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Wahlarena in Sachsen-AnhaltUnd an die Fakten denken

Beim MDR-Wahlforum kommen die Bürger zu Wort. Streit und Reingequatsche gibt es trotzdem. Es geht so rasant zu, dass die Faktenchecker kaum nachkommen.

Da hat sich der MDR für „Fakt ist!“ viel vorgenommen. Sieben Parteien, 50 Bür­ge­r:in­nen und nur anderthalb Stunden Zeit. Die erste TV-Wahlarena zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt verspricht anders zu werden. Was die Leute wirklich bewegt? Nur darum soll es am Mittwochabend gehen, mit möglichst vielen Perspektiven, versprechen die Mo­de­ra­to­r:in­nen Susann Reichenbach und Stefan Bernschein. Ein Online-Faktencheck will live den Wahrheitsgehalt prüfen. Also los.

An den sieben Tischen vor dem Publikum stehen sieben Spitzenkandidat:innen: CDU, AfD, Linke, SPD, Grüne, FDP und BSW. Mehr wäre dann vielleicht doch zu viel gewesen. Wie lange wer spricht, entscheiden die Bür­ge­r:in­nen mit ihren Fragen, erklärt Moderatorin Reichenbach lächelnd. Hoffentlich haben die sich vorher abgesprochen, damit auch wirklich alle mal drankommen.

Die erste Frage hält sich zumindest irgendwie ans diplomatische Protokoll und visiert den amtierenden Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU) an. Die AfD steht in Sachsen-Anhalt bei mehr als 40 Prozent, sagt Silvio. Sie sei deshalb keine „Randpartei“ mehr. Will Schulze die per „Brandmauer“ wirklich ausschließen?

Schulze bedankt sich für die Frage und antwortet erst einmal auf etwas anderes. Aktuell habe niemand in den Umfragen eine Mehrheit. Und zur eigentlichen Frage: Den Begriff „Brandmauer“ verwende der CDU-Politiker nicht. Es komme auf Inhalte an, sagt Schulze, deutet zu seiner Rechten auf AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund und sagt: „Da unterscheidet uns schon einiges.“ Siegmund lacht. „Ja, stimmt.“

Kommt Zeit, kommt Fakt

Reichenbach hält Silvio das Mikro unter die Nase: „War das eine Antwort zu Ihrer Frage?“ Er schüttelt den Kopf und zuckt mit den Schultern. „Es gibt also keine Brandmauer?“, fragt der Bürger dann Schulze. Der probiert es noch mal. Erst im dritten Anlauf ringt er sich den Satz ab: „Ich habe nicht vor, mit der AfD zusammenzuarbeiten.“

Pro Frage ist auch eine Rückfrage erlaubt – inklusive Antwort. Praktisch für die Redezeit-Hamster. Wer mehr will, redet beim ersten Versuch einfach gelassen am Thema vorbei.

Nach einer Viertelstunde bekommen sich Siegmund und Eva von Angern (Linke) in die Haare. Es geht um eins der beliebtesten AfD-Themen: Ausgrenzung. In diesem Fall erzählt Siegmund, die anderen Parteien würden seine AfD seit zehn Jahren ausgrenzen. Ein Mitarbeiter der Linken habe ihm sogar vor die Füße gespuckt. „Also, das hat hier noch nie jemand getan“, fällt ihm von Angern ins Wort und schüttelt den Kopf. Es sei unlauter, das vor laufender Kamera zu behaupten. Siegmund will widersprechen. Stimmengewirr. Was steht beim MDR-Faktencheck dazu? Nichts. Schade.

Schulze teilt gegen Berlin aus

Irgendwann geht es um „Sachthemen“. In der Bürgerrunde stellt sich ein Daniel als CDU-Stadtrat in der Altmark vor. Er will unter anderem von Sven Schulze wissen, wo nach der Wahl mehr Geld für die Kommunen herkommen wird.

Schulze nickt und setzt zu einer trockenen Antwort an. Es sei wichtig, die Kommunen besser auszustatten. Er wolle Geld direkt und am besten ohne Auflagen vom Land weitergeben. Um das zu verdeutlichen, nennt er ein Beispiel und tritt – wie nebenbei – einmal in Richtung Bundesregierung. Das Finanzpaket, das Kanzler Merz (CDU) für Infrastrukturausgaben geschnürt hat, bezeichnet Schulze nicht als „Sondervermögen“, sondern als „Sonderschulden“. Aber diese „Sonderschulden“, die seien auch ohne Auflagen an die Kommunen weitergegeben worden.

Bislang ist die Redezeit unter den Parteien noch nicht besonders ausgeglichen. Moderator Bernschein gibt deshalb die Frage zu den Kommunen noch weiter, zunächst an die BSW-Spitzenkandidatin Claudia Wittig. „Wie kriegen wir wieder auskömmlich finanzierte Kommunen hin?“, fragt Bernschein und fügt an: „30 Sekunden bitte“.

Ein Countdown unten rechts im Bild läuft herunter, während Wittig versucht, so schnell wie möglich zu sprechen. Sie gestikuliert mit beiden Händen. „Wir geben das Geld falsch aus“, „langfristige Wirtschaftsförderung“, „unser Chemie-Dreieck“. Ticktack, Ticktack, Dong! Zeit ist um.

Die Inklusion beenden und damit durchkommen

Nun bekommt Susan Sziborra-Seidlitz (Grüne) ihre Chance. Schafft sie es in 30 Sekunden? Dong! Fast – zwei Sekunden überzogen. Als letzte darf FDP-Kandidatin Lydia Hüskens dran. Sie schafft es auch nicht. Na dann: nächste Frage an Siegmund.

Migration, sonst ein großes Thema in den Interviews des MDR mit den Kandidat:innen, interessiert die Bür­ge­r:in­nen bei „Fakt ist“ nur am Rande. Sie sprechen mehr über das Thema Bildung. Dieses Mal geht es um Inklusion an Schulen.

Michaela fragt, ob Siegmund die Inklusion von Kindern mit Behinderung auch dann abschaffen würde, wenn er selbst ein Kind mit Behinderung hätte? Er übergeht die Frage. „Das steht ja so nicht im Wahlprogramm.“ „Steht in ihrem Programm“, widerspricht Sziborra-Seidlitz mit Nachdruck. Siegmund ignoriert den Einwurf. Einen MDR-Faktencheck dazu gibt's bislang nicht. Also selbst nachgeschlagen: Im Programm der AfD steht wörtlich: „Wir werden die Inklusion unverzüglich beenden.“

Als es um Hochschulforschung zur Drohnenabwehr geht, ist mal wieder SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann an der Reihe. Der ruhige Ton des Professors erinnert direkt an einen Hörsaal. Er halte es für wichtig, dass Deutschland „verteidigungsfähig“ bleibe. „Es ist ein großes Glück, dass wir in unserem Land diese Forschungskapazität haben.“

Wenig später geht mal wieder eine Frage an Siegmund. Welche Konzepte habe er, um alle Menschen, auch queere oder ausländische, in Sachsen-Anhalt zu schützen? Diesmal ist Siegmund schnell auf dem Punkt: Ganz einfach, mit dem Rechtsstaat.

Allerdings sei aktuell seine AfD die einzige, deren Parteitage vor Überfällen geschützt werden müssten. Er kenne keine linke Veranstaltung, die Polizeischutz brauche. „Jeder CSD!“, widerspricht erneut Sziborra-Seidlitz. Der Faktencheck kommt später zum selben Ergebnis: „Die Aussage Siegmunds, nur Veranstaltungen der AfD würden unter Polizeischutz gesichert, ist somit nicht haltbar.“

Zum Schluss nimmt sich SPD-Kandidat Willingmann das Wort, als es um ländliche Kitas geht. Nur zwei Sachen will er nennen. „Eine Sache“, drängelt ihn Reichenbach. Gleich ist die Sendung vorbei. Pünktlich zu den Nachrichten muss Willingmann zum Punkt kommen. „Es ging schneller, als uns lieb ist“, verabschiedet Susann Reichenbach die Zuschauer:innen. Weiter im Programm.

Zwanzig Minuten später bestätigt auch der Online-Faktencheck des MDR: „MDR Wahlarena endet“.

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20 Kommentare

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  • Mendou

    Wie genau hätte der MDR Faktenfinder prüfen sollen ob da wirklich mal jemand gespuckt hat und warum sollte das nicht stimmen? Ich habe ähnliche Reflexe wenn ich AfDler sehe.



    Unser Heimatsender ist mit Sendungen wie Brisant und Kripo Live die gezielt Ängste verbreiten jetzt auch nicht ganz unschuldig am Aufstieg der AfD.

  • Hans Dampf

    43% AfD Wähler,



    und ich sehe nicht, dass die "etablierten" Parteien irgend etwas daraus gelernt und sich darauf eingestellt haben. Worauf warten sie, bevor sie endlich angemessen handeln? Denn bei 51% ist es zu spät.



    Nein, lieber zerfleischen sie sich gegenseitig, die Linke gegen die CDU und FDP, die Grünen gegen die FDP und CDU/CSU, die FDP gegen alles war rot und grün ist - nur die AfD steht in der Ecke und lacht sich ins Fäustchen.



    Macht endlich alle zusammen ein Aktionsprogramm gegen die AfD, sonst habt ihr bald gar nichts mehr zu melden.

  • Astrid Sehnefeld

    Ich habe die Fragerunde gesehen und war maximal enttäuscht.



    Alle relevanten Themen wurden komplett ausgelassen oder nur oberflächlich angeschnitten.



    Keine bissigen Fragen zu Migration, Überalterung, Wirtschaftskrise.



    Das große Problem an solchen "Fragerunden" ist, dass die Fragensteller vorher redaktionell ausgewählt werden.



    Und da hat man ganz klar gemerkt, dass der MDR 'auf Nummer sicher' gehen wollte.



    So kamen halt nur Bürger zu Wort, deren Fragen für keine Eskalation sorgen konnten...🤷



    Sehr schade.



    So bleibt alles wie es ist. Keine Partei konnte sich blamieren, keine konnte Punkten.



    Schulze und Siegmund haben zu Standardfragen ihre Standardantworten abgespult.



    Ein langweiliger Kaffeeklatsch war das.



    Nichts neues erfahren - das sich Wähler nach dieser Schlafveranstaltung umentscheiden, egal ob zur AfD hin oder von ihr weg, ist nicht zu erwarten.



    Verwaltungsfernsehen statt Information oder Unterhaltung war das.



    Gruslig langweilig 🫤

    • Klabauta

      @Astrid Sehnefeld:

      „ Das große Problem an solchen "Fragerunden" ist, dass die Fragensteller vorher redaktionell ausgewählt werden.“

      Ist das so? Haben Sie dazu belegbare Informationen?

  • Klabauta

    Ich habe mir die Diskussion angetan und stellte einmal mehr fest, dass derartige Formate zu nichts führen, und zwar aus mehreren Gründen:



    1. Häufig neigen die fragenden Bürger*innen dazu, ihre Frage vorab erst einmal ausführlich selbst zu beantworten, bevor sie sie überhaupt stellen.



    2. Fasse dich kurz! möchte man sowohl den Fragenden als auch den Politiker*innen zurufen. Mögliche Lösung: ein festgelegtes Zeitkontingent sowohl zum Stellen als auch zum Beantworten einer Frage. Danach wird rigoros das Mikrofon abgestellt. Ich gebe zu, dass das für weniger redegewandte Bürger*innen eine Herausforderung darstellt, aber man kann sich die Frage ja vorher auf einem Zettel notieren.



    Das alles würde dazu führen, dass mehr Leute die Gelegenheit bekämen, sich zu beteiligen, und die Politiker*innen gezwungen wären, ihr Geschwafel abzustellen.

  • Jalella

    Also eine PolitikerInnen-Runde wie gehabt. Sieht nicht neu aus. Die AfD lügt fröhlich vor sich hin, Standard ist, nicht auf Fragen konkret zu antworten. Und die schmale Zeitlimitierung sorgt dafür, dass es sowieso unmöglich ist, Themen in der angemessenen Tiefe zu diskutieren. Man versteht, warum Leute gleich auf TikTok ausweichen. Da hat man die Nullinformation wenigsten schon nach 2min hinter sich.

  • Tom Farmer

    CSD ist eine Partei und deswegen vergleichbar mit einer AfD Veranstaltung die geschützt werden muss?



    Allein der Tatbestand, dass die AfD im öffentlich rechtlichen TV an prominenter Stelle seine Positionen Verklärung darf ist das ultimative Zeichen, dass es letztlich DIE Brandmauer gar nicht mehr gibt.

    Vielen Dank an alle im Politikbetrieb, dass ich das erleben muss. Ironie off.

    Satz 1 hier oben zeigt wie gedacht wird, und wie einfach die Mimosen und Besserwisser der bisher regierenden Parteien ausgehebelt werden können. Und man stelle sich vor die AfD findet mal selbst einen richtigen Profi-Rattenfänger und nicht ebenfalls Halbamateure.... dann Gnade uns Gott in diesem Land. Es wird Zeit besser zu werden, Schulze hier, Schwesig dort.

  • Nachtsonne

    Die großen Themen Industriestandort, Insolvenzen, Lebenshaltungskosten, Energiepreise und Migration wurden weitgehend ausgespart. Eine merkwürdige Fragenauswahl des MDR wie ich finde. Darüber hinaus waren praktisch alle Politiker nur dann deutlich, wenn um um Beschuldigungen an die politische Kunkurrenz ging. Nach so einer Sendung kann man die zunehmende Politikerverdrossenheit nachvollziehen.

    • Aurego

      @Nachtsonne:

      Insolvenzen werden durch mangelhaftes Management und Verschwendung innerhalb der betroffenen Firmen verursacht. Pleitefirmen nicht mehr um jeden Preis vor dem Kollaps zu retten wie während der Pandemie, ist nur logisch.



      Lebenshaltungs- und Energiekosten sind wegen externer Ereignisse (Ukraine, Iran) stark gestiegen. Da kann man nur konsequent auf lokale und erneuerbare Energieerzeugung setzen.



      Migration benötigen wir wegen der demographischen Probleme dringend und weiterhin. Wir brauchen aber nicht nur indische Überflieger, sondern eine Menge Leute auch für relativ schlecht bezahlte Tätigkeiten. Um das zu verstehen, reicht es, sich in Industrieunternehmen umzuschauen.



      Der Industriestandort Deutschland braucht endlich mehr Binnennachfrage und dafür brauchen die Leute ganz einfach mehr Geld in der Tasche, das ihnen die Vermieter hoffentlich nicht gleich wieder aus derselben ziehen.

  • amigo

    In der MDR-Wahlarena inszenierte sich Ulrich Siegmund als lächelnder Schwiegersohn von nebenan. Er verteilt Einladungen zum Kaffeetrinken, schwurbelt von „ausgestreckten Händen“ und verkauft den gesichert rechtsextremen Landesverband als versöhnlichen Bürgerverein. Doch dieses treuherzige Grinsen ist ein brandgefährliches Täuschungsmanöver.



    ​Hinter der gegelten Fassade des TikTok-Populisten steht ein Mann, der beim berüchtigten Potsdamer Geheimtreffen saß und von völkischen Säuberungsphantasien träumte. Wer im Fernsehen den verständnisvollen Landsmann mimt, während im Hintergrund der autoritäre Umbau der Demokratie vorbereitet wird, betreibt Kalkül mit System.



    ​Man darf diesem Inszenierungstrick nicht auf den Leim gehen. Wer mit Siegmund Kaffee trinkt, sitzt einem Rechtsextremen gegenüber, der die Axt an unsere freie Gesellschaft legt. Das Weichspülen radikaler Inhalte vor TV-Kameras entzaubert ihn nicht – es macht ihn nur noch gefährlicher!

    • Nachtsonne

      @amigo:

      Sie kennen die Urteile zum Potsdamer Treffen? Nein, dann bitte erst nachlesen und danach im Kommentar anführen.

      • amigo

        @Nachtsonne:

        Ulrich Siegmund nahm an einer Zusammenkunft teil, bei der radikale Konzepte zur Reorganisation der Bevölkerung diskutiert wurden. Selbst wenn in einzelnen juristischen Scharmützeln um Wortlaute oder presserechtliche Zulässigkeiten von Einzelaussagen gestritten wird, bleibt die unbestrittene Tatsache bestehen: Das Treffen fand statt, die ideologische Ausrichtung wurde artikuliert, und die anwesenden Funktionäre boten diesen Inhalten eine Plattform.



        ​Wer sich in der Medienarena als bürgerlich inszeniert, während er Kontakte zu radikalen Strömungen pflegt und an solchen Runden teilnimmt, muss sich genau an dieser Diskrepanz messen lassen.

  • EchteDemokratieWäreSoSchön

    Ist wirklich keiner der beteiligten Politiker:innen auf die Idee gekommen, dass man die 5000 Milliardäre und Superreichen (>100 Mio. $) in Deutschland um 50 Mrd. € pro Jahr höher besteuern könnte, um den Kommunen mehr Geld zukommen lassen zu können, um so die Probleme zu lösen?

    Zur Erinnerung: Das Vermögen der 5000 Milliardäre und Superreiche in Deutschland ist seit 2024 um 400 Mrd. $ gestiegen - zum guten Teil ohne eigene Leistung dieser 5000. Das würde es die nicht umbringen 50 Mrd. € pro Jahr an zusätzlichen Steuern zu zahlen. Aber es wird diese Demokratie umbringen, wenn man das nicht macht.

    • Martin Sauer

      @EchteDemokratieWäreSoSchön:

      Das war eine Sendung zu einer Landtagswahl. Und Sachsen-Anhalt kann keine Supereichensteuer oder sonstige Reichensteuer einführen. Wieso soll man in diese Sendung über Bundespolitik reden.

      • EchteDemokratieWäreSoSchön

        @Martin Sauer:

        Eine Vermögenssteuer würde zwar von Bund eingeführt, aber die Einnahmen stehen den Ländern zu. Also gäbe es gute Gründe, das im Landtagswahlkampf zu thematisieren.

      • Aurego

        @Martin Sauer:

        Die Bundesländer können über eine Bundesratsinitiative einen Gesetzesvorschlag zur Wiedererhebung der Vermögensteuer einbringen, die an die Bundesländer fließen würde. Doch, die Länder können da durchaus etwas machen.

    • Aurego

      @EchteDemokratieWäreSoSchön:

      Die Linke kommt recht oft auf solche Ideen, aber auf die hört ja kaum jemand ...

      Ich schlage eine Besteuerung ähnlich wie im Kanton Basel (Schweiz) vor: Einkommensteuer um ca. 30% absenken und eine Vermögensteuer von 0,6% auf alle Vermögen über 100.000€ einführen.

  • Il_Leopardo

    Was nach dem Lesen des Artikels bei mir hängenbleibt:



    Eine Behauptung von Siegmund (AfD), nämlich das Spucken, die nicht bewiesen wurde.



    Eine Aussage zur Inklusion, die belegt, dass Siegmund (AfD) nicht einmal das eigene Programm kennt.



    Eine Aussage zum Polizeischutz von (politischen) Veranstaltungen, die zeigt, dass Fakten für die AfD keine Bedeutung haben - es geht um gefühlte Realität.

    • rero

      @Il_Leopardo:

      Ihr letzter Punkt trifft es nach meinem Verständnis nicht.

      Siegmund hat den CSD nicht für eine linke Veranstaltung gehalten.

      Ich übrigens auch nicht.

      Immerhin fährt in Berlin die CDU mit.

      Schade, dass der Faktencheck dazu nichts gesagt hat.

      Hätte Frau Sziborra-Seidlitz Recht und der CSD wäre eine linke Veranstaltung, müsste man ja nachträglich auch Frau Klöckner Recht geben.

      Dann hätte eine offiziell teilnehmende Gruppe von Bundestagsmitarbeitern und das Hissen der Regenbogenflagge der Neutralität widerspricht.

      Ich persönlich bin übrigens der Meinung, dass es dem Anliegen des CSD mehr nützt, wenn er sich nicht von Grünen oder der Linkspartei vereinnahmen lässt.

      Die Sichtbarkeit von Homosexualität und Queers sollte auch außerhalb des Kontextes linker Parteien verankert werden.

      Nur dann bleibt sie auch langfristig im gesellschaftlichen Konsens.

      • Il_Leopardo

        @rero:

        Nun, eine "rechte" Veranstaltung ist der CSD sicher auch nicht.



        Ich hab es so verstanden: Nicht nur Veranstaltungen der AfD müssen geschützt werden, sondern auch Veranstaltungen wie der CSD.



        So steht es dann auch weiter unten: "Der Faktencheck kommt später zum selben Ergebnis: Die Aussage Siegmunds, nur Veranstaltungen der AfD würden unter Polizeischutz gesichert, ist somit nicht haltbar.“



        Ich gebe aber zu, die Diskussion verläuft da ein wenig ungeordnet.. Siegmund spricht von "Parteitagen" und Sziborra-Seidlitz von "Veranstaltungen".