piwik no script img

Die MAGA-Bewegung und der IrankriegNetanjahus Lebenstraum könnte Trumps Albtraum werden

Bernd Pickert

Kommentar von

Bernd Pickert

Dass der Iran-Krieg Trump nutzt, ist nicht ausgemacht. Im Gegenteil: Es ist für den US-Präsidenten das vielleicht größte innenpolitische Risiko seiner Amtszeit.

Washington D.C.: Um sich aus der Verantwortung zu stehlen, hat Trump neben dem Regimesturz auch andere Ziele ausgegeben Foto: Andrew Leyden/ZUMAPress/imago

F ür den ehemaligen demokratischen US-Arbeitsminister Robert Reich ist die Sache klar: Mit dem Angriff auf Iran lenke US-Präsident Donald Trump praktisch von allem anderen ab, was seine Präsidentschaft ausmacht: Von den Misserfolgen der Wirtschaftspolitik bis zum Ausbruch der Masern, von den Brutalitäten seiner ICE-Paramilitärs bis zu den Epstein Files, schreibt Reich in einem Beitrag auf Substack.

Das scheint arg einfach gedacht – denn es ist keineswegs ausgemacht, dass der Krieg gegen Iran Trump politisch auch nur irgendwie nutzt. Im Gegenteil: Der Angriff mit dem erklärten Ziel, das Regime in Teheran zu stürzen, ist vermutlich der politisch riskanteste Schritt von Trumps bisheriger zweiter Amtszeit.

Denn er läuft allem zuwider, was Trump seiner eigenen MAGA-Bewegung bislang als Grundfesten seiner „America First“-Strategie erklärt hat. Schon zwei Tage nach Beginn sind die Benzinpreise weltweit deutlich angestiegen – das merken US-Amerikaner*innen direkt im Geldbeutel, und das unter einem Präsidenten, der schon bislang sein wahlentscheidendes Versprechen, die Verbraucherpreise zu senken, nicht hatte erfüllen können.

Er wolle keine weiteren Kriege mit ungewissem Ausgang anfangen, hatte Trump stets verkündet – und ist nun noch mitten drin in genau so einem Krieg, der auch bereits die ersten US-Todesopfer gefordert hat.

Die Begründung glaubt ihm niemand

Die Begründung dafür, den Krieg verbotenerweise ohne vorherigen Beschluss des Kongresses begonnen zu haben – das sei als Ausnahme möglich, denn man habe gegen die unmittelbare Bedrohung der Sicherheit der USA vorgehen müssen –, glaubt ihm überparteilich niemand. Sie weckt Erinnerungen an George W. Bushs Lügengeschichten von irakischen Massenvernichtungswaffen vor dem Einmarsch 2003. Und auch das ist nichts, was Trump gefallen kann. Der Krieg ist unpopulär.

Um sich gegebenenfalls aus der Verantwortung stehlen zu können, hat Trump neben dem Regimesturz – den allerdings die Ira­ne­r*in­nen selbst vollziehen sollen – auch noch andere Ziele definiert, darunter die Garantie, dass Iran keine Atomwaffen produzieren kann. Das war nun seinerzeit mit dem von Präsident Obama, der EU, China und Deutschland ausgehandelten Atomdeal sichergestellt. Den kündigte Trump in seiner ersten Amtszeit auf, schon damals ohne Sinn und Verstand, aber sehr zum Gefallen Benjamin Netanjahus, der auch damals schon israelischer Ministerpräsident war.

Für Netanjahu geht mit dem Angriff auf Iran ein Lebenstraum in Erfüllung. Netanjahu braucht dafür keine durchdachte Exitstrategie, kein klar definiertes Ziel. Für Trump und seine MAGA-Republikaner hingegen kann dieser Krieg der Beginn eines politischen Albtraums sein. Wenn das nicht auf Kosten der Ira­ne­r*in­nen und womöglich der gesamten Region ginge: Es wäre ihm zu gönnen.

Gemeinsam für freie Presse

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen

Bernd Pickert
Auslandsredakteur
Jahrgang 1965, seit 1994 in der taz-Auslandsredaktion. Spezialgebiete USA, Lateinamerika, Menschenrechte. 2000 bis 2012 Mitglied im Vorstand der taz-Genossenschaft, seit Juli 2023 im Moderationsteam des taz-Podcasts Bundestalk. Bluesky: @berndpickert.bsky.social In seiner Freizeit aktiv bei www.geschichte-hat-zukunft.org
Mehr zum Thema

57 Kommentare

 / 
  • Trump hat seinen Wählern versprochen, die USA aus "fremden Kriegen" herauszuhalten. Nun stellt sich dieses zentrale Versprechen als Lüge heraus. Trump hat sich zum willfährigen Hampelmann Israels machen lassen. Das allein ist selbst in den Augen vieler Trump-Wähler wie Verrat. Bei den Midterm Elections werden Trumps Republikaner dafür die Quittung bekommen.



    Schlimmer ist, dass es offenbar keine Strategie gibt, wie man den Iran dauerhaft befreien und demokratisieren kann. Es gibt aber hunderttausende Revolutionsgarden und andere, dem iranischen Regime treu ergebene, weil davon profitierende Militär und Milizen, gut ausgebildet und bis an die Zähne bewaffnet. Die kann man nicht aus der Luft ausschalten, da müsste man mit Bodentruppen einmarschieren. Wer das vorhat, muss wissen, dass er sehr viele Leichensäcke benötigen würde, siehe Irak. Darüber hinaus sollte man wissen, dass es nach einem Abzug von US-Truppen aus dem Iran nicht lange dauern würde, bis die ursprünglichen Zustände wiederhergestellt wären, siehe Irak, siehe Afghanistan. Israel wird sich auf eine solche Art der Befriedung des Iran nicht einlassen wollen, und Trump wird es mit Rücksicht auf seine Wähler nicht können.

  • Danke Herr Pickert, vor allem auch für ihren Beitrag "one reason after another", dessen Inhalt ich mir auch bei der Wissenschaftlerin Heather Cox Richardson erklärsen lassen konnte.

    Im Freudenjubel, der manche verständlicherweise angesichts des Ablebens düsterer Politiker im Iran überkommt, ist dies eines der ersten Probleme mit dem ganzen Krieg, dass es nicht einmal eine kohärente und wahre Begründung gibt. Denn der Teil mit Atomwaffen und Raketen ist vorgeschoben bzw. keineswegs "imminent danger" für die vereinigten Staaten (sagen die Geheimdienste in USA selbst). Das geht in Richtung Irak 2.



    Dann kommen noh zig andere Probleme mit dem Krieg, zuerst der, dass einen "Krieg" der Kongress erklären und wiederholt verlängern müsste. Deswegen sträubten sich manche juristisch vorsichtige aus der Regierung Trump von "Krieg" zu sprechen sondern auf "militärisches Eingreifen" zu berufen, was der Präsident im voraus mit anschließender Erklärung vor dem Kongress dürfte. Aber es ist ja ein Krieg. Das ist Punkt 2 des Krieges der in die Geschichtsbücher eingehen wird. Dann gibt es noch weitere: Gezielte Tötung der Staatsführung, Überfallangriff in Verhandlungen u.a.m.

    Kein Grund zur Freude!

  • Netanjahu weiß bestimmt, was er macht. Weiß Trump, was er macht?

    Was sagt die Fifa dazu, dass ihr Friedenspreisträger einen Krieg anfängt?

    Frau Machado hat Donald Trump ihre Friedensnobelpreis-Medaille 'verliehen'. Kann sie die jetzt wegen Trumps Kriegstreiberei zurückfordern? Was ist, wenn er sie nicht freiwillig herausrückt?

    Merz: das schreckliche Regime im Iran muss enden. Was ist mit den schrecklichen Regimen in den USA und Israel?

    Fragen über Fragen - Wut auf die, die uns schlecht regieren.

    • @rehbrauneAugen :

      Wenn Ihre größte Sorge ist, ob Trump die Fifa-Medille zurückgeben muss, ist die Welt doch gar nicht so schlecht.

      Die "schrecklichen Regime" in Israel und USA enden bei der nächsten Wahl - außer Netanjahu wird wiedergewählt.

      Trump ist auf jeden Fall raus.

      Im Iran gibt es hingegen kein Ende.

      Zudem ist die Todesrate zum Erhalt der Regierungsmacht dort deutlich höher.

      Insofern hat Merz nicht völlig falsch priorisiert.

      • @rero:

        Hoffentlich ist Trump bald raus.

        • @aujau:

          Ich befürchte, sein Nachfolger wird nicht besser.

          Hoffentlich habe ich nicht recht.

  • BTW hat Trump überhaupt eine belastbare Strategie und ein Ziel im Irak-Krieg, die länger als maximal einen Tag Bestand hat? Machen seine Generäle alles widerspruchslos mit? Das Ziel "Regime-Change" im Sinne der iranischen Bevölkerung und der Menschenrechte nimmt doch wirklich niemand einem Präsidenten, der selbst Menschen willkürlich und brutal von der Straße verschleppen lässt, ernsthaft ab. Für mich sieht's so aus, dass er den halben Nahen Osten aus dem Bauch raus anzündet, ohne jeden Plan, ohne belastbare Strategie und ohne Gedanken an mögliche desaströse Auswirkungen zu verschwenden. Mir wird Angst und Bange. Trump wird die iranische Bevölkerung im Stich lassen, wenn's drauf ankommt

    • @DC Fix:

      Es widerstrebt mir, Trump zu verteidigen, aber welchen halben Nahen Osten soll angezündet haben?

      Israel/ Palästina hat die Hamas richtig in Brand gesetzt.



      Den Schwelbrand davor, den kann man auch Netanjahu mit anhängen.

      Syrien ist im wesentlichen selbstfabriziert.

      Eigentlich ist Trump mit seinen Streichhölzern gerade nur im Iran aktiv.

      • @rero:

        Ich kann mich gar nicht erinnern, dass Hamas all das war:







        -Mai 2021: Gaza-Krieg – völkerrechtswidrige Luftangriffe, viele zivile Opfer → internationale Kritik, Israel: Selbstverteidigung.



        -Feb 2022: Gaza – gezielte, Völker, rechtswidriger Angriffe, tote Zivilisten.



        -2022: Syrien – Luftangriffe, umstritten völkerrechtlich.



        -Aug 2023: Gaza – völkerrechtswidrige Luftangriffe, tote Zivilisten.



        -2023: Syrien & Libanon – völkerrechtswidrige Angriffe, Israel: Selbstverteidigung.



        -2024: Gaza – Luftangriffe, gezielte Tötungen, zivile Opfer, Kriegsverbrechen.



        -2024: Syrien – völkerrechtswidrige Angriffe.



        -2025–2026: Gaza, Syrien, Libanon – völkerrechtswidrig, fortgesetzte Luft- und Artillerieangriffe, Kritik wegen unverhältnismäßiger Gewalt.

        • @Edda:

          Das Thema war ja Trump.

          Was hat er mit Ihrer Aufzählung zu tun?

        • @Edda:

          2006 - 2023: Über 20.000 Raketen aus Gaza auf Israel abgefeuert. Völkerrechtswidrig?



          Zudem noch hunderte Raketen aus Syrien und Libanon.



          Völkerrechtswidrig?



          Attentate auf Buse und zivile Einrichtungen in Israel im Namen der Hamas und Hisbollah. Völkerrechtswidrig / Terror?

          Ich finde die Regierung Netanjahu extremistisch und verurteile das Vorgehen in weiten Teilen der letzten zwei Jahre in Gaza.



          Gerade auch, weil die Hamasführung diese Reaktion Israels genauso geplant hat.

          Aber die Hamas trägt eine gehörige Mitschuld an dieser Situation.

        • @Edda:

          Spannend, dass Sie Syrien und Libanon reinbringen müssen, aber die umgekehrten Angriffe der Hamas weglassen.

          Die Hamas hat als Dauerbeschuss Raketen auf Israel abgeschossen.

          Über Jahre hinweg.

          Phasenweise jede Woche. Jeden Tag.

          Sderot ist voll von Schutzanlagen.

          Jede Bushaltestelle, jedes Wohnhaus hat einen Schutzraum.

          Dank Iron Dome und einer auch sonst guten Abwehr sah man das in Israel relativ entspannt.

          Auch die Angriffe, die Sie aufzählen, gehören zu dem Schwelbrand.

          Der 7.10. hatte dagegen den Effekt, den wir gerade noch immer sehen.

          Und es wird nicht zu Ende sein.

    • @DC Fix:

      >ohne jeden Plan<

      Trump folgt Netanjahu und hofft, dass der einen Plan hat.

  • Da hat sich Trump offenbar vor den Karren Netanjahus spannen lassen: Der Kutscher lehnt sich feixend zurück, während das -die Hauptarbeit verrichtende- Zugtier röchelnd zusammenbricht oder gar unter der Last verendet.

    Manchmal kommt das so.

  • Trump handelt wie jemand in grosser Eile.



    Mich beschleicht das Gefühl, dass deine Zeit abläuft...

  • "Wenn das nicht auf Kosten der Ira­ne­r*in­nen und womöglich der gesamten Region ginge: Es wäre ihm zu gönnen."

    - Ich werde so lange die Zahlen wiederholen und darauf hinweisen, bis es endlich mal zur Kenntnis genommen wird: Im Iran wurden dieses Jahr ( 2026) bereits 36.500 Aktivist/innen vom Regime umgebracht. Ob also die Iraner/innen unter diesem Angriff mehr leiden werden, als unter dem Regime, das in den letzten zwei Monaten immer brutaler wurde- das ist hier große Frage.

    Wenn überall auf der Welt gerade Exil-Iraner/innen diesen Angriff als Befreiung feiern, dann könnte das wenigstens mal zur Kenntniss genommen werden.



    Die Vorzeichen und Bedingungen hier sind Andere als beim Angriff auf den Irak

    • @R. Mc'Novgorod:

      Egal, was irgendjemand feiert, das Regime im Iran ist nach wie vor an der Macht. Und Bomben ändern daran gar nichts. 200.000 bis an die Zähne bewaffnete "Revolutionsgarden" und diverse andere militärische Organisationen stellen das sicher.

    • @R. Mc'Novgorod:

      Ihre Zahl von 36500 (übrigens genau die Tageszahl des Jahres x 100) wird so von vielen nicht geteilt. Es variieren die Zahlen sehr stark, man darf hier nicht einfach etwas setzen, was uns nicht bekannt ist. Aber sicher waren es tausende Opfer und das ist ein Skandal.

      Irak/Iranvergleich sind nicht so sinnlos wie sie behaupten. Der Iran stand nach allem was bekannt ist und die CIA in den letzten Tagen auch selbst durchsickern liess nicht vor der Atombombe - man erinnere auch an den Angriff letztes Jahr der doch viel erreicht haben sollte laut Aussage auch Trumps.

      Was ähnlich sein kann ist ein Bürgerkriegszenario. Und das wäre bei dem noch viel größeren Land Iran eine humanitäre Katastrophe eines Ausmaßes, dass selbst die Terrorherrschaft der Mullahs leicht in den Schatten stellen könnte.

      Schlechte Ordnung in den internationalen Beziehungen wie auch in einem Land ist sehr oft besser als Chaos!

      Was die Art des Angriffs und die Kriegsführung angeht, ist dieser Krieg und Kontext präzedenslos schlecht (Führung ermorden, Angriffe in Verhandlungsphasen, Angriffe auf Diplomatische Gesandschaften usw.). Und das zu decken kann usn bald in anderer Kosntellation auf die Füsse fallen.

  • Es geht Trump darum, von den Epstein-Files abzulenken. En alter Trick: Stehst Du innenpolitisch unter Druck, beginne einen Krieg. So einfach wie traurig, dass das immer noch funktioniert.

    • @sujall:

      Nein, es geht Trump um nichts mehr als seinem inneren Drang nachzugeben. Alles andere - Epstein, Ukraine, Midterms - ist ein nice to have.

      Ich habe noch keinen Krieg erlebt, der so planlos begonnen wurde.

      Niemand hat sich Gedanken darüber gemacht, wie man mit den Welthandelsverwerfungen umgehen soll. Niemand hat im Vorfeld irgendeine Sekunde verschwendet, um sich Gedanken darüber zu machen, wie man die xtausenden US-Bürger*innen unter iranischem Beschuss aus den Golfstaaten extrahiert, und wie man die wirtschaftliche Disruption verhindert, die das zur Folge hat. Das sind ja nicht alles Steuerhinterzieher, die ihre gestohlenen Milliarden in Dubai parken, sondern vor allem höhere Chargen aus der Konzernbürokratie, aber nicht die allerhöchsten sondern eher das Level das ins operative Tagesgeschäft eingebunden ist.

      Trump prahlte von den angeblich "unendlichen" Raketenvorräten der USA, als wäre er Putin. Und genauso naiv hat er sich - zunächst vom saudischen Tyrannen, dann von Shady Wanze & Netanyahu - diesen Krieg aufhalsen lassen.



      (Rückblickend hätte der russische Generalstab Putin wegputschen müssen, als der den Befehl zur Vollinvasion gab - und der US-Generalstab Trump ebenso.)

  • Man darf gespannt sein was final als Grund für diesen Krieg rauskommen wird. Noch vor wenigen Monaten war die Urananreicherung von Trump selbst als vollständig vernichtet bezeichnet worden. Und jetzt als Grund für einen Krieg, nur wenige Wochen später?



    Netanjahu hat die aktuell strategische Schwäche Irans ausnutzen wollen. Ja sicher! Die Frage aber ist für was? Nur um Chamenei zu eliminieren oder echt den Iran zu Demokratisieren und langfristig eine adäquate Partnerschaft anzustreben mit geschwächter Hamas und Hisbollah im eigenen Vorgarten?

    • @Tom Farmer:

      Was immer sich die Beiden genau gedacht haben. Die Demokratisierung des Iran ist mit Sicherheit nicht das Ziel.

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Kleiner Tipp: Der Iran hat reichlich Öl. Es sind schon weitaus brutalere Kriege für deutlich weniger geführt worden. In Venzoela hat Trump ja auch nicht losgeschlagen, weil er dem.Land echte Demoratie bringen wollte, sondern weil das Land über riesige Ölreserven verfügt, die nunmehr unter Trumps faktiscer Kontrolle stehen und gegen ein paar Milliarden "Provision" Trumps interessierten Oöigarchenfreunden zur Ausbeutung überlassen werden können.

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        So ist es und es ist auch etwas, was völlig aus der Reichweite deren Macht liegt. Dazu bräuchte es ein "Deutschlandszenario" wie nach dem 2. Weltkrieg und vermutlich sogar mehr Engagement als dieses sehr sehr große!

        Ein Netanjahu kann so etwas schon gar nicht bieten mit seinem kleinen gespaltenen Land das in der Region aus bekannten Gründen nicht gerade beliebt ist und kein Vertrauen weckt.

        Ich glaube - und man lese sich doch mal durch alle Statements der israelischen Anführer zu den Konflikten udn Kriegen - dass Israel auch mit einem "Failed state" gut leben kann. Das können sie ja auch mit den anderen kaputten Ländern in ihrem Umfeld.

        Israel als zivilisierende und humanitäre Macht die in der Region an gleichrangiger Partnerschaft interessiert ist? Die Beweis-, ja alleine die Indizienlage ist verkümmert.

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Wäre aber ein für beide praktischer Nebeneffekt.

        Ein demokratischer Iran bräuchte wahrscheinlich nicht mehr Israel als Feindbild.

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Nichts haben die sich gedacht. Die haben eine Gelegenheit gesehen, einen Haufen hochrangige Regimevertreter zu töten, und sich keine Gedanken über das "was dann?" gemacht.

        Netanyahu hat sich gerade einen Guerillakrieg im Libanon aufgehalst. Warum auch immer - "weil das die letzten Male so super funktioniert hat" kannd er Grund ja nicht sein.

        • @Ajuga:

          Die libanesische Regierung will die Hisbollah sehr gerne loswerden, insofern ist da kein "Guerillakrieg" zu erwarten. Es ist an der Zeit die Islamisten im gesamten Orient auszumerzen, die Menschen dort wird es freuen.

        • @Ajuga:

          Na ja. Der Krieg versammelt die Israelis hinter einer nicht sehr beliebten Regierung...

  • Was "Bauer Gerry" hierunter schreibt stimmt in vollem Umfang. Nur eines sollte beachtet werden: Zwar muß das Völkerrecht dringend aktualisiert werden, doch sehr viel wichtiger ist, dass man den UN die Kraft gibt, diese Aufgaben auch zu erfüllen. Es darf keinen lächerlichen "Friedensrat" á la Trump geben, es darf keine finanzielle Schwächung der UN geben wie etwa von den USA, die Millionen schuldig sind. Und es sollte eine ständige UN Truppe geschaffen werden, die eingreifen könnte, wenn's nötig wird und selbstvesrtändlich auch ein wirksamer Rahmen dafür.

    • @Perkele:

      Grundsätzlich stimme ich zu, aber nicht mit dem Veto-Recht der USA und Russland. Betrachtet man die Menge der aktuellen Konflikte, müsste eine UNO-Schutztruppe riesig sein. Sie müsste auch schwer bewaffnet sein. Ich habe keine Ahnung,wie das umgesetzt werden könnte

      • @DC Fix:

        Diese Ahnung habe ich auch nicht - doch wir sind nicht die Politiker, die dafür (nicht zu knapp) bezahlt werden. Doch wir sollten denen Beine machen, wo immer möglich.

  • Die Gewalt im Nahen Osten eskaliert.

    War etwas anderes zu erwarten?

    Wenn wir jetzt immer noch nicht begreifen wollen, dass das Völkerrecht dringend reformiert und verbessert werden muss, dann leben wir bald alle in einer Welt, in der nur noch das Recht des Stärkeren zählt.

    Davon abgesehen: Robert Habeck hatte verstanden, dass Erneuerbare Energien Freiheitsenergien sind. Die jetzige Regierung hat stattdessen die Gasspeicher im Winter leer laufen lassen, weil angeblich billigere Preise bei Gas und Öl zu erwarten wären. Das "kluge" Konzept war nun offenbar nur für "Reiche" klug. Jetzt müssen die Gasspeicher zu explodierenden Preisen wieder vor dem nächsten Winter aufgefüllt werden.

    Die jetzige Regierung torpediert darüber hinaus Erneuerbare Energien, anstatt über jede Windkraftanlage und jede Photovoltaikanlage froh zu sein, die uns unabhängiger von autokratischen Staaten machen.

    Bleibt die Hoffnung, dass es größere Teile der Bevölkerung noch begreifen. Bevor sie vielleicht wieder einen Habeck, angetrieben von Lügen der fossilen Interessen, zum Teufel jagen.

    • @Bauer Gerry:

      Sehr richtige Einschätzung.



      In diesem Zusammenhang fällt mir auf, dass die spd zur Zeit niemanden hat mMn., der in irgendeiner Form aussenpolitisch Format aufweisst. Geschweige denn rationale und zukunftsfähige Wirtschaftspolitik vertritt.



      Das Mittelmass (oder noch weniger?) wird immer offensichtlicher.

    • @Bauer Gerry:

      Das "Völkerrecht" reformiert sich fortlaufend, schon bedingt durch das Völkergewohnheitsrecht. Wenn sprechen wir vom Gewaltverbot gemäß UN Charta und hier gilt es ein generelles Missverständnis hinsichtlich der Anwendung von internationalen Recht auszuräumen.

      Während in vielen Ländern, wie auch in der EU, internationales Recht in nationale Rechtssprechung integriert wurde, gibt es besonders in Ländern die das Rechtssystem des Common Law praktizieren, wie UK, USA, Australien, eine andere Rechtsauffassung hinsichtlich der Gewichtung von nationalen und internationalen Recht. Zwar werden Gesetze meist konform gestaltet, im Zweifelsfall hat in diesen Ländern das nationale Recht jedoch Vorrang.

      Gilt besonders für die USA, die sowohl ein Recht auf militärische Präventivmassnahmen, als auch eine alleinige, zeitlich befristete Entscheidungsgewalt des US Präsidenten für Militärschläge vorsieht. Die Diskrepanz die sich daraus ergibt war den Verfassern der UN Charta durchaus bewusst und würde auch durch eine Reform nicht verringert werden.

      Zu reformieren gilt es die UN hinsichtlich Vetorecht, Sicherheitsrat und Stärkung des IGH. Denn Recht wird gemessen an seiner Akzeptanz und Durchsetzung

      • @Sam Spade:

        Alles richtig was sie sagen, aber den letzten Satz möchte ich aufgreifen.

        Das ist nicht alles woran Recht gemessen wird. Gerade beim Völkerrecht, das mit den zugehörigen Konventionen ein Eindringen von Menschenrechten auch im Krieg zwischen Kombatanten gewährleisten soll, wird sich auf Übernatürliches berufen, das eine große Wirkmacht da entweder Plausibilität oder doch den starken Wunsch nach Geltung aufweist. Etwas, was allen Menschen zustehen soll, ja für unsereins allen zusteht, egal was irgendwer auf der Welt dagegen tut oder wie er es verletzt. Derjenige Verletzer handelt immer falsch und empörend. Und dieser Aspekt des Rechts - dass es uns als Schutz geschudet wird weil wir Menschen sind - wird immer mitschwingen wenn Mächtige sich über Völkerrecht hinwegsetzen und in der Folge eben auch Menschenrechte notwendig mitverletzen. Insofern enthält das Völkerrecht Einflüsse, die überzeitliche und absolute Geltung beanspruchen. So wollen es Philosophen, so wollen es viele Leute auf der Straße, der Geist steckt auch in den Gesetzen und Konventionen.

        Es gibt deswegen immer einen nachvollziehbaren, gerechten udn starken Grund zur Kritik selbst wenn man Angreifer nicht stellen kann.

        • @JK83:

          Sehr schöne Ausführung, nur mein letzter Satz bezog sich speziell auf die UN und deren Reformbedarf hinsichtlich Akzeptanz = IGH und Durchsetzung = Veto und Sicherheitsrat, des Rechts.

  • Trump geht voll ins Risiko. Gelingt der Sturz des Regimes in Teheran, so tilgt er die Schmach von 1979 und erfüllt damit einen Traum vieler Amerikaner. Die Kongresswahl wäre so gut wie gewonnen.

    Gelingt der Sturz nicht, so wird es schwierig für Trump. Hängt davon ab, wie er das Ganze verkaufen kann. Man sollte nicht übersehen, dass es viele Menschen gibt, die den Krieg rechtfertigen. Die Zahl der humanitären Krieger ist groß. Man muss nur die Kommentare unter den taz Artikeln der letzten Tage lesen...

    • @warum_denkt_keiner_nach?:

      Wenn es gelänge, dass der Iran hinterher demokratisch wird, wäre das alle Opfer wert. Das ist aber leider völlig unwahrscheinlich. Nicht, dass das Trump motiviert hätte, aber auf ein Völkerrecht, dass die ungestrafte Ermordung von 30.000 Demonstranten erlaubt, ist gepfiffen.

      • @Claude Nuage:

        Nein - das ist nicht alle Opfer wert!

        Solchen Blödsinn haben uns vor 40 Jahren Parteisekretäre aufgetischt, wenn sie von der Sozialistischen Weltrevolution schwadroniert haben. Schon damals habe ich mit den Märchenonkeln darüber gestritten. - Wollen Sie persönlich das den Menschen erklären, die gerade durch Trumps oder Netanjahus Bombardement ihre Angehörigen verlieren?



        - Ist halt so, seht doch mal das große Ziel am Horizont! Ist doch besser vom Onkel Donald umgebracht zu werden als vom heimischen Scheich und seiner Garde - oder?

      • @Claude Nuage:

        Das Völkerecht regelt auch, dass man nicht gleich erschlagen wird, wen man das eigene Dorf verlässt. Und es sorgt auch dafür, dass Raubzüge beim Nachbarn nicht mehr zur normalen Freizeitbeschäftigung gehören.

        Schauen Sie sich einfach mal die Welt von vor ein paar hundert Jahren an und dann überlegen Sie bitte, ob Sie weiter pfeifen wollen...

        PS: Das Völkerrecht regelt nicht, wie sich Regierungen zu Hause benehmen müssen. Es regelt, wie sich Staaten unter einander benehmen sollen.

      • @Claude Nuage:

        "auf ein Völkerrecht, dass die ungestrafte Ermordung von 30.000 Demonstranten erlaubt, ist gepfiffen"

        Das Völkerrecht sieht für solche Fälle ein internationales Eingreifen auf Grund eines internationalen Mandats vor.

        Das praktische Problem ist der Weg, auf dem dieses Mandat zustandekommen soll, nämlich über den dysfunktionalen Sicherheitsrat.

  • Netanjahus Lebenstraum – Trumps Albtraum



    hält die Europäer weiterhin schlaflos – allerdings ohne ihren Willen, etwas dagegen zu unternehmen.



    Sie verharren – von Spanien abgesehen – in ihrer Rolle wie auf jenem „Äffchen-Bild“: mit geschlossenen Augen und Ohren.



    Humanitäre Krisen wie in Gaza und anderswo gelten längst als Vergangenheit. Politikerinnen reden, ohne etwas zu sagen.



    Willkommen im deutschen Alltag.

  • FWIW der Schlimmste lebt noch, 99 Jahre jung und ein Arschloch vor dem Herrn durch und durch.

    en.wikipedia.org/wiki/Ahmad_Jannati

    Der letzte Überlebende des originalen Team Khomeini. Der Wächterrat *ist* im Prinzip dieser Kerl.

    Angeblich entgingen die Mou(s)savis nur knapp einem Luftangriff. Weiß man da Genaueres? Oder ist das nur ein Gerücht, weil "irgendwer im Internet" Abdolrahim und Mir-Hossein verwechselt hat?

    Von den im Nordiran freigebombten Gefangenen waren 13 Politische, die meisten nicht.

    Aus Evin wurden angeblich zahlreiche Oppositionelle in IRGC Basen verschleppt.

    Trump jetzt so "wir haben die Luftraumkontrolle".

    Ja, aber einen Plan habt ihr deswegen trotzdem nicht. Was ihr habt, sind noch anderthalb Wochen bis ihr euer Arsenal verballert habt als wären es T-80-Panzer.

    Was ist das höhere Rechtsgut: das Grundrecht des MAGA-Bürgers auf politische Mündigkeit und Teilhabe - oder das Recht des Volks der USA als body politic, nicht von einem rasenden Irren beherrscht zu werden?

    • @Ajuga:

      Nun wurde der Sitz des "Expertenrats" bombardiert, abgeblich bei der Sitzung die die Nachfolge Khameneis entscheiden sollte.

      Keine Tränen um diese Saukerle, aber der "Expertenrat" ist auch nur ein nachrangiges Gremium, das vom "Wächterrat" abhängig ist.

      Der ideologische und organisatorische Kern des Regimes ist weiterhin unangetastet. Solange der "Wächterrat" sich absprechen kann, und sei es nur per Telefonkonferenz, kann Iran Großayatollahs spammen bis seinen Gegnern die Raketen ausgehen.

  • Die Republikaner hatten einen Menschen wieder-gewählt, der vorgeschlagen hatte, Desinfektionsmittel zur Coronavorsorge intravenös zu spritzen. Ich glaube nicht, dass sie ihm die Aussage, die USA seien akut Bedroht gewesen nicht glauben werden.

    Es wäre natürlich schön, zu sehen, dass auch Republikaner kritisch denken wollen, aber...

    • @Jeff:

      Zumindest die üblichen Verdächtigen auf Breitbart jubeln, was das Zeug hält.

      • @TerryX:

        Die jubeln immer. So wie damals der "Stürmer".

  • Es ist ein zivilisatorischer Offenbarungseid: Die Welt schaut wie gelähmt zu, wie ein verurteilter Sexualstraftäter im Weißen Haus gemeinsam mit zwei per Haftbefehl wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen gesuchten Männern – Netanjahu,Putin und den iranischen Drahtziehern – die Lunte am globalen Pulverfass immer kürzer schneidet. Dass die internationale Diplomatie vor diesem Trio aus Skrupellosigkeit kapituliert, ist die totale Bankrotterklärung der Vernunft.



    ​Die UN ist zum zahnlosen Debattierclub degradiert, während Europa mit erhobenem Zeigefinger am Spielfeldrand verharrt. Wir erleben ein zynisches Schmierentheater, in dem die Rechtsordnung vor dem Größenwahn von Männern buckelt, die eigentlich auf die Anklagebank gehören. Dass diese Figuren für ihr politisches Überleben den Weltfrieden verfeuern, ist kein „Risiko“, sondern organisierter Wahnsinn. Das Schweigen der Weltgemeinschaft gegenüber dieser Allianz der Geächteten ist der Treibstoff für die kommende Katastrophe. Wer jetzt nicht aufbegehrt, macht sich zum Komplizen der Barbarei!

  • Auch das Vorgehen im Iran ist "American First" und zwar mit Signalwirkung, nicht nur für die heimische MAGA Bewegung. Das iranische Regime steht von innen seit geraumer Zeit massiv unter Druck und Trump hat die Gelegenheit genutzt, um die Handlungsspielräume des Iran weiter zu begrenzen. Der eigentliche Beschleuniger jedoch ist Nethanjahu, der wohl auch noch weitergehen würde, als Trump es plant.

    Die militärische Abschreckung hat jetzt schon Wirkung gezeigt und genauso wie Trump nie für irgendwas verantwortlich ist, verhält es sich auch mit seiner Strategie. Die besteht einzig aus Unklarheit, auch für das heimische Publikum. Ob daraus für ihn ein "Alptraum" erwächst ist nicht so relevant, wie die Frage "wie weit geht Israel?". Eskaliert es bis zum Flächenbrand oder heizt es gar einen Bürgerkrieg im Iran an?

    Bei Trump stehen meist persönliche Gründe im Vordergrund seiner Handlungen, dies dürfte hier auch eine gewisse Rolle spielen, aber generell setzt er nicht auf Eskalation sondern begnügt sich mit einer Machtdemonstration als Zeichen der Abschreckung. Anders der Stratege Nethanjahu, der versuchen wird die Gunst der Stunde zu nutzen und ganz seiner Natur, ohne jegliche Skrupel.

    • @Sam Spade:

      Welches Signal soll ausgesandt werden? In der MAGA-Bewegung gibt es immer mehr Stimmen, die unter "America First" verstehen, dass sich die USA nicht "für Israel" in den Krieg ziehen, sondern das einfordern, wofür Trump zumindest von einigen gewählt worden ist: Isolationismus. Auch in der Republikanischen Partei werden dies Kräfte stärker.



      Und das neonazistische Lager um Leute wie Nick Fuentes ist sowieso schon immer stramm antisemitisch und antizionistisch.

  • Das Trumpregime arbeitet jetzt schon mit Hochgeschwindigkeit an der Stornierung bzw. tiefgreifenden Manipulation der andernfalls für die Gilead Party bereits verlorenen Midterms. Unter anderem davon soll dieser hochriskante und für die USA geopolitisch absolut sinnlose Krieg ablenken. Aber wenn er zu iranischen Terroranschlägen in den USA führt, wird das der Vorwand sein um das Kriegsrecht zu verhängen und die Wahlen zu canceln. Win/Win für Trumpistan, lose/lose für die Reste der amerikanischen Republik

  • Die Washingten-Post bringt etwas wichtiges auf den Punkt, Artikel-Überschrift:

    "Trump pursues Iranian decapitation without a plan for what comes next"

    Ein Krieg und Enthauptungsschlag, ohne wirklichen Plan wie der Krieg beendet werden soll und einen Nachkriegsordnunge aussehen soll.

    Es ist ein weiterer "verrückter Krieg" der USA.

    Die USA kommen immer und immer wider zu der Erkenntnis das die letzen Kriege "verrückter Kriege" waren ohne Sinne und Verstand und ohne realistisches Kriegsziel -- aber mir enormen Kosten an Menschenleben und katastrophalen weiteren Schäden.



    (rakkrieg, Afganistankrieg, etc.)

    Aber es gibt keinen Lehrneffekt.

    Auch dieser Krieg ist nicht nur völkerrechtswidrig und durch die direkten Kriegsfolgen unmoralich ( z.B. ca. 100 Tote Kinder durch Volltreffen in einen iranischen Schule).

    Es ist auch wider ein "verrückter Krieg" ohne Sinn und Verstand.

    Den Iran davon abhalten wollen die Fähigkeit zum Bau einer Atombombe zu erlangen.



    --> Dafür hatten wir mit dem Atomabkommen eine Lösung die die USA unter Trump das Abkommen gekündigt hatte.



    --> Ginge es wirklich darum -- die USA könnten das Atomabkommen einfach wider einsetzten.

  • "Der Angriff mit dem erklärten Ziel, das Regime in Teheran zu stürzen, ist vermutlich der politisch riskanteste Schritt von Trumps bisheriger zweiter Amtszeit."



    Die Arsenale sind begrenzt, die Ressourcen endlich, falls die ersten größeren Angriffswellen überstanden werden, könnte es bedrohlich werden für die USA u. ihre Allianz.



    Offensichtlich gehen die Kapazitäten für die Luftverteidigung auch in entsprechender Geschwindigkeit ihrem Ende entgegen.



    "No Boots on the Ground", daran mag man kaum glauben.



    "War das Pentagon angemessen darauf vorbereitet, dass Teheran nicht nur Israel und dessen libanesischen Stellvertreter, die Hisbollah, angreifen, sondern auch Golfstaaten mit Raketen ins Visier nehmen würde, die bis nach Zypern einschlugen? Die Raketen haben die Gasproduktion Katars lahmgelegt, mindestens ein Ölfeld in Saudi-Arabien beschädigt und die Straße von Hormus blockiert, durch die mehr als ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gaslieferungen transportiert werden.



    Wir werden die Begründung der Trump-Regierung für den Beginn dieses Krieges hören, die unbeabsichtigten Folgen abwägen, die sich daraus ergeben könnten… und ob ein US-Präsident, der sein Militär so oft..."



    france24.com

  • "Wir prügeln die Kacke aus ihnen heraus. Ich denke, es läuft sehr gut. Sehr mächtig."



    Trump weiter: "Dabei haben wir noch nicht mal richtig angefangen. Die große Welle ist noch nicht passiert. Die kommt erst noch."



    (T-Online)



    Ach, wenn er seine Fresse doch mal so weit aufgerissen hätte, als Putin die Ukraine überfallen hat. Okay - konnte er nicht, da der die Atombombe schon hat.



    Hmm ... da kann man nichts machen. Na ... dann nehme ich mir halt die Mullahs zur Brust. Dann hab' ich endlich Ruhe vor Netanjahu, der mir hier ständig die Bude einrennt und mir was vorheult.



    (Il_Leopardo)

  • Der Iran möchte Israel vernichten und hat Proxys finanziert, die Israel angegriffen haben.



    Da kann man schon nachvollziehen, dass Israel einen Regimewechsel anstrebt.

    • @Peter Schütt:

      Wunsch nach Regimewechsel? Nachvollziehbar.

      Aber von außen per Staatsenthauptung aufgepresst? Was, wenn doch wieder nur Islamisten an die Macht kommen? Wird dann wieder bombardiert? Solange, bis im Iran nur noch Demokraten übrig sind?

      Wann in der Geschichte hat das funktioniert? Ein Regimewechsel muss durch die Bevölkerung getragen werden. Ein Angriffskrieg verhärtet nur die Islamisten zu Märtyrern. Was dann passiert, sehen wir in Afghanistan. Es wurde schön erzählt, dass jetzt alle jubeln und ganz schnell überzeuge Demokraten werden. Und was ist geblieben?

      Das droht jetzt auch im Iran. Klar, international könnte das bedeuten, dass der Iran in der Bedeutungslosigkeit versinkt, von Ölunternehmen ausgeschlachtet wird und keine militärische Gefahr mehr von ihm ausgeht. Das klingt wohl gut, wenn, tja, wenn einem die Menschen dort schnurz-egal sind.

      Und da dürften wir uns alle einig sein - einem Netanjahu oder Trump, oder Putin bedeuten Menschenleben in anderen Staaten gar nichts.

      • @Jeff:

        Israel muss den Iran nicht bombardieren, bis dort Demokratie herrscht.

        Spätestens die übernächste islamistische Regierung wird sich international mehr zurückhalten, weil sie aus dem Ende von Chamenei lernen werden.

        Da können Sie durchaus Afghanistan als Beispiel nehmen.

        Die aktuell regierenden Taliban geben das Land nicht mehr als Trainingslager und Rückzugsraum für den internationalen islamistischen Terrorismus her.

        (Der Konflikt mit Pakistan ist ein klassisch nationalistischer, der Lokal begrenzt bleibt. )