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Terror bei CSD in BerlinFBI warnte schon 2024 vor Anschlägen auf Prides

Vor zwei Jahren veröffentlichte das FBI eine Warnung zu Angriffen auf die LGBTQI+-Community. Auch CSDs in Deutschland werden zunehmend attackiert.

Ein Mann fährt mit einem Auto während des CSD 2026 in Berlin in Menschen – 16 Personen sind schwer verletzt, eine Frau tot. Die Polizei geht von einem Anschlag aus, fahndet nach dem Täter. In Österreich wurde 2023 ein Angriff auf den Wiener CSD verhindert, im Jahr darauf gab es offizielle Warnungen vor Angriffen auf Pride-Veranstaltungen aus den USA.

Dabei warnte das US-amerikanischen Federal Bureau of Investigation: „Ausländische terroristische Organisationen oder deren Anhänger könnten versuchen, die im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Pride-Monat im Juni 2024 zu erwartenden vermehrten Menschenansammlungen auszunutzen.“ Ähnlich das US-Außenministerium, das damals die Warnung veröffentlichte: „Seien Sie an Orten, die von Touristen frequentiert werden, einschließlich Pride-Feiern, wachsam.“

Obwohl weder konkrete Versammlungen noch Orte genannt wurden, wiesen die Strafverfolgungsbehörden darauf hin, dass Botschaften der Terrororganisation „Islamischen Staat“ (IS), die im Februar 2023 auf Englisch verbreitet wurden, Rhetorik gegen LGBTQI+-Veranstaltungen und -Veranstaltungsorte enthielten.

Das FBI bezog sich in seiner Warnung auch auf die Festnahme von drei IS-Sympathisanten, die 2023 versucht haben sollen, einen Angriff auf eine Pride-Parade in der österreichischen Hauptstadt Wien zu verüben.

Angriff auf queere Community in den USA 2016

Nachhaltig in Erinnerung geblieben in den USA ist der Angriff auf die queere Community im Jahr 2016, als ein bewaffneter Mann in der Nacht vom 12. Juni 2016 im Pulse Nightclub in Orlando im US-Bundesstaat Florida das Feuer eröffnete.

Das Pulse war ein bekannter LGBTQI+-Nachtclub, rund 300 Menschen befanden sich zu diesem Zeitpunkt dort. 49 Menschen wurden getötet, 53 weitere wurden verletzt. Es war der schwerste Angriff auf die LGBTQI+-Community, den die USA je erlebt haben.

Bericht: Knapp die Hälfte der CSDs laufen nicht ohne Störung ab

Das Forschungsnetzwerk ReGA (Research Against Global Authoritarianism) veröffentlichte im Juni dieses Jahres einen Bericht zu Angriffen auf Pride-Veranstaltungen in Deutschland. Dort wird berichtet, dass es in den letzten drei Jahren in Deutschland zu einer Zunahme von Angriffen auf Pride-Paraden, von als Gegendemonstrationen bezeichneten Neonazi-Kundgebungen sowie von queerenfeindlichen Übergriffen auf Organisatoren und Teilnehmer gekommen sei.

Der Fokus des Netzwerks liegt auf Entwicklungen im Bereich Autoritarismus, Rechtsextremismus und demokratiefeindliche Mobilisierung. Für 2025 stellte ReGA fest: „Nur 110 von 243 CSDs und Pride-Veranstaltungen fanden ohne dokumentierte Zwischenfälle statt – das heißt, ohne veranstaltungsbezogene (rechtsextreme) Demonstrationen oder Kundgebungen und ohne gemeldete Angriffe, Beleidigungen oder Drohungen.“

Gegen 17 CSDs gab es demnach rechtsextreme Versammlungen, jedoch keine Störungen; bei 35 CSDs gab es rechtsextreme Versammlungen und Störungen; und bei 81 gab es „nur“ Störungen, jedoch keine rechtsextremen Demonstrationen.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

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61 Kommentare

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  • Was ist das FBI nach Trump-Eingriffen eigentlich noch wert?

  • Doch! Der Anschlag hätte verhindert werden können: in dem der Attentäter seiner Verurteilung entsprechend die Haftstrafe antreten hätte müssen und nicht freigelassen worden wäre.



    So ist das mehrmals bisher gewesen: Was für Fehlentscheidungen!



    Auch in Brokstedt, Magdeburg, und vielen anderen psychopathisch motivierten Morden: warum werden die Täter als ungefährlich freigelassen?

  • "FBI warnte schon 2024 vor Anschlägen auf Prides"



    Vor Anschlägen auf Prides zu warnen, ist wie Menschen davor zu warnen, dass es nachts dunkel wird...🤷



    Anschläge auf Prides sind leider so sicher wie das Amen in der Kirche.



    So lange das FBI keine detaillierten Erkenntnisse hat, ist solch eine 'Warnung' nichts anderes als eine Wasserstandsmeldung ohne Wert.

  • "FBI warnte schon 2024 vor Anschlägen auf Prides"

    Ja und jetzt? Man wird niemals jede Eventualität abdecken und ausschließen können, solche Attentate lassen sich nicht zu 100% verhindern, leider. Ich finde diese Artikel nach solchen Anschlägen von wegen "wie hätte man das verhindern können", "wer hat Schuld" "XY hat schon vor Jahren gewarnt" immer schwierig....es muss sich etwas in den Köpfen der Menschen ändern und auch das wird man nicht bei jedem schaffen

  • „Sprüche, die nichts beinhalten!“

    Jeder Tote oder Verletzte bei einem Attentat ist einer zu viel – unabhängig davon, wer die Tat begeht.

    Hat ein Täter oder eine Täterin jedoch einen islamistischen Hintergrund, ist der öffentliche Aufschrei besonders groß. Dann melden sich auch jene Politiker zu Wort, die sich sonst abfällig über queere Menschen oder andere Minderheiten äußern.



    Sollte man nicht vielmehr fragen, warum es zu solchen Taten kommt? Der Täter ist hier geboren und sozialisiert – doch unter welchen gesellschaftlichen Bedingungen?

    Nach jedem Anschlag werden erneut Abschiebungen und schärfere Maßnahmen gefordert. Die eigentlichen Herausforderungen eines Zusammenlebens unterschiedlicher Kulturen, Ethnien und Geschlechter bleiben jedoch weitgehend unbeachtet.

    Solange die Alltagspolitik diese Ursachen ignoriert, bleiben viele Reaktionen bloße Sprüche, die nichts beinhalten.

    • @Okay:

      Was genau soll denn das nun konkret heißen?

      Dass ein Täter IN Deutschland sozialisiert wurde, bedeutet nicht viel. Man kann auch in Deutschland in einem islamistischen Milieu sozialisiert werden. Überhaupt gibt es ja nicht eine einzige “deutsche” Sozialisation, sonst wären wir ja fast alle gleich.

      Das Problem sehe ich eher gerade darin, dass es in Deutschland keine wirkungsvolle oder auch nur besonders sichtbare Islamkritik von links gibt. Anders als Kritik an zB der katholischen Kirche, die für deutsche Linke selbstverständlich ist.

      • @Suryo:

        "Dass ein Täter IN Deutschland sozialisiert wurde, bedeutet nicht viel."

        Doch. Das ist sogar extrem wichtig. Wir müssen uns nämlich fragen, wie es sein kann, dass unsere Gesellschaft solche Verbrecher hervorbringt und was wir dagegen tun können.

        • @warum_denkt_keiner_nach?:

          Jede Gesellschaft bringt Verbrecher hervor. Manche wählen sie sogar zu ihrem Staatsführern.

          • @snowgoose:

            Ja. Trotzdem muss man versuchen, dass es möglichst wenige sind. Und dazu muss man sich damit beschäftigen, wie sie zu Verbrechern wurden.

      • @Suryo:

        Und eine aus Ihrer Sicht bisher nicht vorhandene oder lautstärkere Islamkritik von links würde dann was bewirken?



        Würden sich die potenziellen Täter schämen oder von ihrer Tat Abstand nehmen? - Sorry, aber mit diesem Argument komme ich jetzt nicht mit...

        • @Der olle Onn:

          Stellen Sie sich mal vor, die Antifa würde nicht nur bei AfD-Treffen auffahren, sondern auch Präsenz vor islamofaschistischen Vereinshäusern und Moscheen zeigen.

          Meinen Sie, dass wäre völlig ohne gesellschaftlichen Einfluss?

          Warum sollte es bei Rechtsextremisten funktionieren und bei islamistischen Extremisten nicht?

          Ich würde sogar vermuten, dass kostet der AfD mehrere Prozent Wählerzustimmung.

        • @Der olle Onn:

          Man würde das Thema endlich nicht mehr den Rechten überlassen und könnte vielleicht bessere Lösungen als die finden.

          • @Suryo:

            Zumindest linke Atheisten kritisieren jede Religion.

            Im speziellen Fall geht es übrigens nicht um "Islamkritik" Es geht um islamistischen Extremismus. Den gilt es wie jeden Extremismus zu bekämpfen. Nicht die Religion an sich.

            • @warum_denkt_keiner_nach?:

              Keine Islamismuskritik ohne Islamkritik.

              Linke Positionen gegenüber dem Katholizismus bzw. Christentum zielen schließlich auch fast immer auch auf die Kernbereiche dieses Glaubenssystems und nicht nur auf irgendwelche Fanatismen.

              Man kann z.B. als linke Feministin nicht so tun, als sei das Kopftuch erst dann ein Problem, wenn dessen Trägerin auch ganz offiziell die Rechte von Frauen abschaffen will. Nein, auch das Kopftuch selbst ist mit einem linken Frauenbild nur schwer zu vereinbaren, denn dahinter steht nun mal wie hinter jeder geschlechtsspezifischen Kleidungsvorschrift die Prämisse, dass Frauen und Männer ungleich seien. Warum sollten entsprechende Prämissen bei unfanatischen Katholiken seziert und kritisiert werden, bei Muslimen aber erst, wenn sie zu Islamisten werden?

              • @Suryo:

                "Keine Islamismuskritik ohne Islamkritik."

                Genau der Denkfehler. Man durchaus Extremisten kritisieren, ohne eine ganze Religion zu verdammen.

                "Nein, auch das Kopftuch selbst ist mit einem linken Frauenbild nur schwer zu vereinbaren..."

                Genau nicht. Ein Kopftuch ist nur abzulehnen, wenn es der Trägerin aufgezwungen wird. Freiwillig ist es völlig in Ordnung. Auf die Entscheidungsfreiheit kommt es an. Deshalb ist es auch links, ein Kopftuchverbot abzulehnen.

  • Das macht mich sehr traurig. Schrecklich.

  • Eigentlich besteht doch eine Dauerwarnung, seit die USA dem Land ran den Krieg erklärt haben um so mehr.

    In Berlin war am Ende doch wieder ein Einzelner am Werk, den man bei der Festnahme vorsorglich erschossen hat. So wie damals bei Anis Amri. So werden die Hintermänner bestimmt nicht gefasst, wenn es denn welche gibt.

  • "Dabei warnte das US-amerikanischen Federal Bureau of Investigation..."



    Äh - braucht man für sowas eine Warnung des FBI? Ich hätte gedacht, da reicht gesunder Menschenverstand aus...

    • @sollndas:

      Ja, braucht es. Hierzulande will sich ja keine Dienststelle ohne 'smoking gun' offiziell äußern, könnte ja "islamophob" sein...

  • Wird das jetzt Normalität?



    Jedes Jahr mindesten 1 islamistisch begründeter Anschlag, jedes Jahr nur Bekundungen und trotzdem wieder Anschläge.



    Wenn das der Preis einer "offenen Gesellschaft" der ist, dass jedes Jahr dutzende Menschen getötet oder schwer verletzt werden von radikalen Islamisten (ich meine nicht Islamgläubige!), dann weiß ich nicht mehr, ob ich diese "offene Gesellschaft" überhaupt noch will will. Dann will ich, dass "Schutzsuchende" , die hier der schweren Körperverletzung und/oder räuberischer Erpressung verurteilt wurden, auch ausgewiesen werden, bevor aus eine Gefährder ein Mörder wird. Ein Schutzsuchender der Täter ist, braucht keine Schutz von uns. Schon zum Schutz und Akzeptanz der Mehrheit von "Eingereisten", die sich hier richtig gut benehmen, integrieren und unsere Kultur respektieren, statt sie zu bekämpfen. Und bei der Wahl werde ich künftig genauer darauf achten, wo welche Partei ihre Toleranzgrenzen ziehen will. Die Träumer-Linke und Hetzer-AfD aber scheiden auf jeden Fall aus.

    • @Hans Dampf:

      Der mutmaßliche Täter ist deutscher. Hier geboren. Nicht mit Schutzstatus usw

      • @DerLurch:

        Das macht‘s nicht besser, sondern ist gerade Wasser auf die Mühlen der Sellner / Potsdam Posse.

      • @DerLurch:

        O.K., wusste ich zum Zeitpunkt des Berichtes noch nicht. Aber er wurde wegen schwerer Körperverletzung und räuberischer Erpressung verurteilt und bekam trotzdem nur Bewährungsstrafe, er ist als Gefährder bekannt, wurde nach neuen Berichten als Gefährder überwacht. Wenn der Schutz der Unschuldigen vorgeht, dann darf er nicht in Freiheit sein.

        • @Hans Dampf:

          Ja, mag sein. Aber laut Tagesschau heute Abend sind von 255 bekannten islamistischen Gefährdern 155 derzeit auf freiem Fuß. Plus die als gewaltbereit eingestuften 9000 Menschen aus dem islamischen Spektrum zusätzlich. Die Zahl kommt wiederum (ebenfalls heute Abend in der Tagesschau) vom Verfassungsschutz. Die alle pauschal einzusperren wäre schon schwer. Und teuer. Und nichts rechtsstaatliches.

        • @Hans Dampf:

          "Aber er wurde wegen schwerer Körperverletzung und räuberischer Erpressung verurteilt"



          Da war er 14. Der typische Schulhof-Bully. Nichts was einen dazu destiniert, einen Terroranschlag zu begehen.

        • @Hans Dampf:

          Der Schutz der Unschuldigen geht aber nicht vor, sonst säßen wir alle in Einzelhaft. Zur Sicherheit.

          Warum er nur Bewährungsstrafen bekam, kann ich auch nicht sagen. Wenn das stimmt, sollte man da mal ansetzen. Unser Rechtssystem ermöglicht da bereits genug.

          Aber ich will nicht in einer Gesellschaft leben, in der der Schutz der Unschuldigen die oberste Maxime ist.

  • Würde ich wie Putin denken, hätte ich die russischen Geheimdienste beauftragt, im Ausland verdeckt Islamisten zu kontaktieren, diese zu Anschlägen auf Pride-Paraden anzustiften und sie bei der Planung und Vorbereitung der Attentate unterstützt.



    Für Putin wäre sowas ein doppelter Vorteil: Die von ihm verhassten Gruppen werden angegriffen und durch Attentäter mit islamistischem Hintergrund erreicht er sein Ziel der Stärkung von rechtsextremen Parteien und der Spaltung der Gesellschaft.

    Islamisten selbst dagegen gewinnen mit solchen Anschlägen unterm Strich nichts! Im Gegenteil, die Ablehnung (auch der friedlichen) Muslime steigt dadurch allgemein und Gebetshäuser und islamische Treffs werden weiter eingeschränkt oder gar verboten. Faktisch schaden Islamisten mit solchen Aktionen nur sich selbst, ihrer Religion und ihren Glaubensbrüdern. Ergibt also eigentlich keinen Sinn, deshalb würde ich hinterfragen, ob das wirklich von Islamisten allein ausgedacht wurde oder ob da nicht andere Drahtzieher dahinter stecken.

    • @tazzy:

      Gewalttaten einer Gruppe nützen nie dieser Gruppe in Bezug auf ihre Akzeptanz. Aber es ist ja gerade die Verblendung dieser Täter, die sie das ignorieren lässt.

    • @tazzy:

      Der Putin war's! Nee komm, das ist doch Hanebüchener Unfug. Haben Sie irgendeinen Beleg für ihre Aussage, oder können sie nur nicht wahrhaben, dass es mal wieder ein Islamist war?

      Diesen Menschen ist relativ egal wie das Standing der Muslime in Deutschland ist, weil sie

      a) Die Mehrheit der Muslime in Deutschland als Ungläubige betrachten



      b) Queere Menschen hassen und das mit dem Anschlag zum Ausdruck gebracht haben.

      Zudem ist der mutmaßliche Täter deutscher Staatsbürger, also nichts mit ausländischer Macht.

    • @tazzy:

      Wo werden Moscheen und islamische Treffs verboten?

      • @rero:

        2018 Kaufbeuren durch Bürgerentscheid.

        2024 IZH zusammen mit der Blauen Moschee. Verboten vom Innenministerium.

        • @Thomas Böttcher:

          In Kaufbeuren wurde nur der Bau einer richtigen Moschee per Bürgerentscheid storniert.

          Die Ditib-Gemeinde existiert dort weiterhin und nutzt ihren Gebetsraum.

          Auch mir vielen nur IHZ und Blaue Moschee ein. Die haben sich so dermaßen dreist Gebärden, da konnte man nicht mehr darüber hinwegsehen.

          Außerdem wurde wohl der Moscheeverein verboten, in dem Anis Amri verkehrte.

          Ansonsten passiert quasi nichts.

          Da haben wir wohl den gleichen Wissensstand, sonst hätten Sie vermutlich mehr Beispiele angeführt.

        • @Thomas Böttcher:

          "Das Bundesinnenministerium geht außerdem davon aus, dass das IZH eine bundesweite Struktur aufgebaut hat, die den örtlichen Moscheen die politische und religiöse Richtung vorgibt und im Auftrag des iranischen Staates eine antisemitische und demokratiefeindliche Grundhaltung weiterträgt."

          Zurecht.

          www.tagesschau.de/...m-hamburg-100.html

    • @tazzy:

      Putin soll russische Geheimdienste genutzt haben, um ein Attentat auf dem CSD durchzuführen? Echt?

    • @tazzy:

      Klar war das der Putin - der steckt doch hinter allem - oder? Ist mir völlig unklar aus welchen Gründen man angesichts des brandaktuellen Anschlages unbedingt so um die dritte Ecke denken muss... Bloß ganz einfacher verbohrter Islamismus ist Ihnen offenbar noch zu wenig?

      • @Der olle Onn:

        Ein Universalfeind ist eben praktisch...

  • Wir sehen schockiert und mit gebrochen Herzen auf die Unfähigkeit unserer Politiker.



    Es heißt nun die Ursachen anzugehen und nicht die Symptome bekämpfen zu wollen.

    • @Alex_der_Wunderer:

      Pauschale Politikerschelte?



      Was genau hätte die Politik rein praktisch und nicht theoretisch ausgedrückt tun sollen, damit so was nicht wieder passieren kann? Wo war die genannte Unfähigkeit der Politik?

    • @Alex_der_Wunderer:

      Und was wären Ihrer Meinung nach die "Ursachen", und was sind für Sie nur "Symptome"?

      Für mich wäre eine Ursache, dass man seit Jahren zusieht, dass sich islamistische Netzwerke und Parallelgesellschaften gebildet haben. Und man Leute, wie den Berliner Attentäter nur als "Gefährder" einstuft, sie "beobachtet" und "anspricht", anstatt sie schnellstmöglich außer Landes zu schaffen.

      Die "BILD" (ja, nicht die seriöseste Quelle) behauptet, der Täter sei vor Jahren in den Libanon ausgereist und dann nach Deutschland zurückgekommen. Wenn das stimmt und damals schon bekannt war, was das für ein Vogel ist, wäre das erschreckend.

      Und dumm für Sie, das könnten Sie nicht Herrn Dobrindt und der CDU/CSU anlasten, für die Nachsicht mit dem fanatischen Islam sind andere politische Richtungen verantwortlich.

      • @ PeWi:

        Er musste als deutscher Staatsbürger wieder zurück genommen werden.

      • @ PeWi:

        Die Politik in DE hat jahrzehntelang konservative Islamverbände walten lassen, weil es so für den Staat kostenfreie Sozialversorgung in den Moscheen gab, und man sich nicht um Integration bemühen musste.







        Wieso behaupten sie, diese Probleme stammten von DIE LINKE und den Grünen, obwohl beide Parteien erst spät gegründet wurden, lange nach der muslimischen Einwanderung nach DE?

        Die Gründe für Islamismus und Parallelgesellschaften (sie meinen vermutlich keine Milliardärsclubs) sind Armut, Sozialstrukturen, geschichtliche Faktoren, und natürlich auch Ideologien. Es sind Randerscheinungen, im Gesamtbild betrachtet.

        Selbstverständlich gibt's jede Menge Probleme (zB den fürchterlichen Mordanschlag am Samstag), selbstverständlich ist Islamismus zu kritisieren und zu bekämpfen, das würden die allermeisten Linken so unterschreiben. Wie das geschieht, darüber ist eine Debatte notwendig.

        Ihre Behauptungen halte ich für unterkomplex, irreführend und somit (leider) AfD-nah, sie ziehen damit linke und grüne Politik in den Schmutz (und nehmen auch noch A. Dobrindt in Schutz).

        Ich ziehe direkt eine Linie und frage: fühlen sie sich mächtig, wenn sie so schreiben, und wem nützt ihr Text?

        • @Hymynameis:

          Die türkischen "Gastarbeiter" haben doch eher unauffällig gelebt und ihren Glauben privat praktiziert.

          Erst mit der islamischen Revolution hat eine Entwicklung eingesetzt, die zu den "Parallelgesellschaften" der Muslime geführt hat.

          Dafür sind Grüne und Linke nicht verantwortlich, wohl aber für das Ignorieren und Bestreiten, bestimmte Entwicklungen in der muslimischen Community könnten etwas mit dem Islam bzw. der Islamisierung der Muslime zu tun haben.

          Stattdessen haben sie, als gute Linke, auf "Strukturen" und wirtschaftliche Verhältnisse verwiesen und die Verantwortung für nicht funktionierende Integration allein den "biodeutschen Eingeborenen" zugewiesen. Siehe auch den "Abschiedsbrief" von Frau Rahman.

          Das war natürlich bequem, da es ins eigene Raster gepasst hat und man dieses Raster/Weltbild nicht überprüfen musste, sondern es nur von den "anderen" verlangte.

        • @Hymynameis:

          "Die Gründe für Islamismus und Parallelgesellschaften (sie meinen vermutlich keine Milliardärsclubs) sind Armut, Sozialstrukturen, geschichtliche Faktoren und natürlich auch Ideologien." Was für mich an dieser und ähnlichen Auffassungen zu kritisieren ist: dass immer "die Gesellschaft" und alles mit ihr zusammenhängende für individuelles Versagen verantwortlich gemacht wird. Zunächst einmal ist jeder Mensch für sich selbst verantwortlich und muss alles in seiner Kraft stehende tun, um im Leben voranzukommen. Erst wenn die eigenen Kräfte überspannt werden (würden), darf die Gemeinschaft hinzugezogen werden.



          Und: Das betrifft nicht nur das Aus- und Fortkommen, sondern auch die Pflege der eigenen Gedanken und Emotionen. Das sollte (und kann auch nicht) dem Einzelnen abgenommen werden. Für Hass oder Achtung ist keine Ideologie, Religion u.s.w. verantwortlich. Jeder kann dem folgen, muss es aber nicht. Einklang von Denken und Tun hülfe weiter.



          Individualismus sollte eben nicht "Rosinenpicken" bedeuten, sondern Übernahme der vollen Verantwortung für das eigene Tun und Lassen.



          Und an diesem Punkt muss "linke und grüne Politik" leider (auch traditionell) noch intensiv nacharbeiten.

      • @ PeWi:

        Der Täter war in Ditschl geboren und dt. Staatsbürger, hätte nicht ausgewiesen werden können.



        Als er (natürlich von ausländischen Geheimdiensten) beim Versuch, sich dem IS anzuschließen, erwischt wurde, kam er nach D zurück, wurde angeklagt und zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Mehr ist bei so etwas in der dt. Justiz nicht drin.

  • Gar nicht erwähnt wird hier der Anschlag auf den Pride in Oslo.

    Übrigens war dort am Tag danach die Stimmung in der Stadt und im Land eine ganz andere. In Berlin sind heute Morgen die Cafés voll, nirgendwo nimmt man auch nur annähernd die Betroffenheit, die Trauer und den Trotz wahr, die damals in Norwegen vorherrschten.

  • IS Anhänger versuchen queere Menschen zu töten. Das sollte man nicht mit rechtsradikalen Gegendemonsteationen verquirlen.

    • @Marmot:

      Es handelte sich nicht einfach nur um Gegendemos, sondern um queerenfeindliche Übergriffe auf Organisatoren und Teilnehmer.

      • @Il_Leopardo:

        @ II Leopardo



        Unser aller Freiheit wurde brutal und Feige angeriffen. ❗️

    • @Marmot:

      Ich finde nicht, dass der Artikel hier etwas verquirlt. Es wird differenziert dargestellt, dass die Feindschaft gegenüber Menschenrechten bzw. die Ablehnung queerer Rechte nicht nur beim IS vorhanden ist, sondern auch bei Rechtsradikalen. Das rechtsradikale Gegendemonstrationen ein Nährboden für weitere Gewalt sind, beweisen die Jagszenen von Rechtsradikalen im Osten bei CSDs. Der Kampf muss gegen alle Feinde der Menschrechte erfolgen, egal ob IS oder Rechtsradikale! Das zu bennen ist leider dringend notwendig. Queere Personen sind eine besonders vulnerable Gruppe. IS tötet sie, Rechtsradiakle jagen sie. Und von der jagt zur Tötung ist es nur ein kleiner Schritt. Die Einschätzung deckt sich auch mit den der Sicherheitsbehörden in diesem Land. Während die Methoden (Einzeltäter-Terror vs. organisierte Einschüchterung und Treibjagden durch Gruppen) variieren, ist das ideologische Ziel – die Bekämpfung von Vielfalt und Menschenrechten – bei beiden extremistischen Strömungen identisch. Die Einstufung queerer Personen als besonders vulnerable Gruppe ist vor diesem Hintergrund laut Opferschutzberichten zutreffend.

      • @Hannah Remark:

        Quere werden doch nicht nur vom IS als Feinde betrachtet



        sondern in vielen muslimischen Staaten mit drakonischen Straffen verfolgt, weil die Scharia dafür offensichtlich eine



        religiöse Rechtfertigung bietet. Auspeitschungen in einigen Ländern ist doch Ausdruck unmenschlicher



        Behandlung von queeren Personen.

      • @Hannah Remark:

        Hannah Remark: Der Amokfahrer beim CSD war ein Islamist. Warum wird hier überhaupt über Rechtsradikale geschrieben? Angenommen der Täter wäre ein Rechtsradikaler gewesen, würde dann hier auch über Queerfeindlichkeit von Islamisten geschrieben werden? Natürlich nicht

        • @Wolferich:

          Oh, wie war das eigentlich, als man rechtsradikale Morde jahrelang den Islam gläubigen Familien andichtete?

        • @Wolferich:

          Natürlich würde darüber berichtet werden, wenn Islamisten Gegendemos und Menschenjagden veranstalten würden wie Rechtsradikale. Die Medien würden im Kontext der vulnerablen Gruppe völlig zurecht darauf hinweisen, dass viele Anfeindungen vorliegen gegen diese Gruppe. Mein Ansatz argumentiert hier sachlich und warnt vor einer parteiischen Instrumentalisierung der Tat. Statt Extremismusformen gegeneinander aufzurechnen oder zu verharmlosen, plädiere ich für einen ganzheitlichen Schutz von Minderheiten und einen konsequenten Kampf gegen jede Form von Menschenfeindlichkeit.

  • "Der Fokus des Netzwerks liegt auf Entwicklungen im Bereich Autoritarismus, Rechtsextremismus und demokratiefeindliche Mobilisierung."

    Heißt das, sie haben den islamistischen Extremismus gar nicht auf dem Schirm?

    • @rero:

      Was queere Veranstaltungen angeht, war es wohl in der Vergangenheit so. Die Attacken kamen aus der rechten Ecke.

      • @Il_Leopardo:

        Es gab aber auch immer wieder Berichte über Angriffe auf Schwule und queere Personen durch hier lebende Muslime. Allerdings standen die eher in der FAZ oder der WELT.

        • @ PeWi:

          Ja, die gab und gibt es. Aber Angriffe auf Schwule gab es auch schon vor 2015 und meist waren es Leute aus dem deutschen Prekariat - sogenanntes Schwulen oder Gaybashing.

    • @rero:

      Man macht es sich einfach und definiert radikalen Islamismus einfach als Rechtsextremismus. Dabei ist es meines Erachtens eine eigene Kategorie des Extremismus, weder rechts noch links, sondern pseudo-religiös "legitimiert".

      • @Hans Dampf:

        Breivik war auch religiös motivierter "Tempelritter". Für mein dafürhalten ist der ideologische Unterschied zwischen solchen Typen und Islamisten zu vernachlässigen.



        Und ja, ich halte Islamismus für eine Spielart des Rechtsextremismus.

      • @Hans Dampf:

        wieso pseudo?

        • @Jutta57:

          Weil sie den Glauben missbrauchen um ihre Taten zu rechtfertigen.