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Forderung von CSU-MinisterinBayern will Cannabis-Legalisierung zurückdrehen

Die Legalisierung von Cannabis zu Konsumzwecken war nach Ansicht der bayerischen Gesundheitsministerin Gerlach falsch. Sie fordert eine Korrektur.

Bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU): Die Legalisierung zu Konsumzwecken sei vor allem mit Blick auf den Gesundheits- und Jugendschutz falsch gewesen Foto: Pia Bayer/dpa

dpa | Die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach fordert einen grundlegenden Kurswechsel der Bundesregierung im Umgang mit Cannabis. Die Legalisierung zu Konsumzwecken sei vor allem mit Blick auf den Gesundheits- und Jugendschutz falsch gewesen, sagte die CSU-Politikerin der „Augsburger Allgemeinen“. „Dieser Fehler muss 2026 korrigiert werden.“ Der Freistaat dringe auf die Rücknahme der aktuellen Cannabis-Regelungen.

Verstärken will Gerlach in Bayern die Suchtprävention und den Jugendschutz, etwa durch einen möglichst restriktiven Vollzug der Regelungen des Gesetzes. Es sei wichtig, dass insbesondere junge Menschen geschützt würden, weil für sie die gesundheitlichen Risiken durch Cannabis-Konsum besonders hoch seien, so die CSU-Politikerin.

Bayern setze zudem auf eine umfassende Aufklärung über die Risiken von Cannabis, etwa an Berufsschulen und Universitäten: „Im Jahr 2026 wollen wir zudem mit dem Projekt „Mindzone“ verstärkt im Uni-Party-Setting über die Gefahren von Cannabis informieren und eine Auseinandersetzung mit dem Thema anstoßen“, kündigte sie an. Überdies werde eine Smartphone-App entwickelt, mit der Jugendliche auf spielerische Weise über Drogengefahren aufgeklärt werden sollen.

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60 Kommentare

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  • Alkohol und seine Folgen sollen eben das Monopol auf Schädigung der Gesellschaft behalten. Wird aber gegen die Schwemme von weißem Billigpulver aus Slowakien und sonst woher nichts helfen.



    Eine Beschäftigungstherapie für Polizei und Justiz, die dann wie in den 1970ern die Kleinkonsumenten in die Vorstrafe schicken.

  • Kurze Zusammenfassung: der Konsum von Cannabis ist bei Jugendlichen nach der Legalisierung (leicht) zurück gegangen. Aber Fr. Gerlach will nun eine Rücknahme der Cannabisregeln um den Jugendschutz zu verbessern..







    Äääh ja..das klingt vollkommen logisch.

    ;-))

  • Die Legalisierung von Cannabis hat den Konsum nicht erhöht, es gibt auch nicht mehr Verkehrsunfälle, etc.



    Sämtliche Weltuntergangsszenarien der CSU sind ausgeblieben. Im Gegenteil in der Gesamtbilanz hat sich die Situation sogar klar verbessert (Stichwort: Gesundheits- und Jugendschutz).



    Kurzum die CDU hat nicht ein einziges stichhaltiges Argument.







    Also sei mal die Frage gestellt: welche Droge muß man konsumieren um auf solche *Schnapsideen* zu kommen und dabei den ständigen und vollkommen berechtigten Vorwurf der *Heuchelei und Doppelmoral* so glatt an sich abgleiten zu lassen.??

    • @Wunderwelt:

      Diese Droge ist schnell identifiziert: Populismus.

  • Das Problem mit diesem Gesetz war die Umsetzung bzw. das fast völlige Fehlen einer sinnigen Umsetzung. Funktionierende Cannabisclubs gibt es praktisch keine.

    Der Versuch, mit allen Mitteln zu verhindern, dass aus Anbauclubs florierender Drogenhandel wird, hat so gut funktioniert, dass in der Praxis die einzigen Quellen nach wie vor illegaler Schmuggel, Anbau im großen Stil und illegaler Handel sind. Und natürlich medizinisch verschriebenes Cannabis, was als Geschäftslücke ein paar Anbieter samt Ärzten für das notwendige Rezept zu leicht verbrämten Drogenhändlern gemacht hat.

    Der Jugendschutz ist so natürlich absolut nicht zu gewährleisten, denn irgendwie kommt man nach wie vor überall illegal oder unter der Hand an kursierendes Gras, ob man nun 16 oder 60 ist. Selber legal anbauen tun eh nur Pflanzenfreunde und selbst die verbrauchen das meist selber nicht alles und verschenken es überall im Freundeskreis.

    Das hätte nur dann halbwegs sinnvoll funktionieren können, wenn man den illegalen durch legalen Anbau und Handel ohne große Umstände ersetzt und den Schwarzmarkt damit ausgetrocknet hätte. Wagt aber keiner, also... nix mal wieder.

  • Gut, wenn der Einstiegsdroge die Legalität genommen würde. Jeder erwischte Dealer wird aktuell mit seinem "Eigenverbrauch"-Gras wieder laufen gelassen. Ein ganz schlimmes Zeichen gegenüber der Polizei (werden lächerlich gemacht) und den Dealern (merken, dass der Staat schwach ist)

    • @Otto Mohl:

      Welche Einstiegsdroge?



      Was genau ist das?

      Und was soll das für ein Argument mit der Polizei sein?

    • @Otto Mohl:

      Die Einstiegsdrogenhypothese gilt schon recht lange als wissenschaftlich widerlegt, daran ändert auch stete Wiederholung nichts.



      arud.ch/blog/mytho...iegsdroge-cannabis



      www.drugcom.de/new...egsdroge-cannabis/

      Wenn die Legalisierung tatsächlich auch eine gewesen wäre bräuchte es keine Dealer mehr weil der Bezug wie bei jeder anderen legalen Ware auf regulärem und reguliertem Wege möglich wäre. Vor der Novelle hatten die Kleindealer eben idR statt nun 24 g, nur 5 g (6 g Eigenbedarfsmenge) bei sich was dann dazu führte, dass aufwändig Strafverfahren eröffnet und massenhaft wieder eingestellt wurden. Damit hat man zwar massenhaft Steuergeld verbrannt, auf den Umfang des Konsums hatte das aber keinen Einfluss und auch die einschlägigen Vertreter der Polizeigewerkschaften jammerten über diese Zustände genauso wie über die jetzigen weil es eben ihr Job ist ständig mehr und härtere Mittel und Befugnisse einzufordern.

  • Die mit der Legalisierung verbundenen Ziele sind allesamt nicht erreicht worden (insbesondere Verhinderung des Schwarzmarktes). Da das Gesetz von Anfang an schlecht gemacht war, ist die Forderung nach einer Abschaffung gut nachvollziehbar.

    • @DiMa:

      Gut nachvollziehbar wäre aus Sicht von vernünftigen Menschen einzig und allein legale Bezugsquellen zu schaffen.

      Und nein, der Schwarzmarkt ist kleiner.

      Und was sollen die anderen Ziele sein, die angeblich verfehlt wurden?

    • @DiMa:

      Ich rauche seit 45 Jahren und hatte noch nie Probleme was zu bekommen. Nur ein legaler Verkauf hilft gegen den Schwarzmarkt. Die Forderung ist komplett sinnfrei.

      • @Andreas J:

        Genau das. Auch wenn ich selten auf Schwarzmarkt zurückgegriffen habe. Die Touren ins Nachbarland waren fester Bestandteil meines Lebens. Dafür wieder kriminalisiert zu werden ist blanker Hohn.

  • Eventuell gibt es eine interne "Richtlinie", den Alkoholkonsum - und somit Alkoholbetriebe - wieder vermerkt zu stärken. Beim Canabiskonsum gibt es leichte Steigerungen, beim Bierkonsum hingegen ging es alleine im 1. Halbjahr 2025 um über 6% zurück.

    • @Mopsfidel:

      Es gibt immer weniger Brauereien und der Alkohol Konsum geht immer mehr zurück! Dagegen ist der Cannabiskonsum seit einführung deutlich gestiegen. das sagt schon alles

  • Ich wusste es ist klug, nichts offiziell zu machen indem man sich in nem Cannabis Club anmeldet.



    Traue ich der Politik auf jeden Fall zu, das sie das wieder zurück drehen. Und ich hab ne Ahnung, was die Führerscheinstelle dann mit den Daten bzgl der eingetragenen Kiffer macht.



    Und an die Daten kommen die dann ja auch ran, die Clubs müssen ja Buch führen und die auch länger aufbewahren.

    Deutschland ist super im Unterdrücken der eigenen Bürger, kaum etwas kann dieses Land besser, das sollte man nie vergessen und dem Staat besser nie vertrauen...

  • Die Uhr zurückdrehen, ohne Sinn und Plan, das ist die Union, vor allem die CSU. Niemand behauptet Kiffen sei gesund, aber weder Repression noch dümmlich-weltfremde Kampanien (legendär: die „Just Say No“-Kampagne von Nanca Reagan) helfen, dürfte eigentlich in den letzten 50 Jahren Drogenpolitik dem letzten schwarzen Sheriff klargeworden sein. Hindert die CSU aber nicht daran, den Quatsch weiter zu propagieren, gleichzeitig heißt es „Oans, Zwo Gsuffa“, die weitaus gefährlichere Droge Alkohol wird wie andere Hobbies der Schwarzen, Rasen und Böllern, weiter verharmlost und als sakrosankt erklärt. Eher nagelt man einen Pudding an die Wand, als das die Union das Offensichtliche in konkrete Politik umsetzt, auch mal hier wieder. Einfach nur schwach.

  • Auf diese Idee ist Sie wahrscheinlich nach dem vierten Bier gekommen.

  • Das ein Gesetz zurückgedreht wird, dass nicht funktioniert, ist ein normaler Prozess.



    Cannabis wurde legalisiert um:



    Durch die Möglichkeit des Eigenanbaus den Schwarzmarkt zurückzudrängen und für Konsumenten einen sicherer Zugang zu Cannabis zu ermöglicht - so steht es auf der Seite des Gesundheitsministeriums, so hat es Lauterbach angepriesen.



    Das war die Idee und die hat nicht geklappt🤷



    Der Schwarzmarkt floriert wie eh und je und Cannabis-Clubs scheitern an sehr hohen Auflagen und Überbütokratie - und das nicht nur in unionsgeführten Ländern.



    Bleibt der Eigenanbau.



    Ansonsten ist das Gesetz viel Murks. Das hört man auch aus Reihen der SPD und Grünen.



    Natürlich war die Freigabe von Cannabis auch ein ideologisches Zuckerl von rot-grün für rot-grün.



    Aktuelle Umfragen sagen, dass die Bevölkerung ziemlich genau 50/50 in Pro und Contra geteilt ist. Die näherer Analyse allerdings zeigt, dass 75% der 18-35 jährigen Pro sind und generell mehr städtische Bewohner.



    Die Union hat nachweislich die ältere Klientel im Fokus und beherrscht den ländlichen Raum - sie kann also mit einer Rücknahme der Legalisierung bei ihrer Kernklientel Punkten, da wären sie ja blöd, wenn sie das nicht angehen...

    • @Saskia Brehn:

      Die Größe der Fragezeichen beim Durchlesen des Gesetzes korrelliert mit der Dimension der eingebauten Verschlimmbesserung der Unionen und Teilen der SPD *lol*.



      Also argumentiert ned nur Judith Gerlach mit den üblichen fragwürdigen "Denkt doch an die Kinder"-Märchen gegen ein Vehikel was u.a. ihr Multijobber-Chef mitverantwortet.



      Des mit dem wachsenden unreguliertem Markt halte ich für ne Mär, da gibts dank der Möglichkeit mit medizinischem Gras auf Privatrezept in Combo mit Streichung ausm BtmG ne Verlagerung in legalere Gefilde.

    • @Saskia Brehn:

      Aus dem KonCanG-Projektbericht der Unis Freiburg/Frankfurt:



      "Vergleicht man die Hauptbezugswege vor dem 01.04. mit den Hauptbezugswegen, aus denen in letzten sechs Monaten Cannabis bezogen wurde, zeigt sich, dass in den letzten sechs Monaten 88,4% [...] legal erzeugtes Cannabis [...] bezogen haben. Vor dem Gesetz waren es nur 23,5% [...] Die Gesamtzahl der Personen, die Cannabis von [...] Dealer*innen erhalten, ist signifikant zurückgegangen." (S.23f)



      Das liest sich nicht so als ob der Schwarzmarkt floriert. Was also wäre mit einem Zurückdrehen gewonnen? Wenn man den Schwarzmarkt bekämpfen möchte tut man das nicht indem man ihm das ganze bereits legalisierte Marktvolumen wieder zuführt, sondern indem man endlich reguläre, niedrigschwellige Bezugswege gerade für die große Gruppe der Gelegenheitskonsumierenden etabliert, die man so nicht nur mit kontrollierter Ware, sondern auch mit Präventionsangeboten erreichen könnte.



      www.frankfurt-univ...Projektbericht.pdf

    • @Saskia Brehn:

      Haben Sie für Ihre haltlosen Behauptungen auch Belege?



      Wo floriert der Schwarzmarkt wie eh und je?



      Wo können Erwachsene nicht sicher Cannabis beziehen?

      Und nein. Es ist kein "ideologisches Zuckerl" wenn damit aufgehört wird harmlose Kiffer wie Schwerkriminelle zu behandeln. Das war endlich mal gesunder Menschenverstand.



      Was die Union mit ihrer Dämonisierung von Cannabis und seinen Konsumenten treibt ist ideologisch und fast faktenfrei.

      • @Barnie:

        "Haben Sie für Ihre haltlosen Behauptungen auch Belege?"



        Natürlich, einfach öfter mal taz lesen - der Schwarzmarkt boomt.



        taz.de/Schwarzmark...isierung/!6127978/

        • @Saskia Brehn:

          In dem Artikel ist keine einzige belastbare Zahl zu Ihrer Falschannahme.



          Was belastbar ist, ist dass der Import von med. Cannabis um zig Tonnen zugenommen hat. Die zum Großteil von Leuten gekauft werden, die vorher auf dem Schwarzmarkt gekauft haben. Dieser ist also rückläufig. Dass er noch immer existent ist, liegt einzig an dem vermurksten Gesetz. Gäbe es legale Abgabestellen wäre der Schwarzmarkt fast schon weg.

        • @Saskia Brehn:

          Blödsinn. Wer nicht in solche Clubs geht, geht in die Apotheke. Dort sehe ich tagtäglich Konsumenten, von denen der Schwarzmarkt zuvor profitierte.

        • @Saskia Brehn:

          Es ist schon aus reiner Logik nicht ersichtlich wie der Schwarzmarkt boomen soll.



          Jedes Gramm welches aus Anbauclubs kam, selbst angebaut wurde und aus der Apotheke bezogen wurde, ist ein Gramm weniger am Schwarzmark. Der Konsum ist auch nicht sprunghaft gestiegen.



          Man kann jetzt natürlich die Weitergabe von selbstangebautem und Aphotheken- Cannabis zum Schwarzmarkt zählen, damit die Behauptung auch stimmt.



          Die richtigen Dealer haben jedenfalls weniger verkauft.

        • @Saskia Brehn:

          Die Legalisierung hat nicht zu mehr Konsumenten geführt. Gleichzeitig beziehen immer mehr Menschen Cannabis legal aus dem Internet oder bauen selbst an. Wie soll da der Schwarzmarkt boomen?



          Der von ihnen angesprochene Artikel führt nicht einen Beleg für die Behauptung auf.

        • @Saskia Brehn:

          Den Beleg aus der Unterunterschrift kann der Artikel in Bezug auf "brummt" ned bringen.



          Evtl. solten sich die headlineconstuctors die zubeüberschrifteten Artikel auch ma durchlesen*lol*.

  • Da bin ich voll bei Bayern! Das Gesetz hat genau das Gegenteil bewirkt was es eigentlich sollte!

    • @Marcelo:

      So? Dann erzählen Sie doch mal was das Gesetz hätte bewirken sollen? Das wissen die Verantwortlichen doch selbst nicht mehr (auch die jetzigen Verantwortlichen nicht).



      Und was ist das Gegenteil das sie meinen?

    • @Marcelo:

      Dann ab nach Bayern mit dir! Das Gesetz ist zugegebener Maßen nicht perfekt, aber ohne war es deutlich bescheuerter. Kiffen ist um Längen harmloser als Saufen.

      • @Powow:

        Genau so ist es!!!

  • Cannabis ist nicht ungefährlich, insbesondere bei Jugendlichen ist die Gefahr von Psychosen nicht zu unterschätzen. Was aber nervt seit der Legalisierung von Cannabis ist die Geruchsbelästigung im öffentlichen Raum. Meist sieht man gar nicht wer raucht, trotzdem bekommt man auch 30-50 Meter weiter die volle Ladung ab. Ganz schlimm ist das in New York, wo man seinen Trip beim Laufen durch die Stadt quasi umsonst bekommt.

    • @Flocke:

      Für Jugendliche ist Cannabis heute noch ganz genauso verboten wie vor der Entkriminalisierung. Die Strafen für die Weitergabe von Cannabis an Minderjährige wurden im Zuge der Reform verdoppelt und der Konsum unter Jugendliche ist nach wie vor moderat rückläufig. Ich sehe nicht wie man vor diesem Hintergrund über das Argument des Jugendschutzes eine Rückkehr zu einem Totalverbot rechtfertigen will.



      Dass Dinge mal riechen (Frittenbuden, Weichspüler) oder nerven (laute Motorräder, Fußballfans) sollte in einer freiheitlichen Gesellschaft auch kein ausreichendes Argument für ein generelles Verbot sein, sondern Anlass um sozialverträgliche Regelungen zu finden. Die aber gibt es ja schon und zwar so weitreichend, dass Konsum im öffentlichen Raum legal und rechtssicher ein eher schwieriges Unterfangen ist.

      • @Ingo Bernable:

        Wahre worte, danke Ingo!

    • @Flocke:

      Von Alkohol kriegen die Leute auch Psychosen und Zustände in New York haben irgendwie wenig mit unserem Gesetz zu tun. Mich persönlich nerven Parfüms mehr.

      • @Powow:

        Die Legalisierung von Cannabis wurde nicht von entsprechender Aufklärung begleitet und die Gefahren politisch motiviert kurz gehalten.



        New Yorker Verhältnisse erlebe ich auch mittlerweile in deutschen Grossstaedten, zum Glück ist an Bahnhöfen in den Raucherzonen das Kiffen verboten!

        • @Flocke:

          Die Legalisierung wurde von deutlich mehr Aufklärung begleitet als die ganze Prohibition vorher. Da wurde faktenfrei verteufelt, was manche zum Glück eingesehen und beendet haben.



          Wo wurde irgendetwas politisch motiviert kurz gehalten?



          Haben Sie hierfür Besispiele?

  • Immer wieder diese Verbotspartei - CSU!

    • @celcon52:

      Dann sind alle Parteien eine Verbotspartei! Überlegen Sie mal

    • @celcon52:

      Aber der Alkohol wird geradezu vergöttert.



      Was für Heuchler.

  • Die CSU hat sich doch schon längst disqualifiziert, oder kann das jemand nach ernsthaft in Frage stellen bei dem Festzelt Niveau?

  • Und was ist mit dem Alkohol ach ne ist ja Bayern da gehören Alkoholexzesse z.B. auf dem Oktoberfest ja zum schützenswerten Kulturgut.

    • @pablo:

      Auf dem Oktoberfest finden Sie allerdings vergleichsweise wenige Bayern. Selbst die in München wohnenden Besucher stammen -schließt man von der Sprache auf die Herkunft- eher aus den nicht bayerisch sprechenden Landesteilen unserer Republik, die es für bayerisches Brauchtum halten, sich in Fantasiedirndlkleidern und lächerlichen Lederhosenimitaten in überfüllten Bierzelten abfüllen zu lassen. Sind ja häufig mit 0,2er Bieren sozialisiert worden und von den Maßen restlos überfordert.

  • Die CSU-Cannabis-Märchen-App wird der Renner bei den Kids und bestimmt wahrheitsgemäß über die jährliche Zahl der Cannabis-Toten (0) "aufklären".

    Parallel entwickelt die CSU die "Maßkrug-App", bei der Kinder spielerisch Komasaufen und fremdenfeindliche Volksfestzelt-hetze lernen. Bayern hat da Nachholbedarf z.B. mit den Kölnern, die bereits zahlreiche Kinder-Karnevals-sauflieder etabliert haben und so die Jugend resistent gegen Cannabis macht.

    Bei Doppelmoral, Weltfremdheit und Verlogenheit ist die CSU nach wie vor weltweit Spitzenreiter. Warten wir also, bis der nächste CSU-Minister oder die nächste CSU-Ministerin im Vollsuff (1,99 Promille) einen Menschen totfährt.

    • @Dorian Müller:

      "... jährliche Zahl der Cannabis-Toten (0) ..."



      Diese immer wieder gern gebrachte Folklore ist lange schon widerlegt:

      "Nur in 4 Prozent aller Todesfälle wurde ausschließlich Cannabis nachgewiesen. Das waren 136 Fälle. Unter diesen waren Verletzungen die häufigste Todesursache. In 47 Fällen handelte es sich um selbst herbeigeführte Verletzungen. Der Tod erfolgte unter anderem durch Sturz aus großer Höhe oder durch Erhängen. In 35 Fällen mit Verletzungen starben die Personen bei Verkehrsunfällen.



      Cannabis als alleinige Todesursache wurde in 14 Fällen in Betracht gezogen. Meist handelte es sich um Herzversagen. Lediglich in einem Fall konnte keine unmittelbare Todesursache außer Cannabiskonsum ermittelt werden. Bei dieser Person wurde eine sehr hohe Konzentration des Cannabiswirkstoffs THC im Blut nachgewiesen. Der Wert lag zwischen 100 und 150 Mikrogramm pro Liter." (drugcom.de)

      Gerne dort weiterlesen.

      • @Josef 123:

        Also eine person weltweit!? Uhhhhhh gefährlich? Da sterben ja mehr menschen an koffein!



        Und cannabis dann trotzdem viel harmloser als die volksdrogen nikotin und alkohol!

  • Frau Gerlach wäre gut beraten, auch einmal über Suchtprävention im Zusammenhang mit Alkoholkonsum nachzudenken. Alle Statistiken der vergangenen Jahre beweisen, dass die Anzahl der Straftaten unter Alkohol, ganz zu schweigen von den gesundtheitlichen Folgen, die des Cannabiskonsums um das Vielfache übersteigen. Das, so scheint es mir, ist im blauweissen Grenzland noch nicht angekommen.

    • @Wolfgang Laux:

      Man kann die Alkoholanalogie auch anders deuten:



      Diese Droge ist schon schlimm genug - warum dann noch eine weitere zulassen?



      Und natürlich Alkoholmissbrauch bekämpfen und -Konsum einschränken, wobei letzteres vermutlich nicht über Nacht geht.

      • @Carsten S.:

        "Diese Droge ist schon schlimm genug - warum dann noch eine weitere zulassen?"



        Dieses Argument funktioniert aber nur unter der Prämisse, dass ein Verbot auch geeignet ist den Konsum zu reduzieren. Das ist es aber nachgewiesenermaßen nicht. Knapp 10% der erwachsenen Bevölkerung konsumiert Cannabis und das völlig unabhängig davon ob es verboten ist oder nicht. Worauf die Frage der Legalität aber einen deutlichen Einfluss hat sind die Risiken die mit dem Konsum verbunden sind.

    • @Wolfgang Laux:

      Frau Gerlach ist in der CSU, also in der Partei, in der ich mich betrunken hinters Steuer setzen, dabei einen Menschen umbringen und dennoch problemlos Verkehrsminister werden kann. Da würde ich persönlich nicht allzu viel erwarten.



      Die wichtigsten Einstiegsdrogen sind Alkohol und Nikotin, also Drogen, die von Firmen hergestellt und vertrieben werden, die gerne mal Unionsparteitage sponsern.

  • Ich bin da voll und ganz bei den Bayern, Cannabis ist eine echt gefährliche Droge. Man kann allerdings jeden Fachmann fragen, Alkohol ist deutlich gefährlicher als Cannabis. Es wäre demzufolge doch mehr als konsequent das man Alkohol mindestens genauso behandelt wie Cannabis. Ein Alkoholkonsumgesetz das wäre es, dann wäre es auch peinlich wenn der eigene Parteivorstand mit dem Maß in der Hand im Oktoberfestzelt fotografiert wird. Oder der Bürgermeister beim Koksen erwischt wird aber das ist alles längst nicht so schlimm wie die Einstiegsdroge Cannabis......

    • @Graf Zahl:

      Jede droge ist mehr oder weniger bei falschem konsum gefährlich, deswegen ist aufklärung und eine saubere substanz sehr wichtig. Drogen haben auch positive effekte,, nur von diesen hört mensch leider nur wenig!

  • "Die Legalisierung zu Konsumzwecken sei vor allem mit Blick auf den Gesundheits- und Jugendschutz falsch gewesen"



    Als ob Gesundheits- und Jugendschutz auf dem Schwarzmarkt besser gewährleistet wären.



    Inzwischen haben verschiedene Studien (ESA, MoSyD, ...) klar belegt, dass die Entkriminalisierung nicht zu einem verstärkten Konsum geführt hat. Der Konsum von Jugendlichen ist nach wie vor moderat rückläufig, der unter jungen Erwachsenen weiterhin leicht zunehmend. Man muss also annehmen, dass umgekehrt auch ein erneutes Verbot nicht dazu führen würde, dass weniger konsumiert wird. Wenn aber der Legalitätsstatus erwiesenermaßen keinerlei relevanten Einfluss auf den Konsum hat und richtigerweise "insbesondere junge Menschen geschützt" werden sollen, stellt sich doch zwangsläufig die Frage ob dies eher im Hellfeld eines regulierten Marktes oder unter klandestinen Schwarzmarktbedingungen gelingen kann.

  • Etwas Kontext hätte dieser Nachricht gut getan. Cannabiskonsum ist für unter18-Jährige nach wie vor verboten. Wie hat sich das Konsumverhalten von Erwachsenen und Jugendlichen verändert? Es ist nicht so als ob die Drogenpolitik der Union zuvor erfolgreich war, von daher wäre ich jetzt erstmal still.

    • @Martin Weber:

      Es ist verboten, Jugendlichen Cannabis zugänglich zu machen. Der Konsum ist nach wie vor nicht verboten.

      • @Francesco:

        Der Konsum in unmittelbarer Gegenwart von unter 18-Jährigen ist verboten!

  • Wer gegen Cannabis vorgeht und Alkohol unangetastet lässt, ist komplett unglaubwürdig und zeigt, dass es nur um Ideologie geht und nicht um Fakten.



    Alkohol ist ein vielfach gefährlichere Droge, wie Cannabis, das ist schlicht medizinisches Fakt.



    Wir haben jedes Jahr ca. 50.000 Tote in Folge von Alkoholkonsum.



    Tote durch Tabak: ca.100.000



    Tote durch Cannabis: 0.

    • @Elvenpath:

      "Nur in 4 Prozent aller Todesfälle wurde ausschließlich Cannabis nachgewiesen. Das waren 136 Fälle. Unter diesen waren Verletzungen die häufigste Todesursache. In 47 Fällen handelte es sich um selbst herbeigeführte Verletzungen. Der Tod erfolgte unter anderem durch Sturz aus großer Höhe oder durch Erhängen. In 35 Fällen mit Verletzungen starben die Personen bei Verkehrsunfällen.

      Cannabis als alleinige Todesursache wurde in 14 Fällen in Betracht gezogen. Meist handelte es sich um Herzversagen. Lediglich in einem Fall konnte keine unmittelbare Todesursache außer Cannabiskonsum ermittelt werden. Bei dieser Person wurde eine sehr hohe Konzentration des Cannabiswirkstoffs THC im Blut nachgewiesen. Der Wert lag zwischen 100 und 150 Mikrogramm pro Liter." (drugcom.de)

  • Das trifft sich gut: Bayern will mehr Suchtprävention. Auch gegen Alkohol, Tabak? Das "Zurückdrehen" nur im Falle Cannabis reicht nicht aus. Aber Vorsicht ist geboten: mit den gesellschaftlichen Einstellungen der Landesregierung kann das "Zurückdrehen" sehr schnell ins Jahr 1417 führen - weit sind die davon eh nicht entfernt.

    • @Perkele:

      Sie meinten 1416, oder?