piwik no script img

Hitzerekorde und Verhalten der PolitikFast schon unterlassene Hilfeleistung

Silke Mertins

Kommentar von

Silke Mertins

Statt in den Hitzeschutz zu investieren, tun Politik und Wirtschaft so, als seien heiße Tage die Ausnahme der Regel. Dabei sind sie das neue Normal.

D ie Steverhalle in Senden bei Münster: draußen sind es 37 Grad, in der Halle selbst kaum kühler. Die Kon­zert­be­su­che­r*in­nen fächern sich hektisch Luft zu. Die ganze Veranstaltung ist für Zuschauer und Musiker eine einzige Zumutung. Der Witz: Die Steverhalle wurde gerade erst aufwendig saniert. Nur an eines haben die Verantwortlichen nicht gedacht: eine Klimaanlage. Die Steverhalle ist ein typisches Beispiel für Regierungshandeln auf allen Ebenen in Deutschland. Ja, man hat erkannt, dass der Klimawandel ein Problem für die Zukunft darstellt. Und ja, viele Kommunen sind stets bemüht, die CO₂-Emissionen zu senken. Manche Städte und Gemeinden haben dazu richtig gute Programme entwickelt, um das Leben in den Städten erträglicher zu machen, beispielsweise Bochum.

Aber insgesamt wird noch immer so getan, als ginge es nur darum, mal ein paar besonders heiße Tage zu überstehen. Wenn man sich vor Augen führt, dass sich in den vergangenen 10 Jahren die Zahl der Hitzetoten nahezu verdoppelt hat, dann kann man hier fast schon von unterlassener Hilfeleistung sprechen: Zwischen 2005 und 2014 waren es 20.000 bis 25.000 Tote und zwischen 2015 und 2024 bereits 39.000 bis 41.000.

Da geht es längst nicht mehr um die Zukunft, sondern um Maßnahmen für das Hier und Jetzt: mehr Freibäder mit mehr Schatten, Trinkbrunnen an jeder zweiten Ecke, wohnortnahe Abkühlungsräume für Menschen, deren Wohnungen überhitzt sind, Fassaden begrünen, Pflegeheime und Kliniken wenigstens mit Deckenventilatoren nachrüsten. Denn gerade alten Menschen ist nicht sonderlich damit geholfen, sie vom überhitzten Altenheim ins überhitzte Krankenzimmer zu verlegen. Viele Krankenhäuser haben nicht einmal Jalousien oder Vorhänge zur Verdunklung.

Das Logo der taz: Weißer Schriftzung t a z und weiße Tatze auf rotem Grund.
taz debatte

Die taz ist eine unabhängige, linke und meinungsstarke Tageszeitung. In unseren Kommentaren, Essays und Debattentexten streiten wir seit der Gründung der taz im Jahr 1979. Oft können und wollen wir uns nicht auf eine Meinung einigen. Deshalb finden sich hier teils komplett gegenläufige Positionen – allesamt Teil des sehr breiten linken Meinungsspektrums.

Bei den Unternehmen sieht es kaum besser aus als im öffentlichen Raum. Das höchste der Gefühle, was den Arbeitgebern bei Hitze einfällt, ist, den Beschäftigten ein Eis zu kaufen. Ob Werkstätten, Fabriken, Büros – Klimatisierung ist die Ausnahme, obwohl man sie im Prinzip mit eigenen Solaranlagen energetisch versorgen könnte. Dass die Unternehmen hier nicht längst investiert haben, verwundert, denn die Leistungsfähigkeit von Menschen verringert sich bei Hitze drastisch. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO sinkt die Produktivität um etwa zwei bis drei Prozentpunkte pro zusätzlichem Grad über 20 Grad. Schon eine viertägige Hitzewelle reduziert das Produktivitätswachstum in Westeuropa um bis zu zwei Prozentpunkte pro Quartal.

Dabei existieren bereits viele Lösungen bei Hitzeproblemen: Steine, die sich weniger aufheizen, wurden bereits entwickelt. Auf Fassaden können spezielle Moose angesiedelt und Dächer mit leichten Granulaten statt Erde begrünt werden. An Ideen mangelt es jedenfalls nicht. Politik und Wirtschaft müssen dringend begreifen, dass der Klimawandel mit seinen häufigen Extremwetterereignissen bereits da ist – und entsprechend handeln. Denn letztlich ist es auch eine Frage der Freiheit: Ohne Anpassungen sind wir im Sommer in unseren Häusern gefangen.

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 60 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen

Silke Mertins

Silke Mertins Redakteurin Meinung

Kommentatorin & Kolumnistin, Themen: Grüne, Ampel, Feminismus, Energiewende, Außenpolitik
Mehr zum Thema

30 Kommentare

 / 
  • "Steine, die sich weniger aufheizen, wurden bereits entwickelt. "

    Ein Hitzeplan ohne Klimaanlagen können sie vergessen.

    Bäume pflanzen, Steine die sich weniger (!) aufheizen sind bestenfalls nutzlos bei Hitze.

    Da haben sie ihre unterlassene Hilfeleistung. Je wie kann man so vernagelt sein. "Wenn du schon in einem Loch sitzt, hör auf zu graben".

  • "Manche Städte und Gemeinden haben dazu richtig gute Programme entwickelt, um das Leben in den Städten erträglicher zu machen, beispielsweise Bochum."



    Das ist auf dem Papier auch so und wird dann auch sicher bald einen Unterschied machen, aber am Samstag auf dem Weg ins Schauspielhaus Bo (draußen 37 Grad, drinnen erträglich), sah es an den Alleen wie im Frühherbst aus. Hitzestress lässt das Blattwerk als Laub auf den unteren Grünflächen wie ein goldgelber Teppich erscheinen, sogar etwas leuchtend. - Sieht nicht schlecht aus, ist aber ein Alarmzeichen!



    "Schwammstadt" ist noch keine flächendeckende und überall fühlbare Realität.



    Auch Hannover schwächelt derzeit in der Umsetzung seiner ambitionierten Programme.



    "City Roofwalks verbinden begrünte Dächer in der Innenstadt



    Unterwegs auf grünen Dächern: In der City von Hannover soll ein besonderes Programm zur Dachbegrünung umgesetzt werden – mit üppig bepflanzten Dachgärten und Fassadenbegrünungen ("hängende Gärten"). So soll eine ökologisch wirksame und erlebbare neue Dachlandschaft entstehen, die durch City-Roofwalks (Brücken von Dach zu Dach) miteinander verbunden sind."



    Bei hannover.de



    Avanti!

  • Unterlassene Hilfeleistung trifft es nicht ganz.

    Union, SPD, FDP und AfD weigern sich ja gerade, Maßnahmen zur Dekarbonisierung und damit Einhaltung eines menschlich noch erträglichen Temperaturanstiegs einzuleiten.

    Und das seit Jahrzehnten.

    Trotz anderslautendem Wählerauftrag.



    Trotz erdrückend klarer Erkenntnislage.



    Trotz völkerrechtlich verbindlicher Verträge und eindeutiger Rechtsprechung durch das BVG und das EUGH.

    Da reden wir nicht von Unglücken, die einfach so passieren.



    Sondern von einer bewußt oder mindestens fahrlässig herbeigeführten Krise.

    Es ist es also keine unterlassende Hilfeleistung, wenn der TäterIn sich nicht um seine Opfer kümmert.



    Sondern Ausdruck seiner/ihrer Brutalität und Verkommenheit.

    Es geht hier also um eine besondere Schwere der Schuld.

  • Ohne Klimawandel wäre es letztes Wochenende 3 Grad 'kühler' gewesen -



    siehe taz taz.de/Studie-zur-...en-Hitze/!6190981/



    Also 'nur' 35 bis 38 Grad statt nunmehr 38 bis 41...



    Das in Deutschland seit jeher konsequent keine Klimaanlagen eingebaut werden, ist absolut unverständlich. Dazu brauchte es keinen Klimawandel.



    Der Deutsche ist da mal wieder typisch eigenbrötlerisch. Klimaanlagen gelten als Energiefresser. Völliger Käse im Vergleich zum wirtschaftlichen Schaden durch Überhitzung. Klimaanlagen würden sich fünfmal rechnen wenn man Anschaffungs- und Stromkosten mit der Ineffizienz der Arbeiter durch Hitze gegenrechnet.



    Und spätestens seit der Entwicklung von Solarstrom und dem Boom in Deutschland Anfang der 2000er hätten die flächendeckend verbaut gehört.



    Wir verschenken im Sommer beinahe täglich Solarstrom ins Ausland, zahlen teilweise Unsummen das die uns den grünen Strom abnehmen und unsere Netze nicht zusammenbrechen - und sitzen gleichzeitig in schwülheißer Luft vor kleinen Ventilatoren...



    So viel Dummheit verdient es nicht anders 🤷

    • @Astrid Sehnefeld:

      Sie bringen es auf den Punkt, Klimaanlagen lösen wesentliche Teile des Problems kurzfristig, können im Winter z.Z. zum Heizen genutzt werden und im Sommer korrelieren PV-Überschuss und Hitze nahezu perfekt. Wenn, ja wenn da nicht möglicherweise eine gewisse Technologiefeindlichkeit wäre. Interessant sind daher auch die netten Hinweise auf Bäume pflanzen und Klimaschutz. Die Bäume brauchen viele Jahre, der Klimaschutz Jahrzehnte. Bei den Bäumen darf man sich dann über Schatten freuen (viel Kühler wird es trotzdem nicht) und der CO2-Anteil in der Atmosphäre wird in einigen Jahrzehnten bestenfalls konstant bleiben, da der CO2-Ausstoß nicht auf Null gefahren werden kann.

  • Finale: Endlich zurück zum Alltag.



    Nachdem die Hysterie-Berichterstattung über Hitzerekorde langsam abebbt, kehrt auch der politische Alltag zurück: AfD-Verbot, Infrastruktur, steigende Spritpreise, Abschiebedebatten und die üblichen Dauerbrenner. Reichensteuer? Nein. Weniger Bürgergeld? Ja. Politik gestalten? Irgendwie schon – aber wie?



    Guten Morgen Deutschland!

  • @fly: Wenn man die Wahl hat zwischen Hitzetod und Erkältung ist unter Umständen die Erkältung das kleinere Übel. Und Deckenventilator hat die größte Wahrscheinlichkeit, dass die Raumluft zirkuliert ohne dass man direkt im Windstrom sitzt. Er kann ja gern mehrstufig sein, dann kann man gucken, mit welcher Stufe es am besten geht ,,,

  • "Politik und Wirtschaft müssen dringend begreifen, dass der Klimawandel mit seinen häufigen Extremwetterereignissen bereits da ist"

    Das haben die schon längst begriffen, ebenso wie ein Großteil der Bevölkerung. Nur mit der Anerkennung hapert es noch bei den meisten.

    Meine Frau als Ärztin vergleicht diese Form der Realitätsverweigerung gerne mit der Reaktion ihrer Patienten bei ungünstigen Diagnosen. Das nicht wahrhaben wollen ist eine natürliche Abwehrhaltung um unangenehmen Dingen aus dem Weg zu gehen. Ignoranz und Ausreden dienen als Schutzmechanismus. Aber nur bis zu dem Zeitpunkt in dem die Symptome körperlich spürbar werden und ein Ausweichen nicht mehr möglich ist.

    In dieser Hinsicht unterscheiden sich "Ich hatte schon immer etwas höheren Blutdruck" und "sind ja nur ein paar Hitztage im Jahr" oder "früher war es auch heiß" nicht voneinander und dienen dem selben Zweck.

    Da die jetzigen Hitzewellen als Folgen des Klimawandels erst der Anfang sind, ist es natürlich umso verherrender, wenn Industrienationen von Staatenlenkern eines Kalibers Trump oder Merz geführt werden, bei denen politische Gestaltung nur innerhalb ihres eigenen Weltbildes stattfindet.

  • Du hast Recht Silke



    Klimawandel möglichst verhindern aber gleichzeitig das Unvermeidliche erkennen und handeln. Und alle aktuellen Vorgaben berücksichtigen einfach noch nicht die neue Realität und schon gar nicht die in 10, 20 Jahren. Das ist mindestens fahrlässig. Ich habe meine Mitarbeiter bereits vor 20 Jahren bei Temperaturen über 30 Grad nach Hause geschickt und irritierte Blicke vom Kunden bekommen. Heute wird es öfter noch heißer und mir fällt niemand ein der in einer anderen Firma nach Hause geschickt wurde abgesehen von den Mitarbeitern meiner Frau. Traurig

  • Für Neubauten gibt es mit § 14 GEG bereits Vorgaben zum sommerlichen Wärmeschutz.

    Für Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, also etwa Kliniken und Pflegeheime, gibt es ebenfalls konkrete Empfehlungen für Hitzeschutzpläne.

    Für Arbeitsplätze gelten in Deutschland klare Arbeitsschutzregeln, insbesondere die ASR A3.5 „Raumtemperatur“.

    Die Politik ist also nicht untätig. Die Umsetzung kostet aber Geld, Planung und Zeit.

    Und viele können auch selbst etwas beitragen: verschatten, begrünen, richtig lüften, entsiegeln und auf gefährdete Menschen achten.

    • @Benzo:

      Die ASR 3.5 ist lächerlich. Arbeitsverbot in Räumen erst ab 35°C. Splitklimageräte zu installieren, ist kein Hexenwerk. Stiftung Warentest (www.test.de) hat eine ganze Datenbank zu Klimasplitgeräten inklusive der Midea PortaSplit (zu normalen Zeiten 720-800 €), die überhaupt keine Installation im kältetechnischen Sinne braucht. Das sind jetzt keine Lösungen für größere Unternehmen, aber für Private und kleinere Unternehmen i. d. R. völlig ausreichend.

    • @Benzo:

      Diese Vorgaben und Pläne ignorieren aber gekonnt das Thema Klimaanlagen. Weil die über viele Jahre in Deutschland aus ideologischen Gründen abgelehnt wurden.

      Ohne Klimaanlagen oder vergleichbare technische Anlagen erreicht man im Sommer bei einer Hitzewelle mit deutlich über 30 Grad im dritten Stock eines Gebäudes in der Stadt keine 24-25 Grad.

    • @Benzo:

      Diese Antwort hätte doch unter dem Bürokratie-Artikel erscheinen sollen, oder? 😎😁

    • @Benzo:

      Ach ja. Wir leben eben in Deutschland. Wenn es eine Verordnung gibt, ist die Arbeit erledigt 😁

      Aber da geht sie erst los. Die schönste Verordnung ist nutzloses Papier, wenn sie nicht umgesetzt wird. Und da geht die Arbeit der Politik erst los. Sie muss dort, wo sie es direkt machen kann (in öffentlichen Gebäuden ect.), handeln und in den anderen Bereichen die Umsetzung effektiv kontrollieren.

    • @Benzo:

      Ich frag mich ja, ob alle diese Dinge denn auch Strafbewehrt sind. Wenn das nichteinhalten von Bauvorschriften nicht mit Millionenstrafen verbunden ist, wird da denke eher garnix passieren. Weil hierhulande regiert nur die BWL. Und die denkt nur in Geschäftsjahren, oder sogar nur quartalen.



      Ich seh dauernd sogar bei direkten Investitionen in den langfristigen Gewinn durch niedrigere Kosten: Neee die amortisationszeit muss schon

    • @Benzo:

      Eine Frage: Wie sieht es mit gesetzlichen Vorgaben für Altbauten aus? Unser Vermieter meinte sinngemäß: "Es ist keine gesetzliche Vorgabe, also unternehmen wir auch nichts" – obwohl die Temperatur in der Wohnung (3. OG, darüber bloß noch der kaum isolierte Trockenboden) sich in heißen Nächten kaum unter 25°C drücken läßt und die 30°C absolut locker gerissen werden.

  • Auch wenn es sicher ein kollektives Versagen der Verantwortlichen ist, sollte man insbesondere Umweltschutzaktivisten und teils Grüne-Parteien hervorheben, die sich lange gegen Klimaanlagen gestemmt haben.

    Weil die mit ihren Energieverbrauch zum Klimawandel beitragen, weil sie den Außenraum erhitzen, weil es nur eine Notlösung ist und vom Kampf gegen den Klimawandel ablenkt usw. Von einer irrationalen Angst vieler Deutschen vor Klimaanlagen mal ganz abgesehen.

  • Da hilft es nur, die Splitanlage mit dem Balkonkraftwerk zu betreiben...

  • Zitat: Na Sie haben vielleicht ein Problem damit, dass wir die Hitze-Limo abgeschafft haben ( Freigetränk ab 27 Grad ) - gehen sie halt in den Vorraum, wo die Arbeit steht, da ist es kühler! Ham se wenigstens was zu tun. - Außerdem haben Sie morgen ja Nachtschicht! Ich mach dann mal Wochenende - puh, ist das heiß!!! Ab an den See.

    Kein Comedy-Gold, sondern Haltung eines Vorgesetzten!

  • Deckenventilatoren in Pflegeheimen und Kliniken sind keine gute Idee. Selbst Gesunde haben sich im Urlaub in südlichen Ländern schon so manche hartnäckige Erkältung zugezogen, wenn man den Umgang mit Ventilatoren nicht gewöhnt ist.

    • @fly:

      Naja, besser ne Erklältung als den Hitzetod sterben oder?

    • @fly:

      Erkältungen werden nicht durch Zugluft versursacht sondern durch Viren....

    • @fly:

      ...Könnte in Kliniken möglicherweise auch, je nach Spektrum und Disziplin, ein Hygiene-Problem werden, aber wahrscheinlich gibt's Beispiele aus Südeuropa, speziell Italien und Spanien.

    • @fly:

      Ventilatoren, Temperaturunterschiede oder „Zug“ habe mit Erkältungen erstmal nichts zu tun.

      In Krankenhäusern sind Ventilatoren aus Hygienegründen (keine sollen nicht unnötig durch die Gegend gepustet werden) I.d.R. verboten.

    • @fly:

      Nur Bakterien und Viren verursachen Erkältungen. Ventilatoren verursachen erstmal nur Wind. Das sind zwei Konzepte, die nichts miteinander zu tun haben. Die hartnäckige Urlaubserkältung ist vermutlich der neuste Coronastamm gewesen...

    • @fly:

      An den richtigen Umgang mit Kühlung kann man sich gewöhnen...

    • @fly:

      Also lieber ans Schwitzen gewöhnen? Oder was wollen Sie jetzt mit Ihrem Kommentar aussagen?

  • Bei uns haben sie den Marktplatz für 2,5 Mio. saniert. Mit einem Plan, der vor 20 Jahren erstellt wurde. Hat sogar vom Land einen Preis bekommen wegen vorbildlicher Umgestaltung.



    Leider jetzt Betonwüste mit 6 stark beschnittenen Bäumen unf gefühlt 10 Grad heißer als zuvor.



    So läuft das in Lande äh Ländle.



    Nachrüsten kostet dann wohl wieder ne Stange Geld. Aber Infrastrukturfonds machts möglich, nehme ich mal an.

  • Ja, aber:



    Die Politik ist der Spiegel der Gesellschaft.



    Und Merz wurde gewählt.



    Auch Linke und Grüne waren stets bemüht die Ampel ist schlecht Möglichste Licht zu setzen.



    Nur partiell wird nun in diese Richtung argumentiert, natürlich ganz ohne frühere falsche Standpunkte zu erwähnen.



    Kurz gesagt: wir sind selber schuld!



    In der 80er Jahren waren Heinbuchenhecken der Standard der Gartenbegrenzung und Sichtschutz bestenfalls aus Holz.



    Heute kaufen alle die Landlust, fällen den letzten Baum im Garten, steigen von bloßen Rasenflächen auf Schotter um und Parkplätze und Garagen nehmen eh schon den meisten Platz ein.



    Wer hat verkündet, dass Zäune mit Plastikstreifen schön sind?



    Wer hat noch nicht gemerkt, dass es unter einem Baum kühler ist, als unter einem Sonnenschirm?



    Sind die A..e d..f? Sieht ganz so aus!



    Einfach mal selber machen, das erste Apfelbäumchen pflanzen, dem Nachbarn den Schatten schmackhaft machen/ geht schon mit (essbarer) Balkonbegrünung.



    Ist es in einer solchen Gesellschaft wirklich verwunderlich, dass es PolitikerInnen gibt, die zurück zur Atomkraftwerken wollen, obwohl die, wegen mangelndem Kühlwasser, reihenweise abgeschaltet werden ?



    Mensch - mach mal!

  • Heute gelesen, ab 2031 werden sich die Bedingungen on Frankfurt mit heute Kroatien vergleichen lassen. Dazu muss man wissen, in Kroatien leben auch Leute und scheinen zu überleben. Ob die dort überall Moos auf dem Dach und Spezialsteine haben wage ich zu bezweifeln. Die Hitzetoten, die es in Kroatien ja in Massen geben muss, haben bestimmt Hitze im Totenschein stehen. Aber es stimmt, es wäre sinnvolle sich auf höhere Temperaturen einzustellen, vielleicht den Grünanteil im Städten zu erhöhen und den Betonanteil etwas aufzulockern. Mehr Klimaanlagen helfen auch , durfte gerade in Krankenhaus ohne Klimaanlage arbeiten, nicht nett.