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Ausschluss vom BuchhandlungspreisKulturpolitischer Albtraum

Dirk Knipphals

Kommentar von

Dirk Knipphals

Wolfram Weimer aktiviert den Verfassungsschutz und verwehrt linken Buchläden einen Preis. Das bedeutet einen Angriff auf die unabhängige Kulturszene.

Der Buchladen „The Golden Shop“ in Bremen steht auch auf der Streichliste Foto: Eckhard Stengel/imago

W erden jetzt vor jeder Buchhandlung, die einen Preis bekommen soll, bei jedem Kleinverlag, jeder Galerie, überhaupt jedem Kulturprojekt unauffällige Damen und Herren postiert, die sich dezent einmal umsehen, ob Flyer herumliegen und Solidarität mit Antifa-Projekten geübt wird? Und wird Wolfram Weimer in seinem Kulturstaatsministerium Stellen ausschreiben für Leute, die die von den Fachjurys abgegebenen Listen daraufhin durchsehen, wer gestrichen werden soll, weil er oder sie zu links ist?

Ein kulturpolitischer Albtraum, dem der Kulturstaatsminister jetzt Vorschub geleistet hat. Ohne Not verwehrt er drei Buchhandlungen den ihnen zugedachten Preis, und das ohne offenbar zu wissen, was ihnen überhaupt vorgeworfen wird. Der Verfassungsschutz gibt Details nicht heraus. Wer macht denn jetzt die Kulturpolitik? Der Inlandsgeheimdienst?

Mit dieser Streichung von der Preisliste kündigt Weimer ein kulturpolitisches Modell auf, das seine Vor­gän­ge­r*in­nen allesamt beachtet hatten. Es bestand darin, dass das Kulturstaatsministerium rechtliche Rahmenbedingungen klärt und Geld für die Kultur organisiert – und dass dieses Geld dann aber von kulturellen Fachjurys verteilt wird, und zwar nicht nach politischen Vorlieben, sondern nach kulturellen und künstlerischen Kriterien. Die fallen selbstverständlich auch nicht vom Himmel und sind immer hinterfragbar, doch so – und nur so – ist die Unabhängigkeit der Kultur gewahrt.

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Diese Unabhängigkeit ist ein hohes Gut. In Ungarn, in der Slowakei und in den USA muss man verfolgen, was geschieht, wenn staatliche Stellen die Kulturszene unter Kontrolle bringen wollen. Die AfD wird hierzulande sicherlich genau hinsehen, welche Werkzeuge sie in die Hand bekommen kann, wenn sie Wahlen gewinnen sollte. Gegen einen scharfen Kulturkampf von rechts kann nur eine unabhängige Kulturszene bestehen. Sie aber wird von Weimer angegriffen, keineswegs nur die drei betroffenen Buchhandlungen – was ja aber auch schon empörend genug wäre. Will Weimer wirklich den Kulturkampf?

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Dirk Knipphals
Ressortleiter Kultur
Dirk Knipphals, Jahrgang 1963, studierte Literaturwissenschaft und Philosophie in Kiel und Hamburg. Seit 1991 Arbeit als Journalist, von 1994 bis 1996 bei der taz.hamburg, seit 1999 in Berlin.
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66 Kommentare

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  • Ganz schlimm!

  • Es ist erbärmlich und bezeichnend, dass die Linkspartei keine kleine Anfrage im Bundestag stellt, um die eigentlichen verfassungsschutzrelevanten Gründe für den Ausschluss vom Preis transparent offen zu legen. Oder die wissen über den entsprechenden Ausschuss bescheid und es gibt wirklich handfeste Gründe.

  • "Kulturpolitscher Alptraum". Wie schön, dass sich taz und faz im Fall Weimer einig sind.

    Sehr zu empfehlen der Text von Herrn Bahners in der faz, der die Anwendnung der Haber-Formel in Bezug auf die Buchläden recherchierte. Befund der faz: Weimer wusste konkret von nichts!

    Die Anwendung der Haber-Formel macht hier jedem autoritären Übrwachungsstaat Ehre (eigene Wertung) und ist somit ein Riesenskandal.

    Zitat faz

    Tatsächlich ist Weimers Behörde der sachliche Grund für die Anwendung der Formel von den verfassungsschutzrelevanten Erkenntnissen auf die drei Buchhandlungen nicht bekannt. Der Rundbrief regelt auch das Verfahren „einer im Einzelfall notwendigen [...] Präzisierung verfassungsschutzrelevanter Erkenntnisse“: Das anfragende Ressort muss sich unmittelbar an das BMI wenden, das nach Rücksprache mit dem BfV das Ressort beraten wird. Durch „vertiefte Analyse vorhandener Erkenntnisse“ soll „eine auf den Einzelfall abgestellte Entscheidung möglich“ werden. Weimers Sprecher bestätigte der F.A.Z., dass diese Möglichkeit der Nachfrage nicht genutzt wurde.

    www.faz.net/aktuel...utz-110849496.html

  • Ich bin immer wieder amüsiert, wenn hinter dem Namen Wolfram Weimer in Klammern "parteilos" steht...



    - Ist das nicht niedlich?

  • "Das bedeutet einen Angriff auf die unabhängige Kulturszene." Wer unabhängig sein will, nimmt keine Steuergelder. Keine Steuergelder für antisemitische Tendenzen!

    • @Nachtsonne:

      @ Nachtsonne



      Mit anderen Worten, Sie sind also für die Wiedereinführung des Schulgeldes für den Besuch an öffentlichen Schulen ?

      • @Alex_der_Wunderer:

        Öffentliche Schulen sind inhaltlich nicht unabhaengig.

        • @Nachtsonne:

          @Nachtsonne



          Da sind wir uns wohl einvernehmlich einig.

  • Unauffällig umsehen, ob Flyer herumliegen? Was für eine Verniedlichung. Da steht ganz offen an der Fassade "Deutschland verrecke bitte". Also mehr "De­le­gi­ti­mie­rung des Staates" geht ja kaum.



    Ein solche Meinung kann man haben. Dann sollte man aber auch den Stolz haben, vom verhassten System kein Geld anzunehmen.

  • Es geht doch nicht um politische Vorlieben wie der Autor meint, sondern darum das mit staatlichen Mitteln, die ja nun zum Großteil aus Steuereinnahmen bestehen, Projekte oder in diesem Fall Buchhandlungen gefördert werden, die offensichtlich konträre Ansichten vertreten in Bezug auf die Grundordnung.

    Der Slogan auf der Fassade der Buchhandlung in Bremen spricht doch eine klare Sprache "Deutschland verrecke bitte". Was hat das mit Kultur zu tun? Wer eine solche Meinung nach außen kommuniziert, täte übrigens gut daran freiwillig auf staatliche Förderung oder Preisverleihungen zu verzichten. Das wäre dann eine klare Haltung.

    Ein no go ist allerdings die mangelnde Transparenz. Zu den demokratischen Spielregel gehört auch, das Vorwürfe belegt und den Betroffenen dargelegt werden und das diese Gelegenheit erhalten diese zu entkräften. Und erst nach Abschluss dieses Vorgangs sollten die staatlichen Stellen abwägen, ob Fördergelder fliessen oder nicht.

    Das jetzige Vorgehen hat jedoch einen starken Geschmack nach Willkür und erinnert an Gesinnungspolitik. Das sollte jedoch nicht der Maßstab sein. Für einen Ausschluß bedarf es schon konkreter Gründe mit rechtlicher Grundlage.

    • @Sam Spade:

      Sorry. But. “Deutschland verrecke, bitte!“



      Ehrs: Vorschnell a 🥱 ist die Jugend & in Neuer Deutscher Geschichte - schlicht nicht auf Höhe des ⚽️ - mehr so old norge.



      Mal das als Bouquett & Nachhilfe! Wollnich



      dserver.bundestag....19/265/1926512.pdf



      Schön aber - daß dann das Ganze denn doch nicht zur Redenschreiberavance für diesen



      Mr suboptimal Wolfram Weimer geraten ist •



      Chapeau 😅

      • @Lowandorder:

        Mit Verlaub geschätzter Rheinländer. "Old Norge" gibt es ebensowenig wie "Norsk samling". Käme ja auch keiner auf die Idee von "old Deutschland" zu sprechen.

        Wenn sie es wertschätzend gemeint haben, dann wäre "det gode, gamle Norge" passend. "Gamle" bedeutet "alt". Soviel dazu. Zu ihrem Kommentar:

        Abgesehen davon das die Betreiberin des Golden Shops nach gängigen Kriterien nicht unter die Generation fällt, die man noch als Jugend definiert, würde ich ich ihren Einwand bezgl. der heutigen Jugend nicht teilen.

        Unabhängig davon das ich hier Zuhause von vier Exemplaren der weiblichen Jugend im Alter von 13 bis 20 Jahren umgeben bin, habe ich die Erfahrung gemacht das große Teile der heutigen Jugend nicht nur politisch hoch interessiert sondern auch gebildet und engagiert sind.

        Gilt für Deutschland, denn da sind meine Töchter sozialisiert worden und für Norwegen.

        Das schiefe Bild welches durch Pisa und Social Media entstanden ist täuscht etwas darüber hinweg.

        Das Engagement wie "Fridays for Future", die "Letzte Generation" oder aktuell gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht zeigt, das die heutige Jugend klare Vorstellungen vom politischen Geschehen hat und gut informiert ist.

        • @Sam Spade:

          Mit Verlaub - keine Ahnung - wasse mit eigentlich sagen wollen: im falschen Wald 🪵 🪓 - hm.



          Mit der Jugend - meinte ich Sie.



          Und “…, bitte“ ist genau die Ironie - diese ersichtlich nicht kapieren & dementsprechend “Kultur“ damit verfehlen - und damit ins rightwingdrifting schliddern.



          Empfehle mal meinen “Verfassungsziehvater“



          “Verfassungslehre



          als Kulturwissenschaft“



          Von



          Peter Häberle



          Zweite, stark erweiterte Auflage



          &



          www.duncker-humblo.../9783428492022.pdf



          &



          btw Werde zukünftig ironische Wortspiele bei ehna vermeiden - will den Leser ja auch nicht überfordern.

          • @Lowandorder:

            Danke für die Empfehlung. Das Werk ist mir bekannt. Aber 1000 Seiten Fachliteratur auf Deutsch zu lesen tue ich mir nicht mehr an. Die Zeiten sind vorbei.

            Gelesen habe ich die von Markus Kotz herausgegebene englische Ausgabe "Häberle and the World of the Constitutional State". Auf gut 300 Seiten das Wesentliche zusammengefasst und ohne die Bezüge zu Deutschland. Halt für ein internationales Publikum gedacht.

            Interessant sind auch die Baden Badener Gespräche anlässlich seines 65 Geburtstags. Gibt es von der Oxford Press unter dem Titel "Held on May 13th and 14th - Essays in honour of Peter Häberle". Martin Morlok, 2001

            Ich bevorzuge generell englischsprachige Quellen, auf deutsch muss ich zuviele Begriffe nachschlagen.

            Und vielen Dank das sie in Zukunft auf Ironie verzichten. Das ist bei mir mehr als angebracht. In Schriftform verstehe ich sie auf deutsch nämlich tatsächlich nicht, beziehungsweise erkenne sie erst gar nicht.

  • „Kultur ist nix als die Geschäfte,



    Und statt mit Käse ist's mit Wei..."



    Oh wei oh wei... Ich bin so frei.



    Frei nach Mutter Bei..



    Äh. Mutter Courage - by Bert Brecht)

  • Ich habe mich gewundert wie der Laden das letzte mal den Preis annehmen konnte von einer Regierung, die eine fleischige Landwirtschaftspolitik betrieb und damit laut Buchladen (siehe Foto) Mörder unterstützte. Was die Menschen so alles fürs Geld an Prinzipien hinten runter fallen lassen!

  • Mal abgesehen von dem aktuellen Kulturkampf.



    Wieso gibt es überhaupt einen Preis für Buchhandlungen? Einen Preis, den manche auch mehrmals bekommen können. Hat es dann zwischendurch besondere Aktionen oder Renovierungen gegeben? Klar, die Buchkultur in D ist etwas besonders. Zurecht. Aber Preise für die Buchhandlungen? Bewerbungen müssen geschrieben werden (oder?), Jurys reisen umher, vergleichen einen Laden aus Flensburg mit einem in Konstanz, treffen sich irgendwo, irgendwo gibt es eine Feier und dann gibt es was? 10000 Euro oder eine staatliche Urkunde? Was für eine Aufwand. Und alles staatlich finanziert. Dabei weiß kaum einer, der nicht gerade in der Buchhandlung einkauft etwas davon.



    Gibt es auch das Theater des Jahres? Oder den Biomarkt des Jahres? Den Klamottenladen des Jahres hoffentlich nicht, es sei denn die veranstalten eine Lesung (schon gesehen).

    • @fly:

      Theater des Jahres gibt es definitiv, wird aber nicht von staatlicher Stelle, sondern von den Kritikern einer Fachzeitschrift vergeben. Wahrscheinlich nur hübsche Urkunde und Gratis-Werbung, wobei die Mund-zu-Mund-Propaganda von Theaterbesuchern wichtiger für die Auslastung eines Theaters sein dürfte als diese Auszeichnung.



      Dann gibt es noch den Theaterpreis des Bundes, pro Jahr in Summe 900,000 Euro verteilt auf mehrere Theater (max. 150.00 Euro pro Haus).

    • @fly:

      Was für ein Quatsch!! Habe selbst eine ausführliche Preis-Begründung für eine kleine Buchhandlung geschrieben. Jeder Cent der Preissumme war gerechtfertigt.

      Zu Corona waren es die Kunden, die mit ihrer finanziellen Unterstützung dafür sorgten, dass diese Buchhandlungen überlebten, die mit ihren Literaturveranstaltungen ein Pfeiler der lokalen Kultur sind.



      10000 Euro Preissumme ist für eine kleine Buchhandlung enorm viel Geld, ermöglicht z. B. die Renovierung, die sonst finanziell nicht zu stemmen wäre.



      Gehe jede Wette, dass die Jury ehrenamtlich bis auf die Fahrtkosten arbeitet und das gerne tut.

  • Sonderlich einladend scheint dieser Laden nicht zu sein, wenn ich mir die Fotos so anschaue, auch wenn das kein Argument pro oder contra sein mag.



    So lange man nicht weiß, was diesen Läden vorgeworfen wird, ist es schwierig, zu beurteilen, ob das Vorgehen nun in Ordnung ist oder nicht.



    Bis dahin empfiehlt es sich, die Kirche im Dorf zu lassen. Schließlich geht es nur um einen Preis, nicht darum, diese Läden zu schließen und die Inhaber zu verhaften. Ob die Verweigerung des Preises die Vorstufe für ein Verbot ist? Möglich, aber keinesfalls zwingend und ehrlicherweise auch kaum zu erwarten.

    • @Katharina Reichenhall:

      Riterdando da capo al fine - sagte ich schonn:



      Stacheldraht in Schmierseife einwickeln -



      Aber schon erhellend - daß ehna sojet Laden nicht einladend ist - wa. 🙀🧐🥳😂

      • @Lowandorder:

        Es gibt unterschiedliche Läden für unterschiedliche Zielgruppen, klar. Wer z.B. Druckerzeugnisse der Springerpresse sucht, geht besser in eine Bahnhofsbuchhandlung, da gibt‘s dann auch Amazon-Gutscheine, In-Ear-Kopfhörer, Peoplemagazine

        • @derzwerg:

          Liggers. Geb den Rat an die Dame gerne weiter! Gelle



          &



          Die hier tarnen sich ganz erfolgreich



          lh3.googleusercont...0-w520-h416-n-k-no



          Buchhandlung Roter Stern



          Marburg Am Grün 28 - 30



          roter-stern.de/



          Wohnte mal zeitweilig um die Ecke🥳

          • @Lowandorder:

            Haha, ich nicht, dafür Oberstadt, war ja klar. Salonkommunist sozusagen. Hab im Stern aber häufig Pause gemacht. In-Ears gab es dort keine, dafür Kaffee und Kuchen und man saß am Fluss. Die Cafés in der Oberstadt waren ja eher was für Touristen, Verbindungsstudenten, Roland Koch und den Dalai Lama usw. (jetzt schleicht sich meine Phantasie dazwischen). Die Oberstadtcafés verkauften zwar keine Bücher, sahen aber in jedem Fall „einladender“ aus, um nochmal auf den Originalpost zurückzukommen. Tipp in diesem Zusammenhang: Eins veranstaltete einmal pro Monat einen literarischen Abend, in meiner Erinnerung wurden dort Gräfin Dönhoffs Memoiren u. dergl. vorgelesen

            • @derzwerg:

              Denke - das wird Otto Roppel gewesen sein! Teppich-Schramm genau gegenüber - unterm Dach juhe ehe die Barfüßer runter in der alten 🦢-Apotheke zum Schluß.



              “Bei dem kamste ja vor 2/3 Stunden nicht wieder raus.“ Ein Unikum&kat •

              unterm——-



              Die Gräfin & The Sommer - da war mir Donnerstag nicht mehr Zeit-Tag.



              Und Ihre Memoiren glänzten insbesondere dadurch - daß sie ganz penibel weggelassen hatte - daß Brüder & sonstige männliche Konsorten stramme Nazis waren!



              & Theo S.



              “Helmut - du wirst dich nicht erinnern!“ beendete schlagartig seine journalistische Reputation •

  • "Schon oft in der Geschichte wurde Freiheit errungen – doch sie ist keineswegs in Erz gegossen. Eigentlich nie. Jederzeit kann man sich an den Öfen ihrer Gestaltung die Finger verbrennen, auch heute, ja ganz besonders heute. Freiheit und Meinungsfreiheit verlieren allenthalben ihre Selbstverständlichkeit."

    sagte Wolfram Weimer in seiner Rede zur Büchnerpreisverleihung 2025 und bezieht sich dabei auf den Namensgeber des Preises, den er wohl nicht ganz verstanden hat.



    Möge sich der Herr Kulturstaatsminister ordentlich die Finger verbrennen bei seinem Versuch, die Meinungsfreiheit einzuschränken.

    "Gott mag den allerdurchlauchtigsten und gesalbten Schafsköpfen gnädig sein; auf der Erde werden sie hoffentlich keine Gnade mehr finden." Georg Büchner

  • Schon merkwürdig, die Tage war der Verfassungsschutz noch das Maß aller Dinge, jetzt darf er nicht einmal gehört werden. Schade das der Verfassungsschutz nicht alles ausplaudern darf, was er über diese stramm politischen Buchhandlungen alles weiß. Erinnert mich an die NGO Fragen, wehe es versucht jemand Transparenz zu schaffen.

    • @Georg Sonntag:

      Das war der Punkt, der mir besonders aufgefallen ist. Was kann der Grund sein, dass Erkenntnisse des Verfassungsschutz nicht transparent öffentlich benannt werden? So erscheint die Entscheidung wie Willkür.

    • @Georg Sonntag:

      Die Geschichte hat eine Fortsetzung, siehe hier

      taz.de/Gecancelte-...ren-sich/!6160324/

      Das gibt es schon mal, dass die staatliche Zensurbehörde und irgendeine Art geheime Staatspolizei sich in Kulturbelange einmischen, nur halt nicht in einem Rechtsstaat.

      • @derzwerg:

        Das wird spannend. Da müssen die Karten dann wohl offen gelegt werden. Was übrigens wohl auch über eine kleine Anfrage im Bundestag funktioniert hätte, wenn sich ein Abgeordneter dafür gefunden hätte.

    • @Georg Sonntag:

      " die Tage war der Verfassungsschutz noch das Maß aller Dinge"

      Für mich nicht. Für Sie?

      Und welche "NGO-Fragen" sind gemeint?

      Der Fake-Skandal den CDU/CSU/AfD inszenieren wollten?

      Oder die realen und offenbar kriminell unsauberen NGO-Geldwäschereien und krummen Immobiliendeals der CDU Berlin?

  • Gerade war der Verfassungsschutz noch über alle zweifel erhaben - jetzt ist er die ausgeburt des Bösen.

    Fazit: Niemand ist neutral oder sachlich oder hat Prinzipienoder ist ehlich.

    Alle haben nur Interessen und die Realität muss sich denen anpassen.

    • @Tim Hartmann:

      "Gerade war der Verfassungsschutz noch über alle zweifel erhaben"

      Wer glaubte das? Sie? Ich nicht.

      • @Ajuga:

        Mein Kommentar war überspitzt. Aber wenn um die AfD geht, dann hypen viele aus dem Linken Spektrum den Verfassungsschutz als eine Art Jedi-Rat hoch, dessen Urteil sachlicher niczt sein kann (solange das Urteil stimmt)

        Als der Verfassungschutz sich noch mit der PDS beschäftigte waren es natürlich deutsche McCarthys.

        • @Tim Hartmann:

          Der Verfassungsschutz hat sich mehr als 10 Jahre intensivst mit der PDS beschäftigt. Und anschließend mit der Linken. Inklusive einer rund-um-die-Uhr Überwachung des weitestgehend konspirativ agierenden Ehepaars Wagenknecht-Lafontaine.



          Nicht ganz so intensiv hatte sich die Behörde bekanntlich mit dem NSU beschäftigt.



          Aber was langweile ich Sie mit Fakten, die Sie ohnehin nicht interessieren ...

    • @Tim Hartmann:

      Tja, das nennt sich Relativität. :))

  • Die von Wolfram Weimer nominierten Buchhandlungen sind wohl besser beraten einen Preis nicht anzunehmen, sie sind ja schließlich nicht verpflichtet jeden rechten, neoliberalen Tanz mitzumachen.



    Hier sollten/ müssen Buchhandlungen solidarische Kultur zeigen.

    • @Alex_der_Wunderer:

      Nicht Buchhandlungen müssen (finanzielle) Solidarität zeigen sondern die Kunden also auch Sie. Buchhandlungen haben es insgesamt schwer in Zeiten von eBook und Amazon & co. Buchhandlungspreise zu boykottieren können Buchhandlungen sich nicht leisten.



      Diese wirken sich immer solidarisch positiv auf das Geschäft aus. Auch der nicht von Weimer erfundene Preis.

      Weimar hat im übrigen ach niemanden nominiert. Das BKM hat dem Juryvotum in drei Fällen wiedersprochen.

  • Ich würde das verallgemeinern: diese Regierung ist ein Angriff auf die Kulturszene. Und nicht nur auf die. Gegen die war die Kohlregierung wirklich links-radikal.

    • @Jalella:

      Hmhmhm Dregger, Stolti und Strauß? OK, nicht alle BuReg, aber trotzdem.

      Das methodisch Vereinende fehlte aber, soweit ich sehen kann. Dregger war eher so ein Slawenhasser, Strauß eher ein Apartheids-Groupie. Dass die bei der weltanschaulichen Umformung der BRD an einem Strang gezogen hätten wie Merzens evangelikale und katholische Fundis, Westbanksiedler-Unterstützer, Nazibeschützer, Natalisten und Maskulinisten, Wissenschaftshasser etc - na wenn das damals passiert wäre, dann würde man es in den Geschichtsbüchern lesen können.

      Ja, es ist "geistig-moralische Wende 2.0", aber im Gegensatz zur ersten straff durchexerziert und von faschistischen Kräften aus USA cofinanziert, und von ebensolchen aus Russland idologisch flankierend unterstützt.

      Das Machtverhältnis zwischen der Kohl-Regierung und der Colonia Dignidad oder dem südafrikanischen Regime war hingegen klar definiert.

      Kohl hätte sich nicht zu einer Marionette vonm Reagans "Moral Majority" machen lassen; Merz hingegen kann vom Kriechen vor MAGA gar nicht genug kriegen.

    • @Jalella:

      Wirklich?

      Kohl wollte nach dem Mauerfall die „Türken zurückschicken“

      Ich glaube die Erinnerungen an die Vergangenheit ist manchmal sehr schief.

      • @Tim Hartmann:

        Kohl ging - in der realen Welt - in den Wahlkampf zur Europawahl 1984 mit dem Slogan "Mit uns für offene Grenzen in Europa"

      • @Tim Hartmann:

        Es geht um das szeneübergreifend Koordinierte und die Einbindung in ein internationales antidemokratisches Netzwerk das bis in tief faschistische Kreise geht.

  • "und dass dieses Geld dann aber von kulturellen Fachjurys verteilt wird, und zwar nicht nach politischen Vorlieben"



    ... genau dies ist mit der aktuellen Politikerriege der CDU nicht zu machen. "Neoliberale Weltverbesserer.innnen" im Kampf gegen "woke", "links" und Antifa" ...

  • Zum Glück haben wir ja eine völlig neutrale Instanz wie den Verfassungsschutz der komplett unabhängig ohne politische Weisungen agiert. Ist vorsichtige Skepsis dieses Inlandgeheimdienstes gegenüber jetzt eigentlich wieder sagbar?

    • @Šarru-kīnu:

      " völlig neutrale Instanz wie den Verfassungsschutz der komplett unabhängig ohne politische Weisungen agiert."

      Entgegen der Behauptungen von den politischen Rändern tut der VfS genau das.

    • @Šarru-kīnu:

      Alles gut. Ist noch nicht strafbar. So schnelle mahlen die rechtsdrehenden Mühlen unserer Gesetzgeber nicht.

      Ich habe noch nie so sehr wie jetzt bedauert, dass unser Grundgesetz kein Strafgesetz ist. Diese und viele frühere Regierungen säßen lebenslang im Knast.



      Ich sach ma: Freiheit von Forschung, Lehre und Kunst.

      • @Jalella:

        "Ich sach ma: Freiheit von Forschung, Lehre und Kunst."

        Deren Abschaffung bzw Aushebeleung übrigens im AfD-Bundeswahlprogramm seit Jahren in verhüllten Worten gefordert wird. Und bei der Verbotsdebatte ist selten bis nie die Rede davon.

        Dabei sollte das angesichts der "aggressiv-kämpferischen" Hetze, der tagtäglichen Rufmorde und Verleumdungen, mit der das freie Geistesleben zerschlagen wollen, schon allein für sich fast schon genug für ein Verbot sein!

        Wegen solchen Einschränkungen kam es ja doch überhaupt erst zu der demokratischen Tradition im deutschsprachigen Raum - Metternich und Konsorten. Auf die autoritäören Kulturkämpfer mit maximaler legaler Höte draufzuschlagen und immer wieder draufzuschlagen, bis ihre Netzwerke zerschlagen und sind, ist ein Lebenselixier für jede Demokratie:

        Was glauben Sie denn, wie die Kulturszene in Tehran ABGEHEN wird, wenn die ihre Faschisten los sind - und in Washington, Budapest, Moskau und Jerusalem nicht anders!

        Wir müssen das stoppen, bevor es auch bei uns so weit kommt.

  • Das ist nicht nur ein Angriff auf die unabhängige Kulturszene und auch nicht nur ein kulturpolitischer Albtraum. Es weckt schlimme Erinnerungen.

  • Vier Beiträge in der taz, in denen kritisierende Reaktionen aus anderen Buchläden, vom PEN, vom Börsenverein des dt. Buchhandels und der Kurt-Wolff-Stiftung dokumentiert werden.

    Aber keine Reaktion von der Jury oder wenigstens von der einen oder anderen Stimme aus der Jury? Das würde mich sehr interessieren, was die dazu zu sagen haben und wie sie und Weimar über sein Tun und den Eklat kommunizieren.

    Der Herr ist eine Fehlbesetzung; ihm gebührt nicht nur linker, sondern demokratischer Widerstand auf allen Ebenen.

    Altbewährte ungeschriebene Übereinkünfte aufzukündigen, um die eigene Agenda um jeden Preis durchzuziehen, ist demokratiezersetzend (und das zutiefst verabscheuungswürdige Gezerre um Brosius-Gersdorf die in dieser "Methode" bisher ärgste von rechtsaußen befeuerte Entgleisung).

    • @yoda:

      Die trauen sich nicht. Tuttle von der Berlinale hat ja auch fast kalte Füße bekommen, weil jemand berechtigte Meinungen zum Thema Gaza geäußert hat.



      Die KünstlerInnen haben gefälligst in Anzug, gescheitelt und mit politisch korrekten zurechtgestutzten Ansichten aufzutreten.

      • @Jalella:

        Hat das jemand gefordert?



        Diesbezüglich ist mir keine Äußerung bekannt. Nicht einmal von Herrn Weimer.

      • @Jalella:

        JA.

        Vielen Menschen ist das nicht klar, aber es gibt mittlerweile eindeutige Studien, dass die BRD unter Merz für in Wissenschaft und Kultur tätige Menschen ein Angst- bzw abschreckendes Land geworden ist.

        Merz und seine Gang sind intellektuelle Push-Faktoren, mit einer Stärke die mittlerweile ohne Witz an PiS heranreicht.



        Aus dem Ausland schaut die Intelligenzia auf uns nicht mit demselben Ekel wie auf Ungarn, aber es fehlt nicht mehr viel.



        Zu grob rüpelnd das Auftreten von Merz, Weimer, Wegner, Badenberg, Söder usw, zu unverhohlen angebraunt ihre Polizeistaatsanfälle, zu psychopathisch weggelächelt ihre Rechtsbrüche.

        Man kennt als "Geistesarbeitende" diesen Typus recht bald, wenn man sich auf der Jobsuche international umtun muss.



        Er zeichnet Länder aus, in denen bald keine Blumen mehr blühen und duften, sondern Platzwunden und Tränengas, und Kulturpreise zur Verherrlichung nationalen Größenwahns dienen.



        Er zeichnet Länder aus, in denen authentische Genies keine Stelle annehmen, egal wie verlockend sie ist.

        Aber vielleicht kann uns das Kennedy Center den Kerl ja abwerben. Da gehört er hin, als Einpeitscher eines irren Gottkönigs von eigenen Gnaden. Genau seine Schuhgröße.

  • Dieser Mann ist doch mehr Realsatire denn Staatsminister.



    Vor einigen Jahren hat er einen Aufsatz veröffentlicht, in dem er Säkularisierung und Aufklärung als Modeerscheinungen bezeichnet hat. Aber gut, wenn er meint "linke" Buchhandlungen seine jetzt aktuell die Gefahr - gönnen wir ihm seinen Standpunkt, und wenden uns anderen Dingen zu.

    • @T-Rom:

      Also ein typisches aktuelles Regierungsmitglied.

    • @T-Rom:

      Säkularisierung und Aufklärung sind halt keine "Modeerscheinungen", sondern mit harten Daten belegbarer Fortschritt. Der einzige den wir haben, uezs.

      Und das muss bekämpft, unterdrückt, vernichtet werden, finden die Konservativen.

      Ich finde: Man sollte einfach mal probeweise 4 Jahre lang allen CDUCSU- und AfD-Mitgliedern die politische Teilhabe entziehen, und dann schauen, ob es dadurch in der Politik nicht einfach sehr viel beser, glatter, gesitteter, intelligenter, verantwortungsvoller, gerechter und unkorrupter zugeht.

      Denn das ist eine verdamme REALE Rechtsgüterabwägung:



      Wie sehr dürfen realitätsflüchtige Märchenonkel ein ganzes Volk, einen ganzen Staat in ideologische Geiselhaft nehmen, womöglich mit Gewalt aber zumindest mit grobem Unrecht?

      Welches Recht wiegt mehr?

      Das von Weimer auf die Verbreitung von Ammenmärchen und Unterdrückung des freien Geistesleben?



      Oder das Recht ALLER Deutschen auf FREIHEIT und DEMOKRATIE?

      Vielleicht kommt sogar raus, dass man nach Entrechtung der Konservativen das Naziproblem ratzfatz in den Griff bekommt, und der braune Spuk all die Jahre nur ein Auswuchs falscher Toleranz gegenüber der "Christ""demokratie" war: Die USA deuten darauf hin!

  • Schon was her - aber als Anleitung an die Hand gegeben - stimmt schon:

    Ein praktizierender Arzt in HH - Mitglied der DFU (Deutsche Friedens Union) - vor dem Eingang postierten sich zwei Graue in öh Zivil und befragten die Eintretenden & wenn sie - zum Arzt sagten!



    “Ja. Wissen Sie denn nicht - daß der ein ganz übler Engelmacher ist?!“



    Wer aber darauf bestand, zu diesem Arzt gehen zu wollen, oder wer sagte, er will zu Köhlers im 4. Stock, der durfte passieren.



    Wir lebten ja schließlich in einem Rechtsstaat und nicht in einer Stasi-Diktatur.

    “Das war damals. In der Zeit, als einmal Kettenkarussellfahren fünf Pfennig kostete, als Herausgeber sich vor ihre Redakteure stellten, wenn die etwas geschrieben hatten; als Bill Haley noch lebte, die Erde noch und auch die Hoffnung.

    Dahin, dahin. Damals war Jupp Müller-Marcin Herausgeber der ZEIT. Und Helmut Schmidt war Innensenator in Hamburg.“ ©️ Harry Rowohlt

    Diesem feinen Herr Wolfram Weimer trau ich sojet mühelos zu •

  • Wolfram Weimer als parteiloser Büttel der Unionsparteien...



    Wir sollten einen Alternativpreis für couragierte Buchhandlungen ins Leben rufen, damit jeder weiß wo er noch seine Bücher ruhigen Gewissens beziehen kann und welche man getrost meiden sollte.

    • @Alex_der_Wunderer:

      Fun Fact: diese Buchhandlungen hatten den Preis in der Vergangenheit schon bekommen. The times they are changing. Oder vielleicht bald "chain-ging".

      • @Jalella:

        @Jalella



        Der Herr Kulturminister Weimar hat, wie es ausschaut seine Kultur in SEINEM Beutel - dem Kulturbeutel...



        Anmaßend, wie dieser Mann denkt, unsere kulturellen Freiheiten platt treten zu dürfen.



        Ob nun Theater, Literatur, darstellende Kunst, er lässt nichts aus, um freien Bürgern & Künstlern [s]einen eingeschränken Geist aufdrängen zu wollen.



        Was macht Kultur & Kunst aus ?



        Wie soll sich Kunst & Kultur weiterentwickeln können, wenn offensichtlich Missbrauch von staatlichen finanzielle Mittel, zur Reglementierung von Kultur, betrieben wird ? Die kritische, politische Auseinandersetzung von mündigen Bürgern soll unterbunden werden



        Ein völliger Widerspruch zum demokratischen, eigenverantwortlichen, selbstständigem Denken, wird hier doch den Bürgern und Künstlern offenbart.

  • Ist es nicht eher eine Auszeichnung für eine Buchandlung. Wegen gedrucktem Wort so gefährlich, dass der VS (aka Regierungsschutz) & Herr Weimer sich nicht anders zu helfen wissen als davor zu warnen?

    Staatlich geprüfte staatsferne & auch noch anscheinend gefährlich für die aktuell herrschende deutsche Obrigkeit & deren Narrative?

    Mehr Lob kann es doch nicht geben.

    • @Thorsten Gorch:

      Derlei indirekte Werbung funktioniert nur 1-2x, und das auch nur kurz, danach gewöhnt sich die Öffentlichkeit an die Repressalien, und dann erfüllen sie ihren Zweck.

      Und nicht vergessen: Weimer macht ja weiter, Kulturkampf ist stetige Eroberung

    • @Thorsten Gorch:

      Ich dachte immer, dem Verfassungsschutz die Legitimation anzusprechen wäre ein Indiz für Rechtsextremismus.

      • @Don Geraldo:

        Ich weiß ja nicht was da mir gegenüber insistieren wollen.

        Wobei, ich kann mich noch an Zeiten erinnern wo das unter progressiven Menschen durchaus Konsens war - den VS abzuschaffen.

        Denn nicht erst seit Causa NSU (+ den Roewer oben drauf) bzw. Maaßen und unzählige sonstigen Skandalen ist der VS eine sehr einseitige Behörde welche die eher renitenten Menschen im Lande überwachen und politisch klein / für die Regierung ungefährlich halten soll.

        • @Thorsten Gorch:

          Was auch immer Sie als "progressiv" ansehen.

          Im Übrigen - Klugscheißmode on - meinen Sie vermutlich "insinuieren". Insinuieren bedeutet so viel wie "unterstellen". Insistieren bedeutet "auf etwas bestehen".

        • @Thorsten Gorch:

          Exakt. Die linke Position zum VS ist *bestenfalls* skeptische Distanz und notgedrungenes Tolerieren weil wir echt größere Probleme haben als uns auf eine Komponente eines ganzen Komplexes (who polices the police/who watches the watchers) einzuschießen.

          Außer halt, wenn - Merkels "bester Mann" Maaßen; immer noch nicht aufgeklärt und abgestraft! - der Verfassungsschutz sich als U-Boot der Verfassungsfeinde betätigt.