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Die üblichen Verdächtigen im HalbfinaleEine WM wie bestellt

Im Halbfinale der inklusivsten Weltmeisterschaft aller Zeiten steht wieder eine exklusive Auswahl an Fußballnationen. Die Fifa hat viel dafür getan.

Die inklusivste Weltmeisterschaft aller Zeiten neigt sich dem Ende zu. Als solche wurde sie von der Fifa-Spitze beworben und von vielen Fans auch hierzulande allzu arglos gefeiert. Und nach der neunundneunzigsten und hundertsten Begegnung dieses Turniers geht es im anstehenden Halbfinale wieder einmal am exklusivsten zu. Die Fußballgroßmächte Frankreich und Spanien sowie England und Argentinien duellieren sich.

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Die taz bei der Fußball-WM

Der Ball ist rund und die taz ist ihm dicht auf den Fersen. Unsere Reporterin Alina Schwermer ist auf einem Roadtrip (meist) per Bus und berichtet in Reportagen und in ihrem Blog – manchmal auch aus den Stadien, aber noch viel öfter über alles drumherum. Alle Spiele werden von ausgeschlafenen tazler:innen für Sie hier in „Alle Spiele“ kurz zusammengefasst. Dann gibt es das ganz geheime Tagebuch von Fifa-Dingsbums Gianni Infantino. Und alles andere rund um die WM finden Sie hier.

Es ist eine WM wie bestellt. Lamine Yamal gegen Kylian Mbappé, Harry Kane gegen Lionel Messi. Welche Paarungen ließen sich denn besser verkaufen? Die TV-Anstalten reiben sich weltweit die Hände und die Fifa schaut zufrieden auf ihr Werk zurück.

Ihr ist ein Meisterwerk gelungen. Sie hat dieses Turnier zu einem globalen Mitmach-Festival inszeniert, das nach wochenlangen bunten Begegnungsveranstaltungen nun in der erwartbaren Phase angelangt ist, in der wie gewohnt die Schwergewichte des Fußballs ihre Kräfte messen.

Das Herz für die Kleinen schlägt selbst bei den Fans in den großen Fußballnationen vernehmbar laut. Und fast hätte man in den ersten Turnierwochen den Eindruck gewinnen könnten, solch eine Weltmeisterschaft habe neben dem sportlichen Wettbewerb auch den Fifa-Auftrag zu erfüllen, möglichst viele Menschen in vielen Ländern zu beglücken. Naiv war dieses verkürzte Denken, weil die Aufblähung des Turniers vornehmlich vom Bestreben motiviert war, TV-Einnahmen und die Macht der Fifa-Spitze zu mehren.

Neue Regel hilft den Großen

Viele von den Fans, die von den Auftritten der Kleinen geschwärmt haben, dürften sich jetzt ebenso daran erfreuen, nach fünfwöchiger Wartezeit großen Fußball zu sehen. Aber hätte nicht alles ganz anders kommen können? Hat nicht Argentinien in jedem K.o.-Spiel eine Spielzeitverlängerung benötigt, um Gegner wie Kap Verde und Ägypten auszuschalten? Hätte sich nicht auch Norwegen und die Schweiz jeweils in der Verlängerung durchsetzen können?

Auszuschließen ist das nicht. Doch es wird auch von der Fifa viel dafür getan, dass es eben nicht so weit kommt. Natürlich war es dämlich vom Schweizer Angreifer Breel Embolo, sich ausgerechnet durch eine Schwalbe eine gelbe-rote Karte gegen Argentinien einzuhandeln – in einer Drangphase seines Teams beim Stand von 1:1. Aber vor der WM wäre er noch ungeschoren davon gekommen. Der Schiedsrichter hatte das Vergehen nicht gesehen und deshalb den Gegenspieler wegen eines Fouls verwarnt. Dass der Videoschiedsrichter eingreifen darf, wenn der Schiedsrichter bei einer Gelben Karte die Spieler verwechselt hat, ist neu.

Wenn der Zufall und das Glück im Spiel minimiert werden, hilft das vor allem denjenigen, die weniger darauf angewiesen sind, also den Großen. Das Gefühl, irregulär benachteiligt worden zu sein, hatten im Halbfinale wiederum die Norweger. Ein Abschlag ihres Torhüters Ørjan Nyland hatte ihrer Wahrnehmung nach das Kabel der über dem Spielfeld in Miami schwebenden Spidercam berührt. In diesem Falle hätte Englands Ausgleichstreffer durch Jude Bellingham nicht zählen dürfen. Die Fifa behauptete in einer Stellungnahme, der Chip im Ball habe keine Berührung angezeigt.

Aber wer glaubt schon einer Organisation, die eine Spielsperre für eine rote Karte aussetzt

Aber wer glaubt schon einer Organisation, die eine Spielsperre für eine rote Karte aussetzt, nachdem deren Chef Gianni Infantino einen Anruf vom US-Präsidenten erhalten hat und von dem die Welt nichts wüsste, hätte der das nicht selbst ausgeplaudert.

Das ist das neue Problem der Fifa. Weltmeisterschaften, die wie bestellt erscheinen, konnten bislang immer auf den Turnierbaum und das vorhandene Leistungsgefälle zwischen den Fußballnationen zurückgeführt werden. Jetzt wirkt die Fifa-WM auf manche obendrein wie selbst gemacht.

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31 Kommentare

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  • Das Einzige, was ich an diesem Brimborium noch gut finden könnte, wäre endlich ein „Football coming home“ nach England.



    Ansonsten sind diese „Money makes the world go round“ Veranstaltungen nur noch ein Brechmittel aus Korruption und Verlogenheit ( incl. Olympische Spiele).

  • Solange England jetzt nach 60 Jahren endlich Weltmeister wird,



    ist es für mich okay.

    Ich hab einfach keinen Bock mehr drauf, Herrn Martinez, "mit dem Pokal" vor dem Gemächt ( oder war es der Handschuh ? ) durch das Bild laufen zu sehen, während dem Wunderfloh ein Umhang umgehängt wird.

    Auch wenn ich von einer WM in Katar rein gar nichts halte, soviel wie von einer in Saudi-Arabien nächstes Mal, sollte man doch wenigstens ein wenig die Kultur der Gastgeber beachten.

  • Dank der großen WM kamen Mannschaften und Nationen auf die große Bühne, die vorher keine Sau kannte - oder will hier irgendjemand bestreiten, dass 95% der Deutschen Curacao oder die Kap Verden als Staat gekannt hätten?🤷



    Und das ist im Rest der Welt sicher nicht anders.



    Auch ein Kanada wäre ohne die erweiterte WM kaum zur WM gekommen - am Ende erreichten sie sogar die K.O. Runde.



    Überhaupt geben die überwiegend knappen Ergebnisse der FIFA recht. Es war ein wundervolle Idee, ein großes Fest, überall jubelnde Fans, keine Ausschreitungen, keine Randale, keine Hooligans.



    Aus sportlicher Sicht tundum gelungen👍



    Trumps Anruf und Infantinos Unterwürfigkeit können dem Fest keinen Abbruch bereiten.



    Und das am Ende wieder nur die echten Champions dabei sind 🤷 - es ist halt wie im wahren Leben auch, Qualität setzt sich am Ende zumeist durch.



    Norwegen oder Marokko waren nah dran, auch die Kap Verden haben überperformt - das aber am Ende Frankreich, Argentinien, Spanien und England in den Halbfinals stehen war irgendwo klar. Es gibt schließlich einen erweiterten Kreis an Favoriten, mit Brasilien und Deutschland sind ja Schwergewichte durchaus früh gescheitert...

  • Also ich kann dem Tenor des Artikels auch nicht ganz beipflichten. 2018 war überraschend Kroatien im Finale, 2022 dann Marokko und Kroatien im Halbfinale. 2022 ist Argentinien mehrfach mit fragwürdigen Elfmetern beschenkt worden. Im Vergleich zu 2022 gab es 2026 m.E. weit weniger Anhäufungen fragwürdiger Schiedsrichterentscheidungen, und es gab auch nicht ganz so exzessive und willkürliche Nachspielzeiten. Über Argentinien - Ägypten kann man freilich diskutieren (alle strittigen Szenen gegen Ägypten).

    Aber letzten Endes stehen die "Großen" Spanien und Argentinien eben gerade wegen "Zufall und Glück" im Halbfinale. Spanien hat gegen Belgien gewonnen, weil sich der wohl weltbeste Torwart Thibaut Courtois im Spiel ohne Gegnereinwirkung verletzt hat. Und zu Embolos idiotischer Aktion ist schon alles gesagt. Ich hätte auch lieber Schweizer, Belgier und Norweger im Halbfinale gesehen. Aber dass es nicht so gekommen ist, kann man m.E. ausnahmsweise mal nicht der FIFA anlasten.

    • @Kohlrabi:

      So sehr auch Glück mit hineinspielt,



      so war es doch auch die Setzliste der FIFA, die die vier Weltranglistenbesten in unterschiedliche Viertel des Turnierbaum gesetzt hat. So kam es nicht zu einem vorzeitigen Duell zwischen denen - die sich dafür aber gegen "kleinere" durchsetzen mussten. (Siehe auch Sportschau artikel)

    • @Kohlrabi:

      "Ich hätte auch lieber Schweizer, Belgier und Norweger im Halbfinale gesehen"



      Hätten wahrscheinlich alle - aber wie sie schon sagen:



      Embolos Blackout, Haaland ein schwacher Auftritt und Courtois verletzt sich - das sind halt die Nuancen die dann am Ende entscheidend sind gegen Harry Kane, Messi und Co 🤷

  • So sehr ich mich über ENG und ARG im Halbfinale ärgere, an der Qualität der Mannschaften aus ESP und FRA gibt es ja wohl nix zu meckern. Und bei den beiden Erstgenannten imponiert zumindest der Wille des Nichtaufgebens.

  • Natürlich will die Fifa die großen Länder im Halbfinale sehen. Ihr wichtigstes Mittel dafür ist der Spielplan und die Aufteilung der Nationen. Damit soll sichergestellt werden, dass sich die "großen Fußballnationen" möglichst nicht zu früh im Turnier treffen. Die deutsche Mannschaft hat dabei tatkräftig mitgeholfen.

    Allerdings ist die Aufteilung der Länder nach Platzierung in der Fifa-Weltrangliste nichts Neues, sondern lang gelebte Praxis.

    Die Argumente des Artikels sind eher schwach. Die gelb-rote Karte gegen den Schweizer Spieler nach Schwalbe sind fair. Dass sie früher nicht bestraft worden wäre, war unfair. Noch schlimmer wäre es gewesen, wenn der argentinische Spieler dafür seine zweite gelbe Karte gesehen hätte.

    Ob das Kabel berührt wurde, wissen wir nicht. Der große Skandal - die de facto Rücknahme der roten Karte - bleibt. Und er wird auch nicht aufgearbeitet. Dieser Schandfleck bleibt bestehen. Die Fifa hat außerdem Fußball in Viertel unterteilt. Ich hoffe sehr, dass die Uefa die Änderung nicht übernimmt. Auf der anderen Seite hätte es etwas, wenn die Spieler im Winter in der Trinkpause Glühwein trinken. Vielleicht wird dann die Meisterschaft wieder spannend...

  • Ein bißchen viel Geraune, klar gibt es an der FIFA und dieser WM viel zu kritisieren, riesige Distanzen, tropisch-leistungssportfeindliche Bedingungen bei den Spielen und natürlich der Trump-Infantinosche Irrwitz.



    Aber: dass man die Großen ins Halbfinale gelotst hat ist kaum plausibel, kleine Nationen wie die Kapverden haben nur mit Pech verloren, einige Große (wie ja auch Deutschland) blieben vorzeitig auf der Strecke, und rein fußballerisch haben die vier Nationen im Halbfinale auch die höchste Qualität. Das Argument, was bei den drückend überlegenen Topvereinen in Europa greift (unfairer Wettbewerb) bei den Nationalmannschaften ist es Ergebnis einer guten Talentförderung oder eben auch Glück, Messis, Kanes, Yamals oder Dembeles kommen nicht ständig um die Ecke.

    • @FtznFrtz:

      Wenn ich mir die Namen der Talente so auf der Zunge zergehen lasse, sehe ich ein Problem darin, dass solche Spieler oft mehr kosten, als der Staatshaushalt der Kapverden. Wenn also Topspieler den "kleinen" Staaten einfach weggekauft werden, bleiben halt nur die reichen Nationen übrig.

      • @Oskar Muster:

        Den Staaten werden die Spieler nicht weggekauft, eher profitieren die kleinen Staaten von den großen, sind zum Beispiel Spieler von den Kapverden oder aus Curacao in Europa aktiv, z.B. in den Niederlanden, wo man im Zweifel auch in der Zweiten Liga sehr ordentlich ausgebildet wird und gut eingestellt auch gegen einen Großen an einem guten Tag durchaus auch einmal eine gute Figur machen kann.

      • @Oskar Muster:

        "Wenn also Topspieler den "kleinen" Staaten einfach weggekauft werden, bleiben halt nur die reichen Nationen übrig."

        Eher ist es umgekehrt. Es werden Talente aus dem Senegal, Ägypten, Kongo etc in den Topligen gut ausgebildet und teilweise werden die Superstars. Das wäre aufgrund der mangelnden Ausbildungszentren in den Herkunftsländer oft nicht möglich. Natürlich machen die Topligen das nicht aus Menschlichkeit, sondern aus Eigennutz. Aber das trägt dazu bei dass kleinen Nationen die eine oder andere Überraschung gelungen ist.

        • @fly:

          Dazu kommt, dass viele der Spieler das Land, für das sie antreten, allenfalls mal im Urlaub gesehen haben, gerade bei den besonders kleinen Ländern war es so, dass man einfach gesucht hat, wer für sie auch spielberechtigt wäre, selbst wenn er ganz woandes lebt. So sind ja auch schon dt. Spieler für Russland angetreten, der Bremer Weiser war mal bei Algerien im Gespräch und fast die gesamte Mannschaft von Curacao ist in den Niederlanden geboren und aufgewachsen.

  • Naja...das ist doch etwas bemüht. Auch wenn es dem linken Herz wehtut: (Sportlicher) Wettbewerb steht nunmal in einem grundsätzlichen Gegensatz zu Inklusivität.

    Außerdem ergibt die Argumentation keinen Sinn:



    1. Die USA ist zwar sonst ziemlich groß aber beim Fussball eher nicht. Trotzdem hätte eine komplett geschobene WM wohl kaum einen belgischen Sieg gesehen.

    2. Deutschland ist eine (auch wirtschaftlich) sehr große Fußballnation. Warum hat man da keinen Effekt gesehen? Wäre DEU-FRA für die FIFA nicht interessanter gewesen? Warum ist eigentlich Italien nicht dabei?

    3. Frankreich und Spanien spielen nunmal ziemlich souverän. England und Argentinien hatten einiges Glück und Norwegen spielte über ihren Möglichkeiten.

  • "Doch es wird auch von der Fifa viel dafür getan, dass es eben nicht so weit kommt. Natürlich war es dämlich vom Schweizer Angreifer Breel Embolo, sich ausgerechnet durch eine Schwalbe eine gelbe-rote Karte gegen Argentinien einzuhandeln..."

    Wirklich? Eine der unschönsten Aktionen dieser WM wird hier verteidigt? Die miese Schwalbe von Embolo war nicht nur unglaublich dumm, sie war an Unsportlichkeit auch nicht zu überbieten. Zumal dumm, weil fast an der Mittellinie ausgeführt, also ohne Not, normalerweise wohlwissend, dass es den VAR gibt der so was erkennen kann. Dazu noch schon mit Gelb verwarnt den Sterbenden zu spielen und die Gelbe Karte für den Gegenspieler "rauszuholen" ist wirklich eine unüberlegte Aktion. Unsportlich im höchsten Maße und vollkommen zu Recht hat er dafür dann Gelb-Rot gesehen. Danach noch den Ungläubigen zu spielen, der zu Unrecht vom Platz gestellt wird, hat dem Ganzen dann noch die Krone aufgesetzt.



    Wenn man solchen Betrügern hier beispringen will/muss ist schon echt seltsam.



    Die anderen Verfehlungen der FIFA stehen wieder auf einem anderen Blatt, diese Gelb-Rote aber sicher nicht.

  • Also ich find nichts verwerfliches daran, wenn offensichtliche Fehler der Schiedsrichter behoben werden können.



    Ich hätte es auch begrüßt, wenn es mal ein Außenseiter zum Titel geschafft hätte.



    Aber die Wahrheit ist auf dem Platz.



    Und es kann keinen Zweifel daran geben, daß es die vier besten Mannschaften bis ins Halbfiale geschafft haben.



    Und eigentlich muss man der Fifa dankbar sein, daß sie die WM so organisiert hat, daß diese Mannschaften nicht schon vorher aufeinander getroffen sind.

    • @Don Geraldo:

      Ich bin eigentlich ein Gegner des VARs, jedoch bei Embolos Schwalbe bin ich dann für die Korrektur der Entscheidung.



      Zurecht wurde hier der Spieler dann vom Platz gestellt.

      Und ja, die besten Mannschaften stehen im Halbfinale. Und alle hatten bei einigen Spielen sehr viel Mühe und haben sich mit den Außenseitern nervenaufreibende Spiele geliefert. So gehört es sich eben.

  • Die These, eine Ausweitung der Befugnisse des VAR habe den Zweck, den "Großen" zu helfen, ist unsinnig. Wie hätte die Fifa denn ahnen sollen, dass Schiedsrichter im Turnier Fehlentscheidungen zugunsten der "Kleinen" treffen würden, die dann durch den VAR korrigiert werden? Oft genug sind in der Vergangenheit ohne VAR eher die Stars der "Großen" bei Schiedsrichterentscheidungen begünstigt worden.

    Die einzige gezielte Einflussnahme der Fifa war die skandalöse nachträgliche Aufhebung der Rot-Sperre zugunsten der Mannschaft der USA. Das verschaffte dem US-Team einen Vorteil gegenüber Belgien. Aber zum einen war im Vergleich der beiden Teams Belgien der "Große" und nicht die USA, und zum anderen hat die Entscheidung der Fifa den Ausgang des Spiels nicht entscheidend beeinflusst; Belgien hat mit 4:1 gewonnen.

  • Wurde nicht jede WM zum Ende hin eine EM mit kurzfristigem Besuch aus Südamerika?

  • Wer glaubt, dass die FIFA mafiöse Strukturen besitzt, kann kaum ernsthaft davon ausgehen, dass der sportliche Wettbewerb völlig unbeeinflusst bleibt. Das wäre, als würde man behaupten: Der Hütchenspieler ist ein Betrüger, aber das Spiel selbst läuft vollkommen fair ab.



    Mein Tipp: Argentinien wird Weltmeister.

    • @Yoriko N.:

      Nur hat das eine mit dem anderen nichts zu tun. Die FIFA ist eine Sportmafia und Infantino ist ihr Pate. Jedoch stehen die vier Mannschaften alle zu Recht im Halbfinale. Norwegen hätte ich es gegönnt und ja da gab es Entscheidungen, die man diskutieren kann. Aber die gibt und gab es immer und wird es auch immer geben.



      Ich kann jedoch bei dem Spiel keine klare Parteinahme für England ausmachen.

  • "Aber vor der WM wäre er noch ungeschoren davon gekommen. Der Schiedsrichter hatte das Vergehen nicht gesehen und deshalb den Gegenspieler wegen eines Fouls verwarnt"

    Ich bin ja generell kein Freund des VAR, aber was soll denn daran falsch sein? Für mich ist das eine Regel im Sinne des Sports. Wäre Paredes vorbelastet gewesen, wäre er wegen dieser dreisten Schwalbe vom Platz geflogen. Dass Embolo bereits gelb hatte und dann vom Platz flog war dann halt Pech. Für sone Dummheit ist die Strafe dann auch folgerichtig.

  • Rein sportlich könnte mensch jetzt voll einsteigen.

    Argentinien war dabei bis jetzt schon der Gustav Gans des Turniers. Da regiert zufällig ein Trumpismo-Milei, der von seinem wirtschaftszerstörerischen ideologischen Handeln gut eine Ablenkung gebrauchen könnte. Ich möchte aber auch nicht reflexhaft Konspiration wittern, wenn es auch einfach Zufall sein kann.

    • @Janix:

      Hätte es eine Konspiration zugunsten Argentiniens gegeben, wäre es kaum im Achtelfinale zu einer 2:0-Führung Ägyptens bis zur 79. Minute gekommen.

      • @Budzylein:

        Ich argumentiere letztlich gegen eine Konspirationstheorie.



        Dass gerade Ägypten es laut Medienberichten nicht leicht hatte, würde ich dabei schon zugestehen.

        • @Janix:

          Ich stimme Ihnen zu, dass Ägypten es beim Schiedsrichter nicht leicht hatte. Das spricht übrigens ebenfalls gegen die im Artikel geäußerte Meinung. Es sind nämlich meistens die Außenseiter, die im Spiel gegen die Favoriten "verpfiffen" werden, und nicht die Favoriten. Die Außenseiter können von einer Erweiterung der Befugnisse des VAR eher profitieren als die Favoriten. Das wäre auch beim Spiel Ägypten gegen Argentinien der Fall gewesen, weil der VAR wegen der Situation vor dem 3:2 Argentiniens hätte eingreifen können und vielleicht sogar müssen. Ohne den VAR hätte von vornherein keine Chance auf Korrektur der für Ägypten nachteiligen Schiedsrichterentscheidung bestanden. Dass der VAR im konkreten Fall von seine Befugnissen keinen Gebrauch gemacht hat, steht auf einem anderen Blatt.

          Ich finde es jedenfalls besser, wenn zumindest die Chance besteht, Fehlentscheidungen des Schiedsrichters zu korrigieren. Ich erinnere mich noch gut bzw. schlecht an das nicht anerkannte Ausgleichstor durch Frank Lampard im Achtelfinale Deutschland/England bei der WM 2010, bei dem jeder sah, dass der Ball hinter der Torlinie aufgesprungen war - jeder außer dem Schiedsrichter und dem Linienrichter.

        • @Janix:

          Das hatte es Deutschland gegen das (eindeutig kleinere) Paraguay aber auch nicht, dort wurden 50/50-Entscheidungen (insbesondere im Zusammenhang mit dem nicht zählenden 2:1) nämlich ziemlich maßgeblich gegen Deutschland entschieden. Spricht aus meiner Sicht insgesamt auch eher für Zufall.

          • @Agarack:

            Dass mensch den Torwart nicht im 5er zukastet bis zum Hinfallen, ist allgemein bekannt, außer in der Premier League vielleicht, und dazu gab es auch eine Ansage an die Schiedsrichter.



            Deutschland ist dabei kein sicherer Kantonist, und die Werbeplätze waren schon verkauft, jetzt gucken halt weniger reiche Deutsche zu, so ist es dann.

            • @Janix:

              Die Zeiten, dass der 5er für die Torhüter gemacht war, und kein Gegenspieler auch nur in die Nähe kommen durfte, sind schon länger vorbei. Nicht nur in der Premier League.



              Ich erinnere mich noch an meine aktive Zeit, da hieß "Ecken vom Tor wegflanken". Also Rechtsfuß von rechts, Linksfuß von links. Das hat sich heute in allen Ligen verändert. Da der 5er eben nicht mehr den Torhütern gehört

  • Man sollte mehr Rücksicht auf unterentwickelte Mannschaften nehmen aus Ländern ohne funktionierende Sport Förderung



    Zb. Deutschland

    • @Todesfister:

      Merz kann ja auch mal Infantino anrufen - allein wir haben nix zu bieten...