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Nah dran: Kühe bei der israelischen Stadt Chadera. Die eigentlichen Kuhkandidatinnen durfte die taz nicht treffen Foto: Dreamstime Efrator33/imago

Tempel in JerusalemDie Zankfärse

Laut Prophezeiung muss eine perfekte rote Kuh geopfert werden, ehe der dritte jüdische Tempel errichtet werden kann. Jetzt will man sie gefunden haben.

Serena Bilanceri

Aus Jerusalem

Serena Bilanceri

D er Herr sprach zu Mose und Aaron: Das ist die Satzung in der Weisung, die der Herr hiermit gebietet: Sag den Israeliten, sie sollen dir eine fehlerlose, einwandfreie rote Kuh bringen, die noch nie ein Joch getragen hat.

4. Mose 19, Altes Testament

Leicht misstrauisch blickt die Kuh in die Kamera. Rot ist sie, doch nicht aus Scham. Mit einem fleckenlosen, braunroten Fell, das glänzt wie geölt unter den Sonnenstrahlen, die zwischen den Metallstangen durchsickern und den Stall mit ihrem Licht fluten.

Die Kuh ist jetzt mitten im Westjordanland. Oder vielleicht: sie war. In einem Freizeitpark nahe einer israelischen Siedlung, Ancient Shiloh. Silo, das war die kanaanitische Stadt, in der laut Bibel die Bundeslade mit den Zehn Geboten einst ruhte.

In einer Rede listete Hamas-Sprecher Abu Obaida die Einreise der Tiere nach Israel als einen der Gründe für die Attacke am 7. Oktober auf

Sie ist besonders, die Kuh. Ein Popstar unter den Siedler*innen. In gewissen Kreisen zumindest. Ob sie sich über so viel Aufmerksamkeit freut, das ist eine andere Frage. Ihr kommt eine ziemlich anspruchsvolle Aufgabe zu. Sie soll allen Kriegen dieser Welt ein Ende setzen, die Ankunft des Messias herbeiführen und den Weltfrieden heraufbeschwören. Nur, dafür muss sie in einer rituellen Opfergabe sterben. So zumindest glauben es ultrareligiöse Jüd*innen.

Die rote Färse ist eine mystische Rarität. Eine kleine Sensation. Neun von ihnen soll es in 3.400 Jahren gegeben haben. Nur eine Kuh, deren Fell perfekt dunkelrot ist, ohne Flecken oder andersfarbige Haare, die nie trächtig war und nie unter dem Joch lief, kann an dem Ritual teilnehmen.

Ein Priester, der in seinem Leben noch nie in der Nähe von Leichen war, muss sie schlachten und ihr Blut sprenkeln, den Kadaver anschließend auf einem Scheiterhaufen mit Zedernholz, Ysop und einem scharlachroten Wollfaden verbrennen. Die Asche wird dann mit Quellwasser in einem Tongefäß vermengt und für die spirituelle Reinigung von Menschen und Orten verwendet. So auch von Geistlichen, die dann ihren Dienst in einem künftigen Dritten Tempel aufnehmen könnten.

Bloß dafür soll man den Tempel erbauen. Und hier beginnt das Problem.

In einem verdunkelten Raum mit mehreren Sitzreihen, der wie ein kleines Kino aussieht, laufen Bilder von Jugendlichen auf der Leinwand, teils mit runder Kippa auf dem Kopf, die Musik oder Fußball spielen. Eine sanfte Melodie, von spannungsgeladenen Trommeln untermalt, begleitet sie. Plötzlich zeigt ein Teenager auf einen Punkt am Horizont. Alle rennen hin. Jemand holt einen älteren, ultraorthodoxen Mann aus seiner Sitzbank, er muss auch mit.

Alle schauen in die Richtung des Tempelbergs. Dort, auf der Spitze, stehen Kräne und die Mauern eines jüdischen Tempels, deren goldene, ausgefranste Mauern glänzen unter den pinkfarbigen Strahlen der untergehenden Sonne. Dies ist die Generation. Die Kinder sind bereit, erscheint dann eine Aufschrift in englischer Sprache. Und dann, auf Hebräisch: Der Tempel will freie Liebe bringen. Was er dafür anscheinend weggenommen hat, ist die goldene Kuppel des Felsendoms, die die derzeitige Skyline Jerusalems prägt und auf den Bildern nirgendwo zu sehen ist. Seit Jahrzehnten ist dies einer der schlimmsten Albträume von Mus­li­m*in­nen weltweit.

Denn der Tempelberg ist nicht nur für Chris­t*in­nen und Jü­d*in­nen höchst symbolisch. Im Islam werden der Felsendom und die Al-Aksa-Moschee als drittheiligster Ort angesehen. Dort, wo jetzt die goldene Kuppel auf den blauen, fein gezierten Wänden des achteckigen Doms über der Stadt schimmert, soll der Prophet Mohammed seine Himmelfahrt angetreten haben. Mus­li­m*in­nen nennen den Komplex al-Haram al-Scharif, das edle Heiligtum, nicht Tempelberg.

Ein Wunder züchten

Ziemlich ungelegen kommt, dass genau dort, wo sich heute Felsendom und Al-Aksa-Moschee befinden, zwischen 516 vor Christus und 70 nach Christus der Zweite jüdische Tempel gestanden haben soll – bis zu seiner Zerstörung im Krieg durch die Römer. Sogar der Erste Tempel zur Zeit Solomons soll sich dort erhoben haben, wenngleich archäologische Beweise dafür nie gefunden wurden. Somit ist der Tempelberg der heiligste Ort für Jü­d*in­nen weltweit sowie die designierte Stelle für einen Wiederaufbau des Tempels seitens mancher ultraorthodoxer Gruppen.

In den Räumen des Museums The Temple Institute, in einer unscheinbaren Gasse hinter der Klagemauer, befinden sich eine Miniatur des Zweiten Tempels in Gold und Weiß, eingerahmte Abbildungen von Szenen aus der damaligen Zeit, bibelgetreue Priestergewänder sowie goldene Gefäße, die in den dunklen Hallen glänzen und für eine Nutzung im Tempel einsatzbereit wären.

Fundamentale Überzeugungen: Orthodoxe an der Klagemauer, ursprünglich Teil der Anlage des Tempels, der 70 n. Chr. zerstört wurde Foto: Alessio Mamo/Guardian/eyevine/laif

Die Angelegenheit ist ernst: In gewissen Kreisen gilt der Aufbau des Dritten Tempels als Beginn der messianischen Zeit. Der Frieden werde dann auf die Welt kommen, ein neuer Messias ebenso. Doch um das Gotteshaus aufzubauen und es in Betrieb zu nehmen, soll man sich eben zunächst mit der Asche der Roten Färse reinigen. Nur so kann die Unreinheit des Todes besiegt werden.

Über zehn Jahre lang hat das Institut Spenden gesammelt, um eine rote Kuh nach biblischen Vorgaben zu züchten. In einem Stall mitten in der Wüste Negev sollte das Wunder geschehen. Doch der Erfolg blieb aus.

Bis ein texanischer Rancher namens Byron Stinson gar 21 gefunden haben wollte. Im Dezember 2021 flog ein Team von Rabbinern in die USA, um die Kühe in Augenschein zu nehmen, im September 2022 flogen die Kühe nach Israel. Noch sollte sich aber beweisen, ob die Färsen wirklich lupenrein waren.

Nun will man mindestens eine Kandidatin gefunden haben.

Stinson, ein robuster Mann im Rentenalter mit weißem Kinnbart, hat sich mehrfach in Interviews dazu geäußert. Der Texaner, auf dessen Facebook-Hintergrundbild ein Cowboy vor der Flagge Israels abgebildet ist, macht kein Hehl aus seinem Unterfangen oder seinen religiösen Ansichten. Wir wählen, jeden Tag unseres Lebens dem Herrn zu dienen, steht in seinem Profil. Die Worte des jüdischen Apostels Paulus seien ihm besonders wichtig, er selbst sei Judenchrist mit dem Ziel, Jü­d*in­nen und Chris­t*in­nen zu vereinen. Über die Suche nach der roten Kuh hat er ein Buch geschrieben.

Vor 57 Jahren, als er ein 13-jähriger Junge war, hörte Stinson zum ersten Mal die Stimme Gottes. Das erzählt er in einem Online-Interview, einem Buch und auf zahlreichen Webseiten. Gott habe zu ihm gesprochen, als er auf seinem Bett in der Farm in der Bibel las. Also: nicht genau zu ihm, sondern zu Luzifer, der ebenfalls auf dem Bett saß. Doch über ihn. Gott wollte Stinson offenbar für das jüdische Volk verwenden, Luzifer war wenig überzeugt vom Erfolg des Unterfangens. Von da an hatte Stinson eine Mission.

Stinson ist ein Geschäftsmann, das sagt er selbst. Auf dem beigen Basecap, das er auf Videos ständig trägt, ist das Logo seiner neugegründeten Webseite zu sehen, buildthetempel.com. Er leitet die US-Abteilung des Vereins Boneh Israel, auf Deutsch: Israel aufbauen. Dieser spendet Mahlzeiten an israelische Soldat*innen, rüstet aber auch zivile Truppen in den Siedlungen aus. Davor war er für die religiöse Organisation Covenant Nations Media tätig, die online indes kaum auffindbar ist.

Schlaglicht, 53 Jahre nach der Vision im Schlafzimmer: Der Texaner bekommt einen Anruf aus Israel. Ein befreundeter Rabbiner am anderen Ende der Leitung beauftragt ihn mit der heiligen Aufgabe, eine rote Färse zu finden. Stinson war inzwischen in die Moreshet Heritage Foundation involviert, seine Stiftung, die unter anderem biblische Orte in Ostjerusalem und dem Westjordanland, das er Israel nennt, wiederaufbaut.

So macht sich Stinson, der eigentlich Logistikunternehmer ist und zwei Transportfirmen besitzt, mit einem Team von Gleichgesinnten auf die Suche. Menschen, so wie er sagt, die das Reich Gottes als physischen Ort verstehen, mit einem Thron auf dem Zionsberg in Jerusalem.

Die Asche ist einsatzbereit

Im Sommer ist es so weit: 21 Kuhkandidatinnen aus verschiedenen Farmen warten auf Überprüfung. Rabbiner fliegen in die USA, untersuchen mit Kippa und mitten im nassen Schlamm mit Hand und Auge das Fell der Kälber, die dank der Coronapandemie keine Ohrmarke bekommen haben. Sonst wären sie qua biblischen Vorgaben disqualifiziert.

Neun Rinder reisen im Juni 2022 nach New York. Weiblich, im Schnitt sieben Monate alt, jedes 158 Kilogramm schwer. Drei Monate warten sie auf die richtige Lufttemperatur, um nach Tel Aviv zu fliegen. Sie fressen, wachsen und nehmen zu, 408 Kilogramm wiegt jedes Tier inzwischen. Fünf von ihnen dürfen am Ende abreisen.

Wer von der Endzeit träumt, wird auf praktische Aspekte weniger Rücksicht nehmen

Albert Baumgarten, Professor für jüdische Geschichte

Am 14. September heben sie ab, in den klaren Himmel und in einer Boeing-777 der American Airlines. Am 15. September empfängt sie am Flughafen Ben Gurion ein kleines Willkommenskomitee von Rabbinern und Gläubigen in Jacke und Hemd. Sogar ein Regierungsbeamter ist dabei. Reden werden vor der israelischen Flagge gehalten, während die Tiere misstrauisch aus den Schlitzen ihrer vergitterten Käfige blicken.

Schlaglicht drei Jahre später, Sommer 2025. „In den vergangenen zwei Jahren ist das Mysterium Realität geworden – rote Kühe sind aus Texas nach Shiloh gekommen und Besucher aus aller Welt angereist, um das Wunder zu bestaunen“, schreibt am 1. Juli 2025 auf Facebook der Freizeitpark Ancient Shiloh, neue Heimat der Färsen. Und postet Bilder der Tiere auf einer Wiese.

Gern hätte die taz das Wunder ebenfalls bestaunt. Klimatisierte, hochmoderne Busse fahren im Westjordanland in die israelischen Siedlungen, verbinden die Ortschaften in kürzester Zeit mit den Städten in Israel. In diese konnten wir jedoch nicht einsteigen, denn der Freizeitpark hat einen Besuch der taz abgelehnt.

Am selben Tag des Posts lädt ein Team von Rabbinern und ultraorthodoxen Siedlern eine der Kühe in einen Tiertransporter. Stinson ist ebenfalls dabei. Das Tier wird an einen Ort auf den Hügeln des Westjordanlands befördert. Auf einem Bild, das inzwischen gelöscht wurde, sieht man die Färse auf einem Podest aus Holz auf der Seite liegen, ein Seil um den Hals und Felsen drumherum. Ein Video zeigt das Tier in Flammen auf dem Scheiterhaufen. In dem gelöschten Post bestätigte Stinson, dass die Opfergabe erfolgreich war.

Nur, am 4. Juli verneint eine Sprecherin eines örtlichen Siedlerrats in einem Kommentar auf ihrem Facebook-Account, dass eines der jungen Tiere geopfert werden soll. Das Tempelinstitut vermeldet einige Wochen später, eine Übung hätte mit einer disqualifizierten Färse stattgefunden. Stinson bekräftigt dann in einem Interview, dass der Priester die Unbeflecktheit des geopferten Tiers bestätigt hat und die Asche einsatzbereit ist. Das Temple Institut veröffentlicht daraufhin eine Meldung auf seiner Webseite: „Vor etwa drei Monaten ist eine Übung in den Bergen Samarias durchgeführt worden, bei der eine Simulation der Aschegewinnung aus der Roten Färse geprobt wurde. Asche, die nicht auf dem Ölberg in der Nähe vom Tempelberg produziert wurde, ist unwirksam.“

Wer hier wohl recht hat, ist schwer zu sagen. Nur der Kohen der Priester, der die Opfergabe ausgeführt hat – kann das Geheimnis lüften. Auf Anfrage weigerte sich jedoch Stinson, den Kontakt herzustellen. Er bekräftigt aber, die geopferte Kuh sei rein gewesen. Adam King, Mitglied beim Projekt Rote Färse und bei der Opfergabe dabei, erzählt dies sogar in einem Podcast. Für ihn liegt das kommunikative Durcheinander an der politischen Angst vor Gegenreaktionen und Konflikten.

Nach der Kuh fällig? Der für Muslime heilige Felsendom müsste bei einem Neubau des Tempels wohl weichen Foto: Serena Bilanceri

Der Freizeitpark äußerte sich auf Nachfrage nicht. Die Ratssprecherin behauptet nicht mehr zu wissen, wieso sie den Kommentar geschrieben hat. Das Tempelinstitut schreibt, die Opfergabe sei nur eine Übung gewesen. Teil einer Reihe von Übungen, die weitergeführt werden sollen. Die Aktion sei nicht kosher gewesen, die Kuh habe einen „Defekt“ gehabt und der Kleidung des Priesters habe die Weihe gefehlt. Die Asche dürfe nicht für die Reinigung verwendet werden. „Jeder, der etwas anderes behauptet, irrt und führt in die Irre, entweder absichtlich oder unabsichtlich.“

Das Institut schreibt auf Nachfrage, die Al-Aksa-Moschee befinde sich in der südöstlichen Ecke des Tempelgeländes und könnte auch da bleiben. Der Felsendom müsste aber weg, unter ihm sei der Schöpfungsstein. „Allerdings darf dies nicht geschehen, indem man mit Gewalt oder einseitig den Felsendom entfernt. Es sollte das Ergebnis sein von einer Zusammenkunft der Geister und Herzen von jüdischen, muslimischen und christlichen Vertretern“, so Sprecher Yitzchak Reuven.

Allerdings sind sich nicht mal Ultraorthodoxe über die Natur des Tempels einig. Einige glauben, dass er vom Himmel herabsteigen wird, wenn die Endzeit kommt. Andere noch, dass er ein metaphorischer Ort ist. Die „Tempelbauer*innen“ sind in der israelischen Gesellschaft insgesamt eine Randbewegung. Lediglich 30 Prozent wollen das heilige Gebäude laut einer Umfrage 2013 auf dem Tempelberg wiederaufgebaut sehen. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat seinerseits mehrfach betont, am Status quo werde nicht gerüttelt.

Die rote Kuh hat weiter Öl ins heilige Feuer gegossen

Das Thema ist in der Tat hoch brisant. Selbst auf politischer Ebene. Denn der Tempelberg steht indirekt unter Verwaltung Jordaniens.

Im Sechstagekrieg 1967 hat Israel das Westjordanland besetzt, das nach dem Palästinakrieg 1948 von Jordanien annektiert worden war. Seitdem herrscht auf dem Tempelberg der sogenannte Status quo: Israel kontrolliert den Zugang zum Berg, und die Jerusalemer Waqf, eine religiöse Stiftung, verwaltet das Areal. Jordanien ernennt die Direktoren der Waqf und finanziert sie. Der jordanische König Abdullah II. gilt als Nachfahre des Propheten Mohammed und sieht sich in der Verantwortung.

Jü­d*in­nen dürfen den Tempelberg betreten, doch nicht dort beten. In den letzten Jahren wurde indes immer wieder der Status quo verletzt. Im August 2025 hat Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir mit einer Gruppe von Sied­le­r*in­nen vor der Al-Aksa-Moschee gebetet, der erste israelische Minister in der Geschichte. Immer mal wieder behaupteten konservative Politiker und Rabbiner in den letzten Jahren, der Tempelberg gehöre Israel und der Dritte Tempel müsse wieder aufgebaut werden.

Im April hatte eine Razzia der israelischen Polizei mit Blendgranaten und Gummigeschossen innerhalb der Moschee für Empörung gesorgt. Nichtautorisierte Ausgrabungen durch die israelischen Behörden haben im Juli weitere Spannungen erzeugt. Und Ängste unter Mus­li­m*in­nen geschürt.

Denn: Während die einen auf die Erlösung warten, fürchten die anderen die Zerstörung eines ihrer wichtigsten Heiligtümer.

Die rote Kuh hat da weiter Öl ins heilige Feuer gegossen. In einer Rede hundert Tage nach Beginn des Gazakriegs listete Hamas-Sprecher Abu Obaida die Einreise der Tiere nach Israel als einen der Gründe für die Attacke am 7. Oktober auf. Kein Wunder, dass sich die wenigsten zum Thema äußern wollen.

Doch Opfergabe hin oder her, ein Wiederaufbau des Dritten Tempels scheint doch nicht so nah zu sein, wie es sich manch ein Gläubiger wünscht. Praktische Hindernisse sind zum einen: nicht nur der bereits bebaute Ort, der Zündstoff für einen neuen Konflikt darstellt, sondern auch die Anzahl der Färsen, die langfristig für eine Reinigung aller Beteiligten und Be­su­che­r*in­nen nötig wären.

„Doch diese sind praktische Fragen, vergessen Sie nicht, dass wir es hier bis zu einem gewissen Grad mit einem Traum zu tun haben. Und wer von der Endzeit träumt, wird auf praktische Aspekte weniger Rücksicht nehmen“, erklärt Albert Baumgarten, Professor für jüdische Geschichte an der Bar Ilan University in Ramat Gan. Er hat vor Jahren über die Rote Färse und die rituelle Reinigung geforscht. Die prophezeite Endzeit könne sowohl Apokalypse als Weltfrieden bedeuten. Es sei das „große Finale“, auf das diese Gläubigen seit dem Sieg 1967 warteten.

In der Zwischenzeit warten noch vier Rinder in einem Stall auf den Hügeln des Westjordanlands. In einem Video des Tempelinstituts fressen sie munter Stroh an einem Futterplatz. Warten auf ihr Schicksal. Auf das spirituelle, das für sie zunächst ein ziemlich physisches ist. Denn die Endzeit könnte für sie in der Tat ein Schritt näher sein.

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67 Kommentare

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  • Danke für diesen Bericht. Das Wesentliche hierzu wurde allerdings schon vor 1000 Jahren gedacht und niedergeschrieben:

    "In dieser Welt gibt es nur zwei Sorten Menschen – intelligente Menschen ohne Religion und religiöse Menschen ohne Intelligenz."

    Arabischer Philosoph und Dichter Abū l-ʿAlāʾ al-Maʿarrī



    (973 – 1057)

  • Unglaublich dass es so lange gedauert haben kann eine rote Färse ausfindig zu machen. Als ich vor Jahren einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Milchvieh monatlich zur Milchprobennahme besuchte war ich von dem Stall voller, mir perfekt rotbraun erscheinenden, nicht zu hoch gewachsenen Tiere überwältigt. Nicht nur wegen des warmen Lichtes dass im Glanz des Felles schimmerte, auch wegen der ungewöhnlich gehaltvollen Milch dieser Tiere. Auf den Milchproben bildeten sich nach kurzer Zeit Fettaugen und die Menge der gegebenen Milch übertraf die der weit verbreiteten, größeren Holsteinern um einiges.



    Dass die Rasse (vergessen)-Rotvieh benannt ist hatte vielleicht ein Hinweis sein können.



    Natürlich ist mir bekannt dass eine Fährse keine Milch gibt. Auf dem Weg von Kälbern zu Milchkühen taucht statistisch gesehen aber die ein oder andere Fährse auf.

    Was mich in dem Zusammenhang mit dem Messiahs und der Errichtung des dritten Tempels noch interessiert: der Messiahs soll wohl, so habe ich das verstanden, das jüdische Volk in Israel vereinen.



    Bedeutet das, dass für alle Juden die Diasporah ein Ende findet und sie nach Israel ziehen müssen? Gerüchteweise hörte ich da von Insubordination.

  • Ich finds schon interessant… Der Text strotzt nur so von unterschwelligem lächerlich machen jüdischer religiöser Vorstellungen. „Ach, schaut wie lächerlich! Eine rote Kuh! Asche! Rituelle Reinigung! Und damit wollen sie eine heilige Stätte begründen?! Pah!“ Ich frage mich nur, ob die liebe Autorin mit der gleichen Verve über die Vorstellungen anderer Religionen sprechen würde? Vergessen wir nicht, dass Fanatikern wie der Hamas der Tempelberg so wichtig ist, weil Mohamed angeblich mit einem fliegenden Esel/Maultier von dort in den Himmel gefahren ist. Finde ich jetzt nicht weniger albern auf dieser Basis einen heiligen Krieg auszurufen und eine islamische Kontrolle Jerusalems als unterhandelbar zu markieren… ein fliegender Esel? Really? Da überzeugt ja selbst die Auferstehung eher.

    • @Maxime Musterfrau:

      Natürlich ist das lächerlich. Und gefährlich, weil religiöser Fundamentalismus, analog Unfehlbarkeitsdogmata, 21 Jungfrauen oder - das whatabouten Sie ja selbst am Ende - fliegende Esel.

    • @Maxime Musterfrau:

      Über die Religion des Friedens finden Sie in dieser Zeitung keine kritischen Berichte geschweige denn Witze darüber.



      Das machen die Autoren nur über Christen und Juden.

      • @Herbert Kowalski:

        Ist das so? Erinnern Sie sich gar nicht mehr an Charlie Hebdo ff.? Lesen Sie die Artikel über Irans Mullahs gar nicht?



        Kurzsichtige mit nur Roten Kühen vor den Augen gibt es in mehreren Religionen und Ideologien. Lasst uns hier alle die Augen auflassen.

    • @Maxime Musterfrau:

      Laut UN-Resolution wäre AlQuds/Jerushalayim eine eigene neutralisierte Einheit. Oder eben halbe-halbe: der Tempelberg ist im palästinensischen Teil, bekanntlich.



      Heilige Stätten, heilige Länder, vom Spaghettimonster versprochene Länder oder Vorherrschaften sind vielleicht generell lächerlich für die meisten. Und können leider zu realen Armageddon-Szenarien führen. Scharon provozierte, als er die Tempelberg-Regeln bewusst brach. Er wollte Krieg und Wahlsieg und bekam beides.



      (Da schließen wir aber am besten Ideologien gleich mit ein.)

  • Na also, jetzt hat man über drei Jahre still gehalten um nun eine Geschichte zu veröffentlichen um endlich die Angriffe des 7. Oktober zu relativieren, bzw. die Schuld auf die jüdische Bevölkerung abzuwälzen. Jetzt kann man befreit gröhlen .. VIVA Palästina, Viva Hamas !!!"

  • Also dieser Gott ist aber schon eine ziemlich Diva. Wie der sich ziert. Eine richtige Prinzessin auf der Erbse.

  • Keinerlei Mitgefühl für die armen Tiere.

    Da lob ich mir spirituell fortgeschrittenere Religionen.

    Buddha: "Die Wesen mögen alle glücklich leben, und keines möge ein Unheil treffen! Möge unser ganzes Leben Hilfe sein an anderen. Ein jedes Wesen scheuet Qual, und jedem ist sein Leben lieb. Erkenne dich selbst in jedem Sein, und quäle nicht und töte nicht."

    • @shantivanille:

      Wenn Sie sich allerdings dem Buddhismus nicht nur durch Zitatensammlung und westliche Esoterikratgeber annähern, sehen Sie allerdings, dass er nicht weniger Wahnhaftes hervorgebracht hat als andere Religionen und auch gegenwärtig nicht immer ein gutes Bild abgibt - mit der Hierarchisierung wäre ich also vorsichtiger...

    • @shantivanille:

      Kennens Die Essigkoster? Allegorie 🇨🇳



      Drei bekannte ältere Herren stehen vor einem



      Faß - mit Essig am verkosten! 🙀🥳🧐



      (entre nous - der Essig - hams geraten?



      Das Leben - klar.

      Der erste zieht ein grämliches Gesicht!



      Im scheint das Leben mit den Gesetzen des Himmels nicht in Einklang - Konfuzee - logo



      “Wenn die Matte nicht richtig liegt -



      Setzt sich der Meister nicht!" Sojet halt!



      Anstrengend - wa!



      & Däh



      Buddha, die zweite Figur auf dem Bild, empfand das Erdenleben als bitter, voller Abhängigkeit und Begierden, die



      nur Leiden bescherten. Nach seiner Sicht stellte die Welt überall Fallen und gaukelte Illusionen vor, sie war ein kreisendes Leidensrad für alle Kreaturen.““



      & der 3.



      “Nach Lao-tse hingegen konnte jeder allezeit die Harmonie finden, die von



      Natur aus und von Anfang an zwischen Himmel und Erde besteht, allerdings nicht durch Einhalten der



      konfuzianischen Regeln. Wie er in seinem Tao Te King, dem, Buch vom Sinn und Leben, darlegt, ist



      die Erde im Grunde eine Reflexion des Himmels und den gleichen Gesetzen unterworfen - nicht den



      Gesetzen des Menschen.“



      “Warum lächelt Lao-tse auf dem Bild? Schließlich hat dieser Essig, der das Leben symbolisiert, mit Sicherheit…

      • @Lowandorder:

        Na Warum?

        “ Warum lächelt Lao-tse auf dem Bild? Schließlich hat dieser Essig, der das Leben symbolisiert,



        mit Sicherheit einen unangenehmen Geschmack, wie der Gesichtsausdruck der beiden andern Mânner



        erkennen läßt. Aber im harmonischen Zusammenwirken mit den Gegebenheiten des Lebens



        verwandelt das taoistische Verständnis alles, was andere vielleicht als negativ empfinden, in etwas



        Positives. Nach taoistischer Auffassung rühren das Saure und die Bitterkeit vom Verstand her, der



        störend und nichtachtend eingreift. Das Leben an sich ist süß, wenn man es so begreift und nutzt, wie



        es nun einmal ist. Das ist die Botschaft der Essigkoster.“

        Deswegen - Lao-tse Dao





        unipub.uni-graz.at...nload/pdf/10601090



        Spannendes Teil



        share.google/vetUDvA5Y90d97CoY

        • @Lowandorder:

          Klar, vieles im Leben ist Leiden, doch Buddha betont auch, dass das wahre Selbst Glückseligkeit bedeutet. Das wahre Selbst, Bewusstheit, da kommt man um Meditieren nicht herum. Ohne kommt man aus dem Verstand nicht heraus, sondern bewegt sich auf ewig in dieser Gedanken-Pipeline. Unentwegt.

          Lao-Tse finde ich sehr schwierig. Das ist so jenseits dessen was wir im Westen in dieser Epoche so leben.

          Mittlerweile bin ich der Überzeugung: Taoismus ist eine hohe Kunst. Und ich bin weit davon entfernt sie auch nur ansatzweise zu beherrschen.

          • @shantivanille:

            Shure. …anschließe mich ehra Bescheidenheit too.

            Mit einem 🌴 intervenieren -



            Und hinter fehlt von nem Ackerwagen die Deichsel - 🙀 -



            Hett jet - Newahr 🥳🤣



            Normal Schonn

        • @Lowandorder:

          Sauer-land wäre womöglich ein Land der perfekten Opportunisten, höflicher: Quietisten.



          Der Spalt zwischen Ideal und Wirklichkeit ist das Tor zur Verbesserung. Ich bin da(o) also etwas skeptisch.



          Essig konserviert, das gestehe ich zu.

  • Vielleicht ist die hübsche rote Kuh der Messias? Und keiner merkts ...

    Ich sehe das ganz klar als NETFLIX-Miniserienvehiel, gescriptet aus der Sicht der roten Kuh - cinematografisch sehr herausfordernd und hip! Der Titel "Die rote Kuh" hat auch was.

  • Armes Viecherl.

  • Ist das noch Realsatire?2?? Wie weit darf Realsatire gehen??7?

    • @derzwerg:

      Wir in Deutschland essen heute noch Fisch am Freitag weil 'Fisch kein Fleisch ist'... - die wenigstens wissen um den religiösen Ursprung, aber sehr viele, bis hin zu Kantinen, halten es so...



      Religion ist niemals Realsatire, sondern das genaue Gegenteil.



      Satire startet keine Kriege (naja außer Charlie Hebdo und vielleicht ein Paar Hofnarren früher), aber für Religionen zog noch jedes Volk schon unzählige Male in Kriege.

      • @Antje1971:

        Besonders unterhaltsam ist der Absatz, der mit "Der Freizeitpark äußerte sich auf Nachfrage nicht." Vor allem, wenn man den Kontext weglässt.

      • @Antje1971:

        Religöser Ursprung? Mehr als üblich.

        Deutsche essen keine Pferdefleisch, weil es die heiligen Tiere Odins waren!



        Moselms keine Schwein, weil es "unreine" Tiere sind.



        Juden haben zwei Küchen, eine für Blutgerichte, eine für Milchgerichte.

        Selbst das Leben des radikalsten Atheisten wird von Religion mitbestimmt und wenn es nur "am siebten Tage sollst du ruhen"ist.

        • @Donni:

          Nee ja: Deutsche essen auch keine Hunde, Katzen, Meerschweinchen,



          Wanderratten (davon gibt immer mehr + Das Fleisch von 2 Ratten entspricht



          der im Kochbuch empfohlenen Menge von 150gr pro Portion/Fleisch/Mensch als Be-/Umrechnungsgrundlage) außer in Notzeiten.



          Gibt hier auf dem Markt lecker Pferdewurst ->irgendo müssen die totgerittenen Ponys hin. Gibt sehr wenig Hundefutter mit Pferd zu kaufen + auch nicht so viele Hunde, die mögen.

          Also wo ist die Grenze: Intelligenz? Pferd, Hund, Katze ist schlauer als Kuh,



          Schaf, Ziege, Schwein? Passt nicht, weil Schweine intelligenter als Katzen



          sind. Nur Milchproduzenten? Passt Schwein wieder nicht.



          Domestizierbarkeit, Nützlichkeit?



          Ich rotz das jetzt nur so raus, ohne, wie es sich gehört, das Prob vorher kurz



          zu googeln, sry. Aber das mit Odin + Pferde? Der hatte es doch mit Raben



          + eh alle da so eher noch mit Wölfen, Bären, Hirschen? Egal.

          Nochmal wg. Pferdefleisch: Wird weniger gegessen als früher. Gibt meist nur Pferdewurst, selten Pferdesteak/ gar einen Braten.



          Ist viel teurer als Kuh, wenn von Mastpferden + nicht von alten Reitpferden.

          Nee, das mit Odin funzt für mich nich sry

          Warum Enten/Gänse/Tauben, aber keine Krähen?

        • @Donni:

          Was sind denn "Blutgerichte"?! Strenggläubige Juden nutzen zwar unterschiedliches Geschirr, oder sogar zwei getrennte Küchen, da Milchiges und Fleischiges nicht zusammen gegessen oder auch nur miteinander in Berührung kommen dürfen. "Blutgerichte" gibt es in der jüdischen Küche nicht, denn auch den Genuss von Blut verbietet die Religion. Geschächtetes Fleisch muss vollkommen ausbluten - Blutwurst, Schwarzsauer oder ein blutiges Steak sind tabu. Ich weiß wirklich nicht, wie Sie auf "Blutgerichte" kommen...

  • Eine Milliarde Hindus können nicht irren! Lasst die Kuh in Ruh' und schlachtet lieber ein Schwein. :-)

    • @Kohlrabi:

      Die meisten Hindus leben vegetarisch.

      Und folgen der Richtung der Gewaltlosigkeit.

      Leider nehmen manche Hindus mittlerweile die schlechten Sitten der Wester an.

      Dennoch:

      Der jährliche Fleischverbrauch in Indien 5,1 kg pro Kopf – im Vergleich zu 82 kg in Europa.

      • @shantivanille:

        Der gegenwärtige Hindu-Nationalismus ist ja für seine Gewaltlosigkeit bekannt... und ich fürchte, Ihre Vorstellungen von indischen Ernährungsgewohnheiten ist auch eher westliches Wunschdenken...

    • @Kohlrabi:

      Und warum?? Weil Schweine zu Unrecht als Vergleich für viele nicht so nette Zeitgenossen herhalten müssen???

      Wenn man allerdings Churchills Spruch über das "falsche Schwein" betrachtet.....

    • @Kohlrabi:

      Meines Wissens gilt Schweinefleisch im Judentum als unrein?

      • @Il_Leopardo:

        Eine Gemeinsamkeit des Judentums mit dem Islam.

      • @Il_Leopardo:

        Meines Wissens auch. Es war einfach ein vielleicht etwas alberner Scherz über religiöse Tabus dieser und jener Art. - Zu den historischen Hintergründen des Schweinefleischtabus gibt es übrigens ein paar interessante Betrachtungen in Thomas Macho: "Schweine", Naturkunden Nr. 17 bei Matthes & Seitz.

  • Krishnamurti: erst wenn die Begriffe Nation, Volk, Rasse und Religion verschwinden wird es Frieden auf dieser Welt geben.

    • @TomKay:

      Wenn es mehr Menschen mit dem spirituellen Level von J. Krishnamurti gäbe, sähe die Welt sicher besser aus, und wir könnten auf Nationen verzichten.

      Doch schauen Sie sich auf dieser 8,2-Milliarden-Welt mal um!

  • Nachdem ich den Film "Königreich der Himmel gesehen hatte", habe ich mich mit den Kreuzzügen beschäftigt. Hier ein Ausschnitt aus einem Aufsatz: "Jerusalem ist ein Ort, der allen und niemandem gehört. Es gehört keiner bestimmten Gruppe, denn es gehört allen Monotheisten. Diejenigen, die es kontrollieren, sollten diese einfache Realität akzeptieren, und diejenigen, die von ihrer derzeitigen Macht geblendet sind, sollten aus der Geschichte lernen."



    neverthoughtaboutt...C3%B6rt-jerusalem/

    • @Il_Leopardo:

      "Jerusalem ist ein Ort, der allen und niemandem gehört. Es gehört keiner bestimmten Gruppe, denn es gehört allen Monotheisten."



      Monotheismus beschränkt sich auch heute nicht nur auf die abrahamitischen Religionen. So kann man bspw. bestimmte Schulen der Vishnu/ Krishna-Anhänger im "Hinduismus" als Monotheisten definieren. Die sehen allerdings bisher Jerusalem nicht als heiligen Ort an.

  • Nach christlicher Lehre war der Messias schon da:



    "Spätestens seit Paulus verstanden die Christen unter dem Messias bzw. Christos nicht mehr den prophezeiten Befreier und König der Juden, sondern den Erlöser der ganzen Menschheit." Wikipedia

    • @Il_Leopardo:

      Ehne ist aber klar



      🤖 “Nach jüdischem Glauben können Menschen nicht göttlich sein, daher ist Jesus für Jüdinnen:Juden nicht der Sohn Gottes. Auch der Messias ist Jesus nach jüdischem Glauben nicht, denn er hat die Welt nicht so grundlegend verändert, wie es vom Messias erwartet wird.“

      • @Lowandorder:

        Also im metaphysischen Sinne hat er die Welt befreit. Er war es nämlich der die Welt etwas grundlegendes Neues gelehrt hat: Der Mensch soll sich Gott nicht einfach unterwerfen, sondern sich frei entscheiden. Anders ausgedrückt: Gott macht den Menschen ein Angebot und der Mensch kann frei entscheiden, ob er es annimmt oder verwirft. Das ist doch selbst für Atheisten ein schöner Gedanke - dass wir Menschen "frei" sind.

  • Fuck.

  • Lass das bitte das Ressort "Wahrheit" sein, lass das bitte das Ressort "Wahrheit" sein. Spaghettimonsterstories aus dem "Heiligen" Land.



    Die rote Gefahr: Färsengeld geben!

    NB: Solche seltsamen Vorschriften sind allgemein üblich bei Magie. Wenn der Hokuspokus nicht klappte, war da doch noch irgendwo ein weißes Härchen, und der Glaube an den Popanz besteht weiter.

    Es wäre dabei wohl eine Tat für den Weltfrieden, die Rotarierin mit schartiger Klinge zu Schawarma zu verarbeiten, bevor Evangelikale mit zu viel Geld und zu wenig sonst noch Unheil anrichten.

    • Annette Hauschild , Autor*in ,

      @Janix:

      Das Problem ist, dass die Leute nach ihrem Glauben tatsächlich handeln. Die Palästinenser kennen ihre Gegner recht gut, Es ist für mich plausibel, wenn Abu Obeida sagt, dass sie befürchteten, dass demnächst ein weiterer vielleicht entscheidender Angriff auf Al Aqsa stattfinden könnte. Vor allem wenn Grabungen die Fundamente unterminieren sollen, wie viele Muslime fürchten.



      Einige Israelis hoffen evtl darauf, dass die Moschee einbricht, quasi ein Gottgewolltes Naturereignis mit Nachhilfe. Ich habe mich über den Zeitpunkt des Ausbruchs nach Südisrael , 7. Oktober, gewundert und diesen nur in. Verbindung mit der Niederlage im yom Kippur Krieg vor 50 Jahren gebracht. Abu Obeidas Erklärung ist mir damals entgangen.. Der Name der Operation, "al-Aqsa-Flut", sowie die Wahl des Zeitpunktes des Angriffs auf Südisrael ergibt für mich jetzt mehr Sinn. "al- Aqsa- Flut" kann sich auch auf die Rückeroberung Jerusalems beziehen und sollte wohl, Kämpfer Unterstützer aus den Nachbarländern zu den Waffen rufen, was allerdings nicht gelungen ist. Außer der etablierten Koordination mit Hezbolla und Houthis.

  • Ne rote Kuh als Berechtigung dafür einen Tempel zu bauen oder eben um ein Stück Land für sich zu beanspruchen.....es klingt so dämlich und mittelalterlich, das muss einfach wahr sein....

    • @PartyChampignons:

      So ziemlich jede unserer Kapellen im Land steht an einem Ort, wo einmal etwas "magisches" passiert ist. Vom tragischen Unfall bis zur Marienerscheinung.



      Glaube ist des Menschen Rückhalt, weltweit. Und wers nicht mit einem Gott hält, der glaubt ans Kapital oder die Vernunft oder an Bürgerräte, oder...



      Jeder glaubt.



      "Dämlich" finden es nur immer Andersgläubige.

      • @Antje1971:

        ‘ Glaube ist des Menschen Rückhalt, weltweit. Und wers nicht mit einem Gott hält, der glaubt ans Kapital oder die Vernunft oder an Bürgerräte, oder...

        Jeder glaubt.

        "Dämlich" finden es nur immer Andersgläubige‘

        Das stimmt schon. Die notwendige Distanz ist trotzdem essenziell, weil es spätestens dann schwierig wird, wenn aus dem eigenen Glauben Überlegenheitsansprüche ggü. Andersgläubigen legitimiert werden.

      • @Antje1971:

        Es ist dämlich, egal bei welchem Glauben und heutzutage bauen wir nicht mehr nach solchen Kriterien, das war vielleicht früher mal so, mittlelalterlich eben....

        • @PartyChampignons:

          Wer ist "wir"?



          Und es geht hier nicht um "uns", sondern Israel...



          Die Gottlosigkeit ist eine sehr junge Mode - und sie ist sehr regional auf Städte Mitteleuropas und Nordamerikas beschränkt.



          Noch unsere Eltern und ja selbst meine Generation waren mehrheitlich gottesfürchtig, kirchgängerisch, getauft, gefirmt, das ganze Programm. Und auf dem Land ist die Kirche heute noch die zweite Gewalt gleich nach dem Bürgermeister.



          Im Nahen Osten ist das nochmal um einiges schärfer.

  • Hola. Höre immer wieder gern.



    Welche abgefahrene bis mordsgefährliche Rolle in 🇮🇱 diese - milde gesprochen - Fundamentalisten - in diesem Staat usurpieren.



    In dem sie nach ihrer eigenen Ideologie gar nicht leben dürfen - nämlich vor Erscheinen des Messias.



    (Bibi isses ja zweifellos nicht - wa. 🙀🧐🥳;)

    • @Lowandorder:

      Im Koran wird demgegenüber mehr als 40 Mal Israel erwähnt, aber "Palästina" kommt darin nicht vor. Der Vers 104 der Koransure 17 lautet übrigens: "Und nach ihm sprachen Wir zu den Kindern Israels: «Wohnet in dem Lande; und wenn die Zeit der zweiten Verheißung kommt, dann werden Wir euch hinzubringen als eine Schar, gesammelt (aus den verschiedenen Völkern).»"

      Tja, es sind alles Märchen. Aber das Tempelinstitut sagt laut Artikel, dass es den Felsendom nicht einfach abreißen will, um den 3. Tempel zu bauen, sondern nur aufgrund einer Zusammenkunft von jüdischen, muslimischen und christlichen Vertretern - mit anderen Worten: Niemals.

      • @Budzylein:

        Was Wunder



        🤖 Der Name Palästina leitet sich historisch vom antiken Volk der Philister (hebräisch Plištim, ägyptisch Peleset) ab, die im 12. Jahrhundert v. Chr. die Küstengebiete besiedelten. Die Bezeichnung wandelte sich über das assyrische Palastu und das griechische Palaistine hin zur römischen Provinzbezeichnung Syria Palaestina. Im 2. Jahrhundert n. Chr. wurde der Name von den Römern genutzt, um die jüdische Verbindung zur Region nach dem Bar-Kochba-Aufstand zu tilgen.



        Ursprung &…



        Philister (Peleset): Ursprünglich bezeichnete der Begriff das Land der Philister, ein Seevolk an der Mittelmeerküste.



        Akkadisch/Ägyptisch: Assyrer nutzten Palastu, Ägypter Peleset.



        Griechisch/Lateinisch: Die Griechen übernahmen es als Palaistine, die Römer später als Palaestina.



        Römische Umbenennung: Nach 135 n. Chr. benannte Kaiser Hadrian die Provinz Judäa in Syria Palaestina um, um die Verbindung der Juden zu ihrem Land zu kappen.







        Der Begriff beschreibt primär eine geografische Region zwischen Mittelmeer und Jordan.



        Die Bezeichnung Palästinenser für die arabische Bevölkerung der Region entwickelte sich politisch erst im 20. Jahrhundert, , insbesondere nach 1964 mit der Gründung der PLO.“

        • @Lowandorder:

          Danke. Wieder was dazugelernt.

      • @Budzylein:

        "Es sei das „große Finale“, auf das diese Gläubigen seit dem Sieg 1967 warteten." Anm.: Gemeint ist der Sechstagekrieg!



        Ich fürchte, dass die Ultra-Orthodoxen nach den Ereignissen in Gaza jetzt Morgenluft wittern und davon träumen, die Araber ganz aus der Region zu werfen.

  • Meine Güte, das es wirklich Leite gibt die diese Märchen ernst nehmen. Wäre natürlich schön wenn nach der Errichtung des Tempels wirklich überall Frieden ausbricht, aber warum hat das beim ersten und zweiten Tempel nicht funktioniert?

    • @Jesus:

      Als Sandalinista aka Lattenjoseph -



      Würd ich den Ball mal flach 🥿 halten.



      “Was wäre die Welt ohne Übersetzungsfehler?



      Harry Rowohlt “Jesus ging nicht übers Wasser



      Sondern am See entlang.*



      Maria war keine Jungfrau



      Sondern eine junge Frau.“



      (* ps von “…wir zeigen ihm. nächstens 🙀🧐



      Wo die Steine liegen!“ ein andermal - wa!

      • @Lowandorder:

        Was wollen Sie mir sagen?

        • @Jesus:

          Ach Gottchen leevs Lottchen!



          Is ja bald Wiverfassenacht - wa!



          Da kommt der Schlipps Langbinder - aka Strick um Hals - eh ab.

          os hab ja für so Lück keinen müden Farsing über - aber so derart vom Balkon & hoch vom Dachstuhl - wa



          Da scheint mir ehr Nickname doch ehrer ein UWG-Verstoß! Newahr



          Normal - wovon wollnse damit ablenken ?

    • @Jesus:

      Ich fürchte, dann bricht der Krieg erst richtig los, denn um den Dritten Tempel bauen zu können, müssten erst einmal der Felsendom und die Al-Aksa-Moschee eingerissen werden.

      • @Il_Leopardo:

        Der Sprecher des Tempelinstituts hat laut Artikel erklärt, dass das Institut gerade das nicht will: " „Allerdings darf dies nicht geschehen, indem man mit Gewalt oder einseitig den Felsendom entfernt. Es sollte das Ergebnis sein von einer Zusammenkunft der Geister und Herzen von jüdischen, muslimischen und christlichen Vertretern“, so Sprecher Yitzchak Reuven."

        Und diese Zusammenkunft wird es natürlich niemals geben. So macht man das, damit das Ganze nur im Kopf der Gläubigen bleibt. Gefährlich sind diejenigen, die die in ihrem heiligen Buch enthaltenen Aufforderungen, "Ungläubige" zu töten, ernst nehmen.

  • Sehr interessanter Bericht, der den Wahnsinn eines Gottesstaates zeigt.

    • @Rinaldo:

      Vom Wahnsinn der Hamas, die den Felsendom für heilig hält, weil Mohamed da mit einem fliegenden Esel/Maultier in den Himmel gefahren sein soll ganz zu schweigen.

    • @Rinaldo:

      Alle monotheistischen Religionen sind schädlich für die Menschheit.



      Ein bisschen Aberglauben hilft manchem, aber die einzig und wahren Götter richten nur Schaden an.

  • Laut Prophezeiung muss eine bestimmte rote Kuh geopfert werden, ehe der dritte Tempel errichtet wird. Jetzt will man sie gefunden haben.



    ---



    Wenn MYTHEN & MÄRCHEN gleich aus welcher X-mal angepassten "Schrift" zu politischen Zwecken missbraucht werden, sollte "Toleranz", das Akzeptieren solcher "Verhaltensmuster & Texte" zu Ende sein!

    Den dann springen wir wieder ins Mittelalter mit "Hexenglauben", Scholastik, Zaubersprüchen, usw.



    "Drei mal schwarzer Kater!" das solche Prüfung an uns vorübergeht! :-)

    Religion, Glauben, usw. ist mMn. für Leute die so etwas brauchen, weil sie einen "fiktiven Verantwortlichen" suchen, weil sie selbst KEINE übernehmen wollen, ok!

    Doch in der realen Politik haben solche "fiktiven Wirklichkeiten" nichts verloren.



    Meist wird damit nur versucht, eigene Vorurteile zu verbergen, bzw. irgendwelche "Ismen" zu kaschieren!

    Ps. Der Grat zw. Glauben, Wahn & Schlimmeren ist sehr schmal, siehe U-SA, da sollten der noch denkende Teil der Menschheit zusammenstehen & massiv dagegen angehen!

    Die Millionen Toten, dirch "Religion., Ideologie, Nationalismus, usw." wiedersprechen jedem Friedensapostel!

  • ... und wenn es keinen Gott gibt?

    • @Il_Leopardo:

      … ist das für seine / ihre Vertreter auf Erden nicht so wichtig , vorausgesetzt die Anzahl und Schlagkraft der Gläubigen ist groß genug.

    • @Il_Leopardo:

      Latürnich gibt es den!!

      Wenn du etwas dringend brauchst, dir etwas sehnlichst wünschst, bittest, bettelst betest, opferst, dir Buße auferlegst - einfach alles tust, was die Kirche dir rät und befiehlt, dann gibt es EINEN, der dich total ignoriert - und das ist ER.

    • @Il_Leopardo:

      Oh Gott...

  • Wow, religiöser Wahn at its best.



    Da kommen all die Irren, die Religion und ihre Schriften/Überlieferungen nicht als eine Art philosophische Lebenshilfe sehen, sondern als eine 1:1 Anleitung für das Leben in der Realwelt überall aus den Löchern. Da wären Tempelbauer ja noch harmlos, wenn nicht irgendwo quasi nebenbei auch überliefert ist, dass man seinen Nächsten lieben soll und den Übernächsten dafür abmurksen und Frauen und Kinder unterjochen soll.



    Die derzeitige Rückschrittlichkeit von der Universalität der Menschrechte und einem demokratischen Zusammenleben auf diesem Planeten ist nur erschreckend, von Laizismus gar nicht zu reden.

  • "Die rote Färse ist eine mystische Rarität. Eine kleine Sensation. Neun von ihnen soll es in 3.400 Jahren gegeben haben. Nur eine Kuh, deren Fell perfekt dunkelrot ist, ohne Flecken oder andersfarbige Haare, die nie trächtig war und nie unter dem Joch lief, kann an dem Ritual teilnehmen."



    So kompliziert wie das klingt, ist es nicht. Das nächste Mal sollten die Rabbiner in den deutschen Mittelgebirgen auf die Suche gehen:



    www.google.com/sea...tes+h%C3%B6henvieh