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Jurist über Gen-Z-Proteste„Politiker nehmen Einschüchterung bewusst in Kauf“

CDU und Polizeigewerkschaft drohen bei den Gen-Z-Protesten mit einer Polizei ohne Gnade. Der Jurist Michael Plöse erklärt, was solche Äußerungen anrichten.

Interview von

Malte Steinmüller

taz: Herr Plöse, am Samstag wollen im Rahmen der Gen-Z-regelt-Proteste bundesweit über Hunderttausend junge Menschen auf die Straßen gehen, viele davon minderjährig. Was bedeutet das für die Polizei? Muss sie anders agieren, als wenn sie Erwachsene vor sich hat?

Michael Plöse: Grundsätzlich ist die Versammlungsfreiheit unabhängig vom Alter als Grundrecht gewährleistet und so auch durch die UN-Kinderrechtskonvention verbürgt. Nur nach der Festnahme von Jugendlichen gelten besondere Regeln. Denn wenn die Polizei Minderjährige befragen will, darf sie das nur im Beisein der Erziehungsberechtigten.

taz: Von CDU-Politikern wird bereits vor Krawallen gewarnt. Manuel Hagel, Innenminister von Baden-Württemberg, droht mit „aller Härte des Rechtsstaats“. Wie wirkt sich das auf das polizeiliche Handeln aus?

Plöse: Zunächst ist natürlich rechtlich irrelevant, was irgendwelche Innenminister von sich geben. Denn der Staat muss das Grundrecht der Versammlungsfreiheit ermöglichen. Versammlungen sind notwendige Risikoanzeiger für eine gesellschaftliche Entwicklung. Proteste sind also eine notwendige Stellschraube der freiheitlichen demokratischen Grundordnung.

Im Interview: Michael Plöse

ist Rechtsanwalt in Berlin und Lehrbeauftragter an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR).

taz: Was halten Sie dann von solchen Aussagen?

Plöse: Selbst wenn sich diese Drohungen nur gegen einzelne – möglicherweise tatsächlich gewalttätige – Teilnehmende richten, schrecken sie davor ab, das Versammlungsrecht wahrzunehmen. Somit nehmen Politiker bewusst in Kauf, dass friedliche Protestierende sich nicht mehr auf die Straßen trauen, weil sie Angst vor Ausschreitungen oder Maßnahmen des polizeilichen Zwangs haben.

taz: Rechnen Sie denn mit Polizeigewalt?

Plöse: Dazu kann es immer kommen. Dafür reicht schon ein Missverständnis. Wenn die Polizei taktische Festnahmen in Situationen durchführt, die für die Demoteilnehmenden nicht nachvollziehbar sind, kann es zu Solidarisierungen der Protestierenden kommen. Das kann die Polizei dann wiederum als Tätlichkeit werten, was sie zu Gewaltausübung berechtigt. Gerade bei jungen Menschen sollte die Polizei deshalb vorsichtig vorgehen.

taz: Bei zwei Schulblockaden vorletzte Woche in Berlin ging die Polizei recht rabiat gegen die Schü­le­r:in­nen vor, es gab Rangeleien und auch Festnahmen. Ist das gerechtfertigt?

Plöse: Das kommt immer auf den Einzelfall an. Ein Schubser gegen einen Polizeibeamten genügt strafrechtlich für die Einstufung als Tätlichkeit. Die Polizei muss darauf immer verhältnismäßig reagieren. Sie darf aber auch gewaltvoll gegen Menschen vorgehen, wenn sie Widerstand brechen soll. Das Gewaltpotenzial ist also sehr asynchron.

taz: Wie sollte die Polizei denn umgehen mit Schulblockaden? Muss sie die freiräumen?

Plöse: Grundsätzlich gehört die Blockade zum Versammlungsrecht. Wenn sie ohne Gewalt und Gefahren besteht, hat der Staat sie rechtlich zu schützen. Wenn allerdings schwerwiegende Sicherheitsbedenken bestehen, kann es sein, dass die Polizei eine Versammlung auflösen darf. Falls die protestierenden Personen sich dann nicht freiwillig entfernen, auch mit Zwang.

taz: Was wären denn „Sicherheitsbedenken“?

Dazu gehören beispielsweise konkret blockierte Sicherheitswege für Krankenwagen. Wenn aber keine Eile geboten ist, darf die Polizei den Protestierenden keinen Schmerz zufügen.

taz: Konservative und rechte Politiker fordern teilweise, das Strafmündigkeitsalter von 14 auf 12 Jahre herabzusetzen. Was halten Sie davon?

Plöse: Die CDU verlangt verantwortungsvolles Handeln von der Jugend, ignoriert aber ihre fehlende Zukunftsperspektive. Erstens zeigen die Erfahrungen aus anderen Staaten, dass die Jugendkriminalität durch die Herabsetzung des Mündigkeitsalters nicht sinkt. Dafür belastet die Regelung die Gerichte mit vielen zusätzlichen Verfahren. Zweitens wird es nicht den Anforderungen der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen gerecht.

taz: Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jochen Kopelke, sprach in einem Bild-Interview davon, dass sich unter die Schülerschaft auch junge „Krawallmigranten“ mischen würden, die „Bock auf Gewalt gegen die Polizei haben“. Sie dürften von der Polizei „keine Gnade erwarten“. Wie verantwortungslos ist das?

Plöse: Da besteht möglicherweise schon ein Anfangsverdacht für Volksverhetzung. Hier ist eine bestimmte Bevölkerungsgruppe angesprochen. Wahrscheinlich fällt die Äußerung trotzdem noch unter die Meinungsfreiheit, deswegen würde ich hier nicht strafrechtlich gegen vorgehen. Aber ich halte es auf jeden Fall für eine rassistische Äußerung und einen enthemmenden Aufruf zur Gewalt.

taz: Wieso ist die Aufregung denn eigentlich so groß, wo es doch in Deutschland, vor allem bei den Schulstreiks gegen die Wehrpflicht, immer friedlich zuging?

Plöse: Dafür gibt es verschiedene Gründe. Einer ist, dass es für Politiker viel einfacher ist, Gewaltszenarien heraufzubeschwören, als sich mit den Problemen der Jugend auseinanderzusetzen. Deshalb delegitimieren sie die Proteste.

taz: Gab es in der Vergangenheit auch in Deutschland große, gewalttätige Jugendproteste?

Plöse: Ja, die gab es. Ein Beispiel sind die Schwabinger Krawalle in den 1960er Jahren von Studierenden, Lehrlingen und einer jungen Arbeiterschaft. Die hunderte Verletzte und Festnahmen führten zu einem Umdenken der Polizei in Richtung Deeskalation. Auch in den darauf folgenden 1968er-Protesten kam es zu großen gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei.

taz: Der Berliner Landeschef der GdP hat gesagt, niemand müsse Angst haben, der sich friedlich verhält. Können sich die Jugendlichen darauf verlassen?

Plöse: Nein, auf keinen Fall. Solche Aussagen halte ich wirklich für Quatsch. Es ist immer denkbar, dass man als friedliche Person zum Kollateralschaden einer polizeilichen Maßnahme wird.

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21 Kommentare

  • Frauke Z

    Vor Kurzem las man hier in der taz eine ganze Reihe von Artikeln und Kommentaren, die (mit wenigen erfreulichen Ausnahmen) die Gewalt in Frankreich völlig verständlich, vielleicht gar so etwas wie berechtigt fanden.



    Die Äußerungen in Deutschland sind offensichtlich durch Frankreich motiviert und sollen Nachahmer abschrecken.



    Ob das nötig war und ob es wirkt, ist eine ganz andere Frage. Nur macht dieser Kontext der Mitleidston mit den unschuldigen Demonstranten in diesem Interview ziemlich scheinheilig.

  • Kaboom

    Die diversen CDU-Politiker, die sich nicht entblödet haben, junge Leute, die ihr Recht auf Versammlungsfreiheit ausüben wollen, zu bedrohen, sollten sich nicht wundern, wenn die Umfragewerte der CDU bei eben diesen jungen Leuten (und vermutlich nicht nur bei denen) noch weiter zurückgehen.

    Stuttgart kennt das ja, wenn die Polizei brutal gegen Demonstranten vorgeht, Dietrich Wagner kann ein Lied davon singen.

    Anzumerken ist noch, dass Hagel Innenminister einer grün-schwarzen Regierung ist. Und dass der grüne MP nichts getan hat, um den verbalen Amoklauf seines Innenministers einzufangen.

  • MarsiFuckinMoto

    Wo ist das Problem? Wenn ein 16jähriger Scheiben einschmeißt und/oder Steine in Richtung von PolizistInnen wirft: dann hat das mit „Versammlungsfreiheit“ oder „Demonstrationsrechten“ nichts mehr zu tun, es ist schlicht Gewalt und die wird halt bekämpft. Wenn der Jugendliche deswegen in letzter Konsequenz Tränengas ins Gesicht bekommt oder der Arm bei der Festnahme schmerzhaft nach hinten gedreht wird: Pech gehabt, denn der Rechtsstaat garantiert nicht nur die Grundrechte von Demonstrierenden, sondern auch die von Polizei und Anwohnern. Und da muss sich nunmal ebenfalls niemand Gewalt gefallen lassen. Das vorher klar zu machen halte ich für völlig unproblematisch. Ich weiß zum Beispiel auch, dass es Polizeigewalt im Stadion geben kann, trotzdem gehe ich mit meiner Tochter hin. Warum? Weil ich mich nicht in der Nähe von Menschen aufhalte, die Pyro in Richtung anderer Fans werfen etc., dementsprechend habe ich auch mit der Polizei keine Berührungspunkte. Das gleiche gilt für eine Demo: Wenn ich zwei Stunden direkt neben Leuten herlaufe, die Steine, Böller etc. in Richtung Einsatzkräfte werfen, dann sollten mir die Konsequenzen klar sein und dann krieg ich u.U. auch was ab...

  • realnessuno

    Was soll ständig diese Betonung, dass "friedliche" Demonstranten die Guten seien und ihre Grundrechte wahrnehmen sollten??



    Die bösen "Gewaltbereiten" sind ja so ibä, von denen muss man sich distanzieren?



    Wer so denkt hat schon die Spaltung im Kopf und steht demnach nicht mehr für die Inhalte, sondern verteidigt eine "Form". Wer schon einmal bei einer Demo mit dabei war weiß, dass kaum jemand hingeht um Gewalt zu erleben! Aber dass eben im Verlauf der Veranstaltung dann viele Dinge möglich sind, die man nicht unbedingt gut findet, aber von denen man sich auch nicht abhalten lassen soll.



    Wer also schon von vorneherein spalterische Gedanken hegt, tut das Gleiche wie ein Innenminister: Er/Sie konzentriert sich auf eine dräuende ominöse "Gewalt", die es unbedingt zu vermeiden gilt und darum zuviel Aufmerksamkeit fordert. Auch DAS hindert dann Menschen daran, ihre Rechte zu verteidigen!

  • Desti

    Verstehe ich es richtig, dass Jugendliche nicht an Protesten teilnehmen, aus Angst vor der Polizei und nicht vor möglicherweise gewalttätigen Ausschreitungen von Männern?

  • Lieselotte Schellong

    Wäre interessant, wie ne Demo ohne Teilnahme des martialischen schwarzen Polizeiblocks aussehen und ausgehen würde...



    Erinnere mich an eine Wackersdorf Demo, bei der einige Aktivisten versuchten, den Zaun zu überwinden, die große Masse, auch viele einheimische Familien, aber ganz friedlich vorbeizogen. Die Polizei schoss die CS Granaten schön über die Chaoten hinweg in die Menge. Als wären sie mit den Radikalinskis verbündet gewesen. Die bedingen sich leider gegenseitig.

  • Flix

    Hagel scheint ein Bruder im Geiste von Fritze Zimmermann (CSU) zu sein. Dessen legendärer Ausspruch „Gewaltfreier Widerstand ist Gewalt“ gehört zu dem Absurdesten, was Unionspolitiker in den letzten Jahrzehnten von sich gegeben haben.



    Der Traum von Union und Teilen der SPD scheint nach wie vor ein Obrigkeitsstaat preußischer Prägung zu sein.



    Früher waren es die „Langhaarigen Bombenleger,“ die es zu bekämpfen galt, heute sind es die „Krawallmigranten.“

  • Dr. McSchreck

    Ich denke im Gegensatz zu dem Professor, dass die Ankündigung (nicht Drohung), dass man gegen Gewalttäter mit aller Härte vorgehen wird, dazu beitragen kann, dass weniger Gewalt stattfinden wird, insbesondere weniger polizeiliche Reaktionen.

    Denn wenn diejenigen sich klar abgrenzen, unter denen die Gewalttäter regelmäßig Schutz suchen, unterbleibt ggf auch die Gewalt, weil das (unfreiwillig) schützende Umfeld fehlt.

  • davux

    Als meine Kinder vor über zehn Jahren mit selbstgebastelten Plakaten demonstrierten, war mein Albtraum, dass eine Polizistin oder ein Polizist eine meiner Töchter bei einem Zugriff verletzt. Ich weiß bis heute nicht, wie ich reagieren würde – wahrscheinlich nicht ruhig, obwohl ich der Polizei familiär verbunden bin. Juristisch würde ich verlieren.



    Genau diese Ohnmacht beschreibt der Text: Das Gewaltpotenzial ist ungleich verteilt. Ein Schubser genügt für eine strafrechtliche Tätlichkeit, während friedliche Menschen jederzeit Kollateralschaden polizeilicher Maßnahmen werden können. Wer mit „Polizei ohne Gnade“ droht, nimmt bewusst in Kauf, dass Familien aus Angst zu Hause bleiben.



    Das ist das Perfide: Die Drohung trifft nicht alle, aber genau die, die sie treffen soll. Aus der Ohnmacht, die junge Menschen auf die Straße bringt, wird so die bittere Erkenntnis, dass der Rechtsstaat den Schutz der eigenen Kinder zur Mutprobe macht.

  • FtznFrtz

    Die Union kommt immer mit dem gleichen Quatsch, sinnentleerte "Law-And-Order"-Folklore, rechtswidrig und in großen Teilen einfach dämlich.



    Der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz gilt natürlich nach wie vor, es geht um Delegitimierung der Proteste, das wirklich unsinnige Gerede von Söder, Dobrindt und anderen soll offenbar von einer weiteren Normalisierung der AfD ablenken.

  • Dietmar Rauter

    Es gibt in 'der Politik' Viele, die um ihre sorgfältig in Netzwerken geknüpften Karrieren fürchten, wenn plötzlich echte und inhaltliche Forderungen, z.B. einem Überleben in der Klimakatastrophe, nach einem selbstbestimmten Leben ohne Armut oder Angst um den Job, um zu hohe Lebenshaltungskosten in einer Welt der Superreichen oder Börsenmanager, die keine renditeträchtigen Anlagen mehr kennen. Politiker, die viel versprechen und Schulden ohne Ende machen, also ihre Probleme heute zukünftigen Generationen vor die Füße schmeissen, die mögen keinen Protest, sie verschanzen sich hinter einem Staatsapparat mit der Ausrede 'die Demokratie' schützen zu müssen, in Wahrheit aber nur um ihren Einfluss fürchten und eigentlich längst in die Wüste gehören, weil ihnen Zukunft schnuppe ist, wie die Klimakrise beweist und sie sich eben nicht kümmern um die kulturelle Verelendung, die asoziale Medien hervorrufen. Insbesondere die 'Volksparteien' sind infiziert von diesem Virus, aber auch mit ihnen koalierende Grünen, alle sehen sich von berechtigtem Protest der Jugend und volkstümelndem Widerstand von rechts bedroht , wenn jetzt beide auf die Strasse gehen. Sollen wir da nur blindlinks zuschauen ?

  • Sam Spade

    Wenn ein Anfangsverdacht wegen Volksverhetzung von Seiten des GdP Vorsitzenden besteht, dann geht es nicht um ein "würde nicht strafrechtlich dagegen vorgehen".

    Volksverhetzung ist ein Offizialdelikt, es besteht daher Verwolgungszwang seitens der Staatsanwaltschaft.

    Anders sieht es beim Strafttatbestand der Beleidigung aus, der hier auch vorliegen könnte.

    Der Kontext der Aussage "Krawallmigranten" fällt dabei ebenso ins Gewicht wie die Tatsache das Amtsträger u.a. dem Mäßigungsgebot unterliegen. Das gilt auch für öffentliche Äußerungen.

    Davon kann bei rassistischen Äußerungen und der öffentlichen Stigmatisierung von Migranten aber nicht die Rede sein.

    Spiegelt aber die derzeitigen Zustände in Deutschland wieder. Wenn selbst der Vorsitzende der GdP rassistische Äusserungen in einem Interview verbreiten kann und wahrscheinlich keine rechtlichen Konsequenzen zu fürchten hat, braucht sich niemand im Land mehr über eine Verrohung der Sprache und der Sitten zu wundern.

    Das Ganze aus der Ferne betrachtet, verursacht bei mir nur noch Stirnrunzeln.

    • Flix

      @Sam Spade:

      Unabhängig von der rechtlichen Bewertung der Aussage ist der Mann als Vorsitzender einer DGB-Gewerkschaft und als Polizist untragbar. Davon, dass er seine Arbeit und das damit verbundene, ihm übertragene Gewaltmonopol mit der gebotenen Neutralität ausübt, kann man wohl nicht mehr ausgehen.

    • Klabauta

      @Sam Spade:

      Aus der Nähe betrachtet erzeugt es Übelkeit.

      • YeahYeah

        @Klabauta:

        Schonmal was von der Stuttgarter Krawallnacht gehört? Und wer den Protesttermin auf Halloween gelegt hat, hat ganz bestimmt nicht an das Vermummungsverbot gedacht….

  • Vic Merz

    Ein weiterer Tiefpunkt dieser aktuellen Regierung bzw der ach so tolleranten 'union', drohen, draufhauen, knüppeln! Das GG ist ja nebensächlich, Hauptsache diese 'linke' bekämpfen!! Der autoritäre nazi Unterton wird genauso überhört, ist ja eh schon alles AFD scheinbar....



    So zeigt man rückgrat!!



    Wann ist endlich Schluss mit diesen hohlköpfen an der Macht?!

  • Perkele

    Auch wenn ich in diesem Forum schon x-mal die Forderung gestellt habe, ich wiederhole das: Es ist dringend nötig, die Institutionen des Staates wie Polizei und Justiz durch eine Untersuchung auf Rechtsradikalität und Gewaltbereitschaft entweder zun entlasten oder solche Tendenzen wirksam zu bekämpfen. Doch die csdU und agD wollen genau das nicht, weil sie nicht zu Unrecht befürchten müssen, dass eine solche Aufarbeitung Ergebnisse bringt, die den Rechtslastigen gar nicht gut gefallen würde. Genau deshalb wird das mit aller Kraft verhindert und die sPD schaut wie immer nur zu. Ergäbe diese Untersuchung aber, dass nichts dergleichen vorliegt, dann ist das ein unerhörter Imagevorteil des Apparates, der allen !! zugute käme.

  • Axel Schäfer

    Als Mitglied einer DGB Gewerkschaft verurteile ich die vorverurteilenden und bedrohliche ich die Aussagen von Herrn Kopelke. Wenn ihm langweilig ist soll er sich andie Fahndung nach den hunderten rechtsrsdikalen Tätern machen die untergetaucht sind und keine Schulkinder bedrohen.

  • Sabine Hofmann-Stadtländer

    Vielen Dank für das Interview und die klare Einschätzung!



    In einem Kommentar zu einem anderen Artikel hatte ich schon darüber geschrieben, dass sich durch eine solche Vorgehensweise der Politik bzw. der Polizei die jungen Menschen entweder radikalisieren oder zurückziehen könnten. Beides können wir nicht wollen!

  • Andreas Flaig

    Danke für das Interview!

    "Die Polizei bereite sich bereits intensiv vor, sagte Hagel im Stuttgarter Landtag. "Für diesen gewaltbereiten Mob ist Baden-Württemberg der falsche Ort", warnte er. "Wir werden mit aller Härte des Rechtsstaats zurückschlagen."



    Und GDP Jochen Kopelke: KEINE GNADE!

    Was ist denn hier los???



    Klingt wie Schwarzenegger Terminator.

    Auch der Verfassungsschutz sieht Gewalt-Potenzial.



    "Es sei eine bekannte Vorgehensweise linksextremistischer Akteure, „vorhandene und legitime demokratische Diskurse zu beeinflussen, diese um ihre ideologischen Positionen zu ergänzen und gesellschaftlichen Protest zu radikalisieren“, erklärte die Behörde."

    Psychologische Deeskalation sollte im Vordergrund stehen. Mit Hagel funktioniert das allerdings nicht.



    So Typen wie Hagel oder Kopelke sind doch die Provokation schlecht hin.



    Gut das es Video Clips geben wird, die Aufklärung darüber schaffen werden i, wer hier zuerst provoziert.

  • Mindɘrlɘistɘr

    »Somit nehmen Politiker bewusst in Kauf, dass friedliche Protestierende sich nicht mehr auf die Straßen trauen …«



    #



    Die nehmen das nicht in Kauf, sondern das ist der eigentliche Zweck der Übung.