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Wahlen in Baden-WürttembergEine Klatsche für Friedrich Merz

Sabine am Orde

Kommentar von

Sabine am Orde

Die CDU hatte den Wahlsieg in Baden-Württemberg fest eingeplant – und ist gescheitert. Der Druck auf den Kanzler steigt.

Zu früh gefreut, zu siegesgewiss: Manuel Hagel und Friedrich Merz auf dem CDU-Parteitag im Februar Foto: Bihlmayerfotografie/imago

D ie CDU hat über fünf Prozentpunkte zugelegt – und doch eine dramatische Niederlage erlitten. Ihr oberstes Ziel, bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg stärkste Kraft zu werden und nach 15 Jahren wieder den Ministerpräsidenten stellen zu können, haben die Christdemokraten gerissen. Sie müssen sich jetzt eingestehen, dass es nicht mehr der Normalfall ist, dass sie in Baden-Württemberg die Wahl gewinnen. Und dass der Sieg der Grünen mehr als ein Unfall der Geschichte ist. So hatte das die CDU im Ländle bislang nämlich gesehen.

Neben der nun notwendigen Traumabewältigung auf Landesebene bringt das Wahlergebnis auch für Friedrich Merz einige Herausforderungen mit sich. Für den Kanzler, die Bundesregierung und die CDU wird das Jahr noch deutlich schwieriger als ohnehin gedacht.

Zum einen war der Wahlsieg in Baden-Württemberg bei der CDU fest eingeplant. Er sollte der Partei Auftrieb für dieses schwierige Wahljahr geben – zunächst als Rampe für die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz in zwei Wochen, wie Generalsekretär Linnemann es genannt hat. Diese Erfolge sollten dann der CDU vor allem in Sachsen-Anhalt Mut machen, wo im September ein dramatischer Wahlsieg für die AfD droht und nicht nur für die CDU viel auf dem Spiel steht. Doch statt Euphorie herrscht bei den Christdemokraten jetzt Katzenjammer. Verunsicherte und desillusionierte Politiker aber sind keine guten Wahlkämpfer.

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Der Unmut in der Union ist groß

In der Partei werden jetzt auch die internen Widersprüche wieder aufbrechen, die man zuletzt zum Schutz der Wahlkämpfer im Südwesten unter dem Deckel hielt. Der Unmut in der Partei ist groß: Die Wirtschaftsliberalen auf der einen Seite fordern schnellere und härtere Reformen insbesondere in der Sozialpolitik, der Arbeitnehmerflügel fühlt sich und seine Anliegen zu wenig berücksichtigt. Für beides kann man in den Nachwahlbefragungen gute Argumente finden.

Besonders groß aber ist die Zustimmung zu einer Frage: Dass die CDU vor der Bundestagswahl zu viel versprochen, aber wenig davon gehalten hat, das meinen fast 80 Prozent der Befragten. Das bedeutet ganz klar: Merz’ angeschlagene Glaubwürdigkeit ist ein großer Malus für die Partei. Die Wahlschlappe geht nicht nur mit dem blassen und unerfahrenen Spitzenkandidaten Manuel Hagel nach Hause, der ohne Zweifel viele Fehler gemacht hat. Sondern auch mit Friedrich Merz. Der Kanzler selbst steht jetzt stärker unter Druck. Und dieser dürfte noch zunehmen.

Denn hinzu kommt: Nicht nur die CDU, auch und besonders die SPD, die sich mit knapp über fünf Prozent gerade noch in den Landtag gerettet hat, geht angeschlagen aus dieser Wahl hervor. Zwei verunsicherte und nervöse Koalitionspartner, das aber ist keine gute Voraussetzung für die zahlreichen Herausforderungen und Reformen, die in diesem Jahr anstehen. Die Bundesregierung aber muss dringend unter Beweis stellen, dass sie die anstehenden Probleme lösen kann. Leichter ist das nicht geworden.

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Sabine am Orde
Innenpolitik
Jahrgang 1966, Politikwissenschaftlerin und Journalistin. Seit 1998 bei der taz - in der Berlin-Redaktion, im Inland, in der Chefredaktion, jetzt als innenpolitische Korrespondentin. Inhaltliche Schwerpunkte: Union und Kanzleramt, Rechtspopulismus und die AfD, Islamismus, Terrorismus und Innere Sicherheit, Migration und Flüchtlingspolitik.
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70 Kommentare

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  • Das komplette Ergebnis bietet für alle Parteien Gründe zur Reflexion.

    Die CDU, die gemeint hat sicher zu sein, zwar Zuspruch gewonnen hat, jedoch nun hart gelandet ist. Dann kommen von Spahn noch „schlaue“ Tipps, die hoffentlich endlich dazu führen, ihn etwas ruhiger zu stellen.

    Cem Özdemir gewinnt knapp mit einem Programm und Aussagen, welche in der Parteizentrale nicht für Jubel sorgt, aber die damit nun umgehen muss und gute Miene zum sehr konservativen Kurs machen muss.



    Am Wahlabend dann die Vorfälle um Cem Özdemir und B. Palmer.

    2 Parteien mit ähnlichem Programm haben immerhin über 60% aller Stimmen geholt. Scheint in Baden Württemberg gut angekommen zu sein.

    Linke und SPD haben noch die Hoffnung eigentlich stärker zu sein, jedoch mit den nicht erhaltenen Stimmen wenigstens Grün unterstützt zu haben.

    Für gelb wird’s ganz dunkel.

    Bedauerlicherweise hat auch AgD wieder gewonnen, wird sich hinter der Brandmauer verstecken und immer wieder ihre Giftpfeile darüber hinweg schiessen.

    • @Sole Mio:

      Ich kenne zufällig und anekdotisch einen Fall, wo ein eigentlich klarer Mann aus dem FDP-Klientel (nicht nur von Einkommensklasse) grün wählte, damit es Özdemir und bloß nicht Hagel/ diese Union oder gar dieser seltsame Typ ("russlandgesteuerter Rumäne") von der AfD würde. Selbst diese Wählerwanderung könnte es gegeben haben. In Baden-Württemberg binden die Grünen auch christlich geprägt engagierte Menschen und wird nicht automatisch dann Union gewählt. Auch nicht mehr vom Pfarrer/Pastor.



      Nach der Wahl ist das Programm immer noch wichtig. Die Grünen werden mit einer fast gleich starken CDU und keiner anderen Option weniger durchbekommen als vorher, aber Energiewende, Verkehrswende und Wirtschaftswende weg von Fossil sollten sie anstreben, auch im Landesinteresse. Die CDU sollte Hagel irgendwo on the job nachtrainieren lassen und sich Digitalisierung und Bildung schnappen, das dürften sie hinbekommen können und auch punkten für in fünf Jahren.

  • Nicht nur die CDU, auch und besonders die SPD, die sich mit knapp über fünf Prozent gerade noch in den Landtag gerettet hat, geht angeschlagen aus dieser Wahl hervor. Zwei verunsicherte und nervöse Koalitionspartner, das aber ist keine gute Voraussetzung für die zahlreichen Herausforderungen und Reformen, die in diesem Jahr anstehen.



    ----



    Die SPD hat, wie schon so oft, (mit) den linken Flügel gebrochen. Die CDSU planiert den Sozialstaat!



    Keine guten Aussichten für Berlin!



    Dazu einen BuKa der den Job nicht kann, oder machen will, ein massiver Trend zur "Arbeit für Verwandte", .... & der Gedanke "weiter so", "Zurück in die Zukunft"!



    Eine nicht gerade vertrauenerweckende politische Melange!



    Wenn wir dazu noch den Food-Bloger aus DE-Mezzogiorno sehen, die personalisierte Wahl in Ba-Wü, sprich Persönlichkeit nicht Programm war Thema, .... Geschichtsvergessenheit bei VIELEN Leuten, zunehmende Entsolidarisierung, auch Gewalt scheint im Trend zu sein, ....



    .... also mMn. keine guten Aussichten für "Morgen ff." :-(



    Bin mal gespannt, wann eine Partei, eine Gruppe, usw. endlich mal den Mut findet, statt "nur rumzubasteln" endlich mal DIE Baustellen "in diesem unsrem Lande" anzugehen!

  • Noch einmal, ich verstehe nicht, warum alle vom Gewinner Özdemir reden. Die Grünen haben über 2 Prozent verloren, die CDU 5,9 Prozent dazu gewonnen und die AfD hat ihr Ergebnis verdoppelt. Also.....?

    • @Edgar Schmauch:

      Ich verstehe Ihre Bemerkung teils, und ob jemand "Gewinner" ist oder nicht, sollte auch nicht so wichtig sein. Das ist Politik und nicht Olympia.

      Erklärungsversuch: Özdemir hat zuletzt mit einer ausgeklügelten Strategie und persönlich auftrumpfend Prozente gegenüber einem Einbruch hineingeholt, das wäre der "Gewinner". Die Latte für die Union im Ländle war mal 50 oder wenigstens 40 % - wie ist sie gewöhnlich für Grün?

    • @Edgar Schmauch:

      Wenn Sie ein Fußballspiel mit 3:2 gewinnen ist das ein Sieg auch wenn Sie letztes Jahr gegen dieselbe Mannschaft mit 5:2 gewonnen haben.



      Landtagsmandate berechnen sich nicht anhand von Steigerungen im Vergleich zur letzten Wahl.

    • @Edgar Schmauch:

      Er hat die meisten Stimmen.

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Und? Beide Parteien haben die gleiche Anzahl an Sitzen im Landtag.



        Die CDU hat 56 direkt Mandate - die Grünen 13.



        Mich würde ja mal interessieren, wie viele CDU Wähler bei der Zweitstimme eine andere Partei gewählt hatten, nur weil sie die Auswirkung von Ausgleichsmandaten nicht verstanden haben... Das Wahlrecht wurde geändert, dies war offen kommuniziert worden. Kann mir dennoch gut vorstellen, dass es bei vielen aufgrund anderer Themen untergegangen ist.

        • @MatB1012:

          Sie Grünen haben mehr Stimmen bekommen. Daran ist nichts zu deuteln. Und Mandat ist natürlich Mandat. Da gibt es keine 1. und 2. Klasse. Wenn man schon mit solchen Dingen kommt, sollte man übrigens auch nicht vergessen, dass Özdemir in allen Befragungen persönlich weit vor Hagel lag.

          PS: Sie scheinen keine besonders große Meinung von der Auffassungsgabe der CDU Wähler zu haben 😉

          • @warum_denkt_keiner_nach?:

            Naja, wenn man in die Zahlen schaut, hat die CDU ordentlich abgeräumt, der Unterschied in der Erst-Stimme ist gewaltig, in der Zweitstimme - minimal

            Die Grünen - Erststimme 1367775 und Zweit-Stimme 1.622.810



            CDU Erststimme 1.837.109 imd Zweit-Stimme 1.595.456



            SDP Erstimme 450.042 Zweitstimme 298.206

            Die Grünen haben vom neuen Wahlrecht profitiert.



            Würde mich nicht wundern, wenn die Leute klassisch gewählt haben - 1 Stimme CDU und Zweit-Stimme Grün :-)

        • @MatB1012:

          @ MatB1012



          Zudem die Spritpreise extra Angehoben wurden damit nicht soviele Bürger zur Wahl fahren 😂😅🤣

  • Ja, das hat die CDU mit ihrem Friede-Freude-Eierkuchen Wahlkampf ordentlich versemmelt. Da kann man Hr. Özdemir gratulieren. Warum sich aber die Bundes-Grünen in Berlin so freuen ist mir nicht so klar. Der Wählerschwerpunkt liegt sehr deutlich rechts der Mitte. Mich persönlich würde es sehr freuen ,wenn Boris Palmer mit in die Regierung käme - schon allein um zu erleben, wie das in Berlin mittels unterhaltsamer geistiger Verrenkungen umgedeutet würde. Aber gut, es wird wohl ein Wunsch bleiben.

  • Wie sagte Carsten Linemann gestern am Wahlabend unter Tränen zu dem Desaster für die CDU :



    " Wir haben den Regierungsauftrag und den werden wir mit der SPD weiterhin so erfolgreich umsetzen "...



    🤣 😂 😅 🤣 😂 🤣

    • @Alex_der_Wunderer:

      Freut mich dass Sie sich so amüsieren....können Sie sich noch an die tollen Interviews erinnern,als in der Regierungszeit von SPD und Grünen genau solche zoten gefallen sind?

      Die Zufriedenheit mit der Politik ging gegen Null und z.b die SPD stellte sich hin mit "wir machen gute Politik und diese werden wir fortführen" das haben sie wie man an den Wahlergebnissen der AFD sieht .

      Die Überheblichkeit,welche ich als Lese,wenn es um den politischen Gegner geht, lässt mich als staunend zurück. Man Stelle auch vor man hätte Grüne und SPD inhaltlich auch an dem gemessen was sie erzählt haben,vllt hätten wir dann immer noch eine spd und Grüne Regierung und vielleicht sogar eine gute Politik.

      • @Hitchhiker:

        @Hitchhiker



        Die Regierung von SPD & Grüne wurde durch eine von der CDU indoktrinierte FDP [ Stichwort : Finanzminister Christian Lindner ] boykottiert ❗️

        • @Alex_der_Wunderer:

          Ernsthaft?

          Ein Problem der Menschen ist das Worte reichen auf Taten wird nicht geachtet.

          Sie können mir doch bestimmt erklären, warum SPD und Grüne nicht mal ansatzweise versucht haben die 15 Euro in die Mindestlohnrichtlinie zu schreiben. Meine Vermutung weil sie es als Wahlkampfthema wollten. Da opfert man Millionen von Arbeitnehmern gerne.

          Sie können mir bestimmt auch erklären warum nach be und Entlastungen die unten weniger hatten als zuvor und die SPD darauf bestand, dass jeder entlasset worden ist.

          Aber gut dass es die FDP gab, da konnte man sich die Mühe sparen. Wie glaubwürdig war es für Sie als kurz vor Wahlkampf die Grüne entdeckt hat welche erbschafts steuerlichen Vorteile es gibt. Es hat sich angefühlt, als ob sie das erste Mal auch nur ansatzweise sich mit dem Thema beschäftigt haben. Es war allgemein bekannt. Die Distanzierung von der SPD, dass man bei 26 Millionen keine Steuern zahlen muss, war dann amüsant oder dreist, waren sie doch maßgeblich an der Umsetzung beteiligt.

  • taz: *Eine Klatsche für Friedrich Merz*

    Leider nicht, denn der BlackRock-Mann wird weiterhin den Sozialstaat bekämpfen und seine reichen Freunde noch reicher machen. Das Ergebnis der merz'schen Politik wird sein, dass die AfD in den nächsten Jahren noch mehr zulegt.

    • @Ricky-13:

      Und sein Mann in BW kommt ja auch nicht aus einem Gewerbe, das in dem Verdacht steht, gesellschaftsverträglich geprägt zu sein.

      • @Erfahrungssammler:

        @ Erfahrungssammler



        Wie jetze ?



        Wegen der geplünderten Bankschließfächer bei den Sparkassen ?



        Passt doch super.

  • Eine Klatsche für Merz, Was ist dann mit der SPD? Der wurde doch dann der Schädel eingeschlagen. Mit dem Amtsinhaber-Bonus für Özdemir und dem Zahn der Zeit wird es beim nächsten Mal bei der SPD nicht für 5% reichen.

    • @Machiavelli:

      Das es überhaupt noch mal eng wurde, liegt eben auch daran, dass Merz Wählern, die täglich schaffe un schaffe, ständig Faulheit vorwirft. In so fern eine Klatsche für Merz.

      Von der SPD hat wohl kaum jemand mehr erwartet. Sie findet in BW kaum statt.

  • Danke für diese Überschrift!



    Im Gegensatz zur Ampelzeit wird der Merz viel zu positiv dargestellt.



    Auch hier: Passt das Foto ernsthaft zum Inhalt?



    Ich sehe in Merz weiterhin einen Möchtegern Kanzler.



    Die Schuhe sind ihm einfach zu groß!



    Erst denken, dann reden - das hat er als Oppositionspolitiker nicht geschafft und auch nicht in seiner neuen Rolle.



    Dass Merz den Mund zu voll nimmt, bestätigen ja gerade auch die Wahlumfragen.



    Auch wenn es ein knappes Rennen war: ich freue mich sehr, dass Cem gewonnen hat.



    Die Aufholjagd erinnert an Brandenburg.



    Dort haben auch Grünen und Linken Wähler*Innen die "afd" verhindert und den SPD Kandidaten ins Amt getragen.



    Nun war es umgekehrt: die meisten Abgänge der SPD wählten Özdemir. Das ist gut so!



    Im Ergebnis ist es irrelevant, ob die SPD nun 5%oder 10% hat.



    Dass die Grünen nun wieder den Ministerpräsidenten stellen ist hingegen von höchster Relevanz. Danke insbesondere auch an Diejenigen, die taktisch gewählt haben und schließlich Zünglein an der Waage waren.



    Ein Dankeschön an Alle Wähler*Innen, die gezeigt haben, dass grüne Themen weiterhin relevant und zukunftsweisend sind!



    Menschen abholen und Zukunft klimafreundlich gestalten !

    • @Philippo1000:

      Ich finde Merz wird mehr kritisiert als die vorherige Regierung. Können Sie sich noch daran erinnern wie SPD und Grüne stillschweigend die EU Mindestlohnrichtlinie an die EU geleitet haben ohne eine gesellschaftliche Diskussion zu starten,weil sie ihr 15euro Mindestlohn Wahlkampfthema nicht Opfern wollten? Nein. Genau weil Millionen von Arbeitnehmern egal waren.

      Können Sie sich noch an die Diskussion erinnern, als bei Entlastung und Belastungen die unten weniger hatten als davor aber die SPD stur dabei blieb alle wurden entlastet? Nein? Dann liegt das wohl daran,dass man mit unterschiedlichem Maß agiert.merz würde man, damit zurecht,nicht durchkommen lassen .

  • Man kann nicht für alles Merz die Schuld geben.

    Denn die Niederlage hat die baden-württembergische CDU selbst verursacht, als sie dem Wunsch der Grünen nachgab und das bewährte basisdemokratische baden-württembergische Wahlrecht geändert hat zu einer Kopie des Bundestagswahlrecht.

    Vorher gab es dort keine Trennung zwischen Érst- und Zeitstimme und auch keine landesweit wählbare Liste, sondern nur eine Stimme für den jeweiligen örtlichen Kandidaten. Die Addition dieser Stimmen ergab dann das Landesergebnis.

    Dieses mal liegt die CDU aufgrund ihrer starken Lokalmatadoren bei den Erststimmen mit 34,3 (+10,2) Prozent deutlich vor den Grünen mit 25,5 (-7,1) Prozent. Entscheidend für das Endergebnis ist aber die Zweitstimme für die Liste.

    Und da stand landesweit der blasse CDU-Hagel direkt neben dem populären Özdemir auf dem Wahlzettel.



    Nur aufgrund dieser Wahlrechtsänderung konnte Özdemir überhaupt einen Wahlkampf führen, als ginge es um die Direktwahl des Ministerpräsidenten.

    • @Don Geraldo:

      Das Wahlrecht hat auch der CDU die Chance gegeben, mit einem entsprechenden Kandidaten die Wahl gegen eine Partei zu gewinnen, der seit ca. 3 Jahren der Wind ins Gesicht bläst -- und das ist noch beschönigend ausgedrückt. Zudem hat Özdemir im ländlichen Raum in Baden-Württemberg beileibe kein einfaches Standing als ehemaliger Bundesagrarminister.



      Also wird wohl kaum das neue Wahlrecht schuld daran sein, dass es die CDU vergeigt hat, sondern die CDU selbst. Man braucht halt auch respektables Personal, wenn man im Wettbewerb bestehen will. Mit einem neokonservativen, dampfplaudernden Provinzsparkassenfilialleiter lockt man einfach nur noch in wenigen Ecken von Ba-Wü die Leute hinter dem Ofen vor. Man muss sich einfach nur klar vor Augen führen, dass Özdemir trotz aller oben beschriebenen Handicaps eine Direktwahl zum Ministerpräsidenten klar gewonnen hätte.

      • @Libuzzi:

        "Man braucht halt auch respektables Personal, wenn man im Wettbewerb bestehen will. .."

        Offensichtlich hatte die CDU genügend respektables Personal, um in zwei Drittel der Wahlkreise zu gewinnen.



        Es war halt dämlich, daß die CDU diesen Vorteil mit der Wahlrechtsänderung an die Grünen verschenkt hat.

        Ausschlaggebend war wohl, daß 2021 sowohl die CDU-Spitzenkandidatin Eisenmann als auch der Landesvorsitzende Strobl aufgrund der Eigenarten des früheren Wahlrechts gar nicht erst in den Landtag kamen.

    • @Don Geraldo:

      Jo, wenn der Bauer ned schwimmen kann, ist die Badehose dran schuld ;).



      Das deutsche Wahlrecht mit seinen föderalistischen Eigenheiten ist jetzt eher ned mein Hobby; ich halte es aber für müßig, Verschlimmbesserungen auf die Ausredenliste zu schreiben.



      Davon mal ab isses für die CDU als knapper Zweite wohl weitaus einfacher, ihren Stiefel durchzuziehen, weil den Leuten erzählen muß des alles der "grüne" MP.

    • @Don Geraldo:

      Das Wahlrecht hat nur niemand verstanden, gewisse Wahlkreise waren viel wertvoller als andere, es kamen dann nur die Dominanzwahlkreis-Fritzles rein, und da wurde dann obergeschwäbelt bei den Schwarzen und stadtgeschwäbelt bei den Grünen, nicht gut für eine breite Mischung der Ansichten in den Fraktionen.



      Ich gebe Ihnen Recht, dass die Personenzuspitzung, die ich generell _nicht so mag, wohl den Ausschlag gab.



      Da hätte sich die CDU schon mal einen anderen oben hinstellen müssen. Hagel hätte besser noch als Minister/Landrat/OB ein bissle mehr Anlauf nehmen können als jetzt.

  • Das eigentliche Problem für Merz ist die SPD und ihr desaströses Abschneiden. Die SPD im Bund wird jetzt im Angesicht des Todes noch panischer agieren, planlos umsichschlagen, und alle CDU Anliegen torpedieren.



    Dass sie damit die AfD päppelt, merkt die SPD schon lange nicht mehr. Immer mehr vom Gleichen, was seit Jahren den Niedergang der SPD fördert. Offenbar ist keiner in der SPD von Gewicht in der Lage, die Selbstzerstörungswirkung zu erkennen.



    Fast schon tragisch, dies mitanzusehen.



    Erste Wahl vieler Arbeiter ist heute nicht mehr die SPD, sondern die AfD. Kein Wunder, wenn z.B. Bärbel Bas den Mittelstand zum Gegener erklärt.

    • @Querbeet:

      Das Problem der SPD dürfte kaum sein, dass Frau Bas den Mittelstand zum Gegner erklärt, sondern dass die SPD sich in relevanten Politikfeldern seit den 1990er Jahren entschieden hat, eine Politik zu betreiben, die den Interessen und Präfenrenzen ihrer früheren Stammwähler diametral zuwider läuft. Das Paradebeispiel dafür ist Harz IV. Und Gerhard Schröders "neue Mitte" ist politisch mobil: heute SPD, morgen grün, dann CDU, zwischendurch sogar mal FDP.

      • @Libuzzi:

        Die alte Leiher vom Sündenfall Harz IV.



        Hat nie gestimmt. Es war richtig und gut und hat die Arbeiter nicht von der SPD entfernt. Oder glauben Sie, das heute 38% der Arbeiter AfD wählen wegen Harz?

    • @Querbeet:

      Die SPD ist kein Problem für die CDU. Die kann auch - siehe BW - mit den Grünen.

      • @Prinz Leonce vom Königreiche Popo:

        Die stinken im Bund aber ab.

  • Ich kann den Hype mit Özdemir nicht verstehen. Wo war der überhaupt mal erfolgreich? Setzt sich einfach mal so auf Kretschmanns Stuhl. In BaWü geht die Angst um, die guten Arbeitsplätze brechen weg. Die Grünen waren in der Verantwortung. Mit markigen Sprüchen läuft da auch nichts. Die Grünen Wähler sind doch in der Mehrzahl Beamte und Mitarbeiter im staatsnahen Bereich. Und die wird Özdemir auch schön pflegen müssen. Nee, Grüne nie wieder. Merz und Bas müssen jetzt beherzt Reformen machen. Politiker, neue Beamte und Selbstständige und Selbstständige auch. Keine Extrawürste mehr für Politiker und Beamte. Was Özdemir wohl dazu sagt?

    • @KLaus Hartmann:

      Im Land der Blinden ist der Einäugige König.



      Wobei ich mich schon frage, wie Sie darauf kommen, dass an der Misere der Wirtschaft in Baden-Württemberg einzig und alleine die Grünen schuld sind. Soweit ich weiß, hatten die einen Koalitionspartner namens CDU. Und der stellte auch die Wirtschaftsministerin.



      Sie entschuldigen bitte: die baden-württembergische Wirtschaft hat das zu einem guten Teil selbst zu verantworten, dass sie da steht, wo sie heute steht. Das Paradebeispiel ist die Autoindustrie, die den Zug der Zeit lange verpennt hat, im Übrigen mit großzügiger Unterstützung der Politik (insbesondere von CDU und SPD), die immer wieder dafür gesorgt hat, dass fette Schlitten mit fetten Motoren weiterhin ein erfolgreiches Geschäftsmodell sind. Das Ergebnis?



      Und in den entscheidenden Phasen der Transformation zur Elektromobilität hat sich immer Irgendjemand gefunden, der die "Technologieoffenheit" verteidigt und entsprechende Förderung torpediert hat. Auch der stammte zumeist nicht von den Grünen.



      Insofern weiß ich nicht, welche Hoffnungen Sie auf die CDU und SPD setzen. Aber vielleicht sollte besser die FDP übernehmen.

  • Die Grünen können jetzt bis zu den Koalitionsverhandlungen jubeln, aber dann werden sie sehr große Zugeständnisse machen müssen. Die CDU hat ja einen anderen Koalitionspartner in der Hinterhand, mit dem man zwar nicht regieren möchte, aber eine Minderheitsregierung lässig androhen kann.



    Ich bin sehr gespannt, was am Ende herauskommt. Vielleicht endet es für die Grünen ja wie in Hessen in der Opposition.

    • @Dirk Osygus:

      Nun ja -- das kann die CDU gerne versuchen. Projekt 15% würde ich das nennen.

    • @Dirk Osygus:

      Die Grünen haben den gleichen potentiellen Koalitionspartner in der Hand wie die CDU.

      Schwarz-Grün wird das Erfolgsmodell, das sich unter Kretschmann etabliert hat, nicht mit einer schlechten Show für die Popcorn-Linke oder die Bratwurst-Rechten aufs Spiel setzen

  • Es war ein Sympathiewahlkampf denn die Unterschiede der Programme zwischen CDU und Grüne sind nur mehr minimal - zumindest in Baden Württemberg.

    In Zukunft werden sich die Grünen bundesweit dem Programm von Özdemir anpassen, da muss die CDU vorsichtig sein damit sie ihre Stimmen nicht an die Grünen verlieren.

  • Die CDU hatte nicht nur einen Kandidaten, der außerhalb der Partei wenig zu melden hatte, unsouverän zumindest wirkte, fachlich Ozonloch und Treibhauseffekt durcheinanderbrachte. Sie hatte auch keine Programmatik und kein Personal in der zweiten Reihe, die das kompensiert hätten.

    Die taktisch kluge Zuspitzung CDU oder Grüne gab dann den Anstoß, noch einmal Grüne zu wählen. Was ich selbst von Freund X hörte, der eigentlich soziodemografisch und von der Einstellung wohl ein FDPler wäre.



    Worauf Özdemir aber jetzt achten muss, dass er ökologisch auch hinbekommt. Eine bloß peter-unfriedig grünliche Schwarzpolitik wäre verfehlt, da muss Baden-Württemberg vorangehen, wie mit der EnBW, auch bei einem Verkehr jenseits von Nur-Auto.



    Dafür darf dann die CDU Schavans gute Ideen in der Bildung herauskramen und einfordern.

    • @Janix:

      Schwarz-Grün ist deshalb wieder am regieren, weil die Wähler der CDU die wirtschaftliche Kompetenz zu schrieb und Özdemir für den besseren MP hielt. Schwarz-Grün hat nicht gewonnen weil eine der Parteien inkompetent ist.

      • @Prinz Leonce vom Königreiche Popo:

        Die CDU hat dort früher absolute Mehrheiten geholt, hatte aber auch Späth, der als kanzlertauglich gehandelt wurde. Hatte ein Modernisierungsprogramm und eine breite Bildungsoffensive mit Schavan.

        Und jetzt noch mal die BaWü-CDU in ihrer jetzigen Verfassung ... Glauben Sie wirklich, dass da das erste Wort "wirtschaftliche Kompetenz" wäre?

        • @Janix:

          Das snd nicht meine Einschätzungen sondern die der Wähler laut Forschungsgruppe Wahlen. Und "Glaube" ist ein schlechter Ratgeber. Haben Sie nicht ein paar belastbare Key-Facts für ihren Glauben?

  • So ganz nachvollziehen kann ich die Einschätzung nicht. Die CDU hat mehr als 5 Prozentpunkte zugelegt, die SPD hingegen mehr als 5 verloren. Die "Klatsche" hat hier nicht FM abgekriegt, sondern sein Koalitionspartner. Die SPD ist einfach ein Totalausfall, und zwar auf allen Ebenen: Bund und Land, inhaltlich und personell.

    Gleichzeitig ist die Wahl ein gutes Beispiel dafür, dass nur ein echter Wahlkampf (auch gerne etwas zugespitzt) ZWISCHEN den anderen Parteien, die AfD einigermaßen auf Distanz halten kann. Das sollten sich die anderen Parteien für Sachsen-Anhalt auch so vornehmen. Die AfD hält man nicht klein, indem man sie bekämpft, sondern indem man sich OHNE sie über den besten Weg streitet, wie Probleme zu lösen sind. Der dritte Platz für die AfD ist schlimm genug - aber es ist immerhin nur der dritte Platz. In Sachsen-Anhalt droht viel schlimmeres.

    Und ach ja: Im Fall der Linken ist es durch diese Zuspitzung des Wahlkampfes zwischen CDU und Grünen ja sogar gelungen, die Partei aus dem Landtag ganz rauszuhalten. Und auch die FDP durfte dank dieser Strategie weiter in der Versenkung verschwinden. Gut so, da darf sie gerne bleiben.

    • @Winnetaz:

      "Im Fall der Linken ist es durch diese Zuspitzung des Wahlkampfes zwischen CDU und Grünen ja sogar gelungen, die Partei aus dem Landtag ganz rauszuhalten."



      Wäre ja ganz schlimm, wenn es in Deutschland noch so etwas wie eine Linke gäbe -- wobei man eher von linken Sozialdemokraten sprechen muss, mehr ist Die Linke ja nicht.

    • @Winnetaz:

      Jede Partei, die versenkt wird ist immer auch ein Gewinn für die AfD: Mehr Abgeordnete, mehr Geld, mehr Einfluß. Da ist gar nichts gut dran.

    • @Winnetaz:

      "Gleichzeitig ist die Wahl ein gutes Beispiel dafür, dass nur ein echter Wahlkampf (auch gerne etwas zugespitzt) ZWISCHEN den anderen Parteien, die AfD einigermaßen auf Distanz halten kann."

      Dass sich die Prozentzahlen der AfD gegenüber der letzten Landtagswahl quasi verdoppelt hat bezeichnen Sie als "einigermaßen auf Distanz halten"? 🤔

  • Als Außenstehender habe ich die Wahl in BW für eine echte Landeswahl mit zwei starken Persönlichkeiten empfunden. Irgendwelche Rückschlüsse auf die Bundespolitik werden sich daraus kaum ziehen lassen. Allenfalls die Aussagen von Frau Prien zum Ehegattensplitting kamen insoweit wohl zur Unzeit.

  • Vielleicht hat die Wähler ja auch folgendes Detail abgeschreckt: Manuel Hagel ist lauf Wikipedia Mitglied bei der Werteunion, die unter anderem den menschengemachten Klimawandel abstreitet. So viel Ignoranz war dann vielen Wählerinnen und Wählern doch zu viel.

    • @Gartenfreundin:

      Anscheinend hat Thomas Strobl (CDU) den 8. März 2026 als Wahltermin vorgeschlagen. Wahrscheinlich hatten die Herren von der CDU nicht einmal auf dem Zettel, dass man Manuel Rehagel-Auge vielleicht besser doch nicht am internationalen Frauentag ins Rennen schicken sollte. Bug oder Feature? Vielleicht sogar beides, in jedem Fall großes Kino.

      • @derzwerg:

        Das war eine Verschwörung. Die Idee hatte Kretschmann, hat sie aber dem Strobel untergeschoben. Die Dame mit dem braunen Rehaugen ist Kretschmanns Enkelin ...

        • @Libuzzi:

          Jetzt verstehe ich die Welt wieder, danke

  • Die Klatsche kam absolut zur richtigen Zeit.



    Merz kann das Verhältnis zu Frankreich nicht prägen, er kann das Verhältnis zu den USA nicht vernünft gestalten, er hat keine Idee, wie Deutschland in Zukunft mit dem hybriden Krieg Russlands umgehen soll. Merz würde gerne die Steuern für Reiche und Superreiche senken und Merz möchte gerne mehr SGB-II-Empfänger in Arbeit zwingen.



    Und wenn nichts geht, dann geht's gegen Migranten und Asylbewerber, dann sind die Schwächsten dran, die muss man im Ausland halten, an den Grenzen abwehren, anderen Parteien unterstellen, sie würden die Leute regelrecht hierherlocken.



    Merz hat in Ba_Wü eine Quittung erhalten.



    Und seit zweit Jahren BIP_Minuswachstum, dazu fällt dem Oberstrategen Merz indes nicht viel ein. 2026/27 geht's ja wieder bergauf, von allein, weil Merz keinen Beitrag dazu leisten kann. Bis dahin hat der Strukturwandel aber zugeschlagen, es sind Unternehmen insolvent, Trumps Zölle zwingen zum Abbau von Arbeitsplätzen. Auch hierzu fällt Merz nur die Senkung des Spitzensteuersatzes ein. Dafür hat die CDU in Ba-Wü sogar m.M. noch zu gut abgeschnitten.

    • @Andreas_2020:

      Ja, gut das BW den FM so abgewatscht (+5%) und der SPD Flügel verliehen hat durch Gewichtshalbierung.

  • Übrigens ist Tübingen der einzige Ort mit einer Grünen-Mehrheit (über 50%). Eine Empfehlung für Boris Palmer als Minister - und eine Klatsche für den linken Flügel.

  • Die Frage ist doch eher, was Grüne und CDU in Baden-Württemberg groß unterscheidet. Letztendlich könnte sich das in ein Klatsche für die Bundesgrünen entwickeln.

    • @FraMa:

      Zitat von Winfried Kretschmann nach der Wahl 2011



      „Wir werden nicht alles auf den Kopf stellen. Die CDU hat ja nicht nur Fehler gemacht.“

      Er hat es damals erkannt, dass ein laufendes System sich nur stückweise in eine andere Richtung bewegen kann.

    • @FraMa:

      Das kann durchaus sein. Wünschen wir ihnen eine ergebnisoffene Aufarbeitung

  • Die CDU hat doch da gepunktet, wo die Politik von Merz hinzielt: Je älter, umso CDU. Hagel hat mit seiner "Vorlesung" über den Klimawandel auch sein Scherflein beigetragen. Passt also.

    • @Kaboom:

      Genau. Je älter um so weniger AfD um so mehr CDU.



      Was passt ihnen daran nicht?

  • "Eine Klatsche für Merz" , trotzdem zugelegt.



    Eine noch größere Klatsche für die SPD - massiv verloren.



    Eine Riesenklatsche für die FDP - raus geflogen.



    Eine totale Klatsche für die Linke - und sie waren sich so sicher.

    Ich sage es nicht gerne, aber der Wahlsieger heißt leider AfD. Nur sie hat wesentlich zugelegt, sogar verdoppelt. Ein trauriges Ergebnis.

    • @Hans Dampf:

      Ja aber in so einem konservativen Bundesland unter 20% zu landen ist für die AFD auch nicht so toll.

      • @Machiavelli:

        Konservativ bedeutet nicht gleich rechts

      • @Machiavelli:

        Linkspartei und SPD haben als Opposition massiv dabei versagt, Wähler zu binden.

      • @Machiavelli:

        Das die AFD unter 20% geblieben ist, hat mit der Politik in den letzten Jahren und dem zu tun, für was was die Favoriten dort stehen und wie man miteinander umgegangen ist.

        Hätte Özdemir den Wahlkampf nicht nach eigenen Ansichten (sondern nachdem was die Bungesgrünen wollen) gestaltet, wäre er raus gewesen. Davon bin ich zu 100% überzeugt.

        • @Sole Mio:

          Genau richtig, was Sie schreiben. Es war ein Sieg von Özdemir und kein Sieg der Grünen. Er hat die Linie von Kretschmann weitergeführt.



          Ebenso wie für Kretschmann gilt auch für Özedemir die Aussage "Klug, aber normal". Und diese beiden Attribute treffen leider auf die meisten Grünen und Linken nicht zu.

        • @Sole Mio:

          Auch die Bundesgrünen haben bei der letzten Wahl nicht sonderlich verloren. Die Grünen taugen als Feindbild nur 100% für Rechtspopulisten.

          • @Prinz Leonce vom Königreiche Popo:

            Das Cem Özdemir so aufgeholt hat, hat bestimmt nicht viel mit der Ausrichtung der Grünen im Bund zu tun.



            Das sollten sie auch nicht versuchen so zu verkaufen, außer Sie wollen der Partei nichts Gutes tun

          • @Prinz Leonce vom Königreiche Popo:

            "Auch die Bundesgrünen haben bei der letzten Wahl nicht sonderlich verloren. "

            Allerdings haben ihre damaligen Koalitionspartner aufgrund de von den Grünen dominierten Regierungsbilanz zwischen 34 Prozent (SPD) und 62 Prozent (FDP) ihrer vormaligen Wähler verloren.



            Ob sie auf Bundesebene noch mal einen Koalitionspartner finden ?



            Die FDP wird bald nicht mehr existieren, und die SPD muss auch ums Überleben kämpfen.



            Nur die CDU ist dämlich genug, mit den Grünen zu koalieren.