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Vergleich für Meta Kein Ersatz für ein Verbot von Social Media für Kinder

Anna Klöpper

Kommentar von

Anna Klöpper

Meta zahlt eine hohe Summe, mutmaßlich um einem Prozess zu entgehen. Das entbindet die Politik in Deutschland nicht davon, selbst Verbote zu regeln.

E s geht also doch. Man kann die großen Techfirmen zwingen, ihr Geschäftsmodell zu beschneiden. EU-Kommission, nimm das – und mach mehr daraus. Was ist passiert? Der Facebook-Mutterkonzern Meta hat rund 17 Milliarden Dollar für einen gerichtlichen Vergleich mit 29 US-Bundesstaaten aufgewendet, um einer womöglich weitaus teureren Strafe zu entgehen. Denn offenbar hielten es die Anwälte von Meta-CEO Mark Zuckerberg nicht für abwegig, dass das kalifornische Gericht der Klageseite recht geben könnte: Social Media machen süchtig, und Meta legt es darauf an.

Interessanter als die Summe von 17 Milliarden Dollar: Meta muss Sicherungen zum Jugendschutz einbauen. Keine Pushnachrichten mehr nachts und in der Schulzeit, die von 8 bis 15 Uhr definiert wird. Keine Schönheitsfilter mehr. Eine selbst erarbeitete Timeline aus Menschen, denen man wirklich folgen will, statt eines Algorithmus-Feeds. Wer unter 14 Jahre alt ist, ist fortan komplett draußen. Zwischen 14 und 18 Jahren sind zwei Stunden Instagram und Co freigegeben. Ex­per­t*in­nen kritisierten zwar, die Strafzahlungen seien für Meta Peanuts, und außerdem sei man womöglich viel strikteren Auflagen durch ein Urteil erfolgreich aus dem Weg gegangen. Und doch: Es ist ein Anfang.

Denn die Lage ist erwiesenermaßen ernst. Eine Studie der Krankenkasse DAK, eine von zahlreichen Studien in jüngerer Zeit, ermittelte 2025 bei einem Viertel der befragten Jugendlichen ein problematisches Nutzungsverhalten von Social Media. Im März hatte zudem in den USA eine junge Frau recht bekommen, die Youtube und Instagram beschuldigt hatte, sie durch automatisch anlaufende Videos und Endlos-Scrolling süchtig gemacht zu haben.

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Psychische Probleme wie Schlafstörungen und ständige Erschöpfung, körperliche Schmerzen: Laut Ex­per­t*in­nen manifestiert sich in diesen Symptomen ein Leidensdruck, der vergleichbar ist mit einem Suchtleiden. Genau diese Beschwerden schildern junge Menschen immer wieder im Zusammenhang mit extensivem Social-Media-Konsum, auch jetzt in einer Umfrage der Techniker Krankenkasse (TK), die am Donnerstag vorgestellt wurde.

Beim Verbot für unter 14-Jährige eiert man hier leider bemerkenswert rum

Höchste Zeit, gegen die Plattformen vorzugehen

Höchste Zeit, sich den Vergleich in den USA hierzulande nicht zum Vorbild zu nehmen – sondern zum Anlass, um erstens ein Socia-Media-Verbot für Kinder durchzusetzen und zweitens noch wesentlich härter gegen das Plattformdesign der Techkonzerne vorzugehen.

Die wollen zuallererst Daten sammeln, um sie an Firmen zu verkaufen, die uns dann mit „passgenauer“ Werbung das Hirn verstopfen. Das zu beschneiden, darum muss es gehen. Und zumindest der Zielgruppe der unter 14-Jährigen darf man die Konzerne da gern ganz berauben.

Bisher eiert man hier leider bemerkenswert rum. Eine von der Regierung eingesetzte Ex­per­t*in­nen­kom­mis­si­on hatte sich im Frühsommer aus der Affäre gezogen, indem sie der Politik zwei Varianten vorgeschlagen hatte: ein Verbot oder aber eine Einzelfallbetrachtung jeder Plattform. Das hat sicher damit zu tun, dass man hier auf die EU-Kommission wartet, in deren Zuständigkeitsbereich die Regulierung der Techfirmen fällt. Im September will die Kommission einen Gesetzentwurf vorlegen.

Natürlich können Eltern immer noch Accounts für ihre 12-Jährigen aufsetzen. Natürlich hat jeder sofort das Beispiel Australien parat, wo die Jugendlichen die Altersverifikation sehr erfolgreich umgehen. Natürlich ist da das Argument der Teilhabe; die Jugendlichen sagen ja schließlich in den vielen Umfragen auch immer wieder, dass es auch positive Dinge da draußen im Netz gibt – um zugleich festzustellen, dass sie sich mehr Hilfe durch die Erwachsenen wünschten. Auch ein Verbot erschien in der TK-Umfrage mehr als der Hälfte der Befragten schlüssig.

Ein Verbot für Kinder, denen man ja auch keine Schnapsflasche in die Schultasche steckt, ist richtig. Und wichtiger noch: Eine Veränderung des menschenverachtenden Geschäftsmodells der Plattformen auch für Erwachse vermittelt die klare Botschaft, dass es nicht okay ist, wenn Konzerne aus Profitgier Menschen krank machen. Minderjährige haben ein Recht auf besonderen Schutz, Erwachsene müssen Verantwortung für sie übernehmen. Eigentlich ist das gesellschaftlicher Konsens. Es wird für die Politik Zeit, danach zu handeln.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

Anna Klöpper

Anna Klöpper Leiterin taz.eins

Seit 2011 bei der taz. Leitet gemeinsam mit Sunny Riedel das Ressort taz.eins. Hier entstehen die ersten fünf Seiten der Tageszeitung, inklusive der Nahaufnahme - der täglichen Reportage-Doppelseite in der taz. Davor Ressortleiterin, CvD und Redakteurin in der Berliner Lokalredaktion. Themenschwerpunkte: Bildungs- und Familienpolitik.
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24 Kommentare

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  • Nyah

    "Social Media machen süchtig, und Meta legt es darauf an"

    Ist letztlich das Geschäftsmodell, nicht? Verhalten auswerten, Aufmerksam durch Algorithmen möglichst lange binden und daraus Werbewert generieren. Wer kostenlose Apps und Dienste nutzt muss sich leider auch im Klaren sein wer oder was das Produkt ist...man selbst.

  • rero

    Der Alkoholvergleich hat das Problem, dass Alkohol als reales Gift mehr Folgen mit sich bringt als Schlafstörungen und ständige Erschöpfung.

    Die körperlichen Schmerzen dürften nur die Sekundärfolge eines Effektes sein.

    Schlafstörungen und dadurch entstehende ständige Erschöpfung entsteht nicht nur durch Social Media.

    Von Netflixserien mit Cliffhanger über Games bis hin zu WhatsApp.

    Alles, was am Handy leuchtet und emotionalisiert, bewirkt das.

    Dass die Bundesregierung da vorsichtig sein will, wenn sie eine Linie zieht, ist zu begrüßen.

  • Frauke Z

    Ja, Kinder sollten kein Social Media verwenden. Punkt.



    Da bin ich mit der Autorin einig - und da endet dann auch die Einigkeit.



    Sie sagt es selbst: Kinder und Jugendliche wünschen sich mehr Unterstützung durch Erwachsene beim Umgang mit der digitalen Welt. Und deren Antwort ist: ein gesetzliches Verbot.



    Passt nicht ganz zusammen, oder?

  • Ruediger

    Jawoll, erziehen wir unsere Teenager durch Verbote! Das kenntt diese Generation schon seit der Corona-Zeit. Wir müssen nur verbieten, dann werden das brave, ordentliche Bürger, die leisten, statt zu scrollen.



    Das Problem sind nicht die Muttis, die auf Insta und Facebook ungefragt Bilder ihrer Kinder posten, sondern die Eltern, die ihren 14jährigen einen vernünftigen Umgang mit Social Medie beibringen.



    Das Problem sind nicht die Alten, für die Facebook die neue Kneipe ist, an deren Tresen sie Naziparolen verbreiten können, sondern die Bubbles auf Tiktok, auf denen Teenies Kontakt zu anderen finden, die selbe Musik hören, genau so queer sind, ähnliche Interessen haben.



    Man kann ja auch nicht von Lehrern erwarten, dass sie Social Media Kompetenz vermitteln, das ist schließlich alles Neuland und Teufelszeug!

  • Walter Bald

    Drei von vier Erwachsenen im ÖPNV daddeln am Handy herum, das ist nicht nur ein Kinderproblem.

  • WoliBa

    Das Wichtigste: SM ist nicht gleich das Internet. WWW bedeutet viel, viel mehr und häufig Besseres. Teilhabe ist auch möglich und vielleicht entstehen ja so etwas wie Foren und Infoseiten, wo man sich austauschen und informieren kann.



    (Das wäre doch mal ein ganz neues Geschäftsmodell ;)

  • hedele

    Der Vergleich bringt einen ber dich näher an das, was man regulatoriach run könnte, wenn man die verfassungsrechtlichen Bedenken des Conseil Constitutionnel teilt.



    taz.de/Social-Medi...ankreich/!6204423/



    Alterstaffelung der erlaubten Funktionen, wobei von unter 13-Jährigen überhaupt keine Daten erhoben werden dürfen, keine Pushnachrichten während der Schulzeit von 8 bis 15 Uhr, keine algorithmusgesteuerte Freundschaftsliste, keine Schönheitsfilter, kein endloses Scrollen, ein Zeitfenster von maximal 2 Stunden für alle regulären Funktionen der App zwischen 14 und 18 Jahren, das sind doch Ansagen, die man so auch in ein Gesetz schreiben kann? Und wenn sich Meta, Tiktok & Co nicht daran halten, dann wird halt die jeweilige App tatsächlich komplett für Jugendliche bis 16 Jahren verboten..

  • Nickalsname

    Warum Verbote? Warum wird nicht eine sozialverträgliche Plattform eingefordern, die die Kinder nachweislich nicht krank macht? Bei Medikamenten geht's doch auch

  • Martin Rees

    "Veränderung des menschenverachtenden Geschäftsmodells der Plattformen"



    ...das auch "die Politik" zu nutzen weiß.



    Bei spiegel.de 2024



    "Rechtsextreme in sozialen Medien



    »Die AfD ist ohne rechte Influencer und Multiplikatoren nicht vorstellbar«



    Eine Studie der Universität Potsdam zeigt: Die AfD ist auf Social Media mit Abstand die erfolgreichste Partei. Der Sozialstrukturforscher Roland Verwiebe sagt, wie das Playbook der Rechten aussieht und..."



    Die Angst der Entscheider vor den Bürgern ist allenthalben spürbar, Regelungen zur Einschränkung kommen viel zu spät.



    "ermittelte 2025 bei einem Viertel der befragten Jugendlichen ein problematisches Nutzungsverhalten von Social Media"



    Das Unterlassen einer sofortigen Intervention wird in den therapeutischen Disziplinen der sprechenden Medizin für ein Mega-Problem sorgen.



    www.dgkjp.de/gemei...-und-jugendlichen/

  • Philippo1000

    Un - Freiheit



    Alles richtig.



    Aber: wenn wir von Sucht sprechen, warum ist sie bei Erwachsenen, oder bereits Jugendlichen über 14 oder 16 o.k.?



    Europa hat eine interessante Entwicklung beim Kampf gegen das Rauchen gemacht.



    Im gleichen Zeitraum hat sich die Gesamtgesellschaft von einer nicht stofflichen Droge abhängig gemacht.



    Die Behauptung, dass Drogen " halb so schlimm " seien, oder Alkohol bzw Gras eben keine Drogen, ist mittlerweile selten geworden.



    Warum geben wir uns nach diesen, medizinisch belegten, Erkenntnissen weiterhin der Illusion hin, dass nicht stoffliche Drogen ungefährlich sind?



    Das erinnert an den alten Zigaretten Slogan " ich rauche gern".



    Also mein Verhalten, dass mir schadet, wird trotz negativer Auswirkungen, nicht hinterfragt.



    Das ist mehr als fragwürdig.



    Betrachtet man*frau die chinesische Gesellschaft,auch nur entfernt, von Außen, so handelt es sich um eine Diktatur, deren Bevölkerung in der digitalen Welt ein Ausweg aus der Realität geboten wird. Dass diese Parallelwelt ebenfalls total überwacht wird, ist die Spitze des Problems.



    Auch wenn wir von dieser Situation weit entfernt scheinen, sehen wir am Beispiel trump wie Wahrnehmung und Wahrheit schwinden.

  • axiom

    Sponge Bob hat die FSLK ab 0.

  • Hanno Homie

    Die 17 Milliarden sind ein Geschenk an Meta wenn man bedenkt, dass Meta im Gegenzug nicht wirklich etwas anbietet ("wir machen genauso weiter aber bei Kindern nicht mehr den ganzen Tag") und dass eine Schadensersatzsumme von irgendwas über 1 Billion (!) im Raum stand.

    Und Meta muss die Summe noch nicht mal vollständig zahlen, wenn nicht Youtube und TikTok zu ähnlichen "freiwilligen Selbstverpflichtungen" bewegt werden.

  • Walter Bald

    Unseren Debatten fehlt es an Intelligenz.



    Es werden die falschen Fragen gestellt.

  • taz.manien

    "Es weisen bereits einige Studien darauf hin, dass Social Media das Gehirn von Jugendlichen ähnlich wie Drogen beeinflussen kann: Bei intensiver Nutzung wird der Bereich im Gehirn aktiviert, der für Glücksgefühle und Belohnungen zuständig ist – das sogenannte Dopaminsystem. Vor allem werden wichtige Hirnbereiche wie das Striatum, die Amygdala, die Insula und der vordere cinguläre Cortex verändert – dort, wo auch bei Drogenabhängigkeit Auffälligkeiten zu finden sind.

    Besonders gefährdet sind Jugendliche mit Aufmerksamkeitsproblemen wie ADHS. Intensive Nutzung sozialer Medien kann ihre Probleme noch verschärfen.

    Veränderungen in bestimmten Hirnregionen konnten auch zum Teil mittels MRT-Untersuchungen (Magnetresonanztomographie) nachgewiesen werden - vor allem schrumpft das Volumen der grauen Substanz in Bereichen, die wichtig für Kontrolle und Gefühle sind. Ähnliche Veränderungen finden sich auch bei Menschen, die abhängig von Drogen wie Heroin sind."

    Zuerst die Oxycodon Epidemie getrieben und gepusht von den Pharmafirmen, und jetzt kommt die Social Media Epidemie dazu die sich ähnlich verhält, noch oben drauf! Bei beiden Epidemien ging es ausschließlich nur um das liebe Geld!

  • Ohne_Mitte_geht_nix

    Vielleicht sollten sich einfach die Eltern wieder mehr um ihre Kinder kümmern und Verantwortung für ihr Wohlergehen übernehmen. Aber nee, geht ja nicht, weil die selber die meiste Zeit am Handy hängen und in den so "sozialen" Medien unterwegs sind.

  • elektrozwerg

    Buergerrechte gelten nicht erst ab 14. Auch Kinder haben ein Recht auf Informationsfreiheit. Der Staat kann den Eltern dabei helfen die Handys ihrer Kinder entsprechend zu konfigurieren oder sogar eine diesbezuegliche Plattform anbieten, gerne auch auf EU-Ebene. Denn kein Kind kauft sich sein Handy oder Computer selbst. Es waere ein einfaches die Anbieter zu eine solchen Plattform ab Werk zu verdonnern.

  • Ruhig bleiben

    "Menschenverachtendes Geschäftsmodell", ist auch wieder so eine maximal moralisierende Wortwahl.

    Man kann Meta & Co. gerne kritisieren, aber wenn, dann doch bitte mit Tatsachen, statt mit solchen Aussagen wie oben.

    • T-Rom

      @Ruhig bleiben:

      Ist doch im Artikel eigentlich gut beschrieben.



      Die Daten bzw Bildschirmzeit der Nutzer ist die Ware mit der Meta handelt. Um diese zu maximieren, sind die Plattformen auf die wiederholte Dopaminausschüttung bei den Nutzern optimiert, so dass sie möglichst lange am Bildschirm bleiben. Die negativen Gesellschaftlichen und gesundheitlichen Folgen - indwischen vielfach nachgewiesen - werden in Kauf genommen. Menschenverachtend trifft es doch ganz gut.

    • Troll Eulenspiegel

      @Ruhig bleiben:

      Ist das etwa kein Geschäftsmodell? Jedes Unternehmen, auch Meta, besitzt doch Geschäftsmodell.

    • Arne Babenhauserheide

      @Ruhig bleiben:

      Ist doch Tatsachengestützt: reduzierung von Menschen auf deren Nutzen für den Verkauf an Werbetreibende.

      Dass ein Verbot für Kinder üblicherweise als Hintertür genutzt wird, um weitreichende Identifizierungspflichten für alle zu erzwingen und noch wertvollere Daten abzugreifen, fehlt im Artikel leider.

      Gibt schon Gründe, warum selbst Kinderschutzgruppen mehrheitlich gegen ein Verbot von Social Media für Kinder sind. Um die zu verstehen ist aber eine eingehende Beschäftigung mit der Technik hinter Altersprüfungen und ihren Kollateralschäden nötig.

    • So,so

      @Ruhig bleiben:

      Wenn eine Firma ein Produkt anbietet, das darauf ausgelegt ist Menschen süchtig zu machen, um ihren Gewinn zu maximieren durch Verkauf der gewonnenen Daten und Werbezeit, dann ist das ein Verhalten, welches Menschen ausbeutet und verachtet.



      Full stop.

    • Hanno Homie

      @Ruhig bleiben:

      Menschen mit voller Absicht für den eigenen Profit abhängig machen* ist ein "menschenverachtendes Geschäftsmodell". Was soll es sonst sein?

      Ich denke man darf sowas auch schon als das benennen was es ist.

      *Um diese Tatsachen ging es u.a. in dem Prozess.

    • stEm - yBerlastuNg

      @Ruhig bleiben:

      Gefiele Ihnen "perfide" vielleicht besser? Wie nennen Sie es denn, wenn Software bewusst, also mit Vorsatz, so angelegt und gestaltet wird, dass sie Sucht entfaltet? Ich finde "menschenverachtend" in diesem Zusammenhang da gar nicht so übel ...

  • Okay

    17 Milliarden Dollar für Meta – klingt gewaltig.



    Doch der Konzern zahlt den Betrag über zehn Jahre: rund 1,7 Milliarden Dollar pro Jahr. Bei einem Jahresumsatz von rund 201 Milliarden Dollar sind das nicht einmal 1 Prozent des Umsatzes.



    Meta muss zudem kein Fehlverhalten eingestehen und kann sein Geschäftsmodell weitgehend fortführen. Sollte der Vergleich steuerlich als Aufwand absetzbar sein, sinkt die tatsächliche Belastung zusätzlich.



    Ein Sieg für die Kläger? Oder doch eher ein gut kalkulierter Deal für Meta?