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Spahns Vaterglück durch Leihmutterschaft Für konservative Werte – außer es betrifft ihn selbst

Eva Fischer

Kommentar von

Eva Fischer

Der CDUler und sein Partner sind mithilfe einer Leihmutterschaft Eltern geworden. Hierzulande ist das verboten – auch wegen seiner Partei.

D er Chef der konservativen Unionsfraktion im Bundestag findet die Politik seiner Partei nicht gut – zumindest wenn sie ihn persönlich einschränkt. Jens Spahn und sein Ehemann Daniel Funke haben sich ein Kind gewünscht. Und weil es in Deutschland nicht erlaubt ist, eine andere Person mit dem Austragen eines Kindes zu beauftragen, mussten sie eben auf ein Land mit liberalerer Gesetzgebung ausweichen. In dem Fall die USA. Dort ist eine Leihmutterschaft kommerziell zu haben: für rund 150.000 bis 250.000 Dollar. Die Leihmutter erhält davon nur einen Bruchteil.

Spahns Partei hat unterdessen bei ihrem Parteitag vor ein paar Monaten erneut bekräftigt, dass Leihmutterschaft ausdrücklich verboten bleiben soll.

Die Frage der Legalisierung von Leihmutterschaft ist ein schwieriges Thema. Konservative können es sich dabei leicht machen – indem sie alles, was nicht heteronormativer Fortpflanzung entspricht, einfach ablehnen.

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Aus linker Sicht ist es komplexer. Natürlich sollen Queere und ungewollt Kinderlose die Möglichkeit haben, ein eigenes Kind zu bekommen. Natürlich sollen Frauen selbst entscheiden, was sie mit ihrem Körper tun.

Man kann aber auch argumentieren, dass Leihmutterschaft eine kapitalistische Ausnutzung des weiblichen Körpers bedeutet. Dass Frauen, die gegen Geld eine Schwangerschaft für andere auf sich nehmen, dies in den meisten Fällen aus finanzieller Notwendigkeit tun.

Dennoch hätte Spahn auch hierzulande seinen Kinderwunsch wahr werden lassen können, Stichwort Adoption oder Pflegeelternschaft. Geht es einem um ein biologisch eigenes Kind, ist Co-Parenting eine Möglichkeit. Es gibt einige Single-Frauen, die keine Lust oder Zeit mehr haben, nach einem passenden Partner zum Kinderkriegen Ausschau zu halten und sich stattdessen eine alternative Familiengründung vorstellen können. Aber dafür braucht es eben Kompromisse mit anderen. Etwas, was Spahn nicht so zu liegen scheint.

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Eva Fischer

Eva Fischer Themenchefin

Jahrgang 1989; seit Anfang 2025 bei der taz, derzeit als Themenchefin, Nachrichtenchefin und CvD bei taz.de. Vorherige Stationen: u.a. EU- und Nato-Korrespondentin in Brüssel beim Handelsblatt, Redakteurin für Internationale Politik beim Tagesspiegel, Redakteurin bei der ZDF-Talkshow "Markus Lanz". Wirtschaftspsychologie-Studium mit Schwerpunkt Arbeits- und Organisationspsychologie und dem Nebenfach Politikwissenschaft, Besuch der Holtzbrinck-Journalistenschule, gelernte Medienkauffrau Digital und Print beim Spiegel-Verlag. Und auch ausgebildete Yogalehrerin.
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49 Kommentare

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  • Schon schlecht. Wer wissen will, warum die Demokratie in D einen immer schwereren Stand hat, hat hier ein Paradebeispiel vor sich. Leider zieht sich diese Bigotterie durch das gesamte politische Spektrum: Eine ausländische Lesbe die mit einer Frau aus Sri Lanka lieiert ist und mit deren Kindern zusammenlebt führt eine möchtegern-Faschistische Partei.



    Der Arbeiterführer Peer S. erklärte im Bundestagswahlkampf, als Kanzlerkandidat, dass er zur not auch mal Wein für 5 Euro trinkt. Pro Glas versteht sich.



    Ein ehemaliger Vorsitzender der Linkspartei wurde nicht Porsche-Klaus genannt, weil er sich für die Zuffenhausener Mitarbeiter besonders eingesetzt hätte. Die Liste ist lang und betrifft auch NGOs und individuelle Aktivisten im besonderen Maße.

  • Jetzt wird es Zeit für einen langen Vaterschaftsurlaub, Kohle hat er ja genug.

  • Es überrascht wenig, dass ausgerechnet der Fraktionsvorsitzende der Union, dessen eigene Partei sich im Koalitionsvertrag gegen Leihmutterschaft ausspricht, den bequemsten Weg ins Ausland wählt, statt sich ernsthaft mit legalen Alternativen wie Co-Parenting auseinanderzusetzen. Plattformen für Co-Elternschaft existieren in Deutschland längst, sind rechtlich unbedenklich und hätten Herrn Spahn die Möglichkeit gegeben, Vater zu werden, ohne die eigene Rechtsordnung zu umgehen, die er als Politiker mitverantwortet. Dass er stattdessen den internationalen Leihmutterschaftsmarkt bemüht, wirft ein bezeichnendes Licht darauf, wie ernst es ihm mit den Werten seiner eigenen Partei tatsächlich ist.

    Und die Praxis, die er damit unterstützt, ist keineswegs so unproblematisch, wie es die “Bild”-Schlagzeilen suggerieren:

  • Dafür, dass einige hier Spahn tatsächlich in Schutz nehmen, habe ich null Verständnis. Es ist ja nicht so, dass er nur zufällig in einer Partei ist, die zu dem Thema eben eine andere Meinung vertritt, als er persönlich. Er ist Vorstandsmitglied und Fraktionsvorsitzender dieser Partei. Wenn jemand für deren Programmatik verantwortlich ist, dann er. Außerdem war er auch seinerzeit als zuständiger Gesundheitsminister absolut gegen Leihmutterschaft: www.sueddeutsche.d...hmuetter-1.4869675

    Ich glaube, zwischen seinem politischen Einsatz für das Verbot und seinem jetzigen Handeln besteht für ihn auch gar kein Widerspruch. Denn ein Verbot ist eine Regel und jegliche Regeln gelten ganz selbstverständlich nicht für reiche Menschen, zu denen er praktischerweise gehört. Ich glaube er ist jetzt gerade ehrlich überrascht, dass es Kritik von der CDU selbst gibt. Bin ich ehrlich gesagt auch.

  • Coole Sache, diese repräsentative Demokratie: Wir ermöglichen unseren gewählten Volksvertretern die Anhäufung finanzieller Mittel via Abgeordnetenentschädigung, welche die Parlamentarier sodann zur Umgehung der Gesetze eben dieser Demokratie nutzen. Eigentor parlamentarische Demokratie. Hat schon jemand nach der Entlassung des Bundestrainers gerufen? Jürgen Klopp stünde eventuell zur Verfügung - vorausgesetzt, die Kasse stimmt…

  • Ich bin mir ziemlich sicher, es gibt keinen Politiker, der ALLE Thesen/Abstimmungen der eigenen Partei richtig findet. Gleichwohl wird er sich der Mehrheit beugen und hier und da gegen die eigentliche Überzeugung stimmen - das nennt sich dann Fraktionszwang.

    JS hätte ja auch das Gesetz nicht alleine ändern können, er hätte schon seine Fraktion dazu gebraucht.

    • @Strolch:

      Fraktionszwang ist auch so ein Ding .



      Die MdB sind nur Ihren eigenen Gewissen verpflichtet und Ihren Wählern.



      Falls Sie gegen die Fraktion stimmen , hat das für Sie keine Folgen .



      Der Fraktionszwang ist nur eine dumme Ausrede für fehlendes Gewissen und Überzeugung.



      Er dürfte wohl auch verfassungswidrig sein .



      Rechtlich gibt es für ihn jedenfalls keine Formulierung , die MdB zu Entscheidungen gegen Ihren Willen zwingen könnte .



      Ganz im Gegenteil - siehe Grundgesetz .

    • @Strolch:

      .... Sphan ist ein Strolch !

    • @Strolch:

      Dazu wäre zu sagen, dass der "Fraktionszwang" nur bei Entscheidungen im Bundestag besteht. Hr. Spahn hätte, wenn er aus Überzeugung für Leihmütter gewesen wäre, vorher offen dafür Stellung beziehen können, z.B. auch auf CDU-Parteitagen, wo über das Thema gesprochen und entschieden wurde. Hat er aber nicht. So entsteht eben der Eindruck, dass er für die Allgemeinheit das Verbot will, für sich selbst aber zwar nicht illegal, aber illegitim handelt.



      Was den Fraktionszwang betrifft, hätte er, wenn es ihm ein solches Herzensanliegen ist, nach seinem Gewissen entscheiden können. Oder geheime Abstimmung beantragen können, was bei anderen Entscheidungen, die sensible Themen betreffen, üblich ist.

  • Konsequent wäre bei so etwas ein Rückzug aus der Politik allemal. Wie will denn jemand, der politisch "Hü!" sagt, aber privat "Hott!", noch glaubwürdig seine Partei vertreten?

    Persönlich kann ich sein Verhalten freilich nachvollziehen. Auch das Ausweichen in ein anderes Land, um die hierzulande geltenden Beschränkungen zu umgehen, halte ich nicht für problematisch.

    Das wird es erst duch seine Mitgliedschaft in einer in dieser Frage diametral in Opposition befindlichen Partei!

    • @Metallkopf:

      Auch privat kann ich diese Entscheidung nicht



      billigen.



      Sie ist höchst frauenverachtend und unmenschlich .



      Reicher Mann kauft arme Frau zum Papa werden.



      Das ist asozial .

  • Gäbe es in Deutschland eine echte Alternative und nicht die AfD, würden die locker über 50% bekommen und müsste nichts dafür tun.

    Das erledigen Politiker von den Parteien der sg. Mitte wie Jens Spahn, Könige der Doppelmoral.

  • Die Aufregung sollte eigentlich im konservativem Lager stattfinden - Spahn demonstriert öffentlich was er persönlich von der Mehrheitsmeinung seiner Partei hält...

    Ansonsten sollten wir uns über jedes Kind freuen.

  • Bei Spahn wundert mich gar nichts mehr. Noch



    verlogener



    geht fast nicht mehr, von den AfD- Knülchen



    mal abgesehen .



    Früher hätten solche Leute ihren Hut nehmen



    müssen , Spahn schon vor Jahren.

  • Die neue Rechte definiert sich nicht nur über Ideologie, sondern auch über einen offenen politischen Narzissmus, nach welchem für die neuen Elite-Kader keine Regeln gelten. Repression ist für die Masse. Gut gelent vom Neoliberalismus ist das, nur auf autoritär gedreht. Siehe Weidel, siehe Trump, siehe Erdogan, Orban, Le Pen, Farage und wie die Grifter alle heißen. Spahn ist genau so ein neurechter Narzisst: "Ich darf alles und auch wer J... ist, bestimme ich."

  • Tatsächlich eine erschreckende Instinktlosigkeit für einen Spitzenpolitiker. So sehr ich den Kinderwunsch nachvollziehen kann, so dreist ist es, wenn ein Politiker so öffentlich für sich eine Möglichkeit nutzt, die in seinem Land aus welchen Gründen auch immer nicht erlaubt ist. Spahn gibt die perfekte Munition für alle, allem voran die AfD, die schon immer auf "die da oben" schimpfen um daraus billiges politisches Kapital zu schlagen. Allein schon dafür sollte mindestens in die zweite Reihe zurücktreten wenn nicht gar sich komplett aus der Politik zurückziehen.

    • @Fran Zose:

      "Tatsächlich eine erschreckende Instinktlosigkeit für einen Spitzenpolitiker."



      Hmm. Haben Sie Kinder? Falls ja, würden Sie sagen, die wären Ihnen eine "politische Instinktlosigkeit" nicht locker wert? Und würden Sie umgekehrt leichtfertig ihren Beruf aufgeben, wenn sie gerade Eltern geworden sind und ein Kind großzuziehen haben?

      • @Normalo:

        Nicht die Kinderlosigkeit ist instinktlos; im Gegenteil ich kann den Wunsch mehr als nachvollziehen. Aber als prominenter Politiker einer Partei, die sich grade kürzlich noch, und wahrscheinlich auch mit der Stimme von Herrn Spahn, gegen die Leihmutterschaft ausgesprochen hat, muss ich doch wissen, was für ein verheerenden Eindruck es erwecken muss, wenn ich für mich selbst aufgrund meiner finanziellen Leistungsfähigkeit einen Weg einschlage. Es muss zwangsläufig den Eindruck der Doppelstandards für eine bestimmte Kaste erwecken und leistet damit populistischer Politikerschelte und Frust Vorschub. Spahn ist intelligent genug als das er das nicht hätte antizipieren müssen. Man kann eben nicht immer alles haben. Sein Entscheidung für das Kind ist legitim und auch hat er am Ende nichts illegales getan. Aber in der Funktion geht es nicht wenn man zumindest einen Rest von Integrität und Glaubwürdigkeit erhalten will. Und grade letzteres ist so wichtig in Zeiten von Populismus und einem allgemeinen Vertrauensverlust in die Politik.

      • @Normalo:

        Bei den Kindern, ich habe selber welche gro0gezogen bin ich bei Ihnen. Aber wenn ich damals die Möglichkeit gehabt hätte mit den Ruhestandbezügen von Herrn Spahn zu Hause zu bleiben, ich wäre sofort zu Hause geblieben.

      • @Normalo:

        Na dann sind die Kinder auch den Rücktritt wert. ;-)



        .



        Er könnte ja noch eine Weile Abgeordneter bleiben, selbst im worst case bliebe genug Zeit für einen Jobwechsel.



        .



        Als Spitzenpolitiker ist er mit der Entscheidung nicht mehr haltbar.



        .



        Er hätte ja dann auch mehr Zeit fürs Kind und sein Partner verdient ja auch mehr als genug. Spricht also alles eher DAFÜR.

  • Darf ein Fraktionsvorsitzender nur das machen, was die Partei/Fraktion gut findet oder darf er in bestimmten Bereichen



    eine Privatmeinung haben ?

    • @behr Behr:

      Wenn Spahn sich an alle Gesetze gehalten hat, kann man ihn rechtlich sicherlich nicht dafür belangen







      Aber Fraktionsvorsitzender einer Partei zu sein, die das Verbot der Leihmutterschaft (als Teil des Embryonenschutzgesetzes) eingeführt hat und bis heute bis ins Detail verteidigt und Spahn selbst dann dieses Verbot umgeht, weil er es sich, im Gegensatz zu den meisten Normalos mit gleichem Kinderwunsch, finanziell leisten kann, ist maximal unglaubwürdig und egoistisch.







      Privatmeinung?







      Politiker sind auch ihrem Gewissen verpflichtet. Wenn Spahn die letzten Jahre, meinetwegen auch erfolglos, gegen die Position seiner Partei zu diesem Thema gekämpft hätte, wäre es eine andere Sache. Im Gegenteil hat er aber stattdessen in der Vergangenheit (noch vor der Ampel) gesagt, er könne sich "als Christ persönlich nur sehr schwer mit der Idee eines gemieteten Mutterbauchs anfreunden“ und lehnte als Gesundheitsminister jegliche Legalisierung ab ( ! ).







      Defacto ein Verbot unterstützen und sich dann einen Weg suchen, dass es für ihn selbst nicht gilt? Damit zeigt er wieder einmal nur, was alle eh schon wissen: Spahn und Moral passen einfach nicht zusammen.

    • @behr Behr:

      Eine Privatmeinung darf jeder haben. Im Interesse der Glaubwürdikeit vertritt man aber nicht öffentlich das genaue Gegenteil davon.



      Mit Wasser Predigen und Wein Saufen macht man nur die AfD gross.



      Fraktionsvorsitzender einer Regierungspartei ist kein unwichtiger Posten. Da darf man schon etwas Glaubwürdigkeit erwarten.

      • @Carsten S.:

        Ein Kind zu haben, ist aber schon etwas höchstpersönliches und nicht nur das "Vertreten einer Meinung". Müssen denn alle Grünen Politiker zurücktreten, die einen Verbrenner fahren? Und ich hoffe wir sind uns einig: Das Auto gegen die Überzeugung zu wechseln, stünde ca. 10 Stufen unter dem Punkt auf ein Kind zu verzichten, das man gerne möchte.

  • Ich verstehe die Aufregung nicht. Die CDU ist eine demokratische Partei, jedes Parteimitglied darf eine eigene Meinung haben, auch abweichend zur parteiinternen Mehrheitsmeinung. Daher ist das Verhalten von Herrn Spahn vollkommen legitim, nicht zu beanstanden und hat auch nichts mit seiner Rolle als Politiker zu tun.

    Herr Spahn hat gegen kein gesetzliches Verbot verstoßen und seine Meinung zur Frage der Legalisierung der Leihmutterschaft in Deutschland ist nicht bekannt.

    • @DiMa:

      Er hat sich wohl in der Vergangenheit sehr wohl gegen eine Legalisierung von Leihmutterschaft ausgesprochen. Dass er jetzt selbst deren hiesiges Verbot umgeht, angeblich weil er im Einzelfall die Gründe für seine Bedenken nicht erfüllt sah, ist daher nur semi-astrein: Wenn er das entscheiden kann, wieso soll es nicht Jeder können?



      Aber am Ende muss ich sagen, ist das Verhalten menschlich verständlich. Als frischgebackener Vater würde ich auch sagen: "Schaut mal: Mein Sohn!! ...und was Ihr da von politischer Stringenz schwurbelt, ist mir herzlich egal - lasst euch einfach Alle mal knuddeln (ja, Du auch, Heidi), heute ist ein toller Tag."

    • @DiMa:

      Daß der zu jedem Mist seinen Senf dazugibt, hat den Vorteil, daß das I-Net auch was zum Thema findet ;) .



      Und natürlich kann auch Jens Spahn seine Meinung ändern, da hätte es ein Interview mit der GQ (falls es die noch gibt) mit seinem Mann eventuell einfacher gemacht, auch für seine Funktion in einer immer mehr ins Reaktionäre abdriftenden Partei.

    • @DiMa:

      " seine Meinung zur Frage der Legalisierung der Leihmutterschaft in Deutschland ist nicht bekannt."

      Er könnte also eigentlich ein Linker sein, gegen Grundsicherungverschärfung, gegen Aufrüstung, für Vermögenssteuer, aber er verbirgt es vor sich selbst, so dass er vehement die CDU Richtung vorgibt?

      Nein, es ist verlogen als exponierter Politiker (Fraktionsvorsitzender) gegen seine eigenen öffentliche Aussagen und CDU Sicht zu handeln. Und wer öfter lügt, dem....

      • @fly:

        Ne Meinung von vor X Jahren hat doch überhaupt keinen Stellenwert. Verlogen wäre es, wenn es sich um ein aktuelles Statement handeln würde.

        • @DiMa:

          Solange ist das auch wieder nicht her. Und doch, es bleibt verlogen. Er hätte ja seinen von ihnen vermuteten Meinungswechsel auch kundtun können, sofern es ihn gegeben hat...

  • Zwei Fragen:



    1. Bekommen Funke und Spahn Kindergeld?



    2. Woher stammt die weibliche Komponente (Eizelle)? Oder ist die unwichtig?

    • @Mondschaf26:

      1. Selbstverständlich haben sie Anspruch darauf.

      2. Das sollte nach heutigem Verständnis belanglos sein, wenn das Kind erst einmal da ist. (Alles andere wäre reaktionärer Biologismus.)

  • Liebe Eva Fischer, alles ganz richtig was Sie schreiben, aber... Der Witz bei Jens Spahn ist nicht, dass er sich mit viel Geld einen persönlichen Vorteil verschafft, der ein legal in Deutschland handelnder Mitbürger nicht haben kann. Der Witz ist, dass Jens Spahn das gut findet. Er findet es nach wie vor richtig, dass es deutschen Staatsbürgern verboten ist, hierzulande das zu bekommen, was für ihn im Ausland für viel Geld erreichbar war. Oder wie es gestern in den Tagesthemen verdeutlicht wurde: Jens Spahn will eine Gesellschaft in der fast alle Wasser trinken müssen, er und andere Privilegierte aber nach wie vor Wein genießen.

    • @Rainer Meyer:

      Das ist ja der Aberwitz dieser Leute. Das spielt in einer Liga mit Alice Weidel, die behauptet, ihre Frau habe ja gar keinen Migrationshintergrund, da in der Schweiz aufgewachsen. Jede andere Person dieser Art steht auf der Liste von Martin Sellner, um nach Nordafika abgeschoben werden, nach Gusto der Rechten auch die Weidels dieser Welt, die nicht zufällig Chefin einer Nazipartei sind. EInerseits den rechten, rigoros-harten Moralpostel spielen, selbst jedoch den süßen Wein der Liberalität trinken.



      Verlogener und bigotter geht es kaum.

    • @Rainer Meyer:

      Wein genießen, gut! Nur wenn er in Kübeln runtergeleert wird in den Kopf. Da bleib ich gern beim Wasser.



      Ich glaub das wird Jens auch noch lernen was es heißt sich zu verschlucken ...

  • Da umgeht einer - der das nötige Kleingeld hat - deutsche Gesetze, für die er selber vehement eingetreten ist, ... und bekommt anschließend "herzliche Glückwünsche" von Mitgliedern der Regierung, die "eigentlich" für die Einhaltung deutscher Gesetze verantwortlich sind !!



    Seltsame Sicht auf "Moral".

    • @Thüringer:

      Der Postillon hatte recht, der hat gesagt dass es eine Doppelmoral nur bei Leuten geben kann die überhaupt so etwas wie Moral haben..

    • @Thüringer:

      Dass Julia Klöckner gratuliert, kann nicht überraschen.



      Rein tonn katolsch warrn. (© LOVANDO)

  • Spahn ist nicht konservativ, sondern rechts. Und rechte Politik ist eine der klaren Hierarchien. Wer oben steht, steht über den Regeln, die für andere gelten.

  • Zitat aus dem Postillion: "Es ist keine Doppelmoral, wenn man generell keine Moral hat."

    • @silicananopartikel:

      Der ist gut :-)

  • Jeden anderen hätte die CDU Fraktion schon aller Ämter enthoben etc. Er scheint einen Schutzstatus zu geniessen.

  • Da Herr Spahn mit seiner Aktion kein deutsches Gesetz gebrochen hat, kann man ihm da schwer etwas vorwerfen.



    Dennoch ist es natürlich maximal ungeschickt, so vorzugehen, und dann auch noch so „dümmlich“ in die Kamera der Bildzeitung zu grinsen.



    Er hat damit seiner ohnehin nicht mehr großen Reputation schwer geschadet, und ich bin mir sicher, dass er zurücktreten müsste, wenn die Boulevardpresse es darauf anlegen würde.

    • @Dirk Osygus:

      Man kann und muss ihm ständig vorwerfen, dass er ein Lügner und Heuchler ist, der sich nicht im Geringsten zu benehmen weiss. Nicht vorwerfen kann man ihm freilich, dass er ein Egozentriker mit Machtphantasien ist.



      Man stelle sich mal vor, dieser Typ wird unser Kanzler....

  • Viel zu kurzer Kommentar. Er läuft sich gerade warm, schon ist der Artikel vorbei... Schade.

  • Was er als Privatmann macht ist ja seine Sache, solange er sich an Gesetze hält.



    Aber offenbar hält er sich für eine Art Sonnenkönig, für den andere Regeln gelten als für den Rest.



    Bleibt zu hoffen, das die Konservativen in der CDU (von denen es ja immer noch viele gibt) das nicht durchgehen lassen und ihn von allen Ämtern abwählen.

    • @T-Rom:

      Mit dieser Aktion zeigt er (erstaunlicherweise), dass er kein Sonnenkönig ist.



      In seiner Funktion als Fraktionsvorsitzender hat er keinen Egotrip durchzuziehen, sondern er muss die Fraktion vertreten.



      Und die Fraktion muss im Sinne der Unionswähler agieren.



      Natürlich kann man Politik moralisch überhöhen, aber am Ende des Tages sind Politiker ein Produkt das Wähler als Kunden überzeugen muss.



      Da darf man durchaus zwischen dem Politiker Jens Spahn und der Privatperson Jens Spahn unterscheiden.



      Abgesehen davon ist die Leihmutterschaft in den USA legal und damit hält sich das Ehepaar Spahn an alle Gesetze.

      • @MK:

        Zwischen Politiker Spahn und Privatmann Spahn unterscheiden?



        Sorry, das ist in diesem Fall mehr als unglaubwürdig. Wenn er als Politiker entschlossen gegen etwas ist, was er dann als Privatmann gut findet ist das pure Heuchelei. Wie sollen die Leute so jemanden noch etwas abnehmen? Gut, das tun die meisten eh nicht mehr, ändert aber nichts an der Heuchelei.

      • @MK:

        Jens Spahn hatte sich bei der Leihmutterdebatte als "schwuler Christ" geäußert und fand des alles befremdlich. Also ned "nur" Meinung der Fraktion.

        Davon mal ab ist die Version der Leihmutterschaft in einigen US-Bundesstaaten garantiert ned nur mit den zu findenden100-150.000 Talern abgedeckt ist. Davon ist die ärztliche Versorgung gedeckt und die Leih(gebär)mutter kriegt Kost und Logie für 9 Monate bezahlt, weil sie des ja nur aus Barmherzigkeit macht. Sonstige Spesen und ne Aufwandsentschädigung werden dann vermutlich unbürokratisch geregelt...