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31.07.2026 , 20:28 Uhr
Ich stimme Ihnen im Kern ja zu. Dieses WIR ist wichtig.
Ich glaube nur nicht mehr daran. Zumindest nicht in der nahen Zukunft. Zu viele Scherben sind zerschlagen. Nicht nur durch für die von mir im ersten Post genannten progressiven linken Strömungen (die Rechten sowieso), sondern auch und insbesondere durch die Politik, ohne darauf genauer einzugehen. Das Versagen der Politik ist ja reichlich bekannt.
Und wenn ich im Bezug auf das WIR zum Schluss noch mal auf die linken Strömungen einschlagen "darf". Nur zu häufig habe ich von linker Seite vernommen, dass man nicht an Deutschland im Sinne der Grenzen glaubt, dass man Deutschland sogar ablehnt, regelrecht scheiße findet. "Deutschland verrecke" heißt es da ja unter anderem. Ja, ein "gesundes" WIR bräuchten wir. Aber so?
zum Beitrag31.07.2026 , 17:58 Uhr
Das ist gerade der Kern meiner Aussage, den Sie wohl überlesen haben: dieses ominöse gesellschaftliche "wir" in Deutschland existiert nicht.
Auf den Spruch mit dem Loch gehe ich jetzt mal nicht ein.
zum Beitrag31.07.2026 , 10:01 Uhr
Verzeihen Sie mir lieber Autor, dass ich zynisch werde, aber ... Jetzt auf einmal?
Seit Jahren haben verschiedene laute links-progressive Bubbles es sich durch im Kern moralisch gute, aber in der Durchführung dilettantisch und im Ton von oben herab geführte Debatten mit einem Teil der Zivilgesellschaft versaut. Also mit den im Text genannten Leuten im Schützenverein, Feuerwehr, usw. . Diese Bubbles haben, vermutlich weil sie in der falschen Annahme waren sie würden die Mehrheit repräsentieren und damit den Diskurs bestimmen können, aktiv zur Entfremdung und Spaltung beigetragen. Spätestens beim Gendern wollte ich nur laut aufschreien. Ja, ich verstehe was man damit bezwecken wollte, aber es war im Kern eine blöde Idee. Immerhin hat die Linke durch Reichinnek und Dank Friedrich Merz mit seiner blöden Idee der Abstimmung mit der AFD die Kurve gekriegt und den Weg in die Realpolitik zurück gefunden.
Burgfrieden hat es jemand hier genannt. Das wird nicht passieren. Längst hat man die Leute entweder in die Arme der AFD gerieben oder diese sind verbittert ausgestiegen. So wie ich, der sich mal als "eher mittig links" bezeichnet hat. Lang ist es her... .
zum Beitrag28.07.2026 , 21:26 Uhr
Es ist nicht dasselbe und Sie wissen ganz genau, dass wenn man in der Vergangenheit von der Brandmauer und Rechten gesprochen hat immer nur die (reale) Gefahr durch die AFD gemeint hat. Jetzt den xten Kommentar zu lesen, der irgendwie versucht rückwirkend so tut als ob Islamismus immer mit gemeint war ist einfach nur heuchlerisch.
zum Beitrag28.07.2026 , 10:28 Uhr
Ich bin weder Optimist noch Pessimist. Ich bezeichne mich selbst als Realist. Daher stimme ich dem Titel zu: das war kein Versagen des Multikulturalismus. Meine "Analyse" ist aber eventuell noch härter: der Anschlag war ein natürlicher Nebeneffekt davon.
Was ich mit Nebeneffekt meine, als Beispiel: Eine Gesellschaft die immer weniger Kinder bekommen hat und nun Geflüchtete hauptsächlich in den Jobs arbeiten lassen möchte, für die sich viele Bio Deutsche zu schade sind, muss in Kauf nehmen, dass gleichzeitig einige durch das Raster fallen durch entweder psychische Folgen der Fluchterfahrung, kultureller Unterschiede, Religiosität, Sprachbarriere usw.. In harter Sprache ausgedrückt: wenn du selbst nicht deine Eltern pflegen willst und deine Kinder dir zu schade sind für Pakete ausliefern, wirst du mit den negativen Folgen des Multikulturalismus leben müssen. Und ja, ich weiß dass der Täter Deutscher war. Macht es keinen deut besser.
Damit bin ich weder bei linker (Multikulturalismus ist super!) und rechter (Multikulturalismus ist unser Untergang!) Rhetorik. Beides finde ich nämlich falsch und naiv. Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte.
zum Beitrag31.12.2025 , 11:06 Uhr
Dass auch deutsche Männer Täter sind, widerlegt nicht, dass kulturelle Prägung ein Faktor ist. Das eine ist kein Gegenargument gegen das andere. Wer bei dieser Frage reflexhaft ablenkt, vermeidet Analyse – und nennt das dann Humanismus.
zum Beitrag31.12.2025 , 10:55 Uhr
Man kann und darf nicht ernsthaft behaupten, dass „Kultur“ Menschen zu Straftaten zwingt. Aber zu sagen, Kultur spiele generell keine Rolle, ist eine Überkorrektur. Normen zu Geschlechterrollen, Sexualität und sozialer Sanktionierung entstehen nicht im luftleeren Raum. Westliche Gesellschaften haben diese Normen über Jahrzehnte – 68er, Feminismus, Rechtsdurchsetzung – aktiv verändert. Andere Gesellschaften haben diese Entwicklung so nicht durchlaufen. Das anzusprechen ist keine Pauschalverurteilung, sondern eine notwendige Voraussetzung für Prävention und Integration. Wer kulturelle Unterschiede vollständig ausblendet, ersetzt Analyse durch Naivität.
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