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Rassismus, Hetze und Fake-NewsRechte Angstlust am Stromausfall

Stromaggregate für die Ukraine, Flüchtlinge in Hotels, Linksextreme und CDU, die das Volk verachten: Auf Tiktok tobt der rechte Mob, angestachelt durch „Berliner Zeitung“ und „Welt“.

Keine Liebe für die Deutschen? Bundeswehr-soldaten versorgen Notstromaggregate mit Diesel Foto: Christophe Gateau/dpa
Erik Peter

Aus Berlin

Erik Peter

Ganz aufgebracht redet die Frau ohne Punkt und Komma: „Jetzt komm’ ich hier und gucke hier, denke hier, wat is’n hier, das Ausland muss uns jetzt füttern?“ In ihrer braunen Steppjacke steht sie im Zehlendorfer Bezirksamt, das seit Wochenbeginn als Anlaufpunkt für die Betroffenen des flächendeckenden Stromausfalls fungierte. Hinter ihr sind Hel­fe­r:in­nen der muslimischen Hilfsorganisation Humanity First in blauen Westen zu sehen, die hier täglich mehrere Mahlzeiten, Kaffee und belegte Brötchen angeboten haben.

Doch für die Frau ist das eine Provokation: „Wir sind jetzt hier wie die Flüchtlinge“, sagt sie, und trotzig: „Ich brauche keinen Keks.“ Immer schneller werdend kommt sie in ihrer Tirade auf „sieben Stromaggregate“ zu sprechen, die Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) auf einer Pressekonferenz angekündigt habe, derweil seien „1.700“ in die Ukraine geliefert worden. „Wir schicken dit ins Ausland und unsere Leute frieren, also frieren für Selenskyj oder was? Ich platze gleich.“

Auf Tiktok geht das Video seit Tagen durch die Decke. Mehr als 20.000 Weiterleitungen und über 80.000 Likes für ein einziges Video der Szene sprechen dafür, dass es einen Nerv trifft – zumindest in einer rechten Bubble, die sich auf den Stromausfall in voller Angstlust gestürzt hat. Ein Angriff womöglich von radikalen Linken auf die kritische Infrastruktur ist für die Szene, die auf den politischen Umsturz, den „Tag X“ infolge einer Katastrophe lauert, wie ein Geschenk. Daran verhandelt werden gleich mehrere rechte Talking Points: die angebliche Ungleichbehandlung von Deutschen und Geflüchteten, gleichgültige „Alt-Parteien“ im Berliner Senat oder die Ukraineunterstützung auf Kosten des „deutschen Volkes“.

Erst mal im Algorithmus gefangen, spült die chinesische Videoplattform Nut­ze­r:in­nen gleich Dutzende Videos in die Timeline

Erst mal im Algorithmus gefangen, spült die Videoplattform des chinesischen Unternehmens Bytedance Nut­ze­r:in­nen gleich Dutzende Videos in die Timeline, in denen die Lieferung von Notstromaggregaten für die Ukraine beklagt wird. Als Stichwortgeber der Rechten hält dafür – inzwischen wenig überraschend – die Berliner Zeitung her, die in einem Artikel am Sonntag den Zusammenhang zwischen Hilfsmaßnahmen für das kriegsversehrte Land und der Versorgung in Berlins Südwesten aufmachte.

Dass der Betreiber Stromnetz Berlin keinen Mangel an Stromerzeugern beklagte, sondern im Gegenteil darauf verwies, dass eine Reparatur der deutlich einfachere Weg als eine flächendeckende Versorgung mit Aggregaten ist, fällt in der Propaganda unter den Tisch.

Stichwortgeber „Berliner Zeitung“

Erzürnt machten viele Rechte auf Tiktok eine weitere angebliche Bevorteilung Nichtdeutscher aus. Als Franziska Giffey am Sonntag bekannt gab, dass Be­woh­ne­r:in­nen der Blackout-Bezirke zu vergünstigten Konditionen in Hotels übernachten können und es zugleich Meldungen über die Verlegung von Flüchtlingen aus einer vom Stromausfall betroffenen Gemeinschaftsunterkunft gab, war der nächste konstruierte Skandal perfekt: „Die wurden in Hotels geshuttelt, während alle anderen in dem Gebiet dort noch verweilen“, hieß es in einem von vielen Videos. Und die Berliner Zeitung als zentraler Stichwortgeber rechtsextremer Verschwörungen titelte: „SPD-Politiker erklärt, wieso Migranten Hotel zusteht, Rentnern nicht.“

Doch die Geschichte stimmte vorne und hinten nicht: Die 200 betroffenen Geflüchteten wurden in die Notunterkunft am Flughafen Tegel evakuiert. In der Berliner Zeitung fand sich im Empörungstext dazu kein Wort, stattdessen der allgemeine Verweis, dass in Berlin Flüchtlinge seit Jahren „für rund 60 Euro pro Person und Nacht in Hotels und Hostels untergebracht“ werden. Der Shitstorm war dennoch perfekt – und nur einen Tag später reagierte der Senat und kündigte an, Übernachtungskosten nachträglich zu erstatten. Gleich mehrere Videos stellten das als Erfolg ihrer Empörung und der erzielten hohen Reichweite dar.

Für das größere politische Framing sorgten vor allem das Springer-Medium Welt und Julian Reichelts rechtes Kampagnenportal Nius, das in Mitleidsgeschichten tagelang wehrlose betroffene Ren­te­r:in­nen vor die Kamera zerrte. Der Ex-Bild-Chef redete seinem Publikum ins Gewissen: „Es ist kein Stromausfall“, stattdessen handele es sich um einen „linksextremistischen Terroranschlag“ – auch wenn dies nicht bewiesen ist. Und trotzdem: Wenn die Vulkangruppe von rechts käme, so Reichelt, gäbe es „seit Jahren eine Jagd auf diese Gruppe mit allen Ressourcen des Rechtsstaates“.

Noch unverblümter äußerte sich der stellvertretende Chefredakteur der Welt, Johannes Böhning, der selbst vom Blackout betroffen war. Ausbleibende Ermittlungserfolge seien entweder „Inkompetenz“ oder die Gruppe habe „Hilfe aus den entsprechenden Stellen innerhalb der Behörden“. Im selben Interview auf Welt TV sagte Böhning über Kai Wegner: „Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass der Regierende Bürgermeister, der angeblich regierende Bürgermeister, eine Pfeife ist, dann hat man ihn jetzt bekommen.“

Wegner als Zielscheibe

Für Dutzende rechtsextreme Streamer lieferte er die perfekte Vorlage, um über Wegner herzufallen, vor allem, weil er am ersten Tag des Stromausfalls nicht vor Ort war, womöglich weil er „Alkoholiker“ sei, wie nicht nur ein Tiktoker mutmaßte. Auch sein Besuch am Bett einer pflegebedürftigen Hochbetagten in der Notunterkunft im Bürgeramt brachte ihm kübelweise Spott ein. Tenor: Die da oben verachten uns.

Mit Wiederherstellung der Stromversorgung am Mittwoch ist die rechte Shitshow mitnichten vorbei. Der nächste Hottake ist gefunden: Es ist der am selben Tag bekannt gewordene Tod einer 83-Jährigen während des Blackouts. Bislang ist nicht bekannt, ob der Tod im Zusammenhang mit dem Stromausfall steht. Für die extremen Rechten dagegen ist es ein gefundenes Fressen: Jetzt haben die Linken und der volksverachtende Senat sogar eine Tote zu verantworten – oder sind es sogar zwei, wie die ersten Videos bereits behaupten?

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40 Kommentare

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  • Wo ist der Aufreger?







    Das ein stramm linker Autor diese Meinung über die Berliner Zeitung, die Welt und Nius hat, ist nicht überraschend. Ich halte dies auch für legitim. Ich bin sicher, dass die Grundstimmung in den genannten Medien gegenüber der TAZ, dem Spiegel oder der Zeit ebenfalls nicht ungetrübt ist. Ich nenne das Meinungsvielfalt und Wettbewerb.







    Abgesehen von der politischen Richtung, sehe ich schon einige Gemeinsamkeiten in der Medienlandschaft: Spekulationen und Vermutungen, Auslassungen und einseitige Betrachtungsweisen. Häufig sind die Artikel nicht falsch, aber irreführend. Das wird offensichtlich, wenn man mal zu einem Thema linke und rechte Artikel vergleicht, bzw. gerne auch mal die Inlandspresse mit der Auslandspresse.







    Bessere und ausgewogenere Artikel wünsche ich mir, genauso wie mehr Respekt, auch zwischen den Medien. Ich vermute aber, dass mein Wunsch nicht erfüllt wird.

  • Die rechte Desinformation und Propaganda muss schnellstmöglich bekämpft werden. Nachrichten portale die nachweislich gezielt Falschinformationen verbreiten sollten so bestraft werden dass das Geschäftsmodell nicht funktioniert. In dem Sinne: Springer, Nius und Berliner Zeitung etc. enteignet.

  • Endlich wird hier auch mal der Konnex zwischen Holger Friedrichs Berlinskaja Prawda und dem Rechtsextremismus hergestellt. Bislang gilt diese Russenpostille ja gemeinhin als links - dabei liegt gerade wegen ihrer Ostdeutschtümelei ja auch der Rechtsextremismus nahe, und wer diese Zeitung des öfteren überfliegt, sieht schon lange, dass sie nicht nur offen gegenüber der Querdenkerei, dem russischen Faschismus und dem BSW ist, sondern auch gegenüber AfD und anderen rechtsradikalen Akteuren. Bedient wird eben alles, was den verhassten bundesrepublikanischen Westen zersetzt.

  • Diese Tat kam rechten Propagandisten (überraschend ?) gut zu Pass und lieferte Springer und seinen Helfershelfern super Schlagzeilen, insbesondere wenn es um die vermeintliche Verbindung von 'Linken' und terroristischen Anschlägen geht. Wer hat jetzt mehr profitiert von diesem Anschlag, bei dem -nebenbei- auch noch die Kaltschnäuzigkeit eines unter schwarz-rot regierenden Bürgermeisters kritisiert werden konnte. Lechts oder rinks, ein Volltreffer für rechte Medien !

  • Wow, was für eine heißlaufende Maschine von Rechts, wenn es um die Verbreitung von Falschinformationen geht.

  • Solche seltsamen Sätze schwappten gestern sogar hier hinein.







    Früher hetzte nur Bild, die 'feinen' Blätter hielten sich ein wenig zurück - heute aber ...

    Verwandtes Thema: Wegner darf _gerne Tennis spielen, wenn er dadurch einen klaren Kopf bekommt. Das auch gleich kurz zu sagen, wäre besser von ihm gewesen. Doch er sollte aus anderen Gründen seinen Stuhl räumen, nicht deshalb.

  • Unternehmen zahlen viel Geld an andere Firmen, die fingierte Angriffe auf ihre Netze und Software „fahren“, um Sicherheitslücken aufzudecken. So bitter das für die Betroffenen realer Angriffe ist: Vielleicht müssen wir am Ende wem auch immer dankbar sein, wenn Sicherheitslücken sichtbar werden und wir lernen, sie Zug um Zug zu beheben oder zu vermeiden. Hoffentlich verschweigt man uns keine.

    • @Ralph55:

      Würden das Firmen so machen, wird es richtig teuer für die Firmen! Danach ist die Firma Pleite. Also so ein Mist sollte man nicht glauben

  • Wenn ich die Kommentare hier so lese, dann scheint mir die Leserschaft der TAZ auch recht einseitig unterwegs zu sein. Die Berliner Zeitung in den rechten Topf zu schmeißen, ist ja aktuell "woke" von TAZ bis (Tages-)-Spiegel. Eine Auseinandersetzung mit den Vorwürfen erfolgt nur am Rand.



    Vielleicht hilft es uns allen, mit einem gewissen Abstand ein Fremdbild zu erzeugen und uns mal zu fragen, wie wir mit aktuellen Themen überhaupt umgehen! Ständig nur noch nervös, überdreht, skandalös übertreiben…?



    Es war ein Stromausfall! Und es war ein Anschlag. Nein, es war nicht der Russe… (und nein, der Russe ist nicht für jedes Problem in Deutschland verantwortlich. Auch wenn er selten gegendert wird.)



    Unser Bürgermeister hat am Samstag Tennis gespielt. Zum Glück war er nicht mehr im Urlaub, was ihm genauso wie jedem anderen Menschen auch zusteht.



    Der Strom geht wieder. Vorbei ist das Winter Theater. Warten wir wieder auf die nächsten Krokodile und Wildschweine im Sommer...

    • @Marco Bünger:

      Super Komentar, sehe ich genau so.

  • Eine Änderung der Politik, die der 95% der finanziell unteren Bevölkerungsschichten nützt und insbesondere bei dem finanziell oberen 1% ansetzt, auch weltweit, ist nicht in Sicht. Folglich werden die üblichen Verdächtigen immer weiter erfolgreich hetzen.

    • @Gerhard Krause:

      Tja. Und viele der Bürger, die keine Politik gegen die unteren 95 % wollen, wählen dann AfD. Die eine wesentlich intensivere Umverteilung von unten nach oben anstrebt (das Steuer"konzept " der Partei schustert das Geld in geradezu grotesker Weise den oberen 5% zu), den Sozialstaat zusammenstreichen will und deren energiepolitische Vorstellungen eine Explosion der Energiepreise verursachen würde.

      Man nennt das üblicherweise "mündige Bürger"

  • Apropos Verunglimpfung von Wegner: Die findet sich auch bei dem Kollegen Fleckenstein (taz.de/Kai-Wegner-...-Berlin/!6143168/). Spannender wäre eigentlich die Frage, was linke und rechte Journalisten so schreiben werden, wenn doch noch der Remmo-Clan als Täter überführt wird.

  • Die linken Medien, die irgendwie die Russen ins Spiel bringen wollen, sind da auch nicht besser.

    • @FraMa:

      Kann ja halt nicht sein, was nicht sein darf.

    • @FraMa:

      Sind Röttgen und Kiesewetter links?

      Begeht Russland nicht in ganz Europa Sabotage, gerne unter Zuhilfenahme nützlicher Idioten? Warum sollte der russische Geheimdienst nicht auch dazu in der Lage sein, Linksextreme zu einem Anschlag zu animieren? Bei Islamisten und Rehtsextremen kriegt er's ja auch hin.

  • "Dass der Betreiber Stromnetz Berlin keinen Mangel an Stromerzeugern beklagte, sondern im Gegenteil darauf verwies, dass eine Reparatur der deutlich einfachere Weg als eine flächendeckende Versorgung mit Aggregaten ist, fällt in der Propaganda unter den Tisch."



    Ist ja schön das eine Reparatur der einfachere Weg ist, es kann dennoch nicht die Lösung sein, in der Hauptstadt der drittgrößten Wirtschaftsnation der Welt die Bürger für 4 Tage im Winter bei Eis und Schnee ohne Strom und Heizung sitzen zu lassen. Das ist keine Propaganda sondern ein Armutszeugnis und nicht weniger als Staatsversagen.



    ---



    "Der Ex-Bild-Chef redete seinem Publikum ins Gewissen: „Es ist kein Stromausfall“, stattdessen handele es sich um einen „linksextremistischen Terroranschlag“ – auch wenn dies nicht bewiesen ist."



    Und auch das ist keine Propaganda, es IST die Folge eines Terroranschlags. Ein Stromausfall wäre ein Unglück / zufälliges Geschehen. Das liegt hier definitiv nicht vor.



    Die Täterschaft muss freilich noch beweisen werden, gleichwohl selbst hier in der taz allein heute zwei Artikel erschienen, die das Bekennerschreiben der linksradikaken Vulkangruppe als sehr wahrscheinlich authentisch einstufen.

  • "Auch sein Besuch am Bett einer pflegebedürftigen Hochbetagten in der Notunterkunft ..."

    Diesen Punkt verstehe ich allerdings auch nicht. Weshalb wird eine pflegebedürftige Person in einer Notunterkunft untergebracht und nicht in ein Krankenhaus oder ein Pflegeheim gefahren? Diese Vorlage hätte "man" empörten Bürger:innen durchaus nicht liefern müssen. Ich bin nicht empört, aber verwundert.

    • @*Sabine*:

      Dazu die Schlagzeile im Tagespiegel:

      "Sohn konfrontiert Wegner am Feldbett" - Da frage ich mich doch: Warum nimmt der Sohn seine Mutter nicht zu sich und "konfrontiert" stattdessen lieber den OB und wendet sich an die Medien? Ich bin verwundert.

  • Das ist doch nichts Neues, daß die Rechten das feixend ausnutzen, wenn linke Amateure einen auf Revoluzzer machen ohne die Tragweite ihres Vorhabens nur ansatzweise zu überblicken und dadurch die Bevölkerung leidet, die garnichts dafür kann. Die Rechte wäre ja blöd, derartiges nicht auszunutzen.

    Und die AFD sagt Dankeschön!

    • @Josef 123:

      So sieht es aus. Jeder wäre blöd, die Schwächen des Gegners nicht zu nutzen. Deshalb ist es auch bigott, sich darüber aufzuregen, denn das passiert andersrum natürlich genauso.



      Wenn ich mich da an letzten Sommer erinnere als die Gaststätte einer Familie mit Migrationshintergrund brannte und an der Wand rechte Symbole standen. In nahezu allen Artikeln wurde den Rechten die Schuld gegeben, wer da auch nur geringste Zweifel angemeldet hat machte sich verdächtig, auch einer "von denen" zu sein.



      Am Ende kam raus: Die Besitzer hatten den Schuppen selbst angezündet.



      Von daher wie gesagt: Aufregung über solches Verhalten ist überflüssig.

  • Bild, Welt, nius und Berliner Zeitung sind doch schon längst Teil des rechten Mobs. Von seriösen Journalismus kann da doch schon länger nicht mehr bzw. konnte noch nie die Rede sein.

    • @Flix:

      Ich habe seit dem Black Friday ein einjähriges Welt.de-Online-Abo: Dieses Medium selbst würde ich eher als liberal bis gemäßigt-konservativ bezeichnen (was mir persönlich sehr zusagt), die Leserschaft zu 80 bis 90 Prozent allerdings nicht, da tummeln sich etliche AfD-Fans in den Kommentaren, das stimmt leider.

      • @Saile:

        "...die Leserschaft zu 80 bis 90 Prozent allerdings nicht,"



        Ja, es stimmt, das die Kommentare bei Welt-Online unterirdisch sind; ich würde sogar 95% sagen. Stellt sich allerdings die Frage, inwieweit die Kommentatoren die Lesermeinungen wirklich abbilden. Aber im Prinzip halte ich Welt auch für ein liberal-konservatives Medium. Etwas mehr Meinungspluralismus- wie beispielweise bei der TAZ - könnte aber nicht schaden.

    • @Flix:

      Laut MediaImpact haben alleine Bild+Welt eine digitale Reichweite von über 50 Mio. Nutzenden.



      Die die alle einfach mal in Richtung eines rechten Mobs zu schieben - ok, kann man machen. Dann darf man sich aber auch nicht wundern, wenn sich plötzlich viele Menschen der Ecke, in die sie geschoben wurden, zugehörig fühlen.

    • @Flix:

      Typisch einseitig linke Ideologie.



      Posten Sie doch z.B. mal einen Artikel aus der Bild in dem die AfD positiv dargestellt wird. Manchmal scheint sich die Bild stärker vom Rechtsextremismus abzugrenzen als die TAZ vom Linksextremismus.

      • @Die_Mitte_machts:

        Die BILD weigert sich standhaft, die gesichert rechtsextreme AfD als rechtsextrem zu bezeichnen, sondern nennt sie konsequent verharmlosend “rechtspopulistisch.” Warum wohl?

        • @Suryo:

          Das stimmt doch schlich nicht, dafür muss ich in Google nur AfD rechtsextrem und Bild.de eingeben und dann finde ich hunderte Artikel wo die AfD als Rechtsextrem bezeichnet wird. Selbiges bei Welt.de.



          Bei den Fakten sollte man schon bleiben.

      • @Die_Mitte_machts:

        Und - nur mal so gefragt - die AfD-Fans, die bei "Welt" und BILD inzwischen gefühlte 90 % der Kommentierenden ausmachen, tummeln sich da, weil Springer so negativ gegenüber der AfD ist?

      • @Die_Mitte_machts:

        Die BILD stellt zwar die AfD nicht explizit positiv dar, versucht aber eindeutig und offenkundig, die CDU/CSU zur Übernahme von AfD-Positionen zu bewegen, in dem sie sie selbst übernimmt und CDU/CSU "nahelegt", das auch zu tun. Das können Sie wohl nicht ernsthaft bestreiten.

      • @Die_Mitte_machts:

        An der AfD ist nichts positiv.

        Ganz nebenbei: Ihr rassistisches Avatarbild haben Sie immer noch. Hat sicher Gründe...

  • Und da sage noch einer das Attentat wäre von Links veranstaltet. Beinahe bewundernswert wie Putin es schafft unsere Gesellschaft mit seinen hybriden Sörstrategien gegeneinander aufzubringen und mit Hilfe der Rechtsradikalen (auch die die es nur in Teilen sind) und der politischen Rechts-Mitte neben seinen Wegwerf-Agenten auch freiwillige Kräfte in der politischen Landschaft zu gewinnen. Die Mehrheit der GEsellschaft hat es wohl noch immer nicht verstanden, dass wir uns seit Jahren im Krieg mit Russland befinden. Zumindest verhält sich Putin uns gegenüber so, auch wenn er noch keine Raketen, Soldaten oder Kamikazedrohnen schickt. Der hybride Weg ist ja auch kostengünstiger, aufgrund er Beteiligung von Welt und Berliner Zeitung, sowie der tausenden Ehrenamtlichen im Bereich Propaganda. So beschäftigen sich Alle nicht mit der Beseitigung von nichtresilienten Infrastrukturen, sondern treten in das sozialpopulistische Klagelied von Putin ein, um unser Land zu spalten und zu schwächen. Eine gute Übung für eine spätere ernsthafte Übernahme unseres Landes?

    • @Sonnenhaus:

      Sie müssen nicht jede Lüge glauben! Das die Russen dahinter stecken sind mehr Indizien dagegen als dafür.

    • @Sonnenhaus:

      Bemerkenswert ist viel eher, dass man hier bei geringsten Bedenken die Möglichkeit einer Täterschaft Linksextremer einfach so abtut und direkt den Russen diesen Sabotageakt in die Schuhe schiebt.

  • Für die rechten ist der Anschlag ein Glücksfall



    Und solange man die linken beschuldigen kann, ist alles bestens und muss nicht untersucht werden....

  • Hier sind die Kommentare auch nicht besser.

    • @Andreas J:

      Doch.

    • @Andreas J:

      Stimmt...viele der Kommentare hier unterscheiden sich im Niveau nicht von denen im Kommentarbereich der Welt.

      • @Die_Mitte_machts:

        Doch.