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Erhalt der Demokratie Mit Anti kommen wir nicht weiter

Peter Unfried

Essay von

Peter Unfried

Dagegen sein war gestern. „Für Deutschland sein“ ist jetzt notwendig, damit wir das liberale Gemeinwesen noch reparieren können.

M an kann nicht ausschließen, dass Christian Ströbele sich im Grab umdrehte. „Dies Land ist mein Land“, sagte jedenfalls Joschka Fischer, grüner Weggefährte und auch Antipode des legendären Abgeordneten, „Linksanwalts“ und taz-Gründers Ströbele. In den 1970ern warf Fischer mit Steinen gegen Deutschland, heute mörtelt er Steine zusammen, damit das deutsche und europäische Haus nicht auseinanderfällt. Klar, dass da die Fischer-Hater routiniert abkotzen, aber schöner kann man den Zeitenbruch in Deutschland nicht sichtbar machen, als mit dieser Szene neulich in der Berliner Zentrale der Heinrich-Böll-Stiftung, als der Vizekanzler und Außenminister der rotgrünen Jahre im roten Lacoste-Shirt einen Woody-Guthrie-Songtitel adaptierte: „This land ist your land, this land is my land“.

Der Zeitenbruch vollzieht sich auf verschiedenen Ebenen, und eine davon ist die Notwendigkeit eines Zuständigkeitswechsels in der Gesellschaft. Früher waren wir die Alternativen, heute sind es populistische und rechtsextreme Leute, die ein anderes Deutschland wollen. Das heißt nicht, dass nicht auch klassische Linke weiter ein sozial gerechteres Land wollten, und das mit guten Gründen.

Meine Unterstellung ist aber, dass wir einen kulturellen Paradigmenwechsel erleben. Dadurch haben viele Leute, die früher „dagegen“ waren und sich – auch aus der deutschen Geschichte heraus – in Opposition zur Bundesrepublik Deutschland definierten, notgedrungen oder sogar aus Einsicht die Richtung ihres Denkens und manchmal auch Handelns gewechselt. Nun sind sie „dafür“, also für liberale Demokratie, Grundgesetz und die verhältnismäßig entwickelte liberale, soziale und emanzipatorische Gesellschaftsform in diesem Land. Meine Beobachtung ist, dass es eine „Generation Habeck“ gibt, ich würde sie idealistische Realisten nennen. Das sind nicht nur Grüne, schon gar nicht aus dem Klischee-Buch, das ist keine Alterskohorte, das sind Leute, die nicht in Lützerath „Kampf gegen den Staat“ spielen, sondern etwas beitragen wollen, damit die Energieversorgung auch künftig gewährleistet ist. Postfossil. Jetzt nur als Beispiel.

wochentaz

Dieser Text erschien zuerst in der wochentaz, unserer Wochenzeitung von links!

In der wochentaz geht es jede Woche um die Welt, wie sie ist – und wie sie sein könnte. Eine linke Wochenzeitung mit Stimme, Haltung und dem besonderen taz-Blick auf die Welt. Jeden Samstag neu am Kiosk und natürlich im Abo.

Nun sind Peptalk und „Wird schon“-Gesäusel wirklich das Hinterletzte, nur ist es eben auf der anderen Seite auch so, dass das Klagen darüber, dass hier nichts funktioniert und alles so ungerecht sei und überhaupt, eben auch keine konstruktive Dynamik hat. Nichts wird davon besser. Es geht hier auch nicht darum, zu sagen: My Country, right oder wrong. Es geht darum, zu sagen: My Country – was kann ich tun, damit es nicht falsch, sondern richtig läuft? Was kann man als kritischer politischer Bürger wirklich tun, um dazu beizutragen, dass dieses Land unser Land bleibt, das Land einer verhältnismäßig aufgeklärten liberalen Gesellschaft? Was können Leute tun, damit Politik handeln kann und die Dinge reparieren, die nicht oder nicht mehr gut funktionieren? Damit andere Leute womöglich nicht mehr so enttäuscht und wütend sind, dass sie sich Parteien zuwenden, die das „System“ überwinden wollen, die Institutionen schwächen oder schleifen, die politische Europäisierung renationalisieren und die Erderhitzung so lange ignorieren, wie es irgendwie geht?

Es geht nicht darum, etwas zu verhindern. Es geht darum, etwas hinzukriegen

Das Dafür ist anstrengend

Zunächst mal kann man bei sich selbst klären, wie man die Identifikation mit der Bundesrepublik und die mit Europa wirklich zusammenbringt. Ohne ein geo-, macht- und wirtschaftspolitisch gemeinsam agierendes Europa sieht es für alle Europäer düster aus, gleichzeitig wird die Heterogenität der Individuen, Gesellschaften, Interessen noch ungleich größer, als sie es im bundesdeutschen Nationalstaat schon ist. Die Lage über die Spaltung zwischen rechts und links zu überblicken, funktioniert grundsätzlich nicht mehr, aber europäisch schon gar nicht.

An der Abstimmung über eine rechtliche Prüfung des Handelsabkommens mit den Mercosur-Staaten Südamerikas kann man das schön sehen. Rechtsdriftende Nationalisten wie die AfD, linke EU-Skeptiker und die grundsätzlich proeuropäischen Grünen im EU-Parlament stimmten dagegen. Die Grünen aus ökologischen Gründen, die Linken wegen sozialer Ungerechtigkeit, die Rechtsdriftenden aus Nationalprotektionismus. Die proeuropäischen Parteien der Mitte stimmten dafür, weil der drittgrößte Markt der Welt sehr wahrscheinlich wichtig ist für Arbeitsplätze, Wohlstand, Macht und damit die Zukunft Europas. Will sagen: Man muss die Vorteile und die Schäden abwägen, aber einfach zu sagen, wie früher, das geht doch alles gar nicht, ist keine Tugend, sondern Feigheit. Das bedeutet, dass Bürger, die sich konkret für das Gemeinsame inklusive der planetarischen Lebensgrundlagen engagieren wollen, neben dem Regulierungsrahmen des Nationalstaates auch auf jenen der EU zielen müssen. Routinierte Kritik, dass das alles „menschenfeindlich“ und „neoliberal“ sei, wird da allein nicht helfen.

Aber klar: Der Wechsel vom Dafür oder vom Egal zum Dagegen ist die starke populistisch getriebene Bewegung der Gegenwart. Der Wechsel vom relativ bequemen Dagegen in der – für uns – bequem zu kritisierenden Welt der Pax Americana zum vermutlich anstrengenden Dafür ist gerade für die Unsereins-Milieus – Linke, Linksliberale, Linkssozialdemokraten, Linksemanzipatorische, Ökos – ein großer Sprung. Aber es ist der entscheidende Richtungswechsel.

Zentral sind vier Dinge. Man muss sich selbst jetzt produktiv einbringen. Es braucht Allianzen mit anderen, die anders drauf sind. Es geht nicht prioritär darum, etwas zu verhindern, es geht auch nicht darum, etwas zu retten. Es geht darum, etwas hinzukriegen. Die Denk- und Aktionsrichtung ist auf die Reparatur und den Ausbau der liberaldemokratischen Errungenschaften der Moderne gerichtet. Sie muss daher auf das Politische zielen, auf politische Mehrheiten.

Abstand zur Mitte ist das Geschäft der AfD

Und da ist man schon an dem Punkt, an dem der sogenannte Antifaschismus als ungenügend dasteht. Mit Antifaschismus ist weder die Bahn zu reparieren noch das Schulklo, ist keine ordentliche Rentenreform hinzukriegen noch die Autoindustrie zu transformieren. Wohlstand, Sozialsysteme, Pflegesysteme, Krankenhäuser, Schulen, verödete Innenstädte, Lehrermangel, Ärztemangel, you name it: Mit Anti- kommt man nicht mehr weiter. Übrigens auch nicht mit dem antidemokratischen Versuch, einen Parteitag der AfD zu verhindern.

Wie man nun mehr Leute, also uns, dazu bringen kann, sich für das Gemeinsame aktiv und positiv einzubringen? Wir haben tausend und auch berechtigte Gründe, das nicht zu tun. Karriere, Kinder, Eltern, Beruf, die blöden anderen, die Autofahrer, die schnöseligen E-Auto-Fahrer, die Fahrradfahrer, die Gendernden, die Nichtgendernden, die Kuhmilchtrinker, die Hafermilchtrinker, die „Ausländer“, die „Reichen“.

Es gibt zwei Pole der Gesellschaft, die sich über Abgrenzung und Verdammung der „Mitte“ definieren: die klassischen linken Milieus und seit einiger Zeit die wachsenden Milieus all derer, die neuerdings am Staat, der liberalen Moderne und überhaupt zweifeln. Der Abstand zur Mitte ist die Geschäftsgrundlage der AfD und im Bund auch der Linkspartei. Für die Rechtsdriftenden ist alles ab Friedrich Merz „links“, für die Linken ist alles ab Robert Habeck unter Faschismusverdacht, die Union sowieso. Beide Seiten tun in ihrer Kommunikation so, als gäbe es die breite Mehrheitsgesellschaft nicht, die es ja nun mal (noch) gibt und die halt von linksemanzipatorisch bis rechtskonservativ reichen muss.

Auch der routiniert benutzte Heilsbegriff „Zivilgesellschaft“ hilft da nicht mehr richtig weiter. Selbstverständlich ist es existenziell wichtig, dass es Leute und Mehrheiten gibt, die sich im Jetzt einer Kleinstadt oder eines Stadtteils engagieren, das geht vom Fahrradweg bis zur konkreten Verteidigung von Leuten – gerade auch jüdischen Menschen –, die von Radikalen, Rassisten, Misogynisten, Nationalisten, Islamisten bedroht werden.

Das „Wir“ muss sich erweitern

Aber die „Zivilgesellschaft“ darf kein „progressives“ und „linkes“ Projekt sein, weil dann tendenziell Leute sich nicht zur Zivilgesellschaft rechnen, die sich (noch) nicht im TransInterQueer e. V. engagieren, aber im Schützenverein oder der Feuerwehr. Es braucht eine bürgerschaftliche Kultur, in der die traditionellen und die emanzipatorischen Gruppen sich nicht eben als Gegner sehen, sondern zumindest als komplementär. Das, was der Berliner Intellektuelle Peter Siller ein „republikanisches Projekt“ nennt, basiert auf einer gleichwertigen Bürgerschaft und darauf, dass alle gebraucht werden, ganz besonders übrigens die, die mehr haben, mehr Geld und mehr Einfluss. Das sind keine Feinde, das müssen Alliierte sein.

Das „Wir“, das in diesem Text zunächst die Unsereins-Milieus meint, muss sich erweitern zu einem „Wir“, das eine große Mehrheit der Gesellschaft umfasst, vermutlich auch Leute, die im Moment AfD wählen. Hart, oder? Aber die sollen da ja nicht bleiben, oder?

Anruf bei Joschka Fischer. Wie ist er dazu gekommen, zu sagen: „Dies Land ist mein Land“? Fischer: „Sollen wir es den Völkischen überlassen, die es ins Unglück stürzen wollen?“ Dies Land sei doch „ein wunderbares Land geworden“. Entgegnung: Wir Linken stimmen ihm da wohl kaum zu. Fischer brummt: „Wieso, wir haben doch ganz entscheidend dazu beigetragen.“ Wenn die Alternative darin bestünde, dass die AfD regiere „oder wir mit demokratischen Rechten, dann arbeiten wir mit demokratischen Rechten zusammen“.

Es ist eine große Zumutung, sich auf Nähe einzulassen mit anderen, die einem wirklich nicht nah zu sein scheinen. Das kann misslingen, und ehrlich gesagt ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass nicht nur planetarisch, sondern auch geopolitisch und gesellschaftlich Kipppunkte bereits überschritten sind.

Aber wenn wir es nicht versuchen, dann geht es auf jeden Fall schief.

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Peter Unfried

Peter Unfried Chefreporter der taz

Chefreporter der taz, Chefredakteur taz FUTURZWEI, Kolumnist und Autor des Neo-Öko-Klassikers „Öko. Al Gore, der neue Kühlschrank und ich“ (Dumont). Bruder von Politologe und „Ökosex“-Kolumnist Martin Unfried
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51 Kommentare

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  • „Mit Anti kommen wir nicht weiter" ?? So wird Kritik desavouiert. Als gäbe es nur Anti oder Pro... Entweder/Oder. Ich bin sehr gerne Pro. Doch wenn es sein muss, bin ich Anti. Damit das Pro weiterhin möglich bleibt.



    --



    „Die unverbrüchliche Liebe zur Weisheit



    --



    Sie war verliebt



    die kluge Sophie



    verliebt in Philo den Träumer



    --



    Er wollte sie ganz



    kein wenn und aber



    doch sie bestand auf entweder oder



    --



    himmlische Freud



    oder Erdenlust



    den Taillengürtel als Grenze



    --



    Philo wählte den Himmel



    den keuschen



    aber er dachte



    an irdische Lust



    --



    Sophie schnallte



    den Ledergürtel



    leicht und locker



    sich tief ins Knie



    --



    So entstand die



    Philosophie”



    (Gert O.E.Sattler)

    • @Mondschaf26:

      Danke …anschließe mich & Ja wie?

      Anti - & ergänzend zur hier ausgebreiteten unterlichtiger Wirrnis



      Die unfrisierten Weggefährten - neben Justiz umkrempeln - warnmer auch heftig hie wie da und dorten ANTI - Herr Peter Unfried! Gell



      Anti-Atom



      IALANA - Anti-Atomkrieg



      Anti - Startbahn West usw usf



      Anti-Wackersdorf/ Schwandorf -



      Wackersdorf erlangte in den 1980er-Jahren durch den massiven und umstrittenen Widerstand gegen die geplante Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) europaweite Bekanntheit. Das Projekt wurde nach jahrelangen, teils bürgerkriegsähnlichen Protesten im Jahr 1989 schließlich aufgegeben.“

      Die Reihe läßt sich beliebig fortsetzen - wo wenn Sie ja vllt auch mal nen müden Hering vom Teller gezogen haben sich anheischen.

      Nein Nein werter Herr - mit dem Verdikt der schon angeführten Leserin aus ehra vor-taz-Tagen - bleibe ich dabei - unsortiert widersprüchliches ungenießbares Gedankensalätchen! Gell



      Nothing else - damit könnens erneut niemand bei Verstand hinterm Ofen hervorlocken •



      Soll mal reichen - wa!

  • Es gibt ja den Spruch, Dinge zu ändern, die man nicht akzeptieren kann, Dinge zu akzeptieren, die man nicht ändern kann und die Wiesheit zwischen Beiden zu unterscheiden.



    Wenn man noch sehr jung ist, keine Kompromisse eingehen will und Antrieb aus der Emotion heruas folgt, dann ist eine notorische Anti-Hlktung schon irgendwo verständlich. Aber irgendwann wird man -in der Regel- halt reifer und weiß, dass das Leben und auch Politik so nicht funktioniert. Leider hab ich bei Vielen, die sich explizit als "links" bezeichnen, dass Gefühl, dass sie in erster Linie problem- und nicht lösungsorientiert sind. Jeder, der sich zivilgesellschaftlich, ehrenamtlich oder politisch positiv engagiert, tut mehr, als diejenigen, die immer nur alles scheiße finden und alles durch ihre enge Schablone betrachten.



    Aktuell ist die Linke mehr mit sich, ihren iunneren Konflikten und ganz viel Haltung beschäftigt, als sich gegen den Rechtsruck zu stellen. Es ist halt schon einfacher, zu sagen, in einem schlechten System kann nichts Gutes geben, als sich tagtäglich im Kleinen für eine bessere Gesellschaft einzusetzen. Das ist aber in der Konsequenz des realen lebens meist nur eine faule Ausrede.

  • Egal zu welchen Punkt, Anti ist immer schlecht! Anti ist immer nur dagegen nie für was anderes, Hauptsache dagegen, so ist zu mindestens meinen Eindruck in der heutigen Gesellschaft. Den die die Anti sind, sagen nur sie sind gegen das aber nie wofür und wenn doch können sie es nicht begründen

  • In gewohnter Weise grenzt sich Herr Unfried nach "links" (was immer er genau damit meint) ab und übersieht dabei konsequent, dass dort keineswegs wie von ihm beklagt nur ein "Hauptsache Anti" gepflegt wird, sondern auch konstruktive Ideen und konkrete Politik entworfen werden. Damit macht er sich zum unfreiwilligen (?) Helfer Jener, die ständig die Schuld für die Misere bei "den Linken" suchen.

    Des Weiteren übersieht er geflissentlich die Nähe des rechten Teils der CDSU zur AfD, wenn er mit Joschka Fischer zusammen fordert, mit der demokratischen Rechten zusammenzuarbeiten.

    "...die, die mehr haben, mehr Geld und mehr Einfluss" sind durchaus sehr oft Gegner und leider sehr selten Alliierte. Es ist ein frommer Wunsch zu hoffen, dass von der Seite soziale oder klimapolitisch progressive Impulse kommen werden (Ausnahmen bestätigen die Regel) .



    Herrn Unfrieds Lob einer nicht näher definierten "Mitte" und sein wiederholtes Plädoyer im Sinne von "Ich kenne keine Parteien und auch keine Konfessionen mehr; wir sind heute alle deutsche Brüder und nur noch deutsche Brüder.)" (© Wilhelm II) ist unrealistisch in einer Zeit, in der es ums Eingemachte geht.

    • @Klabauta:

      sehe ich auch so

  • Verzeihen Sie mir lieber Autor, dass ich zynisch werde, aber ... Jetzt auf einmal?

    Seit Jahren haben verschiedene laute links-progressive Bubbles es sich durch im Kern moralisch gute, aber in der Durchführung dilettantisch und im Ton von oben herab geführte Debatten mit einem Teil der Zivilgesellschaft versaut. Also mit den im Text genannten Leuten im Schützenverein, Feuerwehr, usw. .



    Diese Bubbles haben, vermutlich weil sie in der falschen Annahme waren sie würden die Mehrheit repräsentieren und damit den Diskurs bestimmen können, aktiv zur Entfremdung und Spaltung beigetragen.



    Spätestens beim Gendern wollte ich nur laut aufschreien. Ja, ich verstehe was man damit bezwecken wollte, aber es war im Kern eine blöde Idee. Immerhin hat die Linke durch Reichinnek und Dank Friedrich Merz mit seiner blöden Idee der Abstimmung mit der AFD die Kurve gekriegt und den Weg in die Realpolitik zurück gefunden.

    Burgfrieden hat es jemand hier genannt.



    Das wird nicht passieren.



    Längst hat man die Leute entweder in die Arme der AFD gerieben oder diese sind verbittert ausgestiegen. So wie ich, der sich mal als "eher mittig links" bezeichnet hat.



    Lang ist es her... .

    • @LinksRechtsMitte:

      Wenn die Einsicht kommt dann werden wir sie doch bitte nicht zurück in ihr Loch prügeln.



      Gestern ist vorbei. Heute können wir neu anfangen.

      • @Sonderzeichen:

        Das ist gerade der Kern meiner Aussage, den Sie wohl überlesen haben: dieses ominöse gesellschaftliche "wir" in Deutschland existiert nicht.

        Auf den Spruch mit dem Loch gehe ich jetzt mal nicht ein.

        • @LinksRechtsMitte:

          Das ominöse "wir" ist aber genau das, was jeder EINZELNE braucht um sich zugehörig zu fühlen.

          Ich habe gerade einen in dieser Hinsicht sehr interessanten Artikel in der Zeit gelesen den ich an dieser Stelle mal verlinken will, ich hoffe das klappt und wird nicht entfernt...

          www.zeit.de/wirtsc...moralvorstellungen

          Hier wird angesprochen, dass Rechte, im Gegensatz zu Linken, zusätzlich zu den Ankerpunkten "Fürsorge" und "Fairness" noch die Werte "Loyalität" "Autorität" und "Sanctity" als besonders wichtig empfinden.

          Und dass, wenn diese Werte stärker oder überhaupt einmal angesprochen würden, auch Rechte Wähler wieder zurückgewonnen werden könnten.



          Der Autor nennt auch konkrete Beispiele wie das passieren könnte.



          Gerade wenn hier die Feststellung getroffen wird, dass wir (Linke) unsere Herangehensweise ändern müssen, sind das sehr wichtige Informationen. Empirische Forschung.

          • @Sonderzeichen:

            Und wenn wir (beide, und alle die mitlesen) nun mal darüber nachdenken was "Loyalität" bedeutet, dann BRAUCHEN wir (alle) ein WIR (gesellschaftlich) weil sonst Loyalität garnicht möglich ist.



            Zum Beispiel.

  • Kleiner Gruß aus Mecklenburg-Vorpommern: dort leben 20 Prozent der Rentner in Armut.



    Das Land hat trotz massiven Windkraftausbau sehr hohe Strompreise.



    Eine Bonanza im Windkraftausbau findet seit Jahren statt, oftmals mit unlauteren Mitteln der Investoren.



    Mieten steigen seit Jahren ununterbrochen, massenhaft günstige Wohnungen fehlen, eine Besserung ist aufgrund zu wenig Geld nicht in Sicht. Nun sollen Bürgergeldempfänger aus zu großen Wohnungen ziehen. Untere und mittlere Einkommen werden bei der Gesundheitsreform überproportinal belastet.

    Und Unfried setzt angesichts dieser Folgen neoliberaler Politik auf die Kraft der sich einigenden Mitte der Gesellschaft, auf ein "Einfach mal machen!" (Original Linnemann), um verlorene Wähler der AFD zurückzuholen!?



    Verlorene Liebesmüh, denn die Wähler wissen genau, warum sie AFD wählen.



    Warum Demokratie so massiv erodiert, scheint die Parteien der Mitte nicht zu interessieren.



    Sinnbild die Mengen an Dienstwagen, die während der Fraktionssitzung der CDU vor dem Bundestag warteten und zeigen wie überpreviliigiert unsere Volksvetreter sind, auch angesichts auch ihrer viel zu hohen Rentenansprüche und Einkommen.

  • Okay, Burgfriedenpolitik gegen die AfD und Putin, breitestmögliche Volksfront mit denen, die mangels eigener Konzepte in Teilen "AfD Light"-Politik machen um noch bei irgendwem zu punkten.

    Wie furchtbar neu...

  • Ich finde, hier passt auch der Kennedy Spruch:



    Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, frage, was du für dein Land tun kannst.

  • Es ist finde ich erstaunlich, wie sich die Gesellschaft in diesen Tagen verändert. Solidarität wird plötzlich wieder wichtig. Die Entscheidung der Uefa ist, mir persönlich zwar egal, beinahe revolutionär. Konservativ dabei etwas schützend, das parteiübergreifend als schützenswert angesehen wird vor dem Kapitalismus. In Klimafragen wird Solidarität gelebt (z.B. bei den Bränden) und gefragt. Bei der Ki macht sich ein links- rechts-ignorierendes Gemurmel breit. "Did you hear, what they say?". Das ist schön zu sehen und gibt Hoffnung, finde ich. Danke für den Artikel.

    • @Dietrich Görtz:

      Schön wär's. Am Ende sind dann leider doch häufig wieder unmittelbare Eigeninteressen im Spiel.



      Beispiel UEFA:

      Natürlich wird das als solidarisches Aubäumen gegen Infantinos "Ausverkauf ans Großkapital" erzählt, aber letztlich geht es um Macht und Geld, die der Verkauf die Verbände kosten würde. Infantinos Plan würde weniger Macht für die FIFA, aber im Zweifel mehr Macht für ihn gegenüber den Verbänden bedeuten und dabei einen erklecklichen Teil des - hauptsächlich von der Attraktivität der europäischen und südamerikanischen Mannschaften getragenen - inhärenten Kommerzwertes der zukünftigen WMen verhökern, wobei die Erlöse nach Gießkannenprinzip auf ALLE Mitgliedsverbände verteilt würden. Für die reichen Europäer wäre das, was da rauskommt, ein Taschengeld, für die ärmeren Verbände hingegen ein guter Grund, Infantino nochmal zu wählen. "Idealismus pur" also, sich da mit Händen und Füßen gegen zu wehren...



      Das soll jetzt nicht verzweifelnd klingen. Aber Unfrieds Plädoyer für mehr "Dafür", so richtig es ist, müsste eben trotzdem noch von Anreizen gestützt werden, die das "Dafür" in der Breite auch möglichst unmittelbar profitabel erscheinen lassen.

  • Wie kann man Peter Unfried noch widersprechen, ohne als Miesepeter, als Defätist dazustehen, als jemand, der - gewollt oder ungewollt - die Geschäfte der rechten Demokratieverächter betreibt, weil er/sie in aller Bescheidenheit auf die Diskrepanzen, Widersprüche und Fehlentwicklungen unserer liberalen demokratischen Gesellschaft hinweist? Unter anderem das seit Weimar - und bis in die Gegenwart bestehende - offensichtlich nicht gelöste Problem, dass gegen den neu aufkeimenden Faschismus kein Kraut gewachsen zu sein scheint?



    Unfrieds progressives, grün-softes Piep-piep-piep-wir-haben-uns-alle-lieb-Plädoyer vermag mich da nicht so recht zu überzeugen. Joschka Fischer würde es natürlich sofort unterschreiben können, hat er seine Schäfchen doch schon lange im Trockenen.



    Christian Ströbele indes wird wohl weiter im Grab rotieren müssen.

    • @Abdurchdiemitte:

      Wat wiss maaken?

      Weltpolitiker - Arm in Arm! 🙀🤣



      Ach härm - Ach harm.

      .… … … … ins Laaken!



      & Weltpolitiker 😮🪨🪨🪨🚖



      Finde es schon mehr als bedenklich -



      Mit zwei verfassungs&völkerrechtswidrigen



      Kriegen - Am Stau - erneut hier als Belegposten für “Erhalt der Demokratie



      Mit Anti kommen wir nicht weiter“ angezogen zu werden!



      Sojet Typen und dero Aficionados Hofschranzen etc stehen mir in dem dringenden Verdacht über ein ausgeprägtes sekundenbruchteil Gedächtnis zu verfügen •



      (btw but not only “Lauf in mich selbst osä “ “ich muß viel trinken!“ usw usf - zudem und vor allem Prototyp des autoritären Charakters via grad Robert Misik!)

      Und da - schweigt dann doch über unterlevel Kritikfähigkeit - des Sängers Höflichkeit! Gell

  • Bevor wir Anti verteufeln, zum Beispiel den Antifaschismus, wollen wir nicht die Doppelmoral des Bürgers in Angriff nehmen?

    Die Klimakleber verteufeln, aber wenn Bauern die Straße blockieren, dann sei es gerechtfertigt? Auch genug Kommentare in der taz gelesen.

    Oder wenn ich den Kapitalismus kritisiere, dass nur der Sozialismus als Gegenargument kommt und wieviel Leid dieser produziert habe, aber nie der Nationalsozialismus? Was übrigens bezeichnend ist für die immer rechtslastigere Gesellschaft?

    Wir können gerne über die Antihaltung schimpfen. Aber ist das nicht einfach nur ein Wort? Antisozialismus scheint zumindest mal selbstverständlich in dieser Gesellschaft zu sein, und keiner stört sich an dieser Form von Anti.

    • @Troll Eulenspiegel:

      "Bevor wir Anti verteufeln, zum Beispiel den Antifaschismus, wollen wir nicht die Doppelmoral des Bürgers in Angriff nehmen?"

      Nein, wollen wir nicht.

      Weil es Zeit wird, dass die Linke mal wieder progressiv wird und nach vorn blickt.

      Und ist ja nicht so, dass Linke keine Doppelmoral zu bieten hätten.

      Wird Zeit, mal konstruktiv zu werden.

      Wo bezeichnet sich jemand, der nicht ganz rechts steht, als Antisozialist?

  • Ja, so ähnlich...



    Das ist dem Standpunkt, den ich selbst vertrete, recht ähnlich.



    Ist ja kein Geheimnis, dass die Schlammschlepper*Innen von Allüberall an der Ahr gezeigt haben, was Solidarität ist.



    Trotz der eher unschönen Arbeit hat es gut getan, mit anzupacken.



    Es sind solche Erlebnisse, die für ein Leben lang prägen können.



    So lernen jetzt auch wieder mehr junge ein Handwerk, auch, weil da jeden Tag für s Klima gearbeitet werden kann.



    Das macht am Meisten Sinn: unabhängig von Ewiggestrigen wie Reiche, es einfach jeden Tag ein bisschen besser zu machen.



    Das ist natürlich auch Teil der Wahrheit: Zusammenarbeit endet bei Zerstörung.



    Frau Reiche zerstört gerade unsere Unabhängigkeit und Zukunft.



    Mit so Jemandem muss man nicht zusammen arbeiten, da sie sich ja entschlossen hat, gehen die deutsche Wirtschaft gegen Klimaschutz und gegen die deutschen Interessen zu arbeiten.



    Wer keine ausländischen Arbeitnehmer*Innen will, hat beim Thema Generationenvertrag leider nicht aufgepasst und ist ebensowenig eine Hilfe.



    ABER: ganz Viele sind eine Hilfe.



    Arsch huh - Zäng ussenander! ist jetzt 30 Jahre alt und bleibt aktuell, egal, ob es gegen Rechtsextremismus oder für das Klima gilt: MACHEN!

  • Danke für diesen ausgewogenen und differenzierten Beitrag!

  • Ich liebe Ihren Artikel, weil er fragend ist, suchend, tastend.



    Zu oft schlagen wir uns unsere Meinung um die Ohren und dabei kommt gar nichts raus. Ich will mich das gerne fragen, was kann ich tun ?



    Mir fällt da auch mal wieder Marina Weisband ein, die auch so kluge Gedanken hat.



    Ich frage mich auch, ob zur Zeit die Zivilgesellschaft nicht stärker ist als die PolitikerInnen. Mit stärker meine ich wacher, klüger, wissender, demokratischer.

    • @NinaZ.:

      Ich wollte Ihren Kommentar schon polemisch beantworten, so nach dem Motto: willkommen in der grünen Habeckschen ‚Volksgemeinschaft‘.



      Aber das erspare ich mir, auch weil ich die Ernsthaftigkeit Ihres Plädoyers erkenne und zu würdigen weiß..



      Die Ätze spare ich mir stattdessen für @Pawel_kos Kommentar direkt hier drunter auf.

    • @NinaZ.:

      Das Tastende und Suchende ist die Stärke des Artikels.

      Man merkt, wie deutlich Herr Unfried bemüht ist, Andersdenke abzuholen.

      Das die Zivilgesellschaft stärker ist als die Politiker, nehme ich auch wahr.

      Ich würde es nur nicht so positiv framen.

      Die Zivilgesellschaft ist besserwisserischer, polemischer, kompromissloser.

      Sie erwarten die eierlegende Wollmilchsau, die endlich mal durchregiert.

      Normalerweise können Politiker die Zivilgesellschaft reiten.

      Daran ist schon die Ampel gescheitert.

      Merz versagt dabei erst recht.

  • So wahr. Ich ärgere mich schon seit Jahren über die destruktive Art der "Antis".



    ..."Bonzenkarren" demolieren, Hauswände und Uniräume beschmieren, mit Steinen und Pyro nach Polizisten werfen? Was soll das bringen?

    Als Linke lieber Straßen fegen statt Pflastersteine rauszureißen. Lieber Häuser streichen statt mit Parolen beschmieren. Dialog suchen statt immer nur belehren zu wollen.

    Aber ich fürchte, dies wird sich nicht durchsetzen.

    • @Pawel_ko:

      Schon interessant, Ihre doch stark eingeschränkte Wahrnehmung. Linkssein auf Steine werfen und Autos abfackeln zu reduzieren ist schlichte Demagogie. Was ist mit jenen Linken, die sich tagaus tagein z. B. in Projekten wie Jugendarbeit oder Klima-und Naturschutz engagieren? Die Geflüchtete unterstützen usw.?



      Die gibt es in Ihrer kleinen Tunnelwelt wohl nicht.

    • @Pawel_ko:

      Ihr Kommentar ist auch Anti und zwar Anti-Links ;)



      Verdammt mein Kommentar ist auch Anti und zwar Anti-Pawel.....garnicht so leicht nicht Anti zu sein :D

    • @Pawel_ko:

      Ja prima, dann sind die pöhsen Linken mal wieder schuld am Aufstieg des Faschismus. (Das Hufeisen lässt schön grüßen.) Nichts anderes nämlich besagt Ihr Kommentar.



      Oder tue ich Ihnen da bitter Unrecht?

      • @Abdurchdiemitte:

        Mehrere Wissenschaftler beschrieben die AfD lange während ihres Aufstiegs als Defizitpartei.

        Sie wollen jetzt nicht ernsthaft behaupten, bei diesem Defizit können Linke ihre Hände in Unschuld waschen, oder?

        Das Hufeisen lässt nicht nur schön grüßen, es steht offen auf dem Podest und jubelt in die Menge.

        • @rero:

          Defizitpartei - hübsch. Demokratie-Defizit-Partei wäre treffender.



          Wenn Sie mit dem Hufeisen das BSW meinen, gehe ich in diesem Punkt sogar mit.

      • @Abdurchdiemitte:

        Ich glaube, Sie tun. Lesen Sie, wofür @Pawel_ko plädiert: Energien ANDERS einsetzen. Es geht nicht darum, den Aufstieg der Rechtsextremen jemandem in die Schuhe zu schieben, sondern um die Frage, inwieweit das, was die beschriebenen "Antis" tun, diesen Aufstieg (nicht!) aufhält - und was ihn vielleicht deutlich besser aufhalten könnte.



        Und damit hat er aus meiner Sicht Recht, wenn das stimmt, was aus den AfD-Hochburgen vielfach berichtet wird, nämlich dass deren Leute sich dort als präsente "Kümmerer" etablieren konnten. Wäre doch schön, wenn sie diese Rolle nicht allein beanspruchen könnten, oder?

        • @Normalo:

          Sekundiere ich.



          Einmal: natürlich fegt man erst mal "vor der eigenen Tür", also in seiner "Bubble" wie man das heute nennt. Mache ich auch. Muss man auch. Welcher Linke lässt sich schon was von einem Rechten oder Konservativen erzählen?



          Das muss dann schon von den "eigenen Leuten" kommen.



          Und ich bin mir auch ziemlich sicher und verlasse mich darauf, dass es im konservativen Lager ebenfalls solche Menschen gibt. So weit reicht mein Vertrauen dann schon.



          Und dann: muss es eben auch. Denn sonst können wir keine Gesellschaft mehr formen. Und um genau das geht es ja im Artikel letzten Endes. Wir haben diese Kraft. Wir können das sehen. Wir können das umsetzen.



          Allein schon: lesen sie sich mal die Kommentare hier durch. Wie viele kluge Menschen machen sich Gedanken, wie viele Menschen engagieren sich, Tag für Tag, an so viele verschiedenen Stelle. Wir SIND stark. Und nicht nur die Linke. Auch "die Mitte". Auch "die Konservativen". Sogar "die Rechte" - auch wenn wir die extreme Rechte da rausnehmen, so wie die extreme Linke wohl auch rausgenommen werden muss.



          Aber der große Rest: klar können wir. Wenn wir wollen.

          • @Sonderzeichen:

            Ehrlich gesagt: die deutsche Begeisterung für (nationale) Klumpenbildung wird mir immer fremd bleiben.



            Auch deshalb schwimme ich hier gegen den Strom, schon aus Prinzip. Die Euphorie hier über Unfrieds Essay ist mir ein bisschen unheimlich.



            Tätige Solidarität und Nachbarschaftshilfe - ob beim Ahr-Hochwasser oder jetzt bei den verheerenden Waldbränden in Südeuropa - sollten eine Selbstverständlichkeit sein und taugen nicht dazu, ein exklusives nationales Gemeinschaftsgefühl zu kreieren.



            Ebenso verhält es sich übrigens bei der Begeisterung für den Fußball.

            • @Abdurchdiemitte:

              Was genau meinen Sie mit "Klumpenbildung"?



              Und warum ist die deutsch und national?

  • "Es braucht eine bürgerschaftliche Kultur, in der die traditionellen und die emanzipatorischen Gruppen sich nicht eben als Gegner sehen, sondern zumindest als komplementär."

    Diese Erkenntnis kommt viel zu spät. Das "Wir" gibt es in diesem Land schon längst nicht mehr, die gesellschaftlichen Kipppunkte sind in diesem Land längst überschritten.

    • @DiMa:

      Das "Wir" gibt es, sobald "Wir" das wollen.



      Was sollten wir jetzt auch mit der Aussage "der Kipppunkt ist längst überschritten" anfangen? SUV kaufen und gut?



      Von welcher Brücke wollen Sie springen?

  • Huch. Was eine Scharade und 🚧🚧🚧



    Doch Däh - schiebt er beseit die Palisade!



    As usual: Weltpolitiker 🪨🪨🪨Joseph🚖am langen Arm - & Erbarm der Pappkameradenschar - Widergänger zB



    Ströbele etc



    Zeitenbruch?oh je - (Woody - na Arlo wieschee)



    & Däh - das haut er raus wiene 🔫 Rauch Strich Knall - wie heiter:



    “Erhalt der Demokratie - Mit Anti kommen wir nicht weiter!“

    Ich sach Sie was - wo immerse & ehra Buddies - se ab 1963🤣 - einst warn.



    Mir geht ehr ganzer Anti-Schmarrn - mal gern.



    Statt 🪨🪨🪨: der Gang durch die Institutionen!



    Was ihrem Buddy die Turnschuhe mit Preisschild am Steg. War meinen Weggefährten Kollegen Ri wie StA die Jeans 👖 & der Pullover







    Diese “Unfrisierten!“ immer bemüht - nix anti sondern grundgesetzgeerdet die Justiz -



    Art 1 GG Rechtswegegarantie - auf die Rechtswege zu helfen! 🤣



    Und wennste die baune Soße - auch post WK II



    Karsruhe gegen heutige Folie hälst: sicher gut Luft nach oben! Aber Lichtjahre entfernt!



    Und not at last - es amüsiert mich immer - mit „Wir&Unsereins“ - dreist einer - der noch in kurzen Hosen rumlief als ich 30 Jährchen Richter für Demokratie Menschenrechte justizförmige Verfahren eintrat - meint den Oberlehrer geben zu dürfen.

    • @Lowandorder:

      Zum letzten Ansatz: Hätte von meinem Opa sein können, Jahrgang 1910, Wehrmacht und Partei.

      • @mumba:

        Hola - gelungen Jungspund 🤣



        Uns Ohl!! - *1903

        kurz - Peter Unfried*1963 schreibt so auch hier von einer ihm unbekannten Zeit & macht dazu dicke Backen.



        Und zwar weitgehend unverstanden!



        Newahr.



        Sein Perpetuum mobile - Fischer - Kretsche sodann Habeck täuscht darüber kein Deut hinweg!



        Beleg: Verantwortet zwei verfassungs&völkerrechtswidrige Kriege - sollte reichen! Wollnichwoll



        Aber danke daßse die erwartete Opa Retourkutsche eingetütet haben.



        Doch “…an einer Seite Prosa arbeiten wie an einer Säule - so siehste aus!“ Tucho



        Nee Nee mit@Mondschaf 26 & einer süddeutschen mal nach langem kurz mal reinschauenden von seiner früheren Zeit : er liegt verläßlich immer gern zu dieser Zeit - daneben •



        Werner Enke würde solchenfalls ein fehlendes Worteaneinanderreigewissen 🧐🙀🤣

    • @Lowandorder:

      @EchteDemokratieWäreSoSchön brachte beim „Schlagloch" von Robert Misik das Buch „Im Grunde gut" von Rutger Bregman in die Diskussion.



      Bregman war für sein Buch genau so auf der Suche, wie Peter Unfried. Bregman fand etliche Berichte über gute Menschen und widerspricht altphilosophischen Standardmeinungen vom bösen Menschen. Peter Unfried findet immer nur Joschka Fischer und Robert Habeck...



      taz.de/Autoritaere...bb_message_5251070

  • Na, den Kommentar nenne ich mal visionär.

  • Ich lese sporadisch die taz seit Jahren, aber das ist für mich der erste konstruktive Beitrag. Warum ich sie sonst lesen? Naja, ich gebe es zu, diese linke Wut gegen fast Alles ist für mich mit meinem Sinn für Humor belustigend.



    Veränderungen zum Guten, sei es das ein CSD oder ein Weihnachtsmarkt in Frieden ohne Gewalt (wie in meiner Jugend) stattfinden kann ist doch was wichtig ist. Miteinander reden und nicht anschreien ist doch der einzige Weg etwas zu erreichen. Also vielen Dank Herr Unfried für diesen sachlichen Beitrag.



    Und nein, wie sind nicht nach Sachsen-Anhalt sondern nach Niedersachsen umgezogen.

    • @Exilberliner:

      Ganz so schlimm wie Ihr Eindruck ist es nicht, in der Wissenschaftredaktion sind auch ein paar Leute, die eher nach Lösungen suchen als Hoffnungslosigkeit zu predigen.

      Aber ich stimme Ihnen zu, dass man mit destruktiver Energie nicht wirklich etwas zum Guten verändern wird - die Folgen des immer stärkeren Vertrauensverlustes zeigen ja die Umfragen. Es macht nur die Ränder stärker und den rechten Rand deutlicher als den linken.

  • Sehr viel Richtiges dabei, man sieht es ja in der derzeitigen Regierung, noch besser sah man es in der Ampel. Eigentlich anschlussfähige Milieus, Grüne, Liberale, Sozis, Union machen es nicht gut, fahren wie die Ampel den Karren ohne Not an die Wand bzw. wurschteln reichlich uninspiriert vor sich hin, wie Schwarz-Rot.



    Sie sind es eigentlich, die dieses Land weiterentwickeln, reformieren müssen. Wie das geht? Mit Kompromissen natürlich, der Grundlage von allem in der Demokratie. Keine 28%-Union und keine 16%-SPD werden durchregieren, als hätten sie absolute Mehrheiten, trotzdem können sie und müssen sie es hinbekommen.



    Vorbild ist Donald Tusk, Vorbild ist Magyar in Ungarn. Gegen Rechtspopulisten hilft eine eigene positive Agenda, dann muss aber auch hin und wieder was rumkommen, außer dass die Zuzahlung bei den Medikamenten wieder steigt. Und wenn Kürzungen, wenn Härten nötig sind müssen sie erklärt werden, muss es dabei gerecht zugehen, dürfen nicht die Schwachen die größte Last tragen.



    Es ist immer noch eine Menge möglich, trotz Merz, trotz Linnemann, trotz Klingbeil. Vielleicht nicht mit Ihnen, aber mit ihrer Koalition, das gönne ich ihnen als jemand, der sie nicht gewählt hat.

    • @FtznFrtz:

      Sie werden nicht umhin kommen, wenn Sie die Leute mitnehmen wollen, nicht "trotz", sondern gemeinsam mit Merz, Linnemann, Klingbeil gegen Weidel, Höcke und Co.

      • @Dr. McSchreck:

        Nein, es gibt Alternativen zu Merz und Klingbeil in Union und SPD, die beiden schaden mehr als sie nützen, sie werden es nicht hinbekommen. Warum nicht Kanzler Wüst, Außenminster Pistorius, Klingbeil Sparkassendirektor im Rheinland, Merz im Ruhestand?

        • @FtznFrtz:

          Weil die Mehrheit der Wähler eher nach rechts will als nach links. Versucht es die CDU mit Daniel G. aus dem hohen Norden, gehen noch mehr Leute von der CDU zur AfD, da bin ich recht sicher.

          Der FDP ist die Ampel auch nicht sehr gut bekommen.

          • @Dr. McSchreck:

            Das muss aber nicht so bleiben. Es ist noch nicht so lange her, da konnte noch eine (überwiegend) Linke Regierung gebildet werden.



            Mit der richtigen Ansprache kann das in absehbarer Zeit durchaus wieder funktionieren.



            Vor allem wenn man bedenkt, wie viele Altlinke derzeit, speziell im Osten, zur AfD abwandern. Und viele machen das nicht unbedingt vergnügt, sondern weil sie keinen anderen Weg mehr sehen.



            Den kann man aber wieder freimachen.

  • Danke für diesen Text! Denn ohne Allianzen, Kooperationen und Kompromissen mit mit den unterschiedlichen demokratischen Kräften, werden wir die Demokratie nicht verteidigen/erhalten können.



    (Übrigens: ich hab mich jetzt extra angemeldet, um mich für dieses Text für die Demokratie zu bedanken.)

    • @March Hoeld:

      Super move !