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Trump und der Epstein-SkandalTabubrüche schaden dem US-Präsidenten nicht

Sebastian Moll

Kommentar von

Sebastian Moll

Der Epstein-Skandal kann Trump nichts anhaben, denn in der MAGA-Welt zählen liberale Werte und Normen nicht. Misogynie gehört zu Trumps Markenkern.

Einzig das Wesen Trump wird in den Epstein-Akten bestätigt Foto: Al Drago

U S-Präsident Donald Trump wünscht sich schon lange, dass über das Thema Epstein nicht mehr gesprochen wird. Böse Zungen behaupten sogar, dass er nicht einmal die Entführung eines fremden Staatsoberhaupts gescheut hat, um von der Diskussion darüber abzulenken, was in den Akten über jenen Mann zu lesen ist, der über Jahre die Versorgung der männlichen Eliten des Westens mit Kinderprostitution organisiert hat.

Nun kam aber das Thema zwangsläufig doch wieder auf den Tisch, obwohl auf den Straßen von Minneapolis noch immer eine tapfere Bevölkerung dagegen kämpft, dass Menschen aus ihrer Mitte von der Staatsgewalt willkürlich entführt und gar ermordet werden. Nach beinahe einem Jahr des Tauziehens veröffentlichte Justizministerin Pam Bondi mehr als 3 Millionen Dokumente zu Epstein.

Trump kostete es keine drei Werktage, um die Debatte darüber, was dort enthüllt wird, für beendet zu erklären. Es sei Zeit, dass sich das Land mit etwas anderem beschäftigt, verkündete er bei einer Pressekonferenz im Oval Office. Es sei ja nun klar, dass über ihn nichts Belastendes in den Akten stehe.

In der Diskussion um die Epstein-Akten geht es freilich nicht nur um Trump. Und so wird die Debatte, was der Fall Epstein über die männlichen Machteliten der Welt und den Zustand unserer Gesellschaften aussagt, ganz sicher nicht so schnell verstummen. Und auch was die Rolle Trumps angeht, ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Frauenfeindlich? Trumps Anhängern ist das gleichgültig

Handfeste Beweise von Straftaten Trumps scheinen die Akten tatsächlich nicht zu liefern. Aber sie enthalten Anschuldigungen, denen gewiss noch nachgegangen wird. Eine Informantin behauptete, mit 13 Jahren durch Trump bei einer Epstein-Party sexuell attackiert worden zu sein.

Ein anderes mutmaßliches Opfer war 16. Ein drittes sagte in einem FBI-Interview aus, Trump von Ghislaine Maxwell präsentiert worden zu sein. Das Justizministerium nannte diese Aussagen „sensationalistisch“. Das FBI gab zu, einige der Informantinnen nicht erreicht oder gar nicht erst angerufen zu haben.

Trump wirkte trotzdem überaus gelassen, als er versuchte, die Epstein-Debatte für beendet zu erklären. Denn vor strafrechtlichen oder politischen Konsequenzen braucht er keine Angst haben. Dass sein Justizministerium die Sache weiterverfolgt, ist unwahrscheinlich.

Wahlsieg trotz Vergewaltigungsklage

Ebenso unwahrscheinlich ist es, dass seine Wählerbasis sich aufgrund seiner durchaus wahrscheinlichen Verwicklung in den Epstein-Skandal von ihm abwendet. Die MAGA-Bewegung hat sich bislang nicht um Trumps unverhohlene Frauenfeindlichkeit geschert und wird es auch jetzt nicht tun.

Pubertäre Auflehnung gegen liberale Werte: Je krasser der Tabubruch, desto mehr Lust bereitet er der MAGA-Bewegung

Wie Trump Frauen sieht, ist spätestens seit der berüchtigten „Hollywood Access“-Aufnahme bekannt, in der er geprahlt hat, er könne sie einfach ungestraft begrapschen. Man weiß seither, dass er der Pornodarstellerin Stormy Daniels Schweigegeld bezahlt hat. Die Wahl 2024 hat er trotz der Vergewaltigungsklage durch E. Jean Carroll gewonnen. Zudem sind seine Verbindungen zu Epstein hinlänglich bekannt.

All das hat ihm bislang bei seiner Anhängerschaft nicht nur nicht geschadet. Es hat ihm sogar geholfen. Misogynie, schrieb das New York Magazine, gehört gewissermaßen zu seiner Marke. Selbst die Tatsache, dass es sich um Kinder gehandelt hat, macht den Fall in den Augen seiner Fans nicht schlimmer. „Frauen und Mädchen sind Dinge, und er hat das Recht, sie zu sammeln.“

Die Gesellschaft wird rehierarchisiert

Auch beim Kindesmissbrauch verhält es sich so wie bei Trumps anderen Tabubrüchen. Sie sind unter seinen Anhängern populär, weil sie sich auf eine pubertäre Art und Weise gegen bürgerliche, liberale Normen auflehnen. Und je krasser der Tabubruch, desto mehr Lust bereitet er.

Auch, dass der Tabubruch im Falle des Epstein-Skandals mit dem Missbrauch Minderjähriger eine deutlich sadistische Komponente hat, ist Teil der Marke. In der neofaschistischen MAGA-Welt werden alle liberalen Egalisierungs- und Inklusionsbemühungen aus dem Fenster geworfen.

Die Gesellschaft wird – wiederum mit der Freude von Halbwüchsigen – rehierarchisiert. Wer nicht weiß und männlich ist, ist weniger als menschlich und darf so behandelt werden. Das gilt für die jungen Frauen, die für Epstein gearbeitet haben, ebenso wie für Immigranten, die von ICE durch die Straßen amerikanischer Städte gejagt werden.

Die Haltung ist freilich weder auf Trump noch auf MAGA beschränkt. Das zeigt der Epstein-Skandal deutlich. Die neue Akzeptanz der Menschenverachtung durch die Gewinnerkaste des Neoliberalismus kennt keine Parteischranken. Trump ist nur das exponierteste Exemplar eines schockierenden gesellschaftlichen Wandels.

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Sebastian Moll
USA Korrespondent
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30 Kommentare

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  • Bei Trump kam ja nichts neues raus....

  • taz: **Trump und der Epstein-Skandal - Tabubrüche schaden dem US-Präsidenten nicht**

    Da wird im Laufe der Zeit natürlich immer mehr durchsickern und dann kann nicht einmal ein Donald Trump das mehr aufhalten. Wenn man das in den Medien auch mal verfolgt, dann sollen auch viele prominente Politiker, Superreiche und Adlige an den unsagbaren Sauereien beteiligt gewesen sein. Es soll da auch nicht um junge Frauen gehen, die 'noch nicht ganz die Volljährigkeit' erreicht haben, sondern um sehr junge Mädchen (12 bis 14 Jahre) - was mehr als widerlich ist, wenn sich das alles tatsächlich bewahrheitet.

    Irgendwann haben natürlich auch mal die härtesten MAGA-Fans die Schnauze von so einem Präsidenten voll, der sogar schon mit seiner ICE-Truppe Terror in den US-Straßen verbreitet. Und mit Grönland - Trump hat ja sogar bei seiner sogenannten "Rede" in Davos Grönland mit Island verwechselt - kann Trump auch nicht ewig ablenken.

    Und wenn Trump weiterhin mit seiner ICE-Terror-Truppe Angst und Schrecken in den US-Städten verursacht, dann wird es entweder ein schnelles Ende mit Trump haben oder es wird ein Bürgerkrieg in den USA ausbrechen.

  • Verwunderlich Träumerei liberaler Freigeister. Man kann sich so allerlei Werte hinzuerfinden und die Sache mit der individuellen Freiheit schönreden, aber alle liberalen Werte gehen aus von und drehen sich um das Recht auf individuelle Selbstverwirklichung. Damit ist das „Recht des Stärkeren“ (i) immer schon inkludiert und (ii) unverzichtbar. „Liberaler“ Autoritarismus, „liberale“ Ausbeutung, Unterdrückung und Vernichtung haben eine lange Tradition.

    • @DemokratischeZelleEins:

      Die Lösung ist, das liberale durch das anarchistische Freiheitsethos zu ersetzen.



      Auf der einen Seite steht der klassische liberale Freiheitsbegriff ("Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des anderen beginnt", oder Hegels "Die Freiheit reicht so weit, als kein Schaden daraus entsteht"), der zum Kapitalismus und damit zur Herrschaft der Finanzelite mit Trump als volkstümliche Marionette geführt hat. Dem kann nur durch die Wiederentdeckung des anarchistischen Freiheitsbegriffs ("Ich bin nur frei, wenn und insoweit die anderen frei sind", in der Tendenz wiedererkennbar auch noch in Luxemburgs "Freiheit ist immer nur die Freiheit des Andersdenkenden") begegnet werden.

      • @Günter Picart:

        Die Lösung ist, die erfundene "naturgesetzliche Freiheit" durch ein Konzept der Entwicklung des Menschen von der angeborenen Verantwortungslosigkeit hin zu einer kollektiven und unablösbaren Verantwortung für die Welt als Ganzes zu ersetzen. Dafür braucht es geeignete System und Strukturen, wie z.B. eine echte Demokratie und eine demokratische Wirtschaft.

  • Natürlich kommt MAGA auf einer verqueren amoralischen Schiene daher, die früher (natürlich auch bigotte) erzählte Story von der moralischen Vorzeigefigur des amerikanischen Präsidenten hat Trump mit einer atemberaubenden Konsequenz die Toilette runtergespült.



    Man darf gespannt sein, wann die Amerikaner (die zum Glück über die völlig verstrahlte MAGA-Bewegung hinausgehen) genug haben von diesem Irrsinnsstakkato, Trump feuert permanent die Scheiße aus allen Rohren, kaum ein Tag ohne Irrwitz, unverhohlen-dreiste Dummheit und abgrundtiefe Bosheit.



    Ob man am Ende dem alten orangenen Widerling auch den Mißbrauch von Minderjährigen oder noch andere Rechtsbrüche, die andere natürlich für Jahre ins Gefängnis bringen würden, durchgehen lassen wird (sofern beweisbar) , muss man abwarten. Blickt man zurück auf all das, was dieser Mann bereits auf dem Kerbholz hat, sind Zweifel angebracht. Offenbar ist ein moderner Staat mit solch einer Figur überfordert, so irre auch das wieder klingt.

  • " Die jungen Frauen, die für Epstein gearbeitet haben" ?!



    Viele dieser jungen Frauen wurden vergewaltigt und einem Vergewaltigerring zugespielt.



    Oft unerfahrene Minderjährige, (eine 13! z.B.) wurden unter dem Vorwand, Sie könnten Model werden oder Epstein können Sie beruflich fördern, geködert, und dann von ihm überfallen und vergewaltigt. Die ersten Anzeigen 1996 wurden nicht verfolgt und so wurde es immer massiver und schlimmer. Schauen Sie dich mal die Aussagen von den Schwestern Farmer an.



    Vielleicht konnten sich einige davon dem Versprechen von Geld, Erfolg und Kontakten nicht entziehen und ließen sich einsetzen in Epsteins Kreisen, in denen er alles dokumentierte, um Macht über einflussreiche Menschen gewinnen und sie erpressen zu können. Wir haben inzwischen gehört, dass einige der Mädchen vielleicht schon aus unsicheren Verhältnissen stammten. Dass die Maxwell sie gezielt rekrutiert hat, ihr Vertrauen erschlichen, sie in Sicherheit gewähnt hat, sie ihm zugespielt und hinterher massiv bedroht hat, wie Maria Schreiber, muss endlich aufgearbeitet werden. Dass diese Archive der Schande nun Leute vorführen, die sich erpressbar gemacht haben, ist gerecht, muss verfolgt werden.

  • Niemand, außer denen die die Akten besitzen, weiß, was wirklich in den Akten drin steht. Es war genügend Zeit die Akten zu frisieren und zu fälschen. In Amerika gibt es keine unabhängigen und unvoreingenommenen Behörden und Ministerien mehr. Alles ist jetzt fake. Und nach der Devise: "Pack schlägt sich, Pack verträgt sich", lebt auch die MAGA-Bewegung. Insofern hat Trump da nichts zu befürchten. Aber es gibt da noch die nationalistischen evangelikalen Christen und ander religiösen Gemeinden, die es nicht akzeptieren werden, dass eventuel ihre Töchter gierigen, geilen, ekeligen und abscheulichen alten Männern für ihre Bedürfnisse zur Verfügung gestellt werden, von Männern wie Epstein und seiner Freundin. Und die können für Trump durchaus ungemütlich werden. Und die Normalos, die dachten: Ach die Demokraten: Alles abgehobenen wirre Leute, wähl ich halt Trump. Die Farmer und Rancher und all ihre Nachbarn und Mitbürger. Die mögen das auch nicht. In Texas erledigen das Väter mit dem Colt, auch heute noch. Sollte die Öffentlichkeit also erfahren, dass Trump sich von einer 13jährigen hat einen blasen lassen, dann werden einige ihn nur noch über Kimme und Korn betrachten.

  • Auch in Deutschland staunen wir, warum Menschen Politiker wählen, die ihnen schaden (werden). Wir staunen, warum die besten Argumente nichts bewirken. Warum CDU, CSU, AFD, FDB weiterhin im Rennen sind, obwohl sie oftmals offen Wähler*innen und Bürger*innen angreifen. – Die Antwort der taz ist so klar wie verstörend…

  • Misogynie ist doch nicht das Kernthema des Epstein-Skandals, sondern Kinderprostitution. Und das wird auch bei amerikanischen Wählern und Anhängern (anders als Misogynie) dann ganz schnell zu einem Problem.

  • Wenn Trump verschwunden sein wird, wird die Menschverachtung von Vance, Kushner, Hegseth, Rubio, Bond, Kennedy Jr., Vought und tausenden anderen bleiben.



    Das Project 2025 zur Umgestaltung der USA in einen autoritären Staat ist soweit fortgeschritten, dass es ohne Trump weitergeführt werden kann.



    Kevin Roberts war die entsprechende Präsidentenfigur im Grunde gleichgültig, solange sie den Zielen seiner Heritage-Foundation zur Durchsetzung verhilft. Der Moor (in diesem Fall Franz nicht Karl), also Trump, der durch seine Eitelkeit, seinen Narzissmus und seine Skrupellosigkeit gerade passend war als Galionsfigur, wird dann seine Schuldigkeit getan haben, er kann bald gehen.

  • Diesen Kommentar schätze ich etwas voreilig ein. Es sind nur 1/3 der tatsächlich verfügbaren Akten zur Einsicht vorgelegt, weil im Rest der Donald zu finden ist. Wenn erst Nachahmer sich auf den Donald berufen KI generierte reels produzieren, mit oder ohne der first Lady. Wenn bilder auftauchen mit ihm und Kindern. Dann ist es vorbei. Kurz vor den Wahlen. Keine Panik. Er wird dieses Jahr noch abtreten müssen - wetten.

    • @Sonnenhaus:

      Ich wäre ja gerne auch so optimistisch, aber ich gehe mal davon aus, dass, wenn noch mehr Epstein-Files veröffentlicht werden, sich Trump einen seiner schwarzen Stifte, mit denen er sonst seine großartigen Dekrete unterschreiben und wird alles durchstreichen, was ihm nicht passt oder gefährlich sein könnte. Dann heißt es wieder, zu Trump wurde nichts rechtlich relevantes gefunden, damit können die Akten dann geschlossen werden.



      Trump kann solche Sachen machen, weil man ihn lässt.

  • Misogynie ist nicht so das Problem bei den Anhängern. Und eine Straftat wird man ihm wohl nicht nachweisen können. Ein Problem könnte, theoretisch, wenn es richtig eingesetzt würde, sein, dass er offensichtlich auch zu den viel geschmähten Eliten gehört. Aber längst sind so viele Lügen und Verbiegungen im Umlauf, dass auch das bei dem harten Kern kaum noch eine Rolle spielt.

    Allerdings zeigen diverse Nachwahlen, dass die Basis nicht unangreifbar ist. Dabei sind aber die konkrete Lebenssituationen der Wähler (Inflation, Eierpreise etc) wichtig. Deshalb jetzt das TrumpAccount und die TrumpMedikamente. Ferner ist nicht sicher, dass es geregelte Midterms geben wird.

    Der ethische Massstab liegt aber in Trümmern.

  • Solange Trump Präsident ist, wird es keine Aufklärung über die Epstein-Netzwerke geben.



    Es wäre ein Durchbruch, wenn Detektive auf eigene Faust bei dieser Insel "Little Saint James" nach verscharrten Leichen suchen und diese finden würden.



    Hey Wolfi 04.02.2026 Epstein Files zeigen was für ein Monster Donald Trump ist



    www.youtube.com/watch?v=dx9zIz-AYA0



    Files. Ein Zeuge sagt, zwei jugendliche Frauen seien auf der Insel beerdigt worden, weil sie erwürgt wurden "during rough fetish sex."



    Anzuklagen wären die einzelnen Teilnehmer des Epstein Netzwerks auf jeden Fall für ihre einzelnen Taten.

    • @Land of plenty:

      Unter Trump bekamen wir die files, zensiert aber immerhin.



      Unter Biden war der epstein Skandal eine rechtsextreme Verschwörung und wurde nie untersucht ....



      Ist Trump wirklich das Problem?

    • @Land of plenty:

      Es wird auch unter den Demokraten keine Aufklärung geben. Trump hat ja immerhin 1/3 der Akten veröffentlicht. Joe Biden gar keine und das stand auch nicht zu Diskussion. Top Secret und Basta!

      Machen wir uns nichts vor. Das ganze Establishment der USA hat hier Dreck am Stecken über alle Parteigrenzen hinweg. Es gibt in diesem Spiel keine Guten.

  • Eines steht jedenfalls fest: Ein Politiker, der soviel auf dem Kerbholz hat wie Trump könnte sich hier keine drei Wochen halten.

    • @Il_Leopardo:

      Wir werden sehen, was hier passiert, wenn tatsächlich die AFD mal die Wahlen gewinnen sollte.

  • Nein, das ist dann doch absurd. Entschuldigung, aber die eigenen Genitalien von Kindern fernzuhalten ist nicht nur eine "liberale Norm", sondern eine grundlegende, auch in den USA weitgehend konsensfähige Grundregel. Der Grund, warum so viele MAGA-Anhänger sich dafür nicht interessieren, ist vielmehr, dass die dortige Propagandamaschine derart effizient funktioniert, dass es keine Möglichkeit gibt, seine Anhänger tatsächlich davon zu überzeugen, er könnte das tatsächlich getan haben - und wenn doch, dann ist es das wert, weil er ja so viele andere tolle Dinge macht und die Demokraten haben ja sowieso irgendwie damit angefangen. Das ist das Ergebnis einer jahrzehntelang arbeitenden systematischen Verblödungsmaschinerie, und nichts weiter. Wenn man Politik zum Mannschaftssport macht, dann kann der eigene Messias nichts mehr falsch machen. Die große Mehrheit der Trump-Anhänger wird sich nicht denken: "Geil, der hat Kinder missbraucht, so rebellisch", wie es der Autor andeutet.

    • @Agarack:

      Sehe ich ganz ähnlich.



      .



      Trump ist ja ganz im Gegenteil von nicht wenigen gewählt worden, weil er versprochen hat die Files zu veröffentlichen und die Schuldigen zu ermitteln.



      .



      Die Enttäuschung war groß, auch unter seinen treuesten Anhänger:innen.



      .



      Aber es gibt immer noch viele die ihn wie einen Messias verehren. "Trump Said it, so it mus be true" (kürzlich erst gelesen)

  • Das kann man doch nicht so stehen lassen. Das stimmt nicht.

    Klar gibt es Trump Anhänger, die begeistert über seinen Eskapaden stehen.

    Aber eine zunehmende Mehrheit distanziert sich angewidert von diesem abscheulichen Trump-Umfeld.

    • @Bauer Gerry:

      Ja, und die Evangelikalen! Glaube nicht, dass die so auf Kindesmissbrauch stehen. Die katholische Kirche hat da weniger Probleme!

    • @Bauer Gerry:

      Das kann man sehr wohl so stehen lassen. Ob der sich davon distanzierende Teil der Bevölkerung am Wahltag tatsächlich in der Mehrheit befindet, muss sich erst noch erweisen. Meiner Meinung nach könnte der Kommentar durchaus noch schärfer sein.

    • @Bauer Gerry:

      Klar, deswegen haben sie ihn auch gewählt. Auch wenn immer so getan wird, Trump ist nicht einfach vom Himmel gefallen und über die armen US-Bürger gekommen. Ganz im Gegenteil, er wurde ganz gezielt in sein Amt gewählt auf Grund seiner Persönlichkeit.

      • @Alberta Cuon:

        Aber nicht ausschließlich wegen seiner Persönlichkeit.

        Gewählt wurde er auch:

        -weil er versprochen hatte, den Epstein Skandal aufzuklären!



        .



        - Weil er gegen Eliten pöbelte, zu denen er selbst gehört.



        .



        - Weil er versprochen hat die Inflation zu reduzieren und die Wirtschaft in Schwung zu bringen.



        .



        - Für seine Fremdenfeindlichkeit.



        .



        -Wegen der Unterstützung der Evangelikalen.



        ______



        Selbst unter den Wähler:innen der Republikaner büßt Trump längst stark an Beliebtheit ein.



        Einmal wegen dem Epstein Skandal, dann wegen den weiterhin steigenden Lebenserhaltungskosten und sogar wegen der Migrationspolitik. Versprochen wurde ein hartes Vorgehen gegen kriminelle Ausländer, "the worst of the worst". Und statt dessen gibt es Razzien bei Home Depot. Das auch US Bürger:innen gewaltsam verhaftet wurden nimmt man ihn ebenso übel.



        .



        Ja, eigentlich hätte jede:r wissen müssen, wen man da wählt. Aber Fox News und SM Propaganda haben auch vielen dermaßen die Sinne vernebelt, dass diese nicht in der Lage waren eine rationale Wahl zu treffen.

        • @sociajizzm:

          Wenn jemand ganz offensichtlich lügt (z.B. Ukraine Krieg in einem Tag beenden) dann ist es genau so offensichtlich, daß es seinen Wählern vollkommen egal ist was er behauptet. Wenn eine Demokratie mit Hilfe demokratischer Wahlen in eine Diktatur verwandelt wird dann sind erst mal und vor allen Dingen die Wähler dran schuld, erst in zweiter Linie die Typen, die von ihnen gewählt wurden.

    • @Bauer Gerry:

      Die Republikanische Partei macht ganz überwiegend keinerlei Anstalten, auf Distanz zu gehen.

  • "In der neofaschistischen MAGA-Welt werden alle liberalen Egalisierungs- und Inklusionsbemühungen aus dem Fenster geworfen.



    Die Gesellschaft wird – wiederum mit der Freude von Halbwüchsigen – rehierarchisiert. Wer nicht weiß und männlich ist, ist weniger als menschlich und darf so behandelt werden"



    /



    Eine erschreckende Asymmetrie auf fast allen Ebenen.



    /



    "...sagt der Philosoph Wolfgang Detel. Die ungleiche Verteilung von Vermögen sei dabei ein wesentlicher Faktor. Ein ökonomisches Phänomen, das immense politische und soziale Folgen hat. Das belegen Studien, etwa vom Wirtschaftswissenschaftler Thomas Pickety, deren Ausführungen ihn zunächst fasziniert, dann schockiert hätten, so Wolfgang Detel. In seinem Buch “Schockierende Ungleichheit“ geht er dem Phänomen auf den Grund, auch ideengeschichtlich. Das Thema betreffe längst grundlegende Bereiche der Politik: “Es geht hier um sehr vieles, vielleicht sogar um fast alles, was uns in den westlichen Demokratien lieb und teuer geworden ist.“



    Quelle wdr.de



    Das philosophische Radio



    Der Titel:



    "Was können wir gegen die Macht des großen Geldes tun?"