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Nordamerika-WM 2026Würden Sie wegen Trump auf Fußball verzichten?

Es gibt gute Gründe, die WM wegen Trump zu boykottieren: ICE, Klimakollaps, Kriegsverbrechen. Ein Boykott wäre richtig, die Argumente sind jedoch falsch.

US-Vizepräsident Vance (l.), US-Präsident Trump (m.) und FIFA Präsident Gianni Infantino (r.) in Washington D.C., USA am 6. Mai 2025 Foto: Kent Nishimura/reuters

Eine harte Drohung sieht wohl anders aus. „Allenfalls als Ultima Ratio“ komme ein WM-Boykott des Männerturniers in den USA, Mexiko und Kanada infrage, sagte Jürgen Hardt, außenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, der Bild-Zeitung. Er sei indes „zuversichtlich, dass wir in der Grönlandfrage innerhalb der Nato zu einem besseren gemeinsamen Sicherheitsverständnis gelangen“. Trotzdem reichte dieser kalkulierte Vorstoß, um vor allem via Boulevard eine kleine Boykottdiskussion in Deutschland zu entfachen. In einer Insa-Umfrage spricht sich eine knappe Mehrheit dafür aus, die Fußball‑WM 2026 zu boykottieren, falls US‑Präsident Donald Trump tatsächlich Grönland annektieren würde.

Nun gibt es für einen Boykott des Turniers gute Gründe, und das nicht erst seit gestern: Die grauenvollen ICE-Deportationen, der eskalierende MAGA-Faschismus, die faktische Übernahme des mächtigsten Staats der Welt durch Milliardäre, die gezielte Beschleunigung des Klimakollaps, der völkerrechtswidrige Militäreinsatz in Venezuela, die Morde in der Karibik, die Finanzierung des mutmaßlichen Völkermords in Gaza, dazu die widerwärtige Trump–Infantino-Achse in der Fifa oder auch der mögliche Ausschluss ausländischer Fans aus 39 Ländern – die Liste, warum man echt nicht zu diesem Turnier fahren sollte, ist lang.

Bezeichnend ist allerdings, dass keines dieser Verbrechen in Deutschland Anlass für eine breitere Boykottdebatte gab. Sie störten kaum jemanden, denn es traf ja (vermeintlich) andere. Es ist also, wie es immer ist mit den Menschenrechten im Sport: Rund um Grönland geht es nicht um irgendein internationales Recht, das für die Stärkeren eh nie galt, sondern um imperiale Eigeninteressen. Die Überreichen mögen die Welt zerstören? Sollen sie. Sie gefährden die geopolitischen Interessen europäischer Eliten? Moment, das ist eine rote Linie. Zumindest eine kleine, gestrichelte. Die Heuchelei, mit der man sich nun als Völkerrechtsfreunde Grönlands aufspielt, ist unerträglich.

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Die taz ist eine unabhängige, linke und meinungsstarke Tageszeitung. In unseren Kommentaren, Essays und Debattentexten streiten wir seit der Gründung der taz im Jahr 1979. Oft können und wollen wir uns nicht auf eine Meinung einigen. Deshalb finden sich hier teils komplett gegenläufige Positionen – allesamt Teil des sehr breiten, linken Meinungsspektrums.

Die spannende Frage ist also nicht, ob ein Turnierboykott moralisch zu rechtfertigen wäre, denn das ist er zweifellos. Die Frage ist: Wem nützt es, wenn Länder aus den falschen Motiven das Richtige tun? Und wie wahrscheinlich ist überhaupt ein europäischer Boykott?

Die zweite Frage ist schneller beantwortet: aktuell unwahrscheinlich. Gerade unter Unions-Parteikollegen klammert sich ein relevanter Teil an die letzten Brocken des transatlantischen Bündnisses, obwohl es längst in Scherben liegt. Die Bundesregierung will einen Konflikt mit der vermeintlichen Schutzmacht weiter um jeden Preis verhindern. Die Boykottdrohung erfüllt eher die namensgebende Funktion, nämlich einer Drohung. Wenn die USA morgen Grönland annektieren, wäre ein WM-Boykott ein halbes Jahr später nämlich überschaubar effektiv.

Unzufriedenheit in den Verbänden

Es gibt da allerdings noch einen zweiten spannenden Player, die Uefa. Die befindet sich ohnehin im Dauerclinch mit der Fifa und zeigte sich zuletzt über Infantinos Trump-Abhängigkeit immer weniger amüsiert. Selbst in der Fifa soll der Unmut so groß sein, dass ein anonymes hochrangiges Mitglied am Sonntag gegenüber dem britischen Guardian von „tiefer Beschämung“ unter Fifa-Leuten über Trumps Friedenspreis sprach und die US-WM als „sehr heikel“ beschrieb. Das klingt nicht nach geschlossenen Reihen.

Auch die Uefa hat massive finanzielle Interessen in den USA, zudem hat sich der europäische Fußball gerade seit der Pandemie enorm von US-Private Equity abhängig gemacht. Auch hier ist ein Boykott also zunächst unwahrscheinlich, zumal Mexiko und Kanada unschuldig in Mitleidenschaft geraten würden. Sollten aber die europäischen Fußballverbände den Eindruck bekommen, dass ihnen nur noch die Flucht nach vorne hilft und die Fifa sie untragbar beschmuddelt, könnte eine echte Dynamik entstehen. Und das ist durchaus ein starkes Druckmittel gegen Trump.

Aber würden schwache Staaten davon profitieren? In den letzten Jahren wachsender weltpolitischer Spannungen wird der Sportboykott zunehmend als Allzweckwaffe gehandelt. Dabei hat er historisch fast nie gewirkt; unter anderem, weil dafür eine langfristige und breit getragene Isolation eines Landes nötig ist, die kaum je funktioniert, und man angesichts all der Angriffskriege, Völkermorde und Annexionen bei ernsthafter Anwendung einen gemeinsamen Weltsport vergessen könnte.

Eine Debatte ist überfällig

Würden die Sportverbände und der Sportgerichtshof CAS ihre eigenen Worte in puncto Russland ansatzweise ernst nehmen, hätten sie die USA spätestens nach dem Angriff auf Venezuela sperren müssen. De facto aber gibt es daran weder ein machtpolitisches Interesse noch eine Institution, die in der Lage wäre, solche Strafen durchzusetzen. Solange so willkürlich ausgelegt wird, dient ein Grönland-beseelter WM-Boykott nie dem Völkerrecht. Er ist lediglich Imperialismus in anderen Farben.

Wer nicht nur nach Wetterlage Druck auf die USA ausüben will, darf sich dafür nicht auf imperiale Nationalstaaten und profitorientierte Verbände verlassen. Eine ehrliche zivilgesellschaftliche Debatte über den Umgang mit diesem Turnier ist dringend überfällig. Und in diese Diskussion gehört die Bandbreite an US-Imperialismus und MAGA-Faschismus rein, nicht nur Grönland – und nicht Trump als vermeintliche Wurzel allen Übels. Denn das Problem ist nicht ein einzelner Nationalstaat, es sind die kapitalistischen und imperialen Strukturen. Die Idee des letzten Jahrzehnts, die Welt durch Druck auf die Bundesrepublik und den DFB mit Sportboykotten besser zu machen, ist gescheitert. Es braucht wohl eine neue.

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62 Kommentare

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  • Rund 15 Teams werden wegen Trumps willkürlicher Einreisebestimmungen wohl ohne Fans antreten müssen. Ehrlich gesagt, das allein wäre für mich schon Grund genug für einen Boykott.

  • Die WM und sonstiger Kommerzmist =|= Fußball!

    Frei nach dem Motto:



    „Lass doch mal Dampf ab



    Und geh mit deinem Schatz



    Am nächsten Sonntag



    Auf den Fußballplatz!



    Es muss ja nicht die Bundesliga sein,



    Bundesliga sein, Bundesliga sein!



    Ein prima Club ist unser Sportverein,



    der (Bitte Namen des jeweiligen Landesligisten/Oberligisten/Regionalligisten/whatever einfügen)!“

  • Das letzte Fußballspiel, das ich komplett sah,



    war das WM Finale 2014.

    • @Johann63:

      1966 in England hab ich jedes übertragene Spiel angeschaut, dann noch 1974, das wars dann. Finde das Gekicke nur noch langweilig.



      Also kann ich die WM in den USA nicht boykottieren, so leid mir das tut.

  • Es gab einen Boykott der Olympischen Spiele 1980 in Moskau. Ich habe den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags gebeten, bei der EU via FIFA gleiches für die Fußball WM in USA, Kanada und Mexiko zu bewirken und werde dies durch via change.org gesammelte Unterschriften zu unterstützen versuchen, wer sich eintragen mag kann dies hier tun (Danke): www.change.org/StoppFifaWM2026

  • Gebt dem Möchtegern-Grönlandannektierer den Pokal und bleibt zu Hause. Ist für alle das Beste.

  • Einen sportlichen oder kulturellen Boykott einzelner Länder aus politischen Gründen halte ich immer für falsch. Sport, Kultur und auch Wissenschaft sollten dort vereinigend wirken, wo (Macht-)Politik trennt. Etwas ganz anderes ist freilich die Frage, ob der Weltfußball so megalomanisch, hyperkapitalistisch und ressourcenfressend organisiert sein muss wie jetzt durch die FIFA. Wo ein Turnier im Winter in der Wüste stattfindet (und viele Stadien extra neu gebaut werden), das nächste Turnier dann über einen ganzen Subkontinent verbreitet, und 2030 soll es dann ja gar zu beiden Seiten des Atlantik ausgetragen werden. Hier sollten die europäischen Verbände vielleicht über eine Exit-Strategie nachdenken und gemeinsam mit anderen Verbänden kleinere, bescheidenere, transparentere Formate anstreben, sich dabei von der korrupten FIFA lösen. Solch eine strukturelle "Disruption" erschiene mir sinnvoller, als alle 4 Jahre wieder aus politischer Opportunität zum Boykott einzelner Gastgeber aufzurufen.

  • Um ein solches Spektakel zu boykottieren bedarf es keines Trump-Regimes. Mich ekelt die unglaubliche Konzentration auf die Geschäftemacherei im Fußball (und auch "Olympia") schon lange an. A....kriecher wie Infantino, korrupt von Fußsohlen bis über die Ohren, tragen ein Übriges dazu bei.

  • Die Kritik kann ich nicht nachvollziehen.

    Es ist richtig, dass es viele weitere Gründe gibt, die an sich schon ausreichen würden, um die WM zu boykottieren (Schwermer listet sie beispielhaft und eindrücklich auf: "die grauenvollen ICE-Deportationen, der eskalierende MAGA-Faschismus, die faktische Übernahme des mächtigsten Staats der Welt durch Milliardäre, die gezielte Beschleunigung des Klimakollaps, der völkerrechtswidrige Militäreinsatz in Venezuela, die Morde in der Karibik, die Finanzierung des mutmaßlichen Völkermords in Gaza, dazu die widerwärtige Trump–Infantino-Achse in der Fifa oder auch der mögliche Ausschluss ausländischer Fans aus 39 Ländern ...").



    Der rücksichtslose Okkupationsversuch eines ganzen Landes gegen den Willen der Grönlander und ungeschminkt nach dem Muster der Landnahme durch mächtige Nachbarn in Westernfilmen bringt das Fass nun aber eben zum Überlaufen, sodass die Stimmung endgültig kippt. Grönland als Objekt der "geopolitischen Interessen europäischer Eliten" zu betrachten, die sich jetzt nur aufregen, weil sie diesmal selbst betroffen sind, betrachte ich als realitätsfremde Verzeichnung.

  • "Panem et circenses" ist ein lateinischer Ausdruck für "Brot und Spiele", der vom römischen Dichter Juvenal geprägt wurde, um die Massenbefriedigung durch kostenlose Nahrungsmittel und öffentliche Unterhaltung (wie Zirkusspiele, Gladiatorenkämpfe) zu beschreiben, die das Volk von politischen Problemen ablenkten und seine Gleichgültigkeit gegenüber der Staatsführung zeigten.

    Heutzutage nennt man das 'Sportveranstaltungen', wo Leute wie Gianni Infantino dafür sorgen, dass die einfältige Masse weiterhin abgelenkt wird, damit die Reichen und Mächtigen unbehelligt ihren "Geschäften" nachgehen können. Wie man sieht, funktioniert "Panem et circenses" auch im 21. Jahrhundert immer noch hervorragend.

    • @Ricky-13:

      Ach diese alte Leier wieder. Glaubst du ernsthaft, die Menschen würden sich dann auf einmal für Politik iinteressieren bzw. engagieren, wenn es keine großen Sportturniere mehr gäbe? Und dann noch im linken Sinne? Mit dieser Brot und Spiele Behauptung, lassen sich so ziemlich alle Veranstaltungen im Unterhaltungsbereich schlechtreden. Es gibt unzählige Möglichkeiten sich politisch zu bilden, sich sozial oder ehrenamtlich zu engagieren. Fußball WM ist alle 4 Jahre, genau wie Olympia. Und mal ganz ab von den großen kommerziellen FIFA Turnieren, Olympia, etc. bringt der Sport auf alle Fälle mehr unterschiedliche Menschen zusammen, als es die Linken je auf die Reihe bekommen würden.

  • Also auf ordentlichen Fussball muss ja nicht verzichtet werden, 2., 3. Liga, Regional- oder andre Amateurligen geht ja immer. Ich werde dem Verein meines Herzens weiterhin die Treue halten, egal was irgendein Vollpfosten in den USA veranstaltet.



    Aber um die WM ist es schon Schade drum - ich habe seit 1974 tolle Erinnerungen (D-Land-Niederlande '74 -Cruyff! Neeskens, Müller!) und konnte ansonsten mein Lebens nahezu an den Turnieren festmachen: "... das war doch das Jahr mit dem grandiosen Spiel Tschechien-Niederlande (EM 1996)" und so weiter.



    Seit Katar 2022 ist das definitiv vorbei, kein Spiel geguckt und dies Jahr wird das wohl wieder so sein... Obwohl ich sehr hoffe dass zumindest beim Eröffnungsspiel im Aztekenstadion die mexikanischen Zuschauer irgendein Signal gegen das kranke Riesenbaby aus den Staaten setzen werden....

  • Fussball WM noch verfolgen? Sicher nicht - und das schon seit vielen Jahren. Das Karussell der Absurditäten dreht sich immer schneller, die komplette Sport-Maschinerie ist mit im Strudel. An der Seitenlinie amüsiert mit einem Häppchen lässt sich wunderbar lästern über die Fanatiker, die Tausende von Euro ausgeben für die Huldigung von Despoten. Naja, ist doch egal.

  • Ein ganz klares Ja. Man könnte alternative einen "Freiheitstunier"



    in Europa abhalten. An dem Namen lässt sich noch was ändern.



    Eigentlich tun mir die Kanadier und Mexikaner leid, das die es dann ausbaden müssen.

  • Das ist doch hoffentlich keine ernstgemeinte Frage?! Wir haben ganz andere Sorgen als Fussball, wenn die USA Grönland annektiert. Wen juckt denn da bitte noch Fussball?!?!?

    • @AlexMasterP:

      Wen das juckt? Trump natürlich. Und darum gehts ja.

  • Zur Zeit versuchen, insbesondere die privaten deutschen TV-Medien, amerikanische Rüpel-Sportarten zu etablieren.



    Und was die Fußball WM in den USA betrifft - da gibt es doch wahrscheinlich schon verbindliche Übertragungserklärungen der TV-Medien einschl. ARD/ZDF einschl. der damit verbundenen, teuren Übertragungsrechte.



    Ein Boykott - "dat wird nix"!

    • @javali:

      Vergleichen Sie mal den Umgang der NFL-Fans untereinander mit den Ultras und Hooligans im Fußball mitsamt den Kosten für Polizei-Einsätze.

      Dagegen sind NFL Spiele ja Party-Events, insbesondere die Spiele in Deutschland.

    • @javali:

      Hallo Javali, welche Rüpelsportarten meinst du denn? NFL? Dort geht es ähnlich wie beim Rugby, um einiges respektvoller zu als beim Fußball.



      Das ne seltsame Moral bezüglich Army etc transportiert wird, steht auf nem andern Blatt.

  • Es geht nicht um bloße moralische Entrüstung. Das Völkerrecht, wie es sich seit dem 30-jährigen Krieg entwickelt hat, ist das Betriebssystem, mit dem wir Europäer arbeiten, das Uhrwerk, das alles am Laufen hält. Ohne dies keine europäischen Verträge, keine Richtlinie, keine Verordnung, kein EU-Parlament. Es geht hier wirklich um die Substanz.



    Deshalb wird der WM-Boykott wohl nicht am Anfang stehen, sondern wenn überhaupt das traurige Ergebnis einer wohl kaum mehr abwendbaren Eskalationsspirale werden. Denn Trump will die Aufteilung der Welt unter den drei Hegemonen, aber nicht im Sinne von Einflusssphären, sondern effektiver Einverleibung ins eigene Staatsgebiet. Europa gilt für ihn da als Schürfgebiet. Es ist purer Imperialismus, und er wird nach sagenhaften Zwischenerfolgen scheitern, weil die Machtdiskrepanz auf der Welt nach dem Ende von Kohl und Öl nicht mehr so groß ist wie noch zur Zeit der europäischen Kolonialpolitik im 19. Jhd.

  • Gab es nicht auch schon Turniere in Putins Russland oder in dubiosen anderen Fossil-Staaten?



    Aber bevor Nagelsmanns Leute einfach so in der Vorrunde die Zelte abbauen, wäre das zumindest noch eine Aktion.



    Die aber nicht hinreicht, und schon gar nicht bei den Strukturen der "Fußball"verbände.

  • Wegen Trump??



    Mich hat der Hintergrund für obszöne Einkommen und Gewaltexzesse schon abgestoßen, bevor ich von dem Orangenmann überhaupt etwas gewusst habe.

  • Wie wäre es nur die USA Spiele zu boykottieren ? Die Austragungsorte in Mexiko und Canada wären , abgesehen von der irrsinnigen CO2 Belastung, durchaus ausreichend. Die Mauer im Süden sollte die USA auch sicher abhalten.

    • @U. Arendt:

      Guter Tipp, vielleicht schau ich mir bewusst nur die Spiele dort an.

  • Man sollte weder in die USA reisen, um die Spiele live zu sehen, noch sollte man diese am Fernseher zuhause schauen.

    Wenn man Fussball als wichtiger erachtet, als ein Zeichen für Menschenrechte und ein Zeichen gegen den Faschismus, dann kann ich mich von solchen Leuten nur noch mit bedauern abwenden!



    Dann schaut die WM in den USA und redet euch gleichzeitig ein, das man ja nix machen kann obwohl es nur minimaler Anstregung bedürfte, einfach die Glotze auszuschalten oder was anderes zu schauen!

    • @Herr Schnitzlmann:

      Wie war das noch mit den Olympischen Spielen während der NAZI-Zeit wo jedem mit offenen Augen und Ohren bereits klar war was für ein Gewaltregim in Deutschland bereits entstanden war?



      Die meisten teilnehmenden Mannschaften paradierten mit den "Hitlergruß" - alles klar?

    • @Herr Schnitzlmann:

      "Die Glotze auszuschalten" hat aber nunmal mit Boykott überhaupt nichts zu tun. Niemand bekommt mit, ob du irgendein Fußballspiel schaust oder nicht. Das machst du dann halt für dich selbst. Aber es ist weder ein Zeichen gegen Faschismus, noch trifft es die Trump oder die FIFA.

      • @Deep South:

        Einschaltquoten kann man messen. Zumindest die Sponsoren werden das merken, ob es was bewirkt steht auf einem anderen Blatt. Es müssten sich nur mal alle einig sein.

        • @Captain Hornblower:

          Na ja, das wird ja jedes mal vor so einem Turnier rausgeholt, aber es ist so wie "Harmonie" weiter unten angemerkt hat. Boykottieren kann man nur die Spiele im Stadion selbst, auf PayTV sendern, Public Viewinings oder irgendwelcher Fanartikel. Maximal noch die Produkte der Sponsoren. Aber Free TV Spiele nicht schauen, war schon immer Hosentaschenboykott.

  • Gegenfrage: Wer hat wegen Katar auf Fussball verzichtet? Wir Heuchler sitzen alle im selben Glashaus...

    • @Görk74:

      Ich!

    • @Görk74:

      Ich, zugegeben hat mich Fußball auch vorher nie groß interessiert aber die WM hab ich in der Vergangenheit immer gerne mitgenommen

    • @Görk74:

      Hier, nur das Finale geschaut..

      • @TV:

        Ich hab nicht mal das Finale geschaut. Dann bin ich wohl befreit vom Heuchler-Vorwurf.

      • @TV:

        Nicht mal das Finale. Wer ist eigentlich aktueller Weltmeister?

  • Nicht nur die WM 2026 sondern auch die Olympischen Sommerspiele 2028 sollten, abhängig von der Entwicklung in den USA, boykottiert werden. Blöd für die Sportler:innen, aber die Welt braucht kein zweites Berlin 1936.

  • Eine WM Absage wäre zumindest eine Antwort im trump`schen Stil.

    • @nutzer:

      Besser noch ein Strafzoll auf Im-/Exporte von Fussballspielern von/in die USA

  • Immer diese „finanziellen Interessen“ … es ist einfach ethisch und moralisch falsch, im Augenblick in die USA zubreisen. Jetzt mal abgesehen davon, dass eine realistische Chance besteht, dass man als Tourist / Besucher von ICE verhaftet wird oder schlimmeres. Irgendjemand muss doch mal den A*** in der Hose haben, die Geldgier hinter sich zu lassen und einfach nur das Richtige zu tun.

  • Ist ja echt blöd jetzt, dass ich schon seit Jahren boykottiere (hauptsächlich aus Desinteresse) - da wirkt mein Boykott dieses Jahr viel weniger

    • @Charlie Foxtrot:

      ,…oder in 🇨🇳 fällt‘n Sack 🌾 um - wa.

  • Wenn Trump US-Truppen in Grönland einmarschieren lässt macht er nichts anderes als Putin in der Ukraine. Keiner -ausser Putin und vielleicht noch infantino- käme auf die Idee, in der UDSSR eine Fußball-WM zu veranstalten.

    Ein Komplettboykott dieser US-WM wäre der einzige Weg, gerade für Fußballfans. Und zwar ein Boykott aller Mannschaften, weltweit. Dann hätte neben Trump auch Infantino was davon.

    Achja. Träumen wird man noch dürfen.

  • Das DFB-Team bzw. die Spieler sollten geschlossen nicht antreten bei der anstehenden WM, aber solch ein Schritt wird leider nicht kommen.



    Die Werte, die immer so gerne von Deutschland hochgehalten werden, sind leider immer nur rein symbolischer Natur.



    (Beispiel: Regenbogenkapitänsbinde)

  • Ich glaube, dass eine verlorene WM



    trump mehr schmerzen würde.



    Es dürfte doch langsam deutlich geworden sein,



    dass trumps Politik ausschließlich Symbolpolitik ist.



    Es geht nicht um logische Zusammenhänge.



    Ansonsten würde er sich ja bei der Wirtschaftspolitik von Fachleuten beraten lassen.



    Statt dessen macht er Machtpolitik - weil er es kann.



    Das das alles Quatsch ist, merkt man ja nicht, wenn man sich mit Jasagern umgibt.



    Und die Öffentlichkeit wird einfach dumm gehalten, indem Ministerien gleichgeschaltet werden und Wahrheit als Lüge dargestellt wird.



    Hier sind tatsächlich Parallelen zu Hitlers Machtergreifung erkennbar.



    So einem Mann schadet man nicht mit Boykotten.



    Er würde es ins Gegenteil verkehren, indem er sich "rächt" und die Boykotteure anderweitig bestraft.



    Der Fußball ist ein Feld, auf dem Europa die USA durchaus noch besiegen kann. Wir sollten diese Möglichkeit nicht aus der Hand geben.



    Als "Verlierer" will ein Egozentriker wie trump und seine Hammelherde natürlich nicht dastehen.



    Ansonsten bin ich sehr für Boykott und kaufe weiterhin gezielt so ein, denn wirtschaftlicher Mißerfolg ist durchaus eine Fehlentwicklung, die nicht endlos kaschiert werden kann.

  • Die UEFA könnte sich auch mit CONMEBOL beraten.



    Wenn beide boykottieren bleibt von der WM nicht mehr viel übrig.



    Es muss nur sichergestellt sein, dass die USA nicht das Halbfinale erreichen.

  • Keiner aus der Politik wird auch nur laut über einen Boykott der WM nachdenken. Aber jeder weiß was passiert, wenn Trump es mit Taten überzieht.

  • Auch wenn Trump die Bühne der WM für Selbstdarstellung nutzt: Es gibt keinen Grund, den dadurch betroffenen Fußballspielern eine Chance auf einmalige Erlebnisse zu nehmen (für viele Profis wird es nunmal die einzige Chance auf eine WM-Teilnahme sein). Wenn jemand die WM boykottieren will, gerne, niemand ist gezwungen zuzugucken (die Anstoßzeiten machen einen Verzicht doppelt leicht). In den Stadien kann Trump ausgepfiffen werden, auch das kann jeder machen, oder man geht eben nicht hin. Aber das muss kein Politiker bestimmen, das endet immer nur in peinlicher Selbstdarstellung von Menschen, die eh nichts zu verlieren haben (denn sie würden ja ohnehin nicht mitspielen, sondern maximal ein bis zwei Spiele von der Ehrentribüne aus verfolgen). Und die Fußballer können jeder für sich selbst entscheiden wie sie damit umgehen, von Moral braucht mir da niemand etwas erzählen. „Moral ist Empörung und Empörung ist negativer Narzissmus“ (Julia Kristeva, polnische Philosophin).

    • @MarsiFuckinMoto:

      Die armen Millionäre werden um einmalige Erlebnisse gebracht. Ich vergieße eine stille Träne... Die meisten Fans können gar nicht erst von diesen Erlebnissen träumen, da sie gar nicht erst in die USA gelassen werden. Vor allem die der Underdogs, da die qua Herkunft ausgeschlossen werden.

  • Stand heute: kein Fernsehen.



    Nicht aus Faulheit – aus Abbruch.

    Was früher Vorfreude war, ist kaputt.



    Diese WM hat mich verloren.

    Jede:r soll schauen, wie er will. Werde wenn dann still Fußball fasten. Wie beim letzten Mal.



    Aber:



    Schade um die Kids, die Fußball brauchen.



    Schade um den Sport.



    Schade um die Träume der Spieler,



    die in Deals zerquetscht werden

    Gefühlt ist alles unecht.



    Vielleicht bin ich zu alt für diesen Scheiß.



    Oder der Fußball zu jung für Haltung.

    • @seiter.mond+sterne:

      Seit wann gab es früher beim Fußball denn eine "Haltung"?! Es ist halt eine Sportart, die, im Gegensatz zu vielen anderen Sportarten, bis heute exponentiell gewachsen ist und damit vielmehr Geld und Aufmerksamkeit generiert. Eine "Haltung" wird dem Sport und damit den Spielern höchstens seit ein paar Jahren von verschiedenen Politikern und Organisationen aufoktroyiert. Welche "Haltung" jemand zu den jeweiligen Veranstaltungen hat: Das muss jeder für sich selber ausmachen und danach kann ja jeder entscheiden, wie er/sie dann damit umgeht.

  • "Würden Sie wegen Trump auf Fußball verzichten?"



    !In jedem Fall, schon einen Schritt weiter gedacht:



    spiegel.de:



    "Gewinnmaximierung durch ethnische Säuberung



    Für Trump ist alles nur ein Deal



    Mit dem zynischen Plan, aus Gaza die »Riviera des Nahen Ostens« zu machen, betreibt Donald Trump Politik im Stil eines Zockers um Grund und Boden. Er macht exakt das, was er sein ganzes Berufsleben lang gemacht hat."



    /



    "Die beiden Fußballverbände genießen eine Monopolstellung und müssen deshalb Kriterien unterliegen, die geeignet sind, ihre Transparenz, Objektivität, Nichtdiskriminierung und Verhältnismäßigkeit zu gewährleisten, so die Luxemburger Richterinnen und Richter. Da es solche Kriterien aber nicht gebe, nutzten FIFA und UEFA ihre dominante Position aus. Die Genehmigungs-, Kontroll- und Sanktionsvorschriften der Verbände seien als willkürlich und damit als ungerechtfertigte Beschränkung des freien Dienstleistungsverkehrs einzustufen. Ihre Regeln über die Verwertung der Medienrechte seien geeignet, den Fußball-Clubs, den beteiligten Medienunternehmen und letztlich den Unionsbürgern und TV-Zuschauern zu schaden, weil sie sie daran hindern, neue und interessante Wettbewerbe..."



    rsw.beck.de

  • „Würden Sie wegen Trump auf Fußball verzichten?" Nein.



    Aber auf Zuschauen bei der FIFA-WM. Nicht nur wegen Trump. Auch schon wegen Infantino.

  • Wenn die Zölle am 01.02. in Kraft treten wird es Zeit für einen Boykott aller betroffenen Europäischen Staaten an der WM. Am besten gleich die ganze FIFA abschaffen und einen neuen Verband mit echten Korruptionskontrollen auf die Beine stellen.

    • @Bluewater:

      Fangen wir doch erstmal damit an, alle US-Produkte, die man ersetzen kann zu boykottieren.

  • WM Boykott ? Ja !



    Mich nervt es schon die ganze Zeit, dass Sportgroßereignisse an Verbrecherregime ( Russland, China, Katar ) vergeben werden.



    Und jetzt reiht sich noch die USA in diese Liste ein....

  • Ich schau mir die globalen Turniere seit Russland nicht mehr an. Sollen die doch ihre Moral verkaufen, man muss da ja nicht mitmachen. Wenn ich mir die Spielzeiten so anschaue, dann sollte ein Boykott die europäische Fußballfamilie auch nicht so hart treffen. Wer will sich schon nachts um 3 oder morgens um 6 ein Fußballspiel angucken. Da kann der deutsche Michel ja nicht einmal ohne Scham Bier trinken, er muss ja produktiv sein und arbeiten, damit der Fritz und seine Freunde noch reicher werden.

  • was für eine frage !



    warum warten ?



    machen !



    zumal, was für ein glück



    zwei länder ja noch da und offiziel gesetzt



    zum spielen



    es kann sich winden wie es will



    zwischen so manche ohren gehört mit blei



    eingeprägt und buchstabiert



    wir gewinnen und ihr verliert …

    ein anderer fussball ist möglich

  • Auf die WM verzichten? Es ist eine typische Frage der Erregungsdemokratie, die Medien zu gerne stellen, wenn ein Thema emotionalisiert wird.



    Aber natürlich ja, will ich auf den ersten Reflex antworten. Es ist das größte Sportevent des Planeten. Und auch wenn die USA darin nicht glänzen, der Reputationsverlust wäre enorm - nach innen wie nach außen.



    Doch innegehalten. Was wäre damit gewonnen, wenn die USA auf eine Stufe mit Regimen wie Russland gestellt würde, mit China? Wäre das angemessen? Nein, das wäre es nicht. Es wäre eine unnötige Eskalation auf der Eskalationsstufe. Und sie würde die USA stärker bestrafen als Russland, wo 2018 was geschah? Richtig: Nichts.



    Man kann damit drohen. Aber ich bezweifle, dass das den gewünschten Eindruck hinterlassen wird. Fußball ist zudem in den USA eine verzichtbare Sportart. Ganz anders als Baseball oder American Football. Da hätte ein Boykott eine Wirkung nach innen.

    Nein, wir Fußballliebhaber hier in Europa machen uns mit Boykottrufen etwas vor. Ist leider so.

  • Ich glaube zwar nicht, dass Drumpf es sich leisten kann Grönland zu annektieren, bei dem Widerstand in den eigenen Reihen, aber wenn doch sind wir im Krieg, da haben sich Diskussionen um WM Teilnahmen erledigt. Davon abgesehen würde ich einen Staat im Übergang zum Faschismus sowieso meiden.

  • Ich bin kein Fussballfan und habe mir bisher vielleicht mal WM-Endspiele oder Spiele von Underdogs gegen Favoriten angeschaut. Das würde mir ohnehin nicht schwer fallen, aber auch ohne Trumps schwachsinniges Verhalten, ekelt mich die abstossende Schleimerei von Infantino so an, dass ich bewusst darauf verzichten werde.