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04.10.2026 , 23:03 Uhr
Wer selbst auf den Discord-Servern von Midjourney aktiv ist und miterlebt was und wie dort munter um die Guardrails der KI gepromptet wird begreift schnell, dass die juristische Debatte um Meinungsfreiheit völlig an der Realität vorbeigeht. Am Ende sind es die unmoralischen Abgründe der Nutzer*innen selbst, die jede Schutzplanke so lange obsessiv attackieren, bis das System einknickt. Angesichts dieser gezielten Umgehung ethischer Filter haben wir als Menschheit moralisch bereits kapituliert und genau deshalb sind Gesetze, wie das in Minnesota versuchte Verbot, keine Einschränkung der Freiheit, sondern die einzig logische und zwingend notwendige Konsequenz zum Schutz vor digitaler Gewalt.
zum Beitrag04.10.2026 , 22:46 Uhr
Die Einordnung dieses Verhaltens als historische Aneignung statt als doppelter Standard leuchtet soziologisch ein. Dennoch verwechselt diese reaktive Objektifizierung am Ende Vergeltung mit Emanzipation. Ein strukturelles Unrecht wird nicht dadurch geheilt, dass man dessen destruktive Mechanismen spiegelt..
zum Beitrag01.10.2026 , 09:51 Uhr
Ich kenne Kinderlose, die im Allgemeinen sowie im Speziellen engagierter in diversen Solidargemeinschaften tätig sind, als so manche Person mit Kindern. Streng genommen produziert ein Kind in den ersten - pi mal Daumen - 20 Jahren erstmal nur Kosten für die Allgemeinheit. Und wenn diese Kinder später im weiteren Erwerbsleben keiner Arbeit nachgehen, zahlen diese Kinder auch nicht in die Pflegeversicherung ein.
zum Beitrag01.10.2026 , 09:26 Uhr
Geringer Prozentsatz würde ich nicht sagen. Sie würden sich wundern wie hoch der Anteil an ungewollter Kinderlosigkeit in Deutschland tatsächlich ist.. Quelle BFSFJ: "Der Anteil ungewollt kinderloser Frauen und Männer im Alter zwischen 20 und 50 Jahren ist zwischen 2013 und 2020 erheblich gestiegen, von 25 auf 32 Prozent."
zum Beitrag01.10.2026 , 08:49 Uhr
Bei der Rechnung stimme ich Ihnen zu. Das Modell "Eine Person verdient, die andere übernimmt unbezahlt Betreuung und Pflege" ist für viele Haushalte finanziell kaum noch tragfähig. Das gilt aber für Frauen genauso wie Männer.
zum Beitrag01.10.2026 , 08:13 Uhr
Männer - wie Frauen - von (nichtleiblichen) Pflegekindern, zahlen ebenfalls keinen Kinderlosenzuschlag.
zum Beitrag29.09.2026 , 09:33 Uhr
Ein Geschenk bei einer gesetzlichen Zwangsversicherung? Das ist ein Widerspruch in sich. Die Versicherten werden über Jahrzehnte gesetzlich dazu verpflichtet, einen erheblichen Teil ihres Einkommens als Pflichtbeiträge abzuführen. Wenn man dann nach 45 Jahren die vertraglich zustehende Gegenleistung abruft, ist das kein Almosen aus einer Gießkanne, sondern das Einlösen eines Anspruchs, den man erwerben musste. Ein Geschenk sieht definitiv anders aus.
zum Beitrag29.09.2026 , 09:11 Uhr
Die Buffet-Metapher des Autors ist zwar anschaulich, unterschlägt aber das Fundament unseres Rentensystems: die Beitragsbemessungsgrenze. Der Eintritt zum gesetzlichen Renten-Buffet ist eben nicht proportional nach oben offen, und es gibt auch keine unendlich großen VIP-Teller. Wer 50.000 Euro im Monat verdient oder Millionär ist, zahlt Rentenbeiträge nur bis zur Obergrenze von aktuell 8.450 Euro im Monat. Für jeden Euro darüber zahlt er keinen Cent mehr ein. Folglich ist auch die Tellergröße, sprich die maximale Rentenhöhe bei rund 3.740 Euro brutto strikt gedeckelt. Mehr bekommt niemand, egal wie reich er ist.
zum Beitrag29.09.2026 , 08:52 Uhr
Ist das Satire?
zum Beitrag28.09.2026 , 13:26 Uhr
Dass die KI keinen eigenen Willen hat, macht den Vorfall nicht beruhigender. Im Gegenteil, wenn sie einen Auftrag auf Wegen erfüllt, die ihre Entwickler nicht vorgesehen haben, liegt genau darin das Problem. "Die Tür war nicht abgesperrt" beschreibt die Sicherheitslücke treffend, aber für mich klingt das nicht nach Entwarnung. Sam Altmann behauptet ja bereits, wir befinden uns in der Singularität. Als OpenAI-Chef sicherlich kein neutraler Beobachter. Aber zwischen "Die Singularität ist da" und "Superintelligenz kommt erst in einigen Jahrzehnten" liegt für mich ziemlich viel Raum für unbequeme Fragen.
zum Beitrag26.09.2026 , 23:54 Uhr
Schön, dass Markus zwischen Wiesn und CSU-Klausur noch Zeit findet, den Föderalismus neu zu erfinden :)
zum Beitrag24.09.2026 , 10:21 Uhr
Geht mir ähnlich...Zumal die Anzahl an Wohnungen dadurch doch nicht wirklich steigt. Weshalb nicht das gleiche Geld nehmen und neuen Wohnraum schaffen statt bereits vorhandenen abkaufen? Und was wird denn geglaubt was die Wohnungskonzerne mit dem Geld, welches sie im Falle einer Enteignung erhalten, machen werden? Sie werden es ganz ganz weit weg investieren. Das ist doch in der Summe ein totales Minusgeschäft. Die Anzahl an Wohnungen bleibt gleich, tendenziell mehr Arbeitnehmer werden ihre Wochenstunden reduzieren (und ergo weniger Lohnsteuer zahlen) um einen Anspruch auf eine günstigere Mietwohnung zu haben, die Steuern werden für alle steigen weil ergo die Lohnsteuereinnahmen sinken und Unternehmen wie private Investoren werden sich mehr und mehr auf den Finanzmarkt fokussieren. Ich verstehe den grundsätzlichen Gedanken dahinter wirklich, aber das ist doch eine Rechnung die überhaupt nicht aufgeht.
zum Beitrag18.09.2026 , 22:16 Uhr
ich kann das alles nicht mehr...wenn diesen selbsternannten Lebensschützern Kinderleben wirklich so sehr am Herzen liegen, könnten sie ihre Zeit und Energie doch mal dort einsetzen, wo Kinder längst auf der Welt sind: Alleinerziehenden die Miete zahlen, Pflegeltern werden und ein Heimkind aufnehmen, Kinder betreuen wenn ihre erkrankten oder völlig erschöpften Eltern nicht mehr können, dafür kämpfen dass Therapieplätze vorhanden sind..
Man kann unzählige bereits geborene Kinder und ihre Famiilen ganz konkret finanziell, praktisch und emotional unterstützen. Aber offenbar ist es viel bequemer fremden Frauen vorzuschreiben, das sie zu gebären haben!
zum Beitrag12.09.2026 , 11:15 Uhr
"Nicht einmal der Zweite Weltkrieg" ist natürlich auch eine alltagstaugliche Benchmark für's Rentenrisiko.
zum Beitrag12.09.2026 , 10:19 Uhr
Dient das Militär dem Kapitalismus oder bedient sich der Kapitalismus auch des Militärs?
zum Beitrag11.09.2026 , 15:26 Uhr
Was genau soll ein Abtreibungsverbot eigentlich bewirken? Eine Frau, die eine Schwangerschaft unbedingt beenden will, entwickelt durch die Strafandrohung nicht plötzlich Muttergefühle. Man verlagert die Abbrüche im Zweifel nur in dubiose oder illegale Wege mit entsprechendem Gesundheitsrisiko oder zwingt Frauen eine Schwangerschaft auszutragen die sie aus diversen Gründen nicht bewältigen können. Natürlich kann eine Beratung auch zu einer anderen Entscheidung führen, aber "geboren" ist ja nicht automatisch "gerettet".
Wer sich den Lebensschutz auf die Fahne schreibt, muss sich mindestens genauso sehr dafür interessieren, wie Mutter und Kind nach der Geburt leben. Und da sieht's ja aktuell eher düster aus.
zum Beitrag05.09.2026 , 11:33 Uhr
Progressiv wäre es gewesen, wenn sich jemand mit einer DILF-Kette abgelichtet hätte. Schade, da hätte ich tatsächlich etwas gelacht.
zum Beitrag04.09.2026 , 11:31 Uhr
Toller Artikel, sehr schön auf den Punkt gebracht. Der AI-Act als regulatorischer Anspruch Europas...am Ende wieder viel Regelwerk mit Makulaturpotenzial
zum Beitrag01.09.2026 , 10:49 Uhr
Wofür haben wir gleich nochmal die EU-Richtlinie NIS-2? Mich würde mal die persönliche Haftung in diesem Fall interessieren..
zum Beitrag29.08.2026 , 16:09 Uhr
Welche (kostenfreie) Software/App oder Website in der Kategorie Unterhaltung sind denn Ihrer Meinung nach nicht darauf angelegt Sucht zu entfalten? Insbesondere im Bereich der Erwachsenenunterhaltung.
zum Beitrag29.08.2026 , 10:28 Uhr
"Social Media machen süchtig, und Meta legt es darauf an"
Ist letztlich das Geschäftsmodell, nicht? Verhalten auswerten, Aufmerksam durch Algorithmen möglichst lange binden und daraus Werbewert generieren. Wer kostenlose Apps und Dienste nutzt muss sich leider auch im Klaren sein wer oder was das Produkt ist...man selbst.
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