piwik no script img

Vor Landtagswahlen in OstdeutschlandCampact sammelt 2,5 Millionen Euro Spenden gegen die AfD

In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern bekommt die AfD Gegenwind: Eine Spendenkampagne geht durch die Decke, vor Ort formieren sich Bündnisse.

In Umfragen kommt die AfD in Sachsen-Anhalt weiter auf 41 Prozent – nah an einer absoluten Mehrheit. Und auch in Mecklenburg-Vorpommern liegt die Partei bei 36 Prozent. Doch inzwischen formieren sich massive Kampagnen gegen die Partei. Nach taz-Informationen überschritt nun eine Spendenkampagne der NGO Campact die Marke von 2,5 Millionen Euro. Es ist damit die größte Spendenaktion gegen die AfD in Deutschland.

Laut Campact haben inzwischen mehr als 60.000 Menschen für den „NoAfD-Fonds“ gespendet. Die Summe von 2,5 Millionen Euro überschreitet nun deutlich das Budget, mit dem die AfD nach eigenen Angaben für ihren Wahlkampf in Sachsen-Anhalt plante: 1,5 Millionen Euro. Campact startete seine Spendenkampagne im vergangenen Oktober, nachdem die rechtsextreme Partei diese Summe bekannt gegeben hatte.

Campact-Kampagnenleiterin Luise Neumann-Cosel erklärte: „Die AfD mag Millionen in ihren Wahlkampf stecken, doch ihr steht eine starke demokratische Zivilgesellschaft gegenüber.“ Die Spenden von Zehntausenden Menschen seien ein deutliches Zeichen. „Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt sind nicht braun, sondern bunt und demokratisch.“

Empfohlener externer Inhalt

Wir würden Ihnen hier gerne einen externen Inhalt zeigen. Sie entscheiden, ob Sie dieses Element auch sehen wollen:

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung

Empfohlener externer Inhalt

Wir würden Ihnen hier gerne einen externen Inhalt zeigen. Sie entscheiden, ob Sie dieses Element auch sehen wollen:

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung

Empfohlener externer Inhalt

Wir würden Ihnen hier gerne einen externen Inhalt zeigen. Sie entscheiden, ob Sie dieses Element auch sehen wollen:

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung

„Täglich erreichen uns neue Anfragen“

Die Spenden, die im „NoAfD-Fonds“ eingehen, nutzt Campact zur Hälfte für eigene Aktionen. Mit der anderen Hälfte werden Demokratieprojekte in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern finanziell unterstützt. Aktuell sind das rund 40 Projekte: Demokratiebildung an Schulen, Plakataktionen, Demonstrationen oder Kulturveranstaltungen auf dem Land.

Louise Kaufmann, bei Campact verantwortlich für den „NoAfD-Fonds“, erklärt, der Bedarf nach der Unterstützung sei hoch. „Täglich erreichen uns neue Anfragen. Wir wollen, dass kein Projekt am Geld scheitert.“ Und Kaufmann betont: „Die Leute vor Ort wissen am besten, wo die Probleme liegen und wie man mit den Menschen ins Gespräch kommt.“ Schon zu Beginn hatte Campact als Ziel eine Summe von 2,5 Millionen Euro ausgegeben. Damals sei man sich aber unsicher gewesen, ob das nicht etwas zu hoch sei, erzählt Kaufmannn. Doch die Spenden und Rückmeldungen seien enorm. „Viele Menschen fühlen sich machtlos und wollen etwas tun, auch wenn sie nicht in den Bundesländern leben.“

Und Campact ist nicht allein. Auch der Verein „Kein Bock auf Nazis“ wird im Wahlkampf mitmischen. Er buchte Hunderte Plakatwände in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, um dort Botschaften gegen Rechtsextremismus zu platzieren. Dazu werden knapp eine Million Flyer, Sticker und Poster an Initiativen und soziokulturelle Zentren verschickt. Am 3. und 4. September soll es zudem Konzerte mit der Punkband ZSK und lokalen Bands geben, im Jugendzentrum Komplex in Schwerin und im Hausprojekt Reil78 in Halle. „Da geht es darum, allen Leuten noch mal Mut zu machen, sie zusammenzubringen und einen guten Abend zu verbringen“, sagte Organisator und ZSK-Sänger Joshi der taz.

Bündnisse formieren sich auch vor Ort

Zudem formieren sich auch vor Ort in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern breite Bündnisse. So umfasst das Netzwerk „Zusammen bewegen“ in Mecklenburg-Vorpommern inzwischen mehr als 1.000 Gruppen und Einzelpersonen – bei „Sachsen-Anhalt weltoffen“ sind es nicht weniger. Schon jetzt veranstalten Gruppen aus den Bündnissen Aktionen in verschiedenen Städten und Dörfern. Am Ende des Wahlkampfs wollen sie mit großen Kundgebungen auf die Straße gehen: am 5. September in Magdeburg, am 12. September in Rostock und am 18. September in Schwerin.

Empfohlener externer Inhalt

Wir würden Ihnen hier gerne einen externen Inhalt zeigen. Sie entscheiden, ob Sie dieses Element auch sehen wollen:

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung

In Magdeburg werden auf dem Domplatz auch prominente Redner erwartet, darunter die Publizistin Caroline Emcke oder die Holocaust-Überlebende Henriette Kretz. Musik soll vom Popstar Berq und der Indieband Provinz kommen. Die Aktion solle ein „Ausrufezeichen für Demokratie, Vielfalt und Zusammenhalt in Sachsen-Anhalt und für Deutschland“ sein, erklärt das Bündnis. „Wir sind viele und wir stehen für eine offene, solidarische Gesellschaft.“

Und zumindest in Mecklenburg-Vorpommern gibt es inzwischen eine realistische Option, die AfD von der Macht fernzuhalten. Nach einer aktuellen infratest dimap-Umfrage im Auftrag des NDR wäre dort nun knapp eine rot-rot-grüne Mehrheit möglich. Der Grund ist, dass die SPD um zwei Prozentpunkte auf 29 Prozent zulegte und auch die Grünen um einen Prozentpunkt auf 5 Prozent hochkletterten und damit wieder in den Landtag einziehen würden.

Zusammen mit der Linken, 12 Prozent, käme Rot-Rot-Grün auf eine knappe Mehrheit von 46 Prozent. Die SPD mit Spitzenkandidatin und Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hatte zuletzt eine „Aufholjagd“ gegenüber der AfD angekündigt. Die Umfragezahlen sind jedoch mit Vorsicht zu genießen, weil sie einer Schwankungsbreite von zwei bis drei Prozentpunkten unterliegen.

50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

64 Kommentare

 / 
  • Es ist ein tolles Zeichen. Es ist gut, dass sich Menschen so sehr engagieren und dass Menschen sogar gewillt sind, Geld zu geben - in den Zeiten des totalen Sozialkahlschlags der Regierung ein echt großes Zeichen.



    Aber kann man Rassismus und antidemokratisches Gehabe mit Geld vertreiben? Ich glaube, ja, aber ganz anders. Die "Reformen" der cdU/csU/sPD werden der AfD nochmal einen Boost geben. Stattdessen Geld in Soziales/Kultur/Bildung/Forschung zu stecken, hätte etwas bewirken können. Aber die Regierung scheint die Extremen wohl noch pushen zu wollen.



    Und inzwischen muss man sagen, dass wir von der AfD in manchen Punkten kaum mehr etwas schlimmeres erwarten müssen als es diese Regierung schon durchsetzt. Noch mehr Sozialabbau, Umverteilung von unten nach oben, Rassismus? Geht das überhaupt?



    Wenn ich bedenke, dass ich in einem Sozialstaat in den 70ern aufgewachsen bin und jetzt bald in einem rechtsextremen illiberalen Staat in Rente gehen werden, die mir schon mehrfach gekürzt wurde. Ein früher Tod ist in diesem Land schon fast eine Gnade wenn man z.B. an Pflege und Rente denkt.

    • @Jalella:

      Dir wurde die Rente nicht gekürzt. Das kann schon deswegen nicht sein, weil vor Rentenbeginn niemand eine verbindliche Rentenzusage erhält. Aber auch bei den Rentenprognosen sehe ich eigentlich nicht, wann diese jemandem gekürzt worden wären. Mit solchen Märchen ("die Renten wird mir gekürzt") über die Demokratie befördert man auch die AfD.

      • @stiller:

        Vielleicht hat sich Jalella auch nur ungenau ausgedrückt, Als ich anfing zu arbeiten, war 65 die offizielle Grenze, die meisten gingen aber schon mit Anfang 60 in Rente. Dann wurde erst der frühere Renteneintritt erschwert (höhere Abschläge, Auslauf von Vorruhestandsregeln etc...) und dann das Renteneintrittsalter auf 67 hochgesetzt. Frauen traf es noch deutlicher, die konnten früher (bis 2010) sogar mit 60 Jahren in Rente gehen, obwohl die Lebenserwartung der Frauen immer über der Männer lag. Ich komme bald auch in die Lage, entweder mit deutlichen Abschlägen in die Rente zu gehen oder aber noch einige Jahre zu arbeiten, um dann mit 67 ohne Abschläge aufzuhören.



        Also weniger Rente als ursprünglich (und auch noch um die Jahrtausendwende rum) gedacht, wenn ich zum damals vorgestellten Termin in Rente gehen würde.

      • @stiller:

        Ich befinde, Sie gehen zu hart und undifferenziert mit dem anderen User ins Gericht. Der User hat meiner Meinung nach zur Rente nicht die Demokratie als Modell kritisiert, sondern ihre Handhabung in Bezug auf sehr sehr Wohlhabende. Und ich meine ausdrücklich nicht Menschen mit hoher Rente, oder Beamte mit Pension. Realmathematisch ist die Äußerung voraussichtlich nicht korrekt, unter Einbetten des Wachstums und mit Blick auf das BIP mindestens moralisch richtig. Alte Menschen zählen nicht mehr. Beispiele für das Gegenteil stimmen nicht, gleichwohl sie Wähler sind, denn es geht immer um Reichtum. Alte Menschen werden mithin nicht als solche gesehen, sondern als "arme" oder "reiche" Leute. Wenn ich Einkommen, auch Rente, mit Kaufkraft in Verbindung stelle, dann ist das Ergebnis ernüchternd. User Jalella hat, wenn ich mir die wirtschaftlichen Grunddaten der letzten Jahrzehnte anschaue, die Ausübung der Demokratie hinsichtlich der Aufteilung des gemeinsamen wirtschaftlichen Erfolgs zu Recht - womöglich nicht differenziert - kritisiert!

  • Dann hoffen wir mal, dass es was nützt.

  • Wenn man auch NACH der Wahl sich die Mühe macht, in die "besorgniserregenden Regionen" zu fahren, und mit den Leuten vor Ort zu REDEN, und sich Ihre SORGEN anzuhören, wäre die "alternativlose CSU-Ost" schnurstracks Geschichte.

    Gerne kann man dann mal vor Ort feststellen, wie viele "junge Familien" dort noch leben - und selbstverständlich im Broterwerb stehen.

    Ich bleibe bei der Haltung: Vor ca. 8 (!) Jahren hatten wir eine ähnliche Diskussion unter einigen Kollegen, die aus "Ost"Deutschland stammten.

    Eine verhasste, Ex-SED-lerin sollte weg - da sie gegen jedes brauchbare Ziel der Heimkehr und Familiengründung stand.

    Einer der Kollegen provozierte ordentlichst - er erreichte sei Ziel anstatt 25% war die Wahlbeteiligung, unter den Kolleg-INNEN!!! dann eben auch mal 80%. Umgekehrte Psychologie.

  • In Meck-Pom läuft‘s ja schon in die richtige Richtung. Die SPD kann dort den Abstand zur AfD verringern. Wahrscheinlich zieht dabei der Landesmutter-Bonus von Schwesig. Und wer weiß, was bis zum Wahltag im September noch so alles passiert, ein bisschen Zeit ist ja noch bis dahin.



    Und obwohl kein Fan der (Ost-)CDU wünsche ich den Christdemokraten in Sachsen-Anhalt von Herzen denselben Effekt wie der SPD in Meck-Pom (und zuvor bei den Landtagswahlen in Brandenburg). Denn in Magdeburg ist es in erster Linie an der CDU, die AfD auszubremsen. Und natürlich können auch die Wähler der Linken, der SPD und der Grünen gemeinsam daran mitwirken, eine AfD-Alleinregierung (oder mit dem BSW als Juniorpartner) zu verhindern.



    Mit dem blassen CDU-MP Schulze wird es dort allerdings schwierig, gegen den smarten Nazi Siegmund anzustinken.

  • Wie kommt überhaupt diese seltsame Verteilung, dass der jeweilige Amtsinhaber an zweiter Stelle liegt und die andere "Volkspartei" bei unter 10% ist? Ein Zweiparteiensystem wäre ja nichts ungewöhnliches, aber wenn die eine Partei jeweils eine ganz andere ist, das wirkt als wäre die jeweilige Opposition völlig abwesend.

  • Bitte erzählt mir warum ich euch - trotzalledem - wählen soll. Welche Partei ich nicht wählen sollte, da habe ich für alle Parteien mehr als genug Gründe.



    Campact hat 2,5 Millionen gesammelt. Leider nicht gemeinnützig, Steuerbefreit wären das 3 Millionen und bei Parteispenden legt der Staat nochmal soviel drauf. Das sind 6 Millionen Euro. Wo bleibt die Alternative zur Alternative?

  • Wie heißt es nochmal in der polnischen Nationalhymne: "Noch ist Polen nicht verloren" - In Anlehnung daran sage ich: Noch ist Sachsen-Anhalt nicht verloren! Ich hege immer noch die Hoffnung, dass der AfD der Durchmarsch nicht gelingt.

    • @Il_Leopardo:

      Also einfach auch spenden...

    • @Il_Leopardo:

      Schlimmer als ein Wahlsieg der Afd wäre ein knapper Wahlsieg von CDU und Linken plus dem Rest, so eine Art SED2.0. Dann klappt nichts mehr, kann sich irgendwer vorstellen, dass CDU und Linke ordentlich zusammen arbeiten können? Mir fehlt die Fantasie.

      • @Donni:

        Kann sich irgendwer vorstellen, dass eine Regierung unter AfD-Beteiligung irgendetwas auf die Kette kriegt?



        Also, die authentische SED-Nachfolgerin ist doch wohl eindeutig die AfD. Mehr noch, sie ist SED und NSDAP in einem. Nur dilettantischer, aber nicht weniger bösartig. Und das wollen 40% der Menschen in Sachsen-Anhalt wählen? Pfui Teufel!

      • @Donni:

        Es gibt nichts Schlimmeres als ein Sieg der AfD.

        • @Il_Leopardo:

          doch: eine Koalition von Verjüngungspartei und grauen Panthern oder von MLPD und NPD.

  • Bleibt die Frage, ob der ostdeutsche AfD Wähler sich nach diesen Veranstaltungen/Kundgebungen für die Wahl einer anderen Partei entscheidet.

    • @sneaker:

      Was schlagen Sie vor? Däumchen drehen?

      Eine der Legenden der AfD ist, zu behaupten, sie vertritt das Volk. Demos zeigen, dass das nicht zutrifft.

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Aha, und Demos zeigen mehr als Wahlergebnisse?

    • @sneaker:

      Eher im Gegenteil, die sehen das sich eine NGO mit viel Geld von außen einmischt und sehen alle ihre Vorurteile bestätigt. Die Aktionen von Campact waren ja schon bei den letzten Jahren kontraproduktiv.

      • @Mendou:

        Compact hat in den vergangenen Jahren immer wieder Kandidaten verschiedener Parteien unterstützt, die gegen die AfD angetreten sind. Mit Erfolg.

        Außerdem hängt Compact eben nicht an einer Partei oder an großen Geldgebern. Compact bekommt auch kein Geld vom Staat. Es ist tatsächlich unabhängig. Und vielseitig. Ich Spende auch nicht für alle Aktivitäten. Man kann entscheiden, was man gut findet.

        Einfach mal anschauen.

        • @warum_denkt_keiner_nach?:

          Sie verwechseln da was. Der Laden heißt "Campact".



          "Compact" ist was anderes....

          • @sollndas:

            Entschuldigung. Das passiert, wenn man ohne Brille schreibt.

            Besonders peinlich, weil ich regelmäßig spende...😒

            • @warum_denkt_keiner_nach?:

              @warum_denkt_keiner_nach?: Ich habe meine Campact-Dauerspende dagegen schon längst beendet. Warum man eine derartige Pro-Regierungs-NGO auch noch selber unterstützen sollte, erschließt sich mir nicht.

              • @XXX:

                Pro Regierung? Da läuft fast täglich was gegen Merz & Co.

                Wo kommen immer diese Legenden her? Ich Spende ja, weil die nicht auf Linie sind...

    • @sneaker:

      Wer nichts tut kann auch nichts erwarten.



      Ob es reicht sieht man nach der Wahl.

  • Ob das einen entscheidenden Einfluss aufs Wahlergebnis hat, bleibt abzuwarten. Aber vielleicht entwickelt sich so ja wieder mehr parteiübergreifendes bürgerschaftliches Engagement. Im besten Fall sogar ohne Subventionen von außerhalb. Das ist wohl überall der beste Schutz gegen radikale Mehrheitsführer.

  • Das klingt aber sehr nach dem Pfeifen im Wald. Einfach zu behaupten: Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt sind nicht braun, sondern bunt und demokratisch geht wohl an der politischen Realität vorbei. Beide Bundesländer sind fest in rechter Hand, da helfen auch alle Solidaritätserklärungen nichts.

    • @FraMa:

      Lt. Umfragen liegt die AfD bei ca. 41%. Das ist erschreckend viel, aber eine Mehrheit würde die AfD nicht wählen. Das Land ist also (noch) nicht fest in rechter Hand. Man kann noch etwas tun...

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Nun ja, es kann aber die Mehrheit sein.

        • @Donni:

          Aber noch kann man etwas tun. Es ist nichts aussichtslos.

  • Und wieviel davon geht fuer die eigene verwaltung drauf? 🤑

    • @Hannes Petersen:

      Und wieviel davon geht fuer die eigene verwaltung drauf?



      -----



      Campact ist doch kein "Träger der Sozialarbeit" bei dem 90% der "Förderung" in der Verwaltung & Lohnen versickern & nur der Rest im Projekt landen!



      Ps. Wer "googeln" kann, (alle suchmaschinen sind gemeint) ist klar im Vorteil! Guckste hier:



      www.campact.de/ueb...und-ausgaben-2022/



      oder hier:



      www.campact.de/wp-...nzbericht-2024.pdf

    • @Hannes Petersen:

      Das ist alles was Ihnen dazu einfällt? Wie sieht denn Ihr Engagement aus?

    • @Hannes Petersen:

      Ich bin ebenfalls sehr erfreut über die enorme Spendenbereitschaft und habe Ihren Beitrag als Aufruf verstanden, ebenfalls zu spenden.

      Erledigt.

      Aktueller Stand: 2.828.056 €

      • @Lahmarsch:

        Wie gut, dass jeder selber über sein geld entscheiden kann. 🙂



        Gibts eigentlich noch ne spendenbescheinigung?

        • @Hannes Petersen:

          Wer spenden möchte, oder das bereits getan hat, wird das sicherlich in Erfahrung bringen können.

          • @Lahmarsch:

            Ach. Ich dachte sie haetten selbst gespendet?



            Dann teilen sie doch ihre erfahrung.

  • Auftrag an



    Bundesrat,



    Bundestag



    und oder



    Bundesregierung:



    AFD-VERBOT JETZT!



    Wir sind das Volk

    • @Willi Müller alias Jupp Schmitz:

      Volle Unterstützung.

    • @Willi Müller alias Jupp Schmitz:

      So ist das. Gründe für ein Verbotsverfahren gibt es mehr als genut.

      • @aujau:

        Ob es Gründe sind die dafür ausreichen, entscheidet allein Karlsruhe - bei aller Vorfreude sollten sie das nie vergessen

        • @Astrid Sehnefeld:

          Das Bundesverfassungsgericht kann nicht von sich aus tätig werden. Dazu müsste man Karlsruhe erstmal beauftragen und entscheiden lassen.



          Das ist bis jetzt nicht geschehen.

    • @Willi Müller alias Jupp Schmitz:

      Grüne, SPD und Linke haben jederzeit die notwendigen Stimmen einen Verbotsantrag zu stellen.



      Fragen sie gerne ihren zuständigen Volksvertreter, warum die das seit Jahren vor sich herschieben 🤷

      • @Astrid Sehnefeld:

        Nö, haben Sie nicht, ohne die cdU gibt es weder im Bundestag noch im Bundesrat die nötige Mehrheit. Das ist übrigens nicht das erste Mal, dass ich diese schlichte Falschbehauptung hier in den Kommentaren korrigiere, sie scheint in der rechten Medienwelt ziemlich verbreitet zu sein.

        • @Residente:

          Stimmt, die haben nicht die Mehrheit, aber einen Antrag könnten sie trotzdem stellen und die CDU/CSU zwingen sich zu positionieren.

        • @Residente:

          Sie haben recht, es reicht nicht ganz.



          Was aber anscheundens in der linken Medienwelt ziemlich verbreitet zu sein scheint ist, dass es nur an der Union läge.



          Die FAZ hat mal bei allen Abgeordneten außer denen der AfD nachgefragt, ganze 124 outeten sich, einen Verbotsantrag zu unterstützen...



          Das ist nicht mal die Hälfte der Abgeordneten von SPD, Grüne und Linke🤷



          Vllt sollte man sich erstmal im progressiven Lager einig werden, bevor man auf die Union schimpft



          regionalheute.de/m...timmen-1749219901/

          • @Astrid Sehnefeld:

            Ich bin mal so frei und zitiere aus dem Link, den Sie gepostet haben:



            "Ob diese Mehrheit zu erreichen ist, hängt wie schon in der vergangenen Legislaturperiode vor allem an der Haltung der Unionsfraktion. In den Fraktionen von SPD, Grünen und Linken sprach sich eine deutliche Mehrheit derjenigen Abgeordneten, die sich zu dem Thema äußern wollten, für einen Verbotsantrag aus. In der CDU/CSU-Fraktion war hingegen wenig Zustimmung zu vernehmen: Von 208 Abgeordneten kündigten drei an, die Einleitung eines Verbotsverfahrens zu unterstützen."



            Vllt sollte man Texte lesen, bevor man sie als Argument anführt.🤷



            Das sich insbesondere die sPD in dieser Frage auch nicht mit Ruhm bekleckert ist richtig, darf aber nicht vom massiven, hausgemachten Versagen der Union im "halbieren der AFD" (O-Ton Merz) ablenken.

            • @Residente:

              CVllt sollte man Texte lesen, bevor man sie als Argument anführt."



              Sie sollten aufmerksamer lesen!



              Eine breite Mehrheit von SPD, Grünen und Linken sprach sich dafür aus.



              Als die FAZ dann explizit bei jedem einzelnen verbindlich nachefragt hat, waren es nur noch 124 Abgeordnete.



              Das ist wie mit dem Klimaschutz - "da muss man was machen" sagen wahrscheinlich 90% der Bevölkerung, aber ernsthaft handeln tun dann nur 10%, der Rest fliegt doch lieber im Sommer in Urlaub 🤷

      • @Astrid Sehnefeld:

        Grüne, SPD und Linke haben ....

        Ja, die Frage stellt sich wirklich.

    • @Willi Müller alias Jupp Schmitz:

      Diese Weigerung ist vor allem so absurd, weil doch klar ist, dass die AgD - einmal an der Macht - keine Sekunde zögern würde, alle anderen Parteien verbieten zu lassen, nachdem sie das Bundesverfassungsgericht nach ihrem Gusto hat besetzen lassen.

      • @PeterArt:

        Isso.

      • @PeterArt:

        Ach, kann und will sie das?



        Selbst wenn sie es wollte, wäre das kaum möglich.



        Etwas mehr Vertrauen in unsere Demokratie täte gut.



        Wir haben weder 1933 noch ist die AfD die NSDAP.

        • @Katharina Reichenhall:

          Sie haben Recht, aber ohne 1933 oder die NSDAP hätte man keine Feindbild und müßte sich der Realität stellen. Außerdem befürchte ich, die AfD würde dann an der 2/3 Mehrheit kratzen.

          • @Donni:

            So, was wäre denn Realität, der ich mich nicht stelle?

          • @Donni:

            „… aber ohne 1933 und die NSDAP hätte man kein Feindbild und müsste sich der Realität stellen.“



            Ich muss schon sagen, so viel Geschichtsvergessenheit ist nur schwer auszuhalten. Realität war also nicht die Besetzung Polens, Frankreichs, Norwegens, der Niederlande und vieler anderer Länder Europas durch die Deutschen mit all den Gräueltaten, die das zur Folge hatte? Alles nur ein „Vogelschiss“ der Geschichte, der für die Gegenwart, die Beziehungen zwischen den Staaten keine Bedeutung hat, wie es uns die AfD glauben machen möchte?



            Warum wohl ringen wir - auch hier in der taz - so leidenschaftlich um die deutschen Beziehungen zu dem jüdischen Staat Israel?



            Die meisten Rechtspopulisten in den europäischen Nachbarstaaten Deutschlands wissen - bei allem nationalen Chauvinismus und Revanchismus ihrerseits - sehr genau, warum sie sich die deutsche AfD besser vom Leibe halten.

        • @Katharina Reichenhall:

          "Vertrauen in unsere Demokratie" ist gut, aber von nichts kommt nichts. Man muss Demokratie auch wollen und zulassen. Was Campact & Co. übrigens auch machen. Und eine Abwehrhaltung von allen rechts der Mitte (also inklusive Union) wirkt da hingegen etwas schräg.

          Nein, wir haben nicht 1933 und die AfD ist nicht die NSDAP. Aber vielleicht ist die CDU mittlerweile an der Stelle, an der die Zentrumspartei damals war? Gut möglich, dass Sie sich in einigen Jahren die heutige Zeit zurückwünschen, in der sich eine konservative Partei zumindest noch auf Augenhöhe mit der weiter rechts stehenden Partei wähnen konnte. in den Nachbarländern kann man nämlich genau diese Entwicklung beobachten. Also warum sollte es in Deutschland anders sein?

          • @Cogito ergo sum:

            Da haben Sie mich missverstanden. Es ging mir nicht darum, über das Engagement von Campact zu nörgeln.



            Meine Zeilen richteten sich ausschließlich gegen den Kommentar von PeterArt, nicht mehr, aber auch nicht weniger.



            Ob ich irgendwann in Zukunft feststelle, dass ich mich heute geirrt und die AfD unterschätzt habe, kann natürlich sein. Ich wäre dumm, das auszuschließen. Aber Stand jetzt halte ich das für wenig wahrscheinlich.

        • @Katharina Reichenhall:

          „Wir haben weder 1933 noch ist die AfD die NSDAP.“



          Richtig, aber der blaue AfD-Zug rast schon ziemlich eindeutig in Richtung Braunverfärbung - und er tut es willentlich. Ein Zwischenstopp ist dabei nicht vorgesehen.



          Übrigens: selbst im EU-Parlament möchten die meisten Rechtsaußen-Parteien nicht in einer gemeinsamen Fraktion neben den deutschen AfD-Schmuddelkindern sitzen. Die wissen schon sehr genau, warum sie das nicht wollen.



          Le Pen beispielsweise könnte ihren französischen Wählern wohl kaum erklären, warum sie mit den Nachfahren der Nazis zusammenarbeiten will, die während der deutschen Besatzung so viel Unheil über Frankreich und die anderen besetzten Gebiete gebracht haben, jene Ereignisse aber nur als einen „Vogelschiss“ der deutschen Geschichte betrachten.

          • @Abdurchdiemitte:

            Was natürlich auch daran liegt, dass Le Pen grundsätzlich keine sonderlich positive Einstellung zu Deutschland hat. Aber unabhängig von der weiteren Entwicklung der AfD ist die Aussage, dass wir nicht 1933 entscheidender. Selbst wenn die AfD wollte, könnte sie nicht einfach "die Macht ergreifen", weil die demokratischen Institutionen viel stärker und verflochtener sind als sie es noch 1933 waren.

            • @Katharina Reichenhall:

              Natürlich sind die demokratischen Institutionen der Bundesrepublik stärker als zu Zeiten der Weimarer Republik. Aber sie sind nicht zu hundert Prozent resilient. Deshalb heißt es wachsam zu bleiben und das bedeutet, weiter auf das Prüfverfahren gegen die AfD zu bestehen.



              Denn: erstens hat der Faschismus seine Erscheinungsformen gegenüber dem historischen Faschismus grundsätzlich gewandelt, was man nicht nur hierzulande, sondern beispielsweise sehr schön auch in Italien beobachten kann. Wir haben es in Europa also nicht mit dem Endpunkt, sondern eher mit den Anfängen einer unheilvollen Entwicklung zu tun.



              Zweitens: es liegen inzwischen genügend Stellungnahmen und Gutachten vor, die der AfD Verfassungsfeindlichkeit bescheinigen. Eine Fokussierung auf das Gebahren der AfD in demokratisch verfassten Parlamenten und Gremien wird freilich nichts hervorbringen.



              Aber es reicht schon allein die Beobachtung des Gründungskongresses ihrer neuen Jugendorganisation in Gießen, um zu erkennen, wessen faschistischen Geistes die Partei ist. Immerhin die Nachwuchskader der AfD.



              Denken Sie denn, das alles wird sich sozusagen auf natürlichem Weg auswachsen?

      • @PeterArt:

        Inwiefern ist das klar?