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Deutsche BundesregierungSchuld sind immer die anderen

Stefan Reinecke

Kommentar von

Stefan Reinecke

Ja, für Regierungen der Mitte ist die Situation in Europa zurzeit schwierig. Aber Merz macht die Lage unnötig fragil.

A ls Schwarz-Rot kürzlich ein Jahr alt wurde, hielt Friedrich Merz es für angebracht, der SPD mal so richtig zu drohen. Der Sinn dieses Manöver war eher rätselhaft, denn Zoff in der Regierung kommt beim Publikum nie gut an. Kürzlich war der Kanzler in der SPD-Fraktion, um den selbst angerichteten Schaden zu reparieren. Das schien sogar erfolgreich zu sein. Anders als auf dem Katholikentag und beim DGB wurde Merz immerhin nicht ausgepfiffen. Und er verkündete danach forsch eine neue Linie. Union und SPD würden ab jetzt die Gemeinsamkeiten betonen und aufhören, sich „gegenseitig rote Linien aufzuzeigen“.

Keine 24 Stunden später zog der Wirtschaftsflügel in der Unionsfraktion dicke rote Linien. Auf keinen Fall werde die Unionsfraktion mit der SPD über Steuererhöhungen oder die Schuldenbremse diskutieren. Manchmal kann man fast Mitleid mit Merz haben. Selbst wenn er etwas richtig macht, geht es schief. Seine Macht zerfällt. Kürzlich ließen CDU-Ministerpräsidenten die von Schwarz-Rot beschlossene Entlastungsprämie im Bundesrat scheitern.

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Die taz ist eine unabhängige, linke und meinungsstarke Tageszeitung. In unseren Kommentaren, Essays und Debattentexten streiten wir seit der Gründung der taz im Jahr 1979. Oft können und wollen wir uns nicht auf eine Meinung einigen. Deshalb finden sich hier teils komplett gegenläufige Positionen – allesamt Teil des sehr breiten linken Meinungsspektrums.

Wenn das Kanzleramt schon an der Koordinierung des eigenen Ladens scheitert – wie sollen dann großformatige Reformen gelingen? Die Merz-Klingbeil-Regierung ist unbeliebt. Das ist unschön, aber eher der Normalfall als die Ausnahme. In Großbritannien, Frankreich und Österreich sieht es nicht anders aus. Das Krisenszenario ist überall ähnlich. Die Wirtschaft stagniert. Nur die Umfragewerte der Rechtspopulisten und der Benzinpreis scheinen zu steigen.

Regieren ist da nicht leicht. Kluge Köpfe haben schon vor 15 Jahren ein generelles Demokratieparadox beobachtet. Die Wähler trauen der Demokratie weniger als früher zu, fordern aber mehr. Das Wahlvolk wird anspruchsvoller, die Erregungskurven werden steiler. Die Wähler verhalten sich wie übellaunige Kunden, die, wenn die Regierung nicht liefert, einfach ins nächste Geschäft gehen.

Man kann Mitleid mit Merz haben: Selbst wenn er etwas richtig macht, geht es schief

Merz' Talent

Merz hat das Talent, diese angespannte Lage zu verschlimmern. Schuld sind bei ihm immer die anderen: Rentner, Arbeitnehmer, Migranten. Er hat, so der Parteienforscher Karl-Rudolf Korte, außer Kleinkindern alle gesellschaftlichen Gruppen beleidigt; und außer Millionären, wäre zu ergänzen. Viel anzukündigen und wenig hinzubekommen, wirkt in dieser verdrießlichen Stimmung auch ungut.

Der Job der Koalition der Mitte ist eigentlich solide Kompromissfindung ohne viel Theaterdonner. Ihr Versprechen ist es, das Sowohl-als-auch zu organisieren und nicht dauernd zackige Entweder-oder-Ansagen zu machen. Die deutsche Konsensrepublik funktioniert nur, wenn der Kanzler diesen Konsens vertritt, und zwar unabhängig von Laune und Tagesform.

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Die Union war immer eine verlässliche Staatspartei. Unter Merz lässt sie sich flatterhaft von rechten Stimmungen treiben. Wenn Schwarz-Rot überlebt, dann deshalb, weil im Maschinenraum der Macht noch genug Profis am Werk sind. Wenn Schwarz-Rot überlebt, dann nicht wegen, sondern trotz Merz.

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Stefan Reinecke

Stefan Reinecke Korrespondent Parlamentsbüro

Stefan Reinecke arbeitet im Parlamentsbüro der taz mit den Schwerpunkten SPD und Linkspartei.
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60 Kommentare

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  • Das mit der roten Linie der Steuererhöhungen und der Schuldenbremse war doch schon unmittelbar nach der Wahl passé.

    Als klar wurde, dass die Union die FDP, die als einzige politische Kraft im Deutschen Bundestag ein konzeptionelles Problem mit der Abgabenquote und nachfrageorientierter Fiskalpolitik hatte absehbar nicht mehr berücksichtigen musste, waren die Schleusentore schneller offen, als man "Keynes" sagen konnte.

  • Die Merzregierung mach meiner Meinung nach den Fehler, ausschließlich faule Kompromisse zu machen. Es gibt praktisch kein Politikfeld, in dem einer der beiden Koalitionspartner seine Linie durchsetzen kann. Weder das linke als auch das rechte Spektrum findet sich in dieser Regierung wieder.

    Stattdessen sollte SPD z.B. Bildungs-, Wohnungs. und Sozialpolitik ungestört machen und dafür die Union meinetwegen freie Hand bei der Migrations- und Innenpolitik erhalten.

    • @Chris McZott:

      Das wäre in der Tat eine Erwägung wert.



      Im Moment bekommt die Koalition noch nicht mal in Fragen wo sie sich einig sind, etwas auf die Beine gestellt. zB beim Bürokratieabbau

      • @T-Rom:

        Bürokratieabbau? Mit Union und SPD? Sie erwarten ernsthaft, dass diese beiden Volksparteien ihre Versorgungsmöglichkeiten für verdiente Parteisoldaten effizient beschneiden?

        Der SPD gelingt es doch nicht einmal ihre Förderausgaben unabhängig evaluieren zu lassen... Da wird auch schnell mal der ausgegebene Euro zur Messlatte für den "Erfolg" eines Programms.

  • Warum zählt man die Union immer noch zur politischen Mitte?



    Der dominante Teil der Union sucht und erkennt längst die inhaltliche Nähe zur AfD. Konkurrentin war die immer nur im machtpolitischen Sinne.



    Der Rechtsanwalt Merz hat zwar gelernt, was anderes zu sagen als er meint (nur deshalb wurde er Kanzler), aber dennoch bricht seine braune Kinderstube immer wieder ehrlich aus ihm hervor. Seine Macht und sein Ansehen zerfallen im selben Maß wie seine Fassade.



    Dass er ausser Kleinkindern und Millionären alle sozialen Gruppen beleidigt hat, zeigt, wo er sich zugehörig fühlt: bei der leichtfertigen Macht von Millionären und der Un-Schuld und Planlosigkeit von Kindern.



    Eine Sozialdemokratisierung der Union unter Merkel gab es nie. Merz wollte sie dennoch rückgängig machen, die Union gegen die SPD profilieren, zur alten Größe zurückführen. Beides hat er nicht geschafft, weil er die SPD gleichzeitig zur Anpassung zwingt. Er hat nur alles weiter nach rechts gerückt, das wars.



    Die Wirtschaft stagniert? Nein, die DAX-Konzerne haben ihre Gewinne nochmal gesteigert, trotz stagnierender Umsätze. Viel mehr wollte er nicht.

    • @Selbstauslöser:

      Vielleicht sind mittlerweile auch viele so weit nach links gerannt, das sich dadurch in der Betrachtung die CDU nach rechts verschoben hat. Das würde vielleicht auch die Wählerwanderungen erklären.

      Früher



      Linke—SPD—CDU-FDP——-—AFD



      Heute:



      Linke-SPD————CDU-FDP————AFD

    • @Selbstauslöser:

      @Selbstauslöser



      Dankeschön für die klaren, leider wahren Worten 👍👍



      Sollte wohl auch jeder Wähler, auch ohne Schulabschluss noch in seine Birtze bekommen.

  • 8G
    841431 (Profil gelöscht)

    Merz.



    Die Transformation des politischen Raums durch existenzielle, überparteiliche Zukunftsprojekte. ` liegt an - ` kann er nicht, - kann und will die CDU nicht.



    Was will aber - seine Eitelkeit? Das Risiko des Totalabsturzes der eigenen Karriere vermeiden. Wer fährt ihm und der Laienspielschar so nachdrücklich in die Parade und entlarvt die Inkompetenz, dass der Schock hinreichend groß ist? Wirtschaft, Großspender, Schlüsselindustrien (?) - müssen aufhören durch Applaus zu legitimieren. Sein Kabinett müsste das „Ganze des Volkes“ abbilden (alles Sachfremde raus) - darauf hat er geschworen und dieses "Gesamt" als Tool benutzen = Übersetzung von „Gemeinwohl“ in „Projekt-Erfolg“.



    Man könnte einen Minijobber hinter ihm platzieren - mit einem Palmwedel - der Merz ins Ohr flüstert "Bedenke, dass Du CEO bist!" Würde er drauf reinfallen?



    Die Ministerpräsidenten-Zange (Wüst&Günther) mit Hebelwirkung durch den Bundesrat könnte schubsen. Die noch immer drittgrößte Volkswirtschaft (erarbeitet von einem geradezu winzigen Volk) kam trotz Binnen-I und bürgerlichen Freiheiten zu den enormen Gewinnen. Das sollte die Industrie einfordern - oder er, Merz setzt es in den Sand. Grausame Ironie.

  • "Er hat, so der Parteienforscher Karl-Rudolf Korte, außer Kleinkindern alle gesellschaftlichen Gruppen beleidigt; und außer Millionären, wäre zu ergänzen."



    Ach, passt schon. Millionäre als gesellschaftliche sprich soziale Gruppe zu fassen, ist eh schon ein Problem für sich...

  • Mann kann sehen dass Merz egal was er macht.. nichts richtig machen kann, jeder zerrt an ihm herum. Jedem Recht getan ist ein Kunst die niemand kann. Politiker aus der Vergangenheit, wie Merkel bringen sich seit Merz Kanzlerschaft wieder ins Spiel. Man kann es im Bundestag miterleben wie sich SPD, Grüne, Linke den Ball zu spielen und das vergangene Miteinander loben.



    Eigene sägen schon an Merz Stuhl und Spahn steht schon in den Starlöchern. Ein jeder will direkt in der Weltpolitik mitspielen,



    denn heute geht es in unserer Politik nicht mehr um Land und Bürger.. sondern nur noch um Macht und Geld.



    Unsere Weltpolitik ist gerade dabei alles zu zerstören, weil keiner mehr Verantwortung übernehmen und jeder sich nur noch profilieren will.



    Das spielt der AFD immer noch mehr Wähler zu..!

  • Huch - da fehlt doch nochwas! Wollnich



    Genau Genau - Lovando - der Sauerkrautexpert

    Merz - ähnlich Reiche - leidet in seinen Handlungen und korrespondierendem Verhalten an der Schizophrenie zwischen Lobbyist-Anforderung des Militärisch Industriellem Bankenkomplexes und seiner Gesamtverantwortung als Bundeskanzler nach dem Grundgesetz für das



    Gemeinwesen Republik Schland 🇩🇪 🫵 •

    Das mag sich etwas gestelzt amhören. But



    Mit einem Bein im Black Rocker Area - mit dem anderen gemeinwesenverantwortlich - gepaart mit einer eher subobtimalen spätpubertären strategisch-taktisch unterbelichteten Persönlickeit - mit Sabbelneigung und ersichtlich nicht die hellste Kerze auffe Torte.



    Wie soll das gehn? •

    Phallus clarus - alles was der Fall ist! Woll



    “Wahre Angst besteht darin, eines Morgens aufzuwachen und zu entdecken, dass die eigene High-School-Klasse das Land regiert.“



    Im englischen Original: „True terror is to wake up one morning and discover that your high school class is running the country.“



    ©️ Kurt Vonnegut

  • Vorallem brauchen / dürfen wir in diesem Land nicht von den schwer erkämpften Rechten der Arbeitnehmer und deren Schutz, wie z. B. der Arbeizeitregelung, dem 8 Studndentag diskutieren. Eine Frechheit überhaupt in Erwägung zu ziehen, hier den Arbeitgebern / oftmals auch riesigen Unternehmen, mehr " Flexibilität " bei dem Versklaven der Arbeitnehmer einräumen zu wollen. Wenn die Arbeitgeber mehr Flexibilität wollen- / brauchen, müssen sie mehr Arbeitnehmer einstellen - dann haben sie doch mehr Flexibilität.



    Bestenfalls sollte die SPD JETZT, die Gunst der Stunde nutzen, wo wir schon am beim Thema Flexibilität sind, endlich die wöchentlichen Arbeitszeiten auf 30 Stunden verbindlich, bei gleichem Lohn festlegen, schon lange überfällig ‼️



    Haut rein, seit STARK, liebe Genossen / Parlamentarier der SPD - ihr seid nicht die Arbeitgebervertreter ❗️

    • @Alex_der_Wunderer:

      Genau so fahren wir unser Land an die Wand!



      30h sind utopisch außer man verzichtet auf Lohn/Gehalt und später auch Rente!

      Warum keine flexible tägliche Arbeitszeit. Max 40h/Woche und die Überstunden zu einem moderaten Steuersatz?

      Die SPD muss aufpassen, dass sie sich mit solchen Vorderungen nicht selbst noch weiter ins Abseits schiesst.

      • @Sole Mio:

        Warum sollten Einkommen auscÜberstunden anders besteuert werden als andere Einkommen?

      • @Sole Mio:

        @Sole Mio



        ⛔️Sie sollten etwas vorsichtiger sein, bitte nicht aus dem falschen Loch pfeifen 🎵🎶🎶🎶 - wir wollen in einer Demokratie leben - schon vergessen ⁉️

        • @Alex_der_Wunderer:

          Klar wollen wir die Demokratie!



          Was hat dies mit flexiblen Arbetszeiten und einem Entgegenkommen für diejenigen zu tun, die bereit sind auch mal mehr zu arbeiten?

          • @Sole Mio:

            @Solr Mio



            Kleiner Tipp, öfters mal bei der TAZ reinschauen -



            oder hier etwas Fortbilden :



            www.verdi.de

    • @Alex_der_Wunderer:

      "Vorallem ... dürfen wir in diesem Land nicht von den schwer erkämpften Rechten der Arbeitnehmer und deren Schutz... diskutieren."



      Ach, diskutieren geht immer. Das muss auch erlaubt sein, schließlich sollen ja in einer Demokratie nach Möglichkeit alle Partikularinteressen bedient werden.



      Infam wird es erst, wenn durchgängig lediglich die Interessen bestimmter Gruppen zu Lasten anderer Gruppeninteressen bedient werden.



      Und wir wissen glaub ich recht gut, von welchen Gruppen da die Rede sein könnte...

  • taz: *Manchmal kann man fast Mitleid mit Merz haben. Selbst wenn er etwas richtig macht, geht es schief.*

    Friedrich Merz hätte damals eine Ausbildung bei Angela Merkel machen sollen, aber da ist er lieber zu BlackRock gegangen, wo seine Aufgabe laut SPIEGEL war, Türen zu Politik und Behörden zu öffnen. Für seine Tätigkeit bei BlackRock (etwa ein bis zwei Tage pro Woche) erhielt Merz übrigens ein Jahresgehalt im sechsstelligen Bereich.

    ***heute show - Merz hat noch nie etwas regiert*** www.youtube.com/shorts/qnGFUOStzYg

  • Merz wurde auf Grund seiner politischen Angebote und auch Aussagen gewählt.

    Bekommen habe die Wählerinnen und Wähler eine Politik die dem in weiten Teilen widerspricht.



    Er ist auf Gedeih und Verderb auf die SPD angewiesen. Denn Grün macht die CSU nicht mit.

    Dazu ständig hanebüchene Äußerungen von März, Miersch und Bas.

    Es wurde von allen ganz klar erklärt: „Dies ist unsere letzte Chance“!



    Man hatte die Hoffnung, es würde sich was tun….Aber diese schwindet immer mehr.

    So schafft sich nun auch die CDU Stück für Stück ab und folgt irgendwann der SPD Nutznießer sind die blauen, die sich weiterhin in die Position bringen, dass ohne sie nichts mehr geht.

    Ich bin auch nicht mit allem was die CDU macht einverstanden! Jedoch sehe ich in ihr mittlerweile die letzte Chance und vor der AFD-Regierung zu bewahren! Dies aber nicht mehr mit Merz / Spahn / Söder sondern eher mit einer Achse Linnemann-Boosbach-Amthor.

    Von mir aus auch gerne mit einer Minderheitsregierung die endlich einmal dafür einsteht was sie versprochen hat.

    Weiter so wie die letzte Dekade hilft nur der AFD! Das sollten wir endlich verinnerlichen!

    • @Sole Mio:

      Linnnnemann-Booooosbach-Amthor?? Da tauscht man Pest gegen Cholera!

      • @Kunoberti:

        Medizinisch gesehen ist die Pest schlimmer als die Cholera.

        Diesbezüglich wäre es durchaus sinnvoll!

      • @Kunoberti:

        @Kunoberti



        Richtig erkannt 👍👍

      • @Kunoberti:

        Gegenvorschlag?

    • @Sole Mio:

      > Linnemann-Boosbach-Amthor.<

      oh, oh, oh.

      Amthor: Lobbyarbeit für Augustus Intelligence

      Bosbach: Anfangsverdacht für Betrug zum Nachteil des CDU-Verbandes Rheinisch Bergischer Kreis

  • Der Kommentar greift viel zu kurz, da er sugeriert es müsse nur mehr Konsens mit (faulen) Kompromissen hergestellt werden.



    Fakt ist doch die Sozialdemokraten hatten bei der Wahl nur knapp über die Hälfte der Stimmen als die Union, deshalb müsste man zwingend mind. die wirtschaftsliberale Handschrift der Schwarzen sehen müssen.



    Wie kann es sein dass der Finanzminister die sinnvolle Senkung der Stromsteuer mit dem Verweis auf „Kein Geld“ stoppen kann!



    Das hätte Merz zwingend verhindern müssen auch auf die Gefahr eine Koalitionsbruch.

    Nein, auch ich als mittelständischer Unternehmer mit CSU Parteibuch und Wähler der Union bin maximalst verärgert.



    Kurzum, da wählt man die konservative Mitte und bekommt linkssozialistische Regierung.

    Ich habe und werde es nicht verstehen WARUM man Schwarz/Grün so bekämpft hatte im Wahlkampf!

    • @AuchNeMeinung:

      Linkssozialistisch ist etwas zu tief in den Abgrund gegriffen, aber ich kann Sie grundsätzlich verstehen!

      Der Zuwachs der AFD rührt nicht daher, dass in Deutschland plötzlich rechte Ansichten vom Himmel fallen, sondern sind ein Resultat aus der Frustration von immer mehr Wählerinnen und Wählern, die auf der Politik der letzten 10-15 Jahre beruht!

      Das will man nicht einsehen, denn was nicht sein darf, soll nicht sein!

      Man flüchtet sich ohne Einsicht in Floskeln wie jene, das man gute Politik macht, dies die Wähler aber nicht sehen, diese nicht gut verkauft wurde, usw. usw. Holt sich von Wahl zu Wahl die nächste Watschn ab und so geht es dahin!

      Dann versucht man es nach außen hin mit Einsicht, „wir haben verstanden“, „nun müssen wir liefern“….. und rennt wieder gegen eine Wand, weil den Worten keine Taten folgen!

      Und wenn man zu oft gegen eine Wand läuft hat man irgendwann einen Dachschaden…soweit, so befürchte ich, sind wir mittlerweile gekommen!

    • @AuchNeMeinung:

      "Wie kann es sein dass der Finanzminister die sinnvolle Senkung der Stromsteuer mit dem Verweis auf „Kein Geld“ stoppen kann!"



      Kleiner Tip hierzu: fragen Sie Christian Lindner, der mit noch viel weniger Stimmen diesbezüglich äußerst erfolgreich war.



      "Das hätte Merz zwingend verhindern müssen..."



      Die nach Grundgesetz gegebene Richtlinienkompetenz sucht man bei ihm allerdings eher erfolglos.

    • @AuchNeMeinung:

      16,4/28,5 = ca 0,58 der Zweitstimmen. Soweit haben Sie recht.



      Bei den Ministern (Kanzler nicht mitgerechnet) sieht´s anders aus :



      9 Union, 7 SPD, 1 Parteilos.



      9/17 = 0,52 , 7/17 = 0,44



      (0,44/0,52) = 0,84. Das ist mehr als 0,58.



      Anmaßung. Das kommt beim Wähler nicht gut an. Vielleicht landen sie damit links unten, ich meine die deutsche Landkarte.



      "Linkssozialistisch" stelle ich mir radikaler vor.



      Ich würde mir mein Parteibuch nicht entlocken lassen, das wär mir der Artikel nicht wert.

    • @AuchNeMeinung:

      Wie weit rechts stehen Sie eigentlich, wenn Sie hier eine "linkssozialistische" Regierung sehen? Unfassbar.

      • @Frank N. Stein:

        Das ist die Weltsicht bodenständiger CSUler. "Volksfront" etc. haben sie nie gehört, kommt im bayerischen Lehrplan Geschichte nicht vor, und wenn, sich sofort abgewendet, wissen also nicht wie und was das konkret war.

        www.lehrplanplus.b...de/suche/lehrplan#

        Suchergebnis



        Ihre Suche nach:



        Begriff: Volksfront



        Mit diesen Angaben wurden keine Treffer gefunden.



        ---



        Das hat m.E. also nichts mit "rechts", sondern mit "Angst vor unbekannt" zu tun.

        Live sind die Aufregereien unterhaltsamer.

  • Kanzler Merz, CDU hat neben seinen "sprachlichen" Schwächen das Problem, dass er im wesentlichen nur Politik für Beamte, Besserverdienende, diefamilienunternehmer.eu, Millionäre und Milliardäre macht. Arbeiter und Rentner interessieren ihn überhaupt nicht, die werden gebasht und runter geknüppelt. Der Mann macht keine Politik für das Volk. Genauso ist es mit Jens Spahn, CDU. Warum ist der noch da...? Spahn hat 7 Milliarden Steuergelder veruntreut und ein ganzes Volk läßt das einfach so durchgehen? Unglaublich, wie verottet und gleichgültig wird geworden sind.

  • Schwarz-rot wird nicht überleben. Nicht weil Herr Merz absolut talentrei daher kommt, sondern weil die SPD in ihrer Abwärtsspirale nun wirklich alles falsch macht und für eine gescheite Koalition in Zukunft kaum noch zur Verfügung stehen wird.

    • @DiMa:

      @DiMa



      Jupp, die Zeichen für Die Linke stehen auf Expansion 👍👍

      • @Alex_der_Wunderer:

        Ich bin mir nicht sicher, ob da die die Linke expandieren wird. Und selbst wenn dem so sein sollte, werden am Ende wohl eher die Blauen stärker expandieren. Im Ergebnis bekommen wird dann im besten Fall wohl eine Minderheitenregierung rot-rot-grün (in welcher Reihenfolge ist vollkommen egal) mit einer starken CDU und einer starken AFD (die Reihenfolge ist ebenfalls nicht vorhersehbar) in der Opposition.

      • @Alex_der_Wunderer:

        Kann gut sein, dass die Linke dort noch etwas Nutzen draus ziehen kann, nur helfen wird es ihr nicht viel, da sie dort schon sehr viel abgegriffen hat.

    • @DiMa:

      So wird es leider kommen und die CDU wird auch keinen Partner mehr haben….



      Wenn es politisch so weiter geht, wird sie dann vielleicht irgendwann bedauerlicherweise der Juniorpartner der blauen werden müssen, damit wir überhaupt eine Regierung bekommen.

      Es ist ein Elend zu befürchten

  • Er hat nicht die Weitsicht, die ein Politiker haben sollte.

  • Jetzt hat die Ukraine seinen Vorstoß zum Sonderstatus als unfair zurückgewiesen. Das ist eine diplomatische Niederlage.

    Inzwischen ist doch allen – außer Merz selbst – klar: Herr Merz kann weder Kanzler noch Außenkanzler. Bei seinen schlechten Umfragewerten sollte er sich an seinen eigenen Rücktrittsrat an Scholz erinnern.

  • "Kluge Köpfe haben schon vor 15 Jahren ein generelles Demokratieparadox beobachtet."



    Viele Inszenierungen haben die Erwartungshaltung auch angefüttert.



    Legendär historisch: die "blühenden Landschaften" Kohls.



    Mehr Digital Detox in der Zivilgesellschaft wäre ein Ansatz für Entschleunigung, auch als Druckentlastung.



    Politik erklären ist auch immer klug, aber Beschimpfungen der Wähler:innen sind performativ destruktiv.



    Das Bild mit der größeren Zahl der Finger, die beim Fingerzeig in die eigene Richtung weisen, passt immer noch.👉🏻



    Merz ist eben nicht "Mutti", im Gegenteil. Er tut offensichtlich alles, um einem Eindruck von Kongruenz in Vergleichsfragen im Ansatz zu begegnen.



    Das Ergebnis gibt ihm aber nicht recht.

    • @Martin Rees:

      "Regieren ist da nicht leicht. Kluge Köpfe haben schon vor 15 Jahren ein generelles Demokratieparadox beobachtet. Die Wähler trauen der Demokratie weniger als früher zu, fordern aber mehr. Das Wahlvolk wird anspruchsvoller, die Erregungskurven werden steiler."

      Unter dem Demokratiparadox versteht man nicht, dass "enttäuschte" Wähler handeln wie Kunden. Denn das wäre sogar eigentlicher Zweck einer Demokratie.



      Unter dem Demokratieparadox versteht man, dass eine Demokratie sich durch Wahlen selbst abschaffen kann (bekanntes Beispiel : "Ermächtigungsgesetz" = Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich vom 24.März 1933)

      15 Jahre stimmt eigentlich auch nicht : Die NPD hatte vor ca. 50 Jahren einen Höhepunkt bei einer Landtagswahl mit 9,8%.



      "Schafft die Demokratie ab" gab´s m.o.w. wellenförmig schon immer. Wer heute pro-demokratischer Politiker ist hatte also ausreichend Zeit sich gründlich damit zu beschäftigen.

  • „ Er hat, so der Parteienforscher Karl-Rudolf Korte, außer Kleinkindern alle gesellschaftlichen Gruppen beleidigt; und außer Millionären, wäre zu ergänzen.“



    Damit ist es auf den Punkt gebracht, warum Merz für das Amt des BK ungeeignet ist und anderes kommt hinzu.



    Wenn es dereinst über die Machtergreifung der Rechtsextremisten nach 2026 geht, dann wird es diesmal heißen: „ Die CDU, speziell Friedrich Merz, hat das möglich gemacht.“



    Wie schön war es doch damals, mit Mutti. Selbst die Schlaftablette Scholz hatte mehr Format und er konnte wenigstens moderieren, trotz Lindner. Für die Zukunft in D sieht es nicht wegen der Wirtschaft düster aus, sondern weil zu streiten und zu sparen wichtiger erscheint als innovative Lösungen, neue Wege in vielen Bereichen zu finden. Merz versucht eine reaktionäre Politik und sein Politikstil ist chauvinistisch und destruktiv. Aber das können die Rechtsextremisten einfach noch besser.

    • @Achsachbloß:

      Das wir seit 8 Jahren kein Wirtschaftswachstum mehr haben, alles die Schuld von Merz.



      Das seit weit über 20 Jahre unsere Infrastruktur total vernachlässigen wird, alles die Schuld von Merz.



      Das unsere Wehrpflicht ausgesetzt wurde, Waffen und Kasernen verschrottet wurden und jetzt für viel Geld wieder aufgebaut werden, alles die Schuld von Merz.



      Die Abhängigkeit von Russischem Gas, Atomausstieg, alles die Schuld von Merz.



      Gut das wir jetzt Merz haben, sonst müsste man vielleicht doch seinen Vorgängern die Schuld für den jetzigen Zustand geben.

      • @Günter Witte:

        @Günter Witte



        Vor zwanzig Jahren drehte sich unserer Fidi Merze noch gewaltig in den Drehtüren der Wirtschaft & Polik - JETZT dreht er selber die Drehtür kräftiger denn je...

      • @Günter Witte:

        Nun, ich teile Ihre Meinung nicht und gebe Merz keineswegs die Schuld an allem, was Sie aus der Vergangenheit aufzählen. Es entlastet ihn aber auch nicht. Müßig auch, darüber zu spekulieren, ob es besser oder schlechter in D aussähe, wenn Merz schon früher regiert hätte. Aber die Frage ist doch, wie man jetzt an die Lösung der Probleme geht. Und da beweist Merz eine grandiose Unfähigkeit nach der anderen, er ist und bleibt ein Maulheld, der Sprüche klopft anstatt alles daran zu setzen, Probleme zu lösen. Die Fehlleistungen seiner Freunde Reiche und Weimer passen da nur zu gut mit ins Bild.

  • Kann mal jemand erklären, was die CDU und Merz überhaupt in dieser 'Regierung' treiben. Mit dieser Politik zum Abgewöhnen schaffen -vor allem Hinterbänkler zusammen mit Möchtegernen- das System der Parteien, die in der Demokratie repräsentieren sollen, mangels Zuspruch der Wählerschaft von selbst ab und begünstigt diejenigen, die Wahlen und Meinungsfreiheit ganz abschaffen wollen, während Investoren 'aus Kostengründen' das Weite suchen, weil sie anderswo Rohstoffe und manpower günstiger ausbeuten können. Unsere Errungenschaften, der Grundlage unseres Wohlstands war, die Wissenschaft, das know how eines Mittelstands und Patente haben in den Köpfen dieser Repräsentanten keinerlei Bedeutung, für die sie eigentlich Politik machen sollten. Ein erster Reformschritt müsste dahin gehen, die Wahlperioden für Abgeordnete auf maximal zwei Legislaturen zu begrenzen, um dem Typus 'Berufspolitiker' wie ihn Klingbeil, Spahn, Amthor, Söder (und und und) praktizieren keinerlei 'Verantwortung' zu gestatten.

  • Ja wie?



    Es gibt auch noch einen ANDEREN Friederich?

    • @Willi Müller alias Jupp Schmitz:

      ...Der Friederich, der Friederich,



      Der war ein arger Wüterich...

      • @Willi Müller alias Jupp Schmitz:

        1 runter, war @ lowandorder gedacht.

        Sorry, Wurstfinger

  • Man nehme einen superunsympathischen Kanzlerdarsteller, der seinen Kumpels das Blaue vom Himmel verspricht ("Wirtschaft ist 90% Psychologie"). Funktioniert natürlich nicht.

    Als kleinen Koalitionspartner eine abgehalfterte Staatspartei, die mal für soziale Sicherung zuständig war.



    Sie verärgert ihre Restwählerschaft durch Einschnitte bei Renten, Gesundheit und das Schleifen des 8-Stunden-Tages.

    Was könnte schiefgehen?

    • @Stavros:

      @Stavoros



      ... tja gutes Rätsel, aus wessen Sicht müsste man jetzt noch erfahren.



      Bezogen auf's große Ganze ? Da erfährt man ja fast nix, meistens ja erst, wenn eh schon alles in trocknen Tüchern ist. War doch beim Mauerfall auch so....

  • Mitleid hat Merz nun wahrlich nicht verdient. Wer derart zielstrebig unter maßloser Überschätzung der eigenen Fähigkeiten in ein Amt drängt, dem ist verdienter Hohn und Spott sicher. Auch diejenigen, die ihn durch ihre Stimme ins Amt gehoben haben, sind nicht zu bedauern; Warnungen gab es zahlreich und wiederholt.



    Bedauerlich ist es vor allem für die, die unter der rückwärtsgewandten, planlosen Agenda der Regierung zu leiden haben und noch leiden werden.

  • Wie so oft vergisst auch dieseer Kommentator den Druck innerhalb der CDU. Merz und die Funktionäre würden mit der SPD irgendwelchen oder irgendeinen Kompromisse schließen, ganz egal, um an der Macht zu bleiben. Aber, wenn sie das tun dann bricht die Basis noch weiter weg - Parteimitglieder ganz unten und die Wähler. Die CDUCSU ist kein einheitlicher Block, sondern besteht aus Basis mit Wirklichkeitskontakt und der Funktionärsriege mit Machtsucht. Um jeden Preis, aber der Preis den die SPD verlangt führt zur Erosion der Partei wobei jetzt schon fast ein Kipppunkt erreicht ist.



    In einem hat der Kommentator recht: Merz macht wirklich alles noch schlimmer. Die absolut nicht notwendigen Aussagen bei Standardreden, der Fokus auf die Aussenpolitik unter Vernachlässigung Deutschlands, das Brechen aller Versprechen die er den Wählern gegeben hatte, all das ist oder wäre komplett vermeidbar. Was den Vedacht aufkommen lässt dass der mentale Zustand von Merz nicht der allerbeste sein könnte. Irgendwie erinnert Merz an Merkel, vielleicht mochten sich die beiden deshalb nicht - sie sind sich zu ähnlich..

    • @Gerald Müller:

      Liggers. Schonn schön - dasse mit dem Herrn Autor einer Meinung - was sach ich - ein Pott un ein Löffel 🥄 sünn!



      Schuld sind die anderen! Wollnichwoll 🙀🧐🥳

    • @Gerald Müller:

      Ja, die böse SPD. Zwingt Merz und die Union zum Populismus und zu Sachen, die sie gar nicht wollen. Gegen AfD-Erfolg hilft nur Union wählen. [/sarkasmus]

    • @Gerald Müller:

      Was genau verlangt die SPD denn?

    • @Gerald Müller:

      Merkel hatte und hat ein Format, von dem man bei Merz nicht mal träumen darf.

    • @Gerald Müller:

      Immerhin wußte Merkel, das Merz es nicht kann - und hat ihn erfolgreich verdrängt.

      • @Kunoberti:

        erfolgreich…