzen Zeit genau die Infos bekommen kann, die ich aufgezählt habe. Mit einer militärischen Erkundung hatte es nichts zu tun. Ein Anruf in Kopenhagen hätte mehr gebracht. Aber so hat man sich mal wieder lächerlich gemacht. Besonders weil die Aktion international so gewirkt hat, wie ich beschrieb.

          • @Normalo:

            "Kriegführen ist eine physische Tätigkeit, die sich nach den Gegebenheiten zu richten hat."

            Eben. Und ein kurzes, flüchtiges Umschauen ist keine Erkundung. Steht in jedem Militärhandbuch.

            Leider hatte Pistorius keine Zeit um mich persönlich zu unterrichten. Ich war also auf die Medien angewiesen. Und dort ging es um Vorauskommando ect. Also musste ich, wie Millionen andere Deutsche annehmen, dass die nicht gleich wieder abhauen, sondern die Ankunft weiterer Soldaten vorbereiten. Dass die nach einer Zolldrohung Trumps stiften gehen, habe ich für eine absurde Variante gehalten. Aber so haben wir uns eben wieder einmal international lächerlich gemacht...

            Natürlich kann man sich das schön reden. Muss man aber nicht.

    • @Alberta Cuon:

      Ist doch Blödsinn, es war überhaupt nicht geplant die 15 Soldaten dort längerfristig zu stationieren. Die sind einen Tag früher abgereist als geplant.

      • @charly_paganini:

        Ob Gründe oder Einsatzdauer – alles irrelevant. Dass Trump genau so reagieren würde, war absehbar. Natürlich muss man sich ihm entgegenstellen – aber bitte erst, nachdem man sich selbst grundlegend neu aufgestellt hat. In unserer derzeitigen Position werden wir doch ohnehin nicht ernst genommen. Gratulation also zu einem weiteren starken Symbol: wirkungslos nach außen, aber mit echtem Schadenpotenzial für uns selbst.

      • @charly_paganini:

        Richtig.

        • @Perkele:

          @ Perkele



          Die wollten doch nur gucken, ob es dieses Grönland wirklich gibt 😉

  • Die Bevölkerungsdichte Grönlands beträgt irgendwas um die 0,1 bis 0,4 Einwohner pro Quadratkilometer.

    Trump liegt richtig, wenn er aus nationalchauvinistischen Gründen annimmt, dass Grönland und noch weniger Dänemark in der Lage ist die Sicherheit nach außen zu gewährleisten.

    Grönland ist geopolitisch eine natürliches Gebiet um von Interesse für allen Staaten mit Absichten der Ressourcen und Sicherheitskontrolle in der Arktis zu sein.

    Die NATO hat bisher sicher gestellt, dass Grönland kaum militärisch von "Gegnern" genutzt wird. Viel Potential für vorgelagerte Ortungs- und Raketenabfangstationen hat es zusätzlich. Zu dieser Einschätzung kommt auch die Bundeswehr in ihrer Analyse der Arktis.

    Wer für MAD ist, der sollte gegen die Raketenabfangprojekte sein. Wer gegen Raketeneinschläge ist evtl. dafür.

    Wer imperiale Bestrebungen eines Machtblocks USA widerstreben möchte, der muss selbst Macht ausüben.



    Dänemark tut dies mit ökonomischen Zwang um seine Kolonie zu sichern.

    Nordostgrönland hat auf fast 1 Mio QM weniger als 50 Einwohner. Eine Dichte von 0,03! Ohne Technik Europas würden dortige Bauvorhaben von Grönland womöglich für Jahre nicht mal bemerkt werden.

    • @ToSten23:

      Es ist vollkommen irrelevant, wie hoch die Einwohnerdichte ist, weder gehört das Land den USA noch zeigt die Bevölkerung irgendwelche Tendenzen, zur USA wechseln zu wollen. Damit ist hier für mich direkt Ende mit allen Überlegungen, wieso sich die USA die Insel doch irgendwie einverleiben dürfen könnten. Man sollte sich auf diese Art pseudo-vernünftige Spielchen gar nicht erst einlassen.



      Wo staatliche Souveränität von staatlichen Akteuren nicht mehr geachtet wird (Sudan), Staatlichkeit gar verhindert und bekämpft wird (Westjordanland), herrscht nicht einmal mehr "das Gesetz des Stärkeren", sondern Barbarei.



      Und diese Büchse der Pandora, lässt man der Großmacht USA die Argumentation ernsthaft durchgehen, bekommt man dann auch kaum wieder zu: Immer wird irgendein Staat einem anderen "zu gering bewohnt", "zu klein", "zu wenig wehrhaft", "zu geopolitisch günstig", zu dies oder zu das sein.



      Staatliche Souveränität muss respektiert werden, wenn wir in Frieden auf der Welt leben wollen und nicht in den Feudalismus zurückfallen möchten!

    • @ToSten23:

      Ob MAD als sicherheitspolitische Strategie noch funktioniert, kann man wohl streiten. Die Verhältnisse sind doch durchaus volatiler geworden, als sie es vor dem Fall der Mauer noch waren. Selbst wenn man Realsatire wie Medwedjews regelmäßige Vernichtungsphantastereien ausgeklammert, kann man heute nicht mehr so leicht davon ausgehen, dass alle potenziellen atomaren Aggressoren nur wegen des Zerstörungspotenzials des jeweiligen Gegners wirklich zuverlässig die Füße stillhalten, wenn sie sich bedroht fühlen. (Und Trumps Art der Außernpolitik ist nicht wirklich geeignet, solche Bedrohungsgefühle ad absurdum zu führen.)

      Aber das ist eigentlich alles nebensächlich, denn die Frage, ob Grönland gegebenenfalls zur Bastion ausgebaut werden kann, entscheidet sich nicht daran, ob es zu den USA gehört oder zu Dänemark. Selbst auf Fox News ist zu erfahren, dass die USA entsprechende Schutzmaßnahmen ohne Schwierigkeiten auch auf befreundetem Nato-Territorium treffen könnten. So lief es ja auch in der Vergangenehit, als die US-Militärpräsenz auf Grönland noch deutlich umfangreicher war.

      Es geht also eigentlich nur darum, was Trump sich WIRKLICH von einem US-eigenen Grönland erwartet.

      • @Normalo:

        "Selbst auf Fox News ist zu erfahren, dass die USA entsprechende Schutzmaßnahmen ohne Schwierigkeiten auch auf befreundetem Nato-Territorium treffen könnten"



        Dazu: www.watson.ch/inte...verstecken-wollten

      • @Normalo:

        "Es geht also eigentlich nur darum, was Trump sich WIRKLICH von einem US-eigenen Grönland erwartet"

        Die Kernpunkte zur US Eindämmung Chinas können sie bereits der "Pivot to Asia“ Strategie, noch unter Präsident Barack Obama entworfen, entnehmen. In ihr wird auch die Bedeutung der Arktis erwähnt. Darauf baut die Sicherheitsstrategie von Trump auf bzw hat er sie erweitert.

        Warum gerade Grönland einen so großen strategischen Wert für die USA hat, habe ich in meinem Kommentar unten kurz angerissen.

        Zum besseren Verständnis meiner Ausführungen wäre es angebracht entsprechendes Kartenmaterial der Region hinzuziehen.

        Der militärische Nutzen ist nicht der Hauptgrund. Es gibt bereits genügend US/Nato Stützpunkte in der Arktis, um Amerikas Sicherheit in der Region zu gewährleisten.

        Und auch die Seltenen Erden sind eher ein Zukunftsprojekt für die nächsten Jahrzehnte. Derzeit verfügt der Westen weder über das technische know how, noch lassen es die Bodenverhältnisse zu diese abzubauen.

    • @ToSten23:

      Bedeutet das denn, die Bevölkerungsdichte wird über Nacht von 0,3 auf 300 steigen wenn dieser Durchgeknallte erst mal Präsident dort ist?



      Die Bevölkerung wird genau das Schicksal erleben, das die Apachen, Sioux, Kiowas, Navajos oder Natchez erlebt haben: sie werden vetertrieben oder ausgerottet. Auch ihre Rechte werden angeglichen, sprich: ignoriert.

      • @Perkele:

        Amerika sollte den Vorbesitzern zurückgegeben werden - den Engländern, Franzosen und Spaniern.

        • @Erfahrungssammler:

          Nein. Wenn schon, den ursprünglichen Besitzern. Also denen, die übrig sind.

          Allerdings müsste wir dann "unsere" Leute zurücknehmen. Auch Trump...

        • @Erfahrungssammler:

          Öhöm, 1492 ist jetzt auch keine soooo lange Zeit, dass man sich nicht noch an die vorherigen "Besitzer" erinnern können sollte ;)

          • @hierbamala:

            Ich hab´s schon wieder getan: Den Ironie-Hinweis "vergessen".

  • „ Wenn es nicht so schrecklich wäre, wäre es zum Lachen. Ein angeblich erwachsener Mann stellt komplett auf stur. Er hört nicht auf rationale Argumente, nicht auf Willensäußerungen der Menschen, über die er verfügen will, nicht auf Entgegenkommen derer, die er angreift. Er gibt quasi nichts auf die Realität. Deshalb funktioniert beim US-Präsidenten nichts…“



    Gut beschrieben. So ist das eben bei Demenz. IMO ist das sehr offensichtlich.

    • @Barbara Falk:

      Trump ist nicht das Problem.



      Das Problem sind die, die ihn gewähren lassen - vielleicht ist er aber auch nur vorgeschoben...

  • Ein Putin-Trump Pakt zur Aufteilung Europas ist denkbar.

    • @Machiavelli:

      Daran denke ich auch dir ganze Zeit.

      Vielleicht haben sie sogar schon einen, den sie nur nicht bekanntgeben.

    • @Machiavelli:

      Folie

      share.google/GmnpaizUswgnflHhR

      • @Lowandorder:

        Ich denke in Moskau ist die Blaupause eher: en.wikipedia.org/w...%93Ribbentrop_Pact

        • @Machiavelli:

          May be. Mit der Flasche hattenses -



          Alle. Err konnte - unübertroffen nur von Hanns Lothar - mit den Hacken



          Knallen “Majestät! Diesen 💨 & die



          Nächsten 💨💨💨 übernimmt die Deutsche Reichsregierung!“



          & btw



          1910 zogen Joachim & sein Bruder Lothar nach Kanada. Joachim Ribbentrop arbeitete hier als Bauarbeiter, als Angestellter einer Bank, freier Journalist und kaufmännischer Mitarbeiter, auch versuchte er, sich mit Hilfe der Erbschaft seiner Mutter ein Standbein als Händler aufzubauen. …handelte er mit Weinen aus Deutschland. In Montreal begann er eine Lehre im Bankfach, die er aber nicht abschloss.1914 wurde er Mitglied der kanad. Eishockeynationalmannschaft.…



          Ribbentrop hoffte auf Aufnahme in die Familienfirma, erhielt aber nur die Berliner Vertretung für Henkell, die er bis 1924 aufbaute. Außerdem verschaffte sein Schwiegervater ihm gute Beziehungen zu anderen Getränkeherstellern. Aus diesen guten Beziehungen ergab sich 1920 für Ribbentrop nach dem Tod des deutschen Vertreters der Whisky-Firma Johnnie Walker durch die Übernahme der Vertretung eine höchst profitable berufliche Chance.“

          Wie Onkel Herbert zutreffend im BT



          “Wer rausgeht muß auch wieder…



          Ich sagen Ihnen Prost!“ 🥃

          • @Lowandorder:

            Ich bleibe bei japanischen Whisky Prost und frohes neues Jahr.

            • @Machiavelli:

              🧧🎉🎊…anschließe mich



              & btw



              (🇯🇵 🥃 ? is das nicht ne Abbeize?;)



              lese hier aber gegenteiliges



              www.whisky.de/hers...081dee36be4ca3e8d1 🙀



              habs mit dem bräunlichen Sprit nicht so - sorry - 🥳

  • Mich wundert noch immer diese Naivität der Europäer. Es müsste inzwischen jedem bekannt sein, Verträge mit Trump haben eine Halbwertszeit von Mittag bis Nachtisch.



    Klar ist, ein Bruch mit den Trump-USA wird teuer und schmerzhaft, für jeden von uns. Auch für die USA.



    Irgend wann ist Schluss mit diesem Theater. Ein gerader Rücken ist ein Wert an sich.

  • Die Techkonzerne in ihrem Geschäfft treffen sollte jetzt das Ziel sein: di.day/ sag’ ich nur.

  • Trump scheint erst der Anfang.

  • Sehr treffend, auf den Punkt gebracht. Danke für diesen Kommentar. Ob sich jemand traut, ein weiteres Amtsenthebungsverfahren einzuleiten?

    • @Manfred Metz:

      Tricky-Trump vande Bulldoz💨 -?!



      Langt derzeit nicht

      Voraussetzungen für ein Impeachment (Amtsenthebungsverfahren) in den USA sind Landesverrat, Bestechung oder andere schwere Verbrechen und Fehlverhalten ("high Crimes and Misdemeanors"), wie in der US-Verfassung festgelegt. Das Verfahren beginnt mit einer Anklage durch das Repräsentantenhaus (einfache Mehrheit) und einer Verhandlung vor dem Senat, der eine Zweidrittelmehrheit für eine Verurteilung und Amtsenthebung benötigt.



      Voraussetzungen für die Einleitung (Repräsentantenhaus)



      Gründe: Hochverrat, Bestechung, schwere Verbrechen und Vergehen, einschließlich Machtmissbrauch, Meineid oder Behinderung der Justiz.



      Initiierung: Jedes Mitglied des Repräsentantenhauses kann eine Anklage einbringen.



      Entscheidung: Eine einfache Mehrheit im Repräsentantenhaus muss über die Anklage abstimme

      • @Lowandorder:

        Wenn überhaupt eine Amtsenthebung, dann über das 25th Amendment von 1967, Absatz 4.

        Amtsunfähigkeit. Zum Beispiel aufgrund einer psychischen Erkrankung wie Demenz.

        Problem dabei ist, das dann die Amtsgeschäfte inkl. der präsidialen Vollmachten auf den Stellvertreter übertragen werden. Und das Vance eine bessere Lösung als Trump wäre, darf doch stark bezweifelt werden.

        • @Sam Spade:

          Leider - anschließe mich

          Dann sitzt Peter Thiel direktemang im Oval Office



          www.youtube.com/pl...zVT02JQG2mA8Q28uev

          Na Mahlzeit - Pest oder Cholera



          Vom ☔️ in die Traufe 🪣 🥴🤢🤮🤑

    • @Manfred Metz:

      "Ob sich jemand traut, ein weiteres Amtsenthebungsverfahren einzuleiten?"



      Hat nichts mit "trauen" zu tun. Es wäre für die politische Arbeit Ressourcenverschwendung. Im Senat wird es keine 17 oder 18 republikanische Überläufer geben.



      Es sei - Trump versucht Grönland militärisch zu übernehmen. Dann vielleicht.

      • @LeKikerikrit:

        Jetzt nicht aber nach den Midterms könnte das anders aussehen, da werden wenn ich das richtig gelesen habe



        35 Senatoren neu gewählt, deswegen versucht DT gerade



        diese Wahlen zu manipulieren oder zu verhindern.

        • @Captain Hornblower:

          "... aber nach den Midterms könnte das anders aussehen"



          Es wird keine Midterms geben - das schreibe ich hier schon seit Trumps Wiederwahl. Es will nur keiner wahrhaben.

        • @Captain Hornblower:

          Die Senatssitze die zur Wahl stehen sind mehrheitlich sicher republikanisch, die Demokraten erobern den Senat in frühestens 3 Jahren zurück.

  • Man kann es gar nicht oft genug wiederholen: Es ist an Deutschland dieser unseeligen Grönland-Obsession von Trump und Vance etwas entgegen zu setzen und das ist die Aussicht das amerikanische Drehkreuz in den Nahen Osten, Ramstein, den Amerikanern zu kündigen, ebenso wie alle anderen Standorte in Deutschland. Wenn dann die Europäer mitziehen würden, hätten die Amerikaner ganz schön was am Hals. Und - das wäre ohnehin so, wenn die Amerikaner versuchen würden sich Grönland gewaltsam anzueignen. Es wäre das Ende des Verteidigungsbündnisses der Nato. Vielleicht dann noch Nato ohne Amis, aber es würden viele Dinge in Gang kommen, an die wir noch gar nicht gedacht haben.

    • @shitstormcowboy:

      Die US-Militärstandorte in Deutschland nur aus Protest zu kündigen klingt dramatisch, übersieht aber die Fakten: Allein Ramstein und andere Stützpunkte generieren tausende Arbeitsplätze direkt und indirekt, von zivilem Personal über Zulieferer bis zur regionalen Wirtschaft. Sie sind auch wirtschaftlich bedeutende Anker in vielen Städten. Ein ideologischer Abbruch würde also nicht nur die militärische Kooperation belasten, sondern unzählige Arbeitsplätze und Steuereinnahmen gefährden – ein teurer Symbolakt, der Deutschland selbst trifft

      • @Zippism:

        @Zipposm



        Eine etwas sehr inkonsequente Haltung, die Militärbasen von den USA, wegen ein paar Jobs weiter bei uns in Deutschland zu dulden und die USA nicht zum umgehenden Abbau aufzufordern.

        • @Alex_der_Wunderer:

          Es geht nicht um „ein paar Jobs“, sondern um eine der größten regionalen Wirtschaftsachsen in Westdeutschland: Allein die Air Base Ramstein und die Military Community Kaiserslautern sichern zigtausende Arbeitsplätze direkt und indirekt (ziviles Personal, Bau, Dienstleistungen, Handel) und erzeugen eine jährliche Wirtschaftsleistung in Milliardenhöhe für die Region. Diese Standorte sind wirtschaftliche Anker ganzer Städte. Ein sofortiger Abzug wäre kein konsequenter Akt, sondern ein massiver Strukturbruch mit Arbeitsplatzverlusten, Steuerausfällen und Folgekosten – ein symbolischer Schnellschuss, der vor allem Deutschland selbst schadet.

          • @Zippism:

            @ Zippism



            Die dann freigestellten Arbeitnehmer könnten in Wissenschaft, Forschung oder politischer Bildungsarbeit für dummerhaftige Wähler eingesetzt werden.

            • @Alex_der_Wunderer:

              Die Idee, zehntausende qualifizierte Beschäftigte nach einem Truppenabzug einfach in „Wissenschaft, Forschung oder politische Bildung“ zu parken, ist realitätsfern bis zynisch. Arbeitsmärkte funktionieren nicht wie Lego, und Forschung entsteht nicht dadurch, dass man Menschen nach einer Massenentlassung irgendwo „einsetzt“.

              Hier geht es nicht um Symbolpolitik auf dem Papier, sondern um reale Existenzen, ganze Regionen und Milliarden an Wertschöpfung. Wer glaubt, man könne wirtschaftliche Ankerstrukturen sprengen und das anschließend mit ein paar wohlklingenden Schlagworten auffangen, verwechselt Außenpolitik mit Wunschdenken.

              • @Zippism:

                @Zippism



                Vermutlich sind Sie nicht ganz objektiv bei Ihrer Betrachtung. Ist aber völlig ok. 👌



                Zynismus empfinde ich eher, wenn uns Politiker Aufrüstung als " Friedenschaffende Maßnahmen " verkaufen wollen. Ist halt deren Business, muss ich aber nicht fressen.

                • @Alex_der_Wunderer:

                  Zynismus hin oder her – ich bleibe bei den Fakten: Einen Abzug der US-Truppen als „symbolische Maßnahme“ zu feiern, während man zehntausende Arbeitsplätze und Milliardenwerte in den Sand setzt, ist genau das – Wunschdenken. Man kann Aufrüstung kritisieren, das tut niemandem weh, aber die Realität ist nun mal, dass wirtschaftliche und soziale Strukturen nicht mit moralischem Zeigefinger verschoben werden können.

                  Wer glaubt, man könne einfach mal ein paar Städte „entmilitarisieren“ und die Betroffenen dann mit schönen Worten in Forschung oder politische Bildung stecken, verkennt vollständig, wie Arbeitsmärkte und regionale Wirtschaft funktionieren. Es geht hier nicht um politische Statements, sondern um Existenzen und wirtschaftliche Stabilität – und das ist alles andere als zynisch, sondern nüchterne Realität.

                  • @Zippism:

                    @Zippism



                    Sie verkennen scheinbar bei Ihrer individuellen Wahrnehmung von



                    " Wirtschaftlichkeit " einiger regionalen Regionen in Deutschland, wer den ganzen unsinnigen " Spaß " mit seinen Steuergeldern finanzieren muss. Wir alle, die Steuern zahlen. Wir könnten genaus Vergnügungsparks finanzieren, schaft auch Arbeitsplätze.



                    Wo wir gerade bei Steuern sind, da müssten sich doch die Mehrfachmillonäre und Mehrfachmilardäre richtig drum reißen, ordentliche Erbschaftssteuern & Vermögenssteuern zu zahlen, gilt es doch deren Unternehmen, Industrieanlagen, Immobilien



                    und Vermögen zu schützen und die für ihre Produktionen, wertvolle Rohstoffe zu akquirieren.



                    Eigenartige Vorstellung von Demokratie, ist schon bei einigen Mitmenschen immer wieder festzustellen.



                    https:oezlem-alev-demirel.de/blackrock-und-der-drohende-ausverkauf-der-ukraine/

                    https;www.friedenskooperative.de

                    • @Alex_der_Wunderer:

                      Der Vergnügungspark-Vergleich verfehlt das Thema. Militärstandorte existieren nicht als „Spaß“, sondern aufgrund internationaler Verträge und sicherheitspolitischer Realitäten – ob man sie politisch gut findet oder nicht. Man kann sie nicht beliebig austauschen, nur weil beides Arbeitsplätze schafft.

                      Dass Steuergelder fließen, ist kein Argument gegen die wirtschaftlichen Effekte, sondern Normalität staatlichen Handelns. Entscheidend ist, was Alternativen kosten: Ein abrupter Abzug würde Milliarden an regionaler Wertschöpfung vernichten, Kommunen massiv belasten und langfristig höhere Sozialausgaben erzeugen. Das ist Haushaltsrealität, keine Ideologie.

                      Vermögens- oder Erbschaftssteuern sind eine separate, legitime Debatte – sie ersetzen aber keine nüchterne Analyse konkreter Folgen für Regionen und Beschäftigte.

                      Demokratie heißt nicht, komplexe Zusammenhänge moralisch zu etikettieren, sondern politische Forderungen an realen Konsequenzen zu messen. Alles andere ist Vereinfachung, keine Haltung.

    • @shitstormcowboy:

      Liggers - Kopfkratz 🧐🙀😡🤯

  • "Er gibt quasi nichts auf die Realität."

    Ich bin mir nicht ganz sicher, wer hier nichts auf die Realität gibt.

    Trump hat sich entschlossen, die USA in eine neue expansive Phase zu führen. Und wie alle Aggressoren bemäntelt er seine Absichten mit allerlei Parolen. Und er setzt auf einen Erfolg, weil er darauf vertraut, dass die EU wieder einmal hauptsächlich ein paar starke Worte und sonst kaum etwas folgen lässt. Der Bundeswehrausflug am Wochenende spricht Bände. Und natürlich kann Er auf die Illusionisten vor allem in Deutschland vertrauen, die sich verzweifelt an seinen Rockschoß klammern...

    • @warum_denkt_keiner_nach?:

      Haben Sie ernsthaft den Eindruck, Trump würde irgendetwas bemängeln?

      Ich habe auch nicht verstanden, von welchen Illusionisten Sie sprechen.

      Die AfDler?

      Ja, da findet man sich gegenseitig sympathisch.

      Leider ist das keine Illusion.

      Die Leute, die versuchen, den Ausstieg der USA aus NATO und anderem hinauszögern?

      Die Bundeswehr braucht angeblich 5 Jahre, wie sie vielleicht einsatzfähig wäre.

      Die USA da so lange wie möglich im Boot zu halten, ist nun auch keine Illusion.

    • @warum_denkt_keiner_nach?:

      Naja, so vielleicht: „Er gibt quasi nichts auf Fakten –und schafft damit eine neue Realität.“ Denn dass er ständig falsche Behauptungen selbst und durch andere verbreitet, ist ja wohl unbestritten, und mit Korrekturen an diesen Fehlern dringt man bei ihm nicht durch. Das schafft eine neue Realität, denn bei allen Mängeln der „vorigen Phase“, das gab es so bisher nicht in den USA.

    • @warum_denkt_keiner_nach?:

      Genau den Satz wollte ich auch zitieren und als fraglich, wenn nicht gar falsch kennzeichnen.

      Ich würde ergänzen: Trump hat die Realität erkannt. Der Stärkere gewinnt und zumindest was den Willen angeht, entschlossen zu handeln, ist Trump stärker und militärisch vermutlich auch. Trump wirft nur damit jede zivilisatorische Erkenntnis über Bord: Das Recht des Stärkeren wurde vor langer Zeit als Falsch erkannt, um friedlich zusammen zu leben - da jeder mal zu den schwächeren gehören kann und es mit Angst einhergeht.

  • Trump wird sich kaum durch EU-Gegenzölle auf ein paar IT-Konzerne bremsen lassen. Er könnte Microsoft, Google etc. nutzen um ihre Services in der EU per Dekret einzuschränken, dann geht in der IT in Deutschland nichts mehr, wenn auch noch die Finanzkommunikation durch Swift durch Trump torpediert würde.



    Unvorstellbar? Leider nicht,

    Vorstellbar, dass die Europäer die Dänen bei bei einer militärischen Besetzung Grönlands durch die USA verteidigen, wenn bereits ein Handelskrieg im vollen Gange ist?

    Sanktionen der EU gegenüber den USA dürften aus den oben genannten Gründen scheitern, da die Kategorie Rationalität keine Rolle in der Politik Trumps und seiner Anhänger spielt. Dies zu unterschätzen wäre sträflich.

    • @Lindenberg:

      Das Abnabeln von den Trump-USA wird uns weh tun. Es muss aber sein!



      Dass Trump die US-Bevölkerung mit weiteren Zöllen traktiert, kommt bei der nicht gut an. Inzwischen hat doch eine Mehrheit kapiert, dass sie selbst die Zölle bezahlen. Nicht der böse Chines' oder wer auch immer.

    • @Lindenberg:

      Im Gegenteil wäre es langsam mal an der Zeit, dass Google, MS und Co. mal aus ihrer offensichtlichen Schockstarre erwachen. Hat man irgendwas von dort gehört? Mir wäre nicht bekannt, dass Tech die aktuelle Entwicklung begrüßen würde.



      Es sollte denen nämlich eigentlich klar sein, dass das Ganze nur darauf hinauslaufen kann, dass das gute Europa-Geachäft in Zukunft passé sein wird, so oder so.

      • @V. Ohneland:

        Klar, ein Aufwachen der Tech-Giganten wäre wünschenswert – aber man darf nicht vergessen: Europa hängt massiv an US-Technologie. Eine Abkehr von Microsoft, Google & Co. würde nicht nur das klassische Business lahmlegen, sondern auch kritische Infrastruktur, Cloud-Dienste, Kommunikation und Forschung massiv behindern. Das würde Arbeitsplätze, Innovation und Steuereinnahmen in der EU treffen – ein wirtschaftlicher Selbstschuss, den sich Europa kaum leisten kann, egal wie sehr man sich moralisch überlegen fühlt.

      • @V. Ohneland:

        Wird es denn darauf hinauslaufen?

        Oder dürfte ihnen klar sein, dass sie eher unersetzlich sind?

  • Alles, was im Text angeführt wird und über Monate dargelegt wurde, ist geeignet zu belegen: Jemand ist für seine Position komplett ungeeignet. Das Kontrollsystem versagt jetzt offensichtlich, die Problematik dieser Verfassung ist nicht zu kaschieren.



    Bei derstandard.de:



    "Demokratie am Limit: Warum Trump so viel darf



    Unschärfen in der Verfassung, schwache Kontrollen und ein erodierter demokratischer Geist eröffnen Donald Trump einen großen Handlungsspielraum"



    Weiter dort:



    "Wenn der Präsident ambitioniert ist, hat er genug Macht und Zeit, um sein Land zu ruinieren." Mit dieser Warnung trat im Jahr 1787, wenige Monate nach der Verabschiedung der US-Verfassung, ein antiföderalistischer Essayist an die Öffentlichkeit. Er schrieb unter dem Pseudonym Cato, seine wahre Identität ist bis heute ungeklärt."



    Außerdem:



    "ist etwa der Erlass von Zöllen, da es sich dabei um ein Gesetz handelt, eigentlich klar Angelegenheit des Senats. Trump wählte allerdings ein Schlupfloch: Der Präsident kann einen Notstand ausrufen und so zusätzliche Kompetenzen erlangen, etwa Handelsbeschränkungen verhängen oder bestehende Gesetze umgehen.



    Der Kongress könnte einen solchen Notstand beenden, Gerichte können..."

  • Bei Grönland möchte sich Trump doch nur daran kriminell bereichern, um nichts anderes geht es. Der move von ein paar europäischer Staaten hat das doch eindringlich bewiesen, nachdem Deutschland und Frankreich Soldaten zur Erkundungsmission nach Grönland entsandt haben, das hat Trump gar nicht gefallen, denn dann wurde klar das es gar nicht um die Sicherheitsinteressen der USA ging, sonst hätte Trump daraufhin keine Erhöhung der Zölle für Deutschland, Frankreich und weitere EU Staaten angedroht! Spätestens jetzt sollte jedem klar sein was für ein korrupter, krimineller und gefährlicher Clown im Oval Office sitzt!

  • "Ein angeblich erwachsener Mann stellt komplett auf stur. Er hört nicht auf rationale Argumente [...]"



    Der Begriff der Willkür drängt sich auf. Und eine Parallele: Alles nach sich umbenennen zu lassen kennt man ja auch schon von Goebbels und den anderen Verbrechern. Versager mit Kränkungskomplex an der Macht.



    Terry Pratchetts Nac Mac Feegle rufen auf: "Nae king! Nae quin! Nae laird! Nae master! We willna' be fooled again!

  • Dankeschön für diesen Artikel!



    Es ist gut, dass einfach mal die Wahrheit gesagt wird.



    KeineR weiß, wie man/frau mit trump umgehen soll.



    Küchenpsychologie hilft ebenso wenig wie unqualifizierte Wortmeldungen irgendwelcher PolitikerInnen, die die Gelegenheit nutzen wollen, im Rampenlicht zu stehen.



    Das funktioniert nur bedingt, denn die derzeitige Rampensau bleibt trump himself.



    Einfach mal keine Antwort haben ist auch gut.



    Es ist ebenfalls richtig sich mit Freunden zu beraten .



    Vielleicht ist das ja auch heilsam.



    Deutschland hat es geschafft, innerhalb von kurzer Zeit von Russland unabhängig zu werden.



    Vielleicht ist es jetzt an der Zeit das Gleiche mit den USA zu machen?



    Ist es möglich, das Mercosur Abkommen nicht nur abzuschließen, sondern auch umgehend umzusetzen - nicht erst in 20 Jahren?



    Konfrontation erscheint mir wenig zielführend, ich bin weder an einem Krieg mit Russland, noch mit den USA interessiert.



    Dafür fehlt uns die Selbstständigkeit, die nun Triebfeder allen Handelns werden muß.

    • @Philippo1000:

      "Deutschland hat es geschafft, innerhalb von kurzer Zeit von Russland unabhängig zu werden."

      Deutschland ist von Russland unabhängig‘ – so einfach, wie es hier klingt, ist es leider nicht. Ja, die Gas- und Ölabhängigkeit ist deutlich gesunken, aber wir bleiben weiter auf kritische Rohstoffe, Energieimporte und globale Lieferketten angewiesen. ‚Unabhängig‘ klingt nach Schlagzeile, in der Realität ist es bestenfalls ein bisschen weniger abhängig – keineswegs autark.

  • Wenn er nicht das hier diagnostizierte total unreife Kind ist, dann muss er ein KGB-Agent sein, mit Putins Auftrag die innere Ordnung des Westens und die Weltordnung in scheinbar sinnloser Manier zu zersetzen. Was er tut qualifiziert ihn jedenfalls als nichts anderes als entweder Infantilitätsgesteuert oder fremdgelenkt motivierten Troll. Die USA haben sich mit seiner Wiederwahl ein Ei gelegt. Die NATO muss ohne die USA auskommen.

    Noch eine Drohung aus Washington, und die EU sollte einen Boykott der USA beschließen.

    • @Uwe Kulick:

      Er kann nicht einfach der Frontmann von Leuten sein, die amerikanische Interessen anders definieren?

  • Diese Fixierung auf den 'Irren von Washington ' ist unpolitisch und falsch. Hinter Trump stehen Leute, die die US Politik seit Jahren autoritär ausrichten wollen und einen brutal libertären Wirtschaftskurs mit imperialer Ausrichtung eingeschlagen haben. Kapitalismus in ultra.... da ist Schmalzlocke nur der influencer...

    • @Philippe Ressing:

      Ob jetzt Trump der geistige Vater dieses Kurses ist oder eine verschworene Gruppe, der er als Galionsfigur dient, ist nicht so wichtig. Am Ende steht tatsächlich der Präsident vorne und muss entscheiden, ob er auch wirklich tut, was ihm eingeflüstert wird.

      Das war übrigens bei seinen Vorgängern auch nicht anders: KEIN Präsident kann jeden Aspekt seines Jobs selbst überblicken. Die Frage ist immer nur, wie er mit den starken Meinungen aus Hinterzimmer, Lobby, Regierungsapparat, Medien etc. umgeht, die auf ihn einwirken wollen. Von daher ist die Bedeutung der "heimlichen Herrscher" hinter dem Thron letztlich doch immer limitiert durch die Bereitschaft des Menschen AUF dem Theron, ihre Pläne für sie umzusetzen. Und da gab es im Weißen Haus schon durchaus willigere Vollstrecker als Trump, würde ich meinen.

      • @Normalo:

        Hä? Shure? Who?

        Hörnse auf rumzudaddeln - wa!



        O Normal - Karten auf den Tisch -



        Roß & Reiter 🏇 nennen •

        • @Lowandorder:

          Zum Beispiel: Harding, Hoover, Ford, Bush Jr. (auf seine Weise auch Bush Sr.) und natürlich auch die ganzen Sklavenhalter-Marionetten im Vorfeld des Bürgerkriegs.

          Das waren alles Präsidenten, die bewusst oder unbewusst gegenüber ihren Einflüstereren die zweite Geige gespielt haben. Bei Trump mag extrem wichtig sein, mit wem er als letztes über ein Thema geredet hat, aber das macht ihn noch lange nicht kontrollierbar. Entscheiden will er immer noch selbst, und er tut das auch auf Teufel komm raus - gegebenenfalls auch ganz gezielt GEGEN den Wunsch eines Einflüsterers.

          • @Normalo:

            Ok Ok - die Aufzählung hätte auch von mir sein können.



            Hatte ehr zweites aber mitgedacht.

            kurz - Dieser Mann - “kann Läuse &! Flöhe haben! Newahr



            Normal Schonn

  • Trump akzeptiert nur Realitäten die er selbst geschaffen hat, Partnerschaften, Vereinbarungen etc gelten nur dann, wenn sie konform mit seinen Vorstellungen gehen.

    Und Grönland hat nicht Trump sich "in den Kopf gesetzt". Das Interesse bestand schon länger, nur aufgrund des Konflikts mit China ist es jetzt wieder in den Fokus gerückt.

    Für die USA wäre Grönland in naher Zukunft ein wahrer Trumpf, nicht nur unter dem Aspekt der Sicherheit.

    Aufgrund der Eisschmelze eröffnen sich für die Schifffahrt in den nächsten Jahrzehnten neue Handelswege. Einer davon wird die Transpolarroute sein die über Grönland führt. Sie würde China vom Pazifik aus eine direkte und leicht befahrbare Route nach Europa eröffnen. Wirtschaftlich und militärisch wäre das eine Option zur Strasse von Mallaka.

    Jeder Arktisanrainer hat jedoch eine 290 Meilenzone vor seiner Küste. Ein US Staat Grönland würde China den Zugang versperren. Ein Ausweichen auf die Nordostpassage wäre keine Alternative, da diese auch in Zukunft nicht durchgängig befahrbar sein wird. Eisschmelze führt zu Packeis und dieses zu Treibeis, welches eine Gefahr für die Schifffahrt darstellt.

    Chinas Ambitionen in der Arktis lägen somit auf Eis.

  • "Ein plötzliches, gerne absurdes Ablenkungsmanöver" Genau das was Trump gerade tut. Oder redet etwa noch irgendwer über die Epstein-Files?

    • @Alberta Cuon:

      @Alberta Cuon

      Mit Grönland, Venezuela und Gaza... zusammen das Epstein Thema in den Hintergrund schieben? Dazu nehmen wir noch ordentlich Zolldrama und alles ist gut bis zu den Midterms?



      Das Risiko im Zeitalter von Social Media ist, dass irgendwas anderes aufpoppt, Inflation, Krankenkasse, Drogen, Obdachlosigkeit, Arbeitskräftemangel...



      Höfesterben. Ukraine.

      Ja und dann hat das mit dem Frieden eh nicht geklappt (oder es dauert...), mit dem Öl in Venezuela wird es ewig dauern und mehr Präsenz in Grönland kostet und dauert, egal ob einem das Land gehört.

  • Wann besteuern die EU Staaten endlich die Big-Tech, Big-Pharma, Big-Sonstwas Firmen entsprechend den in den Einzelstaaten gemachten Gewinnen (ohne die unethische "Eigenbesteuerung" durch 'intellectual property' fees an Tochterfirmen)??



    Wie kann sowas legal sein?



    Warum haben die Finanzämter immer noch keine Experten, die diese Konstrukte durchschauen?

    Wer wusste, dass der EU-US Zoll-'deal' NULL-% Zoll auf US Produkte enthielt?



    Ich nicht und ich bin erschüttert.



    Letzte Hoffnung EU Parlament.

  • Der Gnom im Weißen Haus kennt keine Fakten, außer seiner selbst. Viel erschreckender ist die Willfährigkeit des politischen Washingtons. Sind die alle blöd, oder was?

  • "Dass ihn jemand zur Vernunft bringt, ist unrealistisch"



    1) Es regt sich Widerstand im Senat, selbst Republikaner sind nicht mehr alle mit Trumps Allüren einverstanden. Es ist also sehr gut möglich, dass er bald angezählt wird und das wäre gut so.



    2) Schön, dass man bei der taz auch mal wieder zu einem ernsthaften Thema einen Kommentar abgeben darf und nicht nur für Feuilleton ähnliche, eher "seichte" Themen.

    • @Hans Dampf:

      1) Diese Hoffnungen feiern jetzt schon ihren fünften Geburtstag. Fangen wir lieber mit Realpolitik an, statt uns weiter an Hoffnungen zu klammern.



      2) Ja die Auswahl scheint manchmal etwas merkwürdig.

  • Alle starren erschrocken auf Trump und hoffen irgendwie, dass er doch noch nachgibt.



    Wer ihn beobachtet hat, weiß wie groß die Chancen sind. Er hat im Zollstreit gelernt, dass Europa im Zweifel immer nachgibt. Das ermutigt ihn, immer mehr zu wollen. Das einzige Gegenmittel ist Gegenangriff.



    Weshalb kommen EU und die EU-Staaten nicht darauf, selbst Druck zu machen? 20 % Strafzölle auf Produkte aus Trump-Wahlkreisen, bis er offiziell von dem Ansinnen Abstand nimmt? Vor 8 Jahren ging so etwas noch. Oder Drohung mit der Schließung von US-Standorten in Europa?



    Klar, das hat alles große Nachteile, und das kann man lächerlich finden. Doch wenn das nichts bringt, dann auch nichts anderes.