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Rede von Friedrich Merz in DavosDer große Stutenkerl und die Weltordnung

Gereon Asmuth

Kommentar von

Gereon Asmuth

Nach dem US-Präsidenten hält Bundeskanzler Friedrich Merz beim Weltwirtschaftsforum eine Rede. Leider ähneln sich die beiden Reden viel zu sehr.

Friedrich Merz spricht in Davos während einer Plenarsitzung am 22.01.2026 – das ganze läuft unter dem Motto: „A Spirit of Dialogue“ Foto: Markus Schreiber/ap

F riedrich Merz hat eine große Rede gehalten. Der große Stutenkerl, betonte der Kanzler, entspreche seinem politischen Denken. Man möchte schon lachen. Aber damit meinte er gar nicht den großen Rumredner und Weltverdreher aus den USA. Er meinte das Gebäck mit der Pfeife. Denn in dieser Rede bedankte sich Merz beim Deutschen Bäckerhandwerk für die Verleihung des Großen Stutenkerls an ihn selbst. Das war am Sonntag.

Am Donnerstag hat Merz wieder eine Rede gehalten. Diesmal beim Weltwirtschaftsforum in Davos, bei dem mehr und mehr offensichtlich wird, dass die Großkopferten die Welt nicht mehr gebacken kriegen. Jedenfalls nicht mit herkömmlichen Rezepten. Das aber ist das Problem des Bundeskanzlers. Er hat nichts anderes in der Tasche. Sowohl vor der Backwirtschaft wie vor der Weltökonomie preist er den Deutschen Mittelstand als Erfolgsmodell – auch und gerade in einer sich fundamental und fundamental schnell verändernden Welt. Der sei ein Garant für Industrien der Zukunft in einem Deutschland als starkem Partner.

Das ist nicht falsch. Ohne wirtschaftliche Stärke sähen Deutschland und Europa noch älter aus, als sie gerade wirken im Strudel des Weltgeschehens. Den von Merz selbst benannten tektonischen Verschiebungen in der Geopolitik hat er aber nur drei Punkte entgegenzusetzen: Sicherheit. Also mehr Ausgaben für Verteidigung. Einigkeit. Also Zusammenhalt in Europa. Wettbewerbsfähigkeit. Also eine boomende Wirtschaft in einer glorreichen Welt des Kapitalismus.

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Der Kanzler versteht die Welt in erster Linie als Marktplatz. Und sonst offenbar gar nicht. Darin gleicht er – fataler könnte es gar nicht sein – ausgerechnet Donald Trump. Auch wenn Merz der Bürokratie in Europa ein harsches „Das muss ein Ende haben“ entgegenschleudert, klingt er wie der große Zampano aus Washington, der gern per Handstreich die Puppen tanzen lässt. Alles muss schnell sein, dynamisch, bloß keine Zeitverschwendung.

Wohl deshalb hat der Ökonom Merz auch keine Zeit, die wichtigen Unterschiede zur aktuellen US-Politik zu benennen. Es geht nicht nur um Solidarität zwischen Staaten, sondern um sozialen Ausgleich zwischen Menschen. Es geht nicht um Verwertung von Rohstoffen und Arbeitskräften, sondern um eine inspirierend offene Gesellschaft, um den Erhalt von Umwelt und Kultur, um die Freiheit der Gedanken über Grenzen hinweg. Man muss das klar benennen, deutlicher noch als in den vergangenen Jahrzehnten. Weil es eben keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Sondern schnell vergessen wird. Selbst vom Bundeskanzler.

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Gereon Asmuth
Ressortleiter taz-Regie
Leiter des Regie-Ressorts, das die zentrale Planung der taz-Themen für Online und Print koordiniert. Seit 1995 bei der taz. 2000 bis 2005 stellvertretender Leiter der Berlin-Redaktion. 2005 bis 2011 Leiter der Berlin-Redaktion. 2012 bis 2019 Leiter der taz.eins-Redaktion, die die ersten fünf Seiten der gedruckten taz produziert. Hat in Bochum, Berlin und Barcelona Wirtschaft, Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation und ein wenig Kunst studiert. Mehr unter gereonasmuth.de. Bluesky:@gereonas.bsky.social Mastodon: @gereonas@social.anoxinon.de Foto: Anke Phoebe Peters
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73 Kommentare

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  • Icg bin kein Fan, jedoch:

    Ich lese hier nur was er alles falsch macht.

    Es ist nicht zu lesen wie es besser ginge.

    Gerade in Bezug auf die Realität dass man es mit Mächtigen wie Trump, Xi und Putin zu tun hat, deren Werte meist unseren komplett widersprechen, wir jedoch von Ihnen abhängig sind und immer einen oder zwei von ihnen für unsere Sicherheit oder unsere Wirtschaft benötigen

    Bin gespannt ob ich eine wirkliche Antwort bekomme

  • "...der Ökonom Merz..."



    Merz ist ausstudierter Jurist und hauptberuflicher Lobbyist. Zur Zeit versucht er sich als Politiker, weiß aber nicht so Recht, wie Demokratie funktioniert. Er hat weder Ahnung vom Arbeitszeitgesetz, noch versteht er Krankenstatistiken, dafür versteht, was er für seine Klientel (obere 10000) in der Welt posaunen muss.



    Wirklich gearbeitet hat er nie und Ökonom ist er auch nicht.



    Aber das Peterprinzip bringt einen bis nach Davos. 😁

    • @Nansen:

      He is not the sharpest knife in the drawer.

  • "Es geht nicht nur um Solidarität zwischen Staaten, sondern um sozialen Ausgleich zwischen Menschen."



    Nein, darum geht es in einer perfekten Welt. Unsere Welt ist aber leider nicht perfekt. Und die aktuellen Zeiten sind nochmal ein ganzes Stück weniger perfekt als es vor einigen Jahren, eher Jahrzehnten, schon mal war.



    Aktuell brauchen wir die USA. Nicht wegen der Wirtschaft, nicht wegen Ressourcen, sondern tatsächlich wegen unserem nackten Überleben.



    Chinas Xi und Russlands Putin sind, bei allem Wahnsinn den Trump vorantreibt, hundertmal schlimmer.



    Russland und China wollen Europa zerstören. Trump will Europa 'nur' erniedrigen. Trump will die EU zum Vasallen. Das ist kein schönes Szenario, aber wir haben uns selbst in diese Position gebracht. Wir haben über Jahrzehnte sämtliche Instinkte zur Verteidigung schleifen lassen, da wir es gleichermaßen verpasst haben Europa entweder wehrhaft zu halten oder durch weitreichende und vielschichtige Allianzen abzusichern.



    Europa ist isoliert. Indien, der Nahe Osten, Brasilien, Südafrika, etc - alle emerging markets haben wenig Lust auf uns bzw sind mit China und oder Russland dicker als mit uns.



    Wir brauchen die USA zum Überleben.



    Leider.

    • @Antje1971:

      Sozialer Ausgleich zwischen Menschen soll utopisches Denken sein? So gehirngewaschen muss man erst mal sein, bzw.: Besser nicht! Es handelt sich dabei um Realpolitik, mindestens seit Bismarck, erkämpft von Gewerkschaften und u.a., auch zum Nutzen der Herrschenden und des Kapitals, da es die Verhältnisse stabilisiert. Seit einigen Jahren ist sie zunehmenden Angriffen neoliberaler Überreicher und ihrer Speichellecker ausgesetzt.

    • @Antje1971:

      So fatalistisch sehe ich das nicht. Wir brauchen die USA eben NICHT zum Überleben, bestenfalls kurzfristig zum Überbrücken von Leerstellen. Es nutzt gar nichts wie das Kanincehn auf die Schlange zu starren, wir müssen aktiver werden, selbstbewusster. Das jedoch mit einer so luschigen Kommission zu erreichen ist eine Fata Morgana.

      • @Perkele:

        Dann bitte ich um Aufklärung wie das gehen soll.



        Beispielsweise der Krieg in der Ukraine.



        Sollen wir da mit aktiv heruntergelassenen Hosen selbstbewusst Putin gegenüberstehen?

        Zuvor müssten wir erst mal uns selber auf Vordermann bringen.



        Wir würden ja nicht einmal mitbekommen wenn wir aus der Luft angegriffen werden, weil wir auf fremde Daten und Satelliten angewiesen sind.

        Bin ganz sicher kein ganz großer Fan der USA und schon gar nicht von deren Präsident.



        Aber mit leeren Hosen (nicht nur militärisch) ist halt nicht gut stinken.

        Ja, wir haben ein paar wenige Asse im Ärmel, aber die alleine bringen es leider noch nicht!

        Daran müssen dringend arbeiten

    • @Antje1971:

      „Wir brauchen die USA zum Überleben.“



      Ich denke, Sie werden recht behalten. Wir brauchen nicht Donald Trump, aber wir brauchen die USA, auf lange Sicht.



      Nachvollziehbar, dass sich ein gewisser Defätismus breit macht angesichts der irrationellen Handlungen des US-Präsidenten. Aber warten wir erst einmal die amerikanischen Midterms ab, in denen die Republikaner wegen Trumps auch für US-Wähler nicht mehr nachvollziehbaren Kurses hart abgestraft und vermutlich in beiden Kongresskamnern ihre Mehrheit verlieren werden.



      Dann sieht die Welt schon wieder ganz anders aus, auf die Euphorie in der taz-Kommentarspalte bin ich dann vor allem gespannt.

      • @Abdurchdiemitte:

        „warten wir erst einmal die amerikanischen Midterms ab, in denen die Republikaner wegen Trumps auch für US-Wähler nicht mehr nachvollziehbaren Kurses hart abgestraft und vermutlich in beiden Kongresskammern ihre Mehrheit verlieren werden."



        --



        Und am 6. Dezember kommt dann wieder der Nikolaus.? Die Hoffnung wurde bekanntlich als letzte Gabe aus dem Fass der Pandora entlassen. Sie ist im Grunde die gnadenloseste Folter der Menschheit.

  • Natürlich sind die beiden Reden sehr nahe beieinander. Beide Redner haben kein Konzept, beide haben primär ihre eigene Macht im Blick -der eine mehr, der andere nicht ganz so brutal- Beide sind Fans des Ultrareichtums, beide treten gerne nach unten. Beide halten sich selbst für "Superman"

    • @Perkele:

      "Natürlich sind die beiden Reden sehr nahe beieinander. " ... ist dass nicht furchtbar, angesichts dessen was im Moment im Namen Trump's und seiner Privatarmee ICE gerade in den USA passiert? Jedem. der Trump's modrige Hand schüttelt, dem sollte die seinige abfaulen.



      Rutte ohne Mandat voran !

  • taz: *Der Kanzler versteht die Welt in erster Linie als Marktplatz.*

    "Für seine Tätigkeit bei BlackRock (etwa ein bis zwei Tage pro Woche) erhielt Merz ein Gehalt im sechsstelligen Bereich. Laut Insiderberichten bestand seine Hauptaufgabe darin, politische Kontakte zu knüpfen und Zugang zu Ministerien zu verschaffen." [DER SPIEGEL]

    Wer einen echten Volksvertreter möchte, der darf natürlich keinen (ehemaligen) BlackRock-Lobbyisten zum Kanzler machen. Friedrich Merz wird sich auch niemals gegen Donald Trump stellen, denn für Merz ist es nur wichtig, auch einen kleinen Stand auf dem großen trump'schen "Marktplatz" zu bekommen.

    • @Ricky-13:

      @ Ricky-13



      👍👍



      Hier bringen zur Zeit skrupellose Mafiosi aus Politik, Wirtschaft & Industrie unsere Weltordnung, Werte & Normen und Demokratie, gefährlich in U N O R D U N G , und faseln ständig von Ordung. - eine völlige Umkehr der Bedeutung von Begrifflichkeiten, wie wir sie ja schon in Bezug auf andere Begriffe wahrnehmen dürfen.



      Eine absichtliche Volksverblödung ohne absehbareres Ende ‼️ 🤑

  • Die Großkopferten haben die Welt noch nie gebacken gekriegt.



    Nun fallen uns die modifizierten getwisteten Folgen jahrhundertelanger Fehler als marktradikaler Puppenspieler vor die Füße.

    • @aujau:

      Wer hat es denn Ihrer Meinung nach hinbekommen oder könnte dies?

  • Merz ist vom selben Kaliber wie Trump, Thiel, Musk und die übrigen Tech-Finanz-Gambler (auch Putin, übrigens), die das Management von „Armageddon“ (ein paar Milliarden Menschen sind eingepreist for the greater good) für ihr natürliches Schicksal halten - nur auf sauerländisch. Ein Finanzspieler, der sich für einen Wirtschaftsexperten, Teamleader und Unternehmer hält. Menschlichkeit findet er gut, wenn es die;„Geschäfte“ oder seine Wunschagenda befördert, er hat nix dagegen, wenn sie nicht stören. Immer 2. Wahl.



    Das habe ich aufgrund seines Werdegangs befürchtet. She es in seinem Handeln und seinen Worten - bzw dem was er NICHT tut, sagt, will - bestätigt. Der sauerländisch-christlich-ethische Tonfall kann darüber hinwegtäuschen, dass er - samt Regierung und der umgebenden Lobby und Entourage - inhaltlich nicht anders agiert als die selbstverliebten Propheten, deren Absurditäten (aus humanistischer Sicht) seit einigen Jahren die Schlagzeilen und Medien dominieren.



    Demokratie baut auf Öffentlichkeit. Und genau dieser Raum wird den durchgeknallten Sensationen, die aus dieser Bubble sprudeln, von den „Gatekeepern“ reichlich gegeben. Fakten und Einordnung? Ja - nur falsche Schwerpunkte

  • ...zentrale Fragen, warum es dringend terrestrische democra 4 Future Friedensbewegung braucht: taz.de/UN-Bericht-...on-Natur/!6147757/

    taz.de/Weltwirtsch...in-Davos/!6147810/

    in Grönland sind die Indigenen die Mehrheit, sie haben ein indigenes Verständnis davon, dass es dort keinen Grundbesitz gibt, das wäre eine gute Vorraussetzung

    in dem Namen aller zu fordern, dass Demokrtatie in die Ökonomie rein MUSS, bevor wir alle drauf gehen: Dazu brauchts 1 Ökonomie, die auf seltenen Erde als globalen transformativen und möglichst nachhaltig zu fördernden Commons ber eine neue Leitwährung ,die denPetri Dollar ablöst stützen könnte, welche nicht national oder imperial belastet ist, sondern deren Profite eine mehr Kreislauf wirtschaftlichen Umbau Sinne der 18 UN SGDs fördern helfen könnten...Eine Kapangne in diesem Sinne mit denOmas für Future, die, die in der Schweiz das Gerichtsurteil gewannen, zuzsammen mit den Fridays for Future Kids, wäre das 1 Fingerzeig nach vorne! Sonst machen die autokratischen Imperialisten Macker:Trump-Putin-Xi etc.nur weiter mit ihrer irre gewordenen patriarchal-destuktiven fossil warconomy uns allen das Licht aus

  • Von der Rede mal abgesehen, fürchte ich, dass die Leute jetzt glauben, das Thema Trump und Grönland hätte sich erledigt, er sei quasi zur Einsicht gekommen. Der Vorschlag von Rutte ist aber genau das, was ich befürchtet hatte: man tut so, als hätte man einen "Deal" ausgehandelt (schon das Wort widert ja inzwischen an dank Trump). Der Vorschlag an sich schenkt Trump de facto die Souveränität Grönlands. Militärbasen hat er eh schon, kann sie ausbauen, zahlt keine Steuern. Aber jetzt schenkt man ihm das Recht, über Investitionen zu bestimmen. Was bleibt an Souveränität noch für einen Staat? Schön, er wird möglicherweise seine ICE-Mörderbanden nicht schicken, aber über die wirtschaftliche Zukunft seines Staates zu entscheiden, ist ein wesentlicher Bestandteil. Grönland wird damit auch formal zum Vasallenstaat. Und dabei wird's nicht bleiben...

    • @Jalella:

      …anschließe mich



      (verkneif mir die Übersetzung meines Sidekicks von Mark Rutte - anzuliefern.



      NL - …da kannse dir jedenfalls -



      Keine ☕️ Kakao auf rühren •

    • @Jalella:

      Rutte kann gar nichts zusichern, schon gar nicht Einfriffe in die dänische Souveränität. Das Ganze ist - wie Trump sagen würde - Fake News.

  • Man kann natürlich hoffen, dass die deutsche Regierung auf dem Weltwirtschaftsforum einen Gegenentwurf zum Kapitalismus präsentiert und sich diesem unterwirft, es kümmert nur leider niemanden. Deutschland befindet sich gemeinsam mit Europa in einem globalen Wettbewerb, ohne dabei auf große Bodenschätze zurückgreifen zu können, gleichzeitig stehen wir in Konkurrenz mit Autokraten und Diktatoren, denen internationale Regeln und Demokratie vollkommen egal sein können und dementsprechend agieren. Da ist mir ein realer Blick auf die Welt und die damit einhergehenden Konsequenzen lieber als eine "feministische Außenpolitik", die man zwar als "moralische Fackel" vor sich hertragen kann, die aber außerhalb der linken Bubble in Deutschland niemanden interessiert. Mir wärs auch lieber, wenn wir alle gemeinsam in Davos im Stuhlkreis sitzen, "Kumbajah my Lord" singen, uns an den Händen halten und die Probleme der Welt gemeinsam lösen. Aber das ist nicht der Fall. Darauf entsprechend zu reagieren erwarte ich. Denn wenn sich Deutschland und Europa nicht sehr schnell wirtschaftlich erholen, dann brauchen wir uns über Umverteilung, Hilfslieferungen in Krisengebiete etc. bald nicht mehr unterhalten

    • @MarsiFuckinMoto:

      Wow!! Noch überrascht es mich, derartigen "Realitätssinn" ganz aus dem Geiste des Neoliberalismus ausgerechnet in der TaZ zu lesen ...

  • Friedrich Merz glaubt an den kapitalistischen Markt und wahrscheinlich an den demokratischen Rechtsstaat. Er ist kein echter Intellektueller.



    Sein Weltbild ist extrem schlicht: Wenn es Milliardäre gibt, dann machen sie alles besser als der Rest der Bevölkerung und sind leistungsfähiger. Jeder kann Millionär werden, jeder kann sich sein Glück selbst bauen und es schaffen.



    Wer es nicht schafft, hat es auch nicht probiert.



    Wenn jetzt jemand wie Trump antritt, dann ist Merz in einer Problemlage, der Typ ist Milliardär und er hat das wirksamste und größte Militär der Welt, ihm ist es mehr oder weniger egal, wie gut die Beziehungen zu den USA mal waren, das wischt er - im Zweifel - zur Seite, was soll also ein neoliberaler Merz mit einem entrechtlichten und enthemten Trump anfangen?



    =Merz will einfach nur den Ball flacht halten, also Konflikte möglichst gering halten.



    Und das funktioniert mit Trump nicht, das funktioniert mit der internationalen Politik momentan auch nicht mehr.



    Merz ist schon Frankreich zugeneigt, aber er hat hier auch keine Idee, wie Berlin-Paris als Motor für ein starkes Europa funktionieren könnten. Außerdem mag Merz die etatistische Tradition Frankreichs nicht.

  • Seit wann ist Merz denn Ökonom?! Er ist Anwalt und hat sich auch in seinem Beruf nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Aber für Ökonomie hat er keine fachliche Qualifikation, die über Stammtischgerede hinausgeht.

    • @Rudi Lipp:

      Vielleicht kommt die Annahme wegen seiner guten Einnahme-Situation bei der Abwicklung der WestLB und bei BlackRock.



      "Der Anwalt und CDU-Finanzexperte Friedrich Merz soll einem Pressebericht zufolge als Treuhänder im Auftrag des Bundes den Verkauf der WestLB an einen privaten Investor regeln. Wie die "Bild"-Zeitung (Donnerstagsausgabe) berichtet, wurde Merz bereits vor zwei Wochen vom Bankenrett



      Der Anwalt und CDU-Finanzexperte Friedrich Merz soll einem Pressebericht zufolge als Treuhänder im Auftrag des Bundes den Verkauf der WestLB an einen privaten Investor regeln. Wie die "Bild"-Zeitung (Donnerstagsausgabe) berichtet, wurde Merz bereits vor zwei Wochen vom Bankenrettungsfonds des Bundes (SoFFin) gebeten, als Veräußerungsbevollmächtigter die WestLB-Anteile zu verkaufen, die noch beim Bund, dem Land NRW und..."



      Bei stern.de 2010

    • @Rudi Lipp:

      richtig

  • Ein Treffen der Vergangenheit. Das ist nicht mein Kanzler. Der steht nicht für mich, für mein Leben und meine Zukunft. Der steht mit Trump zusammen für seine Vergangenheit, von der die Welt nur leider bald nichts mehr hat.



    Wir müssen alternative Foren schaffen, in denen es um Zukunft geht. In denen wir uns auf die neue Welt vorbereiten, die wir vorfinden wenn diese Vergangenheitsmonster endlich tot sind und wir die Menschen aus unserer Generation, die diesen ewig gestrigen zu gerne zuhören, auf unsere Seite ziehen müssen.



    Wir ändern in den Räumen der mächtigen Egomanen nichts. Wir müssen uns eigene Plattformen und Foren schaffen und nicht unsere ganze Energie mit Kopfschütteln über diese Faltenraubtiere verschwenden

  • Danke für die Einordnung der Rede. Ich habe sie mir nicht angehört.



    Ich ertrage es nicht, Merz reden zu hören, seinen komisch pathetischen Redestil, ganz zu schweigen von den Inhalten.

    Aber ich empfehle die Rede vom Mark Carney, die hat mir gefallen.



    Es ist die Rede von einem Erwachsenen inmitten der ganzen Absurditäten der letzten Wochen.

  • Immerhin kann er Englisch...



    Trotz mancher Holprigkeit in der Aussprache einiger Wörter hatte ich den Eindruck, dass er irgendwann an seinem Englisch gearbeitet hat und auch verstand, was er sagte. Yay.



    Aus der Häufigkeit mit der die Begriffe "sovereignity" und "competetive(ness)" fielen könnte man locker ein Trinkspiel machen. Aber Vorsicht, nicht große Schnäpse einschenken, sonst ist man schnell sehr knülle.

    • @V. Ohneland:

      Merzens Englisch ist sicher besser als meins, deshalb: gestern im TV erlebte ich, wie er Rußland, USA und China als "great forces" bezeichnete. Die deutsche Stimme übersetzte mit "Großmächte". Tatsächlich halte ich diese Wortwahl eher für eine Freudsche Fehlleistung unseres Kanzlers. Er kann seine Kinderstube einfach nicht leugnen ...

    • @V. Ohneland:

      Korrekt - “Keine Kurzen für die Kurzen!“ Woll

  • Mark Joseph Carney hat den Redner Merz komplett der Lächerlichkeit preisgegeben.

  • Ich hebe es befürchtet: Merz mit geliehenen Knieschonern in Davos. Nicht eine Spur von Selbstbewußtsein ...

    • @LeKikerikrit:

      Ich verstehe den Vorwurf der Leisetreterei, frage mich allerdings, ob diejenigen, die diesen Vorwurf erheben bereit sind, die notwendigen Massnahmen mitzutragen, damit ein selbstbewusteres Auftreten möglich ist. Europa ist militärisch von den USA, gerade in Hinblick auf die Ukraine, stark abhängig. Das kann man nur ändern, indem man entsprechend in die Verteidigungsfähigkeit investiert.

      • @Franz Hofer:

        Ich glaube nicht, dass ich mit Angst vor dem wirtschaftlichen Untergang hervor getan habe. Oder der Meinung, dass Europa ohne die USA nicht exitieren könnten. Weniger ist oft Mehr.



        Siehe Canada.

  • Schön zu lesen, dass man nicht allein ist mit der Einschätzung dieser "Jahrhundertrede". Frage mich nur noch, warum all das ausgerechnet vor den Menschen diskutiert wird, die sich nicht angemessen an den Kosten für alle dies debattiert wird.

    • @Jan Röser:

      @ Jan Rösser



      👍👍



      Genau ! Gerade die vermögenden Multimillionäre & Multimillardäre müssten doch größtes Interesse haben, mit angemessen Erbschaftssteuern & Vermögenssteuern ihr Geld in die Rüstungsindustrien zu pumpen, um so ihre Unternehmen, Industrieanlagen, Immobilien und Vermögen zu schützen...

  • Ja wie? Großer Stutenkerl?! Erkenn die Ironie •

    🤖 Stutenkerl (auch Weckmann, Dambedei) hat seinen Ursprung im kirchlichen Brauchtum, geht vermutlich auf den Heiligen Nikolaus zurück und wurde ursprünglich aus Brotteig gebacken, um Menschen zu segnen oder zu trösten. Er symbolisiert den Bischof Nikolaus und wurde früher zu seinem Gedenktag (6. Dezember) oder zu St. Martin verschenkt, oft mit einer Tonpfeife als Ersatz für den Bischofsstab. Die Bezeichnung "Stutenkerl" kommt aus dem Rheinland und bezieht sich auf den Hefeteig ("Stuten"), während es in anderen Regionen Namen wie Weckmann gibt, die sich auf den "Weck"- oder Hefeteig beziehen.



    Herkunft und Bedeutung



    Kirchlicher Ursprung: Es wird vermutet, dass der Stutenkerl auf das 17./18. Jahrhundert zurückgeht und als gesegnetes Brot für Kranke oder Büßer diente.



    Namensgebung: "Stuten" (heute Hefeteig) und "Kerl" (Männchen) beschreiben die Form und den Teig.



    Symbolik: Die Pfeife war ursprünglich ein Bischofsstab, der im Zuge der Reformation durch die Tonpfeife ersetzt wurde, um religiöse Symbole zu "verweltlichen".

    Na Mahlzeit



    Ich sag’s hier mal ungeschützt ins Geviert!



    Friedrich Merz - hat wieder nix kapiert! Woll



    Na toll •

    • @Lowandorder:

      Bei Merz ist eine Symbolpfeife zur Unterstreichung der Pfeifenhaftigkeit absolut überflüssig.

    • @Lowandorder:

      Als Rheinländer möchte ich mich ganz herzlich von Fritze distanzieren.

    • @Lowandorder:

      Der in Dortmund verliehene Stutenkerl hat keine Pfeife, sondern etwas, was mit viel gutem Willen als Bischofsstab durchgehen koennte.

      • @festus:

        Kanns mal sehn! Wollnich

        Als freigeistiges Nordlicht! 🙀🥳



        Ist mir son labberiger Stutenkierl



        Erst in Westfälisch Sibirien - Arnsberg - mit meinen Kindern untergekommen - mit Pfeife - But!



        "Rauchen ist tödlich" macht’s möglich! Woll



        (btw hab nen feinen Sticker mit -



        Woelki & Krummstab - leider ist der hier nicht unterzubringen - die Pfeife! 😂)

        "Rauchen ist tödlich"

        • @Lowandorder:

          So ein Stutenkerl ist was für Rosinenpicker:innen.

      • @festus:

        Klausemann, Krampen, Grittbänz...



        Offensichtlich aber essbar und süß.



        Wahrscheinlich war auch das übliche Marketing mit den Laureaten und mit dem befreundeten BVB-Boss das Treibmittel.



        Die mediale Wirkungsbreite ist noch ausbaubar:



        "Viraler Grittibänz-Hit schafft es über die Landesgrenzen"



        Bei srf.ch



        Weiter dort:



        "Der Österreicher platziert im viralen Video auch seine politische Message. «Gerade jetzt, da versucht wird, unseren Kontinent zu teilen oder von aussen zu beherrschen, ist es wichtig, dass Europa gemeinsam handelt», sagt Van der Bellen."



        /



        Ein heutzutage durchaus einseitig in der Wahrnehmung dominiertes Bild in der Öffentlichkeit, denn:



        "Unklar ist, warum man das Gebäck heute fast nur in männlicher Gestalt sieht. Ein Zürcher Niklausspruch aus 1546 deutet nämlich darauf hin, dass auch weibliche Formen üblich waren."



        Quelle luzernerzeitung.ch



        Weiter dort:



        "Ein «Gritti» ist im Berner Dialekt ein alter, gebrechlicher Mann, der mit gespreizten Beinen geht, denn «grätte»/«gritte» bedeutet «die Beine spreizen, grätschen». «Bänz» ist eine Koseform von Benedikt und ähnlichen, früher beliebten Männernamen."

  • Schöner Kommentar, vielen Dank. Der erste Satz — Ironie vom feinsten!

  • Ach was! Loriot

    “Rede von Friedrich Merz in Davos



    Der große Stutenkerl und die Weltordnung“

    Wen? Bitte! Wunderts?! 🙀🥳🧐



    Nach Arschkriecherballe ging‘s post



    Abhalftern by Angie - straitaway -



    In die mafiöse An&Abfütterungsabteilung



    Des Militärisch-Indistriellen-Banken-Komplex



    Aufsichtsratspöstchen VXXLbisser Arztkommt!



    Nothing else! Wollnichwoll!



    Da - wurde das Rest🧠 & so überhaupt



    Bei sonem christlichen Adenauer-Stipendiaten & bebänderten Mützchen-Buxen vorhanden?



    Weggeblasen = So! Ein Mittelständler paßt in sein & 🍑💨sein engschädeliges Stadt&Welt🌇

    So geht das Kurt Vonnegut



    🧐 “Echten Terror verspürst du, wenn du morgens aufwachst und feststellst, dass deine Klassenkameraden aus der Highschool das Land regieren.“

    • @Lowandorder:

      Na bitte - Bäuerchen - Geht doch! Wollnich

      “Ökonomische und militärische Kraft „sind komplementär, zwei Seiten einer Medaille“, betonte der Bundeskanzler..“



      Na! Wer da keine Komplexe kriegt - 🏦



      💸🤑💰💷💴🪙💲💵💳🧧💱💨

    • @Lowandorder:

      🤖 Was ist der Große Stutenkerl?



      Es ist ein Ehrenpreis, der vom Bäckerinnungsverband West und anderen Verbänden vergeben wird.



      Er würdigt Personen, die sich besondere Verdienste um das Bäckerhandwerk und den Mittelstand erworben haben.



      Wo findet man die vollständige Liste?



      Eine vollständige, chronologische Liste aller Preisträger* wird oft von den Fachzeitschriften des Bäckerhandwerks (wie dem BÄKO-magazin oder Bäckerwelt) veröffentlicht oder auf den Webseiten der Handwerksverbände bereitgestellt.



      Jüngste Preisträger (Auswahl):



      2026: Bundeskanzler Friedrich Merz für seine Unterstützung des Handwerks.



      2023: Hans Peter Wollseifer, Ehrenpräsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks.



      Frühere Preisträger (Beispiele):



      Prof. Rita Süßmuth



      Dr. Helmut Kohl



      Robert Menasse (2019)



      Nora Gomringer (2021)“



      &



      (ps * uns Ohl vermißi ich dort -



      Mit seinem Bäckereibedarfsgroßhandel -



      Post WK II bis inne 70er machte er sich sicherlich ums 👩‍🍳 handwerk verdient!



      Me too als Springer & Stauer - wa!



      Und das paßt auch gut zu Friedrich Merz 😂



      Ware die Noten wieder im Keller:



      “Mößt 👩‍🍳 warrn!“ - Der Lümmel von der letzten



      Bank aus Letzter ☝️ Brilon 🌳 🌲 🦌 🪾 📯 -



      Däh=> Abi Rüthen 🙀

  • Kanzler Merz mag bei BlackRock ein guter Wirtschaftsjurist und Berater gewesen sein.



    Es ist richtig, es braucht den wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland.



    Zu einem guten Kanzler gehhört aber auch politisches Verständnis für die politische Weltlage sowie die innerpolitische gesellschaftliche Situation der Menschen.



    Gesellschaftlichen Frieden und Wohlstand kann man nicht kaufen.



    Es braucht Lösungen im Einklang.

    • @Ratio:

      Na Na Na!



      “Kanzler Merz mag bei BlackRock ein guter Wirtschaftsjurist und Berater gewesen sein.“



      Lassenssich ob solcher Jammergestaltem -



      Mal kein Sand in die Augen streuen! Woll



      Grüßaugust & Türöffner - mehr wird auch denn labbelich Stutenkerl nich gewesen sein!



      Hab ich früh bei uns Koofmich - denn Ohl gelernt!



      Richie - erinnert jemand noch “Ich setz mich mal bei Richie!“ Präsi Weizsäcker?



      (Wolfgang 🚬Neuss)



      Der brüstete sich mal zu “…der Tod kommt aus Ingelheim!“🪞- Boehringer “…da hätte er manche Entscheidung entscheidend beeinflusst!“



      De Ohl - mit zich Jahren in Geschäftsbeziehungen - lachte: “Jung laß dir mal nix erzählen!



      Dee Kooplüd lassen sich doch von sonem Grüßaugust von&🚪zu - nix erzählen!“



      (Und Agent-zu Orange - hat Richie fett gelogen -



      Das ging über seinen Schreibtisch!;(



      (vgl aber JETZT -



      www.spiegel.de/pol...-0000-000013487619 klarstellend)



      Zur Abrundung noch so einer aus der Sorte



      00-Politikaster: Christian Wulf



      (Ich helfe gern Andreas Rebers “Ein Lied für…



      Der kam als Jück aus Osnabrück -



      Aufs Schild von ner stramm CDU-Kanzlei!



      Einer der RA‘s zu meinem Tagungs-Prof.



      “…zieht keinen müden Hering vom 🍽️“ •

      • @Lowandorder:

        Nö, ich lasse mir keinen Sand in die Augen streuen.



        Bin halt einfach ein freundlicher Mensch, auch wenn die Freundlichkeit manchmal Bauchschmerzen verursacht.

    • @Ratio:

      Wenn mit dem wirtschaftlichen Aufschwung eine Neustrukturierung der Weltwirtschaft gemeint ist, stimme ich zu.



      Aber nicht, wenn es nur um mehr von ohnehin zu viel geht.

  • Wir haben da gerade eine Fehlbesetzung, die rebellisch-schmollte, sich dann Blackrock verkaufte, statt mal in der zweiten Reihe das Handwerk zu lernen. Aus einer CDU-Honoratiorenfamilie kommen und launig reden können reichte ja. Was jeden Tag deutlicher wird. Ruck statt Denk.



    Wann wird er ausgewechselt durch z.B. Günther?

    • @Janix:

      Schützenfestzelt Niedereimer tauschen gegen pubertäres Kieler Woche-„Layla"? Es wird Wüst.

      • @Mondschaf26:

        Nicht seine Bestleistung, sonst hat er den rechten Rand aber nicht bedient. Anders als Merz, Spahn und Söder. Wüst hat gar Rüttgers-Termine verschachert und außer Verklemmter-Schwiegersohn-Lächeln wenig zu bieten, deckt Reul und lässt nicht mal die Grünen-Koalitionspartner ihre begründeten Punkte machen.

        • @Janix:

          …anschließe mich

    • @Janix:

      Ja wie? “CDU-Honoratiorenfamilie kommen…“



      Ja. “Mein Opa war kein Nazi!“ Ach was! Loriot

      “Zentrum-NSDAP-SA-CDU-Honoratioren…“



      To be korrekt - Wollnichtwoll •

      • @Lowandorder:

        Ok, ich war noch höflich. Was ich meinte: dass jemandes Lebensoptionen ohnehin vorgebahnt waren. Das Kämpfen und inhaltliche Arbeiten hat er vielleicht 70 Jahre lang nicht wirklich gelernt, Redenschwingen reicht halt nur nicht für alles oberhalb von Dorfbürgermeister oder Landrat - oder mensch müsste begnadet in der Personalauswahl sein, um das zu kompensieren. Das ist Merz auch nicht, musste jetzt wieder eine zentrale Stelle umbauen.

        • @Janix:

          Yes. …anschließe mich

          Wie eine seiner Mitschülerinnen im Zuge seiner frisierten🏍️Lügengeschichten bekundete:



          “Mußte immer das letzte Wort haben!“ & die Lusche kann zudem das 💦 nicht halten!



          Und ebenso Friedrich Küppersbusch

  • Wo war der Mann eigentlich in den letzten Tagen? Hat sich scheinbar unsichtbar gemacht. Und ich zitiere den Fritz mal:

    "Keiner von denen hat sich so jämmerlich verhalten wie der deutsche Bundeskanzler in der letzten Woche."

    Da hat er wirklich, wirklich recht.

  • Stark unterschieden haben sich die Reden von Trump und Merz nicht - ich hätte nicht gedacht, dass Herr Asmuth die Rede von Trump für doch so gut halten würde, dass man sie mit irgendetwas vergleichen kann, was jemals ein deutscher Bundeskanzler in der Öffentlichkeit von sich gegeben hat.

  • Schlimmster Kanzler seit es Deutschland gibt.

  • Können wir nicht auch darüber reden, warum Linke und Grüne Mercosur in Brüssel ablehen und hier mit knallharten Nazis abstimmen. Wenn dies im Bundestag passiert wäre, und CDU mit der AfD stimmen würde, dann fliegen die Fetzen - auch hier in der taz. Was gestern in Brüssel passiert ist ein DAMMBRUCH. Es geht um Arbeitsplätze und regelbasierte Weltordnung. Und Gründe stimmen mit Nazis dagegen

    • @casio:

      Und was soll das mit Merz und seiner Davos-Rede zu tun haben?

      • @Barnie:

        Stimmt schon, hats nicht. Man könnt aber auch fragen, obs wirklich den x-ten Artikel über Merz brauch, auch wenn der an Substanz ziemlich wenig zu bieten hat, während im EU-Parlament Dinge passieren, für die Merz genau hier über Wochen eine enorme Breitseite bekommen hat.



        Während es damals Dutzende Artikel über die Brandmauer, Merz und "den Abriss der Demokratie" gab, muss man Kritik an der gemeinsamen Mercosurabstimmung von Rechtsaußen/Linksaußen und Grünen mit der Lupe suchen. Da kann man schon mal nnachfragen.

    • @casio:

      Ich will sie ja nicht enttäuschen, aber Grüne und Linke stimmen regelmäßig gegen Dinge, gegen die auch die AfD stimmt. Das ist allerdings kein Dammbruch, sondern schlicht und einfach das Wesen der Arbeit in der Opposition. Auch wenn Sie hier lieber einen Skandal sehen würden.

      • @pumble:

        Die Grünen haben zusammen mit den Braunen nicht GEGEN etwas gestimmt. sondern FÜR etwa. Ein Unterschied zu der Zusammenarbeit zwischen CDU und AfD im Bundestag existiert also nicht.

      • @pumble:

        Die grüne Europaabgeordnete Anna Cavazzini im taz-Interview über den Antrag auf Prüfung des Mercosur-Abkommens durch den EuGH: "Es hat eine Mehrheit aus allen Fraktionen dafür gestimmt. Das zeigt, dass die rechtlichen Bedenken nicht aus der Luft gegriffen sind." ( taz.de/Gruene-Hand...-Vertrag/!6147761/ )

        Ja, es hat eine Mehrheit aus allen Fraktionen dafür gestimmt, auch 13 AfD-Abgeordnete, ohne die es die knappe Mehrheit von 334 gegen 324 nicht gegeben hätte, auf die sich Cavazzini zur Untermauerung ihrer rechtlichen Bedenken beruft. Und es hätte die Mehrheit auch nicht gegeben, wenn die 8 deutschen Grünen-Abgeordneten, die für den Antrag gestimmt haben, dagegen gestimmt hätten.

        Es freut sich Björn Höcke: „Das Mercosur-Abkommen wurde heute in letzter Minute in Straßburg gestoppt. Jetzt muss der EuGH entscheiden. Die ESN-Fraktion gab den Ausschlag bei der Abstimmung. Gratulation an René Aust und seine Mannschaft!“ ( www.msn.com/de-de/...rcosur/ar-AA1UJovH )

        Die "Brandmauer" soll wohl nur für die CDU/CSU gelten.

      • @pumble:

        Bei der Abstimmung im Bundestag waren sowohl Union und AfD in der Opposition, damals ging die Welt unter. Das selbe jetzt bei Grünen und Linken zu verteidigen ist nur heuchlerisch.

      • @pumble:

        Wenn das alles so normal ist, weshalb wurde die CDU erst vor einem Jahr hart angegriffen (insbesondere durch die Grünen), als ein Antrag wegen der Stimmen der AFD durchging?

        Wenn das alles so normal ist, warum wird der Beschluss von den deutschen Grünen dann so heftig kritisiert?

        Wenn das alles so normal ist, weshalb rudern deutsche grüne EU Politiker inzwischen. reumütig zurück und versprechen Besserung für die Zukunft?

      • @pumble:

        Falsch, es wurde nicht irgendwie gegen etwas gestimmt, sondern aktiv mit diesen und anderen Rechten für eine gerichtliche Überprüfung. Und die wäre ohne die 15 AfD-Stimmen (von anderen Rechten ganz zu schweigen) nicht zustande gekommen. Man hat sich aktiv mit der AfD gemein gemacht zu einem gemeinsamen Ziel

      • @pumble:

        Grüne und AfD haben hier gemeinsam FÜR etwas gestimmt.