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Angriff auf InformationsfreiheitAmthors Rache

Arne Semsrott
Kommentar von Arne Semsrott

CDU und CSU möchten in der kommenden Koalition das Informationsfreiheitsgesetz abschaffen. Gelingt ihnen das, ist mit mehr Korruption zu rechnen.

Will das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) abschaffen: Philipp Amthor (CDU) Foto: Hans Christian Plambeck/laif

I m Jahr 2018 schickte der damals 26-jährige aufstrebende CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor einen Lobbybrief an den Wirtschaftsminister. „Sehr geehrter Herr Minister, lieber Peter,“ fing er an. Unter dem Briefkopf des Bundestags warb Amthor um ein Treffen des Ministers Altmaier mit dem windigen Start-up Augustus Intelligence, an dem Amthor selbst beteiligt war. Der Lobbybrief kam bald dank einer Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) an die Öffentlichkeit, Amthor musste einen ersten Karrieredämpfer hinnehmen.

Sieben Jahre später folgt Amthors Rache: Als Leiter der Arbeitsgruppe für „Bürokratieabbau“ hat Amthor in die Koali­tionsverhandlungen die Forderung eingebracht, das IFG abzuschaffen.

Das Gesetz, nach dem Behörden auf Antrag interne Dokumente wie E-Mails, Verträge oder eben Lobbybriefe herausgeben müssen, soll nach dem Willen der Union gestrichen werden. Auch das Umweltinformationsgesetz soll eingeschränkt werden, was klar europarechtswidrig wäre. Die SPD macht bei dem Vorhaben noch nicht mit, aber die Parteispitzen verhandeln in diesen Tagen, wer sich am Ende durchsetzt.

Sollte es tatsächlich dazu kommen, dass das Gesetz abgeschafft wird, würde damit ein Grundpfeiler demokratischer Arbeit abgesägt. Seit 2006 müssen Behörden auf Antrag nach dem IFG Dokumente herausgeben. Alleine über die Anfrageplattform FragDenStaat wurden seitdem fast 300.000 Anfragen an Behörden gestellt. Aus dem journalistischen und aktivistischen Alltag ist das Gesetz kaum mehr wegzudenken.

Frontalangriff auf Informationsfreiheit

Durch das IFG kamen in den vergangen 20 Jahren zahlreiche Skandale ans Licht, die ohne das Gesetz im Verborgenen geblieben wären – seien es die Plagiatsaffären um Karl-Theodor zu Guttenberg und um Franziska Giffey, Interessenkonflikte um die Klimastiftung MV und Nord Stream 2 und die Fördermittelaffäre im Bildungsministerium.

Dabei gibt es im Bereich der Transparenz durchaus Reformbedarf: Das IFG ist tatsächlich recht schwerfällig und müsste modernisiert werden. Jedoch in die andere Richtung: Wir brauchen ein Transparenzgesetz, nach dem Behörden verpflichtet werden, wichtige Dokumente wie Verträge (oder auch Lobbybriefe) von sich aus zu veröffentlichen. Wir brauchen mehr Demokratie, nicht weniger. Vorschläge dazu liegen seit Jahren vor. Die Ampelkoalition hatte sich auch eine Weiterentwicklung des IFG in den Koalitionsvertrag geschrieben, war dann aber am Widerstand des Innenministeriums gescheitert.

Dass die Abschaffung von Transparenz dabei unter dem Kapitel Bürokratieabbau läuft, ist indes kein Zufall

Dass Amthor mit der Union einen Frontalangriff auf die Informationsfreiheit startet, hatte sich vorher nicht angekündigt. Weder in Strategiepapieren noch in Wahlprogrammen oder Bundestagsreden war eine Abschaffung von Transparenzrechten vorher Thema. Offenbar hatte die Union das Vorhaben im Hinterzimmer vorbereitet – immerhin auch inhaltlich konsistent.

Selbst Trump und Musk machen sowas nicht

Die Forderung von CDU und CSU reiht sich ein in sich häufende Angriffe auf die kritische Zivilgesellschaft, sei es durch die Kleine Anfrage der Union zu Förderungen von NGOs oder auch die jetzt ebenfalls von Amthors Arbeitsgruppe geforderte Abschaffung des Verbandsklagerechts. Die Richtung ist klar: Lästige öffentliche Kontrolle soll ausgeschaltet werden, die Union will unbehelligt durchregieren.

Dass die Abschaffung von Transparenz dabei unter dem Kapitel „Bürokratieabbau“ läuft, ist indes kein Zufall. Denn genau in diesem Bereich lauern häufig die ärgsten Einschnitte für demokratische Rechte, getarnt als Effizienzsteigerung. Korruptionsprävention? Lästige Bürokratie. Auflagen gegen Umweltverschmutzung? Papierkram. Demokratische Kontrolle? Überflüssiger Aufwand.

Dabei nehmen sich die deutschen Bürokratieverächter derzeit gerne ein Beispiel an Donald Trumps und Elon Musks Staatsumbau in den USA, der mit ähnlichen Begriffen operiert. Einen Unterschied gibt es jedoch: Das US-Pendant des IFG, den Freedom of Information Act, haben Trump und Musk bisher nicht angetastet.

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Arne Semsrott
Projektleiter FragDenStaat
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50 Kommentare

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  • Dass ausgerechnet jemand wie Amthor, der selbst schon durch das IFG in Bedrängnis geraten ist, jetzt dessen Abschaffung fordert, wirkt nicht nur ironisch,es ist ein Schlag gegen jede Form von demokratischer Kontrolle. Transparenz darf nicht davon abhängen, wem sie gerade unbequem ist.

  • Die CDU tut wirklich alles dafür das letzte Fünkchen vertrauen in die Politik auch noch zu zerstören, wow, die sind hoffnungslos verloren, AFD wird kommen nächste Wahl und viele werden sich noch die Ampel zurück wünschen

  • Der kleine Phillip spielt mal wieder Urgroßvater. Andere "Vorbilder" hat er anscheinend nicht.

  • "abschaffen"

    Stimmt das überhaupt?



    Im Netz liest man von einer Novellierung.



    Z.B. dass es bei der Auskunft keine bevorzugten Gruppen mehr geben soll. www.ndr.de/nachric...,ifgamthor100.html

  • „Amthors Rache“. Aha, dann hat der Schlumpf also auch noch ein funktionierendes Langzeitgedächtnis. Sehr selten in unserer politischen Klasse, dennoch beunruhigend.

  • Ach was! ©️ Loriot

    “Sollte es tatsächlich dazu kommen, dass das Gesetz abgeschafft wird, würde damit ein Grundpfeiler demokratischer Arbeit abgesägt. Seit 2006 müssen Behörden auf Antrag nach dem IFG Dokumente herausgeben. Alleine über die Anfrageplattform FragDenStaat wurden seitdem fast 300.000 Anfragen an Behörden gestellt. Aus dem journalistischen und aktivistischen Alltag ist das Gesetz kaum mehr wegzudenken.“

    Schon bei Entstehen des heiß umkämpften VerwaltungsverfahrensG - VwVfG das erste Regelungen zur behördlichen Auskunft enthielt



    Hab ich mich gefragt - wieso grundsätzlich die die Beamten & Angestellten im ÖD - also diie Angestellten des Souveräns einer Demokratie - also gegenüber den Bürgern - Auskünfte auf Nachfrage ohne besonderen Grund sollen zurückhalten dürfen.



    Umgekehrt wird doch ein Schuh draus! 🙀🥳🧐



    Was wie ja in Gesetzesform gegossen sicherlich zwar eines besonderen Verfahrens bedarf - aber nicht des - diametral entgegengesetzten - nicht alle ☕️ ☕️ im 🗄️ - Rasenmähers eines Philipp Amthor! Woll

  • Amthor war schon immer Opportunist in eigener Sache.

  • "Ich finde es bizarr, dass man Leuten wie Amthor seine Korruptionsaffinität nicht mehr nachträgt, auch innerparteilich. Aufrichtigkeit und Integrität sind echt keine Werte mehr."



    Sehr richtig angemerkt!



    Dafür aber ein Habitus aus dem "seriösen-autoverkäufer-Handbuch" ... den Wagen fahre ich übrigens auch selber — Top-Fahrzeug ...



    Gruß Fritz

  • "Weder in Strategiepapieren noch in Wahlprogrammen oder Bundestagsreden war eine Abschaffung von Transparenzrechten vorher Thema. "

    Sicher kein Zufall. Es hätte ja vielleicht doch die/der eine oder andere Wähler*in gestutzt und begonnen darüber nachzudenken, was die CDU unter Bürokratieabbau versteht.

    Und was den Herrn Amthor angeht: Man sollte den Mann nicht immer nur als beliebtes Opfer der heute-show wahrnehmen, der er sich immer wieder allzu bereitwillig als Gesprächspartner und Ziel mehr oder weniger flacher Witze zur Verfügung stellt - was man durchaus als Teil seiner Strategie der vermeintlichen Harmlosigkeit betrachten kann - , sondern ihn ernst nehmen und erkennen, wie gefährlich Leute wie er sind. Deshalb: Danke für diesen Artikel!

  • CSDU entwickeln sich selbst und immer deutlicher zu einem Sicherheitsrisiko für die Demokratie in Deutschland. Dieses "Privileg" wollen sie offenbar nicht allein der AfD überlassen. Möglicherweise ist es auch ein weiterer Schritt in Richtung der Extrem-Rechten und die allmähliche Annäherung an eine wie auch immer gestaltete Kooperation. Von der Trump-Junta kann dabei auch viel lernen: alles was kritisch gegenüber den eigenen Vorstellungen und Handlungen ist, das muss aus geMERZt werden....

  • Wir sollten ALLE für den Erhalt des Informationsfreiheitsgesetzes kämpfen.

  • CDU konsistent: Der Staat soll Besitzer von Vermögen schützen (das klappt schon lange ziemlich gut, je größer die Vermögen, desto besser) und Repression gegen Kritiker ausüben (da geht noch was). Wie in USA: Rechtsstaat abschaffen und ansonsten wer hat, dem wird gegeben.

    Man kann berechtigterweise einwenden, es war bisher schon nicht groß anders, nur nicht so dreist und offen. Aber es einfach laufen lassen? Für einige der demokratischen Errungenschaften haben Menschen ihr Leben geopfert.

  • Ziemlich deutliche Worte: www.t-online.de/na...gern-druecken.html

  • MV-ein Land zum Leben? Mit solchen Politikern? Und mit der Nordstream Affäre, den RExtremisten, den jungen alerten Konservativen, sich rantänzelnd an die Macht. Damit das auch klappt, legt Mami morgens Anzug, Krawatte, gebügeltes Hemd... raus - in MV weiß man eben noch, was sich gehört (siehe schon etwas älterer Personality-Artikel über den jungen Vorpommerschen Abgeordneten - was können wir stolz sein, solche jungen Leute zu haben, whow!). Spaß beiseite. So jemand imponiert.

  • Schon in der letzten Wahlperiode wurde die Verkürzung der Aufbewahrungszeit für wichtige Steuer- Akten durchgesetzt: Als Bürokratieabbau. Im Zeitalter der Computer ist es egal, wie lange ein Datensatz aufgehoben wird, Speicherplatz ist billig.



    Einmal mehr die Frage: wirklich nur Erleichterung der Aktenführung oder Angriff auf das zu schützende Rechtsgut?

  • Tja, die Bürgerinnen dachten, Bürokratieabbau = weniger Formulare, und haben mal wieder konsequent gegen ihre Interessen gewählt. Und kriegen Bürokratieabbau = weniger Rechte. Und einen Elon Musk, der wie Philipp Amthor aussieht. Das haben wir davon.

    • @miri:

      Genau, auf den Punkt!

  • Dazu auch ein Lto Artikel mit demselben Tenor.

    www.lto.de/recht/h...handlungen-spd-cdu

  • Danke für diesen Artikel, Arne Semsrott. Unbezahlbar, dein Engagement, und eure Arbeit von FragdenStaat.

    Ich finde es bizarr, dass man Leuten wie Amthor seine Korruptionsaffinität nicht mehr nachträgt, auch innerparteilich. Aufrichtigkeit und Integrität sind echt keine Werte mehr. Es scheint für ihn ja ganz gut zu laufen mit dem Weglächeln und Demokratie demontieren.

    Was können wir gesellschaftlich tun, damit die ihre Kettensäge vom IFG lassen? Gibt es schon Bündnisse von Verbänden, Vereinen, Gewerkschaften? Wann wird das weiter im Bundestag diskutiert? (V.a. frage ich mich, ob das nicht sowas ist, wo die CDU entweder die SPD breitschlägt oder sich paar Nazi Stimmen von ganz rechts dann doch ganz lapidar zugesteht und schulterzuckend gönnt.)

    • @la suegra:

      Das stimmt. Die Korrupten machen sich den Staat zur willfährigen Beute. Denken wir nur an Habeck und den Graichen-Clan. Wo bleibt die Strafe? Wo die Aufarbeitung?

  • So wie Elon Musk mit seinem DOGE Bürokratie nur dort abbaut, wo sie ihm im Weg steht, will das offenbar auch die CDU. Das konservative Credo lautet: Wir schützen und bewahren unsere Privilegien. Um jeden Preis. Der Rest darf gerne vor die Hunde gehen. Mal sehen, wann der erste Unionsheini sich mit einer Kettensäge präsentiert.

    • @Minelle:

      Zitat: "Mal sehen, wann der erste Unionsheini sich mit einer Kettensäge präsentiert."

      Wieso? Ist diese Präsentation nicht Gegenstand des Artikels gewesen? Zwar nicht sprichwörtlich, aber darauf kommt es ja gar nicht an. Schließlich sind Behörden, die formell Kontrollaufgaben gegenüber der lokalen Wirtschaft wahrnehmen sollten, hier häufig auch ohne einen Musk beauftragt zu haben so dramatisch unterbesetzt, daß Kündigungsorgien nach dessem Vorbild schlicht unmöglich wären. Schließlich man nicht mehr Leute rauswerfen, als da sind.

  • Bringen Sie Trump und Musk nicht auf Ideen!

  • "Dass Amthor mit der Union einen Frontalangriff auf die Informationsfreiheit startet, hatte sich vorher nicht angekündigt. Weder in Strategiepapieren noch in Wahlprogrammen oder Bundestagsreden war eine Abschaffung von Transparenzrechten vorher Thema. Offenbar hatte die Union das Vorhaben im Hinterzimmer vorbereitet – immerhin auch inhaltlich konsistent."



    Oliver Welke hat wieder viel zu tun, der aufstrebende Unions-Eleve aus MV liefert brav ab. Eine andere Galionsfigur mit Spottpotenzial ist bereits die Karriereleiter nach oben befördert worden und wird jetzt dank präsidialer Präsenz als Exzellenz eher geschont werden.



    Vielleicht wäre die Meinung der VerfassungsrichterInnen auch sinnvollerweise zu berücksichtigen in Kontexten der Transparenzbeschneidung.



    Herr Amthor polarisiert hier wie sonst die Christsozialen.

    • @Martin Rees:

      …anschließe mich

      Zur Dimension & den Wurzeln seiner Parforce!



      Es bezeichnenderweise die erzreaktionäre sog Carl-Schmitt-Fronde (Carl Schmitt -



      Kronjurist der Nazis & sein Lieblingsschüler, der unsägliche Ernst Forsthof et al) - die gegen die liberalen Bestrebungen Otto Bachof - H.J. Wolf zu Felde zogen!



      Btw - zur Enstehung VwVfG - das geschah ja nicht im luftleeren Raum - vielmehr gab a traditione eine vielfältige - teils erheblich kontroverse Rspr.! Vieles wurde bewusst offen gelassen durch entsprechende Formulierungen & der Klärung durch die Rspr. überlassen. Was regelmäßig eher zu konservativer Schlagseite tendierte!



      (zur Jahresfrist § 48 Satz 1 VwVfG hab ich das mal näher skizziert.

      unterm——



      de.wikipedia.org/w...gswissenschaftler)



      &



      de.wikipedia.org/wiki/Carl_Schmitt



      Der Führer schützt das Recht



      www.flechsig.biz/DJZ34_CS.pdf



      &



      de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Forsthoff



      “…Die Machtergreifung begrüßte er anfänglich und sie verhalf ihm auch indirekt zu seiner Berufung nach Frankfurt. Neben Carl Schmitt, Ernst Rudolf Huber, Karl Larenz, Theodor Maunz, Herbert Krüger u. a. zählte Forsthoff zu den Juristen, …



      Diss. 1! Aufl.

      • @Lowandorder:

        Ok - der noch aus dem Skat

        Diss. 1! Auflage! - 🙀🥳🧐 -



        Institut ÖR Uni Mbg/Lahn



        Neben - in grün - seines ausgesprochen subobtimalen VerwR Band 1.;)( fiischte ich ein schmales Bändchen -



        Ernst Forsthoff Diss 2! Aufl. erstaunt vom Regel & las ~ “…es handelt sich um den Nachdruck der 1. Auflage - geringfügig um einige den Zeitläuften geschuldete Passagen gekürzt.“



        Kopfkratz & ÖR-Institut - gehst ums Regal rum & da zeitlich genau einsortiert:: Diss Orijnol! du liest als Überschriften “Der Führerstaat“



        “Die Grundrechte sind obsolet!“ et al.



        Und stellst das Pamphlet bescheiden ins Regal zurück!



        & du ahnst



        Nicht nur dem Anfang wohnt ein “Zauber“ 🥴🤢🤧 - inne! Gelle



        “Forsthoffs Schrift über den „totalen Staat“ wurde von nationalsozialistischen Ideologen aufgrund ihrer etatistischen Züge kritisch gesehen, so dass er für die zweite Auflage (1934) eine Umarbeitung im nationalsozialistischen Sinne vornahm.“

        Na Mahlzeit



        (Herr Bernd Rüthers sieht das anders - ebenda )



        de.wikipedia.org/w...Bernd_R%C3%BCthers



        Der mir allerdings aus ganz anderen Gründen schräg runtergeht - aber das, ist eine andere Geschichte! Woll

  • Amthor, freundlich lächelnd, bevor der nächste Post auf Instagram gesetzt wird, insgeheim aber reaktionär bis ins Mark und damit der gefährlichste Typ von Politiker überhaupt.



    Nur gut, dass sein Landesverband keine wirkliche Macht in der CDU hat. Deshalb langt es erst mal auch nur für den Staatssekretär im Innenministerium unter Minister Roland Koch. Ein Duo infernale wäre das!

    • @Lindenberg:

      Ich stimme zu!



      Rache und Bereicherung als Motiv für politische Handlungen: Die großen Despoten der Welt machen es dem kleinen Insta-Zappelphilipp vor.

      • @willifit:

        Koch kochte rechten Brei.



        Demnächst kocht Thorsten Frei.



        Ob der Zappelphilipp still



        Dann bei Tische sitzen will?



        Oder wird er seine Eskapaden



        Filmen und ins Netz hochladen?

        • @starsheep:

          Zappelphilipp aus dem Osten



          Steht bestimmt auch auf das Posten.



          Burger-Mampfen statt Milchbrei,



          Ist bei Union letzter Schrei.



          /



          Pro Bu(e)rger(profitinter)essen



          Eine neue "unitarische Initiative"

  • Die CDU will nicht "durchregieren", sondern sich illegal die Taschen füllen, indem sie den Staat ausplündert.

  • Herr Amthor macht sich - mal wieder - unbeliebt! Hat er in der Zwischenzeit nichts gelernt?

    • @Aurego:

      Herr Amthor macht sich - mal wieder - unbeliebt! Hat er in der Zwischenzeit nichts gelernt?



      ----



      Doch, reichlich! Wenn ich ein wenig Macht habe, kann ich versuchen, unangenehme Gesetze & Vorschriften abzuschaffen!



      Frei nach dem alten Motto:



      "Das könnte die Bevölkerung nur verunsichern!!



      Btw. Trasparenz, Offenheit, usw. gab es früher ja auch nicht! Also "Zurück in dei Zukunft", denn nur so ist "konservativ sein" lebbar! :-(

  • Der Witz ist aber doch, daß der deutsche Michel unter dem Begriff "Bürokratieabbau" eine Entlastung der Bürger, also Verringerung und Vereinfachung von Berichts- und Erklärungspflichten gegenüber Staat und Verwaltung verstanden haben würde. Die Union dreht das andersrum.

    • @dtx:

      Weniger Bürokratie würde der Korruption und Unredlichkeit noch mehr Tür und Tor öffnen können.

  • Schmeißt Amthor aus dem Bundestag. Das Parlament soll für die Bürger entscheiden, nicht gegen sie.

    • @Uwe Kulick:

      Wenn man so denkt, ist zwischen A wie Amthor und Z wie Ziemiak viel zu tun.

    • @Uwe Kulick:

      Er wurde erst vor ein paar Wochen gewählt...

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Im eigenen Wahlkreis nur 20%. Ins Parlament kam er per Landesliste

        • @derzwerg:

          Die Landesliste ist einfach krass. In NRW sind über die Landesliste 72 Abgeordnete der CDU ins Parlament gerutscht worden. Während nur 136 Abgeordnete direkt gewählt wurden...



          So geht's auch mit den Mehrheiten 🤑

  • Ja, es ist schlecht für den Rechtsstaat, für die Demokratie.

    Aber es ist nichts anders als die andere Seite, des von der vorangegangenen, hier auch gelobten, Bekämpfung des politischen Gegners.



    Der politische Gegner, sind die Menschen, aller Couleur, die eben nicht einverstanden sind mit dem Vorgehen der Parteien, dem Handeln des Staates.



    Wenn der Kampf gegen A legitim und wünschenswert ist, warum nicht auch der Kampf gegen B und C, wenn wir schon dabei sind.

    Die Förderung der Blockwartmentalität, die Instrumentalisierung der Strafverfolgungsbehörden, der Kampf gegen die "unliebsame" Meinung, die verbalen Ausfälle, das war der Anfang. Jetzt kommt die Fortsetzung, die man nicht will. Es gehört aber alles zusammen!

    • @Octarine:

      Es geht nicht um ein Verbot des politischen "Kampfs", sondern um Kritik an der Methodik mit welcher dieser Kampf geführt wird.



      Die Einschränkung der Informationsfreiheit, noch dazu unter dem Deckmantel des Bürokratieabbaus, untergräbt legitimes öffentliches Interesse an der Transparenz des politischen Apparats.

      • @JWW:

        Es gibt keine "saubere" Methode. Wenn alles legitim ist "diesen" politischen Gegner zu beseitigen, dann ist es bei nächster Gelegenheit legitim den anderen zu beseitigen.

        Es geht um das Prinzip, nicht die Methode.

  • Dann stolpern eben womöglich wieder mehr Politiker und (andere) Promis über den Investigativjournalismus - aber wann und zu welchen Kosten für die Gesellschaft?!

  • Der künftige Staatssekretär im Innenministerium ist schwer zu fassen. - Auch bei Tassen.:



    „Stattdessen setzt Philipp Amthor, dieser Typ, den ernst zu nehmen schwer fällt, und das ist gerade das Gefährliche an ihm, noch eins drauf...." (Waltraud Schwab)



    Hier: taz.de/Tassen-Brie...-die-CDU/!6074311/ )



    Der Abbau der Bürokratie ist ein Angriff auf die Demokratie.



    www.zdf.de/video/s...-11-maerz-2025-100

  • Witzig: großer Protest gegen die unmögliche Anfrage der CDU. ... und jetzt?

    Informationsfreiheitsgesetz&Anthor: Demokratie in Gefahr!

    Keine kognitive Dissonanz?



    Das spricht nicht für Kognition.

    • @GregTheCrack:

      Nein, en contraire.



      Das IFG gibt "Informationsmacht" in die Hand der Bürger, also diejenigen, die in einer Demokratie der Staat sind und sein sollen und wissen dürfen und sollen, was in Dienstanweisungen von Behördenund Ämtern steht, welche Stelle wen anfragt usw. Die Anfrage der CDU demonstriert die potentielle Macht einer politischen Gruppe ggü. diesen Bürgern, die diese Öffentlichkeit ihres Staates herstellen möchtenund die ggf. von ihren Grundrechten (!) Gebrauch machen.



      Also: Einschüchterungsversuch* von oben ist nicht das gleiche wie Recht auf Information von unten.

      *Selbstverständlich sollen die Parteien weiter Anfragen stellen.

      • @hierbamala:

        In einer Demokratie werden Bürger aber auch von den Parteien repräsentiert, die sie gewählt haben, und wenn eine Oppositionsfraktion eine parlamentarische Anfrage nach der Verwendung staatlicher Fördermittel stellt, ist das keine "Einschüchterung" derjenigen, die die Staatsknete bekommen und deren Förderung vielen Unionswählern ein Dorn im Auge ist. Wenn z. B. die Fraktion der Linken die Bundesregierung danach fragt, ob der Staat noch immer die Vertriebenenverbände fördert, ist das auch keine "Einschüchterung" dieser Verbände. Ob die Unionsfraktion der Bundesregierung bestimmte Fragen nach der Förderung sogenannter NGOs stellt oder ein Bürger nach dem IFG dieselben Fragen stellt wie die Union (was m. W. inzwischen auch geschehen ist), bedeutet keinen wesentlichen Unterschied.

      • @hierbamala:

        Ist ne rechte Diskursstrategie, Dinge gleichzusetzen, die z.B. aufgrund Machtgefälle nicht gleichgesetzt werden können. Sieht man immer wieder, hier CDU/Zivilgesellschaft, dort Arbeitgeber/Arbeitnehmer (wenns um Gewerkschaften geht), oder Gesetzgeber/Individualkleinklein beim Klimaschutz

    • @GregTheCrack:

      Sie vergleichen Äpfel mit Birnen.



      Demonstrieren Sie doch Mal, wie Kognition so richtig funktioniert und machen eine eigentliche Aussage.



      Anstatt sich hinter rhetorischen Fragen und Andeutungen zu verstecken.