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Angedrohter Militärschlag gegen IranZu viele Tote

Gereon Asmuth
Daniel Bax

Kommentar von

Gereon Asmuth und Daniel Bax

Sollten die USA in Iran militärisch eingreifen, um das Mullah-Regime zu stürzen und die De­mons­tran­t:in­nen zu schützen? Ein Pro & Contra.

Seit mehr als zwei Wochen demonstrieren Ira­ne­r:in­nen gegen die autoritäre Führung ihres Landes, Teheran, am 9. 1. 2026 Foto: Uncredited/UGC/ap/dpa

D ie Proteste auf den Straßen Irans nehmen ab, aber die Lage bleibt angespannt. US-Präsident Donald Trump droht dem Mullah-Regime nach wie vor mit Konsequenzen. Wäre ein Militärschlag der USA richtig?

Ja.

In einer optimalen Welt gäbe es längst eine Weltpolizei. Eine Eingreiftruppe, die menschenrechtsverachtende Despoten festsetzt und vor den Internationalen Gerichtshof in Den Haag bringt. Abgesichert durch ein Votum der auf Verständnis und Respekt setzenden Vereinten Nationen. In einer noch besseren Welt wären Oppositionsbewegungen in der Lage, allein durch ständiges Widerstehen die sie unterdrückenden Despoten aus dem Amt zu treiben. Doch, doch, sowas hat es schon gegeben. 1989 zum Beispiel, in der DDR.

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Die taz ist eine unabhängige, linke und meinungsstarke Tageszeitung. In unseren Kommentaren, Essays und Debattentexten streiten wir seit der Gründung der taz im Jahr 1979. Oft können und wollen wir uns nicht auf eine Meinung einigen. Deshalb finden sich hier teils komplett gegenläufige Positionen – allesamt Teil des sehr breiten, linken Meinungsspektrums.

Die reale Welt aber ist gerade nicht so. Schon gar nicht in Iran. Da gibt es einerseits eine starke Oppositionsbewegung, die über Jahrzehnte immer wieder die Massen auf die Straße bringen konnte, aber an der brutalen Gewalt der Machthaber scheitert. Auf der anderen Seite gibt es Donald Trump, der US-Präsident sieht sich gern als Weltpolizist. Warum? Weil er es kann.

Trump hat die Ira­n:in­nen aufgefordert, durchzuhalten, Hilfe sei auf dem Weg. Was man kaum anders lesen kann als unverhohlene Androhung einer weiteren US-Militärintervention. Spätestens seit der Entführung des venezolanischen Präsidenten sollte die Welt wissen, dass das, was wie Kriegsvorbereitung durch die USA aussieht, auch Kriegsvorbereitung ist. Da dreht sich einem der Magen um. Schon allein deshalb, weil selten etwas Gutes dabei herauskommt, wenn ein Despot den anderen bekämpft, und das auch noch militärisch.

Dennoch würden sich viele Menschen in Iran über eine US-Intervention freuen. Denn die De­mons­tran­t:in­nen stehen – anders als in der DDR – nicht einem wankenden Regime gegenüber, das 1989 den allerletzten Schritt scheute. Im Gegenteil, das Mullah-Regime setzt auf die Macht der Gewehre. Und die Opposition hat anders als 2023 in Syrien auch keine eigenen bewaffneten Truppen in der Hinterhand, um den Tyrannen zu vertreiben. Eine weitere Intervention von Donald Trump kann niemand wollen. Aber noch unakzeptabler sind die offenbar zu Tausenden getöteten Demonstrant:innen.

Gereon Asmuth

Nein.

Niemand weiß, wie viele Menschen bei den Protesten in Iran schon getötet worden sind. Manche sprechen von mehr als 2.500 Toten, darunter 100 Sicherheitskräfte. Es können aber auch weitaus mehr sein, das lässt sich nicht sicher verifizieren. Bilder von Opfern und Leichensäcken in Kühlhäusern vermitteln einen Eindruck des Schreckens. Das iranische Regime hat Schnellverfahren und erste Hinrichtungen angekündigt. Es ist unerträglich.

Viele wünschen sich schon lange den Sturz dieses Regimes und hoffen, ein Militärschlag der USA könnte ihn jetzt beschleunigen. Aber das könnte ein Trugschluss sein. Denn das Regime genießt zwar immer weniger Rückhalt in der Bevölkerung, stützt seine Macht aber immer noch auf Justiz, Armee, Polizei, Geheimdienste. Es steht mit dem Rücken zur Wand.

Gleichzeitig haben zu viele Stützen des Regimes viel zu verlieren. Ein Angriff von außen dürfte die Reihen zusammenschweißen. Und nach den jüngsten Erfahrungen mit von den USA herbeigeführten Umstürzen in Afghanistan, Irak, Libyen darf man skeptisch sein, ob eine von außen erzwungene Form des „Regime Change“ überhaupt wünschenswert ist. Sie hat in vielen Ländern zu blutigen Bürgerkriegen mit Tausenden Toten geführt. Iran ist ein Vielvölkerstaat: 90 Millionen Einwohner und viele Minderheiten. Sollte er vollends ins Chaos stürzen, wären die Folgen nicht abzusehen.

Man muss alle Möglichkeiten ausschöpfen, um den Druck auf das Regime zu erhöhen, damit es den Forderungen der Protestierenden nachgibt. So ist es richtig, dass Deutschland seine Handelsbeziehungen mit Iran überprüft, und es sollte Abschiebungen dorthin stoppen. Sanktionen und angedrohte Strafverfolgungen sind besser als Militäreinsätze. Es gilt, die Aktivistinnen und Aktivisten zu schützen. Ein militärischer US-Angriff wäre kontraproduktiv. Freiheit und Demokratie lassen sich nicht herbeibomben – das haben die vergangenen Versuche gezeigt.

Daniel Bax

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Gereon Asmuth
Ressortleiter taz-Regie
Leiter des Regie-Ressorts, das die zentrale Planung der taz-Themen für Online und Print koordiniert. Seit 1995 bei der taz. 2000 bis 2005 stellvertretender Leiter der Berlin-Redaktion. 2005 bis 2011 Leiter der Berlin-Redaktion. 2012 bis 2019 Leiter der taz.eins-Redaktion, die die ersten fünf Seiten der gedruckten taz produziert. Hat in Bochum, Berlin und Barcelona Wirtschaft, Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation und ein wenig Kunst studiert. Mehr unter gereonasmuth.de. Bluesky:@gereonas.bsky.social Mastodon: @gereonas@social.anoxinon.de Foto: Anke Phoebe Peters
Daniel Bax
Redakteur
Daniel Bax ist Themenchef im Regieressort der taz. Er schreibt über Politik, Kultur und Gesellschaft in Deutschland und hat bisher zwei Bücher veröffentlicht: “Angst ums Abendland” (2015) über antimuslimischen Rassismus und “Die Volksverführer“ (2018) über den Trend zum Rechtspopulismus. Sein neues Buch "Die neue Lust auf Links" über das Comeback der Linkspartei ist gerade im Goldmann Verlag erschienen.
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44 Kommentare

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  • Uff, ich bin wirklich dankbar für die Position von Herrn Bax. Besonders beim Iran haben wir ja wirklich gute Erfahrungen mit Sanktionen und angedrohter Strafverfolgung gemacht.



    Man Stelle sich vor, wie hätten Nordkorea nicht sanktioniert, dann wäre das ja heute ein isolierter Staat, der seine Bürger und Bürgerinnen jahrelang... Ups

  • "...Viele wünschen sich schon lange den Sturz dieses Regimes und hoffen, ein Militärschlag der USA könnte ihn jetzt beschleunigen. Aber das könnte ein Trugschluss sein..."

    Bei aller Kritik hier an der Contra-Position von Herrn Bax, ist das doch die relevante Frage. Wird durch eine Intervention irgendetwas grundlegend besser oder nicht? Die Erfahrung der letzten 20 Jahren zeigen, dass selten etwas wirklich besser geworden ist nach groß angelegten Militärinterventionen.







    Außerdem stört mich die Willkürlichkeit, mit der Entscheidungen für Militäreinsätze der USA gerechtfertigt werden. 5000 tote Kurden an einem einzigen Tag nach einem Giftgasangriff Husseins haben die Weltgemeinschaft nicht zum Krieg gegen den Irak veranlasst, ein Überfall auf den reichen Nachbarn Kuweit schon. Derr Iran wird seit Jahrzehnten geächtet und hoch sanktioniert wegen Islamismus, Terrorunterstützung, Hinrichtungen usw., Saudi Arabien mit ähnlichen Qualifikationen ist willkommener Handelspartner.







    Auch wenn es dafür zu spät zu sein scheint: wäre die Entwicklung vielleicht weniger radikal verlaufen, hätte man den Iran in den letzten Jahrzehnten anders behandelt? So wie die Saudis z.B.?

  • Ein US-Militäschlag im Iran hätte nichts mit Demokratieförderung zu tun. Trump, der Diktatoren wie Putin oder MBS bewundert und nacheifert, zeigt seit Jahren, dass ihm Menschenrechte egal sind – sei es bei der Rechtfertigung tödlicher ICE-Einsätze oder seiner Unterstützung für den Genozid in Gaza. Die Geschichte lehrt: US-Interventionen (Irak, Libyen, Afghanistan) brachten keine Freiheit, sondern Chaos und Millionen Tote. "It's a feature, not a bug" würde man in der Informatik sagen. Die einzigen plausiblen Motive, die mir einfielen, wären die Zerstörung eines israelischen Rivalen und die Behinderung chinesischer Ölimporte.

  • Unbedingt sollten die Staaten eingreifen.



    Auf einen von ihnen geplanten Regimechange, gab es doch stets nur Frieden und Glück.



    Wahrscheinlich sind sie auch hier schon lange mit von der Partie.

  • Man kann doch nicht ernsthaft annehmen, Trump hätte ein Interesse am Wohlergehen der iranischen Bevölkerung. Er hasst die Mullahs, weil sie die USA gedemütigt haben und er will ans iranische Öl. Rache und Gier. Um mehr geht es nicht.

  • Mit israelischer Unterstützung wäre es für die Amerikaner wahrscheinlich möglich einen Chamenei und die Spitze der Revolutionsgarden auszuschalten. Aber ob das reicht, um einen echten positiven Regimewechsel im Iran auszulösen? Das ist wohl jenseits aller theoretischen Rechtsbetrachtungen die derzeit entscheidende Frage in Washington.

    • @vieldenker:

      Aus Aserbaidschan heraus und durch alte Netzwerke plus Bezahlung/Erpressung wäre ein Chamenei vielleicht zu finden und illegal zu töten (die USA darf obendrein auch immer noch nicht ausländische Staatschefs ermorden lassen).



      Eine Militärdiktatur der Revolutionsgarden gegen die oder mit den USA ist doch keinen Deut besser - ein zweites Mal Libyen oder Irak oder Afghanistan, na danke. Zumal, wenn dann Saudi-Arabien dominiert, der US-Protektor das Land plündert und Israel einen neuen Pseudo-Feind aufbauen muss, dass Netanyahu auch Wahlen gewinnt und nicht in den wohl verdienten Kerker muss.

  • Im Prinzip würde ich Gereon Asmuth zustimmen, Aber, na, wer trägt wohl die Verantwortung dafür, dass die internationalen Institutionen, die die einschlägig bekannten Schurken nach Den Haag und hinter Schloss und Riegel bringen könnten, das eben nicht mehr tun können?



    Richtig: vor allem die USA und im Schlepptau dann auch Staaten wie Israel. Die saudischen Despoten beispielsweise können sich schön weg ducken und einfach weitermachen, solange die „großen“ Schurken Russland, Iran (oder auch China) alleine am Pranger der Weltöffentlichkeit stehen. (Nebenbei: insofern funktionierte auch die israelisch-saudische „Kooperation“ auch ganz ohne Abraham-Abkommen immer schon durchaus gut).



    Gute Schurken, schlechte Schurken: die westliche Vorstellung von der neuen Weltordnung. Lediglich bei Typen wie El-Shaara in Syrien ist man sich da noch nicht so sicher.

  • Der britisch-iranische Schauspieler und Komiker Omid Djalili hat es in der BBC auf den Punkt gebracht: keinen Krieg.



    .



    Aber Hilfe - auch von Donald Trump.



    .



    www.instagram.com/...5zNWE1YTVtZ2JjeA==



    .



    Und Vermögenswerte einfrieren, Botschaften schließen und die Revolutionsgarden als Terrororganisation listen (der letzte Punkt scheitert in der EU an Spanien, Italien und Frankreich).



    .



    Von einem durch die USA herbeigeführten Umsturz kann angesichts der Aufstände nicht die Rede sein - große Teile der Linken verkennen, dass der Iran zwar Hisbollah und Hamas finanziert - dies aber eher das Gegenteil von Hilfe für die Palästinenser darstellt¹.



    .



    Und wer versteht eigentlich die aktuelle Zurückhaltung propalästinensischer Aktivisten: große Demos während des Gaza-Kriegs - und nahezu komplette Abwesenheit auf Demos gegen ein Regime in Teheran, das die eigene Bevölkerung brutalst zusammenschießt? ( z.B. kürzlich hier in Berlin www.instagram.com/...R4d29ndmhreGJscg== )



    .



    ¹als sei der blutige Terror der Hamas auch gegen die eigene Bevölkerung mit "Free Palestine" vereinbar - soll DAS vergleichbar auch für den Iran gelten?

    • @ke1ner:

      Ergänzend: hier www.instagram.com/...QzZnEzcnZobXMwNQ== der iranische Rapper Meraj Tehrani, dem offenbar die Flucht in die Türkei gelungen ist:



      .



      》They are killing everyone, they are killing everyone! [...] Only foreign help matters, only foreign help matters!《

  • Zynische Kommentare, man solle die Iraner doch sich selbst überlassen, muss man sich eben leisten können. Nichts als privilegierter Vulgär-Antiimperialismus.

    • @Axotono:

      Das ist nicht nur eine moralische Frage, sondern eine des Könnens...Europa kann das nicht.

      • @Chris McZott:

        USA können es auch nicht, tun es trotzdem... Irak, Libyen, Afghanistan... „We came, we saw, he died..." (H. Rodham -Clinton)

        • @Mondschaf26:

          Wir hätten aber gegen Saddam, Gaddafi oder die Taliban verloren...

    • @Axotono:

      Die Geschichte belegt viele Beispiele, die ein robusteres Einschreiten zur richtigen Zeit erfordert hätten. Auf dem Balkan gab es in den neunziger Jahren offensichtlich auch kein wirksames Konzept des "ehemaligen sogenannten Westens", das die Zivilbevölkerung ausreichend vor militanten Aggressoren mit finstersten (Rache-)Absichten schützen konnte.



      www.deutschlandfun...-und-ihre-100.html

      • @Martin Rees:

        Beispiele gäbe es wohl für beide Seiten, und da sind 1200 Zeichen zu wenig. Selbstüberschätzung oder vielleicht auch verdeckt-egoistische Motive für eine Intervention wie bei Libyen, Irak. Selbstunterschätzung oder vielleicht auch verdeckt-egoistische Motive für keine bei Bosnien.



        Der "Westen" hatte es dann am einfachsten einzugreifen, wenn er sich von universalen Prinzipien halbwegs leiten ließ und selbstkritisch in alle Richtungen blieb.

        • @Janix:

          Ich würde Ihnen grundsätzlich in allen Punkten Recht geben, in dieser Allgemeinheit auch schwer zu kritisieren.



          Nur soviel: „…selbstkritisch in alle Richtungen…“ muss ein Ideal bleiben. Eine robuste Intervention kann man nur mit der vollen Überzeugung durchziehen, richtig zu sein in seinem Tun. Das gilt für den Staatsmann, der die Truppen schickt. Aber noch mehr für den Soldaten, der es wortwörtlich ausfechten muss. Wer kämpft schon mit Verve mit einem Bein im Grab, mit dem anderen jedoch im Knast?

          • @Vigoleis:

            Das müssten sich jetzt vor allen Dingen die russischen Soldaten fragen, die von Putin als Kanonenfutter in der Ukraine verheizt werden. Trotzdem rollt die russische Militärmaschinerie (fast) wie ein präzises Uhrwerk Meter um Meter voran.



            Ich denke, in der US-Administration bedenkt man die Kosten einer Militärintervention im Iran (oder Venezuela) daher SEHR genau, da kann Trump auf Social Truth so viel kraftmeiern, wie er möchte.



            Aber - ich habe es schon geschrieben - Reza Pahlevi mag durchaus ein Hebel sein, den US-Fuß günstig, ohne große eigene Verluste in die Iran-Tür zu bekommen.

          • @Vigoleis:

            Ok, jemanden die "Drecksarbeit" machen zu lassen und ihn nachher simpel zum Sündenbock, ist _nicht universal ok.

            "I'm not convinced" oder die Libyen-Enthaltung waren dennoch letztlich wohl sachlich richtig.



            Und wenigstens anschließend evaluieren auch.



            Und mit einer gewissen Marge sollte auch schon mal ein Soldat in den Kerker, wenn er à la Vietnam, Butscha oder Lhasa austickt, mit oder ohne Befehl.

            • @Janix:

              Eugen Drewemann sieht das Kernproblem nicht beim Einzelnen, sondern im System. Daher weist er immer wieder darauf hin, speziell annonciert er die "Hartman-Szene":



              youtube.com/watch?...i=NV4RikrJOl16A0vA



              Bei zunehmender Verwendung von Drohnen und Roboter-Soldaten wird sich das mit den persönlichen Animositäten bei Ausübung von Zwang wohl bald technisch erledigt haben.



              Dann müssten endlich auch die im Hintergrund agierenden und nicht fürsorglich handelnden Befehlshaber mit zur Verantwortung gezogen werden, grundsätzlich.



              "Fast ein Jahrzehnt lang hat er die Welt erschüttert, heute früh nun ist Slobodan Milosevic einen stillen Tod gestorben. Ein Wächter fand den 64-Jährigen am Morgen in seiner Zelle, die seit viereinhalb Jahren sein letzter Wohnsitz war.



              Im großen Gerichtssaal des Kriegsverbrechertribunals in Den Haag haben Besucher in den letzten vier Jahren durch eine saalgroße Panzerglasscheibe die kriegerischen 90er Jahre noch einmal erleben können: wieder mit Slobodan Milosevic in der Hauptrolle, dem Mann mit dem energisch gereckten Kinn und dem immer etwas ungläubigen Blick, der immer ein wenig Entsetzen darüber verriet, mit was für..."



              deutschlandfunk.de '06

              • @Martin Rees:

                Soldaten wird die Menschlichkeit abgedrillt. Im entscheidenden Moment sollen sie auch töten. Full Metal Jacket ist nur ein Beispiel, wo das nach hinten losgehen wird.



                Mein "mit oder ohne Befehl" war sehr bewusst. Die Befehlsgeber sind heranzuziehen, wenn es Angriffs- udn Vernichtungskrieg ist, + diejenigen, die extrasadistisch an der Front sind, und eigentlich auch die +, die "nur" gehorsam sind, wo Gehorsam ein Verbrechen ist. Frei nach Arendts Postulat, dass es kein Recht zum Gehorsam gibt.



                Ich weiß nicht, ob solche hohen Ansprüche zu halten sind, ich war zum Glück nie an der Ostfront, in Vietnam, in Butscha, oberhalb von Srebenica, ...



                Und ich sehe auch Argumente für eine Verteidigungsarmee.



                Wer sogar andere Länder "befreien" will / das lautstark fordert, wird gar eine Angriffsarmee brauchen.



                Komplex, echt komplex, doch einen Weg werden wir finden und gehen müssen.

              • @Martin Rees:

                Für die eigenen Koordinaten hilfreich:



                Die theologische! Sicht des Eugen Drewermann



                Wer ihn hört, vergisst ihn nicht.



                youtu.be/zULanrlQS...i=HCJ1lxpA-pGzo9Z7



                /



                Äußere Impulse sind zum Austarieren wichtig.

                • @Martin Rees:

                  Bei allem Respekt, aber was haben Sie denn immer mit Hr. Drewermann? Diese permanente Werbung für ihn grenzt ja an Propaganda.



                  Wer sich selbst ein Bild von der Experten-Bewertung des Hr. Drewermann als Theologe und als Friedensaktivist machen möchte, sei dringend der entsprechende Artikel in der Wikipedia empfohlen:



                  de.wikipedia.org/wiki/Eugen_Drewermann



                  Ich selbst war einmal Zeuge eines Vortrages von Hr. Drewermann in der Berliner Urania: eine durch und durch peinlicher Auftritt des Herrn zum Fremdschämen.

                  • @Vigoleis:

                    Es geht um die ! theologische Ebene, wie ich bereits annonciert hatte, das ist ja nicht die einzige Grundlage für Entscheidungen. In einer liberalen Gesellschaft lässt man durchaus verschiedene Strömungen zu und an sich heran, um sich selbst ein Urteil zu bilden. Dafür ist auch Toleranz gegenüber unbequemen Meinungen oder schwer auszuhaltenden Tatsachen eine Empfehlung, gerade gegen die Wirkung von Propaganda und für die Entwicklung eines eigenständigen Denkens.



                    Man muss nicht alles übernehmen, was in bestimmten Kontexten plausibel erscheint, aber die Frage, ob man etwas verändern kann und sollte, ist ein Ergebnis einer umfänglichen Beschäftigung mit Kontroversen. Nicht alle Stimmen werden noch gehört oder in den Medien widergegeben. Wer sich provoziert fühlt, kann ja abstellen oder dagegen argumentieren und kommentieren. Die Drill-Szene im von mir angegebenen Film erreichte Weltruhm, berechtigterweise.



                    "Nicht zum ersten Mal war Krieg ein Thema für Stanley Kubrick. Bereits 30 Jahre zuvor hatte er mit "Wege zum Ruhm" eine wütende Anklage gegen das Verheizen von Menschen gedreht, damals über den Ersten Weltkrieg."



                    Quelle prisma.de

  • Trump und Netanyahu geben der Opposition den Todeskuss, den sie hoffentlich überleben wird. Sich von der USA etwas diktieren lassen: Nein.



    Und auch weiß man noch um die irakischen Kurden, von Bush zum Aufstand ermuntert und fallengelassen.



    Solidarisch sollten alle Länder sein.



    Die USA hat mit den Epstein-Files auch gerade genug zu tun.

    • @Janix:

      "Die USA hat mit den Epstein-Files auch gerade genug zu tun."



      Deshalb verlegen sie erneut den "Kriegsschauplatz" und deuten neue "Rote Linien" mit Drohgebärden durch Militärpräsenz an:



      Juni 25 zunächst:



      "Naher Osten:



      USA schicken Flugzeugträger und Tankflugzeuge in Krisenregion



      Das US-Militär unterhält im Nahen Osten Stützpunkte mit jeweils Tausenden Soldaten. Die Streitkräfte wollen Israel bei Bedarf bei der Verteidigung unterstützen."



      Bei blick.ch



      Und jetzt:



      "Nach den Drohungen gegen den Iran verstärken die USA Medienberichten zufolge ihr Militär in Nahost. Die "New York Times" berichtete unter Berufung auf zwei US-Beamte, der Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" und einige Begleitschiffe seien auf dem Weg vom Südchinesischen Meer in die Region. Bis zur Ankunft dauere es etwa eine Woche. Zudem würden zusätzliche Waffen und Verteidigungsausrüstung dorthin gebracht. Es könnten Kampfflugzeuge folgen."



      Bei n-tv.de



      Ein durchschaubares Manöver, aber nicht unkritisch.



      Übrigens vor fast genau 2 Jahren bei faz.net



      "Nahostkonflikt:



      London will Flugzeugträger ins Rote Meer schicken"



      Wahrscheinlich werden wir ähnliche Meldungen bald wahrnehmen.

  • Die Entscheidung zwischen "Ja" und "Nein" setzt m.E. Kenntnis darüber voraus, was genau das US-Militär tun könnte und was das für Folgen im Iran selbst hätte. Die erste Teilfrage könnten aktuell wohl nur US-Insider beantworten, die zweite Teilfrage nicht einmal diese. Folgt man der Logik der bisherigen Trumpschen Millitärpolitik, so darf man annehmen, dass sie dort nur kurz reingehen und dann wieder rausgehen wollen, dass sie sich nicht dauerhaft verbeißen wollen. Aber was, wenn der mögliche kurze Eingriff nicht das gewünschte politische Ergebnis bringt, sondern ein völlig anderes?

  • Trump hat versprochen. Wenn er nicht liefert, ist sein (für viele eh schon zweifelhaftes) Ansehen weltweit futsch. Hilfe ist unterwegs, sagte er. Bei George Dabbeljuh v. Saddam hieß das gezielter Cruise Missile-Einsatz. Gegen Objekte von Präsident und Regierung. Vielleicht haben die Strategen im Pentagon seitdem weiter gedacht und beehren auch chamenei-treue Oligarchen mit solchen Flugobjekten - nicht nur das Regime angreifen, sondern auch seine Stützen, vor allem deren Raketen- und Drohnenfabriken..

    Wenn Trump nicht liefert, ist er nur noch eine Lachnummer.

    Wenn er liefert, dann hoffentlich mit Sinn und Verstand so, dass die Schiitismus-Extremisten die Segel streichen.

  • Klar, Trump kann Soldaten schicken, wahrscheinlich können die sogar kurzfristig den Iran besetzen. Letztendlich würde sich dann ein zweites Afghanistan entwickeln und das ganze Land in Chaos versinken.

  • Ein wesentlicher Faktor zur Verhinderung weiterer Verbrechen der Schergen und Adlaten des Mullah-Regimes ist die Zeit.



    Hier gibt es schließlich auch enge Fenster für wirksame Handlungsoptionen.



    Die Führung in Teheran ist vielen Beobachter*innen und Beteiligten sogar weltweit hoch suspekt oder auch verhasst.



    Ein Konsens wäre utopisch, aber ein "Deal" wahrscheinlich nicht auszuschließen.



    Je schneller das "Game Over" kommt, desto eher kann es eine Zeitenwende geben.



    Die letzten Angriffe auf Israels Nachbarstaaten waren wohl auch nicht nur "Vergeltung", es ist von der Umsetzung eines Planes auszugehen.



    Deutschland wird wohl kaum gefragt werden oder gefragt sein.



    Bei fr.de Juni 2025



    "Verbündete, Feinde und Alternativen zum Mullah-Regime im Iran"



    Es ging um die "Operation Rising Lion"



    Dazu bei n-tv.de



    "Israel setzt seine Drohungen gegen den Iran in die Tat um und startet die Operation 'Rising Lion'. Der Name des Großangriffs ist nicht willkürlich gewählt. Er könnte sich sowohl an die Mullahs, als auch an die iranische Opposition wenden.



    Nach monatelangen Spannungen hat Israel seine Drohungen wahr gemacht und einen Großangriff auf den Iran gestartet. Zur Begründung verwies Israel auf..."

  • Herr Bax übersieht eine wichtige Tatsache: Hilfe für das geschundene Volk wäre halt gerade kein "Regime Change" von außen sondern die Menschen dort bitten nicht nur sondern flehen geradezu nach Hilfe. Und dann zu argumentieren, daß der Westen den Druck erhöhen muss um das Regime zu zwingen den Forderungen der Protesierenden nachgibt ist zynisch. Ist doch die Forderung der Protestierenden das ENDE des Regimes. Und jeder Tag der verlorengeht tötet Tausende.



    Und, daß ein Eingreifen von außen die Reihen zusammenschweißt ist gelinde gesagt blödsinn: die Reihen sind schon zusammengeschweißt: eine kleine Elite mit ihren Mördern gegen ein vereintes Volk.



    Sanktionen gegen den Iran gibt es schon lange und das Androhen von Strafverfolgung braucht es nicht da die Machthaber genau wissen welche Verbrechen sie begehen. Immerhin studieren die Kinder der Mullahs an westlichen Eliteunis - die können Ihnen bestimmt erklären was Verbrechen gegen die Menschlichkeit bedeutet. Herr Dax sagt ja auch selbst, dass die Stützen des Regimes viel zu verlieren haben - die Wissen also genau Bescheid.

    • @Petros:

      Ich verstehe nicht Recht, wie man gerade nach den Erfahrungen im Irak oder in Libyen noch einmal auf solche Simplifizierungen hereinfallen kann: es gibt im Iran kein "geeintes Volk": das "Regime" besteht auch aus Iranern (und gar nicht Mal wenigen), die Opposition ist zerstritten und es gibt (wenig beachtet) auch im Iran eine diffuse Mitte, die weder pro-IR noch oppositionell ist, sondern einfach nur irgendwie über die Runden kommen will. In Verbindung mit der ethnischen Spaltung Irans hat das das Potenzial zu einem katastrophalen Bürgerkrieg. Dass Trump und seinen Anhang solche Folgen nicht kümmern, ist geschenkt, wieso sich der deutsche Linksliberalismus schon wieder mit ein bisschen humanitärer Rhetorik hinters Licht führen lässt, verstehe ich nicht.

      • @O.F.:

        Vielleicht weil der Linksliberalismus einfach pro Israel, anti Terror ist und komplizierte Zusammenhänge selbst Geschichtswissenschaftler und Philosophen zur Verzweiflung bringen?

        Merke: Wenn Meinungen unterschiedlich sind, ist das Problem zu komplex gewesen. Oder aus deiner Sicht wurde die eine Seite hinters Licht geführt.

        Dabei muss die Welt einfach gebaut sein, mit klaren Gesetzen und klaren Linien wer gut (Menschenrechte, Judentum) und wer böse (Kapitalismus, Diktaturen) ist. Sonst wirst du immer wieder verzweifeln, warum keiner deiner Idee folgen wird.

  • Militärschläge gegen den Iran haben viele Risiken und ihre Wirkung ist offen.



    Oder: Die Aufständischen müssen sich jetzt bewaffnen und im Zweifel einen Bürgerkrieg gegen Basij und Revolutionsgardisten führen und in diesem gewinnen.



    Das könnte in Belutschistan und Kurdistan funktionieren, ob aber in Shiraz, Mashad, Teheran, Tabriz oder Isfahan die Menschen wirklich bereit sind, einen solchen Kampf aufzunehmen?



    Die Proteste sind ausgebrochen, weil der Iran mit seinen Gewinnen aus der Öl- und Gasindustrie alleine nicht mehr auskommt, der Staat muss jetzt Steuern einnehmen und er muss Unternehmen taxirieren, also Informationen erhalten.



    Das wäre eigentlich vernünftig, wurde aber von Handwerkern und Bazaris als Kriegserklärung des Staates aufgefasst.



    Die Idee der Absetzung der Regierung hat zu diesem Zeitpunkt nicht bestanden und ich bin mir nicht sicher, ob sie wirklich überall so präsent ist, wie das behauptet wird.



    Ich glaube leider, dass die Mullahs noch nicht am Ende sind. Aber früher oder später wird dieses Regime fallen, fragt sich nur wann genau. Mit Militärschlägen alleine fällt es nicht. Kurzfristig könnte das eine Einigung unterschiedlicher Millieus erzeugen.

    • @Andreas_2020:

      "... Die Aufständischen müssen sich jetzt bewaffnen ..."



      ... und wie und woher?

  • Schon erstaunlich, dass es hier ein pro und contra gibt, denn solange es keine großen Brüche im iranischen Sicherheitsapparat und Militär gibt, wird sich nicht viel zum Besseren ändern.



    EIn US-Angriff auf den Iran könnte zudem den Iran destabilisieren. Beispiel Irak.



    Deutschland hat schon immer, ob Krise oder nicht, munter Geschäft mit dem Irah gemacht und wird das weiter tun.

    Und was will die Bundeswehr in Grönland? Ernsthaft mit anderen EU-Staaten Dänemark gegen die USA notfalls militärisch beistehen? Dafür dann ein pro und contra in der taz?

    Die Konfusion wird noch größer, wenn man die Lieferung von zwei neuen deutschen U-Booten nach Indien bedenkt.



    Ebenfalls ein Pulverfass, den Indiens Erzfeind Pakistan ist wie Indien im Besitz von Atomwaffen.



    Den wenigsten Menschen scheint klar zu sein, wie tönern der Frieden weltweit ist.

    • @Lindenberg:

      Die deutchen Exporte in den Iran sind von 2000 bis 2025 stark gesunken. Das ist durch die Sanktionen erzwungen worden. In Iran sind deutsche Maschinen und Ausrüstungen sehr gefragt, der Handel könnte also auch wieder steigen, aber insgesamt spielt der Iran als Exportmarkt für Deutschland keine Rolle.



      Und ich gebe ihnen recht, die deutsche Außenpolitik verändert sich gerade und sie ergibt ein wirres Bild und das sind nicht unbedingt intelligente Lösungen, die unser Land gerade außenpolitisch antreiben.

  • Die UN Charta hat ein Eingreifen in innerstaatliche bewaffnete Konflikte nicht vorgesehen. Sie schließt somit jede Form der Einmischung der Vereinten Nationen in innerstaatliche Angelegenheiten kategorisch aus.

    Eine Erweiterung der Charta auf innerstaatliche Konflikte ist eigentlich schon seit dem Jugoslawienkrieg überfällig. Nur müssten sich die Mitgliedsstaaten zuerst auf allgemeine Normen innerstaatlicher Ordnung einigen und dann die Rechtsgrundlage dafür schaffen.

    Der Kommentar von Gereon Asmuth ignoriert dabei so gut wie alle Errungenschaften die durch die Verabschiedung der Charta erzielt wurden. Der Sinn der Charta war es, militärischer Macht ein Modell internationaler Kooperation und kollektiver Sicherheit entgegenzustellen.

    Auch sollte der Autor mitbedenken, das ein Eingriff in die nationale Souveränität von Mitgliedstaaten auch immer internationales Recht schlechthin in Frage stellt, indem es das Vertrauen in international ausgehandelte Abkommen untergräbt. Aber ohne Vertrauen kann es auch keine Friedensordnung geben, was wiederum zu willkürlichen militärischen Interventionen führen wird, wie erst kürzlich in Venezuela zu beobachten war.

    • @Sam Spade:

      Es wäre so wertvoll, wenn das internationale Recht beachtet werden würde, vor allem von Donald Trump. Danach sieht es aber nicht aus, deswegen muss auch ein Abwägen momentaner politischer Optionen erfolgen.

  • Das Bax sich gegen eine Intervention ausspricht, das ist in Grunde schon ein gutes Argument für eine ebensolche.

    Sollte diese nicht stattfinden und es den Terror-Regime noch einmal gelingen sollte, den Widerstand blutig niederzuschlagen, würde das wohl für eine weitere jahrelange Friedhofsruhe sorgen.

    Möge es gelingen das apokalyptische, menschenfeindliche Mullah-Regime auf die Müllhalde der Geschichte zu befördern.

    Frau, Leben, Freiheit.

    • @Jim Hawkins:

      Daniel Bax lehnte in einer andren Pro und Contra Runde bereits die Schließung des Islamischen Zentrums Hamburg ab – obwohl es ein verlängerter Arm der Regimes in Iran war.

      Siehe: taz.de/Ist-das-Ver...ig/!6025866&s=Izh/

      Klar, dass er härtere Maßnahmen gegenüber der iranischen Regierung ablehnt.

      Darum schenke ich ihm auch wenig glauben, wenn er jetzt meint, man müsse alle Möglichkeiten ausschöpfen, um den Druck auf das Regime zu erhöhen. Dafür war er in den letzten Jahren einfach zu einseitig unterwegs.

  • Es ist unfassbar, das Deutschland überhaupt Handelsbeziehungen zum Iran hat. Keine deutsche Regierung hat das bisher geändert, egal ob schwarz, gelb, rot oder grün. Unglaublich.

    • @Gnutellabrot Merz:

      Wir haben auch Handelsbeziehungen zu ganz ganz vielen anderen nicht-demokratischen Ländern. Und jetzt? Unglaublich daran ist nur, dass sie offensichtlich denken, wir führen nur handelsbeziehungen mit Ländern, die sich an Menschenrechte halten....

      www.destatis.de/DE...ob=publicationFile

  • Natürlich wäre eine internationale Eingreiftruppe die beste Lösung.

    Doch da werden wie üblich die islamischen Staaten Einspruch erheben und einen der ihren schützen. Deswegen wird das also nichts.

    Dieses Mal gebe ich jedoch sogar Herrn Bax in manchen Punkten Recht.

    " . . . darf man skeptisch sein, ob eine von außen erzwungene Form des „Regime Change“ überhaupt wünschenswert ist."

    Allerdings.

    Die meisten Frauen wollen den "Regime Change" natürlich nahezu überall.

    Doch Männer fürchten um ihre Macht in patriarchalischen Systemen und lassen daher lieber alles wie es ist. Und wenn es noch so schrecklich ist.

    Es ist ein Kampf der Männer gegen die Frauen. Und die Religion hält ihre Hand schützend über die Männer.

    Auch wenn Trump helfen würde, die Männer holen sich de Macht zurück.

    Ein absoluter System-Neustart wäre erforderlich.