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Energiepolitik von Katherina ReicheSie ruiniert Klima und Wirtschaft

Nick Reimer

Kommentar von

Nick Reimer

Der Kanzler sollte von seiner Wirtschaftsministerin trennen. Ihre Umfragewerte sind im Keller, selbst Energie-Unternehmen kritisieren sie.

Unbeliebte Bundesministerin für Wirtschaft und Energie: Nur 13 Prozent der Wäh­le­r:in­nen sind „zufrieden“ mit Katherina Reiches Arbeit Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

E s ist 15 Jahre her, dass die Bündnisgrünen erstmals den Ministerpräsidenten in Baden-Württemberg stellten. Vorausgegangen war eine Energiepolitik im Bund, welche die Laufzeiten der Atomkraftwerke verlängerte. Grundlage dafür war ein Gutachten des „Energiewirtschaftlichen Instituts“ EWI der Universität Köln. Allerdings ist das EWI gar keine universitäre Einrichtung, sondern ein „Aninstitut“, damals hauptsächlich finanziert von den AKW-Betreibern Eon und RWE. Auftraggeber war das Bundesumweltministerium, Katherina Reiche damals dort Staatssekretärin. Ergebnis des Gutachtens: Ohne Laufzeitverlängerung geht der Standort Deutschland unter.

Auch diesmal haben die Grünen die Wahl in Baden-Württemberg gewonnen. Vorausgegangen war eine Energiepolitik im Bund, die Gas- und Ölheizungen wieder erlaubt, neue Gaskraftwerke zum Ziel hat, den Erneuerbaren an den Kragen geht. Auch diesmal war ein Gutachten des EWI Grundlage, aus dem Wirtschaftsministerin Katherina Reiche einen 10-Punkte-Plan ableitete, der beispielsweise einen „bedarfsgerechten Ausbau“ von Windkraft und Photovoltaik vorsieht.

Reiche war bis zu ihrem Amtsantritt Managerin bei einer Eon-Tochter, die unter anderem ein 37.000 Kilometer langes Erdgasnetz betreibt. Viele Vorschläge, die Reiche jetzt in Gesetzestexte gießen will, kommen direkt von ihrem früheren Arbeitgeber Eon. Mittlerweile haben sich mehr als 2.000 Unternehmen zu Wort gemeldet, weil sie die Pläne gar nicht gut finden. Nicht einmal RWE, der andere schwergewichtige Fossilkonzern in Deutschland, fand lobende Worte. Und: In Baden-Württemberg gibt es fast eine Million Photovoltaikanlagen, die Sonne hat hier mehr Energie als beispielsweise im Norden. Entsprechend beliebt ist Sonnenkraft. 2025 kamen 130.000 neue Anlagen dazu, im Jahr zuvor sogar 157.000. Hinter Bayern liegt das Land auf Platz zwei bei der Solarnutzung. Lange lag CDU-Mann Manuel Hagel in den Umfragen vorn – dann veröffentlichte Reiche ihre Pläne.

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Es mag ja sein, dass sich der Kanzler nicht sonderlich für die Niederungen der Energiepolitik interessiert. Für die Performance seiner zuständigen Ministerin sollte sich Friedrich Merz aber schleunigst interessieren: Kein Kabinettsmitglied ist unbeliebter als sie, nur 13 Prozent des Wahlvolks sind „zufrieden“ mit Reiches Arbeit. Die Wirtschaftsministerin will nicht nur kleine Dachanlagen nicht mehr fördern. Sie will ihnen auch keinen Netzanschluss mehr garantieren. Ohne diesen aber sind Solarpaneele für die Katz. Natürlich kann Merz mit Reiches Entlassung warten, bis für die CDU auch die Wahl in Rheinland-Pfalz verloren ist. Dort gibt es aktuell 311.000 Solaranlagen. Bei gut 3 Millionen Wahlberechtigten sind das 10 Prozent. Und selten wohnt in einem Einfamilienhaus nur eine wahlberechtigte Person.

Kann schon sein, dass es wichtigere Probleme als den Solaranschluss gibt. Wer aber solch eine Anlage betreibt, befasst sich auch mit Energiepolitik – und wird sich von der Reiche-Union abwenden.

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Nick Reimer
Seit 1998 bei der taz (mit Unterbrechungen), zunächst als Korrespondent in Dresden, dann als Wirtschaftsredakteur mit Schwerpunkt Energie, Klima und Landwirtschaft, heute Autor im Zukunftsressort.
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38 Kommentare

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  • m Besten schickt sie Guttenberg heim an den Herd.



    Er selbst kann ja auswärts essen.

  • taz: *Der Kanzler sollte sich von seiner Wirtschaftsministerin trennen.*

    Friedrich Merz und Katherina Reiche gehen 'Hand in Hand'.

    BlackRock-Merz und Gas-Kathi sind Lobbyisten der Wirtschaft, aber bestimmt keine Volksvertreter.

    ***Haben Sie gas jetzt verstanden? | Die Anstalt*** www.youtube.com/watch?v=DiBmoMOmeck

  • "Wer aber solch eine Anlage betreibt, befasst sich auch mit Energiepolitik – und wird sich von der Reiche-Union abwenden."



    Ich betreibe nicht nur eine Solaranlage, ich wohne seit Anfang der 1990-er in einem solarautarken Haus.



    Ich sehe nicht, was gegen "einen „bedarfsgerechten Ausbau“ von Windkraft und Photovoltaik" spricht. Wenn Frau Reiche sich um solche Sachen wie Netzstabilität und Gaskraftwerke zur Füllung von Lücken, die Sonne und Wind systembedingt lassen, kümmert, sehe ich das durchaus positiv. Kein Grund, sich abzuwenden.

    • @sollndas:

      Wenn das denn stattfände. Tut es aber nicht. Netzbetreiber müssen geschont werden, Speichergenehmigungen stauen sich und nebenbei nimmt man den Leuten das Recht auf PV auf dem Dach, sorry, überlastet. Von bidirektionalem Laden ganz zu schweigen.

      Wie viel Watt haben denn Ihre Panels? Für autark muss da ganz schön viel installiert sein.

    • @sollndas:

      Ist das wahr? Bist Du der einzige Jemand, der nicht ideologisch verblendet Politik und Entscheidungen versteht.



      Sorry, dann sind wir jetzt zu zweit.



      Einen guten Tag noch.



      Der Markt regelt.

      • @Justus Niebur:

        Der Markt hängt immer von den politischen Rahmenbedingungen ab. Und eben die werden durch das Netzpaket erschwert (Extrembeispiel: Netzdispatch-Vorbehalt bei 3% Abregelung - Analogie: "Stellen Sie sich nur mal vor, dass keine Autos mehr neu zugelassen werden dürfen, weil 3% von ihnen im Stau stehen?!" www.pv-magazine.de...lierbares-risiko/).

        Für eine wirkliche Marktliberalisierung sollte z.B. Energy-Sharing mit Nachbarn/näherer Umgebung mit geringeren Netzentgelten vereinfacht werden (Vorbilder z.B. Österreich und Schweiz), Digitalisierung durch einfach zu erhaltende Smart-Meter vereinfacht werden, Elektrifizierung vorangetrieben werden und dabei Netzengpässe durch Neubau schnell beseitigt werden, Speicherbauern Planungssicherheit gegeben werden usw.

      • @Justus Niebur:

        Na logo - Früher richtete dess alles die Vorsehung - heute ähnlich verlässlich der Markt! Wollnichwoll



        Zwei Apologeten - pfeifend im



        🌳🎋🪾🪾🪾 - 🤷🤷 🙀

        Na Mahlzeit



        literaturkritik.de/id/15441

  • Inzwischen sind es 4500 Unternehmen.

  • Sehr guter Artikel. Eine Trennung von Frau Reiche ist ein erster Schritt. Aber es ist zu bezweifeln, dass eine Ersatzbesetzung im Sinne der Bürger und Wähler sinnvollere Ergebnisse liefern wird, denn die Vorgaben der Energiekonzerne sind klar an die csdU vermittelt. Daher reagiert Herr Merz bislang auch nicht.



    Und wollen wir Frau Reiche nicht grundsätzlich fehlende Kompetenz unterstellen, denn sie weis sehr wohl was sie tut - selbst entgegen ihren Versprechungen ihren Kindern gegenüber.



    Der nicht nur finanzielle Druck der Konzerne muss scheinbar sehr groß sein.

  • Es gab und gibt seit jeher die Bestechung von Politiker*innen auf die eine oder andere Weise, die setzen dann die Wünsche ihrer Auftraggeber möglichtst präzise durch. Meist geschieht das eher im Verborgenen, oft genug aber ungeniert. Die Dreistigkeit mit der diese Ministerin ihren Amts(mein)eid "Schaden vom deutschen Volk abzuwenden...." geschworen hat und sich nur !! für ihre Klientel einsetzt, die ist allerdings überraschend. Dass sie vom Bundeskanzler nicht zurückgepfiffen wird, das verwundert nicht sonderlich, denn der ist von der Denkweise dieser Dame selber nicht allzu weit entfernt. Sein Wort: "Klimaschutz ja, solange die Wirtschaft nicht darunter leidet....". sagt alles.

    • @Perkele:

      Anscheinend geht es der Allgemeinheit immer noch gut genug, um derartige Dreistigkeiten - wie auch Maut- und Maskengeschäfte - mit einem Schulterzucken abzutun.

    • @Perkele:

      "solange die Wirtschaft nicht darunter leidet" meint wohl ausgewählte Teilnehmer, vermutlich die welche genug Macht und Geld durch die Politik der Union auf das eigene Konto gezahlt bekommt. Wie korrupt die Union ist, konnte schon die vergangenen Jahrzehnte verfolgt werden. Schon zu Helmut Kohls oder Franz Josef Strauss Zeiten. Sicher gibt es auch Ausnahmen in der Union. Die können sich aber kein Gehör verschaffen, damit die "Partei der Mitte" sich wieder ehrlich und anständig gegenüber ihren Bürgern, die täglich Ihre Diäten erarbeiten, verhält. Kein Wunder dass die AfD es so einfach hat neue Wähler zu finden.

  • "Natürlich kann Merz mit Reiches Entlassung warten, bis für die CDU auch die Wahl in Rheinland-Pfalz verloren ist. Dort gibt es aktuell 311.000 Solaranlagen. Bei gut 3 Millionen Wahlberechtigten sind das 10 Prozent. Und selten wohnt in einem Einfamilienhaus nur eine wahlberechtigte Person."



    Sollte er (der BK), warten, damit es klar wird.



    Die vielen kleinen Pflaster, auf äußere Blessuren bereits angebracht, verdecken wahrscheinlich einen Hinweis auf gravierende Risiken einer Verletzung mit Kollaps-Potenzial.



    Bei zeit.de vor wenigen Tagen:



    "Das ist jetzt ihre Krise



    Katherina Reiche steht für das Wahlversprechen der Union, Robert Habecks Wirtschaftspolitik abzuschaffen. Auf einmal aber hat sie die gleichen Probleme wie er."



    Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur...

  • Danke für diesen gut recherchierten Artikel!



    Da kommen weitere interessante Details ans Licht.



    Ich stimme der Grundaussage voll zu.



    Reiche agiert in ihrem Job als Lobbyistin und hat nicht das Wohl des Landes und seiner Bürger*Innen im Blick. Letzteres ist allerdings Teil der Jobbeschreibung.



    Die Abkehr von regenerativen Energien stoppt ein Erfolgsrezept.



    Reiche lehnt sich an trumps Visionen an, fossile Versorgung wieder salonfähig zu machen. Leugnet sie auch den Klimawandel?



    Never change a running System!



    Die Energieversorgung durch regenerative Energien ist ein Erfolgsmodell in Deutschland.



    Ein Wirtschaftsministerium hat, im Interesse der deutschen Wirtschaft, dieses Erfolgskonzept zu fördern.



    Bei 120 den Rückwärtsgang einzulegen ist keine gute Idee.



    Wir haben gerade wenig Wachstumsbranchen in Deutschland.



    Der Ausbau der Regenerativen sicherte allerdings Wachstum über die Krisen hinweg.



    Unabhängigkeit ist der Lösungsansatz in Krisenzeiten.



    Die Ampelregierung hat es vermocht, die durch den Ukrainekrieg hervorgerufene Energiekrise zu meistern.



    Frau Reiche "sorgt" für leere Gasspeicher und nun auch angezapfte Ölreserven.



    Sie ist offenbar nicht Herrin der Lage.



    Wir brauchen Profis!

  • Warum ist es den für die linke TAZ so schlimm, das für die Eigenheimbesitzer mit einer PV Anlage der 20 Jahre garantierte Profit wegfällt? Jeder der ein Gewerbe anmeldet erhält ja auch nicht einen 20 Jahrelang vom Staat garantierten Profit. Zz liegt der Gewinn bei 20% vor Steuer. Wenn alle Konzerne so hohe Gewinne machen würden, die TAZ würde rumheulen!



    Und wer bezahlt den Reichen mit eigenem Haus den Gewinn??? Mieter, die sich keine PV Anlage in ihrem Haus aufs Dach legen können weil sie durch die hohen Stromkosten kein Geld für ein eigenes Haus zurücklegen können.

    • @Bernd Simon:

      "Sie will ihnen auch keinen Netzanschluss mehr garantieren."

      Das ist das eigentliche Problem.

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Wer wird sich den ohne garantierten Profit eine Solaranlage aufs Dach legen? Keiner, da die dann sich nicht mehr für den Oberstudienrat zur Aufbesserung der horrenden Pension nicht mehr lohnt. Und die Einspeisungsvergütung ist zu allen Überfluss Steuerfrei.

    • @Bernd Simon:

      Der Vorschlag ist so falsch nicht, zumal er Bestandsanlagen natürlich nicht antastet. Anderseits greift er dezentrale, kleine Anlagen an, also Anlagen aus der Bevölkerung (und das sind nicht per se die „Reichen“). Weiter, gibt es ja auch gute Vorschläge, wie auch Mieter profitieren können. Daher sollte es fortgeführt werden.

      .



      Über die Umlage, „Gewinn“, kann man diskutieren. Eine mittelgroße Anlage bringt vielleicht 500Euro im Jahr. Man spart aber einen größeren Betrag durch die Selbstnutzung.

      .



      Apropo. Der Strom aus Kleinstanlagen „Balkonkraftwerke“ kann nicht komplett selbst genutzt werden. Der Überschuss geht kostenlos an den Energieversorger. Kleinvieh, aber macht auch Mist.

      • @fly:

        "Kleinvieh, aber macht auch Mist."



        Daher sollte jede Balkonanlage einen Speicher nutzen, das erhöht die Autarkie und reduziert die nicht vergüteten Einspeisungen. Die Speicher sind mittlerweile extrem günstig geworden - das rechnet sich bereits. So haben auch Mieter die Möglichkeit mit machtunabhängiger Solarkraft die Nebenkosten zu reduzieren.



        Auch um das zu verhindern ist Frau Reiche mit Ihren ehemaligen Konzernfreunden angetreten. Daher sollten die Bürger auch gleich den Stromanbieter wechseln - weg von EON und derern Freunden, hin zu den ehrlichen, Versorgungsfreiheit gebenden und zuverlässigen Stromversorgern.

        • @Sonnenhaus:

          Das ist symptomatischfür den Rückschritt, der Run auf popeline Balkonkraftwerke, die als Superlösung angeprisen werden. Damit macht man keine Energiewende. Und wie lohnend das ist, da scheint mir doch viel schöngerechnet. Auch wenn sie billiger sind nun. Umsonst einspeisen ist da auch kein Problem.

  • Egal wer Minister ist, die Gießkannenförderung ist schlicht zu teuer und unterstützt die Falschen

    • @UliFr:

      Warum Gieskannenförderung? Wenn EON Steuergelder für die Stromerzeugung erhält, warum sollen die kleinen Erzeuger dann nicht auch Steuergelder erhalten? Vielleicht weil dann Frau Reiche selbst davon nicht profitiert?

  • Im Moment sieht es so aus:



    Gesamtverbrauch: 54 GWh/h



    Wind onshore 4 GWh/h



    Wins offshore 0.2 GWh/h



    Wasser und Bio 7.6 GWh /h



    Konventionell: 34.8 GWh/h



    Import: 14.2 GWh/h

    Deswegen brauchen wir Gaskraftwerke. Und, wir importieren keinen Windstrom aus Dänemark wie Trittin immer so schön behauotet weil wenn es an der deutschen Nordeelüste nur 0.2 GW gibt, dann gibt es auch in DK keinen Windstrom. Da sist also Atomstrom aus F.



    Ich halte nicht viel von Frau Reiche, aber was Solar und Wind angeht hat sie recht. Es hat keinen Sinn, mehr Kapazitäten zu schaffen die nicht grundlastfähig sind und subventioniert werden müssen ohne dass ausreichende Speicherkapazitäten zur Verfügung stehen. Und dafür fehlt die bezahlbare und anwendbare Technologie. Und die wird es in nde nächsten 10 Jahren auch nicht geben. Ich bin absolut für Energieautarkie, aber mit den Mittel die derzeit angewendet werden und die auf Wunschträumen anstelle von physikalischen Gesetzen beruhen , wird bzw kann das nicht funktionieren und das ganze Geld ist zum Fenster rausgeschmissen.

    • @Gerald Müller:

      "... ausreichende Speicherkapazitäten zur Verfügung stehen. Und dafür fehlt die bezahlbare und anwendbare Technologie."



      Es gibt eine Speichertechnologie, die machbar wäre:



      Wasserstoff + CO2 -> E-Methan -> vorhandene (!) Gasspeicher -> Gaskraftwerke mit CO2-Abscheidung. CO2 im Kreislauf.



      Reiche arbeitet, willentlich oder nicht, in diese Richtung.



      Ich höre den Aufschrei: "Aber die Effizienz !!1!11!!!" Sicher, die ist nicht dolle. Aber es geht um die Kapitalkosten des Gesamtsystems. Akkus z.B. hätten einen höheren Wirkungsgrad, aber prohibitive Kosten.

    • @Gerald Müller:

      Laut Baerbock ist doch das Netz der Speicher. Damit ist doch alles ok.

      • @Stephan Heibges:

        Ja, so sollte es sein. Ist es aber nicht, weil die Netzbetreiber nicht in Speichertechnologie investieren wollen sondern lieber nach den beliebten "Grundlastkraftwerken" jammern.



        Da in diesem Land die Stromversorgung weitgehend privatisiert ist, geht es eben darum, damit möglichst viel Geld zu verdienen und nicht darum Haushalte und Unternehmen nachhaltig, effizient, unabhängig und günstig mit Strom zu versorgen.....



        Und Frau Reiche sorgt in erster Linie dafür, dass damit Geld verdient werden kann. Unser Geld......

    • @Gerald Müller:

      Wir verschlafen vieles, ( Automobilbau, Maschinenbau, erneuerbare Energien)! Wir haben das einer gewissen Partei zu verdanken, siehe die Solarbranche was mit dieser hier bei uns passiert ist, 300.000 sehr gut bezahlte Arbeitsplätze wurden aus ideologischen Gründen bewusst und mit voller Absicht vernichtet!

      • Wachstum: Der Ausbau der erneuerbaren Energien (v.a. Solar und Wind) hat einen neuen Rekord erreicht, was das „Zeitalter der fossilen Brennstoffe“ schwinden lässt.

      • Strommix: Im ersten Halbjahr 2025 machten erneuerbare Energien 34 % des globalen Strommixes aus, während der Kohleanteil leicht auf 33 % sank.

      • Ausbau-Spitzenreiter: China ist der führende Akteur beim Zubau erneuerbarer Energien, gefolgt von Indien.



      Prognose: Es wird erwartet, dass sich die weltweit installierte Kapazität an erneuerbaren Energien bis 2031 auf über 8,4 TW verdoppelt, wie aus dieser Prognose des Windkraft-Journals hervorgeht.

      • Spitzenreiter bei der Nutzung: Sieben Länder (u.a. Island, Albanien, Paraguay) decken ihren Strombedarf bereits zu über 99,7 % aus erneuerbaren Quellen.

      • Wasserkraft: Sie ist nach wie vor eine der Hauptstützen der erneuerbaren Stromerzeugung weltweit.

    • @Gerald Müller:

      Da liegen Sie ganz falsch und im Widerspruch mit der Wissenschaft. Gerade in Deutschland ist 100% erneuerbare Stromversorgung gut machbar. Es fehlen tatsächlich noch weiterer Ausbau auch der Speicherinfrastruktur aber das ist eine Frage des politischen Willens. Die Physik, wie Sie fälschlicherweise behaupten, setzt hier keinen Riegel vor. Wer sich gerne mit Naturwissenschaften beschäftigt erkennt natürlich, dass umgekehrt die Stromerzeugung aus fossilen oder radioaktiven Quellen keine Zukunft hat.

    • @Gerald Müller:

      Wo bleibt Ihre Logik, wenn statt der unabhängig machenden regenerativen Energie, in fossile abhängig machende Energie investiert wird und dafür Großkonzerne gefördert werden. Das 100% regenerative Autarkie möglich ist, sehe ich an meiner eigenen Versorgung. Das ist auch für alle Bürger machbar, wenn den die Politik und Verwaltung es tatsächlich will und aufhört sich für abhängigmachende Energieversorgung bezahlen zu lassen.

    • @Gerald Müller:

      "...weil wenn es an der deutschen Nordeeküste nur 0.2 GW gibt, dann gibt es auch in DK keinen..."



      Donnerwetter, sind sie Meteorologe? die gesamte dänische Westküste ist rund 500km lang und hat immer das gleiche Wetter wie die deutsche Bucht und Norddeutschland?

    • @Gerald Müller:

      Und wo bei den Zahlen versteckt sich Solar? Oder ist das eine nächtliche Momentaufnahme? Und warum stimmen die Summen nicht überein? Quellen?

      • @travellingpete:

        Quellen? Z.B. Agorameter oder smard.de.



        Ja, das ist eine Momentaufnahme. In einem Stromnetz muss nämlich in jedem Moment die Einspeisung mit dem Verbrauch übereinstimmen, sonst läuft es aus dem Ruder oder bricht gleich ganz zusammen.



        Und damit man in jedem Moment diese Übereinstimmung hinkriegt, braucht es regelbare Kraftwerke, z.B. Gaskraftwerke. Weil man Sonne und Wind nicht hochregeln kann, wenn die Sonne nicht scheint und gerade wenig Wind weht.

        • @sollndas:

          Oder man baut Speicher. Pumpspeicherwerke sind eine seit über 100 Jahren bewährte Technologie. Und sie sind unabhängig von Brennstoffen, die diverse Gauner liefern.

          Natürlich kann man aber auch mit Momentaufnahmen weiter für Gas und Atom trommeln und suggerieren, es gäbe im Bereich Erneuerbare unlösbare Probleme.

      • @travellingpete:

        Sind eben die Zahlen von gestern, 20:38 Uhr 😁

        Und natürlich kann man zu hause erzeugten und dort verbrauchten Solarstrom nicht zentral mitzählen. Der fällt von vorn herein unter den Tisch.

      • @travellingpete:

        und, hatte ich vergessen: Momentaufnahme (Stundentakt beim agorameter) sind sehr wichtig denn der Strom kann ja nicht bzw kaum gespeichert werden, der Bedarf ist aber ständig da. Auch die Tagessumme kann irreführend sein, denn selbst wenn tagsüber eine Menge Solarstrom erzeugt wird, hilft das den Verbrauchern nachts schlicht nichts.

        • @Gerald Müller:

          "denn der Strom kann ja nicht bzw kaum gespeichert werden,"

          Das muss heißen: "Denn der Strom kann zwar, wird aber noch nicht im ausreichenden Maße gespeichert".

      • @travellingpete:

        um 20:38 ist die Sonne schon untergegangen, und dann gibt es keinen Solarstrom... Quelle: Agorameter und richtig, import war 7.4

        • @Gerald Müller:

          Eben. Deshalb ist die Angabe Blödsinn.