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Klimabewegung fordert RücktrittEs reicht mit Reiche

Weil sie Klimaschutz verunmögliche, fordert Fridays for Future die Wirtschaftsministerin auf, ihr Amt niederzulegen. Unterstützung kommt aus der Pflege- und Heizungsbranche.

Die Klimabewegung Fridays for Future fordert den Rücktritt von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Dabei erhält sie Unterstützung: Am Mittwoch stellten sich Ver­tre­te­r*in­nen aus Heizungsbranche und Gesundheitsbereich hinter die Forderung. Carla Reemtsma, Sprecherin von Fridays for Future Deutschland, begründet den Vorstoß damit, dass Reiche immer wieder die Interessen der fossilen Industrie unterstütze. Das mache sie aus ihrer Sicht „zu einer Person, die in dieser gesamten Koalition Klimaschutz verhindert und verunmöglicht“.

Die Klimaaktivistin kritisiert insbesondere den geplanten Ausbau von Gaskraftwerken sowie die vorgesehenen Änderungen am Heizungsgesetz. Dadurch werde eine „riesige neue fossile Abhängigkeit“ geschaffen und der Ausstoß von Treibhausgasen nicht in dem notwendigen Tempo gesenkt.

Mit dem geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) will die Bundesregierung zentrale Vorgaben des Heizungsgesetzes der Ampelregierung zurücknehmen. Dazu gehört vor allem, das geplante Ende des Betriebs fossiler Gas- und Ölheizungen bis 2045 aufzuheben und deren Nutzung dauerhaft zu ermöglichen.

Neue fossile Heizungen sollen künftig bestimmte Vorgaben erfüllen: Sie müssen schrittweise einen steigenden Anteil klimafreundlicher Brennstoffe verwenden. Vorgesehen ist eine steigende Beimischung etwa von Biomethan oder synthetischen Kraftstoffen – wie genau diese Mengen verfügbar werden sollen, ist jedoch offen.

Immer mehr Not­fall­pa­ti­en­t*in­nen

Reemtsma warnt, dass die Pläne dazu beitragen könnten, dass Extremwetter wie die jüngste Hitzewelle künftig häufiger und intensiver auftreten. „Menschen zu schützen und dafür zu sorgen, dass unsere Infrastruktur nicht weiter kaputtgeht, bedeutet eben auch, Emissionen zu reduzieren“, sagt die Aktivistin.

Klimawissenschaftlerin Friederike Otto hebt hervor, dass die jüngste Hitzewelle nur durch den menschengemachten Klimawandel so heiß ausfallen konnte. „Diese zwei Grad oder drei Grad, die können den Unterschied für ganz viele Menschen zwischen Leben und Tod ausmachen“, sagt die Forscherin vom Imperial College London.

Das weiß auch Anja Vogt, Intensivpflegerin im Vivantes Krankenhaus Neukölln. Fehlende Klimatisierung, überhitzte Räume und chronische Unterfinanzierung führten zu schwierigen Arbeitsbedingungen für Beschäftigte. Zudem würden bei extrem hohen Temperaturen häufiger Not­fall­pa­ti­en­t*inn­nen eingeliefert werden: „Die kommen, weil sie überhitzt sind, weil sie zu wenig getrunken haben, und liegen dann in Zimmern, die genauso heiß sind wie ihre Wohnungen, aus denen sie wahrscheinlich kommen.“

Heizungsinstallateur beklagt Unsicherheit

Die geplanten Veränderungen im Heizungsgesetz kritisiert der Heizungsinstallateur Michael Hoppe scharf. Es gebe keinen Grund, das bestehende Gebäudemodernisierungsgesetz zu ändern, da es der Branche erstmals einen langfristigen Fahrplan für den Umgang mit Heizungen und Gebäuden gegeben hätte. Die mit Strom betriebenen Wärmepumpen seien eine bewährte Technologie und in der Gesellschaft zunehmend akzeptiert. Doch dafür soll nun die Förderung gekürzt werden.

„Wir wissen, wohin die Reise gehen muss, und rennen mit aller Gewalt in die andere Richtung“, moniert Hoppe. Die andauernde Diskussion über Änderungen im Heizungsgesetz habe zu einer „riesengroßen Verunsicherung“ am Markt geführt. Die Wärmewende müsse aus seiner Sicht mit erneuerbaren Energien vorangetrieben werden – auch, um Deutschland unabhängiger von fossilen Energiequellen zu machen.

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65 Kommentare

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  • Und ich dachte wir machen jetzt endlich wirklich was für das Klima. Mit Logik und Sachverstand. Und nicht nur mit Ideologie wie unter der Ampel.

    • @Jan Grobe:

      Die Ampel hat deutlich !!!! weniger ideologisch agiert als diese Lobbyregierung.

  • Das Heizungsgesetz ist mit den Subventionen für Wärmepumpen so eine Art Goldmine für die Heizungsbauer geworden.



    In Deutschland sind Wärmepumpen deutlich teurer als anderswo, eben wegen der Subventionen. Gleiches kann man bei E-Autos feststellen.



    Staatsgeld erhöht direkt die Gewinne der Hersteller, Händler und Handwerker vor Ort.



    Damit ist eine neue Lobby geboren worden, die an der Seite der Umweltaktivisten kämpft.



    Nicht aus idealistischen, sondern aus monetären Gründen.

    • @Karl Murx:

      Umweltaktivisten wollen nicht die Subvention für die Wärmepumpe. Sie wollen endlich die nötige Energiewende bei Wärme und ein Ende der teuren und ineffizienten Verbrenner-Dinos in den Kellern.

      Das kann etwa Wärmepumpe bedeuten. Das zu starten, da reicht, den Schaden durch Verbrennung auch endlich einzupreisen. Das wäre bereits der recht rasche Tod für Verbrenner. Keine Subvention mit sozialer Schieflage nötig.

      Und nebenbei das, was ein liberaler Wirtschaftswissenschaftler m/w/d auch fordern muss, bei Konsequenz.

  • Was hat man denn von dieser Lobbyistin erwartet? Katherina Reiche (CDU) war bereits von 2009 bis 2013 als Staatssekretärin unter dem damaligen "Umweltminister" Peter Altmaier (CDU) für die Energiewende zuständig. In diese Zeit fiel eine drastische Kürzung der Solarförderung, die den Zubau massiv einbrechen ließ. Seitdem wird der globale Solarmarkt heute fast vollständig von China beherrscht.

    Für wen macht Katherina Reiche eigentlich Politik? Nun ja, für uns Bürger und unsere Kinder und Enkel sicherlich nicht. Von uns Bürgern bekommt sie aber dennoch ein gutes Ministergehalt (aus Steuergeldern) gezahlt. Ist das nicht paradox?

    "BlackRock-Fritz" und "Gas-Kathi" werden schon dafür sorgen, dass der Klimawandel auch weiterhin mit CO2 'gefüttert' wird und Temperaturen in Europa im Sommer mit über 40 Grad Celsius bald zur Normalität gehört.

  • Jemand macht nicht das, was ich persönlich gutheiße oder richtig finde. Solange es im Rahmen des Grundgesetzes bleibt: Pech für die nächsten Jahre, und wer ist da nicht zur Wahl gegangen oder hat gar die Union gewählt?

    Reiche könnte aber ein anderer und schwererer Fall sein. Was sie macht ist mehrheitlich wohl auch jenseits meiner "Brille" unlogisch, teuer, gefährlich, gegen Deutschlands Verpflichtungen, politische Zusagen etc.

    E.ON-Birnbaum hätte statt einer fleißigen brüllenden Sockenpuppe sich schon selbst auf den Ministerstuhl begeben müssen, auch wenn der wohl denken kann. Birnbaum, nicht der Stuhl.

  • Hatte ein gewisser Habeck nicht von 72 weiteren zu bauenden Gaskraftwerken gesprochen und Reiche setzt dies jetzt um bei dem einen war es top bei der anderen ist es Lobbyismus?

    • @Reinero66:

      Die Pläne ähneln sich stark, auch wenn Reiche ursprünglich fast doppelt so viele Gaskraftwerke bauen wollte.



      .



      Einer der größten Unterschiede liegt beim H2. Habek wollte das 0.5 GW direkt nur mit H2 betrieben werden und in 8 Jahren der Rest umgestellt wird. Reiche streicht die reinen H2 Kraftwerke und die feste Frist und setzt lieber auf "Technologieoffenheit".



      .



      Unterm Strich ähneln sich die Pläne sehr stark, aber nur weil Reiche nicht ihr eigentliches Vorhaben umsetzen kann. Und dann kommt eben noch der ganze Rest, den die Ministerin so macht.

    • @Reinero66:

      Keine Ahnung, wo Sie diese Zahl her haben. Korrekt ist:

      "Konkret haben sich der Bundeskanzler, der Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz und der Bundesfinanzminister darauf geeinigt, dass neue Kraftwerkskapazitäten im Umfang von bis zu 4 mal 2,5 GW als H2-ready Gaskraftwerke im Rahmen der Kraftwerksstrategie kurzfristig ausgeschrieben werden, die ab einem 2032 festzulegenden Umstiegsdatum zwischen 2035 und 2040 vollständig auf Wasserstoff umstellen sollen."

      Quelle: www.bundeswirtscha...erksstrategie.html

      "Im Rahmen der Kraftwerksstrategie werden in einem ersten Schritt noch in diesem Jahr 12 Gigawatt (GW) neue, steuerbare Kapazität ausgeschrieben. Sämtliche Kraftwerke, die im Rahmen der Kraftwerksstrategie gebaut werden, werden wasserstofffähig sein und spätestens bis zum Jahr 2045 vollständig dekarbonisieren. "

      Quelle: www.bundeswirtscha...erksstrategie.html

      • @Klabauta:

        Ich korrigiere mich es geht um mindestens 50 Kraftwerke



        Quellen Tagesschau vom 4.2.2024, Handelsblatt vom November 2024, ...

    • @Reinero66:

      Mit dem kleinen Unterschied, dass Reiche sinnloserweise noch deutlich mehr Gaskraftwerke bauen lassen wollte. Das verstößt aber zum Glück gegen EU-Recht.

  • Frau Reiche ist nicht einmal "nah an der Wirtschaft". Die Heizungsbranche, ebenso wie Firmen im Umfeld der Elektrifizierung und der EE stellen einen erheblichen Teil unserer Wirtschaft dar und insbesondere einen, der für unsere Zukunft sehr große Chancen und sehr große Bedeutung birgt.

    Von diesem Teil der Wirtschaft könnte Frau Reiche nicht weiter weg sein. Sie steht für die Wirtschaft von gestern.

  • Frau Reiche scheint mir noch eine der Vernünftigeren innerhalb der Regierung zu sein. Das der Klimaschutz nicht mehr den sehr hohen Stellenwert ihres grünen Vorgängers Habeck hat, ist nachvollziehbar. Dass Reiche die Interessen der Bürger (die die Klimamaßnahmen bezahlen müssen) und die Interessen der Industrie (auch der fossilen) vertritt, sollte selbstverständlich sein.

    Es geht um eine realistische und realisierbare Politik für Deutschland, nicht um Extrempositionen der Befürworter oder Gegner des Klimaschutzes. Diesen moderaten Mittelweg beschreitet m.E. Reiche.

    • @Black & White:

      Sind das jetzt schon die neuen millionenteure PR-Berater Reiches (Mai 2026), deren Worte hier durchtröpfeln?

      Klimaschutz war in der Ampel noch viel zu wenig im Fokus, wenn mensch es eben volkswirtschaftlich sieht.



      Reicht schon, um ins Soufflé zu pieksen.

    • @Black & White:

      "Dass Reiche die Interessen der Bürger (die die Klimamaßnahmen bezahlen müssen) und die Interessen der Industrie (auch der fossilen) vertritt, sollte selbstverständlich sein."

      Welche der von Reiche vertretenen Positionen sind im Interesse der Bürger?

    • @Black & White:

      "Dass Reiche die Interessen der Bürger (die die Klimamaßnahmen bezahlen müssen) und die Interessen der Industrie (auch der fossilen) vertritt, sollte selbstverständlich sein."

      Frau Reiche vertritt ausschließlich die Interessen der fossilen Industrie. Denn verpasster Klimaschutz wird teuer:

      "Zusammengenommen entsteht zwischen 2025 und 2050 aufsummiert ein Wertschöpfungsverlust (gemessen am preisbereinigten BIP) in Höhe von ca. 690 Mrd. Euro. (...) Bis 2030 sind die Verluste noch sehr niedrig. Im Zeitraum 2031 bis 2040 reduziert sich das BIP durch die Klimakrise um insgesamt 200 Mrd. € und in den nachfolgenden zehn Jahren kommen weitere 460 Mrd. € hinzu."

      Und wer zahlt, in € und Toten? Dreimal dürfen Sie raten...



      Aber die Lage ist nicht vollkommen hoffnungslos:

      "Die Klimaanpassungsmaßnahmen wirken für sich genommen durch ihren investiven Charakter positiv auf die Wertschöpfung: Das reale BIP fällt bis 2050 um insgesamt 600



      Mrd. € höher aus. Allerdings reichen die Summen nicht aus, um die Kosten des Klimawandels vollständig aufzufangen. Bis 2050 verbleiben noch Verluste von insgesamt 90 Mrd. €

      Quelle: papers.gws-os.com/...archreport25-1.pdf

      • @Klabauta:

        Ihre beigefügte Szenario-Rechnung weist trotz ernsthafter inhaltlicher Schwächen (z.B. Schadenstreppe) und vieler Annahmen auf das viele Probleme hin und versucht den möglichen Schaden zu quantifizieren. Aufgrund der Komplexität des "Klima-Themas" ist dies sicherlich auch ein sehr schwieriges Unterfangen eine halbswegs realistische Prognoserechnung zu liefern. Als "Warnung" vor möglichen Schäden halte ich diese Rechnung trotzdem für interessant.

        Ihre Aussage, dass Frau Reiche NUR die Interessen der fossilen Industrie verfolgt, halte ich für unausgewogen und nicht für haltbar. Wenn sie sich näher mit der Politik von Frau Reiche beschäftigen, werden Sie vielleicht auf anderen Ideen kommen. Wo Habeck sich eher hauptsächlich um den Klimaschutz mit wenig Rücksicht auf Verluste (bspw. Überforderung Bürger Heizungsgesetz) gekümmert hat, möchte Reiche den Klimaschutz fördern, ohne die Wirtschaft und der Bürger zu überfordern. Beispiele hierfür sind: Senkung der Strompreise, Förderung Wasserstoff, Effiziente Integration erneuerbarer Energien. etc.)



        Nicht alles, was Frau Reiche plant ist gut, aber Sie undifferenziert in Bausch und Bogen zu verurteilen halte ich für unseriös.

        • @Black & White:

          Wer zahlt den die völlig überdimensionierte Anzahl neuer Gaskraftwerke? Frau Reiche? Die Gaswirtschaft, die Gewinne aus dem Gasverkauf einstreichen? Es wird im Umlageverfahren der Stromkunde sein. Bin mal gespannt, wer die Stillegung der Werke in 5 bis 10 Jahren, wenn sich herausstellt, dass niemand Gas in der Menge abnimnt, übernimmt. Frau Reiche ist Lobbistin, der Bürger, die Bürgerin sind ihr egal.

          • @Heinz Kurtenbach:

            In der ersten Ausbaustufe wurde die Leistung auf 12 GW begrenzt, hier von überdimensioniert zu sprechen halte ich für gewagt. Gerade der Mix aus erneuerbaren Energien in Kombination mit flexiblen Gaskraftwerken ist die Gewähr, dass der zügige Ausbau der Erneuerbaren Energien weitergeht, das Risiko für unsere Land bei Dunkelflauten aber begrenzt ist, zum Wohle der Wirtschaft UND der Bürger.

            Übrigens: bei der Dimension der Planung von neuen Gaskraftwerken war Habeck von Reiche nicht wirklich weit weg. Vermutlich war Habeck auch ein Lobbyist der Wirtschaft. ;-)

    • @Black & White:

      Es geht eben nicht um eine "realistische und realisierbare Politik für Deutschland", sondern um eine Extremposition der Gaslobby und des fossil-Kapitals. Dass die einseitige Umsetzung von Interessen der Wirtschaftslobby für sie selbstverständlich sein sollte und nicht die Interessen der Bürger des Landes, ist auch traurig genug...

      • @Schmetterling:

        "Es geht eben nicht um eine "realistische und realisierbare Politik für Deutschland", sondern um eine Extremposition der Gaslobby und des fossil-Kapitals."



        Woher wissen Sie das? Können Sie das begründen?



        (Bitte nicht wieder die Gaskraftwerke. Die werden für Kohleausstieg und Wärmepumpen gebraucht.)

      • @Schmetterling:

        Wenn Sie sich mit der Politik von Frau Reiche näher beschäftigen würden, kämen Sie wahrscheinlich nicht auf diese Schlußfolgerung. Natürlich ist es wichtig, dass sich eine Wirtschaftsministerin um eine stabile Wirtschaft kümmert, sonst hätte sie ihren Job verfehlt.

        Darüber hinaus unterstützt sie die Bürger effektiv (auch wenn sie noch Luft nach oben hat). Paradebeispiel ist das stümperhafte Heizungsgesetz (Entwurf) von Habeck, das für viele Heizungsbesitzer zum wirtschaftlichen Ruin geführt hätte. Durch die Entschärfung dieses Gesetzes ist es für die Bürger jetzt deutlich einfacher die Verpflichtungen zu erfüllen: ein Gewinn für den Klimaschutz und eine höhrere Akzeptanz des Klimaschutzes durch die Bürger bei gleichzeitiger Entlastung: ich nenne das pragmatische und realisierbare Politik. Klimapolitische Maximalforderungen helfen uns nicht weiter.

        • @Black & White:

          Nicht falsch verstehen: ich suche und finde auch bei Frau Reiche bedenkenswerte Punkte darunter.



          Aber jenes Springerpressen-Narrativ von "wirtschaftlicher Ruin" alias der dauernde "Heizhammer", das glaubte ich inzwischen ausgeheilt.



          Das Gegenteil. Dass eine Heizung ausgetauscht werden muss, so oder so, ist bekannt, dafür gibt es Rücklagebildung bzw. mal den Kredit von der Bank oder Nachbarn oder mal untervermieten. Teuer wird die aus Ignoranz frisch gekaufte Heizung, die schon in 10 Jahren als wertlos rausfliegen muss. Das abzuwehren war sehr verdienstvoll. Das mit "Biogasbeimischung" (wir haben nicht genug davon!) zu vernebeln und Leute voll gegen die Wand laufen zu lassen, ist e.on pur und schadet allen anderen. Außer Reiche, die dann offene e.on-Lobbyistin geworden ist.

  • Frau Reiche macht genau das , was die Wirtschaftslobby von ihr verlangt .



    Klar , sie muss weg , aber eben nicht nur sie !

  • Wie möchte Frau Katharina Reiche nur mit der Verantwortung der ganzen Hitzetoten leben ? Kann sie da noch reich - äääh ruhig schlafen werden ?

    • @Alex_der_Wunderer:

      „Kann sie da noch reich - äääh ruhig schlafen werden ?"



      --



      Ruhig schlafen? Leider nicht. Die Klimaanlage brummt zu sehr.

    • @Alex_der_Wunderer:

      Aber sicher. Für die Schaffung von Schutzräumen gegen Hitze und einem entsprechendem Umbau der städtischen Infrastruktur sind die Kommunen zuständig. Frau Reiches Verantwortung hinsichtlich des Klimawandels ist angesichts ihrer noch recht kurzen Dienstzeit und den marginalen Folgen ihres Wirkens (im globalen Kontext gesehen) nicht messbar. Wenn man darüber hinaus noch berücksichtigt dass die gegenwärtige Hitzewelle nur eine nachgelagerte Folge von früheren Vergehen ist, trifft sie gar keine Schuld.

    • @Alex_der_Wunderer:

      Da tun Sie Katherina Reiche (Lobbyistin, CDU-"Ministerin" und dreifache Mutter) aber unrecht, denn Frau Reiche macht sich schon seit 2009 große Sorgen um die nachfolgenden Generationen, wie man in diesem herzergreifenden Interview (was CDU.TV mit ihr geführt hatte) sehen und fühlen kann. Ich war kurz davor zum Taschentuch zu greifen, weil ich Tränen in den Augen hatte. 😅🤣😂

      ***Katherina Reiche im Gespräch: Umwelt und Klimaschutz*** www.youtube.com/wa...v=2YPiGZ7qedw&t=1s

  • Warum sind sich alle so sicher, dass Frau Reiche aus reinem Lobbyismus so handelt?

    Könnte es nicht auch sein, dass der lautstarke Protest gegen ihre Wirtschaftspolitik ebenfalls von eine bestimmten Lobby lanciert wird? Wer sich die Gewinne von Windkraftbetreibern, Wärmepumpenherstellern, Solarflächenvermietern und Stromverkäufern so anschaut, könnte auch etwas anderes vermuten. Das Siegel der grünen Nachhaltigkeit ist so verlockend schön, dass viele gar nicht mehr dahinter schauen.

    • @Leo Onlin:

      Wie sehen denn die Umsätze der in Deutschland vertretenen Konzerne, die mit fossilen Energien Geschäfte machen, in Relation zu jenen, die mit regenerativen Energien ihr Geld verdienen, aus? Oder wollen Sie das vorsichtshalber lieber nicht wissen?

    • @Leo Onlin:

      Unternehmensgewinne als einziges Argument anzuführen bedeutet, kein Argument zu haben.



      Denn natürlich und logischerweise werden Unternehmen nur geführt, wenn sie auch (zumindest erwartbar) Gewinne abwerfen. Sonst würde niemand ein Unternehmen gründen, finanzieren, betreiben. So funktioniert nun mal Wirtschaft.



      Die unlautere Einflußnahme muss schon irgendwo sichtbar und nachweisbar sein.



      Die Argumente für und wider erneuerbare bzw. fossile Energien sind ja bekannt. Und da sehe ich nicht, warum man sich mehr als unbedingt nötig auf Fossile stützen sollte. Das macht überhaupt keinen Sinn.

      • @Sonderzeichen:

        In Deutschland bezahlen wir (unnötig) viel für die Energiewende. Das ist Folge einer geschickten Lobbyarbeit, zu der mittlerweile auch das Beschimpfen von Frau Reiche gehört, da sie die Förderungen (und damit den zusätzlichen Gewinn) begrenzen möchte. Durch die Ausschaltung des freien Marktes bei der Energieerzeugung steigen die Preise weiter und unser aller Wohlstand sinkt. Den Profiteuren ist das egal.

    • @Leo Onlin:

      Ändert das was an der Schädlichkeit von fossilen Investitionen?

  • Ich weiß, es wird hier nicht gerne gelesen, aber den Neubau von 72 Gaskraftwerken hat ein gewisser Habeck zu seiner Zeit angewofen!



    Und hat ohne Not einen sofortigen Abbau der Atommeiler angeordnet.

    • @Reinero66:

      Nicht immer auf die wunde Stelle.

  • Zu meinen, dass Deutschland den Klimawandel alleine verlangsamt, ist absoluter Quatsch.



    Frau Reiche sorgt dafür, dass viele Haushalte nun eben nicht in die Abhängigkeit von einer WP gedrängt werden, sondern weiterhin eine Wahl haben.



    Niemand weiß, welche "klimafreundlichen" Stoffe in der Zukunft entwickelt werden.

    • @Hennes:

      Woher kommt denn die umwerfende Erkenntnis, dass Deutschland den Klimawandel alleine bewältigen will? Ist das nicht Propaganda aus bestimmten Ecken unserer politischen Gesellschaft? Viel wichtiger ist Verantwortungsbewusstsein, gerade für eine Nation wie die unsere - das allein reicht fast schon aus, alle verfügbaren Möglichkeiten zwingend zu nutzen.

    • @Hennes:

      Diesen Kommentar zu kommentieren ist überflüssig, dass musste mal gesagt werden.

    • @Hennes:

      Schon wieder so ein "technologieoffenes" Wolkenkuckucksheimposting. Whataboutismus und NIMBY vom Gröbsten.

  • Wie schade, dass sie auch nach dem dringend erforderlichen Rausschmiss wahrscheinlich noch lebenslang sehr gut auf unsere Kosten leben und nicht in einer unklimatisierten Dachwohnung oder Pflegeheimstation landen wird, um den Klimawandel richtig genießen zu können.

  • Leider muss auch ich sagen, dass Frau Reiche für das Amt der Wirtschaftsministerin ungeeignet ist.

  • Ich schließe mich dieser Forderung gerne an. Der Einfachheit und Effizienz halber sollten wir Frau Reiche aber einfach fragen was bzw wieviel sie dafür gerne hätte.

    • @Powow:

      Es ihr aber natürlich nicht geben.

  • Ich die Frau den schlechter als die anderen Minister ?



    Ich bin mir da nicht sicher.

    Ich sehe das eher so, dass genau diese politische Richtung in unserer Regierung breitesten Konsenz findet.

    Und daraus kann man nur die Konsequenz ziehen dass nicht nur die Reiche ihren Hut nehmen muss.

    Und davor zöge ich dann den Hut !

    • @Bolzkopf:

      Die Aufgabe einer/s Wirtschaftsministerin/s ist, die Wirtschaft voranzubringen. Das bedeutet vereinfacht, dass die Tätigkeit zu höheren Reallöhnen und Wachstum führen sollte. Stimmen Sie zu, dass wir diesbezüglich von Frau Reiche bisher viel zu wenig gesehen haben?



      Ob einzelne Ideen oder Maßnahmen in der Regierung Beifall finden, ist für die Bewertung eigentlich egal.

      • @Aurego:

        "Das bedeutet vereinfacht, dass die Tätigkeit zu höheren Reallöhnen und Wachstum führen sollte."

        Ich glaube, dass in den letzten Jahrzehnten kein einziger WiMi seine Aufgabe in der Steigerung des Reallohnes gesehen hat. Und Reiche schon mal gar nicht.

        • @Kaboom:

          Von den rot-grünen Reformen unter Schröder und Fischer hat die Folgeregierung 16 Jahre lang gelebt. Wer war doch gleich unter Schröder Wirtschaftsminister? Das waren Werner Müller und Wolfgang Clement.



          Aber im Schnitt ist der Reallohnindex in den letzten 20 Jahren jährlich im Schnitt tatsächlich um ca. 0,5%-0,6% gestiegen. Deutliche Einbrüche gab es zu Begin der Pandemie und zum Beginn des Ukraine-Krieges.

          • @Aurego:

            "Von den rot-grünen Reformen unter Schröder und Fischer hat die Folgeregierung 16 Jahre lang gelebt."

            Eine Behauptung, die noch nie bewiesen wurde, aber von gewissen Kreisen gebetsmühlenartig seit über 20 Jahren wiederholt wird.

            "Wer war doch gleich unter Schröder Wirtschaftsminister? Das waren Werner Müller und Wolfgang Clement.



            "



            Jo. Die größten Vernichter von Wohlstand von Arbeitnehmern seit Gründung der Bundesrepublik.

            "Aber im Schnitt ist der Reallohnindex in den letzten 20 Jahren jährlich im Schnitt tatsächlich um ca. 0,5%-0,6% gestiegen. "

            Im Schnitt schon. Nachdem der Reallohn seit 2003 ohne Unterlass gesunken war, überschritt der Reallohn 11 Jahre nach Beginn des neoliberalen Irrsinns das erste Mal wieder das Niveau von 2003.

            www.bpb.de/themen/...chland-und-europa/

            Vergleicht man das jetzt mit dem Wirtschaftswachstum, kann man getrost konstatieren, dass das Werk von Clement, Müller, Riester, Schröder, Steinmeier und wie die alle hießen dazu geführt hat, dass hunderte Milliarden Euronen in dieser Zeit an den Taschen der Leute vorbeiflossen, die das Geld erwirtschaftet hatten.

            • @Kaboom:

              Sie merken aber schon, was Sie da gerade für einen Unsinn erzählt haben? Sie vergaßen auch zu erwähnen, dass wir von 1994 bis 2006 Arbeitslosenquoten über 9%, in einigen Jahren sogar über 10% hatten.



              Dass 1998 Rot-Grün die Wahl gewann, war eher eine Folge der wirtschaftlichen Schwäche als deren Ursache. Natürlich waren die Hartz-Reformen durchaus ein Grund dafür, dass es wirtschaftlich wieder besser lief, auch wenn sie für manche sehr schmerzlich waren, allerdings wissen wir alle, dass solche Reformen einige Jahre benötigen, um ihre volle Wirkung zu entfalten. Geerntet hat diese Früchte Frau Merkel. Leider wurde unter Schröder vergessen, den Mindestlohn als wichtiges Element der sozialen Stabilisierung parallel zu dem sehr viel stärkeren Zwang, jede beliebige angebotene Stelle anzunehmen, einzuführen.

              Davon abgesehen: An mir ist da nichts "vorbeigeflossen". Der "neoliberale Irrsinn" hat schon zur Zeit von Helmut Kohl begonnen. Man musste aber davon zu profitieren wissen.

    • @Bolzkopf:

      Zur Wahrheit gehört dazu, dass große Teile des Wahlvolkes sich diese Politik so gewünscht haben. Es ist ja nicht so als ob CDU oder SPD neue Parteien ohne Vorgeschichte wären. Und ein weiteres Fünftel unterstützt sogar eine rechtsextreme Putin-Partei, welche den Klimawandel als Unfug abtut.

      • @Okti:

        Ich glaube nicht, dass sich dass Wahlvolk genau diese Politik gewünscht hat. Vielmehr glaubte das Wahlvolk anscheinend den Narrativen von der angeblichen Wirtschaftskompetenz der CDU/CSU und übersah, dass die Repräsentanten dieser Parteien hauptsächlich Schönwettermanagement beherrschen. Sobald es schwierig wird, versagen sie regelmäßig.

        • @Aurego:

          Wie gesagt, die CDU ist kein unbeschriebenes Blatt. Ihre Unfähigkeit im Sinne der Gesellschaft zu regieren hat sie in den letzten Jahrzehnten mehr als deutlich zur Schau gestellt. Auch unter Merkel und Kohl hat sie nur verwaltet und keine Wirtschaftskompetenz suggeriert. Sprich, wer diese Partei wählt, weiß genau was es bringt. Das gleiche kann mensch auch über die SPD sagen. Scholz und Schröder haben beide ihre angebliche Klientel, die Lohnarbeiter:innen, in die Pfanne gehauen. Korruptionsskandale haben beide Parteien auch en Masse vorzuweisen.



          Daher macht Ihre Argumentation zugunsten des Wahlvolkes keinen Sinn.



          Am Ende des Tages gilt für Wahlen meist: Dummheit wird bestraft.

          • @Okti:

            Sie schreiben "wer diese Partei wählt, weiß genau was es bringt."



            Das bezweifle ich zum Teil aus zwei Gründen:



            1. Die WählerInnen, die Kohl und Merkel gewählt haben, sind nicht unbedingt dieselben WählerInnen, die Merz als Kanzler wollten.



            2. Das Gedächtnis der Menschen ist extrem kurz. Kaum jemand erinnert sich an die Zeit vor 50 Jahren und wenn, dann eher an das Planschbecken in Omas Garten (wenn sie denn einen hatte), als an die Politik von damals. Kohl kennen viele nur wegen der Wiedervereinigung, an die damalige Wirtschaftspolitik erinnert sich kaum jemand. Dann kamen Schröder und Fischer und, nachdem beide die Wirtschaft wieder ins richtige Fahrwasser gebracht hatten, durften sie gehen, weil sie den größtenteils konservativen Reihenmittelhausbesitzern und Etwas-Besser-Verdienern (die Angst hatten, bei Jobverlust Hartz-IV beantragen zu müssen) zu schnell, zu modern und zu unsympathisch waren. Merkel wusste, dass Schröder wegen der Hartz-Reformen abgewählt worden war, wollte und konnte diese Reformen jedoch nicht zurücknehmen, weil sie wirtschaftlich von ihnen lebte. Leider hat jedoch die deutsche Wirtschaft verpennt, die Neuentwicklungen in den USA ("Neuland") ernst zu nehmen.

  • Rücktritt ist das Eine, Rausschmiss das Andere. Die gehört vor ein Gericht: Meineid, bewusste Schädigung der Volksgesundheit, Lügen und ziemlich offenkundige Korruption, oder wie will man ihre Hörigkeit gegenüber der fossilen Wirtschaft sonst erklären?



    Doch Merz tickt sehr ähnlich und der sollte gleich mitgehen - bei 17% Zustimmung ist das eh kein Verlust.

    • @Perkele:

      @Perkele



      👍👍 Genau so schaut's aus, wenn nicht sogar noch viel schlimmer !

  • Mittlerweile sieht es doch so aus, das der Einfluss der Lobbyisten in das politische System so weit hineinreicht, das alles, was mit Demokratie Entscheidungen zu tun hat, Entscheidungen die dem Volk zu gute käme, dem Geldbeutel jedes Bürgers, zugunsten der Großkonzerne weg radiert werden soll.



    Übermacht der Wirtschaftslobby:



    share.google/dNs0tHoFeLERIGxvs

  • Am besten ist es, wenn wir jetzt aus Protest alle Wärmepumpen und Balkonkraftwerke installieren.

  • Reiche gehört zu den Kreisen, die den Klimawandel leugnen. Sie in's Kabinett zu holen war schon ein gravierender Fehler. Sie weiter zu behalten noch mehr. Vielleicht sollte Merz mehr Harald Lesch schauen. Der erklärt ihm unzweifelhaft die vorliegenden Fakten zum Klimawandel. Überhaupt gehört Lesch in's Kabinett, denn dort fehlt vor allem Sachverstand.

    • @shitstormcowboy:

      Hilft nix. Harald Lesch würde ihm vermutlich sagen müssen, was ich neulich auf einem T-Shirt las: "I can explain it to you. But I can't understand it for you".

  • Ich denke, Frau Reiche ist nur ein Symptom der Auswirkungen davon, dass anstelle der Mehrheit der Wählenden die Lobbyisten die Politik der Bundesregierung bestimmen.

  • Die Forderung nach Rücktritt oder Rauswurf der Ministerin ist sicher berechtigt.



    Der Umstand, dass sie auf wirklich schlüssige Begründungen ihrer Politik verzichtet, macht deutlich, dass sie offenbar Einseitig eine rückwärtsgewandte, an den Interessen einzelner Konzerne orientierte Richtung verfolgt.

    Empfehlung: "Die Energie Anstalt"



    www.zdf.de/video/s...om-2-juni-2026-100

    Garnicht so lustig sind natürlich die Folgen dieser Wirtschaftspolitik mit ihren mittel-bis langfristigen Auswirkungen auf die Klimaentwicklung.

    Trotzdem bin ich nicht so optimistisch anzunehmen, dass Frau Reiche ihren Posten räumen wird. Bei dieser Regierung käme das einem Wunder gleich.



    Trotzdem ist es richtig und wichtig gegen diese Politik klar Stellung zu beziehen, egal ob im Bundestag, im internet oder auf der Straße.

  • Dass der Heizungsmensch sich beschwert kann ich verstehen. Die sog. Förderung von Wärmepumpen ist schließlich direkt bei der Branche gelandet. Ein Blick in die Nachbarländer zeigt, dass dort die Preise für Wärmepumpen ziemlich genau um die durchschnittliche Förderung hierzulande niedriger sind.

    Das Hin und Her ist aber natürlich auch wirklich Käse. Man hätte diesbezüglich einfach gar nichts tun sollen, dann hätten sich Wärmepumpen ganz ohne Zwang mit und mit durchgesetzt, man hätte Menschen nicht verprellt und nicht Steuergelder in Milliardenhöhe verbrannt.

    • @mm83:

      Eine Förderung dient ja in der Regel nur zum Anschub. Je nachdem wie sie ausgestaltet ist, kann ein plötzliches und unerwartetes wegbrechen aber genau das auslösen, was jetzt offenbar der Fall ist: plötzliche Absatzschwankungen, Angst darüber wie es weitergeht bei Herstellern, Händlern, Kunden und daher Zurückhaltung mit Käufen, ein "Rückschwappeffekt" hin zu alten Techniken usw.



      Was meinen Sie damit, dass die Förderung bei uns direkt in der Branche landet, und in anderen Ländern daher die Wärmepumpen billiger wären als hier? Das ergibt gerade keinen Sinn für mich.

      • @Sonderzeichen:

        Ist doch logisch. Die Baupreise steigen um die Höhe der Förderung. Ganz besonders da wir Handwerkermangel haben und eine durch Förderung stimulierte Nachfrage auf ein knappes Angebot trifft.

  • Das kann ich nur unterschreiben, kann sie Spahn und Merz gleich mitnehmen